Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 06.01 bis 12.01.20

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 02. Schwerpunkte: Hessen hören 38 – Gabi Schaffner | Georg Katzer | Leipzigs „Notenspur“ | Splitter Music Festival II | Donaueschinger Musiktage 2019 | Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2020 – Spezial | Arturo Benedetti Michelangeli zum 100. | Spezialensembles in der zeitgenössischen Musik und warum sie so boomen | Flötistin Carin Levine | Das Münchner PHREN-Ensemble | Komponist Michel Meynaud.

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben

61 – Interview mit Silke Aichhorn

Silke Aichhorn erzählt, wie sie sich für die Harfe einsetzt und warum sie das sehr persönliche und zugleich witzige Buch „Lebenslänglich Frohlocken“ geschrieben hat. Silke hat auch ein eigenes CD Label und geht konsequent und sympathisch ihren Weg als Unternehmerin, Musikerin und zweifache Mutter. Sie gibt viele Einblicke und Tipps für dein Musikerdasein. [Zum Podcast]

 Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


06.01.2020


09:05 bis 10:00 | BR-KLASSIK
Ludwig van Beethoven – Eine Hörbiografie (10/10) – Kapitel 10: Es muss sein! (1825-1827)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Cornelius Obonya (Beethoven), Ariane Payer, Thomas Albus, Folkert Dücker und anderen (Zitate)

Anschließend: Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur, op. 135 (Belcea Quartet)

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Neue Musik aktuell – mit Andreas Göbel

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Schubladen – Der Komponist Michel Meynaud

Von Philipp Quiring. Michel Meynauds Wille, Musik zu schreiben, ist enorm gewesen. Mehr als 90 Kilogramm Notenmaterial hat der französische Komponist hinterlassen, als er 2016 starb. Das meiste davon wurde allerdings nie aufgeführt. Die wenigen Versuche, die er unternahm, um sein Werk zu verbreiten, scheiterten. Auch seiner 2. Sinfonie „Nos octobres“ zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution wurde trotz persönlicher Vorstellung in der Sowjetunion kein Gehör geschenkt. Meynaud war dennoch der Auffassung, dass seine Zeit kommen werde. Heute nehmen sich Musikerinnen und Musiker vielfach seiner Stücke an.


07.01.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Die Suche nach der richtigen Musik mit den richtigen Tönen – Das Münchner PHREN-Ensemble und die experimentelle Improvisation

Von Florian Neuner. Erfahrungsanreicherung seit einem halben Jahrhundert: Musik ohne jede schriftliche Aufzeichnung und ohne Bindung an Tonsysteme.

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: darin: neue musik im Norden – Die Flötistin Carin Levine

Von Margarete Zander. Im letzten Jahr hat die amerikanische Flötistin von der Fachgruppe E-Musik des deutschen Komponistenverbandes die FEM Nadel für besondere Verdienste um die Neue Musik bekommen. Die in Cincinnati/Ohio geborene erfolgreiche Musikerin lebt seit 1974 in Deutschland und hat noch bei Aurèle Nicolet studiert. Wir stellen die Ausnahmeflötistin vor, die seit vielen Jahren zu den innovativsten Pädagoginnen für ihr Instrument gehört.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zusammen individuell – Spezialensembles in der zeitgenössischen Musik und warum sie so boomen

„Innovativ, flexibel und selbstverständlich mit flachen Hierarchien.“ Klingt wie aus der Stellenanzeige eines jungen, hippen Start-ups rausgeklaut? Ist es auch. Okay, „digital“ fehlte noch. Doch auch im von Anachronismen durchzogenen Musikbetrieb suchen Musikerinnen und Musiker nach anderen, neuen Strukturen fernab des klassischen Top-Down, wollen selbstbestimmt und agil arbeiten. Spezialensembles zum Beispiel. Als Motor initiieren sie neue Stücke, bespielen außergewöhnliche Settings und probieren neue Formen der Besetzung und des Zusammenspiels aus. Und das teilweise sogar ganz ohne Chef (aka DirigentIn). Wie das funktioniert, davon erzählen die Musikerinnen und Musiker der Ensembles ascolta, Zafraan, LUX:NM und Christian Lillinger und Christopher Dell mit ihren verschiedenen Projekten. Eine Sendung von Kristin Amme

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 ars acustica: IMA_experiments 10

Electronica Konzert mit Japans Art-Punk Legende Phew (Tokyo) und dem Ex-Kreidler/To Rococo Rot Post-Rocker Stefan Schneider (Düsseldorf)

Komposition: Phew und Stefan Schneider. (Produktion: SWR/ZKM | Institut für Musik und Akustik 2017)

Seit über 30 Jahren ist Phew, eine Avantgarde-Sängerin, die ihre Anfänge in der Art-Punk-Band Aunt Sally hat, eine der bekanntesten Stimmen in der lebendigen japanischen elektronischen Musikszene. 1981 kam Phew nach Deutschland, um mit Conny Plank in seinem legendären Studio u. a. mit Holger Czukay und Jaki Liebezeit (Can) zu arbeiten. Bei „Light Sleep“, ihrem ersten Solo-Album nach 20 Jahren, treffen ihre eigenwillige Stimme und einige ihrer intimsten Songs auf die pulsierende, fieberhafte Energie und Spannung einer Vielzahl von Vintage-Synthesizern und Drum Machines.

Stefan Schneider ist einer der Gründer der legendären Elektronik-Gruppe Kreidler und des international hochgelobten Trios To Rococo Rot. In den letzten Jahren hat er mit Joachim Roedelius (Cluster), Arto Lindsay, Bill Wells und der Superstar-Künstlerin Katharina Grosse zusammengearbeitet und produziert.


08.01.2020


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Klaus Ospald: „Sopra un basso rilievo antico sepolcrale …“ (Hans Nickel, Tuba; WDR Rundfunkchor Köln; Schlagquartett Köln; Experimentalstudio des SWR: Rupert Hubert); Gerald Eckert: „den angestoßenen Augen der Steine“ (Ensemble Reflexion K: Gerald Eckert); Toni Völker: Esposizione – „nero e bianco“ (Polarity Percussion Ensemble); Joachim F. W. Schneider: „Kolibri“ (Ensemble Maderna); Armin Fuchs: „Die Nacht aus Blei“ (Vokaloktett: Daniel Mayr); Karola Obermüller: „Coiling and swaying“ (Ensemble Modern: Johannes Kalitzke)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Perfektionist und Tastenhasser – Arturo Benedetti Michelangeli zum 100.

Pianist wollte er eigentlich gar nicht werden, sein Lieblingsinstrument war die Geige. Das Klavier machte ihm „zu viel Bimbambum“.

Sein Publikum brachte er zur Verzweiflung, wenn er immer wieder Konzerte absagte und nur alle paar Jahre mal ins Aufnahmestudio ging. Die Veranstalter trieb er zur Weißglut, wenn er mit eigenem Flügel und Klaviertechniker anreiste. Arturo Benedetti Michelangeli war eben Perfektionist. Dafür gelten seine (wenigen) Einspielungen der Werke u.a. von Debussy, Brahms, Schumann und Paganini noch heute als Referenzaufnahmen. Am 5. Januar 2020 würde der Ausnahmepianist 100 Jahre alt werden.

21:02 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: Winter

Werke von Francis Pott, Arvo Pärt, Peteris Vasks u.a. – Voces 8 – Von Chantal Nastasi

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2020 – Spezial

Mit Andreas Göbel. Vom 15. bis zum 19. Januar findet in diesem Jahr das Festival für neue Musik „Ultraschall Berlin“ statt, das rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur gemeinsam ausrichten. Die beiden Festivalleiter Andreas Göbel und Rainer Pöllmann stellen das aktuelle Programm vor.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Donaueschinger Musiktage 2019

Ensemble Intercontemporain; Martin Adamek (Klarinette); Leitung: Matthias Pintscher. Nina Senk: T. E. R. R. A. II für Ensemble | Beat Furrer: Konzert für Klarinette und Ensemble | Johannes Boris Borowski: Allein für Ensemble

Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2019 präsentierte sich das Ensemble Intercontemporain unter der Leitung ihres Chefdirigenten Matthias Pintscher mit drei Uraufführungen. Die slowenische Komponistin Nina Senk hat ein Stück über die vier Elemente unseres Planeten geschrieben. Beat Furrer hat den ersten Satz seines neuen Klarinettenkonzerts vorgelegt. Johannes Boris Borowski erkundet Momente von Einsamkeit im Zusammenspiel des Ensembles.


09.01.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Splitter Music Festival II

silent green, Berlin. Aufzeichnung vom 22.11.2019. Magnus Granberg: „Let Past My Weary Guiltless Ghost“. Ensemble Skogen

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Joachim Faber: „Morgenstern-Suite“, op. 65 (Gita Schneider, Klavier); Siegfried Fink: „Motion Pictures II“ (Jochen Sponsel, Jeff Beer, Bernd Kremling, Schlagzeug, Percussion, Tonband); Paul Vincent Gunia: „Changes on a Summerday“ und „Discussions“ (Sonnleitner Streichquartett); Konstantin Mach: Te Deum, op. 28 (Lotte Koch-Gravenstein, Sopran; Chor des Collegium Musicum Regensburg: Ernst Schwarzmaier); Karl Kraft: Sonate d-Moll, op. 39 (Erich Keller, Violine; Elisabeth Schwarz, Klavier)

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Beethoven – komponiert interpretiert

Hans Zender: 33 Veränderungen über 33 Veränderungen. Eine komponierte Interpretation von Beethovens Diabelli-Variationen. Orchesterfassung (2014). Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Leitung: Peter Hirsch. Aufnahme vom 16. Mai 2014 aus dem Funkhaus Halberg, Großer Sendesaal

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Das Publikum – von Leonie Reineke

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Hammerschlag

Hörspiel von Andreas Ammer & FM Einheit nach dem „Bündel Befehle“ von Aleksej Gastev. Aus dem Russischen von Rosemarie Tietze. Mit: Teodor Currentzis, musicAeterna-Chor, FM Einheit, Rica Blunck (Gesang), Saskia von Klitzing, Volker Kamp u. a. Musik und Regie: Andreas Ammer & FM Einheit. (Produktion: SWR/Diaghilev Festival Perm 2020)

In seinem letzten, 1921 veröffentlichten lyrischen Werk „Bündel Befehle“ wollte der russische Futurist Gastev nichts anderes als die Literatur endgültig zerstören: „Die Dichtkunst vernichten“ (Befehl 05), dazu aus künstlerischen Gründen, „die Sonne eine halbe Stunde abschalten“ (Befehl 07) und endlich „die Schlacht eröffnen“ (Befehl 09). Ammer & Einheits „Hammerschlag“ versteht sich als ein Oratorium samt Vorspiel und zwei Noise-Interludes.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 85. Geburtstag von Georg Katzer

Georg Katzer: „Bevor Ariadne kommt“ (Elektronisches Musikstudio Televízia Bratislava); „Ophelia“ (Salomé Kammer, Sopran; Ringela Riemke, Violoncello); „Essai avec Rimbaud“ (Aulos-Trio)


10.01.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Stimme & Körper – A Series of Gaps Rather Than a Presence

Hörstück über automatische Akzenterkennung. Von Pedro Oliveira. Übersetzung aus dem Englischen: Julia Tieke; Stimme: Enana, Mariana Bahia, /Lio.DIC/ ; Aufnahmen: Martin Eichberg; Komposition und Realisation: Pedro Oliveira; Produktion: Deutschlandfunk Kultur / CTM Festival 2019. Länge: 41’12

Mithilfe einer Software versucht das Bundesamt für Migration anhand der Akzente von Geflüchteten ihre Herkunft zu bestimmen. Der Künstler Pedro Oliveira sieht Parallelen zu phonographischen Aufnahmen mit Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg.

Wie überprüft man die Herkunft von Geflüchteten? Das Bundesamt für Migration nimmt eine Software zur Hilfe, die in Sprachaufnahmen Dialekte erkennen soll. Die Fehlerquote beträgt 20 Prozent. Der Künstler Pedro Oliveira hat die Vorgeschichte dieser Software recherchiert. Dabei stieß er auf ein Forschungsprojekt aus dem Ersten Weltkrieg. Die ‚Königlich Preußische Phonographische Kommission’ machte Tonaufnahmen von außereuropäischen Kriegsgefangenen, um ihre Sprechweisen zu analysieren. „Wie viel wissen wir? Wie viel meinen wir zu wissen? Wie viel können wir behaupten zu wissen?“ (Pedro Oliveira)

Pedro Oliveira ist Künstler und Dozent für Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er ist Mitgründer der Plattform Decolonising Design.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Klaus Ospald: „Ungefroren ist die Erde,…“ (Philharmonisches Orchester Würzburg: Simeon Pironkoff); Werner Heider: Streichtrio – „Sechs Eigenschaften“ (Trio Plus); Walter Zimmermann: „Ländler Topographien“ (Radio-Sinfonieorchester Frankfurt: Cristóbal Halffter); Volker Blumenthaler: „Schattengeburt“ (Ensemble Phorminx); Tobias PM Schneid: „symphony of changes“ (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Dreimal spucken…“ – Wo der Aberglaube eine Bühne hat

Von Johannes Jansen. „Das Weib dünkt sich groß zu sein; hofft durch Blendwerk und Aberglauben das Volk zu berücken, und unseren festen Tempelbau zu zerstören.“ Gemeint ist die Königin der Nacht als Verkörperung all dessen, was Männern der Aufklärung nicht geheuer ist. Aufklärer hätten freilich allen Grund, auch einem Sarastro zu misstrauen, denn okkultistisches Brimborium ist dem Hüter heil’ger Hallen selbst nicht fremd. Eine der köstlichsten Szenen in der „Zauberflöte“ ist die Begegnung zwischen Papageno und dem Tempelwächter Monostatos, die sich gegenseitig für den Teufel halten… Manche glauben, der Teufel stecke auch in Toi, toi, toi, doch ist es wahrscheinlich nur der lautmalerische Ersatz für dreimaliges Spucken zur Abwehr eines bösen Zaubers. Überhaupt die Bühne: Wenn Aberglaube ein Zuhause hat, dann ist es dort. Abergläubisch zu sein, gehört gewissermaßen zum Theaterberuf. Komponisten sind mit betroffen. Der Schöpfer der Zwölftonmusik, Arnold Schönberg, fürchtete sich vor der Dreizehn als „böser“ Zahl. Das Musik-Feature geht solcher „Triskaidekaphobie“ und verwandten Phänomenen auf den Grund.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: „Was ich hörte vom Irak“ von Eliot Weinberger

Von Eliot Weinberger. Mit Matthias Bundschuh, Stephanie Eidt, Martin Engler und Corinna Kirchhoff. Bearbeitung: Astrid Litfaß. Komposition: Sabine Worthmann. Regie: Andrea Getto. RBB 2019

„Am 11. September 2001, sechs Stunden nach den Angriffen, hörte ich, dass Donald Rumsfeld sagte, dies sei eine Gelegenheit, den Irak zu ‚erwischen’. Ich hörte, dass er sagte: ‚Jetzt wird geklotzt. Und aufgeräumt. Zusammenhang hin oder her.’“ Nur 43 Tage dauerte im Jahr 2003 der Zweite Irakkrieg. Dann waren 4.000 US-Soldaten, 37.000 irakische Soldaten und 600.000 irakische Zivilisten tot. Es folgten acht Jahre einer für alle Seiten zermürbenden Besatzungszeit. Massenvernichtungswaffen hat man nie gefunden. Doch mit der Behauptung, der Irak sei in deren Besitz, hatte alles begonnen. Anhand von Politiker-Statements vollzieht der US-amerikanische Essayist Eliot Weinberger nach, wie sich die USA für den Zweiten Irakkrieg argumentativ hochrüsteten und bei Kriegslaune hielten. Doch bald schon gab es Augenzeugenberichte über die Grausamkeit des Krieges.

Eliot Weinberger, geb. 1949, amerikanischer Autor, Essayist und Übersetzer lateinamerikanischer Werke, unter anderem von Octavio Paz. Auszeichnung mit dem P.E.N./Kolovakos Award zur Förderung hispanischer Literatur in den USA. Texte unter anderem „Was ich hörte vom Irak“ (2005), „Das Wesentliche“ (2008), „Orangen! Erdnüsse!“ (2011), „19 Arten Wang Wei zu betrachten“ (2019).

22:30 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Leipzigs „Notenspur“ – Ein Weg durch die Musikgeschichte der Stadt

Von Cornelia de Reese. Wer durch Leipzigs Innenstadt spaziert, wird auf silberfarbene, geschwungene Bänder stoßen, die im Pflaster der Stadt eingelassen sind. Das ist der Wegweiser der ‘Leipziger Notenspur’. Mit passender App erkundet man so die reiche Musikgeschichte der Stadt.


11.01.2020


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Dreimal spucken …“

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Musik der Zeit [3] – alle gegen eine

Beat Furrer: Phaos für Orchester | Márton Illés: Vont-tér für Violine und Kammerorchester, Uraufführung | Bruno Maderna: Stele per Diotima für Soli und Kammerorchester. Patricia Kopatchinskaja, Violine; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Michael Wendeberg. Übertragung aus dem Kölner Funkhaus

Das Gegenüber von Solo und Tutti ist zentral für alle drei Werke dieses Programms. Nicht nur in dem neuen Violinkonzert, das Márton Illés im Auftrag des WDR der Star-Geigerin Patricia Kopatschinskaja in die Finger geschrieben hat.

Das dramatische Wechselspiel zwischen Individuum und Masse bestimmt auch „Stele per Diotima“ von Bruno Maderna. Im Mittelpunkt steht hier eine ausgedehnte Kadenz von vier Solisten, angeführt von der Sologeige, die – laut Maderna – für den Dichter steht, während im Orchester die Menschenmasse agiert. Auch im Orchesterstück „Phaos“ von Beat Furrer ist das Verhältnis von Solo und Tutti zentral. „Phaos“ ist das griechische Wort für Helligkeit. Der Titel spielt auf das wellenartige Reflektieren des Lichtes an. In fließenden Bewegungen, wie auch in grellen Schnitten, entwickelt sich das Tutti aus solistischen Momenten, aus Schwebungen, die aus der Reibung zwischen temperierten und natürlichen Obertönen entstehen.

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik: Stromlinie Reloaded [1]

Werner Dafeldecker: Ausschnitt aus „wels“ / mokelé-mbembé / Ausschnitt aus „government“; John Butcher, Saxofon; Werner Dafeldecker, Kontrabass, Elektronik, Glass; Kevin Drumm, E-Gitarre; Christian Fennesz, Laptop; Uli Fussenegger, Kontrabass; Dieter Kovacic, Schallplattenspieler; Christoph Kurzmann, Laptop, Klarinette, Theremin; Michael Moser, Violoncello; Burkhard Stangl, E-Gitarre | Marcus Schmickler: Ausschnitte aus „wabi sabi“ und „sator rotas“ | Jim O’Rourke: Ausschnitt aus „I’m happy and I’m singing and a 1, 2, 3, 4“, Elektronische Komposition / Ausschnitt aus „The Ground Below Our Heads“, Elektronische Komposition | Gastr Del Sol: Work from Smoke; David Grubbs und Jim O’Rourke, Gitarre und Elektronik; Gene Coleman, Bassklarinette; Steve Butlers, Schlagzeug | Jim O’Rourke: Ausschnitt aus „Terminal Pharmacy“, Elektronische Komposition

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Zum 85. Geburtstag des Komponisten – Georg Katzers Lied-Zyklen

Von Ingo Dorfmüller. 1984 sang Roswitha Trexler, Spezialistin für zeitgenössisches Vokalschaffen aus Ostberlin, in Paris Georg Katzers Heine-Lieder. 2019 haben Elisabeth Dopheide, Maria Yulin und Nigel Thean, allesamt Studierende an der Musikhochschule Hannover, Katzers ,7 Lieder für Stimme, Klavier und Violoncello’ posthum uraufgeführt und im Deutschlandfunk Kammermusiksaal produziert. In den Jahrzehnten dazwischen entfaltet sich nun allerdings kein überbordendes Liedschaffen – Katzer war ja kein zweiter Schubert. Aber seine wenigen Liedzyklen haben es in sich: Immer geht es um Existenzielles darin, gespiegelt an der Figur und der Erfahrung des gegenwärtigen Künstlers. Immer reicht die emotionale Spannweite vom Heiter-Satirischen bis zum bittersten Ernst. Im Zentrum der Miniaturen steht stets das hellsichtige Wort – anders als manche seiner Kollegen macht Katzer es beim Komponieren nicht etwa unkenntlich, vielmehr verleiht er ihm theatrale Dimension. Autor Ingo Dorfmüller bringt dieses Liedschaffen in Erinnerung und stellt Frühes und Letztes gegenüber.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Hessen hören 38 – Gabi Schaffner: Die kleinere Verpuffung (Frankfurt-Fechenheim)

Warum Frankfurts Stadtteil Fechenheim früher 56 Vereine hatte, weshalb die dortige Hühnerfarm keine ist und was es sonst mit kleineren Verpuffungen so auf sich hat, das weiß alles Harry Hoppe. hr 2019 | 35 Min. | Erstsendung

1950 zugezogen als „Eingeplackter“, betätigt er sich in Fechenheim seitdem als Berater, Seniorensicherheitsbeauftragter, Blumengießer, Vereinsgründer und vieles mehr. Die in Berlin lebende Performerin und Radiomacherin Gabi Schaffner, 1965 in Frankfurt geboren und in Fechenheim aufgewachsen, lässt in ihrem Hessen-Hören-Stück den Klang ihrer ersten Heimat vor allem durch Harry Hoppe erzählen, ummantelt, über- und untermalt durch Vor-Ort-Geräusche. Der Dank der Autorin gilt: Harald Hoppe, Richard Schaffner, dem Verein Vereinigte Geflügelzüchter 1897 und dem Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung von 1841.


12.01.2020


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Musikjahr 2019 – Die besten CDs

Viel Musik wandert im Laufe eines Jahres durch die Gehörgänge eines Musikredakteurs. Musik für CD-Tipps, Musik für Themensendungen, Musik, die zum einen Ohr hinein- und zum anderen wieder hinausgeht und Musik, die einfach im Kopf drinnen bleibt.

Aus Letzterer setzen sich heute „Kaisers Klänge“ zusammen, aus den schönsten Aufnahmen des vergangenen Jahres. Ein „Best of 2019“, ganz subjektiv gehört.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Für Kaiser und Sultan

Zu einer denkwürdigen Begegnung ganz unterschiedlicher Musikstile kam es im 3. Philharmonischen Konzert der Saison 2008/2009. Unter dem Titel „Für Kaiser und Sultan“ wurde nicht nur Ludwig van Beethovens ursprünglich Napoleon zugedachte „Eroica“ aufgeführt, sondern auch Musik von Zeitgenossen Beethovens aus dem Nahen Osten. Interpreten waren die Bremer Philharmoniker und das Ensemble Sarband.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Zu neuen Horizonten

Earle Brown: December 1952 | Matthias Bruppacher: Matthias Bruppacher | John Cage: Song Books | Tzie M Elgna: Ähre | Jürg Frey: Lachen und Lächeln | Pierre Mariétan: MF-MP Communication instrumentale et radiophonique | F: Heine-Lieder | Erika Radermacher: Musenkonzept | Urs Peter Schneider: Kreuze / Raritäten. Ensemble Neue Horizonte Bern

Seit über einem halben Jahrhundert treibt das Ensemble Neue Horizonte Bern, das 1968 von dem Komponisten Urs Peter Schneider gegründet wurde, in der Schweiz sein musikalisches Wesen und Unwesen. Immer wieder mal sorgten sie für Aufsehen, manchmal auch für handfeste Skandale.

Einen Schwerpunkt bildet die Musik der New York School um John Cage, Earle Brown, Morton Feldman und Christian Wolf, deren Werke in den Programmen eine wichtige Rolle spielen, auch als Vorbild für eigene Projekte der Formation.

Das Ensemble Neue Horizonte Bern besteht mehrheitlich aus solchen Musikerinnen und Musikern, die sowohl komponierend wie interpretierend tätig sind. Daraus ergibt sich ein selbstverständlicher Umgang mit konzeptionellen Musikarten und Improvisation.

Erstellt die Radioumschau. Freak.

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