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Der Siegeszug des Übersetzers

Der Siegeszug des Übersetzers

Zu den vielen Problemen der Neuen Musik am Beginn des neuen Jahrhunderts gehört die Tatsache, dass der Komponist als Urheber immer mehr in den Hintergrund getreten ist. Wir alle haben schon den Witz gemacht oder gehört: „Nur ein toter Komponist ist ein guter Komponist“, und damit ist nicht nur die fast schon triviale Tatsache gemeint, dass viele Kritiken erst nach dem Tod verstummen und dann erst der Blick auf die wahre Qualität eines Oeuvres frei wird. Nein – Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert in dem der Interpret seinen Siegeszug antritt, und den Schöpfer in den Hintergrund drängt. Und das 21. Jahrhundert ist nur die Fortsetzung davon.

Der Preis ist heiss

Der Preis ist heiss

Was mache ich überhaupt in „Tegel – Du verdammtes Tor zur Welt“ (Klaus Hoffmann)? Als Juryvorsitzender einer wild divergenten Jury bestehend aus Lukas Hilbert, Dirk Darmstaedter, Annette Focks, Michael Holm, Isabel Mundry und Thorsten Brötzmann hatten ich 2 ganze Tage mit den Anderen darum gekämpft, Nominierungslisten aus einer ebenso wilden Auswahl von Komponisten und Textern aller Genres zu erstellen. Heute sollen die Früchte geerntet werden – eine große Publicityaktion der GEMA, die im Moment verstärkt um ein gutes Image angesichts zunehmender Interesselosigkeit gegenüber Urheberrechtsbelangen kämpft und wieder die „Autoren“ in den Mittelpunkt rücken will – mit dem Deutschen Musikautorenpreis.