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Was wir verdienen. Eine Studie des MIZ.

Fleißig produziert das verlässliche MIZ (Deutsches Musikinformationszentrum) eine Studie nach der anderen zum heutigen Musikleben in Deutschland. So auch jetzt wieder:

…vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels im Arbeitsmarkt für Musikberufe hat das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) im Mai diesen Jahres ein umfangreiches Dossier mit Daten zur Erwerbstätigkeit in Musikberufen veröffentlicht.

Die Daten zeigen unter anderem, dass sich die freiberufliche Tätigkeit unter Musikern und Musikpädagogen mit einem Zuwachs von 40 Prozent seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt hat, bei monatlichen Einkommen, die für die 50.000 in der Künstlersozialkasse versicherten Musikerinnen und Musiker bei durchschnittlich rund 1.000 € pro Monat liegen.

Friedhof der Kuschelkultur (2)

Friedhof der Kuschelkultur (2)

Wie ich gerade eben erst erfuhr, hat der Deutsche Musikrat eine lobenswerte große Aktion gestartet, in der 4 verschiedene Poster/Grafiken einen statistischen Überblick über das deutsche Musikleben verschaffen sollen.
Hier die offiziellen Infos

Wenn die Bundeskulturstiftung ein Drogenboss wäre…

Wenn die Bundeskulturstiftung ein Drogenboss wäre…

In unserer im internationalen Vergleich sehr gepäppelten Neuen-Musik-Szene geht vieles seinen alltäglichen Gang – Aufträge werden vergeben, Ensembles beschäftigt, Festivals gegründet, das ganz normale Kulturleben also. Die zeitgenössische Musik mag sich an dem großen Fragezeichen der gesellschaftlichen Relevanz mal mehr, mal weniger abarbeiten, insgesamt funktioniert der Geldkreislauf, der alles in Bewegung hält, aber recht gut, und viele Komponisten müssen sich die Sinnfrage nach dem „warum?“ oder „woher“ eigentlich gar nicht stellen, denn der nächste Auftrag kommt bestimmt.
Gerade aus diesem Grund ist es sehr interessant, sich einmal exotische musikalische Genres anzuschauen, die der uns so vertrauten Hochkultur so fern sind, wie man sich nur irgendwie vorstellen kann, Genres, in denen es tatsächlich… um Leben und Tod geht.