Markiert: Claude Vivier

Öffentlichkeit und Sexualität – Mr. und Mrs. Haas und Herr Brug

Wie befreit ist doch die Welt der Popmusik, wenn es um das Sexualleben ihrer Protagonisten geht. Beziehungsdramen und sexuelle Vorlieben werden in der Regenbogenpresse lanciert und weidlich ausgekostet. Solange dies nur moralische und keine kriminellen Schieflagen erzeugt, ist es jedem echten Fan vollkommen egal, was sein Star an Fehltritten und...

Biennale 2014 vorbei – letzter Abend, Abbitte, Komponisten als Kritiker

Es ist geschafft. Fast jedes Musiktheater dieses Biennale-Jahrganges gesehen, bis auf Utopien von Schnebel. Die besten Momente erlebte man mehrheitlich in Konzerten, war es das Henze-Philharmoniker-Konzert, sei es das Konzert des Rundfunkorchesters mit einem passionierten und zupackenden Kriegs- und Friedensstück vom Kollegn Schachtner, einer nicht-russischsprachigen Version der Vater-unser-Symphonie von Kollegin...

Münchener Leidenschaften – Sankt Sebastian in Konzert und Musiktheater

Jetzt begreift man langsam, was das Motto „Ausser Kontrolle“ meinen könnte: zuerst verliebte sich in Marko Nikodijevics Oper „Vivier“ die Titelfigur Claude Vivier imaginär im Geiste und recht deutlich auf der Bühne in den heiligen Sebastian. Im Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker zu Ehren des 2012 verstorbenen Biennale-Gründers Hans-Werner Henze erklang...

Wer war Christophe Bertrand (*1981 – †2010) ?

Wer war Christophe Bertrand (*1981 – †2010) ?

Anknüpfen! Eins aus dem Anderen heraus, typisch Neue Musik eben. So oder so ähnlich hat man es mit Löffeln in Hochschultagen gefressen. Geht Anknüpfen auch Sprachlich? Kann ich das? Ohne Verheddern? Im ersten Affekt spüre ich eher die Lust zum Aufknüpfen. Zu morbide… Kein Einstieg… Jetzt habe ich aber doch was...

Die Visionen des Marko Nikodijevic

Die Visionen des Marko Nikodijevic

Quasi als Nachtrag zur Diskussion über „methodisches“ Komponieren unter Zuhilfenahme von algorithmischen Programmen etc. möchte ich euch heute den deutsch/serbischen Komponisten Marko Nikodijevic vorstellen, dessen Arbeit mir außergewöhnlich gefällt.

Sing mir, Tod, ich spiel derweil schau. Triennale-Gedanken von der Ruhr

Sing mir, Tod, ich spiel derweil schau. Triennale-Gedanken von der Ruhr

Noch so ein Beispiel, wie sich Hochkultur implantieren lässt: Man nehme Ruinen des Industriezeitalters, putze sie heraus, dass ihre herrschaftlichen, kathedralischen Züge zum Vorschein kommen, gebe einem Impresario mondialen Zuschnitts ausreichend Taschengeld und fertig ist eines der innovativsten Musik- und Theaterfestivals der Welt. Vulgo Ruhrtriennale. Gut, das mit dem innovativ,...