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ABBA

Tagebuch der Wörter   ABBA   Wenn irgendein Thema auf der Hand liegt, solange man in Schweden weilt, dann ist es das neue Album von ABBA. Das Lustige ist nur: hier scheinen die Menschen wesentlich entspannter damit umzugehen als meine Freunde einer gewissen Altersgruppe auf Facebook, die das Ganze für...

Poesie und Schwanengesänge – Jake Bellissimo und sein neues Album „Swansongs“ 2

Poesie und Schwanengesänge – Jake Bellissimo und sein neues Album „Swansongs“

Oder – wie Jake es selbst schreibt: „My name is Jake, I’m 25, and I write music about feelings“. Schöner könnte man dieses Album – von dem wir erst jetzt wissen, dass wir es das gesamte Jahr 2020 so dringend gebraucht haben, nicht ankündigen.

Fragen zum Lied im 21. Jahrhundert

Dabei ist gerade die große Unverwechselbarkeit der menschlichen Stimme ihr besonderes Merkmal – wir erkennen unterschiedliche Sänger sofort vom Hören, unterschiedliche Instrumentalisten dagegen nur mit Fachwissen. Deswegen durchdringt gesangliches Denken alles – nicht umsonst schreibt man auch in instrumentaler Musik “cantabile“ hin, wenn es besonders schön klingen soll.

Überkommene Strategien der Neuen Musik, Teil 2: „Komplexes Partiturbild“

Aber vor allem in einem scheitert die einstmals erfolgreiche Strategie der „Complexity“: zum ersten Mal in der Musikgeschichte gibt es quasi kaum einen nennenswerten „Musikkanon“, der sich auch Laien und Kindern erschließt. Damit hat sich die Neue Musik von dem Lebensquell abgeschnitten, der jeden Musikstil am Leben hält.

Complex Simplicity: How to address pop music

Complex Simplicity: How to address pop music

As classical musicians, we channel a lot of our energy into talking about nuance and its relevance in composition. An argument about why the music of “New Complexity” must be notated the way it is typically boils down to “there are too many nuances that can’t be notated any other way”.

Der Schatten des Zensors.

Was ist eigentlich mit unserer Welt los?
Die so genannte freie Welt fühlt sich den Terrordiktaturen und Religionsfanatikern überlegen, aber im Moment beginne ich zu zweifeln, wie weit wir uns diese Freiheit noch selber erlauben.

Ich rede von der Angst, Dinge auszusprechen. Von der Angst, seine Meinung zu sagen. Weil man es sich mit niemandem verderben will, weil man nirgendwo anecken will. Weil immer irgendeine Minderheit beleidigt sein könnte. Ich rede von dem Gespenst der „politischen Korrektheit“.

Preparing Atopy. A lecture in 6 parts. Part two: The Big Sleep

(This is the English translation of a 6 part lecture that I gave in Mainz about the possibilities of what I call „atopical“ music)

THE BIG SLEEP

I am often asked at parties what kind of music I write. This is a horribly difficult question to answer. Because “music” is of course a near endless term. “Music” can be St. John’s Passion or the music of the „Beatles“, both is „music“. I also think it is reasonable that both of it can be called “music”. Because in all kinds of music – be it popular music, dance music, Jazz music, improvised music, ethnical music, experimental music, film music – the chances to encounter horribly bad music are absolutely equal. This is the common trait of all music. But in each of these “genres” we can of course also find works of genius. For me there is no quality difference between the music of the Beatles and the music of Stockhausen. I actually also know which of these two I absolutely prefer!

Alternative Komponistenbiografien: Jossi Bach, 1949 – 2014

Alternative Komponistenbiografien: Jossi Bach, 1949 – 2014

Jossi (eigentlich Johann Sebastian) Bach wurde am 31.3.1949 in Eisenach (DDR) geboren. Sein Vater arbeitete als Organist in der Lutheranischen Kirche, seine Mutter als Stenotypistin im Eisenacher Motorenwerk.

Obwohl sich schon früh zeigte, dass es sich bei dem jungen Bach um eine außergewöhnliche musikalische Begabung handelte, durchlief er wie alle anderen Kinder der DDR das staatliche Kindergarten- und Schulsystem. Eine Eingabe seines Musiklehrers der dritten Klasse, ihm besondere Förderung angedeihen zu lassen, wurde von der Obrigkeit ignoriert, da die Stasi sowohl bei seinem Vater als auch bei seiner Mutter „staatszersetzende Tendenzen“ festzustellen meinte (seine Mutter war kurz vorher in den Streik der Eisenacher Motorenwerke im Jahre 1953 verwickelt gewesen und verlor daraufhin ihre Anstellung).