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Complex Simplicity: How to address pop music

Complex Simplicity: How to address pop music

As classical musicians, we channel a lot of our energy into talking about nuance and its relevance in composition. An argument about why the music of “New Complexity” must be notated the way it is typically boils down to “there are too many nuances that can’t be notated any other way”.

Der Schatten des Zensors.

Was ist eigentlich mit unserer Welt los?
Die so genannte freie Welt fühlt sich den Terrordiktaturen und Religionsfanatikern überlegen, aber im Moment beginne ich zu zweifeln, wie weit wir uns diese Freiheit noch selber erlauben.

Ich rede von der Angst, Dinge auszusprechen. Von der Angst, seine Meinung zu sagen. Weil man es sich mit niemandem verderben will, weil man nirgendwo anecken will. Weil immer irgendeine Minderheit beleidigt sein könnte. Ich rede von dem Gespenst der „politischen Korrektheit“.

Preparing Atopy. A lecture in 6 parts. Part two: The Big Sleep

(This is the English translation of a 6 part lecture that I gave in Mainz about the possibilities of what I call „atopical“ music)

THE BIG SLEEP

I am often asked at parties what kind of music I write. This is a horribly difficult question to answer. Because “music” is of course a near endless term. “Music” can be St. John’s Passion or the music of the „Beatles“, both is „music“. I also think it is reasonable that both of it can be called “music”. Because in all kinds of music – be it popular music, dance music, Jazz music, improvised music, ethnical music, experimental music, film music – the chances to encounter horribly bad music are absolutely equal. This is the common trait of all music. But in each of these “genres” we can of course also find works of genius. For me there is no quality difference between the music of the Beatles and the music of Stockhausen. I actually also know which of these two I absolutely prefer!

Alternative Komponistenbiografien: Jossi Bach, 1949 – 2014

Alternative Komponistenbiografien: Jossi Bach, 1949 – 2014

Jossi (eigentlich Johann Sebastian) Bach wurde am 31.3.1949 in Eisenach (DDR) geboren. Sein Vater arbeitete als Organist in der Lutheranischen Kirche, seine Mutter als Stenotypistin im Eisenacher Motorenwerk.

Obwohl sich schon früh zeigte, dass es sich bei dem jungen Bach um eine außergewöhnliche musikalische Begabung handelte, durchlief er wie alle anderen Kinder der DDR das staatliche Kindergarten- und Schulsystem. Eine Eingabe seines Musiklehrers der dritten Klasse, ihm besondere Förderung angedeihen zu lassen, wurde von der Obrigkeit ignoriert, da die Stasi sowohl bei seinem Vater als auch bei seiner Mutter „staatszersetzende Tendenzen“ festzustellen meinte (seine Mutter war kurz vorher in den Streik der Eisenacher Motorenwerke im Jahre 1953 verwickelt gewesen und verlor daraufhin ihre Anstellung).

Ich mag Beck. Nein, den anderen.

Ich mag Beck. Nein, den anderen.

In einer der vielleicht radikalsten Aktionen in der Geschichte der auf Tonträgern vertriebener Popmusik einfach nur dies: Beck hat ein „Album“ herausgegeben, das keines ist. „Song Reader“ gibt es nämlich nicht als CD, und wird es (hoffentlich) auch nie auf CD (oder Vinyl) geben: die 20 Lieder dieses Albums sind exklusiv und ausschließlich nur als Noten erhältlich

Der Siegeszug des Übersetzers

Der Siegeszug des Übersetzers

Zu den vielen Problemen der Neuen Musik am Beginn des neuen Jahrhunderts gehört die Tatsache, dass der Komponist als Urheber immer mehr in den Hintergrund getreten ist. Wir alle haben schon den Witz gemacht oder gehört: „Nur ein toter Komponist ist ein guter Komponist“, und damit ist nicht nur die fast schon triviale Tatsache gemeint, dass viele Kritiken erst nach dem Tod verstummen und dann erst der Blick auf die wahre Qualität eines Oeuvres frei wird. Nein – Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert in dem der Interpret seinen Siegeszug antritt, und den Schöpfer in den Hintergrund drängt. Und das 21. Jahrhundert ist nur die Fortsetzung davon.