Im Radio – Donnerstag, 23.09.21

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 38. Jetzt für dienstag die komplette Übersicht für diese Woche gibt es bei der JazzZeitung. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr.

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do – 23.09.2021


00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Darmstädter Ferienkurse 2021 – Das Londoner Ensemble Apartment House

Werke von Julius Aglinskas, Ryoko Akama, Erika Bell, Louise Bourgeois, Jurga Šarapova (UA) und Darya Zvezdina (UA). Von Carolin Naujocks

00:10 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Nikolaus Glassl: Sonate (Michael Stern, Posaune; Nikolaus Glassl, Klavier); Wilhelm Killmayer: „Huit Poésies de Mallarmé“ (Janet Williams, Sopran; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Olaf Henzold); Franz Xaver Lehner: Violoncellokonzert (Franz Fassbender, Violoncello; Münchner Philharmoniker: Erich Riede); Markus Höhring: Quintett (Vít Spilka, Klarinette; Jaromír Graffe, Violine; Bohumil Smejkal, Viola; Antonín Gál, Violoncello; Vladimir Holly, Klavier); Christian Heimerl: Sieben Lieder (Peter Lika, Bass; Hans Leopold Schwerdhöfer, Klavier); Arthur Piechler: Bläserquintett, op. 58 (Roseau-Quintett); Peter Jona Korn: Bagatelle, op. 11, Nr. 2 (Barbara Korn, Klavier)

20:00 | hr2-kultur
Zeichnungen und Schreiben Das hr-Sinfonieorchester bei den Darmstädter Ferienkursen (3)

Moderation: Stefan Fricke. Darmstadt – seit Jahrzehnten ist der Name der hessischen Wissenschaftsstadt ein – für andere sogar das – Synonym für die musikalische Avantgarde, die geschätzt und geliebt, mithin aber auch spöttisch belacht und verachtet wird.

21:30 | hr2-kultur
Neue Musik | Werkzeuge der Neuen Musik: Der Chor – Teil 1 von 2 von Bernd Künzig

Das SWR-Vokalensemble auf den Donaueschinger Musiktagen. Schon die Alten wussten, Musik ist erst Musik, wenn sie klingt. Das ist in der zeitgenössischen Musik nicht anders als in der davor komponierten.

22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Freispiel: How to protect your internal ecosystem – Von Mimu Merz und Miriam Schmidtke

Bearbeitung: Oliver Brunbauer und Mimu Merz. Regie: die Autorinnen. Mit: Naemi Latzer, Mimu Merz. Ton und Technik: Martin Leitner, Mimu Merz und Oliver Brunbauer. Produktion: ORF Kunstradio 2020. Länge: 48’21

Der Fordismus wurde von einem Selbstverwirklichungsimperativ abgelöst. Wir repräsentieren das perfekte Selbst, studieren die besten Posen und wiederholen diese ständig. Man könnte diesen Alltag als eine neue Art der Fließbandarbeit beschreiben.

Um Computerchips herzustellen, sind Orte minimalster Luftverschmutzung nötig, sogenannte Reinräume. Die Fabrikarbeit ist monoton, sozial isoliert und folgt einem strengen Fertigungsprotokoll. Dort gefertigte Chips landen unter anderem in Smartphones. Die Digitalisierung, für die sie symbolisch stehen, sollte das fordistische Arbeitssystem am Fließband eigentlich abgelöst haben. An dessen Stelle ist jedoch ein Selbstverwirklichungsimperativ getreten, durch den wir lernen, perfekt zu repräsentieren. Die Konsequenz: Wir erlernen bestimmte Posen, die wir immer wieder aufführen. Unsere täglichen Handlungen werden gewissermaßen zur Fließbandarbeit. Wäre ein Rückzug aus diesem Kreislauf der Selbstverwirklichung nicht dringend nötig? Und wie könnte so ein Rückzug überhaupt ermöglicht werden? Ein rhythmisch präzise und atmosphärisch dicht komponiertes Hörstück, das aus einem choreografischen Bühnenstück entstanden ist.

Mimu Merz ist seit 2003 als Künstlerin in den Bereichen mediale und bildende Kunst und seit 2009 als Musikerin und Vokalistin vor allem im Bereich elektronischer Musik tätig. Sie entwickelt intermediale, partizipative Installationen und Inszenierungen. 2011 SKE Jahrespreis, 2014 TRACK5 Jurypreis der Schule für Dichtung und Ö1, 2015 Teilnahme an der Red Bull Music Academy in Tokio, 2019 Lehrauftrag an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Miriam Schmidtke studierte Raumszenarien, Bühnenbild und Bildhauerei an der Universität der Künste und der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und an der Kunsthochschule Musashino in Tokio. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt auf der Erschließung von Alltagsperformances und -bewegungen von Frauenfiguren, welche sie zu hyperchoreografierten synchronen Mehrkanalvideos und Performances verarbeitet. Sie lebt und arbeitet als Regisseurin und Medienkünstlerin in Wien und Berlin.

22:05 Uhr | Deutschlandfunk
JazzFacts: Am Anfang war der Beat – Der Schlagzeuger Jens Düppe

Von Michaela Natschke. Mit seinem vom Deutschlandfunk produzierten vierten Album „The Beat” besinnt sich der Kölner Schlagzeuger Jens Düppe auf Grundlegendes. Rhythmische Überlagerungen, Verschiebungen, Verschachtelungen sind das Material, aus dem er seinen griffigen Jazz baut. 2013 gründete Düppe sein Quartett mit Frederik Köster (Trompete), Lars Duppler (Klavier) und Christian Ramond (Kontrabass). Für die fest bestehende Band schreibt der in Stuttgart geborene Schlagzeuger das gesamte Repertoire. Seine Kompositionen denkt er von Rhythmus und Melodie her. Dabei lässt er sich auch von Strukturen der Minimal Music oder von orientalischen Gebetsrufen inspirieren. Sein Drumset erweitert Düppe durch eine handgespielte Basstrommel und extradicke Becken. Im Porträt gibt Düppe Einblick in die Inspirationen zu seinen Stücken und erklärt seine Vorstellung von „Beat“ als klingendem Lebensrhythmus.

22:30 | hr2-kultur
Jazz Now Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen |

heute mit: Clara Haberkamp Trio | Toine Thys | Keshav Batish. Am Mikrofon: Daniella Baumeister

23:00 | rbbKultur
The Voice: Norma Winstone zum 80. Geburtstag – Am Mikrofon: Ortrun Schütz

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: All that Jazz – Große freie Stimme

Porträt der Sängerin Norma Winstone, die ungewöhnliche Ausdruckskraft in der Ruhe der Gestaltung von Tönen findet, die stets überraschend sind

Unter anderem mit Musik von Azymuth, Ralph Towner und dem Norma Winstone Trio mit Pianist Glauco Venier und Klarinettist Klaus Gesing. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel

 

 

radiofreak der alten schule. transistor, diode, spule, kondensator. ehemals manipulator:in mehrerer rundfunksendungen.

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