Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 24.08. bis 30.08.2020

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 35. Mihran Toumajian und die vergessenen Spuren der armenischen Musik | Musik zu Goethes „Faust“ | Revisited Forum neuer Musik 2011 | Festival der Electric Orpheus Academy | Musikgeschichte der 1920er-Jahre im Spiegel der Zeitschrift „Melos“ | Herbstpläne des ICAS Festival-Netzwerkes mit und trotz Corona | Huddersfield Contemporary Music Festival | Neue und aktuelle Musik beim 39. Kammermusikfest Lockenhaus | aktuelle CD des Sonar Quartetts | Performance- und Medienkünstler Terry Fox.

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben


24.08.2020


23:03 – 24:00 | Ö1
Ö1 Mitschnitte aus Lockenhaus (1) – Neue und aktuelle Musik beim 39. Kammermusikfest Lockenhaus (1)

Als eines jener Festivals im Burgenland, die laut behördlicher Vorgaben ihr Programm durchführen, hat sich Nicolas Altstaedt in Lockenhaus mit seinen Musikerinnen und Musikern auf intensive zehn Tage eingestellt und der Idee der „Oase Lockenhaus“ gemäß ein Überraschungsprogramm zusammengestellt, das diesmal wirklich alle überraschte. So konnten neben einigen wichtigen Kammermusikstücken des 20. und 21. Jahrhunderts sogar Uraufführungen ins Programm aufgenommen werden. Und alles unter dem Motto „.inniger.“. Kann das noch gesteigert werden?

„Zeit-Ton“ bringt Ö1 Exklusivmitschnitte aus der Pfarrkirche Lockenhaus, die diesmal aus organisatorischen Gründen der einzige Spielort des Festivals war. Die Konzerte fanden von 2. bis 11. Juli 2020 statt. Gestaltung: Gerhard Krammer


25.08.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Klang als skulpturale Idee – Der amerikanische Performance- und Medienkünstler Terry Fox (1943 – 2008)

Von Thomas Groetz. (Wdh. v. 24.11.2015). Der Amerikaner Terry Fox war Performancekünstler per excellence. Um der Kommerzialisierung der Strömung entgegenzuwirken, nannte er sie „situations“, meinte damit körperliche Zustände, Klang, Alltagsmaterial.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Rudi Spring: Zwei fragmentarische Szenen, op. 74 e (Salome Kammer, Sopran; Rudi Spring, Klavier); Wolfgang Zoubek: Fünf Miniaturen (Irmela Nolte, Flöte; Sabine Liebner, Klavier); Peider A. Defilla: Aus „Donaumusik“ (Michael Lentz, Ruth Geiersberger, Stimme; Ulrich Müller, Life Sound Editing; Reza Memari, Friederika Riechert, Lucas Linke, PC und Video); Isabel Mundry: „Ein Atemzug – die Odyssee“, Gefächerter Raum (Salome Kammer, Matthias Koch, Stimme; Günther Happernagl, Guido Marggrander, Markus Steckeler, Schlagzeug; ensemble recherche; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Rundel); Roland Leistner-Mayer: Suite (Irmela Nolte, Flöte; Sabine Liebner, Klavier); Bernhard Lang: „Differenz / Wiederholung“, First Song (Martina Koppelstetter, Stimme; Georg Glasl, Zither)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Aus der aktuellen CD des Sonar Quartetts

Wojciech Garbowski, Susanne Zapf, Violine; Nikolaus Schlierf, Viola; Cosima Gerhardt, Violoncello. Sonar Quartett: „Tiefsee“, „Haarpun“, „Zoanthus“, „Krasumov“, „Ulcu“ und anderes

23:03 – 24:00 | Ö1
Ö1 Mitschnitte aus Lockenhaus (2) – Neue und aktuelle Musik beim 39. Kammermusikfest Lockenhaus (2)

Intendant Nicolas Altstaedt hat in der Programmierung seines Festivals in Lockenhaus die Tradition von Gidon Kremer, dem Gründer, weitergeführt: Konventionelle Kammermusik mit neuer und neuester Musik zu verbinden. Damit konnte die zweite „Vorgabe“ – das Programm wurde erst immer unmittelbar vor Konzertbeginn bekannt gegeben – gut eingehalten werden. Heuer gibt es ganz andere Vorgaben für Festivals. Daher ist erstmals bereits im Vorfeld das Programm in weiten Zügen bekannt gegeben worden. Neben Klassikern der Moderne wie Béla Bartók, Zoltán Kodály spannte sich der Bogen über Luciano Berio, György Kurtág und Bernd Alois Zimmermann bis hin zu einer Uraufführung von Helena Winkelmann.

Ö1 Exklusivmitschnitte vom 39. Kammermusikfest Lockenhaus, Spielort beim Festival 2020, das zwischen 2. und 11. Juli stattfand, war ausschließlich die barocke Pfarrkirche in der mittelburgenländischen Gemeinde. Gestaltung: Gerhard Krammer


26.08.2020


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Siegfried Fink: „Percussion movie“ (Eckhart Kopetzki, Markus Hauke, Achim von Bassen, Matthias Schmitt, Perkussion); Hans-Günther Allers: Bläserquintett, op. 92 (Ensemble Kontraste); Uwe Strübing: „The Love Songs of Ennod Toile“, op. 35 (Ensemble Dirrekt: Hans Dirr); Stefan Hippe: Streichquartett Nr. 2 (Minguet-Quartett); Bernhard Weidner: Drei Nocturnes (Martin Oberhofer, Klavier)

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Astrid Schwarz


27.08.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Huddersfield Contemporary Music Festival

St. Pauls Hall. Aufzeichnung vom 16.11.2019. Ann Cleare: „eyam iv (pluto’s farthest moons)“ The Riot Ensemble; Leitung: Aaron Holloway-Nahum | Hanna Hartman: „Message from the Lighthouse“. Jonny Axelsson, percussion

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Ulrich Sommerlatte: Drei folkloristische Stücke (Münchner Rundfunkorchester: Ulrich Sommerlatte); Heinz Störrle: Konzert F-Dur (Richard Steuart, Konradin Groth, Trompete; Engelbert Schmid, Horn; Michael Stöhr, Posaune; Hans Joachim Sordel, Tuba; Münchner Rundfunkorchester: Werner Andreas Albert); Herbert Baumann: Konzert für Flöte, Gitarre und Streichorchester (Johanna Keupp-Kosbahn, Flöte; Barbara Hölzer, Gitarre; Südböhmische Philharmonie Budweis: Ulrich Weder); Kurt Graunke: Symphonie Nr. 6 (Symphonie-Orchester Graunke: Kurt Graunke)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zu dritt: Kammermusik für Trio

Rebecca Clarke: Klaviertrio (Neave Trio); Charlotte Seither: „Champlève“ (elole-Klaviertrio); Yu Kuwabara: „In between“ (trio accanto); Christophe Bertrand: „Sanh“ (Trio Catch)

23:03 – 24:00 | Ö1
ICAS Radio. Eine Rundschau zum bevorstehenden Festival-Herbst – Die Herbstpläne des ICAS Festival-Netzwerkes mit und trotz Corona

Das Festival-Netzwerk ICAS der International Cities of Advanced Sound wurde 2007 gegründet und umfasst mittlerweile rund 40 Festivals vorwiegend in Europa und Amerika, aber auch in Afrika, Asien und Australien. Das ORF musikprotokoll im steirischen herbst und auch das Berliner CTM Festival sind Gründungsmitglieder und sie sind auch bei der Plattform Shape für spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst dabei, die Ende 2014 von 16 der europäischen Festivals mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. Die Corona-Pandemie ist für viele unserer ICAS und Shape Kolleginnen und Kollegen existenzbedrohend, sie hat aber auch zu spannenden neuen Formaten inspiriert. Eine Vorschau auf den bevorstehenden Festival-Herbst. Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn


28.08.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Rythmes Invisibles – Von Anna Raimondo

Regie: Anna Raimondo und Julia Gabel. Übersetzung: Aida Bouissehak, Nourredine Ezarraf und Annika Erichsen. Mit: Eva Bay. Aufnahmen: Jeanne Debarsy und Anna Raimondo. Ton: Bastien Hidalgo Ruiz. Produktion: Deutschlandfunk Kultur / LE 18 / Dar Bellarj / Studio Euphonia – Radio Grenouille und Manifesta 13 Marseille / ACSR/Wallonie Bruxelles International 2020. Länge: 50’. (Ursendung)

In der Medina von Marrakesch prägen Frauen die Klanglandschaft stärker als das Straßenbild. Sie singen, produzieren Geräusche mit Haushaltsgegenständen und vernetzen sich über ihre Stimmen. Eine Soundscape-Komposition.

Sie klappern mit Löffeln, Gläsern und Tellern, sie treffen sich zum gemeinsamen Singen und tauschen Neuigkeiten aus: Frauen in der Altstadt von Marrakesch sind oft besser zu hören als zu sehen.

Die Künstlerin Anna Raimondo hat eine Gruppe von ihnen im Alltag begleitet, Gespräche geführt und Geräusche aufgenommen. Besonders angetan hat es ihr die Sängerin Meriem Said, die einzige Frau auf dem berühmten Platz der Geschichtenerzähler Jema el Fnaa. In einem akustischen Stadtplan zieht Raimondo Parallelen zwischen dem verborgenen System von Wasserkanälen unter der Stadt und dem Einfluss von Frauen-Netzwerken auf das tägliche Leben. Ein Stück über die Hörbarkeit des Unsichtbaren.

Dank an das Austauschprogramm LE 18, organisiert von Francesca Masoero in Zusammenarbeit mit Dar Bellarj in Marrakesch.

Anna Raimondo wurde 1981 in Italien geboren. Sie studierte „Sound Arts“ am London College of Communications. Derzeit arbeitet sie an einer Dissertation über das Hören, Gender und urbane Geographien. Ihr Stück „Me, My English and All the languages of my life“ wurde mit dem Prix Palma Ars Acustica 2016 ausgezeichnet. Anna Raimondo lebt ihn Brüssel.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Siegfried Behrend: „Haiku-Suite“ (Duo Thieme-Koch); Wolfgang Teuscher: Sonate (Fritz Kiskalt, Violoncello; Wolfgang Teuscher, Klavier); Manfred Fleischmann: „Entstehen – Verändern – Vergehen“ (Münchner Flötentrio); Günter Thim: „Spiegelung“ (Berliner Saxophon Quartett); Christoph Wünsch: „Hommage à trois“ (Gerold Huber, Klavier; Tiroler Kammerorchester InnStrumenti: Gerhard Sammer); Hubert Meister: Meditation über „Rorate coeli“ (Hubert Meister, Orgel); Siegfried Behrend: „Taubenberg-Suite“ (Gerd Jan Bluhm, Gitarre)

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: „Unmöglichkeiten neu gemischt“ Meyer/Schaerf

Mit Helga Fellerer, Peter Veit, Nina von Stebut und Armin Berger. Realisation: Eva Meyer/Eran Schaerf. BR 2001.

Terrorismus, Mode, Israel, der Nah-Ost-Konflikt und der Messias: ein fiktives Radiogespräch mit zum Teil dokumentarischem Material. Auskunftsfreudige Vertreter vieler Radiostationen kommen zu Wort, vom israelischen Armeesender bis zum Piratenradio Al-Quds. Die israelisch-palästinensische Radiolandschaft ist ebenso wie die politische vielfach gespalten und untereinander zerstritten. Sender, die keine Frequenz erhalten, weichen in Nachbarländer oder auf das Meer aus. Vorgestellt wird unter anderem ein strenggläubiger Sender, der ein „monosexuelles“ Programm ausstrahlt, damit keine religiösen Gebote verletzt werden. Ein anderer verzichtet komplett auf jegliches Programm, „damit der künftige Messias zu Ihnen sprechen kann.“ Hier gibt es keine Überparteilichkeit, hier ist jede Stimme Teil der politischen oder religiösen Hegemonialansprüche. Das Hörspiel verwendet Musik und O-Töne auf dem Film Documentary credit (1998) von Eva Meyer und Eran Schaerf.

Eva Meyer, geb. 1950 in Freiburg, Philosophin, Schriftstellerin, Filmemacherin.

Eran Schaerf, geb. 1962 in Tel Aviv, Künstler, Hörspielmacher. Gemeinsame Hörspiele unter anderen Europa von weitem (BR/intermedium 1999), Flashforward (BR/intermedium/Haus der Kunst München 2004).

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Melos und Logos – Die Musikgeschichte der 1920er-Jahre im Spiegel der Zeitschrift „Melos“

Von Wolfgang Rathert. Zu den Autoren der ersten Jahrgänge der von Hermann Scherchen herausgegebenen Zeitschrift „Melos“ gehörten Komponisten wie Béla Bartók, Ferruccio Busoni und Arnold Schönberg. Aber auch Artikel über die Volksmusik der Bulgaren und Porträts junger Komponisten waren in den halbmonatlich erscheinenden Heften zu finden. Die Zeitschrift lässt sich auch heute mit Gewinn als Chronik des reichen und vielgestaltigen Musiklebens der 1920er-Jahre lesen.

23:03 – 24:00 | Ö1
Elektroakustische Konzertserie von Günther Rabl – Inside Out. Das Festival der Electric Orpheus Academy (2)

Gestaltung: Heinrich Deisl. 2010 fand die erste Electric Orpheus Academy statt, eine von Günther Rabl in Rapottenstein organisierte Meisterklassen- und Konzertserie für elektroakustische Musik. Für die heurige Jubiläumsausgabe wurde das Programm umgestaltet und die Academy präsentierte Anfang August ein dreitägiges Festival mit österreichischen und internationalen Musikschaffenden. In „Zeit-Ton“ sind in zwei Teilen Mitschnitte des Inside Out zu hören.

Der Gründer der Electric Orpheus Academy Günther Rabl spielte in den mittleren 1970er Jahren u.a. mit Friedrich Gulda und begann zu dieser Zeit, sich mit elektroakustischer Komposition auseinanderzusetzen. Mit Dieter Kaufmann, seinem ehemaligen Lehrer am Wiener Elektroakustischen Institut ELAK, beschallte er 1992 den Österreich-Pavillon der EXPO in Sevilla. Bis 2007 unterrichtete Rabl dann am ELAK.

Die Electric Orpheus Academy (EOA) entstand aus der Intention heraus, diese Meisterklassen-Kurse in konzentrierter Form bei gleichzeitig entspannter Atmosphäre weiterzuführen. Abgehalten wird die EOA in einer stillgelegten Sägewerkshalle gleich in der Nähe von Rabls Anwesen im Waldviertler Ort Rapottenstein.

Günther Rabl gründete auch das Label Canto Crudo, auf dem neben eigenen Werken viele Veröffentlichungen der bei der EOA tätigen Künstler/innen herausgekommen sind. Anlässlich des Jubiläums zum 20-jährigen Bestehen wurden einige Veröffentlichungen neu aufgelegt bzw. sind erstmals auf Vinyl erschienen.

Heuer wurde die Academy zugunsten eines dreitägigen Festivals reorganisiert. In der Sägewerkshalle wurden von 7. bis 9. August 2020 elektroakustische Arbeiten von Katherina Klement, Guy Flemming, Martin Sierek und Manuel Knapp aufgeführt. Es gab Premieren von Stücken von Daniel Lercher, Vinzenz Schwab und Gilbert Handler und dem Synthesizer-Virtuosen Dieter Feichtner war eine dreiteilige Serie gewidmet.

Aufgeführt wurde Inside Out mittels eines speziellen Lautsprecher-Orchesters, bei dem neben Kugelboxen – die Rabl für die EXPO hatte anfertigen lassen – Leihgaben von Gilbert Handler und Wolfgang Musil, der seit den späten 1980er Jahren als technischer Leiter der Veranstaltungen Rabls auftritt, verwendet wurden. „Zeit-Ton“ präsentiert in zwei Sendungen Mitschnitte vom Festival Inside Out: Teil 1 am Freitag, 21. August 2020, der zweite Teil heute Abend.


29.08.2020


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Zwei Leben für die Musik – Eine Hörbiografie über Fanny und Felix Mendelssohn. Zehntes (und letztes) Kapitel: Wie die Zeit läuft (1845-1847)

Mit Udo Wachtveitl, Martina Gedeck, Sabin Tambrea, Martin Umbach, Christoph Jablonka, Stefan Hunstein, Beate Himmelstoß und anderen. Eine Sendung von Jörg Handstein

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2011 – „Nahe bei der Natur“

Sabine Liebner spielt John Cage’s „Etudes Australes“. Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Mit seinem Namen verbinden sich das präparierte Klavier, die Inspiration durch Sternkarten, das Zufallsverfahren und die Einbeziehung des Alltagsgeräuschs. Alles künstlerisch Mitzuteilende sollte frei sein von Subjektivem und Autoritärem. Im Zuge seiner Beschäftigung mit den amerikanischen Transzendentalisten und dem Zen-Buddhismus löste sich John Cage (1912- 1992) radikal von den Determinierungen europäischen Denkens in Musik und Kultur. Im Vorfeld des 99. Geburtstags des US-amerikanischen Künstlers fragte das Forum neuer Musik 2011 „Goes Germany“ nach der besonderen deutschen Rezeption von US-Avantgarde in der Neuen Musik. Dazu gab es ein Sonderprojekt: An vier Abenden spielte die Münchner Pianistin Sabine Liebner im Deutschlandfunk Kammermusiksaal alle 64 „Etudes Australes“, die Cage in den 70er-Jahren für Grete Sultan notierte. Beim Kölner Forum wurde dieses Cage-Highlight von einer Radionacht mit Ruth Crawford Seeger, Heather O’ Donnell und Jakob Ullmann sowie einem Feature von Jean-Claude Kuner begleitet.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt – Verdunkelte Klänge (I): Mihran Toumajian und die vergessenen Spuren der armenischen Musik

Stimmen der Vergessenheit entreißen – das war die Mission des armenischen Dirigenten, Musikethnologen und Folkloristen Mihran Toumajian, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 130. Mal jährt. Als einer seiner talentiertesten Schüler führte er die Mission von Komitas, dem Übervater der armenischen Musik, fort. Ob bei seinem Militärdienst in Kurdistan, in Konstantinopel, in Bulgarien oder in Paris – überall wo er war, sammelte er Musik der nach dem Völkermord 1915 versprengten Armenier. Eckehard Pistrick hat sich mit Hilfe der Nachfahren Toumajans auf Spurensuche gemacht, seltene Stimmen, vergilbte Fotografien, Schellackplatten und Radiosendungen ausfindig gemacht, die in dieser Sendung erstmals zu hören sind. Im zweiten Teil gibt er am Beispiel der armenischen Gemeinde in Köln ganz aktuelle Einblicke, wie diese Musik heute auch in Deutschland fortwirkt und kreativ weiter gedacht wird. Freuen Sie sich auf ein faszinierendes Mosaik armenischer Musik jenseits der Klischees – ganz nah bei ihren Wurzeln! Ein Zweiteiler von Eckehard Pistrick


30.08.2020


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: So klug als wie zuvor – Musik zu Goethes „Faust“

Im Jahr 1819 betrat er zum ersten Mal die Bretter, die die Welt bedeuten. Seitdem ist er unermüdlich auf der Suche nach der Kraft, die die Welt im Innersten zusammenhält: der wissbegierige Doktor Faust aus Goethes Feder.

Zur Seite steht ihm seither nicht nur Teufel Mephisto, sondern auch eine ganze Schar von Komponisten. Mit Opern, Sinfonien, Sonaten und sinfonischen Dichtungen haben sie den Faust-Mythos immer wieder in Musik gesetzt. Kaisers Klänge machen sich auf die Suche nach dem, was den „Faust“ musikalisch zusammenhält.

22:08 – 22:55 | Ö1
Jet Lag All Stars Radio Show – Die Schönsten Sommer-Erinnerungen

Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, präsentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespräche, Reportagen und Essays vom äußersten Rand der Woche. Diesmal: Die schönsten Sommer-Erinnerungen am letzten Augusttag. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt – Verdunkelte Klänge (II): Mihran Toumajian und die vergessenen Spuren der armenischen Musik

Stimmen der Vergessenheit entreißen – das war die Mission des armenischen Dirigenten, Musikethnologen und Folkloristen Mihran Toumajian, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 130. Mal jährt. Als einer seiner talentiertesten Schüler führte er die Mission von Komitas, dem Übervater der armenischen Musik, fort. Ob bei seinem Militärdienst in Kurdistan, in Konstantinopel, in Bulgarien oder in Paris – überall wo er war, sammelte er Musik der nach dem Völkermord 1915 versprengten Armenier. Eckehard Pistrick hat sich mit Hilfe der Nachfahren Toumajans auf Spurensuche gemacht, seltene Stimmen, vergilbte Fotografien, Schellackplatten und Radiosendungen ausfindig gemacht, die in dieser Sendung erstmals zu hören sind. Im zweiten Teil gibt er am Beispiel der armenischen Gemeinde in Köln ganz aktuelle Einblicke, wie diese Musik heute auch in Deutschland fortwirkt und kreativ weiter gedacht wird. Freuen Sie sich auf ein faszinierendes Mosaik armenischer Musik jenseits der Klischees – ganz nah bei ihren Wurzeln! Ein Zweiteiler von Eckehard Pistrick

 

radiofreak der alten schule. transistor, diode, spule, kondensator. ehemals manipulator:in mehrerer rundfunksendungen.

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1 Antwort

  1. Jorina sagt:

    Danke für diesen tollen Blog. War sehr interessant für mich.