Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 20.04. bis 26.04.2020

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 17. Themen: Bruno Maderna zum 100. Geburtstag | 50. Todestag von Paul Celan | Hans Werner Henze | Festival Leicht über Linz | Prix Presque Rien | Beschleunigung auf Schienen – Wie der Dampfwagen das Musikleben veränderte | Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 | 40. Todestag von Alfred Hitchcock | Musikprojekte von und mit Geflüchteten | zeitgenössische Komponierende in New Mexico | Franz Lehár zum 150. Geburtstag | „Moderne Stunden“ – Eine Erinnerung.

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben

79 – Mein Alltag als Musikerin während des Corona-Virus – Woche 5

Irene Kurka berichtet diesmal über Entschleunigung, Einkaufen im Supermarkt, Zoomen, über GVL-Anmeldungen. Ferner sinniert sie über die Zukunft das Musikbetriebes nach, da sie die Intendanten Michael Becker (Tonhalle Düsseldorf) und Christiane Oxenfort (Düsseldorf Festival) interviewt hatte. Sie plant ihr Event „Play on Demand – Neue Musik und neue Medien“ mit Moritz Eggert, Martin Tchiba, […]

78 – Interview mit dem Intendanten Michael Becker während der Corona-Krise

Michael Becker erzählt, wie er das „große Schiff“ Tonhalle steuert, wie er vorgeht und wie sein Alltag aussieht. Er wünscht sich Solidarität für uns alle. Die Tonhalle hat auch ein großes digitales Projekt gestartet, wo alle mitsingen oder mitspielen können.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


20.04.


21:04 bis 22:00 | rbbKultur
Bruno Maderna zum 100. Geburtstag

mit Andreas Göbel. Er war eine Mehrfachbegabung: Als Komponist, Dirigent und Musikvermittler prägte Bruno Maderna die Nachkriegsavantgarde. Während er zu Lebzeiten als Dirigent erfolgreicher war als mit seinen eigenen Werken, gründet sich sein Nachruhm auf seine Arbeit bei den Darmstädter Ferienkursen, die er als Dozent und Leiter eines Kammerensemble für neue Musik prägte. Seine eigenen Kompositionen waren der damaligen Moderne verpflichtet, ohne die Tradition zu verleugnen – getreu seinem Motto: „Ich hasse es, konsequent zu sein, denn das ist tödlich.“ Morgen ist der 100. Geburtstag von Bruno Maderna.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
Purpurwort, das wir sangen – Musik nach Paul Celan – Zum 50. Todestag von Paul Celan

Von Thomas Meyer. Die Lyrik Paul Celans ist Wortmusik und hat zahlreiche Komponistinnen und Komponisten zu Vertonungen angeregt. Aber kann man die „Todesfuge“, dieses Gedicht nach Auschwitz, überhaupt musikalisieren? Wie soll man mit einem Niemand preisenden Psalm umgehen? Und wie reagiert eine jüngere Generation auf Celan?

23:03 – 24:00 | Ö1
Das Ensemble PHACE in Salzburg zu Gast beim Festival aspekte Salzburg

Die aspekte Salzburg zählen zu den ältesten Festivals für Neue Musik in Österreich. 42 Jahre Innovation und Begegnung mit Neuem auf hohem interpretatorischem Niveau bilden einen zeitgenössischen Kontrapunkt zum Kulturangebot einer traditionsreichen Musikstadt. Heuer war das Kammerensemble PHACE in Salzburg zu Gast. Auf dem Programm standen Werke von Johannes Maria Staud, dem der heurige Festival-Schwerpunkt gewidmet ist. Des Weiteren brachte das Ensemble aus Wien eine Komposition der polnischen Komponistin Agata Zubel und ein neues Werk der österreichischen Pianistin und Komponistin Alexandra Karastoyanova-Hermentin zur Aufführung. Ein Mitschnitt eines Konzertes vom 28. März 2020 im Solitär der Universität Mozarteum. Gestaltung: Gerti Mittermeyer – Salzburg


21.04.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Freigeist der Avantgarde – Zum 100. Geburtstag von Bruno Maderna

Von Martina Seeber. Statt sich auf eine Strömung der Moderne festzulegen, zog Bruno Maderna es vor, die Dinge jedes Mal neu aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und dabei Vergangenheit und Gegenwart zusammenzudenken.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Wilfried Hiller: „Buch der Sterne“, Titelfolge (Silke Avenhaus, Klavier); Viera Janárceková: Konzert (Oliver Klenk, Klarinette; Stefanie Schumacher, Akkordeon; Quasars Ensemble); Eva Sindichakis: „Ambivalenz“ (Julia Rebekka Mai, Viola; Arno Waschk, Klavier); Peter Stangel: „Lilith-Concerto“ (Mark Tiktiner, Violine; Die Taschenphilharmonie: Peter Stangel); Antje Uhle: „Der Geist der Stille“ (Martina Koppelstetter, Alt; Trio con brio); Minas Borboudakis: „Chorochronos I“ (Alice Sara und Mona Asuka Ott, Klavier; Peter Sadlo, Klaus Schwärzler, Schlagzeug); Jörg Widmann: „Bamberger Marsch“ (Bamberger Symphoniker: Jörg Widmann)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Nachklänge und Vorfreuden – Bruno Maderna zum 100. Geburtstag und Ausblicke auf das Musikfest Hamburg

Von Margarete Zander. Bruno Maderna (21.4.1920-13.11.1973) war ein gefeierter Dirigent, Komponist und Pädagoge. Wir suchen nach seinen Spuren im Musikleben von heute. Die Geschichte des Heiligen Franz von Assisi erzählt von Olivier Messiaen und sein „Sonnengesang“ in der Klangwelt von Sofia Gubaidulina sind Highlights des Internationalen Musikfestes Hamburg (24.04.-25.05.2020). Diese Musik kann mit den Sinnfragen des Lebens konfrontieren und für manchen nachhaltig als Kraftquelle dienen. Wir öffnen Ihnen Türen in diese Klangwelt.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: „Die Musik ist eine kontinuierliche Bewegung …“ – Zum 100. Geburtstag des Komponisten Bruno Maderna

Von Michaela Fridrich. Die Musik sei immer schon dagewesen, meinte Bruno Maderna 1973, kurz bevor er 53-jährig verstarb. Es brauche nur Vertrauen, um sie um sich herum und im eigenen Innern zu hören. Dabei meinte der Komponist auch die eigene Musik. Für einen Pionier der Nachkriegsavantgarde eine ziemlich ungewöhnliche Haltung. Maderna, mit Luciano Berio Mitbegründer des Mailänder Studios für elektronische Musik und regelmäßiger Gast und Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen, gefiel sich im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nicht als Bürgerschreck. Stattdessen versuchte er immer, den Menschen die Musik nahezubringen. Etwa durch eigene Bearbeitungen von Werken der Renaissance- und der Barockzeit. Oder durch seine Tätigkeit als Dirigent, bei der er alte und moderne Werke kombinierte, lange Zeit bevor das in Mode kam. Sein Erfolg als Dirigent verdrängte in der öffentlichen Wahrnehmung allerdings zunehmend Madernas Wirken als Komponist. Seine Musik gilt bis heute als Geheimtipp und lohnende Entdeckung.

23:03 – 24:00 | Ö1
Eine Künstlerische Lichtgestalt. Zur Wiederkehr des 100. Geburtstags von Bruno Maderna

Der 1973 verstorbene italienische Komponist, Lehrer und Dirigent Bruno Maderna gehört zu den wichtigsten Protagonisten der Darmstädter Ferienkurse in der Nachkriegszeit. Unter seiner Leitung wurden die bedeutendsten Werke dieser Epoche aufgeführt, wie Karlheinz Stockhausens „Gruppen“ und „Intolleranza“ von Luigi Nono. Aber nicht nur das: Maderna förderte und inspirierte Musikschaffende seiner Zeit. Mit nur 53 Jahren ist er verstorben. Am 21. April jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal.

„Ich war stets der Auffassung, dass die Musik schon vorhanden ist, dass sie immer schon da war. Auch die Musik, die ich schreibe. Man braucht nur Vertrauen, um sie um sich herum und in seinem eigenen Inneren zu hören und ihr dann in einer Partitur Gestalt zu verleihen“, so Maderna, der ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen hat. Von über 60 Werken gibt es Partituren, aber von manchen Kompositionen existieren nur Tonaufnahmen und weitere Stücke sind verloren gegangen. Gestaltung: Ursula Strubinsky


22.04.


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Heinrich Hartl: „Wandlungen“, op. 115 (Moravian Philharmonic Orchestra of Olomouc: Toshiyuki Shimada); Vivienne Olive: „The Dream Gardens“ (Annie Gicquel, Klavier); Andreas Dohmen: „frottages“ (Ensemble Modern: Kasper de Roo); Wolfram Graf: Suite symphonique (Martin Seel, Flöte; Chie Honda, Klavier); Cornelius Hummel: Acht Musiken für neun Streicher (il capriccio: Friedemann Wezel); Jürgen Schmitt: „Epitaph“ (Susan Wenckus, Klavier; Markus Stange, Markus Hauke, Michael Kiedaisch, Schlagzeug)

20:54 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: finding harmony

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
Der Komponist Hans Werner Henze

Mit Andreas Göbel. Zu Lebzeiten galt Hans Werner Henze als der meistgespielte zeitgenössische Komponist. Seine Musiksprache hat ihren eigenen Weg unabhängig von vielen damaligen Strömungen behauptet. Sein politisches Engagement prägte auch viele seiner Werke. Seine Opern hielten rasch Einzug in die großen Opernhäuser. Was bleibt, mehr als sieben Jahre nach seinem Tod, von seinem gewältigen Gesamtwerk, was ist der Entstehungszeit verpflichtet, was davon zeitlos? Am 26. April hat an der Staatsoper Unter den Linden Berlin Henzes „La piccola Cubana“ Premiere.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Algorithmen – Klarinettenduo Zelinsky/Smyers – Minguet Quartett

Roberto David Rusconi: Algorithm, Streichquartett Nr. 5 | Nikolaus Brass: Spur für 2 Klarinetten und Streichtrio / Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 5 mit 2 obligaten Klarinetten

In seinem fünften Streichquartett hinterfragt der englische Komponist Roberto David Rusconi die Idee des Algorithmus. In seinem Streichquartett geht es um Dinge, die sich nicht von einem Algorithmus erfassen lassen, die sich nicht in Einsen und Nullen abbilden lassen und die vom Algorithmus als Fehler und Datenrauschen übergangen wurden. Ergänzt wird Rusconis Quartett von zwei Werken von Nikolaus Brass, der ebenfalls einen ganzheitlichen Umgang mit Klang sucht und jeden Ton wie ein einzigartiges Lebewesen behandelt.

23:03 – 24:00 | Ö1
Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Donaufestival in Krems.  Gestaltung: Susanna Niedermayr


23.04.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Festival Leicht über Linz – Bruckneruniversität

Aufzeichnungen vom 03./04.12.2019. Batya Frenklakh: „Das Gold ist“ für fünf Stimmen (Uraufführung) | Amir A. Ahmadi: „Ælæst“ für fünf Stimmen (Uraufführung) | Jorge Gómez Elizondo: „Die stumme Arbeit der Wörter“ für fünf Stimmen (Uraufführung) | Katharina Roth: „Mahakala“ für fünf Stimmen und Live-Elektronik (Uraufführung). Neue Vocalsolisten Stuttgart | Tobias Leibetseder: „Immerzone“ für Flöte, Viola und Elektronik (Uraufführung) | Isabella Forcini: „/mo·no·to·nì·a/“ für Flöte, Viola und Elektronik (Uraufführung). Nimikry – Contemporary Pop Duo

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Tom Sora: „20 Töne“ (Tom Sora, Kurbel-Spieluhr, Stimmen); Ulrich Stranz: Symphonie Nr. 1 (Raschèr Saxophone Quartet; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Räto Tschupp); Hans Loeper: Klarinettentrio (Gerd Starke, Klarinette; Fritz Ruf, Viola; Wolfgang Sawallisch, Klavier); Franz Lehrndorfer: Improvisation über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (Franz Lehrndorfer, Orgel)

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Bruno Maderna – (zum 100. Geburtstag am 21. April)

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Der Tod des James Dean – Von Alfred Andersch

Regie: Friedhelm Ortmann. (Produktion: SWF/hr/radiobremen 1959). Als der Filmstar James Dean 1955 in der Nähe von Salinas bei einem Autounfall starb, wurde er, 24-jährig, zu einem weltweiten Idol und Sinnbild einer Epoche – der „Beat-Ära“. Alfred Andersch hat hier zwei Reportagen gegenübergestellt, um dem Phänomen Dean auf die Spur zu kommen: einen Bericht von Dos Passos über Dean und eine Reportage über den Weltmeisterschaftskampf im Mittelgewicht zwischen Sugar Ray Robinson und Jake La Motta.

23:03 – 24:00 | Ö1
Wolfgang Seierl im Zeit-Ton-Porträt

Wolfgang Seierl, geboren 1955 in Wien, ist Komponist, Musiker und Bildende Künstler. Gemeinsam mit Christian Heindl gründete er 1996 das KomponistInnenforum Mittersill, das mittlerweile zu einem Netzwerk für Austausch, Information und Kommunikation rund um das aktuelle Musikgeschehen geworden ist. Auf dem Label dazugehörigen Label ein_klang records sind zahlreiche dokumentarische CDs erschienen. Wolfgang Seierl zeichnet sich durch seine künstlerische Vielseitigkeit aus: Als Gitarrist war er Mitglied des Salzburger Gitarrenduos, des Österreichischen Ensembles für Neue Musik (OENM), des Ensembles Vermeer und des Cone Quartetts. Derzeit arbeitet er mit dem Ensemble Cone_3, im Gitarren-Duo mit Gabriele Stupka und im Gitarre-Oboe-Duo mit Vasile Marian. Wolfgang Seierl komponiert für die unterschiedlichsten Besetzungen: Von Gitarre über Ensembles bis hin zu Chor- und Orchestermusik. Klanginstallationen zählen ebenso zu seinem Werkkatalog wie elektronische Musik. Auch kompositorische Arbeiten für Theater, Performance und andere darstellende Formen sind Teil seiner künstlerischen Arbeit. Wolfgang Seierl ist auch als Musikwissenschafter tätig und ist Vorstandsmitglied von mica – music information center Austria. Ein Porträt des vielseitigen und gut vernetzten Künstlers. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


24.04.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Prix Presque Rien – Von verschiedenen Autor*innen

Produktion: Association Presque Rien 2020. Länge: ca. 54’30. (Ursendung). Zeit seines Lebens hat der französische Komponist Luc Ferrari unzählige Sounds aufgenommen und archiviert. Der Wettbewerb stellt diese Aufnahmen heutigen Klangkünstler*innen für eigene Kompositionen zur Verfügung. Ein Best-of.

Der französische Komponist Luc Ferrari war ein Meister der akustischen Wirklichkeiten. Seine Kompositionen zeugen von den bahnbrechenden Auseinandersetzungen der „musique concrète“: Was ist der Grundstoff der Musik? Auf Tonband aufgenommene Geräusche dienten hier erstmals als kompositorisches Material. Bis heute schöpfen Klangkunsttalente aus dieser Quelle.

Zeit seines Lebens hat Luc Ferrari seine Feldaufnahmen akribisch archiviert. Im Rahmen des Wettbewerbs „Prix Presque Rien“ wurde dieses Rohmaterial als Grundlage für neue Kompositionen zur Verfügung gestellt. Wir präsentieren eine Auswahl der Preisträgerwerke.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Wolfgang Sieber: „Thunderous“ (Wolfgang Sieber, Orgel); Graham Waterhouse: Sinfonietta, op. 54 (English Chamber Orchestra: Yaron Traub); Friedemann Winklhofer: „Aphorismen – Fünf Gedanken über JSB“ (Hannes Läubin, Trompete; Friedemann Winklhofer, Orgel); Wolfgang Zoubek: Nocturnes (Bayerisches Ärzteorchester: Reinhard Steinberg); Augustin Keßler: Orgelkonzert C-Dur (Franz Lehrndorfer, Orgel; Münchner Philharmoniker: Fridolin Limbacher); Friedrich Wührer: Intermezzo A-Dur; Kanonische Vortragsübung es-Moll (Friedrich Wührer, Klavier)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Beschleunigung auf Schienen – Wie der Dampfwagen das Musikleben veränderte

Von Markus Vanhoefer. „Eisenbahn, o Eisenbahn! Für Eisenbahnen habe ich eine wahre Monomanie“, jubelt Fanny Mendelssohn Bartholdy, die Schwester des großen Komponisten, stellvertretend für eine Epoche, die nach 1830 dem „Eisenbahn-Fieber“ verfiel. Mit dem Titel „Beschleunigung auf Schienen. Wie der Dampfwagen das Musikleben veränderte“, begibt sich ein Feature von Markus Vanhoefer auf die Spurensuche nach den musikhistorischen Relikten der „Eisenbahn-Revolution“. Wir begleiten Franz Liszt auf seiner Reise nach Rom, erfahren von Robert Schumanns „Eisenbahnängsten“ und hören, wie der Walzerkönig Johann Strauss in Russland ein beachtliches Vermögen verdient hat. Dank einer Dampfwagengesellschaft.

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 [1] flüchtig

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix´: „The Alfred Hitchcock Show“ von Malice Aforethought – Zum 40. Todestag von Alfred Hitchcock

The Alfred Hitchcock Show. Von Malice Aforethought. Mit Alfred Hitchcock, Edwin McDonald, Jeff Corey, Janet Waldau, Norman Field und Tom Holland. Realisation: Bernhard Jugel. Lawrence & Lee 1945/BR 1999

Alfred Hitchcocks einzige Hörspielarbeit „The Alfred Hitchcock Show“ aus dem Jahr 1945 war Vorbild für seine erfolgreiche Fernsehserie Alfred Hitchcock präsentiert (1955-65). Erzählt wird Francis Iles’ „Vorsätzlich. Die Geschichte eines gewöhnlichen Verbrechens“. Edmond Bickley wird aus Mangel an Beweisen vom Verdacht freigesprochen, seine Frau Julia heimtückisch mit einer Überdosis Morphium ermordet zu haben. Als er daraufhin seiner Geliebten einen Antrag macht, teilt diese ihm mit, dass sie einen anderen heiraten möchte. Bickley versucht sie und seinen Rivalen zu vergiften, doch diesmal kommt er nicht mit dem Leben davon. Englisches Originalhörspiel mit einer Einführung von Michael Farin und Hans Schmid.

Alfred Hitchcock (1899-1980), britischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent. „Master of Suspense“. Filme u.a. „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ (1958), „Psycho“ (1960) und „Die Vögel“ (1963).

22:00 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 [2] gespinst

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Klänge der Hoffnung – Musikprojekte von und mit Geflüchteten

Von Eva Blaskewitz. An einem Ort anzukommen, heißt nicht nur, ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen zu haben. Es heißt auch, sich mit Menschen anzufreunden, etwas gemeinsam zu unternehmen oder etwas zu lernen. Bundesweit engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche in Musikprojekten, in denen geflüchtete Menschen ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen einbringen können. Denn Musik macht Freude, schafft Gemeinsamkeit und kann dazu beitragen, Traumata zu heilen. Eva Blaskewitz hat Projekte in Potsdam, Hamburg, München und Chemnitz besucht.

23:03 – 24:00 | Ö1
Irene Kepl im Zeit-Ton Porträt

Vordergründig tut sich wenig, auf große Gesten und aktive Entwicklungen wird auch verzichtet. Und doch öffnen sich Klangräume voll konzentrierter Intensität. Die Geigerin und Komponisten Irene Kepl (*1982) webt engmaschige Musikstrukturen, das Bild wird erst in der Totalen sichtbar. Behutsam, aber konsequent erforscht die gebürtige Linzerin die Schnittstellen zwischen Komposition, Improvisation und Form. Dauer und Effekt stehen in enger Beziehung und schaffen Texturen, die scheinbar keinem bekannten Bauplan folgen. Melodie und Geräusch gehen darin Hand in Hand, mikrotonale Klänge, Elektroakustik und neue Spieltechniken ebenso. Das Ergebnis ist ein Spiel mit der Zeit bei dem – unaufgeregt – die Balance in der Schwebe gehalten wird. Gestaltung: Andreas Maurer

23:00 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 – found & lost


25.04.


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Beschleunigung auf Schienen

18:04 bis 19:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 – Dialog. Portrait

19:00 bis 20:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 [3] vorgefühl

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 [4] gänge

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Flugschall – Hörstücke zum Luftverkehr

Vicki Bennett: I Can Fly | Christina Kubisch: Flying Magnetic

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Anrufung der Geister – Drei zeitgenössische Komponierende in New Mexico

Von Egbert Hiller. Das Wüstenhochland rings um die Stadt Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico zeitigt in der gegenwärtigen Komponierlandschaft Spuren – in bizarren Klängen, spirituellen Hintergründen, mit Nachdruck gestellten Fragen nach Vergangenheit und Zukunft. Der Komponist Peter Gilbert stammt aus Louisville (Kentucky) und ist seit Abschluss seiner Ausbildung an der Harvard University in Cambridge Kompositionsprofessor an der University of New Mexico in Albuquerque. Zusammen mit der deutschen Komponistin Karola Obermüller leitet er dort das jährliche „Composer Symposium“, das die Musikschaffenden von Albuquerque mit der internationalen Szene vernetzt. Gilberts eigenes Schaffen speist sich aus vielfältigen Einflüssen, doch er fühlt sich dem Geist und den Geistern von New Mexico besonders verbunden. Auch Lauren Valerie Coons und Raven Chacon sind höchst eigensinnige Künstlerpersönlichkeiten, in deren Musik die Verwurzelung im Kultur- und Naturraum rund um Albuquerque stark präsent ist.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner: Im Dickicht der Einzelheiten


26.04.


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Wo die Lerche singt – Franz Lehár zum 150. Geburtstag

Zur Feier seines 150. Geburtstages erklingen heute die schönsten und schrägsten Interpretationen von Lehárs Operetten- und Filmschlagern. Wir hören aber auch einmal in seine Klavierlieder und sinfonische Dichtungen hinein.

Franz Lehár gilt als einer der bedeutenden Vertreter der Silbernen Operettenära von 1900-1940. Seine Stücke erzählen von der Kraft der Liebe („Der Graf von Luxemburg“) und gipfeln in Frohsinn und Heiterkeit („Die lustige Witwe“), verzichten aber auch gerne mal auf das übliche Happy End („Der Zarewitsch“, „Das Land des Lächelns“).

20:04 bis 21:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 [5] durchlässig

21:00 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 [6] gegenläufig

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Klavierabend Severin von Eckardstein

Severin von Eckardstein gehört zu den wenigen deutschen Pianisten von Weltrang. Er spielt Werke von Beethoven, Dupont, Chopin, Medtner und Tschaikowsky. Der Kritiker des Bremer „Weser Kurier“ schwärmte von Eckardsteins „Fähigkeit, einerseits äußerst subtil und detailliert zu strukturieren, dabei jedoch im steten Spielfluss keinesfalls die Geschlossenheit eines Werkes außer Acht zu lassen“. Severin von Eckardsteins Klavierabend war das krönende Finale des renommierten Festivals.

22:08 – 22:55 | Ö1
„Moderne Stunden“ – Eine Erinnerung an die im österreichischen Radio ab Oktober 1946 laufende Sendung für zeitgenössische Musik, Vorläufer der Sendereihen „Studio Neuer Musik“ und „Zeit-Ton“

Etwas Kämpferisches haftet dem Vorhaben schon in seinem Titel an, wenn sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in Radioprogrammen der RAVAG die „moderne“ Musik aus den vorausgegangenen Jahrzehnten Raum schafft. Der 8. Oktober 1946 gilt als Beginn, ausgestrahlt wurde um 22.35 Uhr „Moderne Musik“ von Egon Wellesz – Klaviervorträge und Lieder – sowie Paul Hindemiths „Streichquartett op.22“. Eine Woche später heißt die Sendung tatsächlich „Moderne Stunde“ und wieder eine Woche später steht Musik von Alexander Spitzmüller und Arnold Schönbergs „Drei Klavierstücke, op.11“ auf dem Programm, dazwischen Gedichte von Franz Kafka. Eine Momentaufnahme des alltäglichen Programms, in das diese Stunde eingebettet war, macht deutlich, womit zu kämpfen war: Am 7. Jänner 1947 beispielsweise steht in der „Modernen Stunde“ die „Sonate für Violine und Klavier c-moll“ von Paul Hindemith auf dem Programm, sowie Egon Kornauths „Klavierquartett op. 18“. Um 22.20 Uhr beginnt diese 55minütige Sendestunde, eingerahmt von einer Sendung „Mit Musik, da wollen wir lustig sein“ davor, sowie „Ein bisschen verrückt (Schallplatten) – Gute Nacht, mein Fräulein – gute Nacht, mein Herr“ unmittelbar danach. Kaum vorstellbar, wie sehr Werke von Hindemith, Schönberg und selbst Kornauth in diesem Kontext zu erratischen Blöcken von Kulturgut einer wie auch immer gemeinten Moderne werden mussten.  Gestaltung: Christian Scheib

23:00 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 – Newcomer Konzert

 

radiofreak der alten schule. transistor, diode, spule, kondensator. ehemals manipulator:in mehrerer rundfunksendungen.