Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 22.07. bis 28.07.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 30: Ziemlich ausgedünnt in der Radiofestival-Zeit. Man sieht offenbar keinen Bedarf für derartige Sendungen. Die einen sind schließlich im Urlaub, die anderen auf Festspielreisen.

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

44 – Interview mit Martin Tchiba · Pianist und Komponist

Martin Tchiba erzählt Ihnen im Gespräch mit Irene Kurka, wie es zu seiner Idee der Social-Media-Klavier-Projekte kam und was diese Projekte bewirken. Er spricht und reflektiert über die Schnittstelle von analog und digital, zudem über sein Konzept der „Programmkompositionen“. Vernetzung und gegenseitige Inspiration haben auch Einfluß darauf, wie er seine Arbeitsprozesse organisiert.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


23.07.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Amerikanische Geschichte(n) – Der Komponist Robert Ashley (1930-2014)

Von Thomas Groetz. (Wdh. v. 30.12.2014). Ashleys Video-Opern berichten in steriler Inszenierung vom Alltag, verweisen aber auf historische und transzendente Erfahrungen.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Christoph Reiserer: „Differenzen“ (Carin Levine, Flöte; Stefan Blum, Vibraphon; Zoro Babel, Elektronik); Eva Sindichakis: „Kassia. Kassiopeia“ (MGNM Festivalensemble: Peter Hirsch); Klaus-Peter Werani: „Drei Räume“ (Klaus-Peter Werani, Viola); Tom Sora: „Wechselspiele“ (Sarah Maria Sun, Sopran; Tom Sora, Spieluhr, Bariton); „Vier Minuten Wucht“ (MGNM Festivalensemble: Peter Hirsch); Volker Nickel: Drei kurze Szenen (Xsemble München); Alexander Strauch: „Komma-Sequenz“ (MGNM Festivalensemble: Peter Hirsch); Johannes X. Schachtner: „Aufstieg“ (Peter Schöne, Bariton; Ensemble Zeitsprung: Markus Elsner); Josef Anton Riedl: Stück (TrioLog); Nicolaus Richter de Vroe: Fünf Stücke (Korbinian Altenberger, Susanna Pietsch, Violine; Wen Xiao Zheng, Giovanni Menna, Viola; Jaka Stadler, Samuel Lutzker, Violoncello)


24.07.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Horst Lohse: „Mahan“, Musik für ein Ballett in vier Teilen (Trio Contraste); Joachim F.W. Schneider: „Goldberg“, Aria mit verschiedenen Veränderungen (Jürgen Ruck, Petri Kumela, Gitarre); Vivienne Olive: „A thing which fades with no outward Sign“ (Ensemble L’Art pour l’Art)


25.07.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Vor 20 Jahren – Musikalische Strategien für eine Musik des 21. Jahrhunderts

Dieter Schnebel im Gespräch mit Carolin Naujocks. Werke von Leos Janácek, Iwan Wyschnegradsky, John Cage, Dieter Schnebel, Giacinto Scelsi, Hans Wüthrich, Olivier Messiaen

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Franz Mihalovic: „Dancing strings“ (Münchner Rundfunkorchester: Willy Mattes); „Valse Moment“ (Franz Mihalovic Ensemble); Meinrad Schmitt: „Im Park“ (Elisabeth Weinzierl, Edmund Wächter, Flöte; Marlis Neumann, Harfe); Ludwig Stiel: Fantasie (Münchner Rundfunkorchester: Ulrich Weder); Herbert Baumann: „Rumpelstilzchen“, Ballettmusik (NDR Radiophilharmonie: Herbert Baumann); Heinz Benker: Serenade (Dieter Sonntag, Flöte; Berthold Götschel, Violine; Klaus Kosbahn, Viola)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Magnus Lindberg: Violinkonzert (Lisa Batiashvili, Violine; Finnisches Radio-Sinfonieorchester: Sakari Oramo); „Era“ (Finnisches Radio-Sinfonieorchester: Hannu Lintu); „Jeux d’anches“ (Stefan Hussong, Akkordeon)


26.07.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Kunstausstellung Biennale di Venezia – con-tribute (3/3)

Musik aus dem Rahmenprogramm des Deutschen Pavillons. Von Tisha Mukarji und Elnaz Seyedi. Produktion: Institut für Auslandsbeziehungen / Deutschlandfunk Kultur 2019. Länge: ca. 54’30. (Ursendung)

Zwei komplementäre Positionen der Neuen Musik: Tisha Mukarji erzeugt schwebende Klänge aus dem Innenklavier, Elnaz Seyedi setzt auf scharfe Kontraste.

Für den Deutschen Pavillon bei der 58. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia arbeitete die Künstlerin Natascha Süder Happelmann mit sechs Komponistinnen und Musikern aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Zwei davon bewegen sich im Feld der zeitgenössischen Komposition: Tisha Mukarji und Elnaz Seyedi.

Die Künstlerin und Komponistin Tisha Mukarji ist eine der profiliertesten Inside-Pianistinnen der zeitgenössischen Musikszene. Nach dem Studium unternahm sie eine längere Reise durch Europa und den Nahen Osten, wo sie unterschiedlichste Stile und künstlerische Sprachen erkundete. Ihr Stil ist von einer tiefen Kenntnis des Instruments geprägt, vom Sinn für Timing und Raum und Stille.

Von ihrem Informatikstudium beeinflusst, komponiert Elnaz Seyedi Kammermusik zwischen Strenge und Zartheit. Inspiriert von Literatur, Architektur und bildender Kunst, erforscht Seyedis Arbeit die Vorstellungen v on Subjektivität, Erinnerung und Distanz und hinterfragt den individuellen Blick auf die Realität. Zurzeit ist sie Composer in Residence an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Hans-Günther Allers: Quintett, op. 92 (Ensemble Kontraste); Uwe Strübing: „Blick vom Turm“ (Prometheus Trio); Steffen Schorn: „Three Pictures“ (Raschèr Saxophone Quartet); Hans-Günter Brodmann: „Musica Sacra“, Percussion Fantasies (Hans-Günter Brodmann, Perkussion)

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Ein Italiener in New York – Die späten Jahre von Mozarts Librettisten Lorenzo Da Ponte

Von Lydia Rilling. (Wdh. v. 07.12.2014). Vier Bände mit Memoiren hat Lorenzo Da Ponte veröffentlicht. Dennoch ist kaum bekannt, dass der Librettist der drei späten Mozart-Opern ‚Le nozze di Figaro’, ‚Don Giovanni’ und ‚Così fan tutte’ nach seiner Zeit in Wien noch 33 Jahre in New York verbracht hat und dort auch starb. Der einst gefeierte Librettist schlug sich in der Neuen Welt zunächst als Gewürzhändler durch, arbeitete als Professor für Italienische Literatur und war einer der Mitbegründer der späteren Metropolitan Opera. Lydia Rilling hat in New York nach Spuren von Lorenzo Da Ponte gesucht.


27.07.2019


22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Aufnahmen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal – Wanderung, ins Offene

Lula Romero in der ,Edition Zeitgenössische Musik’. Am Mikrofon: Leonie Reineke. Auf einem Satellitenbild erscheint das Nil-Delta wie ein großes grünes Dreieck. Zoomt man näher heran, erkennt man plötzlich die vielen kleinen Flussverzweigungen, aus denen es sich zusammensetzt. Ganz ähnlich wie diese Region aus verschiedenen Blickwinkeln aussieht, so wirkt Lula Romeros Musik. Die Kompositionen der jungen Spanierin bieten weder simple, eindeutige Lesarten, noch sind sie kryptisch oder unverständlich. Zu jedem Zeitpunkt kann das Ohr der Musik folgen. Und dennoch kann man sich niemals sicher sein, was man gerade wahrnimmt: eine Schar unendlich vieler Punkte oder eine homogene Fläche? Eine Linie oder nur die dünne Aussparung zwischen zwei Feldern? Drei Werke Lula Romeros sind jüngst auf einer Porträt-CD in der Reihe ,Edition Zeitgenössische Musik’ des Deutschen Musikrats erschienen. Dazu gehört die gut halbstündige Arbeit ,Die Wanderung’, die das spanische Ensemble Vertixe sonora im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt hat.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Das Archiv von Radio Tirana (I) – Klangstaub des Kommunismus

Staub, Spinnweben, zerbrochener Schellack, kaputte Regale und Tonbandsalat. Das Archiv von Radio Tirana, gegründet 1938, eines der ältesten Radioarchive Europas, steht heute unmittelbar vor seiner Selbstauflösung. Ein atmosphärisch dichter Rundgang mit Mundschutz durch endlose Korridore und Kellerräume mit Klangproben aus 8.000 Schellackplatten und 15.000 Tonbändern lässt das einzigartige Bild eines klanglich wie politisch isolierten Staates am Rande des kommunistischen Europa entstehen. Zusammen mit den Technikern des Archivs bringen wir die Studer-Bandmaschine zum Laufen mit Liedern über stolze Partisanen, kollektivierte Bauern und glückliche Traktoristinnen. Aber auch Biographien und Schicksale der Künstler kommen ans Licht, die wegen „imperialistischer Propaganda“, westlicher Einflüsse in ihrer Musik oder dem Fälschen von Straßenbahnfahrkarten zu lebenslanger Zwangsarbeit oder sogar zum Tode verurteilt wurden. Die zweite Hälfte dieses Doppel-Features bildet eine exklusive künstlerische Collage der Klangnomaden vom Berlin-New Yorker „Soundwalk Collective“. Stephan Crasneancki, Simone Merli und Kamran Sadeghi reflektieren über die Vergänglichkeit von Klängen, politische Klangzensur und die stille Poetik eines Archivs, dessen tönende Äußerungen sich zwischen Marginalisierung und Vergessenheit, zwischen Hörbarkeit und Unhörbarkeit bewegen und die für Jahrzehnte hinter dem Eisernen Vorhang verschwunden waren. Eine abgründige Reise in die schizophrene musikalische Welt des Kalten Krieges in zwei Teilen. Eine Sendung von Eckehard Pistrick


28.07.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Edda, Eis und Elfentanz – Musik aus Island

Island verfügt über ein reges Musikleben mit vielen Chören und einem eigenen Sinfonieorchester. Im Mittelpunkt der isländischen Musik vom mittelalterlichen Rimur-Gesang bis zu den sinfonischen Werken von Nationalkomponist Jón Leifs stehen die Dinge, die das Leben auf dem kleinen Inselstaat im Nordatlantik prägen: die Naturgewalten vom ewigen Eis bis zum Feuer speienden Riesenvulkan, die Edda mit ihren germanischen Heldenliedern und der auf Island allgegenwärtige Glaube an Elfen und Gnomen.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Das Archiv von Radio Tirana (II) – Klangstaub des Kommunismus

Staub, Spinnweben, zerbrochener Schellack, kaputte Regale und Tonbandsalat. Das Archiv von Radio Tirana, gegründet 1938, eines der ältesten Radioarchive Europas, steht heute unmittelbar vor seiner Selbstauflösung. Ein atmosphärisch dichter Rundgang mit Mundschutz durch endlose Korridore und Kellerräume mit Klangproben aus 8.000 Schellackplatten und 15.000 Tonbändern lässt das einzigartige Bild eines klanglich wie politisch isolierten Staates am Rande des kommunistischen Europa entstehen. Zusammen mit den Technikern des Archivs bringen wir die Studer-Bandmaschine zum Laufen mit Liedern über stolze Partisanen, kollektivierte Bauern und glückliche Traktoristinnen. Aber auch Biographien und Schicksale der Künstler kommen ans Licht, die wegen „imperialistischer Propaganda“, westlicher Einflüsse in ihrer Musik oder dem Fälschen von Straßenbahnfahrkarten zu lebenslanger Zwangsarbeit oder sogar zum Tode verurteilt wurden. Die zweite Hälfte dieses Doppel-Features bildet eine exklusive künstlerische Collage der Klangnomaden vom Berlin-New Yorker „Soundwalk Collective“. Stephan Crasneancki, Simone Merli und Kamran Sadeghi reflektieren über die Vergänglichkeit von Klängen, politische Klangzensur und die stille Poetik eines Archivs, dessen tönende Äußerungen sich zwischen Marginalisierung und Vergessenheit, zwischen Hörbarkeit und Unhörbarkeit bewegen und die für Jahrzehnte hinter dem Eisernen Vorhang verschwunden waren. Eine abgründige Reise in die schizophrene musikalische Welt des Kalten Krieges in zwei Teilen. Eine Sendung von Eckehard Pistrick

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Erstellt die Radioumschau. Freak.

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