Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 08.04. bis 14.04.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 15: Reihe „LINDEN 21“, Event und Entertainment in der Neuen Musik, Die Zwischentöne des Edu Haubensak, Maerzmusik, „Climate Music“ – Wie Komponisten und Musiker auf den Klimawandel reagieren, Musik von Michael Nyman, Ultraschall Berlin, ECLAT 2019, Jean Barraqué, Paul Klee und die Musik, Siegfried Matthus zum 85. Geburtstag, Klänge der Hoffnung – Musikprojekte von und mit Geflüchteten, Elektronische Musik: Historische Studios [03]: Paris, Wie interkulturelle Projekte das Musikverständnis verändern, Chavela Vargas.

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

32 – Interview mit Frank Kämpfer [veröffentlicht am 2. April 2019]

Frank Kämpfer erzählt Dir, wie er die Neue Musik entdeckt hat und wie er einst in Ostberlin beim Radio arbeitete. 1993 kam er nach Köln zum Deutschlandfunk – zunächst als Opernredakteur, bevor er später Fachredakteur für Neue Musik wurde. Er spricht darüber, welche Art von neuer Musik er schätzt und wie Themen für das jährliche […]

https://www.irenekurka.de/podcast.html


08.04.2019


21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Die Reihe „LINDEN 21“ an der Staatsoper Unter den Linden Berlin

Mit Andreas Göbel. Seit dieser Spielzeit präsentiert die Staatsoper Unter den Linden Berlin zeitgenössisches Musiktheater unter dem Motto „LINDEN 21“ und trägt damit der Entwicklung Rechnung, dass neue Musikdramatik längst eigene Wege geht, auch jenseits der klassischen Opernform.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Showtime – Event und Entertainment in der Neuen Musik

Von Leonie Reineke. Ob in der gediegenen Lobby des Ritz Carlton, im Zwielicht einer Kraftwerkshalle oder auf dem 100.000 Quadratmeter großen Gelände des Mühlenmuseums in Gifhorn: Die Neue Musik setzt zunehmend auf Events – mal mit eindrucksvollem, mal mit ernüchterndem Resultat. Klang ist dabei oft nur einer von vielen Mosaiksteinen in einem größeren Gesamtbild: der Show. So zelebriert das 30-Stunden-Projekt „The Long Now“ eine nicht enden wollende Neue-Musik-Party, das Festival „Musik 21“ verfrachtet Musiker in Windmühlen und die Reihe „Music for Hotel Bars“ versucht sich in avancierter Hintergrundbeschallung.


09.04.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Falsches Konzert – Die Zwischentöne des Edu Haubensak

Von Thomas Meyer. 1988 hat er begonnen, akustische Instrumente umzustimmen. Seither forscht Edu Haubensak nach „neuen Harmonien“.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Ruth Zechlin: „Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“ (Ruth Zechlin, Orgel); Hans Melchior Brugk: „Deutsches Te Deum“, op. 15 (Ruth Falcon, Sopran; Hannelore Fahlbusch-Wald, Alt; Ludwig Baumann, Bariton; Musici Monacenses; Symphonieorchester Kurt Graunke: Wilfried Koch); Erna Woll: Fünf Meditationen (Karl Maureen, Orgel); Joseph Suder: Festmesse in D – „Dona nobis pacem“ (Natalia Kornewa, Sopran; Marina Neilau, Alt; Vladimir Mostomoi, Tenor; Juri Dobrowolski, Bass; Marlene Hinterberger, Orgel; Kinderchor des Pestalozzi-Gymnasiums München; Bayerisches Landesjugendorchester: Werner Andreas Albert); Arthur Piechler: Pastorale, op. 16, Nr. 1 (Wolfgang Thoma, Orgel)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Medienarchäologische Zeitreise – Das Festival Maerzmusik in Berlin

Von Margarete Zander. Die Darstellung der neuen Musik im Fernsehen der 1950er bis 1990er Jahren bietet Anhaltspunkte zur Position der neuen Musik in unserer Gesellschaft. Wir reflektieren die Situation und begegnen einer Legende der Neuen Musik aus Amerika: Dem 80-jährigen amerikanischen Pianisten und Komponisten Frederic Rzewski. Er wird selbst seine 36 Variationen aus dem Jahr 1975 über das chilenische Protestlied „El pueblo unido jamás será vencido“ von Sergio Ortega zur Eröffnung der Maerzmusik (22. März – 31. März 2019) im Haus der Berliner Festspiele am 22. März am Klavier aufführen: „The People United Will Never Be Defeated“.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: „Climate Music“ – Wie Komponisten und Musiker auf den Klimawandel reagieren

Eine Sendung von Julia Schölzel


10.04.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Andreas Dohmen: „Tempo giusto“ (Schlagquartett Köln; WDR Sinfonieorchester Köln: Stefan Asbury); Cornelius Hummel: Acht Musiken (Il Capriccio: Friedemann Wezel); Hans-Günter Brodmann: „Musica Sacra“ (Hans-Günter Brodmann, Perkussion); Tobias Giesen: „Belsazar“ (Claudia Hübl, Klavier); Rainer Pezolt: Scherzo, Elegie und Burleske (Antje Gerlof, Flöte; Hans Michael Eckert, Violoncello; Hans-Wolfgang Brassel, Cembalo)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Von Greenaway bis Goya – Die Musik von Michael Nyman

Michael Nyman vertritt die europäische Spielart des musikalischen Minimalismus. Bekannt wurde er durch seine Soundtracks zu den Filmen von Peter Greenaway.

In ihnen dekonstruierte er auf minimalistisch-lustvolle Weise die Musik von Purcell, Mozart oder Biber. Aus seiner bekanntesten Filmmusik zu „Das Piano“ machte er ein ganzes Klavierkonzert nach schottischen Folksongs. Daneben schrieb er Streichquartette, Konzerte und Sinfonien sowie Opern u.a. über den Maler Francisco de Goya. Kaisers Klänge feiern heute noch einmal Michael Nymans 75. Geburtstag nach.

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2019

Mit Eckhard Weber. Bei ihrem „Ultraschall Berlin“-Gastspiel präsentierten die Neuen Vocalsolisten ein Programm über Zauberei. Und damit über die Spannung zwischen Schein und Sein, über das – manchmal hinterhältige, aber immer überraschende – Spiel mit Illusionen, aber auch über die Kombinationsgabe, die zum Beispiel für Passwörter gebraucht wird. Konzertaufnahme vom 19. Januar 2019 im Radialsystem V

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: ECLAT 2019 – ensemble ascolta

Werke von Eiko Tsukamoto, Bnaya Halperin-Kaddari, Niklas Seidl u. a. (Konzert vom 10. Februar im Theaterhaus Stuttgart). Mit seiner eigenwilligen Besetzung bereichert das Stuttgarter Ensemble ascolta seit vielen Jahren das ECLAT-Festival. In diesem Jahr hat das Festival fünf junge Komponistinnen und Komponisten mit ganz unterschiedlichen Erfahrungshorizonten und künstlerischen Haltungen eingeladen, Kammermusik für ascolta zu komponieren – mit aller Offenheit dafür, was sich in dieser „Kammer“ ereignen könnte. Entstanden sind einerseits Werke, die von Gegensätzen leben – von Erotik und Gewalt, von Lachen und Weinen – , aber auch Arbeiten, die sich immanent der rein musikalischen Logik und Struktur widmen.


11.04.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Jean Barraqué – Sonate pour piano

„Retour (Andantino)“ für Klavier; Jean-Pierre Collot, Klavier

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Hans Ludwig Hirsch: Konzert (Manfred Clement, Oboe; Detlev Kühl, Fagott; Kammerensemble des Bayerischen Staatsorchesters: Hans Ludwig Hirsch); Ulrich Müller: „Körper/Sprechen“ (Philipp Kolb, Trompete, Tuba; Hans-Christian Dellinger, Saxophon; Stefan Blum, Schlagzeug); Hans Loeper: Sechs Etüden (Münchner Bläseroktett); Johannes X. Schachtner: „Symphonischer Essay“ (Ensemble Zeitsprung); Werner Grimmel: „Lais“ (Ensemble Stuttgart); Fredrik Schwenk: Sonatine Nr. 3 h-Moll – „Entzauberung“ (Andreas Skouras, Klavier)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Musik auf der Leinwand – Paul Klee und die Musik

„Choral und Landschaft“, „Ouvertüre“, „Zeichnung mit Fermate“ oder „Polyphon gefasstes Weiß“ – der Maler Paul Klee hat zahlreichen seiner Bilder von der Musik entlehnte Titel gegeben. Die Musik spielte für Paul Klee seit seiner Kindheit eine große Rolle. Sein Vater war Musiklehrer, seine Mutter Sängerin. Schon früh hatte Klee Geigenunterricht erhalten, später spielte er im Orchester seiner Heimatstadt Bern. Noch während des Kunststudiums in München war er unentschlossen, ob er der Musik oder der Malerei den Vorzug geben sollte. Die Musik bezeichnete Klee in seinem Tagebuch als seine „Geliebte“, die Malerei als „ölriechende Pinselgöttin, die ich bloß umarme, weil sie eben meine Frau ist“. Klees Musikalität spiegelt sich in vielfacher Weise in seinen Bildern wider. Illustrativ oder deskriptiv sind diese jedoch eher selten, vielmehr sucht Klee nach Analogien in den musikalischen und bildnerischen Gestaltungsverfahren. Eine Sendung von Robert Jungwirth

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Streitbarer Traditionalist – Siegfried Matthus zum 85. Geburtstag

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Die Oboe, Teil 2 von 2

Von Ursula Böhmer. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Monsieur Mortin (2/3) – Hörspiel von Robert Pinget

Aus dem Französischen von Gerda und Helmut Scheffel. Mit: Lukas Ammann, Günther Lüders, Karl Renar, Gerd Baltus, Klaus Schwarzkopf u. a. Regie: Heinz von Cramer. (Produktion: SDR/RB/1964)

Wie kann man die Wahrheit Monsieur Mortin finden? Er war ein Sonderling. Einer seiner Lebens-Erforscher führte vor mehr als zehn Jahren für sechs Monate seinen Haushalt, bis er entlassen wurde. Über ein sechsteiliges Episodendrama spielt Pinget die Unmöglichkeit durch, die Wahrheit über einen Menschen und dessen Lebensumstände zu ergründen. Es entsteht ein faszinierendes Vexierbild dessen, was eine Existenz vielleicht war. Ob dieses Bild erdichtet und fiktional ist oder nur Ergebnis der eigenen Projektionen der Rechercheure, das ist unwesentlich und mindert nicht das Vergnügen.


12.04.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: What are you listening for – Von Black Spirituals

Produktion: documenta 14 / Deutschlandradio Kultur 2017. Länge: 50’53. Ein Hörstück über das Hören, eine Komposition über Komponieren, Improvisieren und Aufnehmen von Klang.

Black Spirituals fragen: Worauf horchst du? Die Figur des doppelköpfigen Yoruba-Gottes Changó inspirierte die beiden Künstler zu einer Reflexion über die Richtung des Hörens und den Fokus der Aufmerksamkeit. Wer hört wem zu und warum? Gleichzeitig thematisieren Black Spirituals die Dialektik von Flüchtigkeit und Wiederholbarkeit aufgezeichneter Klänge. Virtuos komponieren sie mit improvisiertem Klangmaterial. Gleichzeitig verleihen sie elektroakustischen Kompositionen die Frische einer Innovation aus dem Augenblick.

„Black Spirituals“ ist das elektroakustische Duo Zachary James Watkins und Marshall Trammell. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Improvisation, Experiment und neuem musikalischen Vokabular. Zusammenarbeit unter anderem mit dem Sun Ra Arkestra, unter der Leitung von Marshall Allen.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Peter Wittrich: Orgelkonzert Nr. 3 – „Pax“ (Bernhard Buttmann, Orgel); Ulrich Stranz: Symphonie Nr. 1 (Rascher-Quartett; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Räto Tschupp); Enjott Schneider: „Chinesische Jahreszeiten“ (Wu Wei, Sheng; Tonkünstler-Orchester: Xincao Li); Oskar Sigmund: Toccata über „b-a-c-h“ (Eberhard Kraus, Orgel)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Klänge der Hoffnung – Musikprojekte von und mit Geflüchteten

Von Eva Blaskewitz. Mehr als eine Million Menschen sind seit 2015 nach Deutschland geflohen. Viele haben Schreckliches gesehen, haben Angehörige verloren, Todesängste erlebt, standen mit leeren Händen in einem fremden Land. Kaum etwas anderes schafft zu diesen traumatischen Erfahrungen ein so wirkungsvolles Gegengewicht wie die Musik. Rund 370 Projekte listet das Portal „Musik und Integration“ des Deutschen Musikinformationszentrums auf: Von der „MitMachMusik“, die geflüchteten Kindern eine Stimme geben will, bis zum Syrischen Friedenschor, in dem jungen Menschen die Traditionen ihrer Heimat aufleben lassen. Die Freude an der Musik, der Austausch über Sprachbarrieren hinweg, die Gelegenheit, der Enge und Perspektivlosigkeit des Alltags zu entfliehen: All das macht das Musizieren zu einem wichtigen Anker für viele Geflüchtete. Und es erweitert zugleich den Horizont der einheimischen Teilnehmer. In der Dresdner „Banda Internationale“ setzen geflüchtete Musiker zusammen mit deutschen ein Zeichen gegen Hass und Gewalt, denn, so formuliert es ein Band-Mitglied aus Syrien: „Man darf die Menschen in Sachsen nicht allein lassen!“

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Ruth Johanna Benrath: GEH DICHT DICHTIG!

ORF/BR 2019. Ursendung. In „GEH DICHT DICHTIG!“ tritt die in Berlin lebende Autorin Ruth Johanna Benrath in einen fiktiven Dialog mit der von ihr verehrten Wiener Dichterin Elfriede Gerstl (1932- 2009), die zu den Größen der österreichischen Literatur nach 1945 zählt. Gerstl verfasste Gedichte, Essays, kurze Prosastücke und „Denkkrümel“, wie sie selbst einige ihrer Texte nannte. Sie stammte aus einer jüdischen Zahnarztfamilie und überlebte die Verfolgung durch die Nationalsozialisten in Verstecken in Wien. Nach 1945 studierte Gerstl Medizin und Psychologie, brach das Studium aber ab und verbrachte die 1960er Jahre in Berlin, bis sie 1968 nach Wien zurückkehrte.

1980 betrachtete Elfriede Gerstl in ihrem Essay „Aus der Not ein Hörspiel machen, zur Not ein Hörspiel hören“ die Chance des Hörspiels im Verursachen von „Denkanstößen“. Diesen Gedanken nimmt Benrath in „GEH DICHT DICHTIG!“ auf, indem sie aus Anlass von Gerstls 10. Todestag mit eigenen Texten auf deren „Denkkrümel“ antwortet. Dabei werden Gerstls Formprinzipien des Schreibens – Witz, Sprachspiel, Pointe, Kritik am Bestehenden – sowohl auf der inhaltlichen, als auch auf der sprachlichen Ebene aufgegriffen und von der aus den USA stammenden Stimmkünstlerin und Komponistin Lauren Newton weitergesponnen. Die Inszenierung von Christine Nagel folgt auch auf der akustisch-musikalischen Ebene dem Dialog-Modell, so werden sprachspielerische Grundprinzipien von Elfriede Gerstls Texte auf der akustischen Ebene wiedergespiegelt. Die Sprechenden durch- und erleben mit ihrer Stimme den Text, sie nutzen alle Möglichkeiten, vom Flüstern bis zu gesangsähnlichen Momenten. Lauren Newton übernimmt den musikalischen Teil und improvisiert mit ihrer Stimme wie mit einem Instrument zu dem Sprachdialog der beiden Autorinnenstimmen, die sich zu einem Text-Klangraum verweben.

Ruth Johanna Benrath, geboren 1966 in Heidelberg, ist Prosa-, Lyrik-, Theater- und Hörspielautorin. Auszeichnungen 1999 Erich-Fried-Preis und Georg-Trakl-Preis, 2004 Ben-Witter-Preis und 2007 Heimrad-Bäcker-Preis. Weitere Hörspiele „Mich mir merken“ (SWR 2015), „Der korallene Wald“ (WDR 2017), „Aus der Tiefe“ (RBB 2018).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Au Suivant! Chansons mit dem Flex Ensemble


13.04.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Klänge der Hoffnung – Musikprojekte von und mit Geflüchteten

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik: Historische Studios [03]: Paris

Studioporträt INA GRM Paris: Pierre Schaeffer: Étude pathétique | Michel Philippot: Etude 2 | Karlheinz Stockhausen: Etude, Konkrete Musik | Pierre Schaeffer: Objets exposés, aus „Étude aux objets“ | Iannis Xenakis: Orient – Occident | Bernard Parmegiani: Ausschnitt aus „Dedans Dehors“ | François Bayle: Ausschnitt aus „Motion – Emotion“ | Pierre Henry: Jazz et plaintes / Le biguinage / Débat / L’amour aveugle, aus „Écho d’Orphée, pour P. Schaeffer“
Studioporträt IRCAM Paris | Pierre Boulez: Répons für 6 Solisten, Kammerensemble, Computer und Live-Elektronik; Ensemble Intercontemporain, Leitung: Pierre Boulez | Philippe Hurel: Ausschnitt aus „Leçon de choses“ für Ensemble und Elektronik; Ensemble Intercontemporain | Michael Obst: Ausschnitt aus „Kristallwelt III“ für Ensemble und Tonband; Ensemble Intercontemporain, Leitung: David Robertson | Michael Jarrell: Ausschnitt aus „Rhizomes (Assonance VII b)“ für 2 Klaviere, 2 Schlagzeuge und Elektronik; Ensemble Intercontemporain | Kaija Saariaho: Dry Mountain Stream / Stone Bridges, aus „Six Japanese Gardens“ für Schlagzeug und Elektronik; Florent Jodolet

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: integration.miz.org – Wie interkulturelle Projekte das Musikverständnis verändern

Von Magdalene Melchers. Integrationsprojekte mit Musikbezug erweitern heute aktiv das musikalische Spektrum im Land. Sie verändern das Musikverständnis ebenso wie die Art und Weise des Komponierens. Musik für interkulturelles Musizieren zu schreiben, verlangt, Musizierende verschiedener Herkunft und Tradition so zusammenwirken zu lassen, dass etwas Neues entsteht. Das von Kagel-Schüler Bernhard König schon 2012 angeregte interreligiöse ,Trimum’-Projekt steht dafür ein. Einen anderen Zugang zeigt Constantin Gruns ,Missa pro pace terrae in tempore fugae’, uraufgeführt vom Syrian Expat Philharmonic Orchestra im niedersächsischen Vechta. Der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen hat das Projekt ,Brückenklang’ vielgestaltig entfaltet. An der Universität Oldenburg heißt das ,World Music Ensemble’ Gäste aus nicht-westlichen Kulturen willkommen. Das Musik-Informationszentrum des Deutschen Musikrats führt Informationen zu solchen Aktivitäten bundesweit zusammen und bietet Möglichkeiten der Recherche, des Austauschs und der Vernetzung. Autorin Magdalene Melchers hat verschiedene unter https://integration.miz.org/ versammelte Initiativen aufgesucht.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Blöckflöte, Teil 2 von 2

Von Leonie Reineke. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Chavela Vargas – Der Grande Dame der mexikanischen Musik zum 100. Geburtstag

Sie sang von Liebe, Leidenschaft, Verlust und Erfüllung. Dramatisch, herzzerreißend, zart, sinnlich. Chavela Vargas legte ihr ganzes Leben in den Gesang. Ihre dunkle, verrauchte, manchmal raue, manchmal unglaublich sanfte Stimme spiegelt eine bewegte Biographie wider, voller Anekdoten, bei denen die Grenzen zwischen Wahrheit und Legende verschwimmen. Als Sängerin von Rancheras, diesen typisch mexikanischen Liedern, eroberte sie eine Männerdomäne und lebte im Mexiko der 1950er und 60er Jahre ein unkonventionelles Leben, sprengte Normen und revoltierte gegen gesellschaftliche Konventionen. Dann verfiel sie dem Alkohol und verschwand für fast fünfzehh Jahre komplett von der Bildfläche, bevor sie mit über siebzig Jahren eine zweite Karriere startete. Am 17. April würde diese Grande Dame der mexikanischen Musik hundert Jahre alt. Florian Heurich spürt dem Mythos Chavela Vargas in ihrer Musik, ihrer Biographie und den unzähligen Legenden um ihre Person nach, in denen es um Tequila, Zigarren, Revolver, einen roten Poncho und viele Frauen geht.


14.04.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Nur Fliegen ist schöner – Musik zum Abheben

Der Himmel ist ganz schön in Bewegung. Lerchen und Kolibris flattern um die Wette, Adler und Schwäne schweben im eleganten Gleitflug zur Erde hinab, Bienen und Hummeln schwirren im Zickzack durch die Luft.

Weiter oben ist auch das Brummen von Propellern und das Rauschen von Düsentriebwerken zu vernehmen. „Kaisers Klänge“ schwingen sich heute in die Lüfte empor, bis über die Wolken. Denn in der Musik ist der Traum vom Fliegen schon seit langem wahr geworden.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Jede Ziffer war ein Ton“ – Erinnerungen an den Maler René Halkett und seine Zusammenarbeit mit der Band „Bauhaus“

Von Robert Brammer. René Halkett war ein vielseitig begabter Bauhaus-Künstler, der während der Nazizeit aus Deutschland emigrierte und bis zu seinem Tod 1983 in Cornwall lebte. Halkett inspirierte den jungen Musiker David Jay mit seiner britischen Postpunkband Bauhaus, die seine Texte und Gedichte übernahm und ebenso minimalistisch sein wollte wie der Bauhaus-Stil.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Melos

Isabel Mundry: Endless Sediments für Kammerorchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Michael Wendeberg | Sven-Ingo Koch: Von der Liebe zur Linie II für Kammerorchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Brad Lubman | Jean Barraqué: Ausschnitt aus „Melos“, Ballettmusik für Kammerorchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Jean-Michaël Lavoie

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seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

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