Urheberrechtsverletzten leicht gemacht, Teil 2

Die Abmahner erheben ihre hässliche Fratze. Oder so ähnlich.

Ja, liebe Fangirls und Fanboys,
wie versprochen stelle ich heute weitere Methoden zur Urheberrechtsverletzung vor – denn Urheberrecht, das ist was für Weicheier und Loser! Dumm nur, dass man als armer Künstler ständig nervig abgemahnt wird, ungeil!
Wir bleiben einfach bei der schon verwendeten Kritik von Klaus P. Richter – denn diese Kritik will von uns verletzt, erniedrigt, kopiert und entwürdigt werden. So oft wie möglich, denn nur das macht uns so richtig geil.

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14 Arten, das Urheberrecht zu verletzen (Teil 2)

4. Art: Die Star Wars – Methode

Niemand ist so humorlos was das Urheberrecht angeht wie das sympathische Arschloch George Lucas. Schon zahlreiche Prozesse hat er geführt, wenn jemand unerlaubt das Konterfei einer seiner Star-Wars-Figuren auf Kaffeebecher gedruckt hatte, und er ist Meister im Verbieten von Parodien und selbst harmlosesten Fan-Hommagen – außer man schleimt sich vorher bei ihm ein und erklärt ihm zum größten Regisseur der Filmgeschichte.
Ok, ich übertreibe, aber die folgende Version der Kritik hat den Vorteil, dass sich die Abmahnungshunde der SZ zurückhalten werden, denn gegen die millionenschweren Urheberrechtsanwälte aus den USA machen sie keine Schnitte, und die wiederum kommen nie auf die Idee, deutsche Musikblogs zu durchsuchen. Sprich: gigantische Urheberrechtsverletzung löscht nichtige Urheberrechtsverletzung aus, logisch, oder? Copyright-Zeichen nicht vergessen, ohne kommt nicht so gut. Und den Satz, der euch für die Homepage wichtig ist, einfach boba fett hervorheben!

In einer weit entfernten Galaxie: zu Gast auf Tatooine

Tatooine – Wer liebe Erinnerungen an seine kriminelle Jugend pflegt, der kam in der Cantina Bar© beim Konzert der ‘Jabba The Hutt© All Stars“-Konzert nicht auf seine Kosten. Denn die ‘Magna Jabba©’ Suite von Alexander Threepeeo© beschwor den Archetyp des gewaltigen Fettsacks der Tatooine©r Unterwelt. Mit der kalten Hitze eines Laserschwerts© bis zum dreifachen KABLOOMIE eines Hyperraumantriebs erinnerte uns das tentakelbewehrte Ensemble an die Gewaltigkeit des Hutt©schen Überbauches.

Danach aber führte uns Han Solo© durch subtiler geschmuggelte Ware. Sie waren zwar ganz verschieden, hatten aber eines gemeinsam: beide beschossen sich unter dem Tisch, aber Greedo© schoss NICHT zuerst, damit das einmal klar ist! Dazu immer exquisites Schlagwerk. Bei Obi Wan Kenobis ©Kantate ‘Der Scheiße Mann’ nach einem Text des Jediritters© Yoda© erlebte man das Aufblühen subtilster Valeurs aus Wan©s Alderaan©schem Klangdenken. Sogar der Chor der dreidimensionalen Schachfiguren, im Dialog mit dem leuchtenden Bariton von Peter Schöne, war mit komplexen Mustern rezitativischen Sprechgesangs Teil des Hyperraumspektrums. Grand Moff Tarkin© hatte den Madrigalchor der Imperialen Sturmtruppen© auf die diffizile Idiotomatik profund vorgefoltert.

Die andere Klangwelt gehörte dem Sith©-Magier Darth Vader. © Weil sein viertes Jedi©-Massaker aus dem Jahr 375698887 im Zeichen billiger CGI-Effekte steht, flirrten Laserschwerter©, AT-ATs© und Schwebegleiter© im „Utidi©nabuli’, dem ätherischen Java©-Stil, über weite, offene Sandflächen. Eine Art Mißbrauch der Macht© trug zum Schluss aus tiefsten Asteroidenregionen in unhörbare Höhen. Die Bewunderung galt aber auch den Klangmagikern der Rebellen©truppen, die diese delikaten unmusikalischen Ewok©s großartig massakrierten. Klaus Lando C.© Richter


5. Art: Wissenschaftliches Arbeiten

Nach dem Urheberrechtsgesetz ist zitieren im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit erlaubt – dumm nur, wenn man vergisst, die Zitate zu kennzeichnen. EPIC FAIL (siehe Steve von und derer zu Guttenberg)!!!!

Aber so wie hier geht’s:


Peter Schöne: Die Entwicklung der Bienenzucht in Mecklenburg-Vorpommern

Ohne Zweifel kann Mecklenburg-Vorpommern als ein Bundesland angesehen werden, das eine Pionierrolle in der Reform der Bienenzucht einnimmt. „Mit der kalten Hitze eines kalkulierten Crescendos vom Moderato tranquillo bis zum dreifachen Forte im Schlagwerktaumel ließ uns das Münchner Rundfunkorchester vor diesem Überweib erbeben.“ (1)
Nach anfänglichen Fehlversuchen mit einer speziellen Unterart der aus Afrika stammenden dreifach geringelten Satsumi-Biene, wurden gerade im Landkreis Rostock durch sorgfältige Züchtung kälteresistente Arten gezüchtet, die vorzüglich auch in rauem Klima überleben können, und sich durch die Produktion eines besonders sämigen und wohlschmeckenden Honigs auszeichnen. „Danach aber führte uns Ulf Schirmer durch zwei viel subtilere Klangwelten.“ (2).
Eine besondere Rolle kommt hier der Produktion des „Gelée Royal“, der sogenannten „Königinnenspeise“ zu. Gerade hier wurden in der Vergangenheit große Erfolge erzielt, die den Ertrag des kostbaren Stoffes quasi vervierfachten. Siehe hierzu: „. Bei Isang Yuns Kantate ‘Der weise Mann’ nach einem Text des Predigers Salomo erlebte man das Aufblühen subtilster Valeurs aus Yuns koreanischem Klangdenken.“. (3)
All dies wäre aber nichts ohne die qualitativ hochwertige Arbeit des mecklenburg-vorpommerschen Züchterverbandes, der gerade durch die Gewährleistung der Altersversorgung von herausragenden Züchtern einen wertvollen Beitrag zur quantitativen Zunahme der Bienenzucht geleistet hat. „Sogar der Chor, im Dialog mit dem leuchtenden Bariton von Peter Schöne, war mit komplexen Mustern rezitativischen Sprechgesangs Teil des Klangfarbenspektrums.“ (4)
Der gegenwärtige Chef des Bienenzüchterverbandes, Martin Steidler, sagt hierzu: „(ich)…. hatte den Madrigalchor der Musikhochschule auf die diffizile Idiomatik profund vorbereitet.“ (5)
Abschließend kann also gesagt werden, dass die Bienenzucht in Mecklenburg-Vorpommern einer dauerhaft erfolgreichen Zukunft entgegensieht, vorausgesetzt, dass „Die andere Klangwelt …dem Klangmagier Arvo Pärt (gehört). (6) Daher: „(galt)…die Bewunderung …aber auch den Klangmagikern des Rundfunkorchesters, die diese delikaten musikalischen Idiome großartig meisterten.“ (7)

Literaturnachweis:

1) Klaus P. Richter: „Erfolge der Bienenzucht in Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 1975-1978“, Castor-Verlag, 1981, S. 78
2) Ebenda, S.156 ff.
3) Richard P. Klaus: „Ein Leben für die Bienenzucht“, Hanser-Verlag 1998, S. 56-58
4) Peter „Richie“ Klaus: „No Honey, No Money – Konsequenzen der ökologisch geprägten Bienenzucht“, Buxtehude-Sachbuchverlag (2004), S. 789
5) K.P.Judge: „Ich summe also bin ich – Erinnerungen eines Bienenzüchters in Althagen“, Aufbau-Verlag, Berlin, 1978, S. 1
6) Claude Richterman: „Auf Insektenflügeln des Gesangs – eine honigsüße Wabensymphonie“, Moewig, 2011, S.77-180
7) Claudine (Pseudonym): „Die Wabe“ (erotischer Roman), Penthouse-Edition, 2008, Bildunterschrift S. 39

 

Art 6: In den Tags verstecken

Der vielleicht simpelste Trick, aber ein bisschen Fleißarbeit. Einfach den von euch illegal zu verwendenden Text in die „Tags“ eurer Website kopieren und jedes Wort mit Kommata trennen. Einzelne Wörter sind nicht urheberrechtsgeschützt, take this, Bitches from the Copyright Department of the Sueddeutsche Zeitung!!!
Schaut auch in drei Tagen wieder vorbei, wenn wir das Urheberrecht erneut so richtig hart rannehmen, denn es will verletzt, verletzt, verletzt werden, das macht uns scharf, das macht uns geil!

Euer
Moritz Eggert

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