kirchentag? – darmstadt 2010

    update und anmerkung vom 9. August 2010: die datei auf die in diesem eintrag verwiesen wird, wurde von den seiten des imd leider gelöscht. lieber peter babnik, bad blog of musick stellt gern webspace zur verfügung, um die datei wieder im internet zur verfügung zu stellen. wir fanden das lied ja schon irgendwie lustig, haben nur keine andere möglichkeit gefunden, dies auszudrücken, als in untenstehender form.

also, ich glaub, irgendwas entscheidendes habe ich verpasst, als ich in darmstadt war.
dass poeten sich an die musik klammern, sich ranschmiegen, ist ja nichts neues.
aber dass niemand den armen jungen davor bewahrt, damit an die öffentlichkeit zu gehen!?

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wahrscheinlich ist es bloß ein humor, den ich nicht verstehe. aber das liegt vielleicht daran, dass ich nie auf dem kirchentag war, oder so.

aber so was würde sich bei uns ja nicht einmal der hahno lücker erlauben!

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Musikjournalist, Dramaturg

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17 Antworten

  1. querstand sagt:

    Ob man das nun folgende verlinken darf? Der Autor der Dankesarie heisst Peter Babnik. Er hat ein Faible für Umtextierung und Eigengesang von Musik Anderer für seine Bildungsstreiks an der Uni Koblenz-Landau. Höchstwahrschinlich hat ihn der Popmusikquartettist der JACKs inspiriert: jetzt schreibt er noch einfacher, viel zu tief intonierte angeblich Naturtonterzen, banal falsch gesungen – als ob er Kreidler mit Partch paaren wollte und sich dabei selbst missversteht. Hier das Ergebnis der neuen Darmstädter Falschton-Schule: Human Beings Anthem

  2. phahn sagt:

    also: das lass ich mir ja noch gefallen:
    Bildung Bolognese

    und nina:
    hitverdächtig!

  3. A. sagt:

    Lieber Patrick,

    deine Behauptung: „aber so was würde sich bei uns ja nicht einmal der hahno lücker erlauben!“ ist eine ehrabschneidende und menschenverachtende Äußerung, gegen die ich klagen werde (herzliche Grüße an P. R. – äh, also: die Person P. R., nicht das damit verbundene, aber ihn gleichsam auszeichnende Phänomen…).

    So etwas würde ich mir nicht „nicht einmal“ erlauben, sondern nie, n i e ! Ich halte es da mit Adorno, der einmal – angesichts einer Hippie-Sängerin mit Gitarre, die einen mitleidigen Song gegen die Unerträglichkeit des Vietnamkriegs sang, sagte: „Die Hippie-Sängerin mit Gitarre, die einen mitleidigen Song gegen die Unerträglichkeit des Vietnamkriegs singt, ist für mich exakt so unerträglich, wie der Vietnamkrieg für die Sängerin.“

    Ich glaube, dass die Kollegen der Schreibwerkstatt diesen jungen Mann (der den Teilnehmern mit seiner lagerfeuergeschändeten Nerd-Klampfe ungeheuerlich auf den Zeiger geht) wahrscheinlich einfach nur voll an die Wand laufen lassen wollen, weil alle in totalem Selbsthass gefangen sind. Ein typisches Darmstadt-Phänomen, das nach ca. einer Woche auftritt (sich bei mir damals nur in totaler Selbstliebe entlud; entladen musste).

    Eine Feier der Mittelmäßigkeit, die sich in einem treffsicheren Unterschreiten dieser Mittelmäßigkeit ergießt.

    Oder so ähnlich.

    Vom ARD-Nachtkonzert grüßt herzlich aus dem Haus des Rundfunks:

    Euer A.

  4. …verweise auf meinen total objektiven Live-Report bei facebook, aus dem klar wird: Die Schreibwerkstatt hat Zukunft. Nur die künftigen Musikjournalisten haben keine, weil es keine neue Musik mehr gibt. Geschweige denn Druck- oder Sendeplätze.
    Dank an Frank Hilberg, der mein Braunhemd gegen seine WDR-Krawatte getauscht hat und an Rolf W. Stoll, dessen Ernsthaftigkeit in der Bemühung ich nie wieder anzweifeln werde.
    Und helle Freude über Armin Köhlers mit 25 Prozent des Gesamtetats von SWR 2 versehenen Kompositionsauftrag an Johannes Kreidler für den Auftakt von Donaueschingen 2013 (immerhin 43 Euro, Carpaccio con Cassata zusätzlich und einmalig) – und für Kreidlers ehrliche Auskunft: „Ich mach da einfach was konzeptionelles…“

  5. eggy sagt:

    Lieber Theo, ich glaube Du hast Dich verschrieben und meintest eigentlich: „Dank an Frank Hilberg, der SEIN Braunhemd gegen MEINE WDR-Krawatte getauscht hat“….oder?
    Bin zurück aus Brasilien, Blog kommt gleich…

  6. Hallo lieber Blog,
    wie ich eben erst entdeckt habe, gibt es diesen Blog, der Darmstadt 2011 kommentiert hat.
    Zu meinem Lied „Darmstadt 2010“ stehe ich. Jede Note und jeder Ton ist Peter Babnik. Ich singe so, wie ich singe.
    Ich schreibe Musik so, wie ich Musik schreibe.
    Wer sich traut eine Kritik zu meiner Musik zu äußern, den fordere ich auf, mir bitte seine Musik zu zeigen bzw. zum Anhören vorzustellen. Es ist doch hoffentlich klar, dass schreiben über Musik ein anderes Medium ist als Musik selber. Musik sollte mit Musik kritisiert werden.
    Wenn Menschen Fähigkeiten haben, dann sollten andere Menschen rücksichtvoll (lateinisch: re-spicere-> „Re-spekt“) vorgehen.
    Viele Aussagen sagen oft mehr über den Aussagenden aus, als über den Gegenstand, den die Aussage betrifft.
    Unter wwww.youtube.com/peterbabnik sind über 10 Songs zu verschiedenen Themen. Wer Interesse hat, kann ja mal vorbeischauen. Übrigens hat ein Lied sowohl Text als auch Musik. Wenn ihr das auch könnt, so wie ich, dann schreibt doch Lieder. Die Welt freut sich über Musik. Ausserdem sind Menschen, die sich mit Musik beschäftigen oder sich sonst mit Künsten auseinandersetzen, viel friedlicher, als es z. B. Soldaten sind. Dies ist ein Argument für Musik.
    Mein Vorschlag für Darmstadt 2013 (oder 2015):
    MOTTO „Neue Sinnlichkeit“!
    Denn Sinnlichkeit gibt Sinn.

    Alles Gute und bis später

    Peter

  7. Liebe Blog-Menshen,

    natürlich muss es: „… der Darmstadt 2010 kommentiert“ heissen. SORRY!

    Alles Gute und bis später

    CHEERS

    Peter

  8. Ich bin außerdem dafür, Peter Babnik die Leitung der Darmstädter Ferienkurse für die nächsten 20 Jahre zu übertragen!

  9. Hallo Moritz,
    vielen Dank für deinen Kommentar.
    Meine Frage: Was ist dein Problem?

    Um die „Ferienkurse für neue Musik“ in Darmstadt zu leiten,
    brauche ich noch etwas Zeit. Aber warum nicht?

    Alles Gute und bis später

    Peter

  10. eggy sagt:

    Um die “Ferienkurse für neue Musik” in Darmstadt zu leiten,
    brauche ich noch etwas Zeit. Aber warum nicht?

    …aber es ist kaum noch Zeit – je schneller, desto besser, wir vom Bad Blog würden es ganz sicher unterstützen!

  11. peh sagt:

    … haben die nicht auch „composer in renitence“-plätze zu vergeben?

  12. peh, der war nicht. Ich bin zwar kein Fan der Musik von Babnik, aber ein Fan seiner Sache. Und von mir aus kann er auch alles andere leiten, wäre sicher nicht zum Schlechtesten.

    Ich glaube, er ist nämlich ein ganz feiner Kerl.

  13. peh sagt:

    martin, der war nicht was? ich bin auch fan! war damals nur so irritiert, diesen song auf den IMD-Seiten zu finden. (reaktion sagt mal wieder mehr über den betrachter aus als das betrachtete.) ich finde, es spricht bände, dass die imd-ler den selbst entfernt haben. (vielleicht, um den weg zur institutsleitung nicht zu verbauen?) es tut mir leid, wenn meine reaktion auf die kreative intervention von babnik irgenwie in den falschen hals gekommen sein sollte.

  14. Na, die renitence. Zum Rest Deines Kommentars, full ack. Das fand ich am Babnik so gut. Der hat da so richtig gut reingepasst. Ein freundlicher, engagierter Mensch, der niemandem etwas zuleide tut – die Harmlosigkeit in Person. Und dann: BUFF! Diese Reaktion, der Elefant oder besser das Nilpferd kommt nicht mit einer Maus klar.

    Und da reden manche über Musikvermittlung und sowas. Peinlich.

  15. peh sagt:

    Lieber Martin, gebe zu, das war ein subtiler, aber: „Renitence“ gibt es im Englischen gar nicht. (Mein Wörterbuch übersetzt mit „refractoriness“.) Übe mich also in „penitence“.

  16. hufi sagt:

    Aus dem Englischen halte ich raus. Deutsch schreiben ist schon Ludwig-Harig genug.