Kategorie: Allgemein

Irgendwas mit BadBlog halt.

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Rechtspopulismus und klassische Musik II – Hubert Paul Kuchar

Mein gestriger Artikel über die Hass-Postings eines gewissen Uwe D. Fischer war, das möchte ich festhalten, ein Extrembeispiel. Und es ist ein heikles Unterfangen, einen adäquaten Übergang von den Worten dieser Person (ich lasse mich noch heute juristisch beraten, um gegen diesen Menschen wegen Beleidigung und vor allem wegen Volksverhetzung...

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Der Herr Publikumsgeschmack (ein Interview)

Ich will wieder lachen, wieder weinen, verzweifelt sein, mir die Haare raufen. Ich will Gras unter meinen Füßen spüren. Ich will in schrillen Klängen baden. Ich will mein eigenes Ding. Ich will nichts Vorgefertigtes mehr bekommen. Ich will hinauslaufen, in die Wildnis, Erfahrungen machen. Wenn man genauer darüber nachdenkt, dann gibt es doch jemanden wie mich überhaupt nicht.

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Opernhäuser – die schwarze Liste der ewig Gestrigen (Teil II)

Noch ernüchternder aber ist nicht der Blick auf allein die Premieren, sondern auf den tatsächlichen Spielplan des ganzen Jahres, nicht nur die Premieren sondern auch die Wiederholungen schon aufgeführter Inszenierungen. Da stellt man schnell fest, dass die 45673te Aufführung von „Carmen“ in der alten Inszenierung von 1951 im Jahr 70 Mal gespielt wird, die neue Oper von X.Y. Pendegratzki-Mrnza aber eben nur 6 Mal. Aber über die liest man wenigstens im Feuilleton, über die zahlreichen Kinderstücke dagegen gar nichts.

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Bedingungslose Kunst oder bedingungsloses Grundeinkommen?

Komponieren ohne den Druck, Geld damit zu verdienen oder überhaupt nur Komponieren zu können, ohne sich über Geldverdienen Sorgen machen zu müssen. Klingt zuerst sehr passabel. Die Rede ist vom bedingungslosen Grundeinkommen (BGE). Und was das für den künstlerischen Beruf bedeuten würde. Bei einem prekären Einkommen von gerade mal 800...

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Opernhäuser – die schwarze Liste der ewig Gestrigen (Teil I)

Der Spielbetrieb des heutigen Opernbetriebes ist also extrem besorgniserregend in seinem immer stärker werdenden Anachronismus. Jede Inszenierung muss entweder eine „radikale Neudeutung“ eines schon tausend Mal durchgekauten Stoffes sein, oder es geht bei der neuen Uraufführung von XY gleich um die Neuerfindung des gesamten Genres

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Furtwängler, der malende Elefant

Es gibt wirklich schlimme Dinge: Elefanten schlagen, damit sie Bilder malen. Oder Wilhelm Furtwänglers Symphonie D-Dur anzuhören. Denn der erste Satz Allegro aus dem Jahr 1902-03 tut so, als hätte Bruckner mal gelebt, tutet aber auch, als würde ein malender Elefant komponieren. Der einzige Unterschied: das Tier wird geschlagen, um...

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Wo sind die Autorinnen im Namen der Akademie Deutscher Musikautoren?

Wunderbar, dass 2017 wundervolle Persönlichkeiten für den Deutschen Musikautorenpreis nominiert wurden. Schön, dass 2017 die großartige Olga Neuwirth für „Sinfonik“ nominiert wurde. Im Vergleich zu 2016 aber in der E-Musik die einzige Komponistin. Letztes Jahr waren zwei Frauen für den Nachwuchspreis vorgeschlagen, von denen Jagoda Szmytka ihn abräumte, in den...

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Butter bei die Fische: Ratschläge für die Verhandlung von Auftragshonoraren.

Honorarverhandlungen sind nicht Jedermanns Sache. Das Selbstwertgefühl von Komponisten ist durch jahrelang eingetrichtertes Minderwertigkeitsgefühl und fehlendes Selbstbewusstsein bzgl. des öffentlichen Wertes der eigenen Musik meist angeknackst, und sie gehen in Verhandlungen wie kleine eingeschüchterte Pudel. Ja, es gibt sogar Komponisten, die dafür zahlen würden, dass ihre Werke aufgeführt werden.