Markiert: Jean Paul

Die Verherrlichung  der Stille

Die Verherrlichung der Stille

Immer wieder begegnet man ihr, in Texten und vor allem Kritiken über Musik, der Beschwörung der Stille. Spätestens seit Cages „Silence“-Texten und „4’33““ ist es geradezu Mode geworden, ominös entweder daraus zu zitieren oder der Stille zwischen den Tönen eine geradezu mythische Kraft zuzuschreiben.

Das vergangene Lachen (3. und letzter Teil)

Das vergangene Lachen (3. und letzter Teil)

Das „Zweckmässige“, „Alltägliche“ mit dem sich Komponisten wie Bach, Mozart, Haydn geradezu täglich konfrontiert sahen, und angesichts dessen sie dennoch die wunderbarsten Werke schufen, ist fast komplett aus der Neuen Musik verbannt. Die Zeit der Divertimenti, Tafel- und Feuerwerksmusiken, der Tanzsuiten und Madrigale scheint endgültig vorbei – heute überlässt man das Feld kampflos der rein kommerziell orientierten Musik (und Muzak). Wer z.B. Filmmusik schreibt, darf nach Ansicht der meisten kein großer Künstler sein. Warum eigentlich?