Kategorie: Rückblick

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Feel the Beat (Furrer) – Bad Blog – TV beim Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2018!!!

Spätestens seit dem unrühmlichen Abdanken des Echo sind nun alle Augen auf München gerichtet, denn hier treffen sich die mächtigsten Menschen der Musikszene und entscheiden, was bald die Charts rocken wird. Gerade eben wurde auch der Hauptpreisträger bekanntgegeben, nämlich der schweizösterreichische DJ BEAT FURRER, der schon lange mit seinen geilen Beats die Szene gehörig aufmischt. Sein letzter Auftritt im Berliner Berghain war legendär, heute ist er im Münchener PRT, dem (englisch ausgesprochen) Prinzregententheater, dem geilsten neuen Club der Stadt.

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The Tired Look Of Sound – eine Rede über den Zustand der filmischen Visualisierung klassischer Musik

Auch hier keineswegs der Versuch, die Komplexität von Ligetis Musik zu verwässern, nein, die Musik kommt in voller Länge und die Bilder gehen dem Geheimnis dieser Musik auf dem Grund, ohne es zu lösen. Am Ende ist nicht alles erklärt, sondern der Zuschauer steht mit einer großen Frage da, und gerade deswegen erinnern wir uns noch heute an diesen Film, während man die zahllosen Echo-Klassik-Übertragungen schon vergessen hat, bevor sie überhaupt gesendet werden.

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Die ernüchternde Opernstatistik der Spielzeit 2017-2018

Die meist aufgeführte Oper in der Spielzeit 2017/2018 ist die vollkommen unbekannte und natürlich zu Unrecht unterschätzte Oper „Don Giovanni“ von einem gewissen Herrn Mozart. Wir empfehlen 20 Inszenierungen in der nächsten Spielzeit, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, dass diese viel zu wenig gespielte Oper dem Vergessen entrissen wird…

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139. Oder: wie alt sind die Opern im Durchschnitt, die an deutschsprachigen Häusern gespielt werden?

Und wenn sich nichts ändert, wird diese Zahl anwachsen. Die Opern werden immer älter werden, bis sich kaum noch jemand daran erinnert wie es einmal war, als tatsächlich noch neue Opern entstanden. Im Jahr 2100 wird man dann Opern hören, die meistens 222 Jahre alt sind. Im Jahre 2200 sind sie dann 322 Jahre alt. Die Opernhäuser werden inzwischen Staub angesetzt haben, man muss sich durch ganze Quadratkilometer von Spinnweben hindurchkämpfen, bis man das Foyer erreicht. Die Opernbühne ist voller Mumien, die allesamt „Nessun Dorma“ singen, als ewiger Zombiechor. Aber der Titel stimmt nicht mehr. Es müsste „tutti dormano“ heißen,

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Die Liste der ewig gestrigen Opernhäuser, Teil 3 (Lübeck bis Zürich)

Ich bin den Spielplan 2017/2018 durchgegangen und habe das Alter (gerechnet von der Uraufführung) aller Opern ausgerechnet, die in dieser Spielzeit Premiere hatten. In die Rechnung gingen – um die Arbeit nicht ausufern zu lassen – nur szenische Opern/Musiktheater ein, keine Operetten/Musicals oder Kinderopern, falls in gesonderter „Off“-Sparte laufend.

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Die Liste der ewig gestrigen Opernhäuser, Edition Spielzeit 2017/2018 (Teil 2)

Für mich ist zum Beispiel ein Unternehmen wie die Metropolitan Opera ein solcher Museumsdistrikt. Es gibt viele Besucher, auch Touristen, die sehr viel Geld dafür zahlen, um zu sehen, wie Oper im vor allem 19. Jahrhundert aussah. Das ist schön anzusehen, und da das als Business funktioniert, ist dagegen auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Aber ich würde nie und nimmer erwarten, dass die Met die Gegenwart abbildet, sie bildet allein die Vergangenheit ab, mit kostümierten Stars die so tun, als stünden sie in der Scala im Jahre 1850.