Die Radiowoche vom 04.04.22–10.04.2022

Im Radio. Foto: Hufner
Im Radio. Foto: Hufner

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 14. Notausgabe. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Inhalt


mo – 04.04.2022


19:30:00 | Ö1
Irreversible Entanglements und Avram Fefer in Saalfelden

Christian Bakonyi präsentiert die Höhepunkte zweier Konzerte des Jazzfestivals Saalfelden vom August 2021: Zum einen vom Konzert des Quintetts Irreversible Entanglements um Spoken-Word -Poetin Camae Ayewa alias Moor Mother, zurzeit eine der meistbeachteten Stimmen im afroamerikanischen Diskurs zwischen Musik und Politik. Ayewa formulierte im stimulierenden, frei improvisierten Gewitter der Klänge zornige Botschaften, die die kulturelle Tradition der Schwarzen in den USA ebenso reflektierten wie die Herausforderungen der Gegenwart. Im weiters mit Keir Neuringer (Altsaxofon, Synthesizer), Aquiles Navarro (Trompete, Schlagzeug, Synthesizer) und Luke Stewart (Kontrabass) besetzten Quintett sprang übrigens der aus Bands wie Kompost 3 oder 5K HD bekannte Niederösterreicher Lukas König kurzfristig für Tcheser Holmes als Drummer ein.

Zum anderen war am 22. August letzten Jahres der aus Kalifornien stammende, in New York City operierende Saxofonist Avram Fefer mit seinem Quartett in Saalfelden zu erleben, bestehend aus Marc Ribot (Gitarre), Nick Dunston (Kontrabass) und Chad Taylor (Schlagzeug). Fefer intonierte die kraftvollen Kompositionen seines aktuellen Albums „Testament“, am freien Jazz ebenso geschult wie am vielschichtigen Puls afrikanischer Musik. Gestaltung: Christian Bakonyi

21:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Musik-Panorama: Neue Deutschlandfunk-Produktionen – Variations on Buenos Aires

Werke von Astor Piazzolla. Aufnahmen vom Mai 2021 aus der Stadthalle Neuss

Einerseits schmeckt diese Musik nach den verruchten Hafenkneipen des alten Buenos Aires: zittrige Melodien des Bandoneons treffen auf süffige Geigensoli, Rubato wie Raclettekäse vereint sich mit Percussion-Sounds. Zugleich strahlt diese Interpretation eine Eleganz aus, die an den Chic klassischer Konzerthäuser erinnert. Isabelle van Keulen hat für „Variations on Buenos Aires“ ihr eigenes Tango-Ensemble mit der Deutschen Kammerakademie Neuss vereint, deren künstlerische Leitung sie ebenfalls hat. Bandoneonist Christian Gerber hat neue Arrangements von Piazzolla-Klassikern geschrieben. Das Ergebnis besitzt magische Anziehungskraft und zeigt beide Ensembles von ihrer besten Seite.

23:03 – 24:00 | Ö1
Komponierenden-Quartett aus Südtirol

Manuela Kerer, Hannes Kerschbaumer, Alexander Kaiser und Ö1 Talentebörse Kompositionspreisträger Mathias J. Schmidhammer sind höchst erfolgreiche Komponierende. Ihre biographischen Wurzeln liegen in Südtirol. Gemeinsam haben sie ab 2011 einmal im Monat eine Radiosendung für zeitgenössische Musik für Rai Südtirol gestaltet. Das „Zeit-Ton“-Pendant „Querschnitte“ wurde 2018 auf Zwangspause geschickt, das Programm sei „einfach zu brutal“, berichtete das Südtiroler Wochenmagazin „ff“. Ein Blick auf die Szene der Neuen Musik in Südtirol. Gestaltung: Rainer Elstner

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazztoday

Neues von deutschen Saxophonisten: mit Michael Binder und dem „Trio Mangart“, mit Peter Ewalds „Seven Whites“, mit Florian Walter und „Malstrom“ und mit Fabian Dudeks Quartett „Isolated Flowers“. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts


di – 05.04.2022


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Hören mit 3D-Effekten – Mikrotonale Klavierwerke des Schweizer Komponisten Edu Haubensak

Von Reinhard Kager. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich der Schweizer Komponist Edu Haubensak mit Stimmungen, die vom traditionell temperierten Tonsystem abweichen. Diese Erweiterung des Tonsystems steht für seinen Versuch des musikalischen Erwachsenwerdens. Gemeint ist jene Emanzipation des Komponisten und seines Instrumentariums, die darin besteht, überlieferte musikalische Formen und Funktionen aufzugeben, um selbst sinnstiftend wirksam zu sein.

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Kanadischer Komponist zwischen Jazz und Neuer Musik

In Kanada eine Instanz: der Komponist Harry Freedman: 1984 sind Harry Freedman allerhöchste kanadische Ehren zuerkannt worden: er wurde zum Offizier des „Order of Canada“ ernannt, für ein umfangreiches Lebenswerk mit Orchesterwerken und Kammermusik, Film-, Schauspiel- und Ballettmusiken. Harry Freedman spielte anfangs vor allem Englischhorn und gehörte von 1946 bis 1971 dem Toronto Symphony Orchestra an. Mit 49 Jahren widmete er sich ganz seinem kompositorischen Schaffen, das beim Jazz seinen Ausgangspunkt genommen hat. Nach seinem Einsatz während des 2. Weltkrieges bei der Royal Canadian Airforce studierte Harry Freedman in Toronto Oboe und Komposition. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Olivier Messiaen, Aaron Copland und Ernst Krenek. WDR 3 Konzert feiert den kanadischen Komponisten mit Werken aus den Jahren 1966 bis 1981 mit verschiedenen Orchestern, Ensembles und Solisten. Bei einigen Aufnahmen ist die Cool-Jazz-Legende Gerry Mulligan mit dabei – als Komponist und Saxofonist. Geboren ist Harry Freedman übrigens in Europa: in der polnischen Stadt Lódz kam er am 5. April 1922 als Henryk Frydmann zur Welt.

20:05 bis 21:00 | SWR 2
SWR2 Jazz Session: Triebfedern – Frauen, die Jazz in Deutschland beflügelt haben (5/5) – Vera Brandes (Produzentin)

Von Franziska Buhre und Julia Neupert. Jazz in Deutschland – das ist eine Geschichte, die ihre Geschichten oft vergisst. Wir erzählen sie in dieser Porträtreihe, die Geschichten von Frauen, die hierzulande den Erfolg des Jazz mitgestaltet haben. So wie Vera Brandes: Ihr ist es zu verdanken, dass das Köln Concert des Pianisten Keith Jarrett überhaupt stattfinden und zu einem ikonischen Livealbum werden konnte. Brandes war Jahrzehnte als Produzentin tätig und ist seit den 1990er-Jahren Musik- und Medienwirkungsforscherin.

21:05 bis 22:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Magazin

Von Michael Rebhahn. Mit Berichten von den Festivals Ultraschall, ECLAT und MaerzMusik sowie mit weiteren Neuigkeiten aus der Szene der Neuen Musik.

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Beethovenfest Bonn – Trompete vor weiter Klanglandschaft (1/2)

Markus Stockhausen Group. Aufnahme vom 8.9.2021 aus der Harmonie, Bonn-Endenich. Am Mikrofon: Michael Kuhlmann. (Teil 2 am 12.4.2022). „Intuitive Musik“ nennt Markus Stockhausen seine persönliche Art einer Improvisationsmusik ohne stilistische Begrenzung, aber diesseits atonaler Konzepte und Geräuschexperimente. Mit seiner Group erweitert der Weltklassetrompeter den akustischen Ansatz vieler anderer seiner Projekte um Elektronik und Synthesizerklänge und legt einen Akzent auf das Element Jazz. Den luftig-agilen Basspart im Quartett übernimmt der Cellist Jörg Brinkmann. Der Sound der Stockhausen Group schwingt betörend zwischen elegisch, melodienselig, überschäumend und groovelastig und lässt Platz für große Solo-Bögen und weite Klanglandschaften. Beim Bonner Beethovenfest gab die Markus Stockhausen Group nach langer Lockdown-Pause ihr erstes Konzert vor Publikum.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Die Netzwerkerin – Ann Cleare und ihre Klangwesen

Was ist das: eine Komponistin? Eine, die Klang formt? Vielleicht ist das schon zuviel gesagt. Vielleicht ist sie einfach eine, die Konstellationen schafft, Rahmenbedingungen festlegt und Choreografien erfindet, die einzig und allein dafür da sind, dass selbstorganisierende Netzwerke entstehen, damit sich so etwas wie Emergenz ergibt. Aus den Ritzen des angelegten Systems quillt etwas vollkommen Unvorhergesehenes heraus, entsteht eine neue Qualität. Verschiedenste Impulse laufen zusammen, ein Netzwerk baut sich auf, lebendige Klangfiguren bevölkern plötzlich die Szenerie, vieldimensionale visuell und akustisch hybride Gestalten. Und die Komponistin ist nicht die Chefin, sondern die staunende Beobachterin. Das ist Ann Cleare. Irin, Forscherin, Spielerin, unerschrocken und neugierig. Eine Sendung von Florian Hauser

23:03 – 24:00 | Ö1
„Black Angels“ unterm Mikroskop – Neue Musik auf der Couch. Thomas Wally analysiert „Black Angels“ (1970) von George Crumb

In der Regel gehören weder Gongs, noch Fingerhüte, geschweige denn gestimmte Gläser zu einem gewöhnlichen Streichquartett. Im Fall von „Black Angels“ handelt es sich aber definitiv nicht um eine gewöhnliche Streichquartettkomposition, sondern um „Thirteen Images from the Dark Land“, komponiert „in tempore belli“, also zu Kriegszeiten. Das Datum am Ende der Partitur lautet: Freitag der 13., März 1970. „Black Angels“: ein dunkles Werk, voll von ungewöhnlichen Klängen, Zitaten und Zahlensymbolik. Crumb ist am 6. Februar 2022 im Alter von 92 Jahren im US-Bundesstaat Pennsylvania verstorben. „Black Angels“, sein vielleicht bekanntestes Werk, zählt zu den wichtigsten Beiträgen zur Streichquartettliteratur nach 1945.

Thomas Wally, neben seiner Tätigkeit als freischaffender Komponist und Violinist auch an der Wiener Musikuniversität als Senior Lecturer in musiktheoretischen Fächern aktiv, betrachtet „Black Angels“ aus (hör)analytischer Perspektive: Was hören wir, wenn wir dieses Werk hören? Worauf können wir achten? Was sind Besonderheiten, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten? Den Hörer/innen werden analytische Tools bereitgestellt, mit deren Hilfe diese Musik mit einem geschärften Fokus wahrgenommen werden kann. Gestaltung: Thomas Wally, Redaktion: Rainer Elstner

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: News & Roots

Vocal News: Henning Sieverts präsentiert die großartige amerikanische Sängerin Cecile McLorin Salvant und ihr außergewöhnliches Album „Ghost Song“, außerdem aktuelle Produktionen der beiden Berliner Sängerinnen Olivia Trummer und Esther Kaiser.


mi – 06.04.2022


19:05 bis 19:30 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Classic Sounds in Jazz: Zum 95. Geburtstag von Gerry Mulligan

Aufnahmen mit Chet Baker, Bob Brookmeyer, Ben Webster und Miles Davis. Moderation und Auswahl: Beate Sampson

21:05 bis 22:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: Social Sounds – Nate Wooley beim Jazzfest Berlin 2021

Von Julia Neupert. Mit „Columbia Icefield“ und „Seven Storey Mountain“ brachte Nate Wooley gleich zwei seiner aktuellen Projekte zum letztjährigen Jazzfest Berlin. Ein Quartett und ein 17-köpfiges Großensemble mit stilistisch sehr unterschiedlichen Ansätzen, aber einer ähnlichen Herangehensweise: Der New Yorker Trompeter nutzt Jazz und improvisierte Musik immer konsequenter als eine Kunstform der Kollaboration. Mit Kompositionen, die weniger Ausdruck der Selbstvergewisserung, als vielmehr Impulse für kollektive Arbeiten sind.

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Jazz & Beyond – Song for Mulligan

Zum 95. Geburtstag des Baritonsaxofonisten, Komponisten und Arrangeurs Gerry Mulligan. Aufnahmen mit Astor Piazzolla, Chet Baker, Gerry Mulligan, Ben Webster, des Duos Subsystem und anderen

Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann. „Line für Lions“, „Walkin’ Shoes“, „Nights at the turntable“: Seinen Stücken gab er Namen, die etwas Eigenes hatten. Für ihn typisch war auch der Sound, den er dem Baritonsaxophon entlockte: Geschmeidig und elegant, manchmal cool, was aber nicht bedeutet, dass er nur wenig Gefühl ausdrückte. Die Rede ist von Gerald Joseph Mulligan, genannt Gerry, geboren am 6. April 1927 im New Yorker Stadtteil Queens; aufgewachsen in Philadelphia. In den Gruppen, mit denen er zusammenarbeitete, zeichnete er entspannt tieftönende Linien. Etwa Anfang der 1950er Jahre, im Quartett mit Trompeter Chet Baker, eine Band ohne Harmonieinstrument, in der es trotzdem eine gemeinsame harmonische Basis gab: durch die Art und Weise der Stimmführung; sie war ganz eng verwoben. Auch als Gerry Mulligan 1974 den Bandoneon-Spieler und Tango Nuevo-Erfinder Astor Piazzolla für das gemeinsame Projekt „Summit“ traf, bestach er durch leise Eleganz und gekonnten Umgang mit gegenläufigen Melodien. Gerry Mulligan starb am 20. Januar 1996 in Darien, Connecticut. Sein Instrument, das Schwergewicht Baritonsaxophon, hatte er aus den (Un)-Tiefen der Big Band herausgeholt und zu einem gleichberechtigten Melodieinstrument gemacht.

„Song for Mulligan“ heißt diese Sendung von Beatrix Gillmann zum 95. Geburtstag von Gerry Mulligan: Mit Musik eines aktuellen Tieftöner-Duos aus Deutschland und unterschiedlichen Aufnahmen des Baritonsaxophonisten, Komponisten und raffinierten Arrangeurs.


do  – 07.04.2022


19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Klassik aus dem Klimperkasten – Komponisten auf Klavierrollen

Was wäre ein stilvoller Wild-West-Saloon ohne den selbstspielenden Klimperkasten im Hintergrund? Was wäre ein Instrumentenmuseum ohne kuriose Klavierautomaten? Wenn wir jetzt Reproduktionsklaviere als mechanischen Gimmick aus Urgroßvaters musikalischer Klamottenkiste belächeln, tun wir ihnen Unrecht. Zum einen sind sie eine archaische Vorform der modernen Tonträgertechnologie. Zum anderen verdanken wir ihnen unschätzbare Klangdokumente aus der Vor-Grammophon-Ära. Grundlage dafür sind ihre Tonträger, perforierte Papierstreifen, die individuell eingespielt und anschließend vervielfältigt werden konnten. Klavierrollen boten die Möglichkeit eine individuelle Interpretation festzuhalten. Viele berühmte Komponisten und Musiker haben dies genutzt. Edward Grieg genauso wie Gustav Mahler, George Gershwin genauso wie der Ragtime-König Scott Joplin: Sie alle haben sich an die Piano-Tasten gesetzt und einige ihrer Kompositionen „eigenhändig“ auf perforiertem Papier konserviert. Eine Sendung von Markus Vanhoefer

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Neues von der improvisierten Musik
Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte

Stefan Wolpe: Trio in two parts (Trio Ascolto); Matthias Pintscher: „towards Osiris“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Vladimir Jurowski); Georg Katzer: „discorso“ (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Vladimir Jurowski); Annette Schlünz: „La blancheur abolit le temps“ (Dietrich Henschel, Bariton; Simone Rubino, Percussion; ensemble unitedberlin: Vladimir Jurowski)

23:03 – 24:00 | Ö1
In Klänge eintauchen: Thanos Chrysakis präsentiert Aural Terrains. – Das Label Aural Terrains im Portrait

2007 gründete der Komponist, Elektronikmusiker und Schlagzeuger Thanos Chrysakis Aural Terrains, ein Label für Musik zwischen zeitgenössischen Klängen, elektronischer Komposition und Sound-Art. Im Zeit-Ton gibt Chrysakis, dem am Donnerstag vergangene Woche ein Zeit-Ton Porträt gewidmet war, einen Überblick über seine 15-jährige Labelarbeit mit rund 50 Veröffentlichungen.

Thanos Chrysakis, 1971 in Athen geboren, lebt seit 2015 in Belarus. In seinem Schaffen verbinden sich Orchester-Stücke aktueller Musik mit elektroakustischer Improvisation. Die Intentionen und Ausrichtungen von Aural Terrains sieht Chrysakis nicht nur als Label, sondern auch als netzwerkartiges Milieu begründet. So sind auf Aural Terrains neben eigenen Alben viele Veröffentlichungen befreundeter Musiker/innen erschienen.

Zu hören gibt es u.a. Stücke der Madrider Elektronikkomponistin Edith Alonso, des US-amerikanischen Klangkünstlers Kim Cascone sowie Kollaborationen mit dem britischen Klarinettisten Jason Alder, der Londoner Saxofonistin Caroline Kraabel und dem israelischen Bass-Klarinettisten Yoni Silver. Ende 2021 ist mit „Mountains“ dort die aktuelle Veröffentlichung des Saxofonisten Chris Cundy erschienen, die u.a. vom Magazin „The Wire“ in dessen Jahres-Bestenliste für Moderne Komposition aufgenommen wurde.

Im Zeit-Ton Porträt erzählte Thanos Chrysakis von seiner Musik, seinen aktuellen Projekten und klanglichen Zusammenführungen von Holzblasinstrumenten und Elektronik. Gestaltung: Heinrich Deisl

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: All that Jazz – Zum 100. Geburtstag des Münchner Musikers Hugo Strasser

Moderation und Auswahl: Roland Spiegel. Der Gentleman mit der Klarinette. Zum 100. Geburtstag des Münchner Musikers Hugo Strasser, zusammen mit Pianist Paul Kuhn und Saxophonist Max Greger, einst Teil der prominenten „Swing-Legenden“. 2012, kurz vor seinem 90. Geburtstag, war Hugo Strasser als Studiogast bei BR-Klassik und erzählte von seiner ein halbes Jahrhundert umspannenden Karriere. Hugo Strasser starb im März 2016, drei Wochen vor seinem 94. Geburtstag. In dieser Jazztime hören Sie das fast ungekürzte Gespräch und Musik von Hugo Strasser in unterschiedlichen Besetzungen.


fr – 08.04.2022


00:10 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Joachim Ludwig: „Constellationes I-V“ (Joachim Ludwig, Klavier); Ernst Kutzer: Klaviertrio, op. 101 (Elisabeth Schwarz, Klavier; Erich Keller, Violine; Ulrich Bode, Violoncello); Johannes Tonio Kreusch: „Crossing Borders“ (Johannes Tonio Kreusch, Gitarre); Eberhard Kraus: „Duadu oder der Mann im Mond“ (Studio Neue Musik Oberpfalz)

14:05:00 | Ö1
The Jakob Manz Project 2021 im Club 100 im Bremen

Die Band um den erst 20-jährigen deutschen Saxofonisten Jakob Manz kann es mit den alten Meistern des Fusion-Jazz aufnehmen. Weniger Weather Report, mehr Yellow Jackets und Steps Ahead -das ist die Ausrichtung dieses erdigen Ensembles, das Spielfreude und Virtuosität in den Vordergrund stellt. Neben Jakob Manz standen am 29. April 2021 im Bremer Club 100, am Pier 2 direkt an der Weser gelegen, Hannes Stollsteimer (Keyboards), Frieder Klein (E-Bass) sowie Paul Albrecht (Schlagzeug und Sampling) auf der Bühne und spielten ein stimmungsvolles, größtenteils sogar tanzbares Konzert -nur die Covid-Maßnahmen hielten das Publikum auf den Sitzen fest. Sie zuhause können ihrer Bewegungslust freien Lauf lassen! Gestaltung: Helmut Jasbar

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Bei Mozart sehe ich rot! – Synästhesie und Musik

Geigen klingen für sie grün, bei Klaviermusik sehen sie gelbe Quadrate. Der Buchstabe A ist rot und die Ziffer vier zickig. Das Parfum duftet rosa und Vanille schmeckt hellgrün. Synästhetiker erleben die Welt anders, bunter. Sie verknüpfen verschiedene Sinne miteinander, und das ganz unwillkürlich. So kommt es, dass sie Zahlen farbig sehen, bei Wörtern einen bestimmten Geschmack auf der Zunge spüren oder Musik mit geometrischen Formen verbinden. Diese Eindrücke sind aber bei jedem Synästhetiker verschieden. Woher kommt Synästhesie? Funktioniert das Gehirn dieser Menschen anders? Was sagt die Forschung zu diesem Phänomen? Und wie erleben Synästhetiker selbst ihre außergewöhnliche Begabung? Die Verknüpfung von Klängen mit Farben hat die Menschheit schon in der Antike beschäftigt. Versuche, sie wissenschaftlich einander zuzuordnen, gibt es unzählige. Und auch in der Musikgeschichte finden sich Hinweise auf solche Verbindungen. Spielen hier vielleicht auch synästhetische Wahrnehmungen eine Rolle? Wie stark prägen sie die Musik? Und waren Komponisten wie Franz Liszt und Olivier Messiaen am Ende selbst Synästhetiker? Eine Sendung von Susanna Felix

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Musik der Zeit [5] Tonus

„Jedes Mal beginne ich aus dem Nichts“. Fluch und Segen des immerwährenden Neuanfangs führten bei Iannis Xenakis zu erstaunlichen Ergebnissen wie den Windungen für 12 Celli, die das Publikum umkreisen und einspinnen. Kraftvolle Cluster, Pizzicato- und Glissando-Wolken gehören zu seinen Markenzeichen, die der Klangarchitekt immer wieder aufs Neue mit Leben zu füllen wusste.

Wie aus dem Nichts strahlen bei Miroslav Srnka zwei Hörner in das Kammerorchester. Für eines seiner Lieblingsinstrumente komponiert der Tscheche, seit 2019 Professor an der Kölner Musikhochschule, ein Doppelkonzert, in dem der Hornklang scheinbar unendlich lange strahlt. Gleich ein ganzes Solistenensemble setzt Sarah Nemtsov in ihrem neuen Werk in das Orchester. Brüche bleiben jedoch, wie im richtigen Leben oberhalb der Hörgrenze. Im Auftrag des WDR entsteht auch ein neues Orchesterwerk des Komponisten und Organisten Jan Esra Kuhl, der die Möglichkeiten des Klangkörpers sondiert: zwischen strenger Ökonomie und der Lust am großen sinfonischen Potential.

Iannis Xenakis: Retours-Windungen für 12 Violoncelli | Sarah Nemtsov: Reshimot für Solisten, Bläser, Harfe, Orgel, Tasten- und Schlaginstrumente, Kompositionsauftrag des WDR, Uraufführung | Miroslav Srnka: Werk für 2 Hörner und Kammerorchester, Kompositionsauftrag des WDR, Uraufführung | Jan Esra Kuhl: Tonus für Kammerorchester, Kompositionsauftrag des WDR, Uraufführung

Premysl Vojta und Saar Berger, Horn; Ensemble Nikel; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Titus Engel. Übertragung aus dem Kölner Funkhaus

23:03 – 24:00 | Ö1
Christine Schörkhuber. Zuhören an Schnittstellen. – Christine Schörkhuber im Zeit-Ton Portrait.

Als Medien- und Klangkünstlerin, Videomacherin und Musikerin interessiert sich Christine Schörkhuber „für das Zuhören an den Schnittstellen von bildender Kunst, Konzept und auditiver Kunst“. Es ist vor allem die Dynamik von Beziehungen und Ordnungssystemen, mit der sich die so vielseitig Forschende beschäftigt, – „auf sozialer, physikalischer und technologischer Ebene“. Dabei engagiert sich Schörkhuber auch als Veranstalterin, etwa als Mitbegründerin des Klangkunstfestivals Klangmanifeste und der unabhängigen Streamingplattform echoraeume.klingt.org, die 2020 kurz nach dem Beginn des ersten Lockdowns ins Leben gerufen wurde, um Künstler/innen während der Corona-Pandemie weiterhin eine Bühne bieten zu können.

Unlängst ist auf Inexhaustible Editions das gemeinsame Album mit Zorka Wollny „Lullabies to wake up“ erschienen. „Welche Fragen gehen dir vor dem Einschlafen durch den Kopf?“ Diese Frage stand im Zentrum des mit über 50 Sänger/innen aus drei Ländern entstandenen Werkes. „Es kratzt an einem innersten, verborgenen und individuellen Kern sozialer Dynamiken und spiegelt Dimensionen des Politischen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich“, schreiben die beiden in einem begleitenden Text, – und weiters: „In der Stille deines Schlafzimmers hallt die große Welt da draußen in deinem Kopf nach wie in einer Fabrikhalle.“ Gestaltung: Susanna Niedermayr

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: BR Jazzclub – Ein Riese, ein Spion und ein Geschichtenerzähler

Herrlich würzige Klanggeschichten des libanesischen Oud-Spielers Rabih Abou-Khalil zusammen mit Mateusz Smoczyñski, Violine, und Jarrod Cagwin, Schlagzeug und Percussion

Live-Aufnahme vom 5. Februar 2022 im Münchner Jazzclub Unterfahrt. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer


sa – 09.04.2022


12:04 bis 13:00 | WDR 3
WDR 3 Kulturfeature: Amerika der Träume

Im Februar 2022 feierte der amerikanische Schriftsteller Paul Auster seinen 75. Geburtstag.

Mit seiner „New York Trilogie“ und Romanen wie „Die Musik des Zufalls“ oder „4321“ hat sich der amerikanische Erzähler Paul Auster eine weltweite Leserschaft erobert. Als genauer Beobachter des Zeitgeschehens äußert er sich immer wieder kritisch zu den politischen Entwicklungen in den USA. In seinem neuen Buch „In Flammen“ erzählt Auster die Lebensgeschichte des für seinen Bürgerkriegsroman „Die rote Tapferkeitsmedaille“ berühmten amerikanischen Schriftstellers Stephen Crane (1871-1900) und zeichnet das Bild einer von Gier und sozialer Ungerechtigkeit geprägten Ära, die sehr gegenwärtig anmutet. Thomas David hat Paul Auster zu Hause in Brooklyn besucht und mit ihm über seine Arbeit und das gesellschaftliche Klima in den USA unter Präsident Joe Biden gesprochen. Neben Auster kommen auch dessen Ehefrau Siri Hustvedt und der mit dem Schriftstellerehepaar befreundete Maler Sam Messer zu Wort. Produktion: SWR 2022

14.00 Uhr | Ö1
Das Ö1 Hörspiel: „Laute Nächte“. Von Thomas Arzt.

Mit Marie-Luise Stockinger (Anna), Felix Kammerer (Martin), Sarah Viktoria Frick (Kathi) und Nikolaus Barton (Erik). Musik: Hearts Hearts. Ton: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Regie: Andreas Jungwirth (ORF 2020)

Eine junge Frau und ein junger Mann, nachts, beim Tanzen. Das ist die Geschichte. So einfach. „Laute Nächte“ erzählt von Anna und Martin, die einander in einem Club begegnen. Aber es ist nicht die laute Musik, warum sie nicht miteinander sprechen können. Anna ist gehörlos. Das kann Martin ihr nicht ansehen und versteht Annas Verhalten als Ablehnung. Anna hat Erfahrung, was passiert, wenn ihr Gegenüber davon erfährt. Schließlich gilt sie auch im 21. Jahrhundert als behindert. Zurückweisung, Verständnis, Mitleid – das alles kennt sie, das alles will sie nicht wieder und wieder erleben. Aber Martin bedeutet ihr etwas und so teilt sie ihm mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln mit: Ich kann dich nicht hören. Was bitte soll das Problem sein, denkt Martin. Wann sehen wir uns wieder?, liest Anna von seinen Lippen. „Laute Nächte“ ist die Geschichte zweier Liebender…

Dieses Hörspiel wurde heuer mit dem „Radiopreis der Erwachsenenbildung“ ausgezeichnet.

14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Bei Mozart sehe ich rot! – Synästhesie und Musik

Geigen klingen für sie grün, bei Klaviermusik sehen sie gelbe Quadrate. Der Buchstabe A ist rot und die Ziffer vier zickig. Das Parfum duftet rosa und Vanille schmeckt hellgrün. Synästhetiker erleben die Welt anders, bunter. Sie verknüpfen verschiedene Sinne miteinander, und das ganz unwillkürlich. So kommt es, dass sie Zahlen farbig sehen, bei Wörtern einen bestimmten Geschmack auf der Zunge spüren oder Musik mit geometrischen Formen verbinden. Diese Eindrücke sind aber bei jedem Synästhetiker verschieden. Woher kommt Synästhesie? Funktioniert das Gehirn dieser Menschen anders? Was sagt die Forschung zu diesem Phänomen? Und wie erleben Synästhetiker selbst ihre außergewöhnliche Begabung? Die Verknüpfung von Klängen mit Farben hat die Menschheit schon in der Antike beschäftigt. Versuche, sie wissenschaftlich einander zuzuordnen, gibt es unzählige. Und auch in der Musikgeschichte finden sich Hinweise auf solche Verbindungen. Spielen hier vielleicht auch synästhetische Wahrnehmungen eine Rolle? Wie stark prägen sie die Musik? Und waren Komponisten wie Franz Liszt und Olivier Messiaen am Ende selbst Synästhetiker? Eine Sendung von Susanna Felix

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

Moderation: Lukas Hammerstein. Musikauswahl: Roland Spiegel. Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

19:00 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: Of Cabbages And Kings | Deutsches Jazzfestival Frankfurt, Oktober 2021

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Of Cabbages And Kings | Zola Mennenöh, voc | Veronika Morscher, voc | Laura Totenhagen, voc | Rebekka Salomea Ziegler, voc | 52. Deutsches Jazzfestival Frankfurt, Mousonturm, Oktober 2021

20:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Highlights vom Jazzfest Berlin 2021

Das Jazzfest Berlin stand auch im Jahr 2021 für Innovation, Aufbruch und Experiment. Wir präsentieren Highlights des Hauptstadtfestivals.

Drei Pianotrios, drei Konzert-Highlights vom Jazzfest Berlin 2021, das auch im (vielleicht?) letzten Pandemiejahr einen Weg zwischen analoger und digitaler Welt gefunden hat. Mit drei Pianisten präsentierten wir in diesem WDR 3 Konzert die Bandbreite des aktuellen Jazz, mit Klavierkonzerten von Vijay Iyer aus den USA, Bobo Stenson aus Schweden und Sylvie Courvoisier aus der Schweiz.

Vijay Iyer Trio / Sylvie Courvoisier Trio / Bobo Stenson Trio. Aufnahmen aus dem Silent Green

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazztime: Biss, Blues und Balladen – Die Sängerin Carmen McRae

Von Bert Noglik. Mit ihrer ausdrucksstarken Altstimme wusste sie die Themen ihrer Songs bis in die Tiefe auszuloten. Darin glich sie Billie Holiday, die sie bewunderte und der sie nacheiferte, ohne sie nachzuahmen. Carmen McRae, geboren 1920 in Harlem, betrat die Szene nach Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan und stand deshalb vor der besonderen Herausforderung, sich eigenständig zu profilieren. Doch mit großem Improvisationstalent, starker Originalität und einem Ausdrucksspektrum, dem das Machtvolle ebenso eigen war wie das Sensible, gelang es ihr, in den Olymp der Jazzsängerinnen aufzusteigen.

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
Late Night Jazz: Schubiduwappdidah – Vocal Jazz aus Berlin und Brandenburg

Vocal Jazz ist ein weites Feld. Es gibt so viele Solo-Acts, man weiß oft gar nicht, wo man anfangen soll. (Außer, Sie hören „The Voice“ auf rbbKultur.) Aber auch im Ensemble oder gar im großen Chor kann man sehr gut Jazz singen. Auch in Berlin und Brandenburg gibt es eine große und lebendige Szene. Jens Lehmann schaut sich mal an, wo deren Repertoire so herkommt, und stellt wie immer auch seine Lieblinge vor.

23:05 bis 23:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Reihe Ensemblekulturen (3) Das Quasars Ensemble in Bratislava

Von Robert Nemecek. Es war eine Pioniertat, als der slowakische Pianist, Komponist und Dirigent Ivan Buffa zusammen mit befreundeten Musikern im Jahre 2008 ein Ensemble gründete, das sich in erster Linie der zeitgenössischen Musik widmen sollte. Quasars, so der Name der Formation, wurde das erste professionelle Neue-Musik-Ensemble der Slowakei. Es ist gut vernetzt und pflegt enge Kontakte zu anderen Klangkörpern im In- und Ausland und macht mit diesen Projekte. Zum Selbstverständnis Quasars gehört auch, dass neue und alte Musik unbedingt miteinander verbunden sind. In jedem Konzert erklingen neben zeitgenössischer Musik deshalb auch Werke früherer Epochen. Außerdem ist es den Ensemblemitgliedern wichtig, die internationale Musikwelt mit zeitgenössischen Werken aus ihrem Heimatland bekannt zu machen.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Von den Ahnen überliefert“ – Der Kora-Spieler Toumani Diabaté aus Mali

Der zweifache Grammy-Gewinner Toumani Diabaté hat die westafrikanische Stegharfe Kora weltberühmt gemacht. Ihr glockenartiger Klang ist unverwechselbar wie auch ihre eindrucksvolle Optik: eine lange Holzstange als Hals hält die Saiten und ist befestigt im Resonanzkörper einer großen Kalebasse. Toumani Diabaté ist ein Meister der Kora. Seine Virtuosität ist erstaunlich, sein Spiel klar und feinsinnig. Einerseits ist er tief in der afrikanischen Musiktradition verwurzelt, andererseits mit der Kraft eines zeitgenössischen Musikers unterwegs. Revolutionär sei das Album Kôrôlén, dessen Titel in der Mandinka Sprache „von den Ahnen überliefert“ bedeutet, sagt Toumani Diabaté. Es ist revolutionär, weil er zum ersten Mal in der Geschichte die Kora als Soloinstrument mit dem London Symphony Orchestra spielt. Eine Sendung von Marlene Küster

23:30:00 | Ö1
50 Jahre Wiener Jazzland, Duo Fuss/Leichtfried im KlangTheater

Am 4. März 1972 wurde am Wiener Franz-Josefs-Kai das Wiener Jazzland eröffnet. 50 Jahre später füllen die prominenten Musiker und Musikerinnen, die im urigen Keller unweit der altehrwürigen Ruprechtskirche aufgespielt haben, ganze Bücher: Pianist Teddy Wilson, Saxofonist Eddie „Lockjaw“ Davis, Trompeter Art Farmer, aber auch Sänger-Pianistin Diana Krall seien genannt. Das Jazzland ist längst zu einem internationalen Fixpunkt für traditionellen Jazz und Blues avanciert, und es wird immer noch von Mitbegründer Axel Melhardt geleitet.

Im April 2022 feiert der Club sein 50-jähriges Gründungsjubiläum, aus diesem Anlass werden Axel Melhardt und seine Frau Tilly, die als gute Seele des Jazzland ebenfalls längst zum Club-Inventar zählt, von Andreas Felber in der Reihe „Kennerinnen und Komplizen -Szenemenschen im Gespräch“ zum Jazznacht-Interview gebeten. Im Anschluss präsentiert Xavier Plus das Konzert, das Trompeter Dominik Fuss -selbst häufig im Jazzland zu Gast -und Pianist Jörg Leichtfried am 7. April 2022 in der Reihe „5 Millionen Pesos“ im KlangTheater des Wiener RadioKulturhauses gegeben haben. Die beiden präsentierten Musik ihres superben Albums „Little Tales of Light and Sorrow“, in dem sie Eindrücke aus Wien, Paris, Tunesien und von der polnischen Ostseeküste reflektieren und in reifer Gelassenheit klingende Geschichten erzählen ­bildhaft, poesievoll und vielfärbig. Gestaltung: Xavier Plus


so – 10.04.2022


00:03 bis 02:00 | Bayern 2
radioJazznacht: Mit Ulrich Habersetzer – Blue Notes in allen Farben

Musik und Stimmungen von der 51. Internationalen Jazzwoche Burghausen 2022. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

00:05:00 | Ö1
(Fortsetzung) 50 Jahre Wiener Jazzland, Duo Fuss/Leichtfried im KlangTheater

16:04 bis 17:00 | WDR 3
WDR 3 Kulturfeature: Amerika der Träume

Im Februar 2022 feierte der amerikanische Schriftsteller Paul Auster seinen 75. Geburtstag.

Mit seiner „New York Trilogie“ und Romanen wie „Die Musik des Zufalls“ oder „4321“ hat sich der amerikanische Erzähler Paul Auster eine weltweite Leserschaft erobert. Als genauer Beobachter des Zeitgeschehens äußert er sich immer wieder kritisch zu den politischen Entwicklungen in den USA. In seinem neuen Buch „In Flammen“ erzählt Auster die Lebensgeschichte des für seinen Bürgerkriegsroman „Die rote Tapferkeitsmedaille“ berühmten amerikanischen Schriftstellers Stephen Crane (1871-1900) und zeichnet das Bild einer von Gier und sozialer Ungerechtigkeit geprägten Ära, die sehr gegenwärtig anmutet. Thomas David hat Paul Auster zu Hause in Brooklyn besucht und mit ihm über seine Arbeit und das gesellschaftliche Klima in den USA unter Präsident Joe Biden gesprochen. Neben Auster kommen auch dessen Ehefrau Siri Hustvedt und der mit dem Schriftstellerehepaar befreundete Maler Sam Messer zu Wort. Produktion: SWR 2022

17:10:00 | Ö1
Loretta Lynn zum 90. Geburtstag

„Coal Miner’s Daughter“, das ist der Titel der ersten Autobiografie, welche die US-amerikanische Countrymusiklegende Loretta Lynn verfasst hat.

Am 14. April 1932 wurde die Singer/Songwriterin im Ort Butcher Hollow im Bundesstaat Kentucky geboren, mit 15 Jahren heiratet sie den sechs Jahre älteren Oliver Vanetta Lynn. Nichts deutet zunächst auf eine Musikkarriere hin, erst mit 30 Jahren startet die damals vierfache Mutter so richtig durch. Mehr als 160 Songs komponiert sie im Laufe ihrer Karriere, darunter ihren legendären Nummer-1-Hit „Don’t come home a Drinkin’ (With Lovin’ on Your Mind)“. Im Jahr 2004 hat sie dann ein tolles Comeback mit dem von Jack White, dem Mastermind der „White Stripes“, produzierten Album „Van Lear Rose“. Die schier unverwüstliche Loretta erlitt im Jahr 2017 einen Schlaganfall, veröffentlichte aber schon ein Jahr später ihr nächstes Album und voriges Jahr ihr 50. Studioalbum „Still Woman Enough“. Ein Salut für eine sprichwörtliche starke Frau. Gestaltung: Klaus Wienerroither

19:34:00 | Ö1
Ilse Riedler Trio im Studio 2 des Wiener Funkhauses

Die aus der Steiermark stammende, in Maria Enzersdorf lebende Saxofonistin und Klarinettistin Ilse Riedler ist in den letzten Jahren in zahlreichen Bands der österreichischen Musikszene -und darüber hinaus -prominent in Erscheinung getreten: Zum einen ist sie Mitglied von Christian Muthspiels Orjazztra Vienna, zum anderen mischt Riedler aktuell bei Willi Resetarits’ Stubnblues-Band mit. 2021 war Riedler zudem an der Thomas-Bernhard-Hommage der Schauspielerinnen Karola Niederhuber und Doris Hindinger beteiligt. Und mit ihrem Quartett Strange Ahead ist sie seit Jahren auch als Bandleaderin präsent.Im Studio 2 des Wiener Funkhauses wird Riedler ihre musikalischen Vorstellungen im harmonieinstrumentfreien Trio mit Christian Wendt (E-Bass) und Christian Ziegelwanger (Schlagzeug) umsetzen. Und mit Helmut Jasbar wird Ilse Riedler darüber sprechen, wie es für sie war und ist, in der noch immer männerdominierten Jazzszene ihre Frau zu stellen. Diese Ö1 Radiosession wird gefördert durch die Verwertungsgesellschaft Rundfunk GmbH („VGR“). Gestaltung: Helmut Jasbar

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
JazzNow: Free Jazz Festival Saarbrücken 2021

Lotte Anker, Gerry Hemmingway, Roger Turner, Michael Doneda (Duos und Quartett). Mitschnitt vom 1.10.2021 im evangelischen Gemeidezentrum St. Johann, Saarbrücken

20:55:00 | Ö1
Matana Roberts: „Coin Coin Chapter One: Gens de Couleur Libres“ (2011)

Matana Roberts, Mixed-Media-Künstlerin, Altsaxofonistin und Komponistin aus Chicago, ist einer der führenden Köpfe der zeitgenössischen afroamerikanischen Musik. Mit ihren Arbeiten schafft sie Klangwelten, die alle Sinne ansprechen. Roberts’ Projekt „Coin Coin“ ragt als wahres Mammut-Unternehmen aus ihrem Schaffen hervor: Es ist ein Werk in zwölf Kapiteln (vier hat sie bis dato als Tonträger veröffentlicht), das avancierte Kompositions-und Improvisationstechniken (grafische Notation, aleatorische Strategien), Storytelling und historische Bezüge sowie performatives Theater (Kostüme, Multimedia) verbindet. Basis sind eine tiefgründige Beschäftigung mit ihren Vorfahrinnen und die gemeinsame Lebenserfahrung von Afrikaner/innen in den USA.

„Coin Coin Chapter One: Gens de Couleur Libre“ ist die erste Aufnahme des Projekts, veröffentlicht 2011 beim in Montréal beheimateten Independent-Label Constellation Records, eingespielt mit 15 Musiker/innen und Publikum. Dieses erste Kapitel basiert auf Erzählungen über eine entfernte Verwandte Roberts’, nämlich „Coincoin“ alias Marie Thérèse Métoyer (1742-1816), die als befreite Sklavin, Geschäftsfrau und Landbesitzerin als bekannte und imposante Figur in der afroamerikanischen Geschichte gilt. Auf dem Album porträtiert Roberts starke schwarze weibliche Vorbilder, um die sie ihre persönlichen Mythen konstruiert. Die Geschichte hat ihr Urteil über Matana Roberts’ Arbeit aufgrund der geringen historischen Distanz noch nicht gesprochen, doch gilt „Coin Coin Chapter One: Gens de Couleur Libres“ in seiner eindringlichen Verknüpfung von Klang, Bild, Dichtung, Gesang, Film und musikalischer Improvisation schon jetzt als bedeutendes künstlerisches Statement mit starker politischer Aussage, das es verdient, in den Milestones präsentiert zu werden. Gestaltung: Marlene Schnedl

22:08 – 23:00 | Ö1
Soundexploration mit Peter Kutin  – Peter Kutin empfiehlt

Seit 2005 arbeitet der freischaffende Komponist und Produzent Peter Kutin in den Bereichen elektronische Musik, Noise, Film- und Klangkunst. 2019 erhielt er die Goldene Nica beim Prix Ars Electronica im Bereich „Digital Musics and Sound Art“. Seine Werke wurden auf verschiedenen Festivals für Musik, Film und Medienkunst gezeigt. 2016 erhielt er bei den Donaueschinger Musiktagen den renommierten Karl Szcuka Preis für die Komposition des Radiowerkes „Desert Bloom“ (in Zusammenarbeit mit Christina Kubisch und Florian Kindlinger). Im Zeit-Ton am kommenden Donnerstag ist der Mitschnitt der Uraufführung seines neues Werkes „Immutable Mobile“ für das Black Page Orchestra zu hören.

In diesem Zeit-Ton extended stellt Kutin Musik vor, die ihn geprägt und begleitet hat. Von Throbbing Gristle und Fennesz über Kaija Saariaho und Meredith Monk bis hin zu Julius Eastman und Sophie. Gestaltung: Astrid Schwarz

23.00 Uhr | Ö1
Radiokunst-Kunstradio : „Forum für Entladung“ von Felix Kubin

Im Jahr 2021, dem Jahr des fortgesetzten Angriffs auf die Abwehrkräfte, luden die Hamburger Künstler/innen Felix Kubin, Nika Son, Florian Bräunlich und Kris Jakob zu einer choreographierten Destruktions-Parade.

Im Rahmen der Radiofestivals „Papiripar“ (Hamburg) und „Tonfunktion“ (Frankfurt) schufen sie ein Forum zur Entladung angestauter Energien.

Handverlesene Gäste konnten vor Ort ihre Lieblings-Gegenstände, Hass-Objekte und überflüssigen Erbstücke unterschiedlicher Größe mit Hammer, Axt, Brecheisen oder bloßer Faust zerschlagen. Die Performances wurden aus einer Kfz-Werkstatt und den Gemäuern eines leeren Lagers mittels installierter Raum-Mikrofone live im Radio übertragen. Auch zerstörungswillige Zuhörer/innen waren aufgefordert, von zuhause aus via Telefon ihre Destruktionswut mit der Welt zu teilen. Dabei gingen nicht nur CD-Spieler, Geschirr, gerahmte Bilder und ein Puppenhaus zu Bruch; auch das Coronavirus wurde vernichtet – mit einem Staubsauger.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Unter den Augen des Fuji – Musik aus Japan

Er ist ein Meister des knallbunten Kabukitheaters. In Berlin traf unsere Autorin Friederike Haupt ein lebendes Kulturdenkmal Japans, den Kabuki-Schauspieler Nakamura Kanzaburo im Haus der Kulturen der Welt. Japan, das Zauberland im Osten, hat für uns eine mehr als undurchsichtige Musikkultur. Während dortige Musikstudenten sich in Europa den letzten Schliff für die hiesige klassische Musik aneignen, gibt es in Japan mehrere traditionelle und auch klassische Musikkulturen. Am bekanntesten ist die vom Zen-Buddhismus beeinflusste Kunst des Flötenspiels auf der Shakuhachi-Bambusflöte. Aber auch die Erzählkunst der alten Biwa-Lautenspieler, deren Epen zur Substanz der Theaterkunst im konzentrierten Nô-Theater zählen, kann beeindrucken, oder die kaiserliche Hofmusik, deren Entstehen im siebten Jahrhundert in China angesiedelt wird. Der Komponist Toru Takemitsu verband die alte Kunst des Gagaku mit der modernen Avantgarde. Man kann rituelle Gagakumusik heute in Japan bei Hochzeiten erleben – oder auch die archaischen Trommeln der Shinto-Rituale, während nebenan von Johann Sebastian Bach das „Weihnachtsoratorium“ geprobt wird. Eine Sendung von Friederike Haupt

 

radiofreak der alten schule. transistor, diode, spule, kondensator. ehemals manipulator:in mehrerer rundfunksendungen.

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