Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 20.07. bis 26.07.2020

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 30. Zeitgenössische Klavierliteratur für den Klavierunterricht | Der Schweizer Komponist Urs Peter Schneider | Susanne Kessel, Klavier | Melodramatisches Triptychon von Magnus Lindberg | Tobias Eduard Schick | Michael Ende und Wilfried Hiller | Hans Thomalla | Sonic Genome – Von Anthony Braxton | Konzert kontra Krise | Burkhard Stangl – Elektronik mit der Gitarre | Das Ensemble Modern spielt Jamilia Jazylbekova | Die Erfindungen des Monsieur Sax …

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben


20.07.


23:03 – 24:00 | Ö1
Zeitgenössische Klavierliteratur für den Klavierunterricht

Konzertmitschnitte und KomponistInnen-Porträts sind im Rahmen dieser Sendung an der Tagesordnung. Diesmal wird aber der Fokus auf den Anfang der Reise gelegt: Fünf PädagogInnen und KomponistInnen spielen zeitgenössische Literatur für Klavier-AnfängerInnen und erklären die technischen Besonderheiten dabei. Schon jetzt kann verraten werden: Diese Literatur wird auch hohen künstlerischen Ansprüchen gerecht. Gestaltung: Andreas Maurer


21.07.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Heile Welt!? Der Schweizer Komponist Urs Peter Schneider

Von Hubert Steins. Urs Peter Schneiders Musik nutzt in radikaler Weise konzeptuelle und performative Strategien. Gleichzeitig ist sie tief in der musikalischen und literarischen Tradition verwurzelt.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese

Johannes Tonio Kreusch: „Echoes of Thoughts“ (Johannes Tonio Kreusch, Gitarre); Robert Delanoff: „Ein mährisches Volkslied“ (Barbara Polásek, Gitarre; Christoph Probst, Violoncello); Nicolaus Richter de Vroe: Fünf Stücke (Korbinian Altenberger, Susanna Pietsch, Violine; Wen Xiao Zheng, Giovanni Menna, Viola; Jaka Stadler, Samuel Lutzker, Violoncello); Roland Leistner-Mayer: Poem Nr. 2 (Gabriele Prediger, Gitarre; Elisabeth Amandi, Schlagzeug); Stephan Stiens: „Hallraum – Ins Offene“ (Guitar Company); Nikolaus Brass: „erinnern und vergessen“ (Key-Thomas Märkl, Leopold Lercher, Violine; Klaus-Peter Werani, Viola; Stefan Trauer, Violoncello)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Susanne Kessel, Klavier

Karol Szymanowski: Neun Präludien, op. 1; Ilana Schapira-Marinescu: Fünf Haiku; Ulvi Cemal Erkin: „Bes damla“; Henry Cowell: „Aeolian Harp“

23:03 – 24:00 | Ö1
Von Brutalo- über Spektralmusik mittels Computer zu den Wurzeln des Kontrapunkts. Melodramatisches Triptychon von Magnus Lindberg

Mit einem Kraftakt verschaffte sich 1985 der damals 27-jährige Magnus Lindberg Gehör auf den Konzertpodien. Von der Brutalo-Musik des Orchesterwerks „Kraft“ – mit Akkorden bis zu über 70 verschiedenen Tonhöhen – hat sich der in Helsinki Geborene mittlerweile in neuerlichen Kraftakten verabschiedet. Lindberg, Schüler u. a. von Rautavaara, Donatoni, Ferneyhough und Grisey, begann in Orchesterwerken wie „Marea“, „Joy“ und „Fresco“ Musik „in einer Art kontinuierlichem Prozess zu organisieren.“ In den letzten 15 Jahren versuche er, sich „die Musik melodisch vorzustellen, also horizontal und dazu den vertikalen Zusammenklang – also ist mein Zugang nun diagonal“. Er sah sich „gezwungen, klassischen Kontrapunkt“ zu studieren. Mit Hilfe des Computers komme er „sehr nahe an die echten Wurzeln des Kontrapunkts, zu Guillaume de Machaut und seiner Zeit.“ Mit einem 2015 uraufgeführten und nun auf CD vorliegenden melodramatischen Triptychon erreichte diese Entwicklung einen neuen Höhepunkt. „Accused – Three interrogations“ für Koloratursopran und Orchester verwendet drei authentische Verhörprotokolle aus drei Jahrhunderten. Die finnische Koloratursopranistin Anu Komsi singt sowohl die Texte der Ankläger als auch jene der Angeklagten, Hannu Lintu leitet das Symphonieorchester des Finnischen Rundfunks. Gestaltung: Peter Kislinger


22.07.


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Peter Gahn: „standing in front of the fiction shelves“ (Ensemble Reflexion K); Christoph Theiler: „Fluid Control“ (wechselstrom); Gerald Eckert: „den angestoßenen Augen der Steine“ (ensemble reflexion K: Gerald Eckert); Jürgen Schmitt: „… zu längerm Traum …“ (Susanne Pfitschler, Sopran; Jürgen Schmitt); Klaus Hashagen: „Der Bau des Tempels“ (Klaus Hashagen, Elektronik); Wilfried Jentzsch: „Poème électronique Nr. 2“ (Wilfried Jentzsch, Elektronik)

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.  Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


23.07.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Tobias Eduard Schick

„Schattenmusik“ für Violine, Akkordeon und Klavier; Diego Ramos, Violine, Olivia Steimel, Akkordeon, Michiko Saiki, Klavier | „BÄM (ohne Selbstsabotage)“ für Ensemble; El Perro Andaluz | „Quilt“ für Akkordeon und elektrische Guitarre. Duo Steimel-Mücksch

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Johannes Tonio Kreusch: „Refraction of light“ (Johannes Tonio Kreusch, Gitarre); Karl Kolbinger: „Simple music for five“ (Münchner Bläserquintett); Hermann Wolfgang von Waltershausen: Sieben Gedichte nach Texten von Ricarda Huch, op. 12 (Ildikó Fezer, Mezzosopran; Annamaria Holla, Klavier); Cornelius Hirsch: Variationen (Ensemble Cornelius Hirsch); Hans Melchior Brugk: Klavierkonzert Es-Dur, op. 50 (Hildegard Stenda, Klavier; Münchner Rundfunkorchester: Dieter Rossberg)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Michael Ende und Wilfried Hiller – Ein künstlerischer Kosmos

„Das Kapital der Menschheit ist ihre Kunst und die Kunst hat einen therapeutischen Ansatz. Die Umweltschäden sind mit Händen zu greifen, aber es gibt auch die Innenweltzerstörung. Wir werden die Umwelt nicht wieder hinkriegen, wenn wir nicht eine Innenweltsanierung hinkriegen.“ (Michael Ende) – Die Worte von Michael Ende aus dem Jahr 1985 haben eine fast prophetische und erschreckend aktuelle Aussage und das, obwohl Kritiker dem Künstler und seinem Werk zu seinen Lebzeiten immer wieder Eskapismus vorwarfen. Die phantastische Welt der Kinder- und Jugendbücher war für Michael Ende aber keine Flucht, sondern eine Brücke zwischen der inneren Welt der Fantasie und der äußeren Realität. Bisher unveröffentlichte Interviews von Michael Ende geben in dieser Sendung neue Einblicke in sein Leben und sein Werk. In Gesprächen mit dem Komponisten Wilfried Hiller, den bis zu Michael Endes Tod vor 25 Jahren eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller verband und mit seinem Agenten und Berater Roman Hocke geht BR-KLASSIK der Frage nach, welche Bedeutung Michael Endes Werk heute noch hat. Die grauen zeitstehlenden Herren aus Momo scheinen heute aktueller denn je, denn die Zeit zum Zuhören wird immer knapper, wie es Momo als hingebungsvoll zuhörendes Kind exemplarisch gezeigt hat. Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch des Beelzebub Irrwitzer und seiner Tante, der Geldhexe Tyrannja Vamperl kann das Klima manipulieren und  Seuchen in die Welt setzen. Themen, die die Welt heute mehr denn je bewegen. Eine Sendung von Dorothee Binding

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Porträt des Komponisten Hans Thomalla

Hans Thomalla: Ballade (Nicolas Hodges, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Johannes Kalitzke); „Stücke Charakter“ (ensemble recherche); Air (Clara Lyon, Violine)

23:03 – 24:00 | Ö1
Solo Together. Meaghan Burke und Angelica Castello.

Seit 2017 findet im Wiener RadioKulturhaus die Konzertreihe „Solo Together“ statt. Die Grundidee basiert auf der Kombination von aufeinanderfolgenden Solo-Live-Sets zweier unterschiedlicher Künstler/innen, die sich im besten Fall musikalisch noch nicht begegnet sind. Das dritte Konzert-Set ist dann ein gemeinsames, hier werden musikalische Gemeinsamkeiten oder auch Gegensätze ausgelotet. Vergangenes Jahr war die Cellistin, Vokalistin, Komponistin und Singer Songwriterin Meaghan Burke eingeladen, ihre Wunsch-Duo-Partner/in zu nennen. Burke, die nun in New York wohnt, hat längere Zeit in Wien gelebt. Sie entschied sich für Angelica Castello, deren damalige Konzerte ihr besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben sind. Überraschend harmonisch flossen an diesem Konzertabend zwei sehr unterschiedliche und ausgeprägte individuelle Klangsprachen und musikalische Herangehensweisen ineinander. Gestaltung: Susanna Niedermayr


24.07.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Sonic Genome – Von Anthony Braxton

Mit: Andromeda Mega Express Orchestra, Trickster Orchestra, KIM Collective, Australian Art Orchestra u.a.

Musikalische Leitung: Anthony Braxton, James Fei, Chris Jonas. Ton: Tjark Völker, Mischung: James Fei, Produktion: Jazzfest Berlin / Deutschlandfunk Kultur / ARD / Tri-Centric Foundation 2019-20. Länge: ca. 50’. (Ursendung)

Auf dem Jazzfest Berlin 2019 präsentierte Anthony Braxton eine Komposition für 60 Musikerinnen und Musiker, die sich in wechselnden Konstellationen durch den Gropius-Bau bewegten. Gemeinsam mit James Fei hat er den Mitschnitt zu einer Radiokomposition verdichtet.

Die Arbeit von Anthony Braxton passt in keine Schublade: Jazz, Neue Musik, Freie Improvisation, Philosophie und soziales Engagement sind nur einige Stränge im Schaffen des US-Amerikaners. Eine Synthese daraus bildet die Komposition „Sonic Genome“. Für die Aufführung zur Eröffnung des Berliner Jazzfests am 31. Oktober 2019 bewegten sich 60 Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Ensembles durch den Martin-Gropius-Bau. Sechs Stunden lang navigierten sie nach dem Prinzip von Braxtons Improvisationssprache „Ghost Trance Music“ durch hunderte seiner Werke. Wie in einem lebendigen Organismus spalteten sich die Gruppen auf, ließen sich durch den Raum treiben und schlossen sich in anderen Besetzungen wieder zusammen.

Den Mitschnitt des Abends hat Braxton gemeinsam mit James Fei zu einer 50-minütigen Radiokomposition verdichtet.

Anthony Braxton, geboren 1945 in Chicago, ist Komponist und Multi-Instrumentalist. Er begann seine Laufbahn bei der Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM). In den 1970er und 80er Jahren galten seine Kleinformationen und Saxofon-Soli als wegweisend für den Creative Jazz. Parallel experimentierte er mit Frühformen der Computermusik. Ab den 1990er Jahren komponierte er auch für größere Ensembles. 1990- 2013 war er Professor an der Wesleyan University. Seine Musikphilosophie veröffentlichte er unter dem Titel „Tri-Axium-Writings“.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Werner Heider: „Sieben Teile“ (Ingo Dannhorn, Klavier; Valerie Rubin, Violine; Christoph Spehr, Violoncello); Gerald Eckert: „in die Nebelleere“ (Teodoro Anzellotti, Akkordeon); Tobias PM Schneid: „Madrigali Astralis“ (Raschèr Saxophone Quartet); Klaus Ospald: „Entlegene Felder II“ (Ensemble Phorminx); Horst Lohse: „Palingenesis“ (österreichisches ensemble für neue musik); Volker Blumenthaler: „Recherche interrompue“ (Ensemble Mixtura); Malika Kishino: „Monochromer Garten VII“ (Jeremias Schwarzer, Blockflöte; Isao Nakamura, Schlagzeug)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Konzert kontra Krise – Wie Künstler, Veranstalter und Opernhäuser auf die Corona-Einschränkungen reagieren

Von Dorothea Hußlein. Sehr viele Künstler und Veranstalter stehen durch die Corona-Pandemie am finanziellen Abgrund. Von 100 auf 0 – weltweit sind Inszenierungen, Vorstellungen, Konzerte und Tourneen weggebrochen. Vielerorts suchen Kulturveranstalter und Künstler nach Auswegen, fordern Hilfe von der Politik, fühlen sich da oft unverstanden und suchen nach Perspektiven. Dies beleuchtet Dorothea Hußlein in ihrem Feature am 24. Juli 2020

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
Hörspiel: hör!spiel!art.mix: „Ante oder der Thunfisch“ von Joël László

Mit Lilith Häßle, Till Firit, Oliver Nägele, Michele Cuciuffo, Jakob Gessner, Wilhelm Manske, Tommi Piper, Götz Schulte und Mara Widmann. Komposition: Florentin Berger-Monit/Johannes Wernicke. Realisation: Henri Hüster. BR 2019

Die Vermessung der internationalen Strafgerichtsbarkeit Europas mit literarischen Mitteln: Ante Gotovina ist ein kroatischer General. Im Frühjahr 2011 wird er unter anderem der Verfolgung und des Mordes als Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig befunden und zu 24 Jahren Haft verurteilt. Ein Jahr darauf spricht ihn die Revisionskammer von allen Anklagepunkten frei und setzt ihn auf freien Fuß. Mit seinen kroatischen Fischfarmen zählt Ante Gotovina heute zu den bedeutendsten Thunfisch-Exporteuren des Mittelmeeres. Das Hörspiel verdichtet präzise Recherchearbeiten – über seine Zeit bei der Fremdenlegion, als Leibwächter von Jean-Marie Le Pen und General im Jugoslawien-Krieg – bis das Absurde, das in unserer Welt lauert, wie Schuppen zu glitzern beginnt. Die Strecke von 24 zu 0 Jahren Strafmaß bildet hierbei den Ausgangspunkt.

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Stenogramm einer Künstlerfreundschaft – Robert Schumanns Erinnerungen an Felix Mendelssohn Bartholdy

Von Georg Beck. Im November 1847 verstirbt Felix Mendelssohn Bartholdy überraschend an einem Schlaganfall. Die trauernden Freunde verfassen Nachrufe und Kompositionen aller Art, auch Robert Schumann. In der Art eines dokumentierenden Biografen ordnete Schumann seine seit 1835 schriftlich festgehaltenen „Erinnerungen an Felix Mendelssohn“, die erst 100 Jahre später veröffentlicht wurden. Die Themen waren umfassend: Gott und die Welt, Frauen und Literatur, vor allem aber: Musik.

23:03 – 24:00 | Ö1
Burkhard Stangl. Elektronik mit der Gitarre.

Burkhard Stangl hat 2019 gleich zwei Alben herausgebracht: Während „Jardin des Bruits“ mit dem Turntablisten dieb13 einen Sog zwischen Elektroakustik und Noise entwickelt, durchmisst „Lynx“ mit der Audiovisionskünstlerin Joanna John ebenso verträumte wie brüchige Klanglandschaften. Anhand dieser Alben präsentiert der Zeit-Ton ein Porträt über den Wiener Gitarristen und Komponisten, dessen Schaffen Improvisation, Neue Musik, Soundtracks sowie Beschäftigungen mit Literatur und Medien umfasst. Burkhard Stangl zählt zu den zentralen Künstlern österreichischer Improvisationsmusik, seit den mittleren 1980er Jahren sind von ihm an die 100 Tonträger und einige Bücher erschienen. Ab den 1990ern spielte er in den Formationen Polwechsel, Schnee, efzeg und Monoblue Quartet und in den letzten Jahren in Gruppen wie Chesterfield oder den EKG Ensemble. Aus den Kollaborationen seien herausgegriffen: Christof Kurzmann, Franz Koglmann und Anna Zaradny. Stangl ist wesentlicher Bestandteil der von Dieter KovaÄiÄ aka dieb13 gegründeten Plattform klingt.org, wo seit 20 Jahren ein reger Austausch mit Künstler/innen wie Angélica Castelló, Billy Roisz und Martin Siewert stattfindet. Zudem unterrichtet er an der AHS Heustadelgasse und ist Lektor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien für Improvisation und neue Musikströmungen. Collagen und Gefilde . Die auf Mikroton Records bzw. Interstellar Records veröffentlichten Alben „Jardin des Bruits“ und „Lynx“ sind ebenso Entsprechung wie Differenz: „Jardin des Bruits“ ist das Resultat eines gut eingespielten Duos, bei dieser metatextuellen Musik trifft Stangls abstraktes Gitarrenspiel auf die Vinyl- und Schellack-Platten-Collagen von dieb13. Auf „Lynx“ arbeiten er und die polnisch-norwegische Künstlerin Joanna John zum ersten Mal miteinander. Diese fragilen Klanggebilde sind von ambienthaften Stimmungsbildern durchzogen. Grenzen zwischen Rock-, elektroakustischer und Elektronikmusik werden hier wie da mal kontrastreich, mal schwärmerisch übergangen. Gestaltung Heinrich Deisl


25.07.


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Zwei Leben für die Musik – Eine Hörbiografie über Fanny und Felix Mendelssohn – Fünftes Kapitel: Paris – London – Berlin (1831-1833)

Mit Udo Wachtveitl, Martina Gedeck, Sabin Tambrea, Martin Umbach, Christoph Jablonka, Stefan Hunstein, Beate Himmelstoß und anderen Eine Sendung von Jörg Handstein

22:05 bis 22:50  | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2011 – Mit allem, was unter dem Himmel ist, im Einklang

Das Ensemble Modern spielt Jamilia Jazylbekova. Jamilian Jazylbekova: ‘Aikyon’ für Violoncello und Tape | ‘Voci’ für Stimme, Ensemble und Tape | ‘Nuit de Mars’ für Ensemble. Eva Böcker, Violoncello, Ensemble Modern. Leitung: Kasper de Roo. Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Die kasachischen Wörter „Ai“ und „Kyn“ bedeuten Mond und Sonne. Ihre Verbindung steht symbolisch auch für Verschmelzung in Liebe. In Jamilia Jazylbekovas gleichnamiger Komposition „Aikyon“ repräsentiert das solistische Violoncello alles Individuelle, während die Klänge der Zuspielung das Universale ausdrücken. Jazylbekova, die 1995 mit dem DAAD nach Deutschland kam, um in Bremen bei Younghi Pagh-Paan zu studieren, spielte im Forums-Jahrgang unter dem Motto „Goes Germany!“ eine besondere Rolle. Ihr Porträtkonzert mit dem Ensemble Modern war nicht nur das künstlerische Forums-Highlight 2011, es brachte auch eine ost-westliche Perspektive ins Spiel. Ungewöhnliche Spieltechniken begreift die Komponistin nicht im westlichen Sinne als Mittel der Verfremdung, sondern als tieferes Hineingehen in den Klang, als Erweiterung seines sinnlichen Potenzials. Inspiriert von archaischen Kulturtraditionen in ihrer kasachischen Heimat spiegelt Jazylbekova in ihrer Musik Utopien menschlichen Daseins im Einklang mit der Natur.


26.07.


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Saxhörner und Aidas Trompeten – Die Erfindungen des Monsieur Sax

Er hat nicht nur mit dem Saxophon eines der bedeutendsten modernen Instrumente erfunden, er hat auch die heutige Bassklarinette entwickelt und für Verdis „Aida“ die so genannten Aida-Trompeten konstruiert: der belgische Erfinder und Instrumentenbauer Adolphe Sax.

Das war aber noch längst nicht alles! Sax entwarf auch die spezielle Bauart der Saxhörner, zu ihnen zählen u.a. das Flügelhorn und das Euphonium. Wir legen heute noch einmal die schönsten Stücke auf, die für die zahlreichen Instrumente des Monsieur Sax geschrieben wurden.

22:08 – 22:55 | Ö1
Burkhard Stangl empfiehlt – Ausgewählte Lieblingsmusik von Burkhard Stangl

Im heutigen Zeit-Ton extended präsentiert Burkhard Stangl Musik, die ihn geprägt hat. Am vergangenen Freitag haben wir dem Wiener Gitarristen und Komponisten, dessen Schaffen Improvisation, Neue Musik, Soundtracks sowie Beschäftigungen mit Literatur und Medien umfasst, ein Porträt gewidmet. Gestaltung: Heinrich Deisl

 

Erstellt die Radioumschau. Freak.

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