Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 22.06. bis 28.06.2020

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 26. Virtual Reality auf die Ohren | Kurt Schwertsik | Rückkehr der Schallplatte | Terry Riley | Beethoven in der Neuen Musik | Huihui Cheng | Die deutschen Wurzeln des Klavierbaus in Georgien | Studios der Welt [51]: Radio Belgrad | Frau Musica Nova 2019 | Der Sound der modernen Luftfahrt | homeoffice [5] Asasello Quartett.

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben


22.06.


21:04 bis 22:00 | rbbKultur
Neue Musik und Bildende Kunst

Mit Margarete Zander. Auch die zeitgenössische Musik lässt sich immer wieder von Bildender Kunst zu klanglichen Welten inspirieren. So hat sich Kaija Saariaho von den Seerosenbildern Monets anregen lassen, Lei Liang von einem Tuschebild Huan Binhongs und Morton Feldman von Marc Rothkos magischen Farbflächenbildern.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Sounddramaturgien (1/2) – Kopfhören: Virtual Reality auf die Ohren

Von Julian Kämper und Felix Kruis. Kopfhören ist längst ein popkulturelles Massenphänomen und für viele Menschen die bevorzugte Rezeptionsform auditiver Medien. Auch für dieses Radiofeature heißt es: Kopfhörer auf! Es geht nicht nur inhaltlich um den Prozess des Hörens, vielmehr ist die Sendung selbst eine dreidimensionale Klanglandschaft. Sie befasst sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit verschiedenen Raumklangverfahren und ihrem künstlerischen Potenzial. Dabei wird zum einen diskutiert, wie diese Techniken auf uns wirken, zum anderen wird nach räumlichen Erzählstrategien gesucht. (Teil 2, Montag, 29. Juni, 23.03 Uhr)

23:03 – 24:00 | Ö1
Zeit-Ton Porträt. Zum 85. Geburtstag von Kurt Schwertsik

Nach einem langen Musiker- und Komponistenleben erreicht der Wiener Komponist Kurt Schwertsik am 25. Juni 2020 seinen 85. Geburtstag. Heiterkeit, Fasslichkeit und die Beherrschung der Kunst des Komponierens sind konsequent beherzigte Parameter über alle Genres hinweg. Jenseits von Beliebtheit bei Interpreten und Publikum stellt sich sein Arbeiten – unerwartet am Anfang der Karriere – als Avantgarde heraus.

Er begann als Musiker, fügte sich in die Orchester der Niederösterreichischen Tonkünstler und der Wiener Symphoniker ein, stach als Gründer des Ensembles die reihe und des MOB art & und tone ART Ensemble hervor und gab sein Wissen als Kompositionsprofessor weiter. Über alle seine Lebensphasen hinweg blieb das Vertonen eines weiten literarischen Kosmos sein Thema, von Jandl bis Roald Dahl, denn Schwertsik ist ein Hörender und Lesender. Gestaltung: Irene Suchy


23.06.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Musik zum Anfassen – Corvo Records und die Rückkehr der Schallplatte

Von Thomas Groetz. Das 2009 in Berlin gegründete Label bewegt sich an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Musik, Sound Art und bildender Kunst. Mit optisch aufwändig gestalteten Schallplatten versucht es, dem Visuellen einen ebenbürtigen Stellenwert wie der Musik zu verleihen.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Ulrich Stranz: „Coniunctio“ (Yaara Tal, Andreas Groethuysen, Klavier); Rudi Spring: Kammersymphonie Nr. 4, op. 87 (Camerata Bern: Rudi Spring); Heinz Winbeck: Streichquartett Nr. 3 – „Jagdquartett“ (Leonardo-Quartett); Wilfried Hiller: Aus „Buch der Sterne“ (Silke Avenhaus, Klavier); Paul Engel: „Cassiopeia“ (Edgar Krapp, Orgel; Bamberger Symphoniker: Sebastian Tewinkel)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
Massenunruhen in Amerika: Der Komponist Helmut Oehring war bis Mitte März Ehrengast der Villa Aurora

Von Margarete Zander. Der international renommierte Komponist Helmut Oehring musste seinen Aufenthalt coronabedingt vorzeitig abbrechen. Zwischen betörenden Sonnenauf- und untergängen hat es ihn in die Viertel der hippen Metropole an der Westküste der USA gezogen, die als No-go- Area gelten. Helmut Oehring hat sich auf die Spuren von Sklaverei und Rassismus, der Widersprüche, Risse und Schattenseiten des „Sonnenstaates“ (Oehring) begeben und erlebt, wie ein starker Teil der Bevölkerung „I can’t breathe“ schrie, bevor George Floyd sterben musste.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Terry Riley und die Erfindung der Minimal Music – Ein Porträt zum 85. Geburtstag

Von Susanna Felix. Kleinste Motive, die sich ständig wiederholen. Langsam schieben sich Rhythmen und Klänge ineinander, überlagern und verändern sich. Weite Klanglandschaften entstehen, die Zeit scheint still zu stehen, ein Hauch von Ewigkeit. Terry Riley gilt als Vater der Minimal Music. Mit seinem Stück „In C“ verwandelte er Kalifornien zum Zentrum einer neuen Musikrichtung. Ein Schock für die Avantgarde! Ausgehend vom Jazz experimentierte Riley mit Tonbandschleifen, Echoeffekten und Phasenverschiebung. Zentral war und blieb bei ihm aber auch immer die Improvisation. Als Minimal Music hat Riley selbst seine Werke nie bezeichnet. Doch losgeworden ist er dieses Etikett nie wieder. Und die Einflüsse seiner Looptechnik sind auch heute noch in der Popmusik und der elektronischen Musikszene spürbar

23:03 – 24:00 | Ö1
Beethoven in der Neuen Musik (2) – Von Adams bis Zipp. Komponieren mit Beethoven

Das Beethoven-Haus Bonn hat sich die Aufgabe gestellt, Kompositionen aus der Zeit von Beethovens 100. Geburtstag 1870 bis heute zusammen zu tragen, für welche Beethoven eine maßgebliche Rolle spielt. Entstehen soll eine Materialsammlung, die Anregungen zur Programmkonzeption liefert und als Grundlage für eine ab 2020 geplante wissenschaftliche Auswertung dient. Eine online gestellte Liste wird im Beethoven-Haus weiter bearbeitet, soll jedoch bereits jetzt als „Work in Progress“ dazu anregen, ergänzende Informationen bzw. weitere Kompositionen zu melden. Schon mit den bisher gesammelten Kompositionen der letzten 50 Jahre, die sich mit Beethoven auseinandersetzen, könnten 2020 alle „Zeit-Ton“-Sendungen programmiert werden. Gestaltung: Peter Kislinger


24.06.


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Claus Kühnl: Fünf Lieder nach Gedichten von Conrad Ferdinand Meyer (Theresa Maria Romes, Sopran; Claus Kühnl, Klavier); Horst Lohse: „A Schmidts Monde“, Métaphores lunaires (oh ton-ensemble: Benjamin Lang); Walter Zimmermann: Zwölf Lieder nach Gedichten von Michail Lermontow und Ossip Mandelstam (Peter Schöne, Bariton; Jan Philip Schulze, Klavier); Gerald Eckert: „Annäherung an Petrarca“ (AuditivVokal Dresden: Gerald Eckert); Moritz Eggert: „Singet leise“ (Irene Kurka, Sopran; Moritz Eggert, Klavier)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Im Rhythmus der Schwellen – Das Lied von der Eisenbahn

Keine Bahnfahrt ohne Begleitmusik! Wir reisen mit der A-Train durch New York und mit der Transsibirischen Eisenbahn bis Wladiwostok.

Die Adria geht es hinab, dann durch die Wüsten Mexikos, die Savanne Afrikas und die Wälder Brasiliens. Wir hören die Eisenbahner ihre Lieder singen und wir sind dabei, wenn in Amerika mit dem Einschlag des letzten Schwellennagels der Bau der transkontinentalen Eisenbahn gefeiert wird.

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
Reiseabenteuer mit neuer Musik

Mit Margarete Zander. Die zeitgenössische Musik ist in ihrer immer wieder neuen und überraschenden Klanglichkeit eine gute Inspirationsquelle für Reisen im Kopf. Werke von u. a. Johannes Maria Staud, György Ligeti und Luciano Berio führen gedanklich ins Weltall, auf unbekannte Wege und in ungewisse Zeiten, vor allem aber ins Land der Phantasie. Eines ist gewiss: A map is not the territory – das Land ist mehr, als eine Landkarte zeigen kann!

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Ars Nova – historisch  – Taller de Música Contemporánea (Chile). Leitung: Pablo Aranda

Alejandro Guarello: Base Esad für Gitarre | Ramón Gorigoitia: Zum Greifen nah … für Mezzosopran, Bassblockflöte, Flöte, Klarinette, Violine, 2 Violoncelli, Klavier und Schlagzeug

Fernando García: Tres Sucesiones Sonoras für Flöte, Violoncello, Klavier und Schlagzeug | Francisco Silva: Umbral für Violine, Gitarre und Violoncello | Pablo Aranda: Ale für Klavier | Esteban Correa: Neucanto für Stimme, Blockflöte, Flöte, Klarinette, Gitarre, Violine, 2 Violoncelli und Klavier

(Konzert der Reihe Ars Nova vom 13. Februar 2008 im Schwörsaal im Waaghaus Ravensburg) Es war ihr erster Besuch in Europa: Im Februar 2008 reiste das chilenische Neue-Musik-Ensemble Taller de Música Contemporánea auf Einladung des SWR nach Ravensburg; es folgte eine kleine Tournee durch Deutschland und die Schweiz. Im Gepäck hatten die zehn Musikerinnen und Musiker neue Werke chilenischer Komponisten für verschiedene Besetzungen, teils auf Texte chilenischer Autoren. Wir blicken zurück auf einen besonderen Konzertabend.

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen die spannendsten Neuveröffentlichungen aus allen Bereichen neuer und experimenteller Musik. Gestaltung: Marlene Schnedl


25.06.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Huihui Cheng

„Your smartest choice“ für vier Musiker*innen, Vierkanal-Zuspielung und Smartphones – ensemble mosaik: Chatschatur Kanajan, Violine. Karen Lorenz, Viola. Ernst Surberg, Klavier. Christian Vogel, Klarinette. Koproduktion Deutschlandfunk Kultur & Deutscher Musikrat 2019 | „Calling sirens“ für Klaviertrio und Tänzerin – Ensemble uBu: Anna Neubert, Violine; Esther Saladin, Violoncello; Christoph Stöber, Klavier. Koproduktion Deutschlandfunk Kultur & Deutscher Musikrat 2019 | „Narcissus & Echo“ für Sopran, Alt, Klarinette, Violoncello, Schlagwerk und Elektronik – Silke Evers, Sopran; Noa Frenkel, Alt; Ensemble Experimental; SWR Experimentalstudio; Leitung: Detlef Heusinger

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Josef Vill: „Fingers are five“ (Münchner Rundfunkorchester: Werner Schmidt-Boelcke); Jan Koetsier: „Concertino“, op. 115 (Ein Posaunenquartett; Münchner Rundfunkorchester: Christoph Poppen); Wolfgang Jacobi: Sinfonische Suite aus Opernthemen von Grétry (Akkordeon-Orchester Wiesbaden: Jörg Mehren); Hermann Zilcher: „Deutsches Volkslied-Spiel“, op. 32 (Sophie Wagner, Sopran; Ulrike Mayer, Alt; Markus Schäfer, Tenor; Konrad Jarnot, Bass; Reinild Mees, Klavier; Monteverdi Kammerchor Würzburg: Matthias Beckert); Herbert Blendinger: Violakonzert (Thomas Riebl, Viola; Amati Ensemble: Attila Balogh)

20:04 bis 21:30´| SR2 KulturRadio
Mouvement: Antike Frauengestalten

Hans Werner Henze: Mänadentanz | Dimitri Terzakis: Kassandra für fünf Männerstimmen | Theo Brandmüller: Antigone, 3. Klagegesang | Manfred Trojahn: Fragmente für Antigone | Rolf Riehm: Odysseus aber hörte ihr Schweigen nicht | Gregor Hübner: The Purcell Project: Fragments from Dido’s Lament and the Gordian knot untied

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
selbstLAUT: von, mit und über Daniel Weissberg

Der Baseler Komponist Daniel Weissberg (*1954) ist in vielen musikalischen Bereichen unterwegs. Seit seinem Studium bei den Komponisten Jacques Wildberger in Basel und Mauricio Kagel in Köln, dessen Hochschul-Assistent Weissberg auch gewesen ist, hat er neben den klassischen Besetzungsgenres wie Solo-, Kammer- und Orchestermusik auch etliche Hörspiele, Multimediaprojekte und experimentelle Klangtheater realisiert. Überdies betätigt sich Weissberg, der Hochschule der Künste Bern lehrt, als Interpret elektroakustischer Musik und ist in Improvisationsensembles aktiv. So geradlinig sich diese Kurzbiografie auch lesen mag, in „selbstLAUT“ kann man einen verzwickteren Daniel Weissberg kennenlernen, zudem seine auch selbstironische Ästhetik und Hör-Sicht auf die Welt.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Die Ilias des Homer – 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

Von Raoul Schrott als Nachdichtung aus dem Altgriechischen. Buch 1: Loimós ménis – Die Pest. Der Groll. Mit: Manfred Zapatka. Musik und Regie: Klaus Buhlert. (Produktion: HR 2008)

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert SWR2 mit dem ersten und letzten Buch der „Ilias“ an den ältesten europäischen Text über ein Kriegsgeschehen, das der Hybris des Menschen gegenüber den allgewaltigen Göttern geschuldet ist. Das 1. Buch erzählt, wie im 10. Jahr der Belagerung Trojas das Heer der Griechen von der Pest heimgesucht wird. Nur die Rückgabe einer Beutesklavin kann die Götter friedlich stimmen. Es entsteht Streit unter den Griechen. Achill zieht sich aus den Kämpfen zurück. (Buch 24: Héktoros Lýtra – Hektors Auslösung: Sonntag, 28. Juni, 18.20 Uhr)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 85. Geburtstag des Komponisten Kurt Schwertsik

Violinkonzert Nr. 2 (Christian Altenburger, Violine; Radio-Symphonieorchester Wien: Dennis Russell Davies); „Epilog zu Rosamunde“, op. 33 (Bamberger Symphoniker: Jonathan Nott); Fünf Nocturnes (Leonhard Wallisch, Violoncello; Roman Ortner, Klavier); „Blechpartie im neuesten Geschmack“ (Ardenti Brass)

23:03 – 24:00 | Ö1
Terry Riley. Die Neugier, die nie versiegt – Zum 85. Geburtstag von Terry Riley

Als einer der wichtigsten Vertreter des Minimalismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat der kalifornische Komponist und Pianist Terry Riley viele wegweisende Entdeckungen gemacht. Das Stück „In C“ hat etwa keine durchgehende Notation, sondern besteht aus vorgegebenen Phrasen, die von den Interpret/innen beliebig oft wiederholt werden dürfen. Seine Erfindung des „time-lag accumulators“, bei dem zwei Tonbandmaschinen ewige musikalische Schleifen erzeugen können, legte den Grundstein für loop-basierte elektronische Musik. Auch seine Experimente mit Synthesizern und seine intensive Beschäftigung mit indischer Musik hat nachfolgende Generationen geprägt. Doch Terry Riley hat keine Lust auf Ruhestand oder das Ausruhen auf seinen vielen Lorbeeren, er steht immer noch auf der Bühne und sucht immer noch nach neuen Sichtweisen auf die Musik. Zum halbrunden Geburtstag hören wir wichtige Stücke aus Terry Rileys Werk und Auszüge aus einem Gespräch mit dem Minimalismus-Meister. Gestaltung: Stefan Trischler


26.06.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Watch Your Head – Von Jürgen Seizew

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020. Länge: 52’21. (Ursendung)

Der Klangkünstler Jürgen Seizew ist nach Thailand gezogen. Von dort aus hat er akustische Streifzüge durch Südostasien unternommen. „Was machst du da?“, wurde er während der Aufnahmen gefragt. „Ich versuche zu hören, wie mein Kopf an einem fremden Ort klingt.“

Der thailändische Maler Wanlop Hansunthai malt ein Bild, auf dem er mit einer Banane zu einer grauen Fläche verschmilzt. Eine vietnamesische Klavierlehrerin übt mit neun Schülern neun verschiedene Stücke auf neun verschiedenen Klavieren gleichzeitig in einem Raum. In Taiping, Malaysia dröhnen aus leeren Dachböden Aufnahmen von Vogelstimmen auf die Straßen hinunter. In einem Waldtempel wird ein heiliger Mann feuerbestattet.

Der Klangkünstler Jürgen Seizew ist nach Chiang Mai in Thailand gezogen. Von dort aus hat er akustische Streifzüge durch das Land, nach Vietnam und Malaysia unternommen. Er hat in den Bergen gelebt, Großstädte, Inseln und Dörfer besucht. „Was machst du da?“, wurde er mancherorts während der Aufnahmen gefragt. „Ich versuche zu hören, wie mein Kopf an einem fremden Ort klingt.“

Jürgen Seizew wurde 1967 geboren. Er ist gelernter Buchbinder und studierte an der FH Hannover elektronische Medien. Seit 1994 widmet er sich der Klangkunst. Derzeit lebt er in Taiping, Malaysia. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Silent Constructions“ (2016).

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Klaus Hinrich Stahmer: „Épitaphe“ (Württembergischer Kammerchor: Dieter Kurz); Johannes Brinkmann: „Spagat neben der Klippe“ (Jörg Krämer, Flöte); Werner Heider: „Lutherianum“ (Harald Bschorr, Posaune; Tilo Heider, Hermann Schwander, Schlagzeug; Kantorei St. Matthäus Erlangen: Susanne Hartwich-Düfel); Dieter Buwen: „Quadrophonia“ (Dieter Buwen, Orgel); Josef Heinrich Hartl: „Die Versuchung Jesu“, op. 51 (Anne Pape, Sopran; Klaus Bimüller, Bariton; Figuralchor Nürnberg; Kammerchor des Meistersingerkonservatoriums Nürnberg; Kammerorchester St. Martha: Bernd Dietrich); Klaus Treuheit: „confessions unpronounced Nr. 1-5“ (Savina Yannatou, Singstimme; Klaus Treuheit, Orgel)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
Hörspiel: hör!spiel!art.mix: „Sie hörten Nachrichten“ von Eran Schaerf

Mit Peter Veit. Realisation: Eran Schaerf. BR 2005 anschließend: Public Radio Plays Europe – Von Christian Lösch

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Von Hermann Kehrer bis Sergo Ajvazov – Die deutschen Wurzeln des Klavierbaus in Georgien

Von Marika Lapauri-Burk. Erzählt wird die Geschichte des letzten Klavierbauers in Georgien, Sergo Ajvazov. Der Armenier kommt aus einer Flüchtlingsfamilie aus dem türkisch-armenischen Konflikt, wie viele der in Georgien lebenden Armenier. Er lernte sein Handwerk von Alexander Wolf, der wiederum ein Nachkömmling deutscher Aussiedler war. Die Klavierbautradition in Georgien wie im russischen Imperium ist von Deutschen begründet worden und blieb lange erhalten. Erst der Zerfall der Sowjetunion 1991 bedeutete für die meisten Instrumentenfabriken in Tiflis das Ende, viele Meister wanderten aus. Sergo Ajvazov blieb als Einziger und richtete sich zu Hause eine kleine Werkstatt ein. Er ist heute der letzte Klavierbauer Georgiens.

23:03 – 24:00 | Ö1
Die Online-Bühne im Wiener RadioKulturhaus zum Wiederhören

Das Konzertgeschehen ist zurzeit zum Erliegen gekommen, musiziert wird trotzdem: Das ORF Radiokulturhaus unterstützt die heimische Szene mit regelmäßigen, live im Internet gestreamten Konzerten in Kleinbesetzungen im Wiener Radiocafé. In der Spielräume-Nachtausgabe sind Highlights aus dem Programm der letzten Wochen zu hören.  Gestaltung: Klaus Wienerroither


27.06.


22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik – Studios der Welt [51]: Radio Belgrad

Vladan Radovanovic: Little Eternal Lake, Voice from the Loudspeaker, Electra | Paul Pignon: Hendrix Excerpts, Hardware Performance II | Ludmila Frajt: Nokturno, Silver Sounds | Katalina Ladik: Phonopoetica | Svetlana Maras: Improvisation Live | Andrzej Dobrowolski: S for S

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Frau Musica Nova 2019 – Kompositionen von Akiko Ahrendt, Nina Fukuoka, Juliana Hodkinson, Nicole Lizée, Jessie Marino

Ensemble Garage. Aufnahme vom 3.11.2019 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln. Am Mikrofon: Egbert Hiller

„Frau Musica Nova“ ist eine jährliche Veranstaltung, in welcher der gleichnamige Verein seit mehr als 20 Jahren komponierende Frauen der Gegenwart im Konzert vorstellt. Aufgeführt wird im Deutschlandfunk Kammermusiksaal – wo sich die Kölner Initiative gut in ein grundsätzliches Engagement für die avancierten Frauen in der Musik einfügt. Seit 2013 trägt Brigitta Muntendorf die künstlerische Verantwortung für „Frau Musica Nova“, die Komponistin hat die Reihe für attraktive intermediale Projekte geöffnet. Das neueste Projekt lief an zwei Tagen im November 2019 in Kooperation mit dem Berliner Festival „Heroines of Sound“ und bezog auch das Kölner Art Theater mit ein. Im Mittelpunkt der Sendung steht das Konzert „Popcouture“ mit dem Ensemble Garage im Deutschlandfunk.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner: Mayfly von J. Peter Schwalm

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: „(Be)rauschende Luft“ – Will Pound & Eddy Jay

In einer Zeit, in der es oft darum geht, noch lauter und aufwendiger zu agieren, kommen die beiden Briten Will Pound & Eddy Jay mit Mundharmonika und Akkordeon daher. Das Duo steht für einen meisterlichen Mix aus Reduktion und Innovation. Was Will Pound auf der Mundharmonika zaubert, wird von Eddy Jay virtuos flankiert. Pound hat sich mit der kleinen Mundharmonika das perfekte „Reise“-Instrument gewählt, aber der wahre Grund der Wahl lag in einem gesundheitlichen Schicksal begründet: Als Baby überlebte Pound eine schwere Herzoperation und litt unter Atemproblemen, die er von klein an mit „seinem Instrument“ überwinden und dabei eine sagenhafte Virtuosität entwickeln konnte. Von Roland Kunz


28.06.


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Up And Away – Der Sound der modernen Luftfahrt

Die Triebwerke der Jumbojets fauchen und die Rotoren der Hubschrauber knattern. Kaisers Klänge gehen in die Luft. Mit Charles Lindbergh fliegen wir über den Atlantik, wir begleiten den amerikanischen Präsidenten in der Air Force One bis nach Peking und zusammen mit einem Streichquartett stoßen wir in vier Helikoptern durch die Wolken. Nur die Heißluftballone und Drachenflieger gleiten lautlos dazu über den Himmel.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Rotenburger Gitarrenwoche 2019

In der Marienkirche Ahausen präsentierte der charismatische Künstler Lorenzo Micheli einen abwechslungsreichen und hochkarätigen Abend mit Musik aus Klassik, Romantik und früher Moderne – Gitarrenkunst auf höchstem Niveau!

22:08 – 22:55 | Ö1
Radio aus den Parklücken der Aufmerksamkeit – Gedankensprünge aus dem Musterbuch des Jetlags

Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, präsentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespräche, Reportagen und Essays vom äußersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die Bügelfalte des Kunstsonntags. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither

23:04 bis 00:00 | hr2-kultur
Night Voyage

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: homeoffice [5] Asasello Quartett

Mit Ausschnitten aus folgenden Werken: Viera Janárceková: Streichquartett Nr. 8 „entrückt“ | Johannes Fritsch: Nachtstück für Streichquartett (Robert Walser zu Ehren) | Márton Illès: Streichquartett Nr. 2 | Lisa Streich: Engel, … Noch Tastend / Noch Tastend / Mehr Vogel / Vergesslicher Engel | Rolf Riehm: Tempo strozzato für Streichquartett. Asasello Quartett

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Balkanbeben“ – Shantel und andere Erlebnisse

Der gebürtige Mannheimer Stefan Hantel fand seinen Namen irgendwann zu langweilig und machte daraus „Shantel“. Das klingt entspannt wie die Elektrosounds, die er als DJ in der Pariser und Frankfurter „Hipster-Szene“ verströmte. Als er auf einem Trip in seine Familienvergangenheit den Balkan bereiste, entdeckte er die musikalischen Wurzeln seiner Vorfahren. „Als ich zurückkam, war für mich klar: Mein musikalischer Weg würde jetzt ein anderer sein“. Mit seinem Balkan-Pop in einer Mischung aus rumänischer, albanischer, griechischer und slawischer Folklore begeistert Shantel mit beat-betonten Balkan-Klängen. Von Roland Kunz

 

 

 

Erstellt die Radioumschau. Freak.

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