Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 30.12.19 bis 05.01.20

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 01. Schwerpunkte: Beethoven, Joachim Kaiser, György Kurtag, Werner Heider, Zither in der Neuen Musik, Kraftvoll groovende Klavier-Kammermusik …

Werbung


nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben


61 – Interview mit Silke Aichhorn

Silke Aichhorn erzählt, wie sie sich für die Harfe einsetzt und warum sie das sehr persönliche und zugleich witzige Buch „Lebenslänglich Frohlocken“ geschrieben hat. Silke hat auch ein eigenes CD Label und geht konsequent und sympathisch ihren Weg als Unternehmerin, Musikerin und zweifache Mutter. Sie gibt viele Einblicke und Tipps für dein Musikerdasein. [Zum Podcast]

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


30.12.2019


09:05 bis 10:00 | BR-KLASSIK
Ludwig van Beethoven – Eine Hörbiografie (5/10) – Kapitel 5: Dichtung und Wahrheit (1809-1812)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Cornelius Obonya (Beethoven), Ariane Payer, Thomas Albus, Folkert Dücker und andere (Zitate)

Anschließend: Ludwig van Beethoven: Klaviertrio D-Dur, op. 70, Nr. 1 (Martha Argerich, Klavier; Renaud Capuçon, Violine; Mischa Maisky, Violoncello)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Kaisers Konzertführer: Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur

Als „leidenschaftlichen und heiteren Aufklärer im Reich der Kunst“ sowie als „einzigen deutschsprachigen Kritiker von Rang und Format, der gleichermaßen unterhaltsam und belehrend, geistreich und urteilssicher über Musik, Literatur und Theater zu schreiben vermag“ würdigte ihn Kollege Marcel Reich-Ranicki anlässlich der Verleihung des Ludwig-Börne-Preises im Oktober 1993. Und in der Tat zählte der im Mai 2017 in München verstorbene Joachim Kaiser zu den einflussreichsten Kritikern Deutschlands. Als „Klavier-Michelin“ gilt etwa sein Buch „Große Pianisten in unserer Zeit“. Kaiser selbst verstand sich bescheidener als „kritischen Enthusiasten“. Und in seiner gemeinsam mit Tochter Henriette verfassten Autobiographie „Ich bin der letzte Mohikaner“ resümierte er, dass sein „Leben in einem beinahe gespenstischen Maße aus dem Zusammentreffen mit großen Kunstwerken“ bestehe. Beethoven spielte dabei stets eine besondere Rolle: Mit dem Bayerischen Rundfunk – damals noch für Bayern 4 Klassik – produzierte er zwischen 1999 und 2001 in der legendären Reihe „Kaiser’s Corner“ allein 100 Folgen zu „Beethoven – Werk und Wirkung“.

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Der Komponist György Kurtág

Mit Andreas Göbel. „Signs, Games and Messages“ – diesen Titel eines seiner Werke könnte man über sein gesamtes Schaffen setzen. Die Musik von György Kurtág hat etwas Fragmentarisches, besteht oft nur aus wenigen Gesten – die aber so intensiv und minutiös geplant sind, dass der Komponist mit einem Cellisten einmal eine geschlagene halbe Stunde an einem einzigen Pizzicato gearbeitet haben soll.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Der Jahresrückblick der Neuen Musik

Mit Kritiken und Kommentaren von Lydia Jeschke, Bernd Künzig und Michael Rebhahn. Moderation: Björn Gottstein. Zum Jahresende schaut auch die Neue Musik auf die musikalischen Ereignisse von 2019 zurück. Was waren die aufregendsten Uraufführungen? Was die größten Überraschungen, die größten Enttäuschungen?

23:03 – 24:00 | Ö1
Kraftvoll groovende Klavier-Kammermusik

2019 revisited. musikprotokoll 2019. Georgien, Zypern, Israel. Das Klangforum Wien mit Werken von Mikheil Shugliashvili, Christina Athinodorou und Ofir Klemperer. Es war eines der Konzert-Highlights des Jahres 2019: Die Wiederentdeckung des georgischen Komponisten Mikheil Shugliashvili (1941-1996) durch das ORF musikprotokoll im steirischen herbst. Teil dieser Shugliashvili-Renaissance war auch ein Konzert des Klangforum Wien unter Ilan Vokov. Im Grazer Next Liberty wurden drei sehr unterschiedliche kompositorische Positionen virtuoser Klaviaturhandhabung präsentiert: Shugliashvili lässt ein Streichquartett gleich gegen zwei Klaviere antreten. In diesem Sextett geht es heftig zur Sache – energiegeladen, schroff, kraftvoll. Ein Werk, das die erratische Einzigartigkeit dieses georgischen Komponisten exemplifiziert. Komponistin Christina Athinodorou, selbst ausgebildete Pianistin, brachte mit ihrem Trio für Klarinette, Cello und Klavier „En Root“ eine an der reichen zypriotischen Kultur geschulte, rhythmische und melodische Sensibilität ein. Und Ofir Klemperer war in seinem Stück „The Rural Realm“ gleich selbst als groovender Solist am legendären Synthesizer Korg MS-20 zu hören. Ein Mitschnitt vom am 4. Oktober 2019. Gestaltung: Rainer Elstner


31.12.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Mäandernd, multimedial, multiplex – 10 Jahre reiheM in Köln

Von Hubert Steins. 100 Konzerte in einer stilistischen Breite, die ganz bewusst Zuschreibungen unterläuft.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Johannes X. Schachtner: „Dreizehn“ (Silke Avenhaus, Klavier; Julia Galic, Violine; Maximilian Hornung, Violoncello); Tobias PM Schneid: „Symphony of changes“ (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen); Viera Janárceková: „Dreifenster-Duo“ (Bianca Breitfeld, Violoncello; Stefanie Schumacher, Akkordeon); Minas Borboudakis: „Tautochronie. Zykloiden III“ (Andreas Skouras, Prodromos Symeonidis, Klavier; Mathias Lachenmayr, Carlos Vera Larrucea, Schlagzeug; Paolo Mariangeli, Live-Elektronik); Markus Zahnhausen: Flötenkonzert – „Recordare“ (Michala Petri, Blockflöte; Odense Symphony Orchestra: Christoph Poppen); Jörg Widmann: „Nachtstück“ (Jörg Widmann, Klarinette; Jan Vogler, Violoncello; Ewa Kupiec, Klavier)

09:05 bis 10:00 | BR-KLASSIK
Ludwig van Beethoven – Eine Hörbiografie (6/10) – Kapitel 6: Krieg und Frieden (1812-1815)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Cornelius Obonya (Beethoven), Ariane Payer, Thomas Albus, Folkert Dücker und andere (Zitate)

Anschließend: Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi); „Fidelio“, Duett Leonore – Florestan aus dem 2. Akt (Jessye Norman, Sopran; Reiner Goldberg, Tenor; Staatskapelle Dresden: Bernard Haitink)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Kaisers Konzertführer: Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll – „Schicksalssymphonie“

20:15 bis 00:00 | NDR Kultur
Klassisch in das Neue Jahr: Am Mikrofon: Philipp Schmid


01.01.2020


09:05 bis 10:00 | BR-KLASSIK
Ludwig van Beethoven – Eine Hörbiografie (7/10) – Kapitel 7: Kindeswohl (1816-1819)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Cornelius Obonya (Beethoven), Ariane Payer, Thomas Albus, Folkert Dücker und andere (Zitate)

Anschließend: Ludwig van Beethoven: „An die ferne Geliebte“, op. 98 (Christian Gerhaher, Bariton; Gerold Huber, Klavier); Aus 25 schottische Lieder, op. 108 (Christian Gerhaher, Bariton; Anton Barachovsky, Violine; Sebastian Klinger, Violoncello; Gerold Huber, Klavier)

20:00 bis 23:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Georg Friedrich Händel: Almira, Königin von Castilien

Die Zusammenarbeit von Radio Bremen mit dem Boston Early Music Festival hat schon für etliche Höhepunkte an Operneinspielungen gesorgt. Zuletzt hat man sich der ersten Oper G. F. Händels angenommen: „Der in Krohnen erlangte Glückswechsel, oder: Almira, Königin von Castilien“, so der Originaltitel des 1705 an der Hamburger Oper am Gänsemarkt uraufgeführten Werks – Händel war damals gerade 20 Jahre alt. Eine Königin Almira von Castilien gab es übrigens nicht, alles ist hier frei erfunden, wenngleich man Anregungen durch Ereignisse der spanisch-maurischen Zeit im 12. Jahrhundert vermutet.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Donaueschinger Musiktage 2019

SWR Symphonieorchester. Mark Knoop (Tasteninstrumente). Leitung: Emilio Pomàrico | Matthew Shlomowitz: Glücklich, Glücklich, Freude, Freude für Tasteninstrumente und Orchester | Michael Pelzel: Mysterious Benares Bells für Orchester mit Elektronik. (Konzert vom 18. Oktober in der Baar-Sporthalle, Donaueschingen)

Zwei der im Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage uraufgeführte Orchesterwerke: der australische Komponist Matthew Shlomowitz horcht dem Zusammenhang zwischen Musik und Glück nach. Michael Pelzel nimmt indische Glocken zum Ausgangspunkt seines Stückes, in dem er das Orchester um neue Klangfarben bereichert.


02.01.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik

Hermann Meier: Stück für großes Orchester, basel sinfonietta, Leitung: Jürg Henneberger | Stück für Klavier, elektrische Orgel und Cembalo – Ensemble Neue Horizonte Bern: Erika Radermacher, Klavier, Katharina Weber, Cembalo, Urs Peter Schneider, elektrische Orgel | Stück für Orchester mit zwei Klavieren – Dominik Blum, Klavier, Tamriko Korzaia, Klavier, basel sinfonietta, Leitung: Jürg Henneberger

09:05 bis 10:00 | BR-KLASSIK
Ludwig van Beethoven – Eine Hörbiografie (8/10) – Kapitel 8: Zukunftsmusik (1819-1823)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Cornelius Obonya (Beethoven), Ariane Payer, Thomas Albus, Folkert Dücker und andere (Zitate)

Anschließend: Ludwig van Beethoven: Sonate c-Moll, op. 111 (Friedrich Gulda, Klavier); „Gratulations-Menuett“, WoO 3 (Tapiola Sinfonietta: John Storgårds)

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Kompositionen von Werner Heider und Manfred Trojahn

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Die Zither – von Jim Igor Kallenberg

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Novelle – Nach der gleichnamigen Novelle von Johann Wolfgang von Goethe

Mit: Oskar Werner, Otto Collin, Käthe Gold, Erik Schumann, Therese Giehse u. a. Musik: Karl Sczuka. Hörspielbearbeitung und Regie: Max Ophüls. (Produktion: SWF/BR/RB 1953)

Im US-Exil las der deutsch-jüdische Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, das um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. Was Ophüls damals wie ein Gegenbild zu Krieg und Verfolgung in Deutschland, Europa und der Welt erschien, versuchte er 1953 mit den Erzählmitteln des Radios herbei zu beschwören – und schuf das Meisterwerk des erzählerischen Hörspiels.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 90. Geburtstag des Komponisten und Pianisten Werner Heider

Werner Heider: Oboenkonzert – „Stationen“ (Valentin Krämer, Oboe; Camerata Franconia: Dorian Keilhack); „Edition“ (Werner Heider, Klavier); „Architektur“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Eötvös)


03.01.2020


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: ZENScapes | Stadt, Land, Fluss – Von Götz Naleppa

Produktion: Autorenproduktion 2019. Länge: 45’10. (Ursendung). Drei Klanglandschaften zwischen Lärm und Stille: Inspiriert von asiatischer Tuschmalerei, zeichnet der Radiokünstler Götz Naleppa die Klangumgebungen Stadt, Land und Fluss nach.

„Das Wort ‚listen’ (hören) enthält dieselben Buchstaben wie das Wort ‚silent’ (still)“ (Alfred Brendel).

Seit Murray Schafer 1977 den Begriff ‚soundscape’ prägte, gehören Klanglandschaften zu den wichtigsten Kompositionsformen der Klangkunst. Das Hörstück zeichnet drei Klangumgebungen: Stadt, Land und Fluss. Als Anregung dient die traditionelle chinesische und japanische Tuschmalerei – in der der Pinselstrich scheinbar ins Nichts ausläuft. Ein Spiel von Lärm und Stille, fast bis zur Unhörbarkeit, von rasender Bewegung, Slow Motion bis zum scheinbaren Stillstand.

Götz Naleppa, geboren 1943, war bis 2008 Redakteur für Klangkunst beim Deutschlandradio Kultur. Als Regisseur und Klangkünstler lebt und arbeitet er in Berlin. Den Prix Europa erhielt er 1998 für „Geräusche des Monats“, zusammen mit Hanna Hartmann. 2014 erhielt er den GOLD Award vom New York Festival in der Kategorie Sound Art für „Cantus Apium“ (DKultur 2014). Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur „Palimpsest – a sound biography“ (2017).

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Heinz Winbeck: Symphonie Nr. 4 (Wolf Euba, Sprecher; Christel Borchers, Alt; Günter Binge, Bariton; Konzertchor Darmstadt; Beethoven Orchester Bonn: Dennis Russell Davies); Hans Melchior Brugk: Streichtrio, op. 11 (Erich Keller, Violine; Walter Stangl, Viola; Ulrich Bode, Violoncello)

09:05 bis 10:00 | BR-KLASSIK
Ludwig van Beethoven – Hörbiografie (9/10) – Kapitel 9: Der ganzen Welt (1822-1824)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (Erzähler), Cornelius Obonya (Beethoven), Ariane Payer, Thomas Albus, Folkert Dücker und andere (Zitate)

Anschließend: Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll, Finale (Christiane Karg, Sopran; Mihoko Fujimura, Alt; Michael Schade, Tenor; Michael Volle, Bass; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)

22:30 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Eine Musik, worüber die Welt erstaunen soll“ – Die Faszination alter Ventilblasinstrumente

Von Eva Blaskewitz. Vor mehr als 200 Jahren revolutionierte eine Erfindung die Musikwelt: Fast gleichzeitig entwickelten zwei Hornisten unabhängig voneinander Ventile, die es möglich machten, auf Blechblasinstrumenten, statt wie bisher nur die Töne der Naturton-Reihe, alle Töne der chromatischen Tonleiter zu spielen. „Eine Musik, worüber die Welt erstaunen soll“, versprach einer der beiden dem preußischen König Friedrich Wilhelm III.


04.01.2020


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Kaiser’s Corner: Beethoven – Werk und Wirkung (Folge 100)

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Various Artists – Kunst und Ökonomie der Compilation

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Tempelglocke und Donnerblech – Zum Schlagwerk-Verständnis von Rumi Ogawa, Rie Watanabe und Yuka Ohta

Von Egbert Hiller. 1978 kam Rumi Ogawa aus Japan nach Deutschland. Sie ist seit 1981 festes Mitglied im Ensemble Modern und beeinflusste auch die zwei jüngeren Schlagwerkerinnen Rie Watanabe und Yuka Ohta. Beide waren in unterschiedlichen Jahrgängen Stipendiatinnen der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Inzwischen spielen sie selbst in renommierten Ensembles und initiieren aufregende eigene Projekte. Was bewegt ostasiatische Spitzenmusikerinnen wie die drei genannten? Was bewirken sie in der hiesigen Szene der neuen Musik? Wie verändert ihr Tun das Schlagwerkspiel und das Verständnis davon? Und welche Rolle spielen ihre kulturellen Wurzeln dabei?

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik: Alte Instrumente – von Adele Jakumeit


05.01.2020


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Perfektionist und Tastenhasser – Arturo Benedetti Michelangeli zum 100.

Pianist wollte er eigentlich gar nicht werden, sein Lieblingsinstrument war die Geige. Das Klavier machte ihm „zu viel Bimbambum“.

Sein Publikum brachte er zur Verzweiflung, wenn er immer wieder Konzerte absagte und nur alle paar Jahre mal ins Aufnahmestudio ging. Die Veranstalter trieb er zur Weißglut, wenn er mit eigenem Flügel und Klaviertechniker anreiste. Arturo Benedetti Michelangeli war eben Perfektionist. Dafür gelten seine (wenigen) Einspielungen der Werke u.a. von Debussy, Brahms, Schumann und Paganini noch heute als Referenzaufnahmen. Am 5. Januar 2020 würde der Ausnahmepianist 100 Jahre alt werden.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Georg Friedrich Händel: Almira, Königin von Castilien

Die Zusammenarbeit von Radio Bremen mit dem Boston Early Music Festival hat schon für etliche Höhepunkte an Operneinspielungen gesorgt. Zuletzt hat man sich der ersten Oper G. F. Händels angenommen: „Der in Krohnen erlangte Glückswechsel, oder: Almira, Königin von Castilien“, so der Originaltitel des 1705 an der Hamburger Oper am Gänsemarkt uraufgeführten Werks – Händel war damals gerade 20 Jahre alt. Eine Königin Almira von Castilien gab es übrigens nicht, alles ist hier frei erfunden, wenngleich man Anregungen durch Ereignisse der spanisch-maurischen Zeit im 12. Jahrhundert vermutet.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: His Master’s Choice [38] Patricia Kopatschinskaja

Ausschnitte aus: Galina Ustwolskaja: Dies Irae, für 8 Kontrabässe, Holzwüfel und Klavier; Ludus Gravis, Klavier und Leitung: Marino Formenti | Michael Hersch: Violin Concerto; Patricia Kopatchinskaja; International Contemporary Ensemble, Leitung: Tito Muñoz | György Kurtag: Kafka-Fragmente, für Sopan und Violine; Patricia Kopatchinskaja, Stimme und Violine | Márton Illés: Rajzok oder Torso V, für Streichquartett; Asasello Quartett | György Ligeti: Violinkonzert; Patricia Kopatchinskaja; hr-Sinfonieorchester, Leitung: Peter Eötvös | Francisco Coll: Four Iberian Miniatures, für Violine und Orchester; Augustin Hadelich; Britten Sinfonia, Leitung: Thomas Adès | Boris Yoffe: aus dem Quartettbuch; Rosamunde Quartett

Erstellt die Radioumschau. Freak.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.