Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 04.11. bis 10.11.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 45. Schwerpunkte: 30 Jahre Mauerfall – wo sind die Komponisten der DDR geblieben? | Die Mauer fällt – Musik zur Wiedervereinigung | Neue Musik in der DDR | Klänge aus einem verschwundenen Staat – Neue Musik in der DDR | „… die durch die Mauer kamen“ – Reisende Musiker zwischen Ost und West | Pianisten in der DDR (4/4) – Annerose Schmidt und Peter Rösel | Avantgarde und Agitation? Fragen an das zeitgenössische Lied in der DDR | Aufschwung Ost … Wien Modern 2019 | Donaueschinger Musiktage 2019 | Saarbrücker Sommermusik 2019 | Masse-Effekte als kompositorisches Mittel | Kann Musik politisch sein? |

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben

Folge 54 –Master Mind Gruppe für Musiker – Was ist eine Master Mind Gruppe?

Die Sopranistin Irene Kurka erzählt dir, warum und wie sie eine eigene Master Mind Gruppe begründet hat und welche Vorteile diese Gruppe bringt.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


04.11.2019


21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Neue Musik aktuell – mit Andreas Göbel

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Es waren einmal: Helden der Neuen Musik im Serial Camp von Darmstadt

Von Armin Köhler. In dieser Sendung steht ein Ort im Zentrum des Interesses, in dem zu bestimmten Zeiten musikalische Permutationssysteme wie andernorts Briefmarken gehandelt wurden. Die Rede ist von Darmstadt, jener Stadt, in der seit 1946 sich die neugierige Jugend der musikalischen Welt trifft. Die Sendung konzentriert sich auf die 50er- und 60er-Jahre der Darmstädter Ferienkurse, als sie von Heroen der Neuen Musik wie Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen oder Henri Pousseur geprägt wurden. Die Anekdoten aus der Darmstädter Schule sind mittlerweile aufgrund der begrenzten Lebenszeit von Helden zu einer Séance des Serialismus geworden. (Wiederholung einer Sendung aus der Sendereihe „Erlebte Geschichte“ vom 26. Juni 2006)

23:03 – 24:00 | Ö1
Das Arditti Quartet bei Wien Modern 2019

Wien Modern 2019. Das Arditti Quartet spielt Werke von Clara Iannotta, Younghi Pagh-Paan und Klaus Lang. Das Arditti Quartet ist Stammgast beim Festival Wien Modern und präsentierte im Wiener Konzerthaus ein Programm mit neuen Werken, darunter eine Uraufführung von Klaus Lang. Konzeptionell bemerkenswert war der heurige Auftritt des legendären Ensembles auch, weil Wien Modern bewusst das Programm eines jungen österreichischen Ensembles am selben Abend im selben Saal angesetzt hatte: Dieses Konzert des Black Page Orchestra senden wir morgen in „Zeit-Ton“.

Zum Programm des Arditti Quartets: Clara Iannotta taucht hinab in eine imaginierte „Tiefsee-Landschaft, der untersten Ebene des Ozeans, in der ständiger Druck und unablässige Bewegung den Stillstand der Zeit zu formen scheinen“. Younghi Pagh-Paan wagte mit 71 Jahren ihr erstes Streichquartett, inspiriert u.a. von einem Zitat der französischen Philosophin und Mystikerin Simone Weil: „Wellen. Gesamtes und Teile. Dasselbe und das Andere. Horizont auf hoher See. Wir sind von unserem eigenen Blick eingekreist.“ Klaus Langs viertes Streichquartett steht für einen Moment der Rückbesinnung auf ganz einfache Intervallstrukturen. Durch die Sitzordnung nebeneinander in nicht zu engen Abständen erschließt er mit einer Art Breitwand-Fläche neue Klangräume.

Wir senden die Teilwiedergabe eines Konzerts vom Samstag, 2. November 2019, von Ö1 aufgenommen im Wiener Konzerthaus. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

05.11.2019

00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Mit dicken Pinseln malen – Masse-Effekte als kompositorisches Mittel

Von Julian Kämper. Die Masse macht’s: wenn dichte Klanggebilde eine beeindruckende Wirkung entfalten und sogar physisch überwältigen.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Ludwig Thuille: „Theuerdank“, Ouvertüre (Münchner Rundfunkorchester: Georg Schmöhe); Walter Braunfels: Symphonische Variationen über ein altfranzösisches Kinderlied, op. 15 (Münchner Symphoniker: Hansjörg Albrecht); Richard Strauss: „An den Baum Daphne“ (Orkan Tekbacak, Knabensopran; Dorothea Voßmeier, Sopran; Mitglieder des Knabenchors Hannover; Norddeutscher Figuralchor: Jörg Straube); Hans Grimm: „Traumbilder“ (Münchner Philharmoniker: Rudolf Alberth); Klaus Pringsheim: Konzert C-Dur, op. 32 (Münchner Philharmoniker: Klaus Pringsheim)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: 30 Jahre Mauerfall – wo sind die Komponisten der DDR geblieben?

Von Margarete Zander. Wir erinnern an einige der jüngst verstorbenen Komponisten, die sich in der DDR einen Namen gemacht hatten und nach der Wende ihren Einfluss fortsetzen konnten, wie Georg Katzer, Friedrich Goldmann und Friedrich Schenker. Und wir schauen auf die, die heute noch aktiv sind und in der DDR begonnen haben zu komponieren, wie Steffen Schleiermacher, Helmut Oehring und Siegfried Matthus.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Faszination Neue Musik

Houtaf Khoury: „Gardens of Love“. Von Dimitri Ashkenazy und Thorsten Preuß

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 ars acustica: Das Hörspiel vom Hörspiel 2019 – Werke aus dem Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis

Vorgestellt von Julia Cloot. Regie: die Autorin. (Produktion: SWR 2019). 1931 führte Friedrich Bischoff, damals Intendant in Breslau, bei der „Rundfunk- und Phonoschau Berlin“, dem Vorläufer der heutigen Funkausstellung, Ausschnitte aus neuen Hörspielproduktionen vor. Er gab seiner Beispiel-Sammlung aus der Entwicklungsarbeit der Radiokunst den Titel „Das Hörspiel vom Hörspiel“.

Unter diesem Titel stellen Mitglieder der unabhängigen Jury Werke aus dem jährlichen Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis vor – Werke der autonomen Radiokunst.

23:03 – 24:00 | Ö1
Die junge Generation bei Wien Modern

Wien Modern 2019. Das Black Page Orchestra mit neuen Werken von Kay Duncan David, Matthias Kranebitter, Sarah Nemtsov, Jorge Sánchez-Chiong u.a. Das 2014 in Wien gegründete Black Page Orchestra bezeichnet sich selbst als „Ensemble für radikale und kompromisslose Musik unserer Zeit“. In den fünf Jahren seines Bestehens hat es sich durch seine experimentierfreudige und vielseitige Programmgestaltung einen fixen Platz in der Veranstaltungsszene erarbeitet. Gründungsmitglied Matthias Kranebitter hat für Wien Modern einen Abend kuratiert, in dem vor allem die jüngere Generation von Komponistinnen und Komponisten vertreten war: Vom postdigitalen, binären Minimalismus bei Kaj Duncan David bis zum hart zugreifenden Punkrock-Gestus bei Hikari Kiyama bewies das Black Page Orchestra Mut zur Farbe. Auch die diesjährige Erste Bank Kompositionspreisträgerin Mirela IviÄeviÄ war der Gründung des Black Page Orchestra beteiligt. Sie war in diesem Konzert mit „Scarlet Song“ vertreten.

Wir senden die Teilwiedergabe eines Konzerts vom Samstag, 2. November 2019, von Ö1 aufgenommen im Wiener Konzerthaus. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


06.11.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Claus Kühnl: „Duplum“ (Mitglieder des Kammerorchesters Schloss Werneck: Claus Kühnl); Werner Jacob: „Quartett 1960“ (Mitglieder des Aulos-Bläserquintetts); Siegfried Fink: Konzert (Dmitriy Nedelev, Perkussion; Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Oliver Weder); Lorenz Schmidt: „Die Straße nach Areopolis“ (Ivan Tanzil, Gitarre); Volker Blumenthaler: „Glasnacht“ (Norma Enns, Sopran; Volker Blumenthaler, Violoncello; Ensemble L’art pour l’art); Elke Tober-Vogt: „CHAllenge“, op. 34 (Orchester Expression: Vladimir Chernikov)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Die Mauer fällt – Musik zur Wiedervereinigung

Der Mauerfall wurde auch musikalisch begleitet. Von „Crosby, Still & Nash“ etwa, die ihren Song vom Mauern-Einreißen „Chippin’ Away“ 1989 vorm Brandenburger Tor spielten, oder von Mstislaw Rostropowitsch, der am Checkpoint Charlie Cellosuiten von Bach aufführte.

Die untergegangene DDR aber wird von den Musikern im wiedervereinten Deutschland nicht vergessen. „Ich such die DDR“, skandiert die Punkband Feeling B, und der Chansonnier Thomas Pigor fordert sogar: „Baut den Palast der Republik wieder auf!“

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Neue Musik in der DDR

Mit Andreas Göbel. Die Wende vor dreißig Jahren war auch für die Komponistinnen und Komponisten der DDR ein Umbruch. Einige konnten auch im wiedervereinigten Deutschland mit ihren Werken präsent bleiben, andere waren dagegen kaum noch in Konzerten vertreten. Musik der Gegenwart verfolgt einige dieser Spuren.

21:30 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: „eventide“ – Abendzeit – Musikalische Ruhe mit Voces8

Werke u.a. von Paul Mealor, Anton Bruckner, Franz Biebl und Morten Lauridsen

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Donaueschinger Musiktage 2019: The curAItor

Joseph Houston (Klavier). Dong-Myung Kim: „Siseon“ für Klavier | Patricia Martínez: „Outside“ für Klavier | Andrés Guadarrama: „Colotomy“ für Klavier; Kompositionsauftrag des SWR. (Konzert vom 18.Oktober im Museum Art.Plus, Donaueschingen)

Kann eine Künstliche Intelligenz ein Konzertprogramm kuratieren? Mit der lernenden Software curAItor hat Nick Collins ein Programm entwickelt, das Musik hört, analysiert und bewertet. Der curAItor wurde anhand von 100 Klavierwerken der Neuen Musik geschult. Aus den Einsendungen einer offenen Ausschreibung wählte der curAItor drei Werke zur Aufführung aus.

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Nina Polaschegg


07.11.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Festival Time: Spans – Mary Flagler Cary Hall, New York

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Herbert Baumann: „Alice im Wunderland“, Ballett (NDR Radiophilharmonie: Herbert Baumann); Konstantia Gourzi: „Wunde I Wunder“, op. 73 (Claudio Estay, Schlagzeug; Kammerensemble der Bayerischen Staatsoper: Konstantia Gourzi); Widmar Hader: „Drei Abendlieder“ (Kaufbeurer Martinsfinken: Gottfried Hahn)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Kann Musik politisch sein?

Kann Musik politisch sein? Die Frage ist sicher leichter zu beantworten als die Gegenfrage: Kann Musik unpolitisch sein? Musik wurde und wird wie jegliche andere Kunst selbstverständlich auch für politische Zwecke genutzt und instrumentalisiert. Mitunter entstand sie sogar für politische Zwecke. Jede Nationalhymne, jede Marschmusik dient einem politischen Zweck. Selbst die höfische Barockmusik war politisch, weil Sie zu einem wesentlichen Teil den Repräsentationszwecken eines Herrschers diente. Und es gibt natürlich auch erklärte politische Musiker wie Hanns Eisler oder Paul Dessau, die mit ihren Werken ganz gezielt politisch wirken und ihre Kunst in den Dienst einer gesellschaftlichen und politischen Aussage und Aufgabe stellen wollten. In seiner Sendung widmet sich Robert Jungwirth unterschiedlichen Formen von politischer Musik und stellt dar, was sie politisch macht.

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Saarbrücker Sommermusik 2019

Konzert des In.Zeit Ensembles. Manfred Becker: Berlin Firmament | Wollie Kaiser: – Pair de trois; – Encore une fois. sowie Improvisationen. Aufnahme vom 29. August aus der Kettenfabrik St. Arnual

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Das Schlagzeug, Teil 3 von 4 von Barbara Eckle

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Diese Nacht wird alles anders – Discoteca Paraiso

Von Roland Schimmelpfennig. Mit: Mareike Beykirch, Achim Buch, Felix Goeser, Shenja Lacher, Nicola Ruf (Gesang) und Natali Seelig. Musik: Another Plus. Einrichtung und Regie: Klaus Buhlert. (Produktion: SWR 2016)

»‘Komme ich hier am Türsteher vorbei?’ Lässt der einen rein ins Paradies? Die Situation ist banal, Alltag in jeder Partynacht. Jedoch Roland Schimmelpfennig macht daraus etwas Grundsätzliches. Es geht um alles, weil Kuba jetzt frei ist und alles möglich scheint. Man muss nur erkennen, ob man am richtigen oder am falschen Ort ist. Im Himmel oder in der Hölle. Die Figuren des Hörspiels sind keine Menschen, sondern fünf schnell wechselnde Hashtags – und doch entstehen in diesem Chaos Momente der Wahrhaftigkeit und größter Nähe«, meinte Stefan Fischer in der SZ anlässlich der Ursendung.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Klänge aus einem verschwundenen Staat – Neue Musik in der DDR

In der öffentlichen Wahrnehmung standen sie stets im Schatten ihrer westdeutschen Kollegen: Während Stockhausen, Henze und Rihm zu Ikonen der Avantgarde wurden, blieben Komponisten aus der DDR wie Reiner Bredemeyer, Friedrich Schenker oder Jörg Herchet im wiedervereinigten Deutschland vergleichsweise unbekannt. Auch heute, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, ist Neue Musik aus der DDR noch immer so etwas wie Terra incognita. Die Anerkennung kommt langsam, leider oft auch erst posthum: erst nach und nach spiegelt sich der kompositorische Rang von Komponisten wie Friedrich Goldmann oder Georg Katzer auch im Konzertleben und in der Diskographie. Woran liegt das? Und was könnte bleiben von der Musik, die in der DDR komponiert wurde? Thorsten Preuß unternimmt, unterstützt von Experten wie dem Leipziger Pianisten und Komponisten Steffen Schleiermacher und dem Berliner Musikwissenschaftler und Intendanten Frank Schneider, eine Bestandsaufnahme.

23:03 – 24:00 | Ö1
Die Uraufführung des utopischen Werkes Consumnia von Sehyung Kim

musikprotokoll 2019. Consumnia von Sehyung Kim. Der 1987 in Kasachstan geborene Komponist Sehyung Kim nimmt das Publikum mit in das späte 21. Jahrhundert. Es herrscht Krieg, die Armen werden immer ärmer und die Zahl der Menschen reduziert sich. Recycling ist auf unterschiedlichen Ebenen ein Thema: in einem „Waste Shop“ entdeckt jemand auf der Suche nach seiner verschwundenen Liebe schreckliche Dinge – Menschen werden als Ersatzteillager für verwundete Soldaten verwendet. Der Regisseur Olivier Tambosi inszenierte diese Uraufführung – ein Preisträgerwerks des 7. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs des Landes Steiermark – mit Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Kooperation mit dem ORF musikprotokoll im steirischen herbst unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Hattinger. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


08.11.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Kurzstrecke 91 – Feature, Hörspiel, Klangkunst

Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel. Produktion: Autoren / Deutschlandfunk Kultur 2019. Länge: 54’30. (Wdh. v. 31.10.2019)

Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen regelmäßig innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke vor.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Adriana Hölszky: „Countdown“ (Daniel Gloger, Countertenor; Malte Burba, Georg Birner, Lutz Mandler, Paul Hübner, Trompete, Alphorn; Armin Rosin, Berthold Schick, Dieter Eckert, Viacheslau Chumachenka, Posaune, Alphorn; Markus Stange, Anna Zassimaova, Yukiko Naito, Jürg Henneberger, Klavier; Thomas Hastreiter, Sebastian Hausl, Wolfram Winkel, Alexander Glöggler, Philipp Jungk, Martin Ruhland, Werner Hofmeister, Stefan Blum, Schlagzeug); Jan Müller-Wieland: Klaviertrio Nr. 3 – „Se solen sjunker“ (Siegfried Mauser, Klavier; Gottfried Schneider, Violine; Sebastian Hess, Violoncello); Dieter Acker: Trio (Hermann Rid, Steffen Schmitt, Saxophon; Robert Jobst, Klavier); Gábor Péter Mezei: Klavierkonzert – „Ungarische Revolution 1956“ (Dmitrij Romanov, Klavier; Projektorchester der Hochschule: Florian Erdl); Bernd Redmann: „Metro“ (Klaus-Peter Werani, Viola)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „… die durch die Mauer kamen“ – Reisende Musiker zwischen Ost und West

Von Bettina Mittelstraß. „Ich bin eine Provinznudel gewesen“, sagt der weltberühmte Tenor Peter Schreier, der 1935 in Dresden geboren wurde. „Wenn ich über die Grenze fuhr und wieder in der DDR war, hatte ich das Gefühl, ich bin wieder zuhause.“ Die westlichen Medien nannten ihn Weltbürger, gleichwohl er Bürger der DDR war. Peter Schreier sang lange vor 1989 auf den berühmtesten Bühnen der Welt und gastierte ab 1967 über zwanzig Sommer lang bei den Salzburger Festspielen – mit Familie. Er verschaffte der DDR im Kulturbereich ein willkommen weltläufiges Image und wurde dafür mit Dauervisum und Sonderstatus ausgestattet. In ganz anderer Form galt das auch für den 1927 geborenen Herbert Blomstedt. Der international erfolgreiche schwedische Dirigent leitete von 1975 bis 1985 die Staatskapelle Dresden und pendelte zwischen Schweden und der sozialistischen Diktatur hin und her. Durchlässig war die Mauer zwischen Ost und West auch für ganze Klangkörper wie das Gewandhausorchester Leipzig oder das Bundesjugendorchester; undurchlässig aber von jetzt auf gleich für das DDR-Geigenwunderkind Franziska Pietsch aus Halle an der Saale. Das zehnjährige Ausnahmetalent wurde vom DDR-Regime besonders gefördert – bis der Musiker-Vater im Westen blieb. Fünf Zeitzeugen der damaligen Musikszene erinnern sich an ihre Reisefreiheit zwischen Ost und West und deren Tücken und Grenzen.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: „What are you listening for „ von Black Spirituals

What are you listening for. Von Black Spirituals. documenta 14/DKultur 2017. Black Spirituals fragen: Worauf horchst du? Und denken über Sinn und Zweck des Hörens und über den Fokus der Aufmerksamkeit nach. Das Hörstück entstand im Rahmen der von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Marcus Gammel kuratierten Radiokunst-Ausstellung Every Time A Ear di Soun für die „documenta 14“ und wurde von acht Rundfunksendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Der Titel der Ausstellung ist einem Song des jamaikanischen Dub-Poeten Mutabaruka entlehnt. Er bedeutet „Immer wenn ich den Klang höre“. What are you listening for war 2018 nominiert für den Radiokunst-Wettbewerb der Europäischen Rundfunkunion Palma Ars Acustica.

Black Spirituals ist das elektroakustische Duo Zachary James Watkins und Marshall Trammell. Zusammenarbeit unter anderem mit dem Sun Ra Arkestra, unter der Leitung von Marshall Allen.

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Pianisten in der DDR (4/4) – Annerose Schmidt und Peter Rösel

Von Wolfgang Rathert. Das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls nehmen wir zum Anlass, an namhafte Pianisten der DDR zu erinnern. Neben den künstlerischen Verdiensten der Musiker soll auch der jeweilige Lebensweg mit all seinen Brüchen thematisiert werden.

Annerose Schmidt (*1936), Schülerin von Hugo Steurer, gelang es vor dem Mauerbau, sich durch Preise bei internationalen Wettbewerben und den anschließenden Tourneen eine internationale Karriere aufzubauen. Sie gehörte zu den Künstlerinnen, die in den DDR-Medien äußerst präsent waren. 1990 wurde sie Rektorin der Hochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Peter Rösel, geboren 1945, studierte in Moskau bei Dmitri Baschkirow und Lew Oborin. Während seiner langen, bis heute anhaltenden Karriere konzertierte er in über 40 Ländern. Ihn verband eine enge künstlerische Freundschaft mit den Dirigenten Kurt Masur und Kurt Sanderling.

23:03 – 24:00 | Ö1
Die lange Nacht der wiedererrungenen Musik

Wiederaufnahme – Vom Zurückkommen der Musik. Gestaltung: Irene Suchy


09.11.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „…die durch die Mauer kamen“

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Week-End Fest # 9 (1)

Eiko Ishibashi; Tirzah; Lafawndah. Aufnahmen vom 18. und 19. Oktober aus der Stadthalle Köln-Mülheim

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Avantgarde und Agitation? Fragen an das zeitgenössische Lied in der DDR

Von Anna Schürmer. Wie wenig klischeehaft die ostdeutsche Musik zu bewerten ist, zeigte sich im Mai 2019 in Hannover, wo die Hochschule für Musik, Theater und Medien dem ostdeutschen Kunstlied unter dem Motto ‚Unter dem Radar’ ein dreitägiges Symposium mit diversen Konzerten widmete. Internationale Studierende mehrerer deutscher Musikhochschulen boten unterschiedliche Programme, welche die Diversität der zeitgenössischen Musik in der DDR vor Ohren führten: von der apolitisch-konformistischen Dresdner Schule, über Vertreter einer inneren Emigration bis zu den avancierten Berliner Komponistenkreisen, deren Vertreter der Neuen Musik westlicher Prägung in Sachen Experiment kaum nachstanden – aber einen politisch querständigen Impetus pflegten, der bis heute nachhallt. Autorin Anna Schürmer nutzte die Veranstaltungstage und sprach mit den Aufführenden: Wie wirken diese Lieder heute? Was denken junge Menschen heute über diese Musik? Gibt es überhaupt etwas Ostdeutsches in der Musik?

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner Werkzeuge der Neuen Musik – Die Orgel, Teil 2 von 2 – von Michael Hoeldke


10.11.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Magischer Mond – Musik vom Erdtrabanten

Eigentlich müsste er ja schon genug von uns haben, der Mond. Oder zumindest von der Musik, die von der Erde zu ihm heraufdringt.

Kaum eine Naturerscheinung wird so oft besungen wie der Erdtrabant, wenn er nachts am Himmel steht. Mit seinem sanften Licht rührt er ganz besondere Saiten in uns an. Vielfältig sind die Klänge, die die Komponisten für die musikalische Beschreibung des Mondlichts gefunden haben.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: English Gentleman Power

Diese Überschrift bezog sich nicht nur auf den Gentleman, der dem Orchester vorstand: Sir Roger Norrington sondern auch auf die Komponisten, die das englische Musikleben im hohen Maße geprägt hatten. Wir senden den Konzertmitschnitt vom Juni 2016, aufgenommen in der Bremer Glocke.

22:08 – 22:55 | Ö1
Das Shape Jahr 2019 in ICAS Radio (Teil 2) – Das Klang-Universum der Plattform Shape

In zwei Zeit-Ton extended Ausgaben im August tauchen wir in das vielgestaltige Klang-Universum der Plattform Shape für spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst ein. Ins Leben gerufen wurde sie im Dezember 2014 von 16 Festivals des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, das vor elf Jahren vom ORF musikprotokoll im steirischen herbst mitbegründet wurde. Gemeinsam werden jedes Jahr 48 Künstler/innen und Projekte ausgewählt, auf die dann jeweils zwölf Monate lang die ICAS Scheinwerfer gerichtet sind. Einige davon werden Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn in diesen zwei Zeit-Ton Ausgaben näher vorstellen, – und dabei auch den einen und anderen Abstecher in die Shape Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 unternehmen. Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Aufschwung Ost

Bernd Franke: Konform-Kontraform, Szene für 8 Instrumente; Gruppe Neue Musik Hanns Eisler, Leitung: Christian Münch | Georg Katzer: Mein 1989, Radiostück; Georg Katzer, Textcollagen / Sprecher; Realisation: Studio des Komponisten, Georg Morawietz, Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg | Georg Katzer: Offene Landschaft mit obligatem Ton e für Orchester; Chamber Orchestra of Europe, Leitung: Peter Eötvös | Reiner Bredemeyer: Aufschwung Ost – unter treuhänderischem Missbrauch der Nr. 2 aus den Phantasiestücken op. 12 von Robert Schumann, Quartettstück 4 für Klavier, Oboe, Schlagzeug und Tuba; Gruppe Neue Musik Hanns Eisler

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Erstellt die Radioumschau. Freak.

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