Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 28.10. bis 03.11.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 44. Schwerpunkte: Neue Musik aus Island | George Crumb zum 90. Geburtstag | musikprotokoll 2019 | Marcus Schmickler | Donaueschinger Musiktage 2019 | klingende Ökovisionen | Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik | Queeres Komponieren | Maximilian Marcoll | Hermann Meier | Klaviermusik von Johannes Kreidler | Wem nützen Musikwettbewerbe? | Pianisten in der DDR (3/4) – Manfred Reinelt und Elfrun Gabriel | Musik zur Wiedervereinigung.

Werbung


nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben

Folge 53 –Interview with Eva-Maria Houben (in english) composer, pianist, author, professor, musicologist

Eva-Maria Houben tells you how making music is connected to your everyday life. She is has published the book „Musical practice as a form of life“ in which she describes the „doing“, connection and process of the interpreters in various settings in a performance. The audience is always part of the perfomance; Eva-Maria explains why and how that is. She talks about trust, friendship and wandelweiser.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


28.10.2019


21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Neue Musik aus Island

Mit Margarete Zander. Wer an Musik aus Island denkt, hat womöglich zuerst die Pop-Sängerin und Performerin Björk im Kopf. Aber auch die klassische Musikszene hat mit dem Pianisten Víkingur Ólafsson einen immer prominenter werdenden Vertreter. Im Bereich der Neuen Musik setzt das in Berlin beheimatete deutsch-isländische Ensemble Adapter seit Jahren Maßstäbe.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Kosmische Konstellationen – George Crumb zum 90. Geburtstag

Von Dirk Wieschollek. George Crumb hat die Musik des 20. Jahrhunderts mit einer Mystik bereichert, die keine esoterischen Untiefen bedient. Insbesondere im Klavier entstand eine Poesie des Nächtlichen, die Zahlensymbolik und Astrologie, differenzierte Geräuschfarben und Fragmente bereits existierender Musik zu neuartigen Klangkonstellationen mischte: Eine Musik, die „in tempore Belli“ (in Zeiten des Krieges) – so Crumbs Eintrag in sein Streichquartett Black Angels – die Abgründe menschlicher Existenz ebenso berührt wie Erfahrungen des Transzendenten.

23:03 – 24:00 | Ö1
Neue Streichquartette aus der Ukraine: musikprotokoll 2019. Das Österreich-Debüt des Danapris Streichquartetts

Als würde Danubius alias Donau nicht für Walzer, sondern für Avantgarde stehen: Wovon wir in Österreich nur träumen können, ist seit letztem Jahr in der Ukraine Realität: Danapris alias Dnjepr nennt sich ein äußerst engagiert für die Moderne auf- und eintretendes Streichquartett. Vier junge, exzellente Musiker – drei Männer und eine Frau – widmen sich ganz dezidiert den neuesten Klängen. Im Repertoire des Danapris String Quartet findet sich nicht nur ukrainische, sondern beispielsweise auch österreichische zeitgenössische Musik. Beim musikprotokoll gab das Danapris Streichquartett sein Österreich-Debüt mit drei aktuellen Positionen ukrainischer Musik für Streichquartett von Maxim Shalygin, Maxim Kolomiiets, Adrian Moсanu und Walentyn Sylwestrow. Eine Teilwiedergabe des Konzerts vom 5. Oktober 2019 im Grazer Kongress. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


29.10.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Vom Datenraum zum Klangraum – Der Kölner Komponist Marcus Schmickler

Von Hubert Steins. Marcus Schmickler ist ein Grenzgänger zwischen Elektronik und instrumentaler Komposition, der sich für seine Werke häufig der Sonifikation von Daten bedient.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Carl Mansker: „Der Fächer im Herbst“, op. 13 (Ursula Hennig, Sopran; Linda Marianiello, Flöte; Kazue Tsuszki, Klavier); Wolfgang Zoubek: „Geräusche des Windes“ (Elisabeth Weinzierl, Edmund Wächter, Flöte); Peter Schöbach: Drei Lieder (Anja Jergius, Sopran; Martin Wolfrum, Klavier); Roland Leistner-Mayer: Streichquartett Nr. 5, op. 147 (Yuki Kasai, Max Peter Meis, Violine; Kelvin Hawthorne, Viola; Olivier Marron, Violoncello); Widmar Hader: „Vom menschlichen Dasein“; „Einsamer Wolf“ (Malinconia-Ensemble Stuttgart); Russell Smith: Sinfonia concertante (Vladimir Haas, Harfe; Syrinx-Quintett; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Fritz Rieger)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Donaueschinger Musiktage vom 18. – 20.10.2019

Von Margarete Zander. Mit „Glücklich, glücklich, Freude, Freude“ Matthew Shlomowitz werden die Musiktage eröffnet. Komponiert haben u.a. Marco Ciciliani, Simon Steen-Andersen, Mark Andre, Gordon Kampe, Alberto Posadas, Beat Furrer, Johannes Boris Borowski und Nina Senk, Lidia Zielinska, Saed Haddad und Eva Reiter. Wir bringen Sie auf den neuesten Stand der Entwicklung für neueste Orchesterwerke und mehr und geben Ihnen kurze musikalische Eindrücke.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Von Käfern, Kiefern und dem Klimawandel

Die klingenden Ökovisionen des Schweizer Komponisten, Sounddesigners und Umweltakustikers Marcus Maeder. Eine Sendung von Julia Schölzel

23:03 – 24:00 | Ö1
Zeitgenössische Klänge aus Bludenz: Schallfeld-Debut bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik

Seit über 30 Jahren sind bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik alljährlich im Herbst interessante und vor allem neue Klänge zu hören. Das „älteste“ beim diesjährigen Festival präsentierte Werk wurde vor 19 Jahren komponiert. Insgesamt standen in fünf Konzerten 13 Uraufführungen auf dem Programm. Das Grazer Schallfeld Ensemble war zum ersten Mal bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik zu Gast und präsentierte neue Werke der Ukrainerin Anna Korsun, des Russen Alexander Khubeev und der italienischen Dirigentin und Komponistin Sara Caneva. (Mitschnitt vom 4. Oktober 2019, Remise Bludenz). Gestaltung: Stefan Höfel


30.10.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Wolfram Graf: Suite symphonique (Martin Seel, Flöte; Chie Honda, Klavier); Hans-Günter Brodmann: „Musica sacra“, Percussion Fantasies (Hans-Günter Brodmann, Perkussion); Uwe Strübing: „Blick vom Turm“, op. 69 (Prometheus Trio); Cornelius Hummel: Adagio memore (il capriccio: Friedemann Wezel)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Winterreise pauschal – Neue Schubert-Klänge

Berühmte Musikwerke rufen immer bald Bearbeiter auf den Plan. So auch Schuberts „Winterreise“, seien es Orchestrierungen, Chorfassungen oder Kammermusik-Versionen.

Aus dem ursprünglichen Liederzyklus für Männerstimme und Klavier lässt sich eine Menge machen. Selbst Schauspieler wie Barbara Sukowa und Josef Bierbichler singen die Lieder. Hannes Wader zupft dazu die Gitarre. Und Greta Keller brachte schon in den 1930er Jahren Schubert zum Swingen.

21:01 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: Leipziger Disputation – Calmus Ensemble trifft auf amarcord

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Queeres Komponieren mit politischem Anspruch: Laure M. Hiendl

Mit Eckhard Weber. Komponist*in Laure M. Hiendl (Berlin/New York) begreift sich bezüglich des eigenen Genders als non-binär. Doch nicht nur starre Geschlechterpolarisierungen sind bei Laure M. Hiendl aufgelöst. Auch Grenzen zwischen Genres und Gattungen, Werk und Interpretation, Aufführenden und Publikum werden gesprengt, Zeithierarchien aufgehoben.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik – LIVE: Maximilian Marcoll: Amproprifications

Der Komponist im Gespräch mit Michael Rebhahn. Amproprifications – ein Kofferwort aus appropriation (Aneignung) und amplification (Verstärkung) – heißt die Stückreihe, an der der Komponist Maximilian Marcoll seit 2016 arbeitet. Bestehende Werke anderer Komponisten erhalten hier durch Lautstärkeveränderungen in Echtzeit ein völlig anderes Erscheinungsbild. In der SWR2 JetztMusik LIVE stellt Marcoll gemeinsam mit dem Saxofonisten Mark Lorenz Kysela die Amproprifications vor.

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen. Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Nina Polaschegg


31.10.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Hermann Meier

Stück für großes Orchester (1960). basel sinfonietta. Leitung: Jürg Henneberger / Stück für Klavier, elektrische Orgel und Cembalo (1969). Ensemble Neue Horizonte Bern: Erika Radermacher, Klavier, Katharina Weber, Cembalo. Urs Peter Schneider, elektrische Orgel / Stück für Orchester mit zwei Klavieren (1968). Dominik Blum und Tamriko Korzaia, Klavier. basel sinfonietta. Leitung: Jürg Henneberger

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Heinz Störrle: Konzert (Hans Wolf, Giuseppe Solera, Otto Staniloi, Norbert Nagel, Saxophon; Münchner Rundfunkorchester: Iain Sutherland); Joseph Suder: Sonate Nr. 1 (Bettina Lenz, Violine; Sylvia Hewig-Tröscher, Klavier); Hans Mielenz: Konzert Es-Dur, op. 98 (Sepp Bichler, Michael Gartner, Christian Weimer, Horn; Akademisches Blasorchester München: Michael Kummer); Bernd Scholz: „Japanisches Gitarrenkonzert“ (Siegfried Behrend, Gitarre; Münchner Rundfunkorchester: Curt Cremer); Heinz Benker: Concertino (Jörg Widmann, Klarinette; Kammerorchester des Pestalozzi-Gymnasiums München: Ferdinand Preis)

20:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: König Davids Vermächtnis

Im Dezember 2017 spielten die Bremer Philharmoniker ihr viertes Saisonkonzert unter dem Motto „König Davids Vermächtnis“. Als Solistin trat die Harfenistin Amandine Carbuccia mit in der Glocke auf. Auf dem Programm standen Werke von Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Reinecke. Wir senden den Mitschnitt.

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Klaviermusik von Johannes Kreidler in neuen Aufnahmen von Martin Tchiba u.a.

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Das Schlagzeug, Teil 2 von 4

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: We ♥ Israel – Staffel 2 (2/2)

Hörspiel-Serial von Noam Brusilovsky und Ofer Waldman. Mitarbeit Folge 4: Tobias Herzberg

Mit: Stephan Wolf-Schönburg, Dor Aloni, Shirly Lev, Zizo Abul Hawa u. a. Komposition: Tobias Purfürst. Regie: Noam Brusilovsky. (Produktion: SWR 2019 in Kooperation mit Deutschlandradio)

Wie lebt sich denn die Liebe zwischen Israelis und Deutschen in Berlin und dem Rest von Deutschland? In der zweiten Staffel des Serials „We love Israel“ weiß niemand, was wahr und falsch, was O-Ton oder Fiktion ist. In diesem heiteren und unterhaltsamen Rätselraten geht es um so ernste Themen wie Kampfsportarten als deutsch-israelisches Überlebenstraining, einen improtierten israelischen Geliebten für das Berliner Clubvergnügen bis hin zur Einbürgerung, da man aus der Geschichte weiß: Jeder Israeli braucht mindestens zwei Pässe – und ein deutscher sollte schon dazu gehören.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Helmut Zapf: Streichquartett Nr. 3 (Sonar Quartett); Ivan Fedele: Streichquartett Nr. 1 (Arditti Streichquartett); Peter Ruzicka: „Clouds 2“ (Minguet Quartett; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Peter Ruzicka)

23:03 – 24:00 | Ö1
Arash Azadi im Zeit-Ton Portrait. musikprotokoll 2019. Die facettenreiche Musik des Arash Azadi.

Arash Azadi ist ein junger iranischer Komponist und interdisziplinär arbeitender Künstler mit Wohnsitz in der armenischen Hauptstadt Jerewan. In seiner audiovisuellen Installation „Karvan Sara 4050“, die beim diesjährigen musikprotokoll Anfang Oktober in der Akademie Graz live zu erleben war, werden die historischen Karawansereien, Orte, an denen sich Händler aus Ost und West entlang der Seidenstraße trafen, zur Metapher für die Kaukasusregion als Knotenpunkt der Kulturen.

2019 wurde Azadi vom musikprotokoll für die Plattform Shape für spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound nominiert. Gestaltung: Susanna Niedermayr


01.11.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Auf der Spur von Sadok B

Von Marie Guérin in Zusammenarbeit mit Anne Kropotkine. Komposition, Realisation, Fieldrecordings und Tonaufnahme: Marie Guérin. Recherche: Marie Guérin und Anne Kropotkine. Sprecherin: Jana Klein. Autorenproduktion 2019. Länge: 41’36. (Ursendung)

Ein tunesischer Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg singt für einen deutschen Ethnologen in einen Phonograph. Gut 100 Jahre später rekonstruiert die Klangkünstlerin Marie Guérin seine Geschichte.

Die Reise beginnt mit einer Schellackplatte. Darauf zu hören ist der Gesang des tunesischen Soldaten Sadok B., der als Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs in die Hände der Deutschen gefallen war. Die Aufnahme entstand 1916 zu kolonialen Forschungszwecken im Gefangenenlager Wünsdorf in Brandenburg. Die Klangkünstlerin Marie Guérin fährt die Stationen im Leben des Sadok B. ab. In ihrer Radiokomposition erzählt sie Geschichten von Exil und Migration, von Lücken im kollektiven Gedächtnis. Sie verbindet die Gegenwart mit der Zeit des Ersten Weltkriegs, Wünsdorf mit Frankreich und Tunesien.

Marie Guérin, geboren 1980 in Quimper, Frankreich ist Klangkünstlerin. Für ihre Radioarbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen darunter den INA-GRM Preis der Konzertreihe „Banc d’ Essai“ (2013) und den Prix Sacem Musique Concrète 2015. Ihr Hörstück „Même morts nous chantons“ (Deutschlandfiunk Kultur/France Culture/Elektroakustisches Studio der Akademie der Künste Berlin 2017) wurde mit dem Prix Phonurgia Nova 2018 ausgezeichnet.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Heinrich Hartl: „Wandlungen“, op. 115 (Mährisches Philharmonisches Orchester: Toshiyuki Shimada); Hans-Günther Allers: Quintett, op. 92 (Ensemble Kontraste); Rolf Rudin: „Der Spinnerin Nachtlied“ (musica-viva-chor bamberg: Fritz Braun); Andreas Dohmen: „Tempo giusto“ (Schlagquartett Köln; WDR Sinfonieorchester Köln: Stefan Asbury); Tobias Klaus Giesen: „… denkt er an Schumann …“ (Hába Quartett Frankfurt); Dieter Salbert: „Natur und Frieden“ (Katherina Müller, Sopran; Münchner Bachsolisten: Gerd Schaller)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Karrierestart im Schleudergang Oder: Wem nützen Musikwettbewerbe?

Von Johannes Jansen. Wer eine Klavierkarriere anstrebt, sollte nicht Peter Donohoe um Rat fragen, der 1982 im Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb erfolgreich war. „Die ehrliche Antwort ist“, sagte er einmal in einem Radiointerview, „lassen Sie es bleiben und werden Sie lieber Arzt oder Anwalt.“ Für alle, die es dennoch versuchen, führt kaum ein Weg daran vorbei, sich dem Schleudergang internationaler Musikwettbewerbe zu unterziehen. Aber die Konkurrenz ist hart und auch der Hauptpreis noch keine Karrieregarantie. Beispiele dafür, wie sich Siege in Niederlagen – und umgekehrt – verwandeln können, gibt es viele. Im BR-KLASSIK-Feature kommen ehemalige und aktuelle Preisträger zu Wort, aber auch Veranstalter, Juroren und Musikvermarkter, die dafür sorgen, dass sich das Wettbewerbskarussell schnell und immer schneller dreht.

22:30 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Pianisten in der DDR (3/4) – Manfred Reinelt und Elfrun Gabriel

Von Wolfgang Rathert. Das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls nehmen wir zum Anlass, an namhafte Pianisten der DDR zu erinnern.

Neben den künstlerischen Verdiensten der Musiker soll auch der jeweilige Lebensweg mit all seinen Brüchen thematisiert werden.

Manfred Reinelt (1932-1964) wurde nach seinem Studium bei Hugo Steurer dessen Oberassistent, er fühlte sich besonders der Neuen Musik verpflichtet. So war er der weltweit zweite Pianist, der die „Concord-Sonata“ von Charles Ives aufführte und einspielte. Sein Leben endete nach quälenden politischen Gängelungen 1964 jäh mit dem Freitod. Die ebenfalls früh verstorbene Pianistin Elfrun Gabriel war Schülerin von Amadeus Webersinke und Karl-Heinz Kämmerling. Sie war eine renommierte Interpretin romantischer Klaviermusik.


02.11.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Karrierestart im Schleudergang

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Revisted – Forum neuer Musik 2010

Serenade für H.E. | Friedrich Schenker: Foglio II | Niklas Seidl: Knolle. ,Wie in alten Zeiten: Hier kann man noch mit DM bezahlen!’ | Friedrich Goldmann: Lento-Szene

ensemble 20/21, Leitung: David Smeyers. Aufnahme vom 10.4.2010 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Die avancierte Jugend und die Musikstädte Köln und Berlin, Leipzig, Warschau und Amsterdam zusammen zu denken und zwischen ihnen Brücken zu schlagen, war Motto und Intention des Forums neuer Musik 2010 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Erstmals war hier das von David Smeyers geleitete ensemble 20/21 am Start. Die StudentInnen der Kölner Musikhochschule begaben sich thematisch auf Spurensuche in die Vergangenheit: Sie erkundeten die legendäre Gruppe Neue Musik ‚Hanns Eisler’ Leipzig und rekapitulierten musikalisch, was jene anderen damals in ihrer Jugend im Osten darboten. Eine andere junge Generation verlebendigte 40 Jahre danach, wie unverbraucht, frisch und substanziell Werke von Friedrich Goldmann, Friedrich Schenker und Reiner Bredemeyer zu ihrer Zeit waren. Niklas Seidl aus Köln komponierte dazu im Auftrag des Deutschlandfunks eine musikalische Referenz.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Orgel, Teil 1 von 2


03.11.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Die Mauer fällt – Musik zur Wiedervereinigung

Der Mauerfall wurde auch musikalisch begleitet. Von „Crosby, Still & Nash“ etwa, die ihren Song vom Mauern-Einreißen „Chippin’ Away“ 1989 vorm Brandenburger Tor spielten, oder von Mstislaw Rostropowitsch, der am Checkpoint Charlie Cellosuiten von Bach aufführte.

Die untergegangene DDR aber wird von den Musikern im wiedervereinten Deutschland nicht vergessen. „Ich such die DDR“, skandiert die Punkband Feeling B, und der Chansonnier Thomas Pigor fordert sogar: „Baut den Palast der Republik wieder auf!“

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Let The Peoples Sing 2019

Das große Finale des Chorwettbewerbs fand in Barcelona statt. Wir senden den Mitschnitt vom 13. Oktober, an dem auch der via-nova-chor aus München teilnahm.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Vorechos

Lutz Glandien: Und war es noch still für Ensemble; Ensemble Modern, Leitung: Paul Daniel | Jakob Ullmann: Alakata für 8 Instrumente; Gruppe Neue Musik Hanns Eisler, Leitung: Christian Münch | Helmut Zapf: – rivolto – (s’ouvrir et se changer) für Englischhorn, Viola und Kontrabass; ensemble recherche

Author profile

Erstellt die Radioumschau. Freak.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.