Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 29.07. bis 04.08.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 31: Ziemlich ausgedünnt in der Radiofestival-Zeit. Man sieht offenbar keinen Bedarf für derartige Sendungen. Die einen sind schließlich im Urlaub, die anderen auf Festspielreisen.

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

44 – Interview mit Martin Tchiba · Pianist und Komponist

Martin Tchiba erzählt Ihnen im Gespräch mit Irene Kurka, wie es zu seiner Idee der Social-Media-Klavier-Projekte kam und was diese Projekte bewirken. Er spricht und reflektiert über die Schnittstelle von analog und digital, zudem über sein Konzept der „Programmkompositionen“. Vernetzung und gegenseitige Inspiration haben auch Einfluß darauf, wie er seine Arbeitsprozesse organisiert.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


30.07.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Das kuratorische Prinzip – Der Siegeszug des Diskursiven in der Neuen Musik

Von Florian Neuner. (Wdh. v. 28.03.2017). Nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch im Musikbetrieb geht es nicht mehr nur um die autonomen Qualitäten von Kunst, sondern es drängen Vermittler und Konzepte in den Vordergrund.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

„Guitarissimo“: Nikolaus Brass: „Dialoghi d’amore VII“ (Doris Kreusch-Orsan, Violine; Johannes Tonio Kreusch, Gitarre); Stefan Blum: „Shikantaza“ (Stefan Barcsay, Gitarre); Enjott Schneider: „Prélude en rose“ (Johannes Klier, Gitarre; Seraphin Quartett); Stephan Stiens: „Hallraum – Ins Offene“ (Guitar Company); Hans Werner Henze: Trio (Klaus Wuckelt, Mandoline; Arnold Sesterheim, Gitarre; Karin Schmeer, Harfe); Günter Bialas: „Eichendorff-Liederbuch“ (Barna Kováts, Hans Koch, Gitarre; Chor des Bayerischen Rundfunks München: Wolfgang Schubert); Johannes Tonio Kreusch: „Spontaneous aspects“ (Johannes Tonio Kreusch, Gitarre), Herbert Baumann: Ballade (Sebastian Hess, Violoncello; Eugène Hölzer, Gitarre); Peter Jona Korn: Drei Stücke, op. 61 (Gerd Jan Bluhm, Gitarre); Robert Delanoff: Notturno (Bernhard Mahne, Violine; Gabriele Prediger, Gitarre)


31.07.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Andreas Dohmen: „Tempo giusto“ (Schlagquartett Köln; WDR Sinfonieorchester Köln: Stefan Asbury); Tobias Giesen: Vier Stücke (Tobias Giesen, Klarinette; Claudia Hübl, Klavier); Stefan David Hummel: „In one’s heart of hearts“ (Stefan Teschner, Violine; Klaus Jäckle, Gitarre; Sven Forker, Schlagzeug); Rainer Rubbert: Concertino Es-Dur (Ulrich Krieger, Saxophon; Universal Ensemble Berlin); Jeff Beer: Drei Haikus (Renate Schmitt, Flöte; Silvia Richter, Violine und Viola; Jeff Beer, Vibraphon und Marimbaphon); Herbert Hechtel: „Dialog“ (Herbert Blendinger, Viola; Anton Werner, Klavier); Dieter Buwen: „Nachtgedanken“ (Akademie Quartett)


01.08.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Vor 20 Jahren – Kompositorische Strategien für eine Musik des 21. Jahrhunderts

Hans Wüthrich im Gespräch mit Carolin Naujocks. Werke von Dieter Schnebel, Brian Ferneyhough, Morton Feldman, Klaus Huber und Mathias Spahlinger

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Karl Höller: Symphonie Nr. 1 cis-Moll (Bamberger Symphoniker: Hermann Bäumer); Jörg Widmann: Violakonzert (Antoine Tamestit, Viola; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Daniel Harding); Hans Kammeier: „Wanderschaft“, Liederzyklus (Franz Kelch, Bariton; Hans Kammeier, Klavier); Franz Hummel: „Étude d’une machine à coudre“ (Carmen Piazzini, Klavier)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Meilensteine der Elektroakustischen Musik

Musik von Varèse, Ligeti, Berio und Lachenmann


02.08.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Doppler-Effekt – Elektronische Musik in China

Von Beate Andres. Mit: Luo Nanli alias B6, Liu Yiwei alias Far Infinity, Zhang Xiaofu, Shen Ye, Yan Jun, Yao Dajuin, Shao Yanpeng, Mickey Zhang, Zhou Qian, Hanhan und Sansan. Und: Michael Rotschopf, Christoph Gawenda, Bastian Reiber, Sebastian Schwarz und Alina Stiegler

Erzählerin: Sina Martens. Ton: Herrmann Leppich. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019. Länge: 54’00. (Wdh. v. 16.07.2019, 22.03)

Kulturrevolution, Heimcomputer, die Öffnung zum Westen – die Geschichte der elektronischen Musik in China scheint so widersprüchlich wie vielseitig. Was bedeutet sie für zeitgenössische Klangkünstlerinnen und -künstler?

Wann und wie wurde der erste chinesische Synthesizer gebaut? War es tatsächlich anlässlich Mao Zedongs Tod 1976? Oder schon während der Kulturrevolution? Die Geschichte der elektronischen Musik in China ist widersprüchlich, wenig erforscht, vielseitig zugleich. Auf das Ende der Kulturrevolution folgen die Öffnung zum Westen und das Zeitalter der Heimcomputer. Für das Feature traf Beate Andres Musikerinnen und Musiker im heutigen China. Von Techno über Klassik und experimentelle Musik erzählen sie von konzeptionellen, musikästhetischen und geschichtlichen Fragestellungen.

Beate Andres, geboren 1965 in Darmstadt, ist Hörspielregisseurin und Autorin. 2005 gewann sie für die Hörspielbearbeitung „Minotaurus“ (DeutschlandRadio Berlin 2004) den Prix Marulic. Für Deutschlandradio Kultur: „Rolle rückwärts“ (2015). Ihre Produktionen wurden mehrfach für den Prix Europa nominiert.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Mark Lothar: Concertino (Begonia Uriarte, Karl-Hermann Mrongovius; Münchner Rundfunkorchester: Kurt Eichhorn); Alfons Forstpointner: Streichquartett (Herchenhan-Quartett); Ulrich Bruggner: Violasonate (Georg Schmid, Viola; Karl Kottermaier, Klavier); Hermann Regner: Capriccio austriaco (Richard Obermayer, Jochen Schwarzmann, Klarinette; Till Heine, Fagott)

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
Hörspiel „Spaceman 85“ von Andreas Ammer & Console: Space is the Place! 50 Jahre Mondlandung

Weltraumdokumentarmusik. Von Andreas Ammer/Axel Fischer/Reinhard Furrer/Martin Gretschmann. Mit Axel Fischer, Miriam Osterrieder und Reinhard Furrer. Komposition: Ammer & Console. Realisation: Ammer & Console. WDR 2005

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Gesang und Tränen“ – Die venezianische Komponistin Barbara Strozzi

Von Katalin Fischer. Ihre Zeitgenossen rühmten sie vor allem als äußerst virtuose Sopranistin. Die venezianische Musikerin Barbara Strozzi (1619-1677) gehört jedoch auch zu den wenigen Komponistinnen des 17. Jahrhunderts, deren Werke und Lebensumstände überliefert sind. Sie ging bei Francesco Cavalli und Antonio Cesti in die Lehre und komponierte dem Zeitgeschmack entsprechend vorwiegend Arien, Duette, Kantaten und zwei- bis fünfstimmige Madrigale.


03.08.2019


22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: IRCAM des Südens – Das Centre National de Création Musicale ,gmem’ in Marseille

Von Barbara Eckle. Das Kulturzentrum Friche Belle de Mai, einst eine Zigarettenfabrik, beherbergt heute um die 60 Ensembles, Tanz- und Theatergruppen. Tagsüber bevölkern Kinder und Eltern die Spielplätze und Cafés auf dem Gelände entlang der TGV-Bahntrasse, abends trifft sich die multikulturelle Jugend des 3. Arrondissements zum Skateboarden oder Breakdancen. Hier in der Mitte der Gesellschaft sieht Christian Sebille, Direktor des Forschungs- und Produktionszentrums für experimentelle Musik ‚gmem’, die Zukunft seiner Institution. 1969 von einem Marseiller Künstlerkollektiv um Georges Boeuf gegründet, war sie ursprünglich auf das Experimentieren mit elektronischen Mitteln fokussiert. Da war das Pariser IRCAM noch gar nicht geboren. Ein neuer Rundbau, der von außen einer kleinen Raumstation gleicht, erweitert fortan die vielfältigen Produktionsmöglichkeiten um ein akustisches Faszinosum.

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Erstellt die Radioumschau. Freak.

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