Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 06.05. bis 12.05.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 19: Popkultur in der Neuen Musik, Musikperformer Sven-Åke Johansson, Medienkünstlerin Lea Letzel, Ethel Smyth in Leipzig, Oskar Gottlieb Blarr zum 85. Geburtstag, Wittener Tage für neue Kammermusik 2019, Mezzosopranistin Natalya Boeva, Elektronische Musik: Historische Studios [04]: Gent und Den Haag, Artefakte und Attrappen, Überlegungen zu Boulez und Mallarmé.

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

35 – Interview mit Daniel Agi: Daniel Agi erzählt in diesem Podcast, wie er zur neuen Musik gekommen ist und was für ihn gute Musik ist. Er berichtet davon wie und warum sich sein Ensemble hand werk gegründet hat. Er spricht über die Vor- und Nachteile von Zweitauführungen und Uraufführungen sowie davon, wie er Musik authentisch interpretiert. Mit vielen praktischen Tipps und Hinweise.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


06.05.2019


21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Neue Musik aktuell – Mit Andreas Göbel

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Nichts als Trash? – Popkultur in der Neuen Musik

Von Thomas Groetz. Seitdem die Materialerweiterung im Kontext der Neuen Musik in eine Krise geraten ist, greift diese auf klangliche Erzeugnisse unterschiedlicher Herkunft zurück – auch auf die sogenannte Popmusik. Techno-Beats, Schlager und Filmmusik spielen im Rahmen der elaborierten zeitgenössischen Musik eine zunehmende Rolle. Gleichzeitig fällt auf, dass Pop und Artverwandtes von den Komponistinnen und Komponisten selbst häufig als Musik minderer Qualität bezeichnet wird. Thomas Groetz beleuchtet diese widersprüchliche und komplexe Begegnung unterschiedlicher Musikkulturen.


07.05.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Musikalischer Maßstab – Unterwegs mit dem Musikperformer Sven-Åke Johansson

Von Beate Becker. Musiker, Zeichner, Poet – Sven-Åke Johansson kennt keine Metiergrenzen, doch vor allem interessiert er sich für den Klang der Dinge.

Im Kreuzberger Atelier von Sven-Åke Johansson hängt ein vergrößerter Stadtplan von Berlin. Rote Punkte markieren die Spielstätten, an denen der 75-Jährige in den letzten 50 Jahren in der Hauptstadt gewirkt hat. Es sind über 120 Orte, von A wie „ausland“ bis Z wie „Zodiak“, an denen der Musiker unter anderem mit Schlagzeug, Akkordeon, Pappen, Geigenbogen und Feuerlöschern öffentlich aufgetreten ist. Fein säuberlich ist jeder Punkt mit einer Zahl versehen und in einem Beiblatt sind die zugehörigen Adressen aufgelistet. Einen Unterschied zwischen Orten der Hochkultur und der Underground- und Clubkultur macht er nicht. Das, was er mit unstillbarer Neugier erforscht und aufführt, nennt er neue ‚Neue Musik’.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Peter Kiesewetter: „Tango pathétique“ (Gidon Kremer, Violine; Mischa Maisky, Violoncello; Martha Argerich, Klavier); Wolfgang Zoubek: „Geräusche des Windes“ (Elisabeth Weinzierl, Edmund Wächter, Flöte); Ulrich Stranz: „Janus“ (Mathias Tacke, Violine; Hermann Kretzschmar, Klavier; Ensemble Modern: Lothar Zagrosek); Paul Engel: Klaviertrio Nr. 5 – „Calliopes descent from Olympus“ (Alfons Kontarsky, Klavier; Christos Kanettis, Violine; Reinhard Latzko, Violoncello); Herbert Blendinger: Sonate (Wolfgang Semig, Klavier); Roland Leistner-Mayer: Streichquartett, op. 147 (Yuki Kasai, Max Peter Meis, Violine; Kelvin Hawthorne, Viola; Olivier Marron, Violoncello); Peter Kiesewetter: „Shoshanim“, op. 61, Nr. 2 (Kelvin Hawthorne, Viola; Georg Glasl, Zither)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Brandstiftung und Skateboardtricks – Die Medienkünstlerin Lea Letzel

„Ich habe mir früher oft vorgestellt, ein Instrument zu studieren. Dabei kam mir die Angst, dass es mich langweilen würde“ – Lea Letzel hat sich gegen die instrumentale Überspezialisierung und für die Transdisziplinarität entschieden. Ein Studium der angewandten Theaterwissenschaft, eine Weiterbildung in Medienkunst und eine Ausbildung zur Pyrotechnikerin brachten die 1984 geborene Künstlerin dorthin, wo sie heute steht: zwischen den zahllosen Stühlen des Kulturbetriebs. Sowohl in der Black Box des Theaters als auch im White Cube der bildenden Kunst fühlt sie sich zuhause. Ob Skateboard-Konzert oder Feuerwerksperformance: Lea Letzel entwickelt Formate, die sich in einer Grauzone von Musik, Videokunst und Szenografie bewegen. Eine Sendung von Leonie Reineke

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 ars acustica: Do Not Leave Your Luggage Unattended! – Ein Hörstück von Martin Daske

Mit Oliver Brod (Stimme), Jack Adler-McKean (Tuba), Matthias Badczong (Klarinette) u. a.. Komposition und Realisation: Martin Daske. (Produktion: SWR 2018)

Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt! Wer weiß, was so ein Koffer tut, wenn man nicht auf ihn aufpasst. Fast alle Koffer können heute rollen. Vielleicht haben sie ja eigene Ziele. Und einen eigenen Willen. Ist es tatsächlich der Mensch, der den Koffer hinter sich herzieht? Oder schiebt der Koffer den Menschen vor sich her? Auf Bahnhöfen und Flughäfen scheinen viele von ihren Koffern regelrecht getrieben. Lauter sind die Koffer sowieso. Klatong-Klatong auf Kopfsteinpflaster. Und Klönter-Klönter über Asphalt. Wollen die Koffer uns damit etwas sagen? Martin Daskes Hörstück ist die Studiobearbeitung einer Live-Performance bei den ARD Hörspieltagen 2018.


08.05.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Tobias Peter Maria Schneid: „Madrigali astralis“ (Raschèr Saxophone Quartet); Vivienne Olive: „The Dream Gardens“ (Annie Gicquel, Klavier); Roland Schmidt: „Deep within the Ravine“ (Roland Schmidt, Schlagzeug); Claus Kühnl: „Offene Weite …“ (Michinori Bunya, Kontrabass; Catherine Vickers, Klavier); Hubert Hoche: „X-Way“ (Carin Levine, Flöte; Marta Klimasara, Perkussion); Werner Heider: „- einander“ (Armin Rosin, Posaune; Nürnberger Symphoniker: Werner Heider); Helmut Bieler: „Musicienne du silence“ (Susanne Vill, Sopran; Elinor Schuster, Flöte; Irene Hegen, Kantele; Helmut Bieler, Elektronik)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: „Leb’ wohl, mein Saitenspiel“ – Gustav Mahlers 10. Sinfonie

Die 10. Sinfonie ist Mahlers „Unvollendete“, er hinterließ sie als musikalischen Torso. „Es sieht aus, als ob uns in der Zehnten etwas gesagt werden könnte, was wir noch nicht wissen sollen“, urteilte Arnold Schönberg.

Heute wissen wir vielleicht mehr über Mahlers Zehnte, als wir wollen. Mehr als ein halbes Dutzend Vervollständigungen von fremder Hand existieren mittlerweile. Mit offenen Ohren lauschen Kaisers Klänge den verschiedenen musikalischen Wiederbelebungsversuchen. Welcher ist der lebendigste?

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Das Cembalo in der Neuen Musik

Mit Margarete Zander. Eigentlich in der Alten Musik zu Hause, hat sich das Cembalo längst in der zeitgenössischen Musik etabliert. Zahlreiche Kompositionen legen Zeugnis davon ab, dass das Instrument ein ideales klangliches Forschungsobjekt ist.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik

Stefan Litwin: „Kinderszenen“ für 8 Spieler und Sampler- Ensemble ascolta. Leitung: Gregor Mayrhofer. (Studioproduktion aus dem Funkstudio des SWR Stuttgart)

Die Situation der bedrohten Kinder in einer Welt der Globalisierung war ein wesentlicher Ausgangspunkt der Auseinandersetzung des Komponisten Stefan Litwin mit Robert Schumanns berühmten „Kinderszenen“. Deren Überschriften wie „Von fremden Ländern und Menschen“ oder „Bittendes Kind“ erhalten unter gegenwärtigen Verhältnissen eine neue und beängstigende Dimension.


09.05.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: open music

Leechkirche Graz. Aufzeichnung vom 19.11.2018. Feliz Anne Reyes Macahis: „salle cinq“ (Uraufführung) | Clemens Nachtmann: „Mathematisches Mysterium“ auf einen Text von Hermann Broch (Uraufführung) | „Symphony in yellow/Désespoir“ auf Texte von Oscar Wilde (Uraufführung) | Anna Korsun: „le basile de sa propre nature“ (Uraufführung) | Werke von Solage (14. Jh.). Cantando Admont: Helena Sorokina, Alt; Bernd Lambauer, Tenor; Ulfried Staber, Bass; Gerd Kenda, Bass; Leitung: Cordula Bürgi

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Harald Behringer: „Music for four“ (Carina Mißlinger, Yu-Mi Kim, David Simon, Michail Khwostikow, Flöte; Carmen Amrein, Johanna Höbel, Tobias Vogel, Komale Akakpo, Hackbrett; Viktor Herzig, Michael Leopold, Jonas Göbel, Moritz Knapp, Marimbaphon); Ilja Bergh: Klaviertrio – „Before Sunset“ (Sunset Piano Trio); Kurt Graunke: Symphonie Nr. 9 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Kurt Graunke); Konstantin Mach: „Ave Maria“, op. 70 (Chor des Bayerischen Rundfunks: Michael Gläser)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Ethel Smyth in Leipzig – die Oboe und Lisl

Ethel Smyth tritt deshalb in den Hungerstreik, um ihren Vater davon zu überzeugen, dass nicht London, sondern einzig und allein Leipzig der richtige Ort ist, um das Komponieren zu lernen. Dort studiert sie am Konservatorium und ist entsetzt über ihren Lehrer Carl Reinecke. Heinrich von Herzogenberg gibt ihr fortan Kompositionsstunden und Ethel Smyth verliebt sich in seine Frau. „Wenn Sie zur Türe herein kam, ging die Sonne auf und Männer wie Frauen verfielen ihrem Charme“, schreibt Smyth über Elisabeth von Herzogenberg, mit der sie eine leidenschaftliche, gut zehnjährige Liebesbeziehung hat. Aber nicht nur Ethel Smyth ist in diese Frau verliebt, auch Johannes Brahms mag Elisabeth. Die Konstellation wird noch komplizierter, als Smyth den Ehemann von Lisls Schwester kennenlernt. Eine „Klassik Plus“-Stunde über Smyths Zeit in Leipzig, ihre Liebe zu Elisabeth von Herzogenberg, welches Drama dieser Liebe ein Ende setzt und wie sie zu Brahms stand, der sie immer „die Oboe“ nannte. Eine Sendung von Ilona Hanning

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Holy Tango und Kaddish – Oskar Gottlieb Blarr zum 85. Geburtstag

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Das Fagott, Teil 2 von 2

Von Michael Zwenzner. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Die Befreiung des Prometheus – Heiner Goebbels (1)

Hörstück von Heiner Goebbels nach einem Text von Heiner Müller. Live-Version für Sprecher, Schlagzeug und Sampler; Mit: Ernst Stötzner, David Moss und Heiner Goebbels; Musik und Realisation: Heiner Goebbels. (Produktion: SWR/artmobil 2002)

SWR2 stellt im Mai drei Werke von Heiner Goebbels vor, die erstmals online stehen. Bevor er international als Komponist und Theatermacher reüssierte, revolutionierte er 1984 das Hörspiel aus dem Geiste der Popmusik. Prometheus ist hier Thema: Für die Menschen hat er das Feuer geraubt. Zur Strafe wurde er von den Göttern an den Kaukasus geschmiedet und erst von Herakles befreit. Goebels nutzt Heiner Müllers Textversion, um den Mythos auf politische Perspektiven hin zu lesen: Trotz seiner Rolle als Aufklärer gehört Prometheus am Ende dem Kreis der Machthaber an und stärkt ihre Herrschaft.


10.05.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Kayapó – Der weinende Häuptling Raoni – Von Robin Minard

Produktion: Deutschlandfunk Kultur/WDR 2019. Länge: ca. 54’30. (Ursendung). Eine Reise ins brasilianische Amazonasgebiet: Robin Minard dokumentiert Naturklänge, Gesänge, Geschichten und das gegenwärtige Leben der Ureinwohner.

Im dichten Grün des Unterholzes und im Kanu auf den Wassern des Rio Negro durchstreifte Robin Minard das brasilianische Amazonien. Auch bei Protestkundgebungen der Ureinwohner im Betondschungel der Hauptstadt Brasília war er stets mit einem Arsenal an Mikrofonen ausgestattet. Die daraus entstandene Radiokomposition verbindet komplexe Klanglandschaften aus der Natur mit traditionellen Gesängen und Geschichten der Ureinwohner. Gleichzeitig dokumentiert sie gegenwärtige Erfahrungen wie Umweltzerstörung und offene Gewalt gegenüber der indigenen Bevölkerung von Seiten regierungsnaher Unternehmen.

Robin Minard, 1953 in Montréal geboren, ist Klangkünstler. Radiostücke: „Australian Indigenous Radio Art Project – AIRAP“ (DKultur 2008), „The Qikiqtaaluk Deep Map“ (WDR/DKultur/Freunde Guter Musik/Elektronisches Studio der TU Berlin 2014). Seit 1997 ist er Professor für elektroakustische Komposition und Klanggestaltung an der HfM Franz Liszt und der Bauhaus-Universität Weimar, wo er auch die Studios für elektroakustische Musik (SeaM) leitet.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Hubert Meister: „Modis contrariis“ (Reinbert Evers, Gitarre); Rudolf Gregor Knabl: „Reflets“ (Eduard Brunner, Klarinette); Josef Anton Riedl: „Ausfluss, Spur, Niederschlag, Nachhall“ (Jan Philip Schulze, Stimme, Klavier, Perkussion); Werner Rottler: Drei Impressionen (Bernhard Betzl, Vibraphon); Roland Leistner-Mayer: „Sieben tapfere Klavierstücke“, op. 140 (Christoph Declara, Klavier); Harald Genzmer: Sieben Studien (Christian Wetzel, Oboe)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Wüsten-Walküre – Die Bayreuther Festspiele zu Gast in Abu Dhabi

Von Sylvia Schreiber. Der Scheich von Abu Dhabi setzt auf Kultur und investiert Millionen. Das ist nichts Neues unter absolutistischen Herrschern. Prominente wie der Sonnenkönig von Versailles und König Ludwig II. von Bayern haben das auch schon exzessiv betrieben. Aber funktioniert Kultur auch heutzutage noch als Aushängeschild? In Abu Dhabi jedenfalls zeigt der neu erbaute Louvre Kunst aus 5.000 Jahren Geschichte. In einem Ableger der Eliteuniversität Sorbonne kann man unter anderem Wirtschaft und Musikwissenschaften studieren. In einer gigantisch großen Marmormoschee blitzen Millionen von Swarovski-Kristallen aus Österreich. Und der Gipfel: In Abu Dhabi treten die sonst so heiklen Bayreuther Festspiele mit Wagners „Walküre“ im güldenen Regierungspalast auf. Ausgerechnet Wagner in der Wüste. Ist das Geltungssucht, oder Touristenattraktion oder tatsächlich Bildungshunger?

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 [1] Lebenszeichen

Martin Smolka: Stretto für 6 Stimmen und 4 Schlagzeuger, Uraufführung | Mayke Nas: Werk für 4 Schlagzeuger, Uraufführung | Mio Chareteau: Singles für Stimmen und Objekte, Uraufführung | Ondrej Adámek: Schlafen gut. Warm. für 6 Stimmen und 4 Schlagzeuger, Uraufführung | Neseven; Eklekto, Leitung: Ondrej Adámek. Übertragung aus dem Saalbau, Festsaal

22:00 bis 23:15 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 [2] Klang-Rede

Martin Smolka: Vor dem Gesetz für sprechende Musiker mit Nebeninstrumenten, Text von Franz Kafka, Uraufführung; ensemble ascolta, Regie: Jirí Adámek. Übertragung aus dem Saalbau, Theatersaal

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Von der Chordirigentin zur Opernsängerin – Die Mezzosopranistin Natalya Boeva

Von Julia Smilga. Natalya Boeva wurde in St. Petersburg in Russland geboren. Lange war sie überzeugt, dass Chordirigieren ihr Traumberuf  ist.  Erst während des Dirigierstudiums am Rimskij-Korsakow-Konservatorium entdeckte Natalya Boeva, dass ihr auch das Singen großen Spaß macht. Sie ging nach München und studierte ab 2016 an der Theaterakademie August Everding Musiktheater und Operngesang. Dann fügte sich alles ziemlich schnell: Im September 2018 gewann sie den 1. Preis in der Kategorie Gesang beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Noch in der gleichen Spielzeit wurde die 29-Jährige Ensemblemitglied des Theaters Augsburg. Ihre erste große Rolle wird die Charlotte in „Werther“ von Jules Massenet.

23:15 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 Spiel Stationen [1]

Barblina Meierhans: Diese Zeiten sind vorbei …, Rundlauf für Akteure und Ensemble, Uraufführung | Manos Tsangaris: Es geht voran, Kammerspiel für Sängerin, Schauspieler, Blasinstrumente, Schlagzeug, Passanten und Audio-Übertragung, Uraufführung | Erwin Stache: kreuz und quer, Ampel-Sextett, Uraufführung | Lisa Streich: Laster für alle, interaktive Installation für motorisiertes Klavier, Uraufführung | Ondrej Adámek: Air Machine, interaktive Installation. Hanna Schoerken, Stimme; Paul Hübner, Trompete; Ramón Gardella, Schlagzeug; Passanten, Studierende, Schülerinnen und Schüler aus Witten; Ensemble Garage. Aufnahmen aus der Wittener Innenstadt


11.05.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Wüsten-Walküre

18:04 bis 19:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 [3] Vernetzt

Misato Mochizuki: Brains für Streichquartett, Deutsche Erstaufführung | Francesca Verunelli: Flowers #3 (dripping) für Streichquartett, Uraufführung | Malte Giesen: stock footage piece 1 – business für Streichquartett und Video, Uraufführung. Quatuor Diotima. Aufnahme aus der Rudolf Steiner Schule

19:00 bis 20:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 Dialog. Portrait

Ondrej Adámek: Imademo für Stimme, Viola und Keyboard / Chamber Noîse, Duo für Violoncello und Kontrabass | Ondrej Adámek im Gespräch mit Martina Seeber. Shigeko Hata, Sopran; Karen Lorenz, Viola; Ernst Surberg, Keyboard; Eva Böcker, Violoncello; Paul Cannon, Kontrabass. Aufnahme aus dem Märkischen Museum

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 [4] Gruppierungen

Ann Cleare: the physics of fog, swirling für Ensemblegruppen, Uraufführung | Irene Galindo Quero: rain washes off all the other colours für Ensemble, Uraufführung | Mark Barden: Monoliths VI-XII für Ensemble, Uraufführung | Ensemblekollektiv Berlin, Leitung: Titus Engel. Übertragung aus der Blote Vogel Schule

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik: Historische Studios [04]: Gent und Den Haag

Studioporträt: IPEM Gent – Karel Goeyvaerts: Komposition Nr. 4 – mit toten Tönen für Tonband | Lucien Goethals: Contrapuntos für Tonband | Helmut Lachenmann: Scenario für Tonband | Louis de Meester: Mimodrama für Tonband | Raoul de Smet: GAM 77 für Tonband | Frank Nuyts: Les angoisses de Cyntiçan für Tonband.

Studioporträt: Institut voor Sonologie Den Haag – Henk Badings: Toccata I für Tonband | Gottfried Michael Koenig: Output für Tonband | Otto Laske: Brainstorms (IX) für Tonband | György Ligeti: Pièce électronique # 3 | Konrad Boehmer: Apocalipsis cum figuris für 4 Schlagzeuger, 2 Klaviere, 3 Popsänger und Tonband | Richard Barrett: Katasterismoi für Tonband | Laurens Kagenaar: Asper für Tonband.

Im Laufe der Jahre habe sich der Arbeitsschwerpunkt schleichend verschoben, erklärt Marc Leman, Leiter des Genter Instituuts voor Psychoacustica en Elektronische Muziek, kurz: IPEM. Heute laute das Problem  „Wie realisiere ich einen bestimmten Klang?“, sondern „Warum wirkt dieser Klang? Und wie wirkt er?“. Tatsächlich ist das IPEM, Belgiens führendes Studio für elektronische Musik, heute mehr Forschungs- als Produktionsstätte. Doch sind hier seit den 60er Jahren – anfangs noch unter der Mitarbeit Karel Goeyvaerts – einige zentrale elektroakustische Kompositionen entstanden. Ein Querschnitt durch das Repertoire des IPEM und Auszüge aus einem Gespräch mit Marc Leman.

Auf den Maschinen des Studios ruht noch heute die Aura des Poème électronique von Edgard Varèse. Sein elektronisches Manifest war 1958 im Eindhovener Philips-Studio entstanden. Als sich Philips 1960 entschloss, die kommerziell erfolglose Einrichtung aufzugeben, übernahm die Universität in Utrecht die Geräte und gründete das Institut für Sonologie. Aber mehr noch als der Geist von Varèse haben die Vorstellungen der langjährigen Studio-Leiter Gottfried Michael Koenig und Konrad Boehmer das ästhetische Profil des Instituts geprägt. Ein Streifzug durch dreißig Jahre Sonologie.

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal – Artefakte und Attrappen

Kammermusik von Steffen Krebber in der ,Edition Zeitgenössische Musik’. Am Mikrofon: Leonie Reineke. Bevor er seine Laufbahn als Komponist einschlug, studierte Steffen Krebber (*1976) Soziologie und Ethnologie. Allerdings, so Krebber, habe ihn die methodische Strenge der Wissenschaft nie wirklich interessiert. Vielmehr waren es Nebenaspekte – wie die Narrative der Ethnologie – denen sein Interesse galt. Als Arbeitsweise, die ihn inspirierte, entdeckte er das assoziative Denken, das nicht-systematische Zusammenfügen von Ideen. Mit seinen ersten Stücken ,Nichtsattrappen’ sowie ,Aufstieg und Fall außerweltlicher Flug- und Kriechtierattrappen’ für kammermusikalische Besetzungen schuf er vielfach gebrochene musikalische Als-ob-Momente; klingende Situationen, die das Scheinbare abbilden. Auch in seinen späteren Kompositionen finden sich immer wieder Abbildung, Ähnlichkeit und Nachahmung thematisiert. Oft greift Krebber dabei auf bereits Vorhandenes zurück: von Renaissance-Motetten bis hin zu Computerspielumgebungen. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal wurden einige dieser Arbeiten eingespielt und sind in der Reihe ,Edition Zeitgenössische Musik’ des Deutschen Musikrats auf CD erschienen.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik – Das Akkordeon, Teil 2 von2

Von Susanne Pütz. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.


12.05.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: „Es klingt wie Flöten und Geigen!“ – Heinrich Heine beschreibt Musik

Im Werk Heinrich Heines geht es immer wieder um die besondere Kraft der Musik. Mit markanten Worten beschreibt Heine die verführerische Wirkung des Cancans oder die betörenden Klänge des Teufelsgeigers Paganini. Er weiß aber auch um die soziale Funktion von Musik, wenn er das „Eiapopeia vom Himmel“ kritisiert oder von den Trommeln erzählt, mit denen auf dem „Sklavenschiff“ die Gefangenen zum Tanzen angetrieben werden.

20:04 bis 21:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 [5] Künstliche Ordnungen

Sasha J. Blondeau: Atlas I : In principio für Sopran, Trompete, Bassklarinette, Schlagzeug und Elektronik, Uraufführung | Mikel Urquiza: Alfabet für Sopran, Trompete, Bassklarinette und Schlagzeug, Text von Inger Christensen, Uraufführung | Sara Glojnaric: Artefacts #2 für Stimme, kleines Schlagzeug und Tape, Uraufführung | Sarah Maria Sun, Sopran; Marco Blaauw, Trompete; Carl Rosman, Bassklarinette; Dirk Rothbrust, Schlagzeug. Aufnahme aus der Rudolf Steiner Schule

21:00 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 [6] Haut. Stein. Motor

Clara Iannotta: Moult für Kammerorchester, Uraufführung | Lisa Streich: Laster für motorisiertes Klavier und Kammerorchester, Uraufführung | Ondrej Adámek: Man Time Stone Time für 4 Vokalsolisten, Objekte, Video und Kammerorchester, Text von Sjón, Uraufführung | Claudia Chan, motorisiertes Klavier; Neseven Vokalensemble; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Michael Wendeberg. Aufnahme aus dem Saalbau, Theatersaal

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Im hermetischen Raum“ – Überlegungen zu Boulez und Mallarmé

Von Peter Knopp. Nach Debussy und Ravel, die einige Gedichte Mallarmés vertont hatten, war es Pierre Boulez, der sich dem Werk des ‚Prince des Poètes’ , des Dichterfürsten, zu dem Mallarmé in seinen späteren Jahren gekürt wurde, mit großer Intensität zuwandte. Ihn reizte an der Lyrik Mallarmés die ungewöhnliche formale Dichte. Es gibt noch einen weiteren Berührungspunkt zwischen Boulez und Mallarmé: Richard Wagner.

23:00 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Wittener Tage für neue Kammermusik 2019 Newcomer Konzert

IEMA Ensemble 2018/19. Aufnahme aus dem Märkischen Museum.

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Erstellt die Radioumschau. Freak.

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