Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 25.03. bis 31.03.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 13: Edition Juliane Klein | Musiktheater im „Taschenopernformat“ | Komponist Malte Giesen | Kontra-Avantgardist Michael Nyman wird 75 | Musik aus der Anstalt | Ultraschall Berlin | Adriana Hölszky zum 65. | Klangwerkstatt Berlin | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Oboe | Untraining the Ear | Musik am Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin | The Artist’s Cut [06]: Mark Polscher | Italiens junge Generation trotzt der Krise | Dagadana – polnisch-ukrainische Freundschaft.

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

30 – Interview with Yuval Avital (in english) –  Vom 19. März 2019

Yuval Avital talks of himself, of how his path has developed from his career as a classical guitar soloist till being a composer and multimedia artist creating installations, exhibitions, concerts and sonic events of very large scale. He tells about his roots in Jerusalem, together with his interest and research of a multiplicity of musical […]

https://www.irenekurka.de/podcast.html


25.03.2019


21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Die Edition Juliane Klein

Mit Margarete Zander. In den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens hat sich die Edition Juliane Klein zu einem der wichtigen Verlage für zeitgenössische Musik entwickelt mit Werken u. a. von Hermann Keller, Gordon Kampe, Joanna Wozny oder der Gründerin Juliane Klein.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: „Zeig mir Dein Fleisch“ – Musiktheater im „Taschenopernformat“

Von Egbert Hiller. Wieviel Realität braucht und verträgt das Musiktheater? Diese Frage beantwortet der Regisseur Thierry Bruehl im „Taschenopernformat“. Seit 2005 existiert unter seiner Federführung das Salzburger Taschenopernfestival. Brigitta Muntendorf, Sarah Nemtsov, Stephan Winkler, Birke Bertelsmeier, Gerhard Winkler und Reinhard Febel sind nur einige der Komponistinnen und Komponisten, die bislang „Taschenopern“ beigetragen haben. Ihre Werke knüpfen zwar an die Tradition der Kurzoper an, sind musikalisch-künstlerisch aber radikal in der Gegenwart verortet.


26.03.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: „Ich langweile mich schnell“ – Der Komponist Malte Giesen

Von Michael Rebhahn. Kunst muss nicht schön sein – sie muss Kraft haben! Malte Giesen versucht, diese Kraft mit musikalischen Mitteln freizusetzen.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Nikolaus Schapfl: „Frühling“ (Maria Brojer, Sopran; Gereon Kleiner, Klavier); Klaus Hinrich Stahmer: „Der Frühling kommt“ (Wolfgang Wendel, Di-Zi); Wilhelm Killmayer: „Hölderlin-Lieder“, 3. Zyklus (Markus Schäfer, Tenor; Siegfried Mauser, Klavier); „Frühlingslied“ (Wolfgang Manz, Klavier); Adolf Pfanner: Aus „Der schönste Frühling“ (Hertha Töpper, Mezzosopran; Georg Schmid, Viola; Hans Altmann, Klavier); Markus Zahnhausen: Aus „Jahreszeichen“ (Susanna Laurin, Flöte); Joseph Suder: Aus „Vom Frühling zur Ernte“ (Kieth Engen, Bass; Helga Sengeleitner, Klavier); Gloria Coates: „Spring morning in Grobholz’s garden“ (Elisabeth Weinzierl, Edmund Wächter, Daniela Michael, Flöte); Karl Amadeus Hartmann: Symphonie Nr. 1 (Doris Soffel, Alt; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Fritz Rieger)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Der Kontra-Avantgardist Michael Nyman wird 75

Von Helmut Peters. Der 1944 geborene Brite Michael Nyman ist eine schillernde Persönlichkeit der zeitgenössischen Musik. Virtuos bedient er die unterschiedlichsten Genres wie Filmmusik, Sinfonik, Oper und leitet seine legendäre Michael Nyman Band. Mit seinen Opern „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ und „Facing Goya“ griff er zu komplexen Sujets. Zu den bekanntesten Kompositionen Nymans, den wir anlässlich seines 75. Geburtstags in der „neuen musik“ vorstellen, zählen auch Filmmusiken wie der Soundtrack zu „The Piano“.


27.03.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Gerhard Deutschmann: Klaviertrio (Arcadia Trio); András Hamary: „Graffiti“ (Das Klarinettenduo); Stefan Poetzsch: „Freier Kanon“ (Stefan Poetzsch, Violine; Ha-Yang Kim, Violoncello); Jürgen Schmitt: „Orpheus.Eurydike.Hermes“ (Susanne Pfitschler, Sopran; Monika Mascus, Alt; Ensemble Kontraste: Hermann Beyer); Horst Lohse: „La morte d’Orfeo“ (Julius Berger, Violoncello; Roland Schmidt, Martin Homann, Schlagzeug; Nürnberger Symphoniker: Klauspeter Seibel); Helmut Bieler: „Zyklus“ (Martin Krüger, Gitarre; Bernd Kremling, Schlagzeug); Volker Blumenthaler: „Musica minima 1995“ (Uta Walther, Klavier)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: „Ew’ge Nacht hält uns umzäunt“ – Musik aus der Anstalt

„Ew’ge Nacht hält uns umzäunt“, so singen in Strawinskys Oper „The Rake’s Progress“ die Einwohner von Bedlam, der Londoner Nervenheilanstalt. Sie singen mit hohen irisierenden Stimmen, die dem Zuhörer signalisieren, dass es hier nicht mit „normalen“ Dingen zugeht.

Für die Gesänge der Geistesverwirrten findet die Musik ihre eigenen Klänge. Sei es in den Wahnsinnsarien von Opernfiguren wie Lucia di Lammermoor oder Lady Macbeth, sei es in den Vertonungen von Texten realer Psychiatrie-Patienten, wie etwa des schizophrenen Künstlers Adolf Wölfli.

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2019

Mit Eckhard Weber. Die französische Cellistin Séverine Ballon ist eine furchtlose Forscherin an ihrem Instrument. Zahlreiche Werke wurden für sie geschrieben, sie meistert virtuose Steilhänge ebenso wie die Abenteuer des Performativen. Beides war auch in ihrem Solo-Recital im Rahmen von Ultraschall Berlin zu erleben. Konzertaufnahme vom 17. Januar 2019 im Heimathafen Neukölln

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Adriana Hölszky zum 65. (2/2)

Adriana Hölszky: „Wirbelwind“, W. 32 für 4 Schlagzeuger; Percussion Ensemble Stuttgart | Adriana Hölszky: „Apeiron“, Konzert für Violine und Streichorchester (Uraufführung). Martin Mumelter (Violine); Stuttgarter Kammerorchester; Leitung: Bernhard Kontarsky; (Konzert vom 22. Juli 2018 in der Musikhochschule Stuttgart) | Adriana Hölszky: Lichtflug für Violine, Flöte und Orchester. Hans Kalafusz (Violine); Dagmar Becker (Flöte); SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden; Leitung: Michael Gielen

Adriana Hölszky wurde im vergangen Juni 65 Jahre alt. Aus diesem Anlass fand im Rahmen des Festivals „Sommer in Stuttgart“ ein Porträtkonzert der rumänischen Komponistin statt. Auf dem Programm stand auch die Uraufführung des neuen Violinkonzerts Apeiron, das das Offene und Unendliche des Kosmos beschwört.


28.03.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Klangwerkstatt Berlin

Kunstquartier Bethanien. Aufzeichnung vom 04.11.2018. Ian Mikyska: „Acoustic Rituals“ für Elektronik, Ensemble und Geräuschobjekte | Uwe Rasch: „vierundzwanzig: singSang einundzwanzigzwölf“ für Oboe und Elektronik (Uraufführung) | Thomas Nathan Krüger: „W#2“ für Performer und Video | Michael Maierhof: „Untergrund 1“ für vier Spieler | Maximilian Marcoll: „♥ SCORE FETISH“ für drei Spieler und Keyboard-gesteuerte Verstärkung | Malte Giesen: „Die Oboe ist mächtiger als das Schwert“ für Oboe, Elektronik und Video. Suono Mobile global

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Josef Vill: „Fingers are five“ (Münchner Rundfunkorchester: Werner Schmidt-Boelcke); Jan Koetsier: Concertino, op. 115 (Oliver Siefert, Stefan Geiger, Uwe Schrodi, Markus Blecher, Posaune; Münchner Rundfunkorchester: Christoph Poppen); Wolfgang Jacobi: Symphonische Suite nach französischen Opernthemen von Grétry (Akkordeon-Orchester Wiesbaden: Jörg Mehren); Kurt Brüggemann: „13 Porträts nach Bildnissen von Freundinnen meiner Frau“ (Robert Jobst, Klavier); Herbert Blendinger: Violakonzert (Thomas Riebl, Viola; Amati Ensemble: Attila Balogh)

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Klangbogen und Farbspiele

David Philip Hefti: Klangbogen | Milko Kelemen: Madrigal rouge | Morton Feldman: The Rothko Chapel | Petr Eben: Fenster von Marc Chagall | Olivier Messiaen: Couleurs de la cite céleste | Dimitri Terzakis: Die Farben des Ozeans | Vassos Nicolaou: Farbenmaschinen

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Die Oboe, Teil 1 von 2

Von Ursula Böhmer. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Zur Zeit – live – Eine O-Ton Collage von Hermann Kretzschmar

Komposition und Realisation: Hermann Kretzschmar. (Produktion: HR 2001). „Zur Zeit“ ist der Versuch einer Standortbestimmung auf der Grundlage autobiographisch-dokumentarischen Klangmaterials: Chicagoer Straßenschluchten, ein Fahrstuhl in Japan, die Stimme John Cages oder das Deck eines Schiffs in der italienischen Adria werden weniger nach chronologischen als nach musikalischen Aspekten neu strukturiert und auf ihre akustischen Korrespondenzen untersucht. Dabei bearbeitet Kretzschmar, Komponist und als Pianist Mitglied des Ensemble Modern, die Originaltöne live mit den Möglichkeiten des Mischpults, das wie ein Live-Instrument genutzt wird.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Grażyna Bacewicz: Klavierquintett Nr. 2 (Krystian Zimerman, Klavier; Kaja Danczowska, Agata Szymczewska, Violine; Ryszard Groblewski, Viola; Rafał Kwiatkowski, Violoncello); Sonate Nr. 2 (Joanna Michna, Klavier); Witold Lutosławski: Variationen über ein Thema von Paganini (Janusz Olejniczak, Klavier; Orchestra Sinfonia Varsovia: Jerzy Maksymiuk)


29.03.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Untraining the Ear – Figures / Ground

Von Jessica Ekomane: Produktion: SAVVY Contemporary / Deutschlandfunk Kultur / DISK-CTM 2019. Länge: ca. 54’30. (Ursendung)

Abschied von den Hörgewohnheiten. Psychologie, Astronomie, Kernphysik: Die Interessen der Klangkünstlerin Jessica Ekomane sind vielfältig. Entsprechend schwer lässt sich ihre Arbeit festnageln. Sie überrascht mit Klanggebilden, die in ständiger Wandlung begriffen sind, sich auflösen und neu zusammensetzen, getrieben von eigentümlichen Kräften der Anziehung und Abstoßung.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Untraining the Ear’ hat Ekomane im Herbst 2018 den Kunstraum SAVVY Contemporary bespielt und daraus im Anschluss eine Radiokomposition entwickelt.

Jessica Ekomane, geboren in Frankreich, lebt als Klangkünstlerin und Radiomacherin in Berlin.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Harald Genzmer: Klavierkonzert Nr. 2 (Oliver Triendl, Klavier; Bamberger Symphoniker: Werner Andreas Albert); Ludwig Bazil: „Astrazioni meditative“ (Sonig Tchakerian, Violine); Alfred von Beckerath: Sonate Nr. 5 (Barbara Korn, Klavier); Hermann Wolfgang von Waltershausen: Vier polyphone Studien (Kurt Kalmus, Oboe; Gerhard Seitz, Violine; Max Braun, Violoncello); Hans Sternberg: Trio (Gay Hardy, Oboe; Wolf-Dieter Vollmann, Violine; Leopold Schindler, Klavier); Gerhard Dorda: „Expression“ (Rose Marie Zartner, Klavier); Max Eham: Sonatine (Monika Rohde, Violine; Franz Lehrndorfer, Orgel); Carl Englert: Vier Lieder (Edith Urbanczyk, Sopran; Hortense Wieser, Klavier)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Ein Ballett mit acht Grammophonen und andere Experimente – Musik am Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin

Von Claus Fischer. Am 21. März 1919 wurde in Weimar das Bauhaus gegründet, die wichtigste Kunsthochschule des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Dass neben Bildender Kunst, Formgestaltung und Architektur auch die Musik im Curriculum eine Rolle spielte, ist heute kaum noch präsent. Wie klang das Bauhaus? Welche Kompositionen sind in seinem Umfeld entstanden? Und in welchem Kontext wurde sie aufgeführt? Ein spannendes Beispiel ist etwa das „mechanische Ballett“, das Kurt Schmidt und Hans Heinz Stuckenschmidt auf die Bauhaus-Bühne gebracht haben. Hier wurden die Tänzer hinter geometrischen Figuren versteckt. So entstand ein abstraktes Bild, das sich laufend veränderte und auch von innovativer Musik begleitet wurde. Man setzte acht Grammophone ein, auf jedem Plattenteller lag die gleiche Schellackplatte mit Beethovens Fünfter Sinfonie. Im Abstand von einigen Sekunden wurden diese Grammophone dann nacheinander in Gang gesetzt, womöglich das erste „Sampling“ der Musikgeschichte!

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Hanna Hartman: Crush/Törst

Schwedischer Rundfunk 2018. DKultur 2011. Zwei prämierte Klangkunst-Arbeiten der schwedischen Künstlerin Hanna Hartman.

„Crush“ wurde mit der Palma Ars Acustica 2018 ausgezeichnet. Der Preis wird von der EURORADIO Ars Acustica Gruppe vergeben, einem Zusammenschluss europäischer Klangkunst-Redaktionen, die sich seit 1989 einmal im Jahr treffen, um neue Entwicklungen in der Radiokunst zu diskutieren. Hanna Hartman zur Auszeichnung: „Als ich ein Kind war, hat mir der öffentliche Rundfunk Türen zu neuen magischen Welten geöffnet. Ich bin so geehrt und glücklich.“

„Törst“ gewann den renommierten französischen Hörspielpreis Prix Phonurgia Nova 2016. Hartman beschäftigt sich darin mit dem Klang des Wassers, vom Quellenplätschern bis zum Wellenrauschen. Wasser ist Musik in unseren Ohren. Wie aber klingt es, wenn das kostbare Nass versiegt? Hanna Hartman hat sich an Orte begeben, die seit langem unter akutem Wassermangel leiden. Mit ihren Mikrofonen taucht sie ein in Wasserleitungen, Brunnen und Bewässerungsanlagen. Statt Sprudeln und Rauschen erklingt dort nun Pfeifen, Zischen und Röcheln. Hartmans akustische Suche nach Trinkbarem fördert eine beunruhigende Klangwelt zutage.

Hanna Hartman, geb. 1961 in Schweden, lebt und arbeitet in Berlin. Studierte Theater- und Literaturwissenschaft, Radio, Interactive Media und elektroakustische Musik. Weitere Auszeichnungen unter anderem Karl-Szcuka-Preis 2005, Prix Phonurgia Nova 2006. Weitere Klangkunst-Produktionen unter anderem „FRACTURE“ (Deutschlandradio 2016), „Black Bat“ (Deutschlandradio 2014), „Message from the Lighthouse“ (Sveriges Radio 2009), „His Masters Voice“ (Art’s Birthday, Sveriges Radio Stockholm 2007).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand

Antonio Maria Montanari: Violinsonate d-Moll | Johann Sebastian Bach: Gigue, Partita Nr. 2 für Violine solo d-Moll BWV 1004 | Johann Paul von Westhoff: Violinsonate Nr. 2 a-Moll. Jonas Zschenderlein, Barockvioline; Alexander von Heißen, Cembalo


30.03.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Ein Ballett mit acht Grammophonen und andere Experimente – Musik am Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik: The Artist’s Cut [06]: Mark Polscher

point of view [71]: Mark Polscher. Eine persönliche Auswahl an Musikstücken, die den Komponisten und Synthesizer-Solisten Mark Polscher inspirierten und begleiten

Gordon Mumma: Medium Size Mograph | Brian Eno: Lizard Point | Michael von Biel: Fassung | Karlheinz Stockhausen: Orchesterfinalisten | Richard Teitelbaum & Andrew Cyrille: Driving Pistons | Earle Brown: November 1952 | Maryanne Amacher: A Step into it, imagininig 1001 Years | Cluster: 21:17 | David Tudor: Pulsers

Die Entstehung von Elektronischer Musik ist meist von zwei Polen geprägt: Improvisation einerseits, langwierige Produktion (Komposition) andererseits.

Improvisation ist von der Lebendigkeit des Spiels geprägt, von der Kraft des Moments, von dem Unmittelbaren des Spielaktes. Aber sie ist auf den glücklichen Augenblick angewiesen und daher von der Gunst der Stunde abhängig, nicht alles gelingt und manchmal machen Kleinigkeiten einen großartigen Spielzug zuschanden. Studioproduktion andererseits bietet die Möglichkeit Klangmaterialien neu anzuordnen, zu kombinieren und zu verfeinern um daraus einen eigenständigen Organismus zu gestalten. Allerdings bedeutet das nicht selten, dass der Komponist für Wochen oder Monate in der Abgeschiedenheit des Studios einsam vor sich hin arbeitet, stets in Gefahr sich in den unendlichen Möglichkeiten zu verlieren oder durch permanente Editionsprozesse alle Lebendigkeit aus dem Stück zu schneiden.

„The Artist’s Cut“ versucht einen Mittelweg, um den Atem der Spontaneität und maßvolle Bearbeitung zu verbinden: Ein „Artist“ begibt sich für einen Tag in ein Studio, wo ihm ein Produzent als Arbeitspartner und kritisches Gegenüber beim „Cut“ beisteht.

Mit dieser Produktionsformen wird an die Pionierzeit von Elektronischer Musik angeknüpft, als Werke in vielstufiger Zusammenarbeit von Komponist und Technik entstanden.

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Mit Impulsen von außen – Italiens junge Generation trotzt der Krise

Von Barbara Eckle. Die neue Musik führt in Italien seit einiger Zeit wieder ein kulturelles Nischendasein. Die wenig verheißungsvolle Situation treibt junge Komponisten ins Ausland: Sie gehen nach Deutschland, Frankreich oder Österreich, um sich unter günstigeren Bedingungen zu entwickeln. Aber nur wenige wollen Italien ganz hinter sich lassen, manche bleiben oder kehren dorthin zurück. Simone Movio aus Udine zum Beispiel, für den sein Studium bei Beat Furrer in Graz ein kompositorisches Erweckungserlebnis war. Auch andere bringen Impulse, Inspirationen von anderenorts ein: Filippo Perocco hat in seiner Geburtsstadt Treviso das Ensemble Arsenale gegründet, mit dem er tatkräftig den instabilen Umständen trotzt. Eine Gruppe junger Komponisten namens NuThing zeigt mit einem regelmäßigen Blog, dass in Italien ein bemerkenswerter Musik-Diskurs läuft. Und in Palermo setzt sich die junge Dramaturgin Floriana Tessitore dafür ein, dem einst, vor 50 Jahren berühmten Avantgarde-Festival ,Settimane Internazionali Nuova Musica’ neues Leben zu einzuhauchen.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner: Entwicklung einer Theorie von Frank Witzel

Nachdem die Postmoderne die Theorie in ihre Schranken verwiesen hat, vor allem die große Theorie, die vorgab das gesamte Gefüge der Welt zu erklären, bleibt die Frage weiterhin unbeantwortet, was eine Theorie noch leisten kann, vor allem aber, wozu sie überhaupt da ist. Erklärt die Theorie immer dem anderen etwas, oder besteht ihr Zweck vor allem darin, sich selbst über das eigene Leben Klarheit zu verschaffen? Gibt es eine Verbindung zwischen Individuellem und Gesellschaftlichem, Privatem und Allgemeinen? Oder stellt eine Theorie am Ende nichts anderes da als ein Scheitern im Realen?

In dem Hörspiel „Entwicklung einer Theorie“ wird eine Theorie entfaltet, die ganz pragmatisch Antwort auf viele drängende Fragen gibt, von der Heilung schwerer Krankheiten bis zur Befriedung außenpolitischer Konflikte. Mit klaren Handlungsanweisungen und Rezepten steht ihre Anwendung und damit Überprüfung jedem offen. Diese Theorie existiert tatsächlich und wurde in den achtziger Jahren von einem ehemaligen Orchestermusiker entwickelt, der wegen einer psychischen Erkrankung stationär in eine Nervenheilanstalt aufgenommen werden musste. War es die Theorie, die diese Erkrankung auslöste oder ist sie es, die eine Heilung bewirken soll? Diese Unterscheidung lässt sich nicht vornehmen, erkennen aber kann man die unmittelbare und existenzielle Notwendigkeit, die diese Theorie ins Leben rief, etwas, das vielen anderen Theorien fehlt.

Mit: Peter Schröder; Realisation: Frank Witzel; Dramaturgie & Redaktion: Leonhard Koppelmann; hr 2019|

Frank Witzel, geboren 1955 in Wiesbaden, arbeitet nach einer musikalischen Ausbildung als Autor, Essayist, Zeichner und Musiker. Für seinen Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“ erhielt er den „Deutschen Buchpreis 2015“ sowie den „Robert Gernhardt Preis 2012“. Weitere Veröffentlichungen u. a. „Bluemoon Baby“ (2001), „Revolution und Heimarbeit“ (2003),“ Vondenloh“ (2008), zuletzt „Grund unter Grund“(2017).

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Caminho de Santiago – ein Weg der Musik

Seit Jahrhunderten machen sich die Menschen auf den beschwerlichen Weg einer Pilgersreise, oftmals über hunderte von Kilometern, wochenlang fern der Heimat. Der „Peregrinus“ ist der „Fremde“, der die Mühen der Wanderschaft auf sich nimmt und meist in kleinen oder auch größeren Pilgergruppen dem Ziel entgegen strebt. Vor allem in früherer Zeit waren es vorwiegend religiöse Motive, die die Gläubigen auf den Weg brachten. Heute dienen als Motivation die Sehnsucht des Menschen aus dem Alltagstrott auszubrechen, Bekanntes hinter sich zu lassen, neue Wege zu suchen; auch die Lust am Abenteuer ist nicht von der Hand zu weisen. Aber der Weg ist nicht nur gepflastert mit Herausforderungen körperlicher und seelischer Art, sondern er ist auch gesäumt von Klängen, Melodien und Rhythmen. Pilgermusik hat zu allen Zeiten eine bedeutende Rolle gespielt: die einfachen Pilgergesänge sollten ablenken von den Beschwerlichkeiten des Weges und dadurch dem Wallfahrer neue Kraft verleihen. Viele auf mittelalterliche und auf Folklore spezialisierte Ensembles wie z.B. das renommierte „New London Consort“ und Vladimir Ivanoffs Ensemble „Sarband“ haben Pilgerlieder des Mittelalters zu neuem Leben erweckt und lassen den Hörer teilhaben an den kontemplativen Wechselgesängen einer mitunter archaisch anmutenden Musik. Durchaus reizvoll sind aber auch die modernen Annäherungen an das Thema durch das Ensemble „Pilgrimage“. Eine Sendung von Roland Kunz


31.03.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: „Bilder einer Ausstellung“ – Aus neuen Perspektiven

1874 komponierte Modest Mussorgsky seinen Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ nach Gemälden und Zeichnungen seines Malerfreundes Viktor Hartmann.

Kaum ein klassisches Musikwerk ist seither so oft bearbeitet worden wie dieses. Ravels bekannte Orchesterfassung ist nur eine unter vielen. Daneben gibt es Bearbeitungen für Streichquartett, Glasharfe oder Jazz-Septett. All das lässt uns die „Bilder einer Ausstellung“ aus ganz neuen Perspektiven erleben.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Häutung des Himmels

Giacinto Scelsi: Pfhat – eclat … et le ciel s’ouvre für Chor und Orchester; WDR Rundfunkchor; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Hans Zender | Ashley Fure: A Library on Lightning für Trompete, Fagott und Kontrabass; Klangforum Wien | Martin Grütter: Die Häutung des Himmels für 7 Instrumente; Ensemble Modern, Leitung: Brad Lubman | Tristan Murail: Ausschnitt aus „Liber fulguralis“ für Ensemble und Elektronik; Collegium Novum Zürich, Leitung: Lin Liao

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Dagadana – polnisch-ukrainische Freundschaft

Dagadana – prachtvolle Kopfbedeckungen, farbige Kleidung, visionäre Musik zwischen Tradition und Moderne: Das sind Markenzeichen des polnisch-ukrainischen Quartetts, das ausgezeichnet wurde für seine visionären Grenzgänge zwischen phantasievoll moderner Elektronik, Jazz, zeitgenössischer Musik, Weltmusik, Pop und Folklore. Dagadana „leben“ polnisch-ukrainische Freundschaft: Dana kommt aus der Ukraine, Daga kommt aus Polen, und die beiden trafen sich bei einem Jazz-Workshop in Krakau. Schnell wurde klar, dass sie gemeinsam Musik machen wollten – zunächst als Duo, kurze Zeit später war das Quartett perfekt. Daga und Dana erzählen gerne über die Erfolgsgeschichte der Band, über die musikalischen Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede. Die MusikerInnen von Dagadana sehen sich als „Botschafter“ ihrer Regionen und wünschen sich, dass sie das Publikum mit der Musik auch für ihre Heimatländer begeistern können. Eine Sendung von Roland Kunz

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Chefmitarbeiter bei | Website

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

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