Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 11.03. bis 17.03.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 11: MaerzMusik 2019 | Mario Bertoncini | George Benjamin | Jagoda Szmytka | Berlioz als Musikliterat | Ultraschall Berlin | ECLAT 2019 | Wien Modern | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Flöte / Die Elektronik | Studio Elektronische Musik – Historische Studios [02]: Warschau | Hespos’ Orgel-Organismus, ausgestaltet von Dominik Susteck | Bill Hopkins „Etudes en série“

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

28 – Interview mit Barbara Maurer

Barbara Maurer spricht über ihre Zeit beim Ensemble Recherche, wie die Neue-Musik-Szene damals war und wie sie heutzutage ist. Sie hat den Masterstudiengang für Neue Musik Praxis an der Folkwang Universität der Künste in Essen mitentwickelt und genießt es sehr, ihren Erfahrungsschatz weiterzugeben. Auch in diesem Interview gibt sie viele praktische und hilfreiche Tipps.

https://www.irenekurka.de/podcast.html


11.03.2019


20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Musik der Zeit [5] Kontakte

Karlheinz Stockhausen: Kontakte für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug | Mauricio Kagel: Transición II für Klavier, Schlagzeug und Tonband | Vassos Nicolaou: Centrifugal für Klavier und Live-Elektronik, Kompositionsauftrag des WDR, Uraufführung | Jan St. Werner: Central Spark in the Dark für Schlagzeug und Elektronik, Kompositionsauftrag des WDR, Uraufführung. Pierre-Laurent Aimard, Klavier; Dirk Rothbrust, Schlagzeug; Marco Stroppa, Klangregie. Übertragung aus dem Kölner Funkhaus. Parallele Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround-Sound

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: MaerzMusik 2019

Mit Andreas Göbel. Vom 22. bis 31. März findet in diesem Jahr die MaerzMusik – Festival für Zeitfragen – statt. Der Künstlerische Leiter Berno Odo Polzer ist im Studio und erläutert Konzept und Inhalte des aktuellen Festivaljahrgangs.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: „Eher schwer, oft dumpf, nie heiter“ – Brahms-Hommagen in Werken von Wolfgang Rihm

Von Philipp Kehrer. Im beinahe unüberblickbaren Schaffen des Komponisten Wolfgang Rihm hat die produktive Auseinandersetzung mit der Musikgeschichte schon früh eine Rolle gespielt. Anfang der 80er-Jahren schreibt er zum Beispiel einen „Brahmsliebewalzer“. Konstruiert Rihm sich damit nicht einen eigenen, idealisierten Brahms? Finden sich vielleicht Parallelen, Gemeinsamkeiten, Anschlussmöglichkeiten an den Komponisten des „Deutschen Requiems“ und der „Vier ernsten Gesänge“? Philipp Kehrer hat mit Wolfgang Rihm gesprochen und sich einige der Hommage-Kompositionen näher angeschaut.


12.03.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Musik aus Wind und Stahl – Der italienische Komponist Mario Bertoncini (1932-2019)

Von Christine Anderson. Er war Pianist, Komponist und Erfinder: Über 40 Jahre konstruierte Mario Bertoncini Windharfen und andere äolische Klangobjekte.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Karl Amadeus Hartmann: „Der Mann, der vom Tode auferstand“ (Nadja-Martina Schulz, Christian Gaul, Sprecher; Thomas Harper, Reinhart Ginzel, Christian Müller-Berg, Ingo Jander, Tenor; Michael Kraus, Egbert Junghanns, Bariton; Reinhart Gröschel, Frank Schwemmer, Bass; Frank Maus, Jonathan Alder, Kevin McCutcheon, Klavier; Deutsches Symphonie-Orchester: Roger Epple); Peter Jona Korn: „Beckmesser-Variationen“, op. 64 (Thüringen-Philharmonie Suhl: Olaf Koch); Carl Orff: „Die Kluge“, Rätselszene (Lucia Popp, Sopran; Thomas Stewart, Bariton; Münchner Rundfunkorchester: Kurt Eichhorn); Günter Bialas: Paraphrasen über Szenen aus dem „Gestiefelten Kater“ (Philharmonische Cellisten Köln); Manfred Trojahn: Aus „Enrico“ (Trudeliese Schmidt, Sopran; Peter Umstadt, Eberhard Lorenz, Tenor; Thomas Mohr, Richard Salter, Bariton; Rüdiger Trebes, Bass; SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Dennis Russell Davies); Joseph Suder: „Kleider machen Leute“, Ballettmusik (Münchner Philharmoniker: Kurt Striegler); Werner Egk: „Die Zaubergeige“, Szene der Ninabella aus dem 2. Akt (Norma Sharp, Sopran; Münchner Rundfunkorchester: Heinz Wallberg); Horst Platen: „Die Nordwand“, Zwischenspiel (Münchner Philharmoniker: Horst Platen); Wilfried Hiller: „Peter Pan“, Vorspiel (Sebastian Wölfl, Simon Kaps, Knabensopran; Annabella Pichler, Susanne Bernhard, Sopran; Martina Koppelstetter, Mezzosopran; Simon Pauly, Simon Pauly, Bariton; Ein Kammerorchester: Werner Seitzer)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Liebe und Schmerz: George Benjamin in Hamburg

Von Margarete Zander. In seiner Oper „Lessons in Love and Violence“ geht es um die alten Themen, Liebe, Macht und Gier. Shakespeare hat Pate gestanden, aber George Benjamin und Martin Shrimp setzen die Themen so in Szene, dass sie uns heute packen. Für seinen „Dream of the Song“ auf den Spuren seiner Vorfahren mit hebräischen Texten aus dem 11. Jahrhundert fand der britische Komponist die Idealbesetzung in Bejun Mehta. Die Intensität seines Ausdrucks machen den Countertenor zum idealen Sänger dafür, schwärmt George Benjamin und erklärt: „Für mich klingt diese Stimme wie „dunkles Gold“.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: „Ich liebe es, nicht zu wissen was passiert“ – Die polnische Komponistin und Performerin Jagoda Szmytka

Sie ist derzeit eine der gefragtesten Figuren in der Szene der zeitgenössischen Musik. Über die Philosophie kam Jagoda Szmytka zur Erkenntnis, dass Sprache verkürzt und ausschneidet. Dann entdeckte sie die direkte, uneindeutige körperliche und energiegeladene Geste und folgerichtig schließlich die sozialen Zusammenhänge. Seitdem ist ihre Kunst interaktiv und interdisziplinär. Das ist weit weg vom Komponieren im herkömmlichen Sinn, aber nah dran an ihrem Lebenstraum, so etwas wie eine Regisseurin zu sein mit allen Mitteln. Regisseurin von Menschen, Klängen, Bildern, von Ton, Geräusch, Aktion, Geste und Körper, Video und Elektronik und allem, was die klassischen und neuen Medien hergeben. Eine Sendung von Florian Hauser


13.03.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Stefan Hippe: „Eine Nacht in Castle Hill“ (Nürnberger Akkordeonorchester: Irene Kauper-Meyer); Holmer Becker: Streichtrio (Mitglieder des Bamberger Streichquartetts); Hans-Günther Allers: Quintett, op. 92 (Ensemble Kontraste); Claus Kühnl: „Vision“ (Mitglieder des Kammerorchesters Schloss Werneck); Stefan David Hummel: „In one’s heart of hearts“ (Stefan Teschner, Violine; Klaus Jäckle, Gitarre; Sven Forker, Schlagzeug); Hermann Seidl: Trio (Walter Himmler, Flöte; Barbara Seeliger, Violoncello; Hermann Seidl, Klavier); Rainer Brunn: „Sellanraa“ (Duo Stringendo); Dieter Buwen: „Die Sephiroth“ (Günter Priesner, Saxophon; Dieter Buwen, Orgel)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Geschichten aus dem Orchestergraben – Berlioz als Musikliterat

Hector Berlioz war auch Musikschriftsteller und Rezensent. Er schrieb über Musiker und Dirigenten, über gute und schlechte Sänger, übers Publikum und Claqueure, über die Medien und die Kritiker.

Er verfasste journalistische Artikel fürs Feuilleton und skurrile Kurzgeschichten im Stil von ETA Hoffmann. Mit spitzer Feder beschreibt er die Grotesken der Musik. Mit Hingebung und Mitgefühl erzählt er vom Musikerleben im Orchestergraben. Kaisers Klänge stellen seine Texte heute vor.

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2019

Mit Eckhard Weber. Die neue Musik lebt nicht zuletzt durch ihre Ensemblekultur – Formationen, deren Stammbesetzung von allen klassisch-romantischen Standardmustern abweicht. Und deren Mitglieder ebenso Ensemblespieler wie auch herausragende Solistinnen und Solisten sind. Beim Konzert mit dem Zafraan Ensemble standen drei Solowerke zwei Ensemblestücken gegenüber, darunter eine Uraufführung. Konzertaufnahme vom 19. Januar 2019 im Heimathafen Neukölln

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: ECLAT 2019

Duo Hellqvist/Amaral: Karin Hellqvist (Violine), Heloisa Amaral (Klavier). Werke von Øyvind Torvund, Lisa Streich, Alberto Bernal u. a. (Konzert vom 9. Februar im Theaterhaus Stuttgart)

Aus der Intimität der kammermusikalischen Situation heraus möchte das Duo Hellqvist/Amaral utopische Räume schaffen. Ein Wechsel der Perspektive soll instrumentale, mediale, performative Grenzen und auch die eigene Rolle erweitern. Die bei ECLAT gespielten Werke greifen diese Fragen unmittelbar auf: Von utopischen Ideen handeln Øyvind Torvunds „Plans“, Lisa Streich spekuliert über verschiedene Süßigkeitsgrade von Safran, und Alberto Bernal erforscht am Beispiel der 3. Violinsonate von Brahms, wie sich Information und Wahrnehmung durch massive Wiederholungen des scheinbar Identischen verändern.


14.03.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Wien Modern

Musikverein. Aufzeichnung vom 02.11.2018. Joseph Haydn: „Die Vorstellung des Chaos“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ | Nicolaus A. Huber: „…der arabischen 4“ für Orchester (Uraufführung) | Friedrich Cerha: Drei Situationen für Streichorchester (Uraufführung), ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Leitung: Duncan Ward

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Karl Meister: Trompetenkonzert (Gerd Zapf, Trompete; Ein Kammerorchester: Karl Meister); Karl Höller: Symphonie Nr. 1 cis-Moll (Bamberger Symphoniker: Hermann Bäumer); Rupert Riederer: Streichquartett Nr. 8 (Sonnleitner-Quartett); Robert M. Helmschrott: Sonata da chiesa Nr. 11 (Jörg Widmann, Klarinette; Elisabeth Zawadke, Orgel)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Wie wilde Widersprüche wirken – Die Macher von „Tonali“ stellen ihre Klassik vor

Das Klassikpublikum wird immer älter, es stirbt langsam aus … was für eine alte Leier! So manch ein Konzertveranstalter lockt die Besucher in alte Reaktorhallen, in quietschbunte Zelte oder auf Kreuzfahrtschiffe. Das ist eine Möglichkeit! Ein anderes, mittlerweile sehr bewährtes Projekt heißt „Tonali“ – ins Leben gerufen in Hamburg von den beiden Cellisten Amadeus Templeton und Boris Matchin. Was alles im etwas skurilen Wort „Tonali“ steckt, das klingt wie ein „Rundum-sorglos-Paket“ – es umfasst nämlich: Konzerte, Akquise des Publikums, Konzerteinführung, Künstleragentur, einen eigenen Konzertsaal in Hamburg, dazu Konzertreisen rund um die Welt und einen Musikwettbewerb. Was hinter all diesen Inhalten im Einzelnen steckt und was die beiden Köpfe Templeton und Matchin sonst noch alles aushecken … dazu mehr in „KlassikPlus“! Eine Sendung von Sylvia Schreiber

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Bewegung – Mouvement – Movimento …

Jiøí Suchánek: Movements, elektronische Komposition. Movimentos Festival Wolfsburg 2018. Porträtkonzert Wolfgang Rihm: Risonanze erranti. Leitung: Peter Tilling. Werke von Wolfgang Rihm und Carl Philipp Emanuel Bach. Aufnahme vom 8. April 2018 aus dem Cinema, Wolfsburg. György Ligeti: Monument, Selbstporträt, Bewegung u.a.

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Die Flöte, Teil 2 von 3

Von Martina Seeber. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: I Misteri – Sizilianische Trilogie (1) – Hörstück von Werner Cee

Aus dem Italienischen von Bettina Obrecht. Mit: Caroline Junghanns, Stefania Orsola Garello, Giacomo Cuticchio u. a. Komposition und Realisation: Werner Cee. (Produktion: SWR 2016). Auch als Videostream auf SWR2.de

Anlässlich der Ursendung schrieb Eva Maria Lenz in epd medien: „Hier gelingt vielschichtige Klang-Kunst.“ Cee beschwört die sizilianische Kultur und verweist u. a. auf Goethes „Proserpina“, Ovids „Metamorphosen“. Dazu gesellen sich die Stimmen Palermos auf Straßen und Märkten, Street Recordings vom Festino Rosalia sowie die uralte Rezitationsform des sizilianischen „Cunto“. All diese Elemente verbinden sich zu einem irrwitzigen, sehr diesseitigen Klanggewebe, einem Filmsoundtrack ohne Film um den Mythos Sizilien. (Teil 2 „La Mattanza“, Sonntag, 17. März, 14.05 Uhr; Teil 3 „Die Rückkehr der Proserpina“, Donnerstag, 21. März, 22.03 Uhr)


15.03.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Preisträger CTM Radio Lab 2019 (1/2)

Love and Rage. Klangkunst von Israel Martínez. Produktion: Deutschlandfunk Kultur / CTM / ORF 2019. Länge: ca. 54’30. (Ursendung) (Teil 2 am 22.03.2019)

Politische Texte aus Mexiko in einem Hörstück über Liebe und Wut.

Die mexikanische Gesellschaft ist von großen politischen Spannungen geprägt. Drogenkriminalität, Korruption und die Unterdrückung von Minderheiten schüren viel Wut in der Bevölkerung. Gleichzeitig betreiben Aktivisten, Wissenschaftler, Journalisten und Künstler ein zähes Ringen um präzise Analysen jenseits der Polarisierung. Der Klangkünstler Israel Martínez verbindet Zitate aus politischen Schlüsseltexten der letzten Jahre mit musikalischen Improvisationen zu einem eindringlichen Hörstück.

„Love and Rage“ entsteht im Rahmen des Produktionspreises „CTM Radio Lab“ von Deutschlandfunk Kultur, CTM Festival Berlin, Goethe Institut und orf musikprotokoll. Das andere Preisträgerstück ‘Sogokuru’ von Aurélie Nyirabikali Lierman wird am 22.03.2019 um 00:05 Uhr gesendet.

Israel Martínez, geboren1979 in Guadalajara, Mexico, lebt als Klangkünstler in Mexico City. 2012 war er Gast beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Heinz Benker: Toccata g-Moll (Eberhard Kraus, Orgel); Gregor A. Mayrhofer: „Masse“ (Chor des Bayerischen Rundfunks); Karl Erhard: Sonate (Karl und Gertrud Kottermaier, Klavier); Joseph Haas: „Schelmenlieder“, op. 71 (Konstanze Hallstein, Mezzosopran; Michaela Schlotter, Klavier); Rudolf Mors: Klavierkonzert (Volker Banfield, Klavier; Philharmonisches Orchester Bielefeld: Rainer Koch); Markus Höring: „Partita sacro-profana“ (Allgäuer Waldhornbläser: Ulrich Köbl); „Horch, was kommt von draußen rein“ (Franz Lehrndorfer, Orgel)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Vier Meter nacktes Holz – Das Alphorn, Nationalsymbol der Schweiz

Von Florian Hauser. Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr. Zwar ist es schon im 16. Jahrhundert in der Schweiz aufgetaucht, aber es verstummte bald wieder und brauchte einen zweiten Anlauf. Der funktionierte dann bestens: Mit dem Aufleben von Folklore und Tourismus im 19. Jahrhundert wurde das Alphorn gar zum Nationalsymbol. Was ist so speziell an diesem nackten Rohr?

Das Feature wirft zusammen mit dem Musikethnologen Dieter Ringli einen Blick auf Ursprung und Mythos des Alphorns. Wir besuchen die älteste Alphornwerkstatt der Schweiz; und wir sprechen mit dem Musiker Balthasar Streiff, der sich durch die Beschränktheit des Alphorns ganz besonders herausgefordert fühlt und auf diesem „Neuralrohr“ mikrotonale, mehrstimmige, neue und neueste Musik spielt.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Edward Morgan Forster: Die Maschine steht still

Hörspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Edward Morgan Forster. Mit Achim Buch, Susanne Sachße, Rafael Stachowiak, Susanne Reuter, Jörn Rüter und anderen. Bearbeitung, Komposition und Regie: Felix Kubin. NDR 2018

„Die Maschine steht still“ von Felix Kubin nach E. M. Forsters gleichnamiger Erzählung aus dem Jahr 1909 wurde auf den ARD Hörspieltagen 2018 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Die Menschen leben in dieser Dystopie in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort. Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen der „Maschine“ perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen, man kommuniziert nur über die Maschine, die über allem wacht. Ihr Handbuch ist zu einer Art Bibel geworden, die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von der Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen…

E. M. Forsters visionäres Werk aus dem Jahr 1909 wirft Fragen auf, die von großer Aktualität sind: Wie kann der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen, die immer stärker unser Leben bestimmen?

Edward Morgan Forster (1879-1970), britischer Schriftsteller. Romane unter anderem „Where Angels Fear to Tread“ (1905), „Howards End“ (1910), „Maurice“ (entstanden 1913/1914, postum 1971 veröffentlicht), „A Passage to India“ (1924). Im Ersten Weltkrieg mit dem Britischen Roten Kreuz in Ägypten, 1921 in Indien Privatsekretär für den Maharaja von Dewas Senior.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Von der Chordirigentin zur Opernsängerin – Die Mezzosopranistin Natalya Boeva

Von Julia Smilga. Natalya Boeva wurde in St. Petersburg in Russland geboren. Lange war sie überzeugt, dass Chordirigieren ihr Traumberuf ist.  Erst während des Dirigierstudiums am Rimskij-Korsakow-Konservatorium entdeckte Natalya Boeva, dass ihr auch das Singen großen Spaß macht. Sie ging nach München und studierte ab 2016 an der Theaterakademie August Everding Musiktheater und Operngesang. Dann fügte sich alles ziemlich schnell: Im September 2018 gewann sie den 1. Preis in der Kategorie Gesang beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Noch in der gleichen Spielzeit wurde die 29-Jährige Ensemblemitglied des Theaters Augsburg. Ihre erste große Rolle wird die Charlotte in „Werther“ von Jules Massenet.


16.03.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Vier Meter nacktes Holz

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik – Historische Studios [02]: Warschau

Eugeniusz Rudnik: Mobile für Tonband | Wlodzimierz Kotonski: Antiphonae für Tonband | Krzysztof Penderecki: Scyzoryk, Filmmusik | Arne Nordheim: Warszawa für Tonband | Boguslav Schaeffer: Assemblage II für Tonband | Elzbieta Sikora: Ausschnitt aus „Five Seasons of a Year“ für Tonband | Herbert Brün: A Piece of Prose für Tonband | Franco Evangelisti: Campi integrati für Tonband | Lejaren Hiller: A Portfolio für Tonband

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Deutschlandfunk-Produktionen – Hespos’ Orgel-Organismus, ausgestaltet von Dominik Susteck

Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller. Geigenspiel sei: „Pferdehaare, gezogen über Katzendarm“, so sagt es der Komponist Hespos. Und die Orgel? Knöchern klappert die Mechanik, unberechenbar schwanken die Töne, gewalttätig attackiert der Organist das Manual, Holz kracht – aus dem starren Mechanismus bricht Leben hervor. Die Orgel ist ein komplexer, hochtechnisierter Apparat: Bei keinem konventionellen Instrument ist so viel Technik zwischen den Spieler und die von ihm verursachten Töne geschaltet – Tasten, Trakturen, Motoren. Einen Komponisten wie Hans-Joachim Hespos (*1938) muss das herausfordern. Ihm geht es ja immer um das Elementare, das Kreatürliche des Klanges. Doch die Energien dieser Musik werden planvoll freigesetzt: aus intimer Kenntnis des Instrumentes, seiner Möglichkeiten und Grenzen, im spannungsgeladenen Bezug zur Tradition oder auch in scharfer Abgrenzung. Vom Interpreten wird viel Eigeninitiative gefordert: durch Aktionen, deren klangliches Ergebnis er nicht kontrollieren kann. Durch bildhaft-lautmalerische Vortragsanweisungen, die nicht exakt umzusetzen sind. Dominik Susteck hat an der Orgel für Neue Musik in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk Hespos’ Werke für Orgel komplett eingespielt.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Elektronik, Teil 4 von 4

Von Michael Iber. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.


17.03.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Ein Tänzchen am St. Patrick’s Day – Musik aus Irland

Am irischen Nationalfeiertag zeigt sich die grüne Insel ganz von ihrer musikalischen Seite. Irische Tänze erklingen, ob Reel, Jig oder Hornpipe. Dazu spielen die typisch irischen Instrumente auf: von der metallenen Flöte, der Tin Whistle bis zum irischen Dudelsack, von der Fiddle bis zur Irish Harp. Auch die klassischen Komponisten zeigen einen Hang zu keltischen Klängen. Beethoven, Mendelssohn, Berlioz und Britten haben sich von irischen Melodien inspirieren lassen.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Wir wollten so gern die Welt sehen – „Stiljagi“ – Jugend und Musikszene in der Sowjetunion der Nachkriegszeit

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Meilensteine der Moderne (22) Bill Hopkins „Etudes en série“

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