Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 02.01. bis 06.01.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 01. Zum 75. Geburtstag des Komponisten Peter Eötvös | BR-KLASSIK – Feature-Fest | Mit himmlischen Freuden – Einmal Paradies und zurück | Donaueschinger Musiktage 2018 | „Kagel-Salon“ | Musica Viva Orchesterkonzert | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Violine, Teil 1 von 2 / Das Cembalo | The Qikiqtaaluk Deep Map | Studio Elektronische Musik: The Artist´s Cut | Forum neuer Musik 2008 – Im Spiegel: Ich | Klirrende Klänge – Winter wie früher | „Wenn Muddy Waters Mozart heiratet“ | Alte Weisen auf Vulgärlatein |

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Aktueller Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

22 – Interview mit Mirjam Schröder

Mirjam Schröder ist begeisterte Professorin für Harfe und gibt dort ihr Wissen auf wunderbare Weise weiter. Sie schätzt es immer wieder Neues zu lernen von ihren Studenten, Kollegen und Komponisten. Sie spricht über die Harfe in der neuen Musik und was sie in der Zusammenarbeit mit den Komponisten schätzt. Sie ermutigt auch Komponisten für die Harfe schreiben und betont auch die Liebe zum Instrument.

https://www.irenekurka.de/podcast.html


01.01.2019


22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 75. Geburtstag des Komponisten Peter Eötvös

Von Transsylvanien aus in die zeitgenössische Musik? Nicht unbedingt der nächste Weg. Peter Eötvös ist ihn gegangen – und wie! Schon als 14-Jähriger studierte er bei Zoltán Kodály an der Budapester Musikakademie Komposition. In Köln machte er später sein Dirigierdiplom. Dazu engagiert er sich seit Jahrzehnten für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Nun wird der Dirigent, Komponist und Lehrer 75 Jahre. Das feiert BR-KLASSIK mit einer Stunde Musik – unter anderem mit dem legendären „Speaking Drums“, das Martin Grubinger gewidmet ist. Ein Schlagzeugkonzert, in dem der Solist nicht nur trommelt, sondern auch brüllt. Warum? Das verrät Peter Eötvös höchstpersönlich, in der Sendung „Horizonte“ am Neujahrstag. Eine Sendung von Kristin Amme


02.01.2019


19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Feature-Fest: Dienst-Schluss! Und dann? – Orchestermusiker im (Un)Ruhestand

Von Noemi Schneider. „Musiker gehen nicht in Rente, sie hören auf, wenn sie keine Musik mehr in sich haben.“ Dieser Ausspruch stammt von Louis Armstrong. Die Realität hat andere Regularien: Ob herbei gesehnt oder befürchtet – jedem angestellten Orchestermusiker flattert irgendwann der Rentenbescheid ins Haus. Das „Dienst-Ende“ ist ein besonderer Lebenseinschnitt, schließlich lassen sich Beruf und Berufung nur schwer voneinander trennen. Ob Frühberentung oder Pensionierung, das „letzte Drittel“ muss gemeistert werden. Und wie? Weiterspielen in Katar, Kammermusik mit Kollegen, Kabarett, soziales Engagement oder Weltumsegelung? Noemi Schneider hat mit pensionierten Solisten und Tuttisten über Abschiede, Ängste und Albträume, ungeahnte Freuden, neue Hobbies und musikalische Entdeckungen im (Un)Ruhestand gesprochen.

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Mit himmlischen Freuden – Einmal Paradies und zurück

Das Paradies ist ein verheißungsvoller Sehnsuchtsort, auf Erden oft kopiert, aber nie erreicht. Außer in der Musik! Für Gottes Garten Eden haben Komponisten aller Couleurs die betörendsten Klänge gefunden. Wenn man dazu die Augen schließt, glaubt man wirklich, den elysischen Gefilden einen Besuch abzustatten. Zurück von dem beglückenden Trip ins Jenseits ist man erst, wenn man die Augen wieder aufmacht. Oder wenn man in einen Apfel beißt.

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART – mit Andreas Göbel

21:35 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: Chansons Françaises

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Donaueschinger Musiktage 2018

IRCAM | SWR Symphonieorchester | Leitung: Pascal Rophé ##### Malin Bång: Splinters of ebullient rebellion für Orchester (Uraufführung) Kompositionsauftrag des SWR und des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra in Kooperation mit EMS | Marco Stroppa: Come Play With Me für Solo-Elektronik und Orchester (Uraufführung) Kompositionsauftrag des SWR, des Orchestre de Paris und von Françoise & Jean-Philippe Billarant. (Konzert vom 19. Oktober 2018 im Mozart Saal der Donauhallen, Donaueschingen)

Zwei der ungewöhnlichsten Orchesterstücke bei den Donaueschinger Musiktagen kamen in diesem Jahr von Malin Bång und Marco Stroppa. Bång schafft Gruppenprozesse im Orchester, deren unwiderstehliche Dynamik sie den sozialen Netzwerken und insbesondere der #MeToo-Debatte abgeschaut hat. Dabei kommen auch alte Schreibmaschinen, Sprechchöre und andere ungewöhnliche Klangerreger zum Einsatz. Stroppa hat ein veritables Solokonzert geschrieben, mit dem Lautsprecher als Soloinstrument. Vom Orchester virtuos und gefühlvoll begleitet, nehmen der Lautsprecher und seine elektronischen Klangwelten fast menschliche Züge an.


03.01.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: „Kagel-Salon“ Theater am Marienplatz (TAM), Krefeld

Aufzeichnung vom 28.11.2017. Interpretationen des TAM. Vorgestellt von Hubert Steins. Pit Therre, Sprecher, Sänger, Instrumentalist

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Werner Grimmel: „In warmem Golde fließen Musik“, Uraufführung (Joachim Schall, Violine; SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Robert HP Platz); Franz Hummel: 33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli (Carmen Piazzini, Klavier); Otto Eduard Crusius: Sieben Morgenmusiken für alle Wochentage und ein Epilog (Paul Sanders, Klavier)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Feature-Fest: Du lebst in meiner Klage – Die Kindertotenlieder von Gustav Mahler und Friedrich Rückert

Von Dagmar Penzlin. Es ist der Albtraum aller Eltern: dass das eigene Kind vor ihnen selbst stirbt. Der Dichter Friedrich Rückert muss diese existenziell erschütternde Erfahrung innerhalb  Wochen gleich zwei Mal machen. Er verarbeitet den Tod seiner Kinder Luise und Ernst, indem er weit über 400 Kindertotenlieder schreibt. Jahrzehnte später wählt Gustav Mahler fünf Gedichte aus und formt aus ihnen einen Liedzyklus. Er schenkt so Rückerts kunstvoller Poesie eine weitere Tiefendimension. Wie aktuell diese Kindertotenlieder bis heute sind, wie sehr sie die Gefühle trauernder Eltern einfangen, zeigt sich im Gespräch mit Isabel Schupp – sie hat ihre Tochter Pauline verloren und arbeitet heute als Trauerbegleiterin. Zusammen mit den Deutungen der Musikwissenschaftlerin Ivana Rentsch und des Baritons Thomas Hampson ergibt sich eine facettenreiche Interpretation.

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Musica Viva Orchesterkonzert

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks; Peter Ruzicka, Leitung; Carolin Widmann, Violine; Sergej Nakariakov, Trompete; Giuliano Sommerhalder, Piccolotrompete; okalconsort Berlin

Peter Ruzicka: Fünf Bruchstücke für großes Orchester /// „Loops“, Konzert für Trompete (Flügelhorn), Piccolotrompete und Orchester (Uraufführung) /// „… Inseln, Randlos …“ für Violine, Kammerchor und Orchester /// „Flucht“, sechs Passagen für Orchester. Aufnahme vom 1. bis 5. Oktober 2018 aus dem Herkulessaal in München

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Die Violine, Teil 1 von 2

Von Sylvia Freydank. Schon die Alten wussten, Musik ist erst Musik, wenn sie klingt. Das ist in der zeitgenössischen Musik nicht anders als in der davor komponierten.. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, der Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio … liner Roma … Nach dem gleichnamigen Buch von Joachim Ringelnatz

Mit: Lena Stolze, Florian Lukas, Michael Mendl, Ilka Teichmüller, Wanja Mues u. a. Hörspielbearbeitung, Musik und Regie: Thomas Gerwin. (Produktion: RBB 2015)

Die literarische, nicht minder spannende wie vergnügliche Alternative zum Krimi „Babylon Berlin“ bietet Ringelnatz: Der Literat Gustav Gastein, in der Provinz aufgewachsen, schlägt sich im Berlin der Goldenen 1920er-Jahre durch. Er hat Affären, Mäzeninnen, wenig Erfolg und noch  Geld. Seine Welt bevölkern Künstler, Tippmamsells, Huren, Kriminelle und Wirtsleute. Im Titel bereits – [Ber]liner Roma[ne] – findet sich das Spielerische und Unvollendete dieses bis ins Kabarettistische gezeichneten Lebenslaufes und die Ironisierung jeglicher Gattungszugehörigkeit.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Isabel Mundry: „Mouhanad“ (SWR Vokalensemble); Ivan Fedele: „Air on air“ (Michele Marelli, Basstthorn; SWR Symphonieorchester: Pascal Rophé); Mirela IviÄeviÄ: „Case White“ (Klangforum Wien: Ilan Volkov)


04.01.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst. The Qikiqtaaluk Deep Map – Von Robin Minard

Produktion: WDR / Deutschlandradio Kultur / Freunde Guter Musik / Elektronisches Studio der Technischen Universität Berlin 2014. Länge: 49’33. (Wdh. v. 31.01.2014)

Klänge aus dem Eis: Soundscape über das Leben der Inuit. Qikiqtaaluk – so nennen die Inuit die Baffin Insel in der kanadischen Region Nunavut. Dorthin reiste der Klangkünstler Robin Minard im Winter 2012/2013. Sein Ziel: Die Suche nach Spuren der Inuit-Kultur. In und um die Stadt Iqaluit nahm er eine Vielzahl von Klängen auf. Krach, Stille, akustische Stadt- und Landschaftsbilder treffen auf Inuit-Kehlgesang und Interviewfragmente. „Die Inuit sind traditionell ein sehr geduldiges Volk“, sagt eine Inuk aus Iqaluit. „Sie werden daher die Geduld haben, das Alte und Neue in einer modernen Lebensweise zu verflechten.“

„Die Landschaft ist extrem ruhig. Das Eis reflektiert Klänge und absorbiert kaum. Man hört kilometerweit entfernte Geräusche. Das erzeugt eine sehr transparente Landschaft.“ (Robin Minard)

Robin Minard wurde 1953 in Montréal geboren. Seit 1997 ist er Professor an der Bauhaus Universität Weimar und an der HfM Franz Liszt Weimar, wo er das „Institut für Neue Musik und Jazz“ und das „Studio für elektroakustische Musik“ (SeaM) leitet. Für Deutschlandradio: „Australian Indigenous Radio Art Project-AIRAP“ (DKultur 2008).

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Adrian Sieber: „Augenblicke – eine Sammlung“ (Alexander Schimpf, Klavier); Markus Höring: Quintett (Vit Spilka, Klarinette; Jaromír Graffe, Violine; Bohumil Smejkal, Viola; Antonin Gál, Violoncello; Vladimir Holly, Klavier); Minas Borboudakis: Klavierkonzert (Minas Borboudakis, Klavier; Nürnberger Symphoniker: Konstantia Gourzi); Rochus Gebhardt: Sonate (Gustav Steinkamp, Klarinette; Karl Leonhardt, Klavier); Werner Heider: „Musik-Geschichte“ (Werner Heider, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Muhai Tang); Alexander Strauch: „So what? – putin & tchaikovsky“ (Johannes Gutfleisch, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier)

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Robert Schumann: „Dichterliebe“ für Stimme und Klavier op. 48

Samuel Hasselhorn, Bariton; Boris Kusnezow, Klavier


05.01.2019


22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik: The Artist´s Cut [01]: Thomas Lehn

Thomas Lehn: drei momentaufnahmen: schichten – gesten – kopplung; Thomas Lehn, Analogsynthesizer | Boguslaw Schaeffer: Symphony: Electronic Musik; Realisation: Thomas Lehn, Analogsynthesizer. The Artist´s Cut [02]: Florian Zwißler. Florian Zwißler: fünf freie felder; Florian Zwißler, Analogsynthesizer

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2008 – Im Spiegel: Ich

Younghi Pagh-Paan: NE MA-UM | Samir Odeh-Tamimi: Tslalim | Jin-Ah Ahn: Zwischenträume. Margit Kern, Akkordeon. Aufnahme vom 5.4.2008 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Margit Kern und ihr Akkordeon sind ein System. Sie drücke nicht einfach nur Tasten, sie erfasse das Instrument in seiner Totalität. Körperliche Konzentration geht mit mentaler Fokussierung einher. Ideal für ein Programm zum Thema ,Mensch – Menschlichkeit’. Sinnbildlich entfaltet Younghi Pagh-Paans Stück ,NE MA-UM’ (deutsch: mein Herz) darin zitternde und bebende Klänge als Ausdruck des Lebendigen. Samir Odeh-Tamimi hat sein vitales Stück ‚Tslalim’ (deutsch: Schatten) genannt. Jin-Ah Ahn wendet sich in ihrem vom Deutschlandfunk beauftragten Stück ,Zwischenträume’ dem politischen Menschen zu. Beim Komponieren dachte sie über Fragen von Macht und Machtausübung nach und formulierte Sehnsucht nach Humanität als Ideal. Unter dem Motto ,Revisited’ passieren alle Konzerte des Forum neuer Musik aus heutiger Sicht noch einmal Revue.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik – Das Cembalo

Von Ulla Herpers. Schon die Alten wussten, Musik ist erst Musik, wenn sie klingt. Das ist in der zeitgenössischen Musik nicht anders als in der davor komponierten. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer bloß sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, der Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.


06.01.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Klirrende Klänge – Winter wie früher

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ sang einst Rudi Carrell. In Zeiten des Klimawandels müsste man vielleicht eher fragen: Wann wird’s mal wieder richtig Winter?

Mit Temperaturen unter Null, Schneefall von Dezember bis März und Glatteis nicht nur auf der Schlittschuhbahn! Falls es auch in diesem Jahr nichts werden sollte mit dem Winter, dann sorgen wenigstens Kaisers Klänge heute einmal für klare sibirische Verhältnisse: mit musikalischen Schneestürmen, klirrend-kalten Orchesterklängen und frostigen Arien. Besser schon mal lange Unterhosen anziehen!

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Wenn Muddy Waters Mozart heiratet“ – Corky Siegel verbindet Blues mit Kammermusik

Von Michael Groth. In den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckte Corky Siegel den Blues. Aber das, was er damals in den Clubs von Chicago hörte, reichte ihm nicht. Der Harmonikaspieler begann, Werke für Symphonie- und Kammerorchester zu schreiben. Siegels Crossover-Konzept setzte sich durch. Vor allem seine kammermusikalischen Bluesvariationen füllen inzwischen Konzertsäle in aller Welt.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: His Master´s Choice (32) Bas Wiegers

Mit Ausschnitten aus folgenden Werken: Wilbert Bulsink: Spelingen, für Harfe und Orchester; Miriam Overlach; Orkest van het Oosten, Leitung: Ed Spanjaard | Stefan Prins: Generation Kill, für Ensemble, Live-Elektronik und Live-Video; Nadar Ensemble | Rebecca Saunders: Skin, für Sopran und Ensemble; Juliet Fraser; Klangforum Wien, Leitung: Bas Wiegers | Yannis Kyriakides: Words and Song without Words, für Cello, Audio und Video; Francesco Dillon, Violoncello | Enno Poppe: Filz, für Viola solo und Streicher; Tabea Zimmermann; Ensemble Resonanz | Louis Andriessen: Mysteriën, für Orchester; Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Leitung: Mariss Jansons | Alexander Khubeev: The codex of thoughtcrimes, für Chor und Ensemble; Asko|Schoenberg; Capella Amsterdam, Leitung: Bas Wiegers

23:05 bis 24:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Alte Weisen auf Vulgärlatein – Ladinische Volksmusik über die Liebe und die Heuernte

„Ladinisch“ gehört nicht in dieselbe Sprachfamilie wie „Klingonisch“ oder „Vulkanisch“, obwohl es sich anhört, wie von einem anderen Stern. Dabei liegt Ladinien nicht einmal drei Stunden von München entfernt. In mehreren Alpentälern Südtirols sprechen etwa 30 000 Menschen dieses Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit. Die Ladiner gelten als sensibel, menschenscheu und außerordentlich musikalisch. Und spätestens seit der Bariton Andrè Schuen aus dem Gadertal neben Schubertliedern und Opernarien auch ladinische Volksmusik singt, rückt diese Melange aus Rätoromanisch und Latein immer mehr in unser Bewusstsein. Was Andrè Schuen und seine Schwestern dazu bewegt, in dieser Sprache mit dem eher weniger schmeichelhaften Spitznamen „Vulgärlatein“ zu singen, darum geht es unter anderem in „Musik der Welt“ am 6. Januar. Eine Sendung von Sylvia Schreiber

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seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

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