Die Radio-Woche vom 17.12. bis 23.12.2018

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 50. Beat Furrer, Jahresrückblick Neue Musik 2018, Bernd Alois Zimmermanns „Roi Ubu“, Neue Musik und Tanz, Dusslige Diven und heisere Helden, Charlotte Seither, Der Klang von 68, Bayerische Komponistinnen – Die Münchner Musikhochschule, Franz Schuberts „Winterreise“ in Bearbeitungen, Kolonialklaviere in Australien, Bialas-Kompositionswettbewerb, Christina Kubisch: Schall und Klang, Groove auf 16 Saiten – Das Feuerbach Quartett, Georgia Koumará, Noisy Christmas, Musik der Welt: Dàimh.

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Aktueller Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

21 – Interview mit Johannes Kreidler

Johannes Kreidler erklärt seine Vorgehensweisen beim Komponieren und was der „neue Konzeptualismus“ bedeutet. Er spricht über den Umgang mit den Vorurteilen gegenüber der neuen Musik und welche Haltung wichtig ist. Er ist auch sehr beeinflusst von den anderen Künsten und er gibt dir viele Einblicke in die neue Musik Szene.

https://www.irenekurka.de/podcast.html


17.12.2018


21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Der Komponist Beat Furrer

Mit Andreas Göbel. „Seiner eigenen Klangsprache stets unverkennbar treu bleibend, reproduziert Furrer niemals Erprobtes, sondern führt musikalische Ideen mit jedem neuen Werk einen Schritt weiter und erkundet unbekanntes ästhetisches Terrain.“ So würdigte die Ernst von Siemens Musikstiftung den Komponisten Beat Furrer, der in diesem Jahr den Ernst von Siemens Musikpreis erhielt. In dieser Saison ist Furrer Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Mehrere seiner Kammermusikwerke werden beim nächsten Festival Ultraschall Berlin im kommenden Jahr aufgeführt. Der Komponist ist zu Gast im Studio.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Jahresrückblick Neue Musik 2018

Gesammelt von Björn Gottstein, Lydia Jeschke, Bernd Künzig und Michael Rebhahn. In einem kurzweiligen Rückblick lässt die Redaktion Neue Musik das abgelaufene Jahr Revue passieren und hat ein Augenmerk auf die Besonderheiten, das Bewegende und manchmal auch Irritierende des Gegenwärtigen.


18.12.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Klangflächen – Tom Sora über Ligetis Orchesterstück „Atmosphères“

Von Michaela Fridrich. Der Münchner Komponist Tom Sora hat sich mit einem der Schlüsselwerke postserieller Musik analytisch befasst.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Günter Bialas: Klarinettenkonzert (Wolfgang Schröder, Klarinette; Münchner Philharmoniker: Jan Koetsier); Ruth Zechlin: „Musik zu Weihnachten“ (Markus Zahnhausen, Blockflöte); „Metamorphosen“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Cristian Mandeal); Markus Zahnhausen: „Winterbilder“ (Markus Bartholomé, Blockflöte); Hans Werner Henze: Nachtstücke und Arien nach Gedichten von Ingeborg Bachmann (Michaela Kaune, Sopran; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Ruzicka); Heinz Benker: „Emotions“ (Elisabeth Weinzierl, Edmund Wächter, Daniela Michael, Flöte); „Bereitet den Weg des Herrn“ (Schulchor der Englischen Fräulein Altötting: Avita Bichlmaier); Franz Lehrndorfer: „In dulci jubilo“; „Wie schön leuchtet der Morgenstern“; „O laufet, ihr Hirten“ (Franz Lehrndorfer, Orgel)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Neue Musik für Orgel

Von Helmut Peters. Die aus Lettland stammende Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie Iveta Apkalna hat lange darüber nachgedacht, mit welchen Stücken sie die 4.765 Pfeifen der viermanualigen Klais-Orgel auf der ersten Orgel-CD der Elbphilharmonie am besten zur Geltung bringen kann. Ihr neues Album „Light & Dark“ enthält auch spannende Werke aus ihrer Heimat. Das ist Anlass genug, einmal den Blick auf die zeitgenössische Musik für Orgel überhaupt zu richten, die ebenso experimentell wie vielseitig ist.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Abgründige Klangcollagen – Bernd Alois Zimmermanns „Roi Ubu“ interpretiert von Peter Hirsch

Als eines „der bis heute schwärzesten, provokantesten und unkorrektesten Stücke neuer Musik“ bezeichnet der Dirigent Peter Hirsch die „Ballett noir“-Komposition „Musique pour les soupers du Roi Ubu“ von Bernd Alois Zimmermann. Inspiriert von Alfred Jarrys Theaterfigur des kleinbürgerlichen, machtbesessenen Spießers Ubu, schrieb Zimmermann 1966 eine Musik, die komplett aus musikalischen Zitaten von etwa 60 Komponisten besteht – von Bach über Beethoven bis hin zu Strawinsky und Stockhausen. Die siebensätzige Collage veranschaulicht dabei zentrale Ideen des Zimmermannschen Oeuvres: die „Kugelgestalt der Zeit“ und die „pluralistische Kompositionsmethode“. Laut Zimmermann, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre,  ist sie zudem ein „warnendes Sinngedicht, makaber und komisch zugleich“. Peter Hirsch, einer der profiliertesten Bewunderer, Kenner und Interpreten der Musik Zimmermanns, erläutert, was es mit diesem abgründigen Werk auf sich hat. Eine Sendung von Michaela Fridrich.


19.12.2018


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Lorenz Schmidt: „Concerto ritmico“ (Lorenz Schmidt, Jürgen Thiergärtner, Gitarre; Bianca Götz, Mandola; Sabine Spath, Petra Tübben, Carmen Thiergärtner, Mandoline); „Gyöngyös“ (Ruth Irblich, Andrea Breier, Blockflöte; Jörg Wiedersich, Christina Stolle, Flöte); „Die Straße nach Areopolis“ (Ivan Tanzil, Gitarre); Heinrich J. Hartl: „Böhmen liegt am Meer“, op. 78 (Anja Ulrich, Sopran; Streichquintett der Nürnberger Philharmoniker); Gerald Eckert: „Aphel“ (NDR Radiophilharmonie: Johannes Harneit); Stefan Hippe: Streichquartett Nr. 2 (Minguet-Quartett)

20-21 Uhr | Radio SRF 2 Kultur
Musik unserer Zeit: Neue Musik und Tanz

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Dusslige Diven und heisere Helden – Eine Operngala vom Feinsten

Sie singen schön. Mehr Positives lässt sich von ihnen für gewöhnlich nicht sagen: den tragischen Opernfiguren, die zwar mit voll tönender Stimme, aber zumeist ohne Sinn und Verstand durch die Opernhandlung stolpern.

Auf der Suche nach dem großen Glück greifen sie mit beiden Händen voll daneben und singen sich dabei auch noch um Kopf und Kragen. Da weiß man gar nicht, bei wem’s am schiefsten läuft und wer am Schluss am totesten ist. Nur der Heldentenor brüllt tapfer sein „Nessun dorma“ in die Nacht hin „Keiner schlafe!“ Aber das kann bei dem Krach sowieso keiner.

21 – 22 Uhr | Radio SRF 2 Kultur
Neue Musik im Konzert: Chorkonzert «East meets West»:

Im Konzertprogramm von „East meets West“ kommen zeitgenössische ukrainische und schweizerische Werke zur Aufführungen. Die Besinnung auf das Erleben des Momentes und der Kulturaustausch der beiden Chöre aus verschiedenen Kulturen steht im Vordergrund.

Bereits zum elften Mal tourt Cantus durch die Schweiz. Die Zusammenarbeit mit Schweizer Musikern ist dem ukrainischen Chor ein grosses Anliegen. Von insgesamt 13 Schweizer Konzerten finden vier Konzerte mit verschiedenen Schweizer Musikern und Chören statt. Roman Glaser: Outside Time(UA) | Bohdan Sehin: Alleluja | Bohdana Frolyak: – Bruder Klaus Gebet / – Die Sonne geht unter / – Vater Unser / – Bogoroditse | Yevhen Stankovich: Liturgische Gesänge. Canticum Novum Zürich, Felipe Cattapan, Leitung; Cantus Kammmerchor Uzhhorod, Emil Sokach, Leitung. Konzert vom 25.10.18, Augustinerkirche Zürich

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Expeditionen in den „inneren Raum“ des Tons: Die Komponistin Charlotte Seither

Mit Eckhard Weber. Charlotte Seither, vielfach ausgezeichnete, weltweit aufgeführte Komponistin und zudem promovierte Musikwissenschaftlerin, geht den Dingen konsequent und äußerst sensibel auf den Grund. Sie sagt über ihr Komponieren: „Wir müssen eine tabula rasa schaffen, auf der alte Anhaftungen aufgegeben werden, um einen Boden für neue Sinnzusammenhänge zu eröffnen.“ Ihr Orchesterstück „Recherche sur le fond“ ist am 16. Januar 2019 beim Festival Ultraschall Berlin zu erleben.

21:06 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: Ein lyrisches Weihnachtsoratorium der Romantik

Das „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns. Anne Sofie von Otter u.a. The Mikaeli Chamber Choir / Ltg.: Anders Eby

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Der Klang von 68

Eine Collage von Stefan Fricke und Bernd Künzig. Mit dem Mai 68 änderte sich einiges für die Kultur. Politikfernem „L’ art pour l’ art“ wurde eine deutliche Absage erteilt, die Institutionen und ihre hierarchischen Ordnungen in Frage gestellt, autoritäres Dirigentengehabe verlacht. Wie aber klingt nun das Jahr 1968 und seine Folgen? In einer Collage mit Musik unter anderem von Hans Werner Henze, Luciano Berio, Luigi Nono, Dieter Schnebel, Nikolaus A. Huber, Klaus Huber, Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel und anderen Charts der Hit-Paraden soll die Geschichte einer Politisierung der Avantgarde tönende Geschichte werden.


20.12.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: „Public People“

Eine kollektive Komposition von Alwynne Pritchard, Julia Reidy, Simon James Phillips, Chris Heenan. Radialsystem Berlin. Aufzeichnung vom 28.10.2018. Splitter Orchester, ensemble mosaik. Leitung: Ilan Volkov

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen – Die Münchner Musikhochschule

Moritz Eggert: „Singet leise“ (Irene Kurka, Sopran; Moritz Eggert, Klavier); Jan Müller-Wieland: „Se solen sjunker“ (Gottfried Schneider, Violine; Sebastian Hess, Violoncello; Siegfried Mauser, Klavier); Isabel Mundry: „Vogelperspektiven“ (Sarah Maria Sun, Sopran; Meret Roth, Sprechstimme; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Susanna Mälkki); Bernd Redmann: „Geblendete Schatten“ (Bernd Redmann, Klavier)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Facetten der Einsamkeit – Franz Schuberts „Winterreise“ in Bearbeitungen

„Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen!“ – das soll Franz Schubert seinen Freunden entgegnet haben, als sie sich über die düstere Stimmung seines „Winterreise-Zyklus“ beschwerten. Schubert war ein Jahr vor seinem Tod bereits durch Krankheit schwer gezeichnet, als er die 24 Lieder nach Gedichten von Wilhelm Müller komponierte. Darin gelang ihm das Wunder, Müllers sentimental anmutende Texte über enttäuschte Liebe durch seine Musik in eines der tiefgründigsten und bewegendsten Werke der gesamten Kunstlied-Literatur zu verwandeln. Heute besteht kein Zweifel, dass Schuberts „Winterreise“ einen Höhepunkt der Gattung darstellt. Davon zeugen auch die unzähligen Bearbeitungen. Von instrumentalen Arrangements über Experimente mit Verfremdungseffekten bis hin zu szenischen Deutungen des Werks: Schuberts „Winterreise“ hält das nicht nur aus, sondern offenbart in den unterschiedlichen Fassungen ihre außergewöhnliche Vielschichtigkeit. Eine Sendung von Michaela Fridrich

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement

Werke von Hans-Jürgen von Bose, Mesias Maiguashca, Luca Lombardi und Mauricio Kagel

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Des Siedlers Traum – Kolonialklaviere in Australien

Eine Sendung von Johannes S. Sistermanns. 1880 gab es ungefähr 700.000 Klaviere in Australien, mitgebracht von den etwa drei Millionen Einwanderern aus Europa. Und mit diesen Instrumenten und ihrem Repertoire wurde zugleich fixiert, was man künftig in Down Under als echte Musik zu verstehen hatte.

Und das war über viele Jahrzehnte hinweg nicht die Musik der Aborigines. Seit einiger Zeit betrachten australische Komponisten nun ihre musikalischen Wurzeln kritischer. Sie erkennen die hegemoniale Dominanz der Tasteninstrumente. Solche Kolonialklaviere hat die Pianistin Gabriella Smart aus Adelaide ausfindig gemacht; überdies vergibt sie Aufträge an Komponisten, die sich künstlerisch mit den Geschichten der teils verwitterten, teils sehr gut erhaltenen Exemplare auseinandersetzen. Denn die Kolonialklaviere sind ikonische Symbole australischer Entstehungsgeschichte: Sie erzählen u.a. von Völkermord und Überlebenskampf.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Zimmerstunde – Votum der Frau (4)

Hörspiel von Marlene Streeruwitz. Mit: Christiane Roßbach, Caroline Junghanns, Hedi Kriegeskotte u. a. Musik: Martina Eisenreich. Regie: Bernadette Sonnenbichler. (Produktion: SWR 2018)

Die österreichische Romanautorin und Dramatikerin Marlene Streeruwitz, die sich selbst als Feministin bezeichnet, vermerkt zu ihrem Originalhörspiel: „Arbeit, Leben, Liebe und Trauer sind streng getrennt auf einzelne Räume aufgeteilt. In sich getrennt muss die neoliberale Person der Dienstleistungsgesellschaft in diesen Räumen entsprechend funktionieren. Diese spezifische Personenkonstruktion bestimmt in meinem Hörspiel die Herstellungstechnik. Es überträgt den gesellschaftlichen Vorgang der Festsetzung der Person in sich selbst auf die Technik. So arbeiten sich ‘die Stimmen’ der Person in jedem einzelnen Raum zur Erkenntnis voran, dass es im ganzen Leben nur darum ging, sich selbst zu verkaufen. Die Liebeleien der Zimmerstunden stehen für diesen Vorgang des alles erfassenden Selbstverkaufs, der belohnungslos nur mehr das Überleben sichern kann.“

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Preisträgerkonzert des Bialas-Kompositionswettbewerbs

Hsiu-Wei Hu: „Gestalten“ (Uraufführung, 2. Preis); Hankyeol Yoon: „String quartet“ (Uraufführung, 3. Preis). Aufnahme vom 28. Oktober 2018 im Konzertsaal der Musikhochschule München


21.12.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Kurzstrecke 80

Feature, Hörspiel, Klangkunst. Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel. Produktion: Autorinnen und Autoren/Deutschlandfunk Kultur 2018. Länge: 54’30 (Wdh. v. 26.11.2018)

Wir senden das Gewinnerstück des PiNball-Wettbewerbs für Kurzhörspiele, ausgezeichnet bei den Hörspieltagen in Karlsruhe, und hören, wie die Dominikanermönche von Toulouse versuchen, Gesangstechniken aus dem 13. Jahrhundert zu rekonstruieren.

Nur Berlin ist auch zu viel # 3 (Gewinnerstück PiNball 2018). Von Nick-Julian Lehmann, Till Großmann und Marie-Charlott Schube  | 2, 4, 6 8 10, alles gerade oder was. Von Matthias Baxmann | Une Quête. Von Benoit Bories | Außerdem: Neues aus der „Wurfsendung“ mit Julia Tieke.

Innovatives, Zeitgemäßes, Radiophones aus den Genres Feature, Hörspiel, Klangkunst.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Herbert Blendinger: Klarinettenkonzert, op. 72 (Hans Schöneberger, Klarinette; Münchener Kammerorchester: Peter Gülke); Helmut Bieler: „Helle Nachtgedanken“ (Martin Neubauer, Sprecher; Roseau-Quintett); Paul Engel: Klaviertrio (Alfons Kontarsky, Klavier; Christos Kanettis, Violine; Reinhard Latzko, Violoncello); Franz Fleckenstein: „Deutsches Weihnachtsproprium“ (Eberhard Kraus, Orgel; Chor der Kirchenmusikschule Regensburg: Karl Norbert Schmid); Cornelius Hirsch: Konzert (Hofer Symphoniker: Hikotaro Yazaki)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Rudi bringt’s – Musikalische Sack- und Packgeschichten im Advent

Mit Gaby Dohm und Howard Arman. Schon zum dritten Mal schnürt Howard Arman passend zur Weihnachtszeit ein buntes musikalisches Programm in einem großen Sack zusammen. „Christmas Surprises“ nennt er seine Arrangements bekannter Weihnachtsmelodien. Auf lässig listige Weise schmuggelt er Stilzitate aus allen Epochen der Musikgeschichte mit hinein. Very british. Da ist manches Kabinettstückchen dabei, meist aber versteckt wie in einem Überraschungspaket: Man öffnet es und findet ein weiteres darin. Rudi, der Spezialist für alles, was mit Paketen und ihrer Beförderung zu tun hat, hilft die Dinge richtig zu sortieren, auch wenn er mit dem Inhalt manchmal selbst ein wenig überfordert ist. Dann hilft nur noch ein Anruf beim Meister selbst … Rund um Rudi und seine Pakete geht es in fünfzehn Episoden, verfasst von Johannes Jansen, im BR-KLASSIK-Adventsprogramm. Und am 21. und 22. Dezember gibt es den ganzen Sack.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Christina Kubisch: Schall und Klang

Mit Hermann Scherchen, Kathrin Röggla, Christina Kubisch, Eckehard Güther. Komposition und Realisation: Christina Kubisch. DKultur 2017/Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste/Studio Hoppegarten 2017

Radiophonic Spaces – Radiokunst im Museum: Marie Schoeß im Gespräch mit Nathalie Singer (Künstlerische Leiterin der Ausstellung Radiophonic Spaces). BR 2018

„Ich möchte einen Raum haben, in dem ich den Raum ausschalte.“ In der Mitte des letzten Jahrhunderts zog der Dirigent Hermann Scherchen nach Gravesano, ein abgelegenes Tessiner Dorf. Auf seinem Anwesen baute er ein experimentelles Tonstudio und schuf so einen Begegnungsort für Wissenschaftler, Elektroakustiker und Musiker aus aller Welt. Über die Weihnachtsfeiertage 1956 befasste er sich intensiv mit der Positionierung von Mikrofonen. In ihrer Komposition transformiert die Klangkünstlerin Christina Kubisch die Aufnahmen dieser Studie – erst unmerklich, dann entschieden – und reflektiert so ein weiteres Mal die Verbindung von Klang und Raum.

Christina Kubisch, geb. 1948 in Bremen, Klangkünstlerin. Klanginstallationen, Klangskulpturen sowie elektroakustische Kompositionen und Hörspiele. Hörspiele u.a. „Desert Bloom“ (zusammen mit Peter Kutin und Florian Kindlinger, WDR 2015, Karl-Sczuka-Preis 2016), „Kettenreaktion“ (hr 2018).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Groove auf 16 Saiten – Das Feuerbach Quartett erobert die Konzertbühnen

Von Eva Blaskewitz. Am Anfang war es nur ein Spaß: einfach einmal statt Beethoven Adeles Hit ‚Skyfall’ spielen. Zu viert im Quartett, nach der Probe, aus Lust und guter Laune. Doch mit YouTube kam es anders. Das Quartett wurde sofort engagiert. Seitdem erobern die vier Streicher, die ihre klassische Ausbildung an der Nürnberger Musikhochschule erhalten haben, die Konzertbühnen. Die ersten Schritte gingen über steinige Wege, aber drei Alben später hat das Feuerbach Quartett, das sich übrigens nicht nach dem berühmten Philosophen, sondern nach einer Bar in Nürnberg benannt hat, ein festes Label und ein professionelles Management. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht!


22.12.2018


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Rudi bringt’s – Musikalische Sack- und Packgeschichten im Advent

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik

Stromlinie [67] live: Florian Zwißler & Co. MONOPASS WEIL PELZ. Oxana Omelchuk, Luís Antunes Pena, Mark Polscher und Florian Zwißler, Synthesizer und Elektronik

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Die griechische Komponistin Georgia Koumará – Hellwach im Traum

Von Egbert Hiller. Geboren wurde Georgia Koumará 1991 in Thessaloniki. Vor vier Jahren, nach Abschluss der Ausbildung in ihrer Geburtsstadt, siedelte sie zum Masterstudium nach Köln über. Inzwischen ist sie als Komponistin in Deutschland präsent: Als sie 2015 eine ‘Hymne für ein nicht existierendes Land’ schrieb, meinte sie im übertragenen Sinne ein Zwischenreich, in dem ihre krisengeschüttelte Heimat allenfalls unterschwellig Pate stand. Die junge Komponistin konzentriert sich in ihrer Musik auf menschliche Beziehungen, die sich in der Konstellation der Klänge eher indirekt widerspiegeln. Sowohl bewusst Wahrgenommenes als auch Traumhaftes und Unbewusstes scheinen darin auf. Koumará kommt es darauf an, den musikalischen Strom fließen zu lassen, ihn auf seinen Bahnen aber markant zu verdichten und zuzuspitzen.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Noisy Christmas – Weihnachtsmarkt-Soundscape diverser Klangkünstlerinnen und Klangkünstler

Am Mikrofon: Stefan Fricke. Still und heilig ist die Nacht und der Schnee rieselt leise. So besangen unsere Ahnen einst die Weihnachtszeit.

Längst gehören das Fest von Christi Geburt, das Festival der Liebe, und die vorausgehende Adventszeit eher mit zu den lautesten Tagen des Jahres. Noch mehr Musik in den Straßen und Gassen, auf den Märkten und in den Geschäften. Und weil es jahrein, jahraus dieselben Lieder und die gleichen Arrangements sind, die aus den Lautsprechern tönen, dröhnt es um uns und in uns noch lauter als sonst. Noisy Christmas bietet eine ästhetische Bestandsaufnahme mit Field Recordings von verschiedenen Weihnachtsmärkten 2018.

23:05 bis 24:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Lettland – zwischen kulturellem Erbe und Moderne

Lettland – nicht nur die politische Geschichte dieses kleinen baltischen Staates ist bewegt, sondern auch die momentan aktive Musikszene, die sich zwischen kulturellem Erbe und einer modernen Ausdeutung alter Melodien aufstellt. In den 1980er/90er Jahren, als dieses kleine Land nach langer Zeit unterschiedlichster Besatzung seine Souveränität zurückgewann, entdeckten die Letten ihre kulturellen Melodien, Instrumente und Spielarten wieder. Mittlerweile ist eine äußerst farbige Weltmusikszene entstanden. Etliche Gruppen nähren sich aus der nahezu unversiegbaren Quelle der „Dainas“, jener traditionellen Melodien, die in früheren Jahrhunderten mündlich überliefert wurden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts schrieb Krišjanis Barons diese Melodien auf und schuf mit seiner Sammlung einen riesigen Volksschatz. Die Sendung versucht einen kleinen Überblick über die aktuelle lettische Folkszene zu verschaffen. Einige der Musiker und Formationen sind schon etabliert, andere stehen am Beginn ihres „Wegs“. Die Stilrichtungen sind unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam: Sie sind vom traditionellen, authentischen Gesang geprägt und arbeiten weitgehend mit den traditionellen lettischen Instrumenten wie „Kokle“, Dudelsack, „Giga“, Akkordeon, Geige, Maultrommel und Blockflöte.


23.12.2018


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Morgen, Kinder! – Musik für die Nacht vor Heiligabend

Die Nacht vor Heiligabend – jetzt ist es zu spät für Weihnachtseinkäufe im Internet. Alle Anstrengung muss darauf verwendet werden, sich am 24. noch einmal in den ultimativen Weihnachtsschlussverkauf zu stürzen.

Kaisers Klänge liefern dafür die nötige Konzentration und Inspiration. Mit Weihnachts-Klassikern in den verrücktesten Versionen, überraschenden Geschenktipps und beflügelnden Geschichten aus dem Adventskalender stimmen wir uns heute auf den Weihnachts-Endspurt ein.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Ableiten, Abdriften

Pierre Boulez: Dérive I für 6 Instrumente; Ensemble Intercontemporain, Leitung: Pierre Boulez | Gérard Grisey: Dérives für 2 Orchestergruppen; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Sylvain Cambreling | Pierre Boulez: Ausschnitt aus „Dérive II“ für 11 Instrumente; Ensemble Intercontemporain, Leitung: Pierre Boulez.

23:05 bis 24:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Dàimh – ein hochprozentiges schottisches Destillat

Die schottische Highland-Band Dàimh steht für hochprozentige traditionelle „Mouthmusic“. Mit der glasklaren Stimme von Ellen MacDonald, Dudelsack, Fiddle, Akkordeon, Mandola und Gitarre sowie Gälisch-Rapper Griogair Labhruidh ermöglicht DaÌimh ein tiefes Abtauchen in archaische Musiktradition – das Ganze aber durchaus modern aufgepeppt. Im Gespräch erläutert Ellen MacDonald, dass in den meisten gälischen Liedern die Worte von größter Bedeutung sind. Aber sobald sich daraus ein sogenannter „Mouthmusic“-Song entwickelt, dann haben Worte und Story nicht mehr solch einen hohen Stellenwert – hier geht es vielmehr um den Rhythmus eines explosiven Wort-Gemischs und um eingängige Melodien. „Diese Songs sind dazu da, dass die Leute tanzen! Also sind sie sehr rhythmisch und sind auch ganz nah am Rap, denn Rappen ist ebenfalls sehr rhythmisch. Gälische Lieder haben in Schottland eine riesige Tradition und Mouthmusic-Songs waren immer sehr wichtig für Leute!“ Eine Sendung von Roland Kunz.

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seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

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