{"id":25473,"date":"2022-04-10T12:00:10","date_gmt":"2022-04-10T10:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=25473"},"modified":"2022-04-08T11:29:28","modified_gmt":"2022-04-08T09:29:28","slug":"die-radiowoche-vom-11-04-2217-04-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2022\/04\/10\/die-radiowoche-vom-11-04-2217-04-2022\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 11.04.22\u201317.04.2022"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 15. Not-Not-Ausgabe. Die &#220;bersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr.<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_Toc100309565\">mo \u2013 11.04.2022. 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc100309566\">di \u2013 12.04.2022. 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc100309567\">mi \u2013 13.04.2022. 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc100309568\">do \u2013 14.04.2022. 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc100309569\">fr \u2013 15.04.2022. 4<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc100309570\">sa \u2013 16.04.2022. 5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc100309571\">so \u2013 17.04.2022. 7<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"_Toc100309565\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309565\"><\/a>mo \u2013 11.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:30:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>\u201eImago Deae\u201c: Er&#246;ffnungskonzert von Imago Dei 2022 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zum Auftakt des diesj&#228;hrigen Osterfestivals Imago Dei in Krems wurde Gott zur G&#246;ttin: Unter dem Projektnamen \u201eImago Deae -Music across the borders\u201c choreografierten S&#228;ngerin Nata\u0161a Mirkovic und Bassistin Beate Wiesinger am 11. M&#228;rz 2022 in der Minoritenkirche in Krems-Stein einen vielstimmigen Lieder-Zyklus, intoniert auch von den S&#228;ngerinnen Basma Jabr, Golnar Shahyar, Sakina Teyna und Anna Anderluh. Zus&#228;tzliche Unterst&#252;tzung kam von zwei Ch&#246;ren, dem Vokalensemble GLAS und dem Ensemble Kolo Slavuj, sowie einem achtk&#246;pfigen Instrumentalensemble. Das Kaleidoskop der so pr&#228;sentierten syrischen, bosnischen, persischen, kurdischen, kroatischen und sephardischen Lieder sowie die Kompositionen von Beate Wiesinger standen an diesem Abend auch f&#252;r die Vielfalt der Traditionen von in &#214;sterreich lebenden Musikerinnen, die hier -im Rahmen der Premiere dieses Auftragsprojekts von Imago Dei -ganz bewusst aneinander andockten. Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Klingende Erleuchtungen aus Krems \u2013 \u201eIlluminations\u201c von Tamara Friebel beim Festival Imago Dei<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Bildnis der G&#246;ttin (Imago Deae) schwebt wie ein Baldachin auch &#252;ber den \u201eIlluminations\u201c von Tamara Friebel. Klingende Erleuchtungen, manifestiert vor allem in den Stimmen des Chors, getragen von Mantras und G&#246;ttinnennamen, schicken Gedanken von Mystikerinnen wie Hildegard von Bingen oder Rabi\u2019a al-Adawiya in den Klangraum der Minoritenkirche Krems. Tats&#228;chlich ist der Raum zentral f&#252;r die Komposition von Tamara Friebel, die bei Chaya Czernowin Komposition und bei Zaha Hadid auch Architektur studiert hat und derzeit als Post-Doc Forscherin am Institut f&#252;r Mathematik der Universit&#228;t Graz besch&#228;ftigt ist. Ausgangspunkt des Auftragswerkes des Festivals Imago Dei an die Komponistin war, auf Basis der Architektur der Minoritenkirche Krems eine Partitur zu entwickeln, deren musikalische Strukturen von den spezifischen Proportionen des Raumes abgeleitet und auf 12-stimmigen Chor &#252;bersetzt werden. Aus dem Manifesten, in Gestalt der jahrhundertealten Kirchenmauern, werden latente Strukturen destilliert und anschlie&#223;end in manifestes Notenmaterial verwandelt. Auf diese Weise wird dem Klangraum Krems Minoritenkirche ein klingendes Denkmal gesetzt. Ein Mitschnitt vom 12. M&#228;rz 2022 aus dem Klangraum Krems Minoritenkirche. Gestaltung: Marie-Theres Himmler<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: Jazztoday<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neues aus Berlin: Mit \u201ePotsa Lotsa XL &amp; Youjin Sung\u201c, \u201eGulfh of Berlin\u201c und dem \u201eComposers Orchestra Berlin\u201c. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc100309566\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309566\"><\/a>di \u2013 12.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>20:05 bis 21:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: New York im Schwarzwald \u2013 Sam Rivers\u2019 musikalischer Kosmos<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Neugier, Experimentierlust und eine zeitlebens anhaltende Suche nach neuen Klang-Konstellationen bestimmen die Biografie des amerikanischen Saxofonisten Sam Rivers Bereits seine f&#252;r Blue Note Records in den 60er-Jahren aufgenommenen Platten setzten sich deutlich von den dort favorisierten Hardbop-Sessions ab. In der Folgezeit setzte Rivers, nach Engagements in den Formationen des Avantgardisten Cecil Taylor, seine musikalischen Visionen fast ausschlie&#223;lich in eigenen Projekten um. Davon zeugen Highlights seiner packenden Trio-, Quartett-und Orchesteraufnahmen aus dem SWR Archiv.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: Beethovenfest Bonn \u2013 Trompete vor weiter Klanglandschaft (2\/2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Markus Stockhausen Group. Aufnahme vom 8.9.2021 aus der Harmonie, Bonn-Endenich. Am Mikrofon: Michael Kuhlmann. Markus Stockhausens Karriere als Trompeter begann in den 70er-Jahren, als er erstmals Soloparts in den Werken seines Vaters Karlheinz &#252;bernahm. Parallel entwickelte er sich zu einem eigenst&#228;ndigen, brillanten und vielfach ausgezeichneten Jazz- und Improvisationsmusiker. Der Sound seiner eigenen Musik ist, bei aller Offenheit f&#252;r unterschiedliche Stileinfl&#252;sse, melodieorientiert und atmosph&#228;risch. In seiner Group setzen alle Bandmitglieder neben ihren Hauptinstrumenten auch Elektronik ein. Cellist J&#246;rg Brinkmann ist dabei nicht nur mit gezupften Bassl&#228;ufen, sondern auch mit gestrichenen Soli zu h&#246;ren. In der Sendung l&#228;uft der zweite Teil eines Konzertes, mit dem das Quartett sich erstmals vor Live-Publikum pr&#228;sentierte.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Ein Portr&#228;t des Komponisten Julius Eastman<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Sendung von Kristin Amme<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Grenzerfahrungen im Klangraum Krems \u2013 Urauff&#252;hrungen von Wolfgang Suppan und Heinz Reber beim Festival Imago Dei<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWelten\u2026auseinander\u201c nennt der Komponist Wolfgang Suppan sein neuestes Werk f&#252;r Ensemble und Elektronik, das am 26. M&#228;rz 2022 in der Kremser Minoritenkirche uraufgef&#252;hrt wurde. Entstanden ist es im Auftrag des Festivals Imago Dei, dessen Programm heuer erstmals von Nadja Kayali k&#252;nstlerisch verantwortet wird. Suppan, eine der beiden \u201eFestival composers\u201c in diesem Jahr, greift in seinem Werk auf zwei historische Texte aus der Wissenschaft zur&#252;ck: Einer stammt von Galileo Galilei von 1610, in dem es um die erste Mondbeobachtung mittels Teleskop geht. Der zweite hat die Mondbeschreibungen des Apollo 8-Piloten Jim Lovell zum Thema. Der wissenschaftliche Kontext wird hier durch Poesie und Phantasie bereichert, woraus Suppan in Klang umgesetzte Denkvorg&#228;nge entwickelt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Es geht auch um das Entdecken des Selbst und der eigenen Grenzen \u2013 das spiegelt sich ebenso in der zweiten Urauff&#252;hrung des Abends, einem String Trio des 2007 verstorbenen Komponisten Heinz Reber, mit dem Titel \u201eWalking the limits\u201c. Dem Verst&#228;ndnis Rebers nach enth&#228;lt das String Trio auch einen quantenphysikalischen Aspekt: Das Universum setzt sich aus Saiten (strings) zusammen \u2013 das manifestiert sich in Folge in der klanglichen Umsetzung. Gestaltung: Philipp Weismann<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: News &amp; Roots \u2013 H&#246;ren wir Gutes und reden dar&#252;ber!<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aktuelle Jazzalben vorgestellt und diskutiert von Beate Sampson, Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc100309567\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309567\"><\/a>mi \u2013 13.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Classic Sounds in Jazz \u2013 Blue Differences<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Musik von Doris Day, Charles Mingus, Hugo Strasser und anderen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr&#228;sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f&#252;r die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Marie-Theres Himmler<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: Jazz aus N&#252;rnberg: Live-Mitschnitte<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eThe Art of Duo\u201c mit Maria Baptist (piano) &amp; Jan Klewitz (saxophon). Aufnahme vom 18.03.2022 im JazzStudio N&#252;rnberg. Moderation und Auswahl: Beate Sampson<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc100309568\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309568\"><\/a>do \u2013 14.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>KlassikPlus: Das Greifenberger Institut f&#252;r Musikinstrumentenkunde<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das oberbayerische Greifenberg ist eine beschauliche Gemeinde am Ammersee. Und ausgerechnet dort \u2013 unter der Adresse \u201eAm Krautgarten\u201c \u2013 befindet sich ein Institut, das mit internationalen Universit&#228;ten, Museen und Forschungseinrichtungen kooperiert. Seine zentrale Aufgabe ist die Analyse und Rekonstruktion historischer Tasteninstrumente. Gr&#252;nder und Spiritus Rector ist der gelernte Orgelbauer Helmut Balk, der die fraglichen Instrumente als \u201eDenkmale der Vergangenheit\u201c mit gro&#223;em Erkenntnispotential betrachtet. Folglich geht es nicht um eine Restauration, bei der unweigerlich wertvolle Substanz zerst&#246;rt w&#252;rde, sondern um die behutsame Dokumentation. Sie liefert die exakten Daten f&#252;r einen Nachbau, der statt des Originals gespielt werden und somit wertvolle Erkenntnisse f&#252;r das musikalische Stil- und Klangempfinden der Zeit erm&#246;glichen kann. \u201eExperimentelle Arch&#228;ologie\u201c so nennt Balk das Verfahren seiner Werkstatt, in der Hobelsp&#228;ne auf Computer, historische Tastenbauwerkzeuge auf High-Tech- Messinstrumente treffen. Und spannende Konzerte stattfinden! BR-KLASSIK hat den au&#223;erordentlichen Ort besucht. Eine Sendung von Alexandra Maria Dielitz<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Mit Stil und Bogen \u2013 Die US-amerikanische Cellistin Tomeka Reid<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Anja Buchmann. Das Cello ist immer noch selten im Jazz. In den Anf&#228;ngen wurde es meist nur von Bassisten als Zweitinstrument eingesetzt; eine etwas gr&#246;&#223;ere Rolle bekam es im Free Jazz und diversen genre&#252;bergreifenden Musiken ab den 70er-Jahren. Heute geh&#246;rt die US-Amerikanerin Tomeka Reid zu den wichtigsten international anerkannten Cello-Stimmen im Bereich improvisierter Musik. Sie ist Teil der au&#223;erordentlich vielf&#228;ltigen experimentellen Szene Chicagos und arbeitet regelm&#228;&#223;ig mit Formationen aus dem Umfeld der dortigen \u201eAssociation for the Advancement of Creative Musicians\u201c, etwa um die Fl&#246;tistin Nicole Mitchell und den Saxofonisten Roscoe Mitchell. Reid besitzt aber auch eine gro&#223;e Sensibilit&#228;t f&#252;r Melodie und f&#252;r Groove und beeindruckt durch ihre klassisch erlernte Bogenarbeit und Technik. Mit ihrem eigenen Quartett ver&#246;ffentlichte sie bisher zwei Alben. Zurzeit arbeitet sie als \u201eimproviser in residence\u201c in der niederrheinischen Stadt Moers an neuen Projekten \u2013 und an der Wiederauffrischung ihrer Deutschkenntnisse.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Musik der Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Walter Zimmermann: \u201eDas irakische Alphabet\u201c (Irene Kurka, Sopran); Rolf Riehm: \u201eDie Tode des Orpheus\u201c (Lawrence Zazzo, Deutsche Radio-Philharmonie Saarbr&#252;cken-Kaiserslautern: Jonathan Stockhammer)<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Das Black Page Orchestra im Zeichen der Devianz \u2013 \u201eImmutable Mobile\u201c, die Urauff&#252;hrung von Peter Kutins Komposition f&#252;r das Black Page Orchestra<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Devianz war das Programm des Black Page Orchestra am 17. M&#228;rz im Wiener Musikverein gewidmet, das sich selbst gerne auf Grenzg&#228;nge begibt. Im Fokus standen Werke, \u201edie sich einer Kategorisierung und Einordnung entziehen, die sich als Abweichungen von einem g&#228;ngigen Kanon als individuelle Inseln in der gegenw&#228;rtigen Musik positionieren\u201c. Zu h&#246;ren waren u.a. mehrere &#246;sterreichische Erstauff&#252;hrungen, etwa von Johannes Kreidler, Piotr Bednarczyk und Juliana Hodkinson. Und es gelangte ein neues multimediales St&#252;ck von Peter Kutin zu seiner Urauff&#252;hrung. \u201eImmutable Mobile\u201c verschr&#228;nkt \u201eden Klang akustischer Instrumente mit den Affekten einer kinetischen Licht-Skulptur und deren elektroakustischen Schatten\u201c, so Kutin. \u201e&#196;sthetische Sinneseindr&#252;cke werden divergierenden Zeitlichkeiten ausgesetzt und miteinander kontrastiert.\u201c Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc100309569\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309569\"><\/a>fr \u2013 15.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Sitarspieler Nishat Khan und das Vokalensemble Vox Clamantis <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der 1960 in Kalkutta geborene Nishat Khan stammt aus einer sehr alten und altehrw&#252;rdigen Musikerfamilie der klassischen Hindustani-Tradition. Schon als Siebenj&#228;hriger gab er erste Konzerte, heute gilt er als wichtigster Sitarvirtuose seiner Generation. &#196;hnlich wie Ravi Shankar hat er das Zusammentreffen mit westlichen Musiker\/innen nie gescheut und u. a. mit Paco Pe\u00f1a, John McLaughlin, Philip Glass oder Evelyn Glennie gespielt. Die Verschmelzung seiner Ragas mit Gregorianischen Chor&#228;len war dennoch wieder eine g&#228;nzlich neue Erfahrung f&#252;r ihn, genauso wie f&#252;r seine musikalischen Partnerinnen und Partner vom renommierten estnischen Vokalensemble Vox Clamantis. Dieses hat ebenfalls bereits mit sehr unterschiedlichen K&#252;nstlern musiziert, etwa dem italienischen Nyckelharpa-Spieler Marco Ambrosini, dem israelischen Oud-Virtuosen Yair Dalal oder dem tunesischen S&#228;nger Dhafer Youssef.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die einzigartige Begegnung von Nishat Khan und Vox Clamantis in der St.-Nikolaus-Kirche von Tallinn am 1. Dezember 2019 im Rahmen des Jazzkaar-Festivals wirkt alles andere als befremdlich oder konstruiert, vielmehr offenbart sich eine klare Parallelit&#228;t von Raga und Cantus Gregorianus, etwa in Hinblick auf den langen und ruhigen Atem oder die gef&#252;hlte Transzendierung des intrinsischen Faktors Zeit, die diese alten Musiktraditionen gemein haben. Und gerade weil beide Seiten keine Kompromisse eingehen oder musikalische Verrenkungen riskieren und sich gegenseitig viel Freiraum lassen, besticht dieses Konzert durch Nat&#252;rlichkeit und Selbstverst&#228;ndlichkeit. Gestaltung: Michael Neuhauser<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Kosmos Musik \u2013 Fragen, Forschung, Fakten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Macht Mozart wirklich intelligent? Was war das Geheimnis der Kastraten? Und wie klang der Urknall? Fragen wie diesen ist Suzanna Randall in den zehn Folgen ihres Wissens-Podcasts \u201eKosmos Musik\u201c nachgegangen. Die Astrophysikerin, die als erste deutsche Frau ins Weltall fliegen m&#246;chte, ist auch eine begeisterte Musikliebhaberin. \u201eSowohl das Weltall als auch die Musik haben etwas Transzendentes\u201c, findet sie. Und so kam sie mit Sozialwissenschaftlerinnen und Neurologen ins Gespr&#228;ch &#252;ber Musik, mit Hirnforscherinnen und Psychologen, mit Musikhistorikerinnen und Arch&#228;ologen. Und sie erfuhr, dass man das absolute Geh&#246;r trainieren kann, dass Singen das Immunsystem st&#228;rkt und wie die Musik der Steinzeit geklungen hat. Das Musikfeature fasst die H&#246;hepunkte der zehnteiligen Podcast-Reihe zusammen. Denn \u201eMusik geh&#246;rt zum Menschsein dazu\u201c, sagt Suzanna Randall. \u201eWenn wir mehr &#252;ber Musik wissen, k&#246;nnen wir uns auch als Menschen besser kennenlernen.\u201c.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Milestones \u2013 Jazzklassiker: \u201eIch kann alles singen \u2013 wirklich alles!\u201c \u2013 Jazz-Aufnahmen von Dinah Washington<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer. Dinah Washington war die popul&#228;rste afro-amerikanische S&#228;ngerin der 50er-Jahre. Diesen Status verdankte sie vor allem Rhythm and Blues Hits und Popnummern, die Triviales und Zotiges nicht scheuten. Aber sie war auch eine der gr&#246;&#223;ten Jazzinterpretinnen, die je gelebt haben. Davon k&#252;nden u.a. die Aufnahmen, die sie 1955 und 1956 mit dem Arrangeur Quincy Jones machte. Ihre Version von \u201eWhat a diff\u2019rence a day made\u201c von 1959 wurde ein Top-10-Hit und mit dem Grammy belohnt. Washingtons Selbstbewusstsein war legend&#228;r. \u201eEs gibt nur eine K&#246;nigin \u2013 mich! Queen Elizabeth ist eine Hochstaplerin\u201c, soll sie gesagt haben. Nach einem &#228;u&#223;erst st&#252;rmischen Leben starb sie 1963 mit 39 Jahren an einer toxischen Kombination aus Schlaf- und Di&#228;t-Pillen. In der Sendung sind k&#252;nstlerische H&#246;hepunkte ihrer Karriere zu h&#246;ren.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zum 95. Geburtstag der Radiolegende Lothar Knessl \u2013 Eine lange Nacht der neuen Musik mit dem und &#252;ber das Radiooeuvre des legend&#228;ren Sendungsgestalters Lothar Knessl. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die markante Stimme und die beredte Fomulierungskunst, beruhend auf stupendem Fachwissen und schier unglaublichem Erfahrungsreichtum des live Dabeigewesenseins: Das war jahrzehntelang die &#246;ffentliche Geheimformel \u2013 diese contradictio in adiecto sei in honor of des Anvisierten jetzt erlaubt \u2013 diese &#246;ffentliche Geheimformel war jahrzehntelang das Markenzeichen von Lothar Knessl. &#220;ber f&#252;nfzig Jahren berichtete er in &#214;1 auf diese Weise &#252;ber das jeweils Aktuellste zur zeitgen&#246;ssischen Musik.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die unz&#228;hlbaren, anderen, ehrenwerten und oft auch ehrenamtlich gemachten Jobs f&#252;r verschiedenste Musik, die er in seinem Leben ausge&#252;bt hat, seien hier einfach mal hintangestellt.\u00a0 Heute feiert Lothar Knessl seinen 95. Geburtstag und &#214;1 gratuliert eine ganze Nacht lang.\u00a0 In den Radiostunden dieser Langen Nacht mit Lothar Knessl machen wir sowohl mit Lothar Knessl als Studiogast als auch mit ausgew&#228;hlten, historischen Fragmenten aus seinen Radiosendungen sein Wissen &#252;ber und seine Begeisterung f&#252;r zeitgen&#246;ssische Musik erlebbar. Gestaltung: Christian Scheib, Ursula Strubinsky und Elke Tschaikner<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc100309570\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309570\"><\/a>sa \u2013 16.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14.00 Uhr, Das &#214;1 H&#246;rspiel<br \/>\n<strong>\u201eMatth&#228;us-Passion\u201c nach Martin Luther, Picander und Paul Gerhardt. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Peter Simonischek (Matth&#228;us), Claudius von Stolzmann (Jesus), Lilith H&#228;&#223;le (Magdalena), Markus Meyer (Petrus, Thomas, Philippus, 2. &#196;ltester, Jeremias, Simon, Soldat, Hauptmann, Josef), Michael Maertens (Kaiphas, Johannes, Bartholom&#228;us, Andreas, 1. &#196;ltester, Pilatus, Anderer) und Petra Morz\u00e9 (Judas, Simon, Thadd&#228;us, Jakobus, Zeuge, Zweite Magd, Pilati Weib, Einer, Pharis&#228;er). Tongestaltung: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Musik: Lukas Schiske. Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann (ORF 2020)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bachs 1727 uraufgef&#252;hrte Matth&#228;us-Passion gilt als eines der zentralen Werke der abendl&#228;ndischen Musik. \u201eWer das Christentum v&#246;llig verlernt hat, der h&#246;rt es hier wirklich wie ein Evangelium\u201c, schrieb Friedrich Nietzsche. Bachs Musik ist nicht blo&#223;e Textbegleiterin, sie transzendiert den Text \u201eam Kognitivum und der Ratio vorbei\u201c. Umgekehrt k&#246;nnte man, so der Psychiater Mathias Hirsch, sagen, dass \u201eder Text in Worte fasst, was die Musik ausdr&#252;ckt\u201c. Die Matth&#228;us-Passion sei \u201eein Beziehungsdrama, in dem Liebe, Verrat und Verlassenwerden Schuld erzeugen und dank der (nicht zuletzt musikalischen) Verarbeitung durch Reue schlie&#223;lich Vers&#246;hnung entsteht. Die dramatische Handlung l&#228;dt zu vielf&#228;ltigen Identifikationen ein: zur Abwehr des tragischen Geschehens, zur Identifikation mit Jesus als Leidendem, vom Vater Verlassenen, zur Identifikation mit den am Tod Jesu Schuldigen und zur Identifikation mit einer parentifizierenden Rollenumkehr\u201c. Die Matth&#228;us-Passion verherrlicht das Heilswerk Jesu und bekr&#228;ftigte antisemitische Haltungen. Sie hinterl&#228;sst die Gemeinde \u201ein Trauer und Tr&#228;nen und nicht in Hoffnung und Gewissheit\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regisseur Leonhard Koppelmann: \u201eWeil die Geschichten der Bibel so archetypische in ihrem Erz&#228;hlgrund sind (dabei in ihrer Naivit&#228;t durchaus auch M&#228;rchen &#228;hnlich), waren sie so von jeher eine Quelle f&#252;r unendliche Variationen, Adaptionen und Interpretationen. &#8230;\u00a0 Die J&#252;nger kommen &#252;berhaupt nicht besonders gut weg in der Geschichte, sie streiten, sie schaffen es nicht in der Stunde seines gr&#246;&#223;ten (Selbst-)Zweifels bei ihm zu wachen, sie verraten ihn (nicht nur Judas, sondern ebenso Petrus). Viele der Arien bei Bach werden von Sopran oder Alt gesungen, vielleicht hat das mit dazu beigetragen, dass ich bei meiner Einrichtung des Textes f&#252;r ein Sprecherensemble, diese Texte und weitere einer Frauenstimme zugeordnet habe, so entsteht eine interessante Zwiesprache zwischen Jesus und einer Frau (Magdalena?), die als Einzige bereit und in der Lage ist, seine Liebes- und Hoffnungsbotschaft zu verstehen und anzunehmen. Befreit von der Institutionalisierung der Texte durch Kirche und Religion, gewinnt die Botschaft ihre ganz urspr&#252;ngliche und universelle Kraft zur&#252;ck und ist in der Lage auch mir Ungl&#228;ubigen Hoffnung und Kraft zu spenden\u201c.<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Kosmos Musik \u2013 Fragen, Forschung, Fakten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Macht Mozart wirklich intelligent? Was war das Geheimnis der Kastraten? Und wie klang der Urknall? Fragen wie diesen ist Suzanna Randall in den zehn Folgen ihres Wissens-Podcasts \u201eKosmos Musik\u201c nachgegangen. Die Astrophysikerin, die als erste deutsche Frau ins Weltall fliegen m&#246;chte, ist auch eine begeisterte Musikliebhaberin. \u201eSowohl das Weltall als auch die Musik haben etwas Transzendentes\u201c, findet sie. Und so kam sie mit Sozialwissenschaftlerinnen und Neurologen ins Gespr&#228;ch &#252;ber Musik, mit Hirnforscherinnen und Psychologen, mit Musikhistorikerinnen und Arch&#228;ologen. Und sie erfuhr, dass man das absolute Geh&#246;r trainieren kann, dass Singen das Immunsystem st&#228;rkt und wie die Musik der Steinzeit geklungen hat. Das Musikfeature fasst die H&#246;hepunkte der zehnteiligen Podcast-Reihe zusammen. Denn \u201eMusik geh&#246;rt zum Menschsein dazu\u201c, sagt Suzanna Randall. \u201eWenn wir mehr &#252;ber Musik wissen, k&#246;nnen wir uns auch als Menschen besser kennenlernen.\u201c.<\/p>\n<p>12:04 bis 13:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Kulturfeature: Ein Leben auf Kassette<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nach dem Tod des Berliner Bankangestellten Wolfgang Seelbinder, finden sich in dessen Wohnung fast 20.000 Audiokassetten. Telefonate, pers&#246;nliche Gespr&#228;che, Urlaubsreisen. Es scheint, als habe er sein ganzes Leben mitgeschnitten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Auch w&#228;hrend Theatervorstellungen und auf Konzerten liefen Mikrofon und Recorder heimlich mit. Unz&#228;hlige Jazzsendungen und Fernseh&#252;bertragungen hat er aufgezeichnet. Warum aber hat der 1938 geborene Wolfgang mit gro&#223;em Aufwand versucht, seine Erlebnisse akustisch wiedererlebbar zu machen? Was hat es mit seiner norwegischen Tochter auf sich? Der H&#246;rfunkarchivar Christian Collet ist auf die Geschichte eines Mannes gesto&#223;en, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach etwas war, was festzuhalten ihm doch nicht gelang. Produktion: WDR 2022<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Meine erste Jazzplatte (9): Sebastian Sternal, Gina Schwarz, Frederik K&#246;ster u. a.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Michael R&#252;senberg. Die Bassistin Gina Schwarz aus Wien fand auf indirekten Weg zum Jazz: &#252;ber die Soli von Jazzmusikern in einer Pop-Band. Durchaus &#228;hnlich Sebastian Sternal, Leiter der Jazzabteilung an der Uni Mainz. Die Pop-Version eines Jazzstandards f&#252;hrte ihn zum Original des Pianisten Herbie Hancock \u2013 ein berufsentscheidender Impuls. Mit der gleichen Konsequenz h&#246;rte der Trompeter Frederik K&#246;ster etwas Spezifisches in der Band eben jenes Pianisten: \u201eIch m&#246;chte genau das machen, was Freddie Hubbard da macht\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Falle von Hans L&#252;demann war zwar auch ein Pianist beteiligt, seine &#228;lteren Br&#252;der aber lenkten sein Ohrenmerk auf einen Schlagzeuger, der in jedem Takt etwas anderes spielt.<\/p>\n<p>23:40:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Andreas Neumayer im Studio, Berndt Luef &amp; Jazztett im Grazer WIST <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In der Reihe \u201eKennerinnen &amp; Komplizen -Jazzmenschen im Portr&#228;t\u201c ist Andreas Neumayer zu Gast im Studio. Der langj&#228;hrige Leiter des Salzburger Jazzit wird mit Christian Bakonyi &#252;ber die Geschichte der 1981 gegr&#252;ndeten Initiative \u201eJazz im Theater\u201c und des 2002 im ehemaligen KP&#214;-Volksheim in der Salzburger Elisabethstra&#223;e er&#246;ffneten Clubs Jazzit plaudern. Dieser der vergangenen Winter die Stelle f&#252;r die Nachfolge der k&#252;nstlerischen Leitung ab April 2023 &#246;ffentlich ausgeschrieben. Andreas Neumayer wird zudem eine Vorschau auf die Jazzit-Konzerte zum 20. Geburtstag der Spielst&#228;tte geben und die soeben erschienene Doppel-LP mit Highlights aus vielen legend&#228;ren Club-Abenden mitbringen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Weiters pr&#228;sentiert Christian Bakonyi eine Konzertaufnahme des Landesstudios Steiermark: Am 1. Mai 2021 gab Vibrafonist Berndt Luef mit seinem Jazztett Forum Graz im Grazer WIST ein Fr&#252;hlingskonzert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dieses musste Corona-bedingt ohne Publikum auskommen, was aber die Musiker des Jazztetts -allen voran Berndt Luef selbst -nicht am lustvollen Musizieren hinderte. Au&#223;erdem steht Musik mit Mundell Lowe auf dem Programm. Der Geburtstag des 1922 in Laurel, Mississippi, geborenen Gitarristen j&#228;hrt sich am 21. April zum 100. Mal. Zu h&#246;ren ist eine Auswahl der Einspielungen, die Lowe w&#228;hrend seiner mehr als 70-j&#228;hrigen Laufbahn unter eigenem Namen und als Sideman gemacht hat. Gestaltung: Christian Bakonyi<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc100309571\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc100309571\"><\/a>so \u2013 17.04.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>(Fortsetzung) Andreas Neumayer im Studio, Berndt Luef &amp; Jazztett im Grazer WIST<\/strong><\/p>\n<p>15:04 bis 16:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Kulturfeature: Ein Leben auf Kassette<\/strong><\/p>\n<p>17:10:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Amazing Grace: Wege und Schattierungen eines Gospelklassikers <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Immerhin hat ihn im Zuge seines religi&#246;sen Erweckungserlebnisses auch die Reue gepackt, denn es war ausgerechnet ein englischer Sklavenh&#228;ndler, der nach Errettung aus schwerer Seenot im Mai 1748 jenes Dankeslied zu Papier brachte, das im 20. Jahrhundert zur gr&#246;&#223;ten Gospelhymne der USA werden sollte, gleicherma&#223;en bedeutsam f&#252;r Schwarze wie Wei&#223;e und indigene Nordamerikaner, auch wenn die heute bekannteste Melodie erst im 19. Jahrhundert dazukam und einen mindestens ebenso gro&#223;en Beitrag zum Erfolg des Songs f&#252;r sich verbuchen darf wie John Newtons ergreifender Liedtext.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wenn man \u201egrace\u201c jedenfalls nicht nur mit \u201eGnade\u201c &#252;bersetzt, kann der Titel sogar auf den Song selbst gem&#252;nzt werden, denn es ist tats&#228;chlich erstaunlich, welche Grazie er in all seinen &#220;berlieferungen, Variationen und Schattierungen entwickeln und -trotz aller Popularit&#228;t -auch beibehalten konnte, sodass es durchaus legitim erscheint, ihm (fast) eine ganze Sendung zu widmen. Gestaltung: Michael Neuhauser<\/p>\n<p>19:34:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Das Du\u0161an Novakov Quintett spielt Herbie Hancocks \u201eTakin\u2019 Off\u201c <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Jahr 1962 ver&#246;ffentlicht der damals 22-j&#228;hrige Pianist Herbie Hancock sein Deb&#252;talbum \u201eTakin\u2019 Off\u201c bei Blue Note Records. \u201eIt must schwing\u201c, das war die Devise des Labelgr&#252;nders und Produzenten Alfred Lion, und swingen tut die Musik dieses Tontr&#228;gers zweifellos. Mit \u201eWatermelon Man\u201c enth&#228;lt \u201eTakin\u2019 Off\u201c auch gleich den ersten gro&#223;en Hit aus Hancocks Feder, mit dessen Tantiemen er sich seinen ersten Sportwagen kaufen kann. Das Album mit den Sidemen Freddie Hubbard (Trompete), Dexter Gordon (Tenorsaxofon), Butch Warren (Kontrabass) sowie Billy Higgins an den Trommeln bewegt sich weitgehend im \u201efunky\u201c Hardbop-Idiom, beinhaltet mit dem impressionistischen \u201eAlone and I\u201c aber auch einen musikalischen Vorboten des epochalen Hancock-Albums \u201eMaiden Voyage\u201c aus dem Jahr 1964. Der aus Serbien stammende Schlagzeuger Du\u0161an Novakov ist nicht nur fixer Bestandteil der Wiener Jazzszene, er nimmt in seinem Studio neben Produktionen &#246;sterreichischer Jazzmusiker\/innen auch regelm&#228;&#223;ig Sessions auf. Dieses Mal interpretiert er Herbie Hancocks Kompositionen von \u201eTakin\u2019 Off\u201c neu, zusammen mit der deutschen Saxofonistin Anna Tsombanis, dem K&#228;rntner Trompeter Daniel N&#246;sig, dem jungen deutschen Pianisten Urs Hager und dem US-amerikanischen Bassisten Danny Ziemann.Diese &#214;1 Radiosession wird gef&#246;rdert durch die Verwertungsgesellschaft Rundfunk GmbH (\u201eVGR\u201c). Gestaltung: Klaus Wienerroither<\/p>\n<p>20:55:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Mahalia Jackson: \u201eIn Concert Easter Sunday, 1967\u201c <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Konzert am 26. M&#228;rz 1967 im Lincoln Center for the Performing Arts, New York City, sollte ein Comeback werden. Drei Jahre zuvor hatten die chronischen Herz-Beschwerden der S&#228;ngerin begonnen. Nun absolvierte Mahalia Jackson den ersten gr&#246;&#223;eren Auftritt seit 1964. Jackson befand sich im 56. Lebensjahr und galt als die gr&#246;&#223;te Gospels&#228;ngerin aller Zeiten. Ihre wiedererstarkte Stimmgewalt, ihr perfektes Rhythmusgef&#252;hl und die im Blues verwurzelten Interpretationen lockten ein Publikum an, das weit &#252;ber Gospelfans hinausging. So befand sich an jenem Ostersonntag 1967 beispielsweise auch der renommierte Jazzkritiker Whitney Balliett im Publikum.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Programm des Konzerts umfasste zeitgen&#246;ssische Gospel-Songs und alte Spirituals. Die Texte behandelten sowohl das biblische Geschehen der christlichen Passion als auch generell fundamentale existenzielle Themen wie Tod, Liebe, Vers&#246;hnung. &#220;ber Jacksons Darbietung von \u201eWere You There When They Crucified My Lord?\u201c schrieb Whitney Balliett: \u201eShe became the words and music.\u201c Vollkommene Identifikation mit dem Inhalt des Songs war Mahalia Jackson stets ein gro&#223;es Anliegen. Die gl&#228;ubige K&#252;nstlerin definierte jeden Auftritt zun&#228;chst als pers&#246;nliches Gebet, in das sie das Publikum einschloss. Eine Praxis, die auch in dieser Aufnahme vom Ostersonntag 1967 sp&#252;rbar wird. Nochmals Whitney Balliett: \u201eMs. Jackson does not give concerts; she creates an experience.\u201c Gestaltung: Albert Hosp<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Jet Lag All Stars Radio Show: Radio aus den Parkl&#252;cken der Aufmerksamkeit \u2013 Gedankenspr&#252;nge aus dem Musterbuch des Jetlags<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, pr&#228;sentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespr&#228;che, Reportagen und Essays vom &#228;u&#223;ersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die B&#252;gelfalte des Kunstsonntags.\u00a0 Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Late Night Jazz:\u00a0 Mundell Lowe zum 100. Geburtstag<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Henry Altmann. Florettfechter auf der Jazzgitarre: Mundell Lowe zum 100. Geburtstag Mundell Lowe (1922-2017) hat in einer langen Karriere f&#252;r und mit so ziemlich jeder und jedem von Rang gespielt. Als Solist war \u201eMundy\u201c ein begnadeter Stilist mit fein ziselierten Linien und geschmeidigem Klang, als Komponist Sch&#246;pfer von Filmmusiken etwa zu Woody Allens \u201eWas Sie schon immer &#252;ber Sex wissen wollten\u201c, \u201eSatan in High Heels\u201c und f&#252;r TV-Serien wie \u201eStarsky and Hutch\u201c. Heute ist einer der bedeutendsten Gitarristen des Jazz ein wenig in Vergessenheit geraten.<\/p>\n<p>23.00 Uhr | &#214;1<br \/>\n<strong>Radiokunst-Kunstradio:\u00a0 \u201eGraue Gegenstimmen in schwarzer Zeit\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Hommage an Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime von Andrea Sodomka<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Widerstand findet im Verborgenen, oft in Grauzonen statt. Widerstand hat viele Formen, vor allem im Alltag. Kleine und gro&#223;e Widerstandshandlungen, passiver und aktiver Widerstand. Sie alle sind nicht klar voneinander abzugrenzen, sie gehen ineinander &#252;ber.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die falsche Musik zu h&#246;ren, unpassende Mode zu tragen, Lebensformen zu bevorzugen, die nicht der Rolle der Frau und Mutter der nationalsozialistischen Machthaber entsprachen, sich bei Feindsendern zu informieren, all das war lebensgef&#228;hrlich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unz&#228;hlige Frauen riskierten ihr Leben, indem sie die Regeln des NS-Regimes nicht befolgten, die meisten davon unbekannt und unbenannt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Einige wenige Frauen stellvertretend f&#252;r die vielf&#228;ltigen Formen des Widerstands gegen die NS-Herrschaft erz&#228;hlen den Alltag, die Regelbr&#252;che, den Ungehorsam, die Verweigerung und die damit verbundenen Gefahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Radiowoche%20vom%2011.04.22%E2%80%9317.04.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F04%2F10%2Fdie-radiowoche-vom-11-04-2217-04-2022%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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