{"id":25406,"date":"2022-03-20T12:00:42","date_gmt":"2022-03-20T11:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=25406"},"modified":"2022-03-18T12:42:29","modified_gmt":"2022-03-18T11:42:29","slug":"die-radiowoche-vom-21-03-2227-03-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2022\/03\/20\/die-radiowoche-vom-21-03-2227-03-2022\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 21.03.22\u201327.03.2022"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 12. Die &#220;bersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr.<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_Toc98497935\">mo \u2013 21.03.2022. 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc98497936\">di \u2013 22.03.2022. 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc98497937\">mi \u2013 23.03.2022. 5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc98497938\">do \u2013 24.03.2022. 6<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc98497939\">fr \u2013 25.03.2022. 9<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc98497940\">sa \u2013 26.03.2022. 10<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc98497941\">so \u2013 27.03.2022. 12<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"_Toc98497935\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc98497935\"><\/a>mo \u2013 21.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>In Concert: Blood, Sweat and Tears 1972 im Wiener Konzerthaus <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 14. Juni 1972 gastiert die US-amerikanische Jazzrock-Band Blood, Sweat and Tears im vollbesetzten Gro&#223;en Saal des Wiener Konzerthauses. S&#228;nger Jerry Fisher und ein 13-k&#246;pfiges (!) Ensemble, dem unter anderem Jazz-Kapazunder wie Saxofonist Joe Henderson, Trompeter Lew Soloff und Pianist Larry Willis angeh&#246;ren, liefern eine temperamentvolle Show. Neben Hits wie \u201eYou\u2019ve Made Me So Very Happy\u201c werden ausufernde Versionen von Jazzstandards aus der Feder der Pianisten Bill Evans und Herbie Hancock geboten. Und man\/frau ist noch immer erstaunt dar&#252;ber, dass vor 50 Jahren eine derartige Mischung aus publikumswirksamer und doch anspruchsvoller Musik massentauglich war. Ein Fundst&#252;ck aus den Tiefen des ORF-Archivs im Wiener Funkhaus!<\/p>\n<p>20:03 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>In Concert: Jazzfestival Saalfelden \u2013 Main Stage<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufzeichnung vom 20.08.2021. Irreversible Entanglements: Camae Ayewa, Gesang und Poetry: Keir Neuringer, Altsaxofon und Synthesizer; Aquiles Navarro, Trompete, Schlagzeug, Synthesizer; Luke Stewart, Bass; Shazad Ismaily, Gitarre; Lukas K&#246;nig, Schlagzeug. Moderation: Matthias Wegner<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">20:05 bis 21:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>H&#246;rspiel: \u201eDie Don Quijotinnen oder was kostet die Kindheit\u201c v. Ulrike M&#252;ller<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Franziska Kleinert, Martina Hesse, Claudia Lietz, Alexander Schr&#246;der, Jean Luc Caputo, Annedore Bauer sowie Aurelie, Bruno, Clara, Elias, Helene, Lionel und Oskar<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musik: Aykao Matuschka; Regie: Ulrike M&#252;ller; RBB 2021. Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Drei alleinerziehenden M&#252;ttern wird im Rahmen einer kafkaesken Gerichtsverhandlung der Prozess gemacht. Sie versuchen ihr Lebensmodell zu verteidigen, doch ein Gef&#252;hl des Ungen&#252;gens in ihren Bem&#252;hungen bleibt: sowohl ihren Kindern als auch ihrem Job gegen&#252;ber. Tats&#228;chlich k&#246;nnen Alleinerziehende ihren Erziehungsauftrag in der Regel nur zu Lasten der Karriere leisten. Das hei&#223;t, dass ein Drittel der alleinerziehenden Familien von Armut bedroht sind bzw. 40 % auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. Was in der Konsequenz bedeutet, dass Kinder von Alleinerziehenden in ihrer Lebensplanung deutlich benachteiligt sind. Wie bereits in ihren preisgekr&#246;nten Vorg&#228;ngerst&#252;cken Das Projekt bin Ich und Lieber Nicolas Berggruen hat die Autorin zun&#228;chst zahlreiche Interviews mit Betroffenen gef&#252;hrt. Aus diesem dokumentarisch-biografischen Material haben die Schauspieler:innen in einem zweiten Schritt ihre Texte entwickelt. Das alles auf der Folie einer Spielanordnung, in diesem Fall eben einer fiktiven Gerichtsverhandlung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ulrike M&#252;ller, geb. 1981 in Cottbus, Regisseurin und Autorin, Inszenierungen u.a Landestheater Detmold, Neue B&#252;hne Senftenberg, Anhaltisches Theater Dessau, Theater Rudolstadt, Staatstheater Cottbus. Weitere H&#246;rspiele: Das Projekt bin ich! (rbb 2014, Deutscher H&#246;rspielpreis der ARD 2015), Lieber Nicolas Berggruen (2017).<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart: Die Harfe in der neuen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wer bei der Harfe nur an Feen und Engel denkt, k&#246;nnte hier durchaus auf andere Gedanken kommen, denn bereits sehr lange haben Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart dieses Instrument f&#252;r ihre klanglichen Experimentierfelder entdeckt.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Ensemble Phace, Aspekte Salzburg und &#214;1 und k&#252;rten Young Composers 2022<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wohin entwickelt sich die Neue Musik? Das Ensemble Phace hat sich gemeinsam mit &#214;1 und dem Festival Aspekte Salzburg auf die Suche nach jungen Komponistinnen und Komponisten sowie neuen Talenten gemacht, um einen Blick in die Zukunft zu richten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bei einem \u201eCall for Scores\u201c im Sommer 2021 wurden aus vielen Einsendungen vier junge Komponistinnen und Komponisten von vier verschiedenen &#246;sterreichischen Musikuniversit&#228;ten ausgew&#228;hlt. Mit dem Auftrag, ein neues Werk f&#252;r Phace zu schreiben und dieses in enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble zur Auff&#252;hrung zu bringen, haben die vier Gewinner\/innen sehr spannende und manchmal auch &#252;berraschende St&#252;cke komponiert. Welche klanglichen Welten Soyeon Park, Carlos Miguel Gonzalez Bolanos, Giorgio Musolesi und Hristina \u0160u\u0161ak dabei entworfen haben, konnte man am 8. M&#228;rz 2022 im Wiener RadioKulturhaus h&#246;ren und wenig sp&#228;ter auch beim Aspekte-Festival in Salzburg erleben. Zeit-Ton sendet einen &#214;1 Mitschnitt aus dem RadioKulturhaus. Gestaltung: Marie-Theres Himmler<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc98497936\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 22.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Tradition als Gegenwartsstrategie \u2013 F&#252;nf Beispiele aus der norwegischen Kunstmusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Emil Bernhardt. Es gibt eine Besonderheit im norwegischen Musikleben: Die einzelnen Musikszenen sind viel weniger spezialisiert und voneinander separiert, als wir es in Deutschland kennen, weshalb man in ein und demselben Konzert Beitr&#228;ge der unterschiedlichsten Musikidiome erleben kann \u2013 von norwegischer Vokaltradition, &#252;ber zeitgen&#246;ssische Orchestermusik bis hin zur Hardcore-Avantgarde. Sicher hat diese Besonderheit mit der vergleichsweise geringen Bev&#246;lkerungsdichte und der Sozialstruktur dieses fl&#228;chenm&#228;&#223;ig gro&#223;en Landes zu tun, was sich in den Konzertprogrammen ausdr&#252;ckt. Aspekte der traditionellen Musikkultur sind dort heute noch lebendig und haben eine starke Pr&#228;senz im aktuellen Komponieren, was sich in der Auseinandersetzung speziell junger Komponisten mit der Tradition zeigt.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Roland Leistner-Mayer: Sonate, op. 156 (Burkhard Mai&#223;, Viola; Ji-Yeoun You, Klavier); Peter Kiesewetter: \u201eLa notte\u201c, op. 44 (Debussy Trio M&#252;nchen); Heinz Winbeck: Symphonie Nr. 1 \u2013 \u201eTu solus\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Muhai Tang); Paul Engel: \u201e&#8230;auch ein Quartett\u201c (Mitglieder des Ensemble GEMARD: Heinz Winbeck)<\/p>\n<p>20:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Konzert der musica viva \u2013 Zum 70. Geburtstag des Komponisten Wolfgang Rihm<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Georg Nigl, Bariton; Lawrence Power, Viola; Nicolas Altstaedt, Violoncello; Magdalena Hoffmann, Harfe. Leitung: Ingo Metzmacher<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wolfgang Rihm: \u201e1. Doppelgesang\u201c; \u201eAndere Schatten\u201c; \u201eDie St&#252;cke des S&#228;ngers\u201c; \u201eIN-SCHRIFT\u201c. Aufnahme vom 11. M&#228;rz 2022 im Herkulessaal der M&#252;nchner Residenz<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wo anfangen und wo enden? Auf dem Weg durch die Musik von Wolfgang Rihm gibt es auf diese Frage keine einfache Antwort. Durch sein Werk ziehen sich \u201eKraftlinien\u201c wie die Auseinandersetzung mit Bildender Kunst, Literatur und h&#228;ufig auch das Ankn&#252;pfen an eigene Arbeiten. &#196;ltere Kompositionen werden \u2013 ohne das Vorg&#228;ngerst&#252;ck zu widerrufen \u2013 umgeschrieben und &#252;berschrieben. Auf altem, fruchtbarem Boden w&#228;chst Neues. Auf diesem labyrinthischen Weg durch die Zeit spielt die notierte und klingende Linie eine zentrale Rolle: \u201eIch liebe das verschlungene Liniengeflecht orchestraler M&#246;glichkeiten. Es sind die ineinander geschriebenen Lineaturen, an denen ich jetzt schon jahrelang arbeite\u201c, erkl&#228;rt der Komponist eine faszinierende Eigenheit seines m&#228;andernden und immer weiter expandierendes Schaffens. Zu Verstummen zieht er nicht in Betracht, davon zeugt auch das j&#252;ngste Werk des Programms, das Ingo Metzmacher dirigiert. In den St&#252;cken des S&#228;ngers ist Orpheus zerrissen und seine Leier zerschlagen. Doch aus der Zerst&#246;rung entsteht Neues, denn die Harfe spielt weiter: \u201eAlles, was ich an Werk hervorgebracht habe, verdankt sich einem Leben; und nicht etwa einer Strategie, Theorie oder Versuchsanordnung. Es war immer das Leben selber.\u201c<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: Triebfedern \u2013 Frauen, die Jazz in Deutschland befl&#252;gelt haben (3\/5) \u2013 Gabriele Kleinschmidt (Konzertagentin)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Franziska Buhre und Julia Neupert. Jazz in Deutschland \u2013 das ist eine Geschichte, die ihre Geschichten oft vergisst. Wir erz&#228;hlen sie in dieser Portr&#228;treihe, die Geschichten von Frauen, die hierzulande den Erfolg des Jazz mitgestaltet haben. So wie die Konzertagentin Gabriele Kleinschmidt. Ihre 1974 gegr&#252;ndete Agentur GKP war eine der ersten in Deutschland, die die afroamerikanische Avantgardeszene nach Europa holte: Unter anderem f&#252;r Sun Ra, Cecil Taylor, das Art Ensemble of Chicago hat Kleinschmidt von ihrem Firmensitz im Schwarzwald aus Tourneen gemanagt, sie f&#252;r Rundfunk- und Fernsehproduktionen engagiert und Festivals organisiert. (Teil 4, Dienstag, 29. M&#228;rz 2022, 20.05 Uhr)<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: Zwei Schweizer Basslegenden \u2013 Heiri Kaenzig &amp; Christian Weber in Schaffhausen 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Heiri K&#228;nzig Traveling; Veronika Stalder, Gesang; Amin Mraihi, Oud; Matthieu Michel, Fl&#252;gelhorn; Marc M\u00e9an, Piano; Heiri K&#228;nzig, Kontrabass; Lionel Friedli, Schlagzeug. Aufnahme vom 28.5.2021 aus dem Kulturzentrum Kammgarn, Schaffhausen\/Schweiz<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Christian Weber, Kontrabass. Aufnahme vom 27.5.2021 aus dem Kulturzentrum Kammgarn, Schaffhausen\/Schweiz<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Michael R&#252;senberg. Abgesehen von wenigen Unterrichtsstunden kann man von einem Sch&#252;ler-Lehrer-Verh&#228;ltnis zwischen Heiri K&#228;nzig (64) und Christian Weber (49) zwar kaum sprechen. Die Karrieren beider Bassisten aber beschreiben eine &#228;hnliche Bahn: von der Schweiz &#252;ber &#214;sterreich (beide haben in Graz studiert, K&#228;nzig war zudem lange im Vienna Art Orchestra) und wieder zur&#252;ck; beide unterrichten heute in Luzern und genie&#223;en auch international einen hervorragenden Ruf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Beim 32. Schaffhauser Jazzfestival gastierte K&#228;nzig mit seiner eigenen, neuen Band Traveling, deren hypnotische Fusion auch arabische Einfl&#252;sse aufnimmt. Christian Weber, in Deutschland aus den Trios von Michael Wollny und Aki Takase bekannt, faszinierte mit einer stupenden Solo-Performance, die in den Klassiker von Albert Ayler m&#252;ndete: \u201eGhosts\u201c.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: RRRR, DRINGG, TSCH, DONG, SLURPP \u2013 Comics &amp; Cartoons in der Neuen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Spurensuche von Stefan Fricke. Als die Avantgarde-S&#228;ngerin Cathy Berberian 1966 mit \u201eStripsody\u201c ihre einzige Komposition pr&#228;sentiert, erklimmt der popul&#228;re Comic auch die hehren Sph&#228;ren der Neuen Musik. Gleichwohl gilt der schon um 1890 entstandene \u201eComic Strip\u201c noch immer vielen als billiger Sprechblasenschund. Ebenso ver&#228;chtlich ist das Urteil &#252;ber Zeichentrickfilme, die sp&#228;testens 2008 mit Louis Andriessens Doppelklavierkonzert \u201eThe Hague Hacking (Haags Hakk\u00fbh)\u201c den Olymp der musikalischen Hochglanzkultur erreichen. Die Liaison von Comics und Neuer Musik ist eine kurzweilige Episode im Kunstklangbetrieb.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Untergang und Auferstehung der arabischen Welt \u2013 Der Komponist Samir Odeh-Tamimi<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Florian Heurich. In seinem im Sommer 2021 beim Festival von Aix-en-Provence uraufgef&#252;hrten Musiktheaterwerk \u201eL\u2019Apocalypse Arabe\u201c bringt Samir Odeh-Tamimi seine Sorge &#252;ber die arabische Welt zum Ausdruck, eine Welt, die auch seine eigene ist. Seit vielen Jahren lebt der in der N&#228;he von Tel Aviv geborene pal&#228;stinensische Komponist in Berlin, und in seinen Werken, die fast alle arabische Titel tragen, setzt er sich mit seinen Wurzeln im Nahen Osten, den archaischen Urspr&#252;ngen der arabischen Kultur aber auch dem Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident auseinander. Als ein Komponist, der mit der arabischen Musikpraxis aufgewachsen und dann in die mitteleurop&#228;isch gepr&#228;gte Neue Musik eingetaucht ist, hat er nun aus der Ferne einen ganz anderen Blick auf seine Heimat und seine Kultur. \u201eIch empfinde mittlerweile beides, das Europ&#228;ische und das Arabische, als eigen und fremd zugleich, und alles ist ein Erbe der Menschheit\u201c, sagt er. Florian Heurich zeichnet das Portr&#228;t eines Komponisten, der jenseits von kulturellen Zugeh&#246;rigkeiten dieses Erbe weitertragen m&#246;chte, und dessen Musik eine Synthese von Ost und West ist.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart: Ultraschall Berlin \u2013 Festival f&#252;r neue Musik 2022<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Werken von Christian Winther Christensen, Mirela Ivicevic und Sergej Newski war das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Bas Wiegers diesmal bei Ultraschall Berlin zu Gast. Solistin in Christensens Klavierkonzert war Rei Nakamura. Konzertaufnahme vom 20. Januar 2022 im Gro&#223;en Sendesaal des rbb<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Musikalische Zahlenspiele mit dem Ensemble Phace \u2013 Johannes Kalitzke und das Ensemble Phace im Wiener Konzerthaus <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit 2012 hat das Wiener Ensemble Phace einen eigenen Zyklus im Wiener Konzerthaus. Am 13. J&#228;nner 2022 spielten die Musiker\/innen im Berio-Saal unter der Leitung von Johannes Kalitzke Werke von Komponist*innen unter anderem aus Israel, der Ukraine und Kasachstan. Der in Kasachstan geborene Sehyung Kim schrieb im Auftrag von Phace das St&#252;ck \u201eParticle Aggregation\u201c, das auf mathematischen Sequenzen basiert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neben der Urauff&#252;hrung des Werks von Sehyung Kim gab es an diesem Abend zwei &#246;sterreichische Erstauff&#252;hrungen: \u201eSparks and Flares\u201c, ein Werk des in Tel Aviv geborenen Michael Seltenreich. Und \u201ePlexus\u201c der aus der Ukraine stammenden Komponistin und Performerin Anna Korsun. Abgerundet wurde das Programm durch ein Werk von Johannes Kalitzke, der hier unter anderem mit der Fibonacci-Reihe arbeitet. In den \u201eF&#252;nf Nachrufen f&#252;r Violine solo und sechs Spieler\u201c, uraufgef&#252;hrt 2012 in Salzburg, &#252;bernahm die aus Bratislava stammende Geigerin Ivana Prista\u0161ov\u00e1 den virtuosen Solopart. (&#214;1 Mitschnitt vom 13. J&#228;nner 2022). Gestaltung: Philipp Weismann<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc98497937\"><\/a>mi \u2013 23.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk kultur<br \/>\n<strong>Chormusik: Singen f&#252;r die Welt \u2013 70 Jahre M&#228;dchenchor Hannover<br \/>\n<\/strong>Von Miriam Stolzenwald<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eberhard Klemmstein: Violoncellokonzert (Mark Kosower, Violoncello; Bratislava Symphony Orchestra: David Hernando Rico); Waldram Hollfelder: Sonate B-Dur (Duo Estro Armonico); Holmer Becker: Vier Lieder (Markus Simon, Bassbariton; Florian Kaplick, Klavier); Alexander Asteriades: Variationen &#252;ber Motive aus dem \u201eBuch Hiob\u201c (Paul Rivinius, Klavier; Nicola Birkhan, Violine; Verena Obermayer, Violoncello); Lorenz Schmidt: \u201eDie Stra&#223;e nach Areopolis\u201c (Ivan Tanzil, Gitarre); Christoph Weinhart: \u201eIn die D&#228;mmerung\u201c (Sonja Koppelhuber, Mezzosopran; Christoph Weinhart, Klavier); Franz M&#246;ckl: Klarinettenkonzert (Wolfgang Meyer, Klarinette; Hofer Symphoniker: Howard Golden)<\/p>\n<p>19:00 bis 19:30 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Feature: Funkenflug im Zwischenraum \u2013 Drei Positionen zeitgen&#246;ssischer Malerei<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Merzouga. Sprecher*innen: Janko Hanushevsky, Eva P&#246;pplein Komposition\/Regie: Merzouga; Ton: Annett Bastian, Martin Seelig; Regieassistenz: Fari Sarimese, Oliver Martin. Produktion: rbb 2018<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bilder bringen beim Betrachten einen subjektiven Resonanzraum zum Klingen. Wie unterschiedlich dieser sein kann, erproben die Autoren im Selbstversuch und betrachten Bilder von gleichaltrigen Malern. Matthias Lautners dunkle Landschaftsbilder werden von einsamen Figuren durchschritten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sabrina Haunsperg sch&#246;pft ihre abstrakte Malerei aus dem bildhauerischen Umgang mit Farbe, die sie auf die Leinwand sch&#252;ttet, wirft oder spr&#252;ht. Cosima Hawemann interessiert sich f&#252;r die Erinnerung und daf&#252;r, wie sich Erinnerung ver&#228;ndert. Sie &#252;bermalt Ikonen des Showbiz und Modefotos.<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>\u201eNachtraum\u201c Teil 2 \u2013 Klangforum Wien bei der Ruhrtriennale<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der zweite Teil des Avantgarde-Musikmarathons mit dem Klangforum Wien bei der Ruhrtriennale 2021 bietet weitere H&#246;rerlebnisse in der Horizontalen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Auf 160 Matten hatte es sich das Publikum in der Bochumer Jahrhunderthalle bequem gemacht. Musik klingt im Liegen definitiv anders als im Sitzen, was allerdings nicht bedeutete, dass beim Finale der Ruhrtriennale 2021 gem&#252;tliches Wegd&#246;sen angesagt gewesen w&#228;re. Mirela Ivicevics \u201eSweet Dreams\u201c verspricht beispielsweise nur dem Titel nach s&#252;&#223;e Tr&#228;ume. Im zweiten Teil dieses n&#228;chtlichen Konzerts stehen au&#223;erdem noch Rebecca Saunders\u2019 \u201eYes!\u201c und die sanften Nocturno-Kl&#228;nge der \u201eNachtmusik\u201c von Emmanuel Nunes auf dem Programm des Klangforums Wien. Den Titel von Salvatore Sciarrinos Klarinettensolo \u201eLet me die before I wake\u201c hat zum Gl&#252;ck niemand w&#246;rtlich genommen an diesem wirklich ungew&#246;hnlichen Abend.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mirela Ivicevic: Sweet Dreams | Emmanuel Nunes: Nachtmusik I | Rebecca Saunders: Yes! | Salvatore Sciarrino: Let Me Die Before I Wake. Klangforum Wien, Leitung: Bas Wiegers. Aufnahme aus der Jahrhunderthalle Bochum<\/p>\n<p>22:00 bis 23:00 | MDR Kultur<br \/>\n<strong>Das Massaker von Mechterst&#228;dt: Marburger Korpsstudenten und die Morde von 1920 \/ Von Tobias Barth<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 20. M&#228;rz 1920 \u2013 der Kapp \u2013 Putsch war gerade durch einen Generalstreik niedergeschlagen \u2013 mobilisiert sich in Marburg ein Studentenkorps. Die national-konservativen Studenten w&#228;hnen in Th&#252;ringen einen spartakistischen Aufstand im Gange. Im Ort Thal \u2013 heute ein Ortsteil von Ruhla \u2013 nehmen die Studenten 15 Arbeiter gefangen, die sich w&#228;hrend des Putsches an der Entwaffnung m&#246;glicher Unterst&#252;tzer beteiligt hatten. Am 25. M&#228;rz sind diese 15 M&#228;nner tot, sie liegen jeweils wenige Schritte von der Stra&#223;e entfernt vor und hinter der Ortschaft Mechterst&#228;dt \u2013 angeblich \u201eauf der Flucht erschossen\u201c. Die Morde und mehr noch die Freispr&#252;che in den Prozessen danach sorgen deutschlandweit f&#252;r Emp&#246;rung, unter anderem Kurt Tucholsky schreibt dar&#252;ber.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Feature rekonstruiert Tathergang und Folgen \u2013 und geht im Heute an die Orte des Geschehens: Nach Mechterst&#228;dt bei Gotha und Marburg. Was ist 100 Jahre sp&#228;ter zu erfahren, wie wirkt das Geschehen nach?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tobias Barth wurde 1970 in Halle (Saale) geboren, arbeitete nach dem Abitur als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 publizistische T&#228;tigkeit &#252;berwiegend f&#252;r die ARD als Autor, Redakteur und Regisseur. Seit 2002 Feature-Redakteur f&#252;r MDR Kultur. (52 Min.)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regie: Nikolai von Koslowski. Produktion: MDR 2020. Mitwirkende: Frauke Poolman \u2013 Erz&#228;hlerin; Joachim Sch&#246;nfeld \u2013 Zitator Tucholsky; Nils Br&#252;nnig \u2013 Sprecher Protokolle; Beatrix Hermens \u2013 Ansagen<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr&#228;sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f&#252;r die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Heinrich Deisl<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: Jazz aus N&#252;rnberg: Studio-Aufnahmen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eEgo kills\u201c \u2013 das neue Album der Band \u201eThe Killing Popes\u201c vorgestellt im Gespr&#228;ch mit Schlagzeuger Oli Steidle. Moderation und Auswahl: Beate Sampson<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc98497938\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 24.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Markus Hechtle<\/strong>: Wortlose R&#252;ckkehr (2013) \u2013 Acht Szenen f&#252;r Ensemble; Ensemble Modern; Leitung: Brad Lubman \/ \u201eLinie mit Schraffur\u201c (2006) f&#252;r Gitarrenquartett und Klarinette \u2013 Ernesto Molinari, Klarinette; Aleph-Gitarrenquartett \/ \u201eLichtung\u201c (2017) f&#252;r Orchester \u2013 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks; Leitung: Ilan Volkov. Vorgestellt von Carolin Naujocks<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wolfgang Rebner: \u201eSoir\u00e9e passionnelle\u201c (Julius Bassler, Klavier; Fr&#228;nkisches Landesorchester: Leo Eysoldt); Erik Sch&#228;pers: \u201eReisebilder\u201c (Wolfgang Holzmair, Bariton; Thomas Palm, Klavier); Karl Norbert Schmid: \u201eDu bist Gott, du hast uns gewollt\u201c (Chor der Kirchenmusikschule Regensburg; Rossmanith Quartett: Karl Norbert Schmid); Dieter Schnebel: \u201eEkstasis\u201c (Michael Hirsch, Sprecher; Sidonie von Krosigk, Nils Keller, Kinderstimme; Isolde Siebert, Sopran; Isao Nakamura, Schlagzeug; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Lothar Zagrosek); Rudi Spring: \u201eF&#252;nf Galgenlieder\u201c (Martina Koppelstetter, Mezzosopran; Rudi Spring, Klavier)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 KlassikPlus: Musikalische Gartenfreuden \u2013 &#220;ber gartelnde Komponist*innen, Blumenmusik und die Freude an der Natur <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Uta Sailer. Duftende Rosen, das bescheidene, aber wundersch&#246;n blau leuchtende Veilchen oder die stolze Tulpe: Blumen und G&#228;rten sind eine der wichtigsten Inspirationsquellen f&#252;r Komponist*innen. Manche waren sogar selbst aktiv: Der Gr&#252;nste von allen war wohl Georg Philipp Telemann. Er hatte sich vor den Toren Hamburgs ein Gartengrundst&#252;ck gekauft und dort Kostbarkeiten aus Nah und Fern gepflanzt: darunter Dichternarzisse, Zwergglockenblume, Adonisr&#246;schen, Nachtviole, sogar chinesischen Hanf, Aloen und Sa\u00a8ulenkakteen. Der Brite William Walton musste sich nicht selber k&#252;mmern: seine Gattin hatte f&#252;r ihn einen wundersch&#246;nen Garten auf Ischia gestaltet: \u201eLa Mortella\u201c \u2013 dieses Schmuckst&#252;ck mit rund 900 exotischen Pflanzen kann man heute noch besichtigen, Meerblick inklusive. H&#246;fische G&#228;rten und die dortigen Wasserspiele haben musikalisch auch gro&#223;en Anklang gefunden, bei Franz Liszt oder Maurice Ravel.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In der Sendung \u201eMusikalische Gartenfreuden\u201c flanieren wir durch Alte Musik, Klassik, Romantik oder Jazz: &#252;berall bl&#252;ht, pl&#228;tschert und duftet es. Und weil es eine Fr&#252;hlingssendung ist, darf auch ein musikalisches V&#246;gelchen mittr&#228;llern.<\/p>\n<p>19:30-20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen. Feature: Biodiversit&#228;t \u2013 Die Tiere in uns: Das Artensterben und die Folgen f&#252;r die Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Marko Pauli. Die Erde erlebt derzeit das gr&#246;&#223;te Massensterben von Tieren und Pflanzen seit 66 Millionen Jahren, doch die meisten Menschen scheinen davon unbeeindruckt. Was bedeutet es f&#252;r die Menschen, wenn das Leben um sie herum verschwindet?<\/p>\n<p>20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio<br \/>\n<strong>Mouvement: Neue Musik f&#252;r Blasorchester<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eric Whitacre: Equus | Einojuhani Rautavaara: Annunciations, Konzert f&#252;r Orgel, Blechbl&#228;ser und sinfonisches Blasorchester | Boris Diev: Konzert f&#252;r Tuba und Blasorchester | Friedrich Gulda: Konzert f&#252;r Violoncello und Blasorchester<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: ECLAT 2022 \u2013 Immaterial \u2013 Madrigaloper von Chaya Czernowin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neue Vocalsolisten Stuttgart. Neue Formen zwischen analogem und digitalem Wahrnehmen: Nach einem experimentellen Online-Festival 2021 legt ECLAT in diesem Jahr nach und verbindet das Publikum vor Ort mit Online-Zuschauern aus allen Kontinenten und Zeitzonen. Zu den vier B&#252;hnen im Stuttgarter Theaterhaus, die das Festival mit Kammer- und Orchesterkonzerten, Installationen, szenischen Aktionen und Musiktheater bespielt, kommt eine f&#252;nfte, virtuelle B&#252;hne.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Regenrauschen und Rohrblatt-Zwitschern \u2013 Die fabelhafte Klangwelt der finnischen Saxofonistin Linda Fredriksson<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas Loewner. Linda Fredriksson ist als Co-Leaderin und Sidewoman schon l&#228;nger ein Aktivposten der progressiven finnischen Jazzszene: Mit dem Trio Mopo kombiniert sie Jazz mit Punkeinfl&#252;ssen; die Ricky Tick Bigband, deren Bl&#228;sersatz sie angeh&#246;rt, bewegt sich l&#228;ssig zwischen Swing und Hip-Hop. 2021 hat die Alt- und Baritonsaxofonistin ihr Deb&#252;talbum \u201eJuniper\u201c ver&#246;ffentlicht. Daf&#252;r hatte sie &#252;ber mehrere Jahre Ideen gesammelt, die sie dann in einem langen Produktionsprozess weiterverarbeitete. So hat sie die Rohentw&#252;rfe ihrer Songs auf einer alten Gitarre oder auf einfachen Keyboards eingespielt und dazu gesungen. Sp&#228;ter kombinierte sie diese Demos mit neuen Studioaufnahmen ihrer Band. Das verleiht \u201eJuniper\u201c einen reizvollen Do-it-yourself-Charme. Unterstrichen wird dieser Aspekt durch die Einbeziehung von eigenen Feld-Aufnahmen: In ihren atmosph&#228;rischen St&#252;cken h&#246;rt man zu Fredrikssons Saxofonspiel auch mal den Regen rauschen oder B&#228;ume knarzen.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Konzert der musica viva<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Chor des Bayerischen Rundfunks; SolistInnen des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Georg Nigl, Bariton; J&#246;rg Widmann, Klarinette; Olga Pashchenko, Klavier \/ Wolfgang Rihm: \u201eTerzinen an den Tod\u201c (Urauff&#252;hrung und Auftragswerk des BR); Vier Studien zu einem Klarinettenquintett. Aufnahme vom 8. M&#228;rz 2022 im Herkulessaal der M&#252;nchner Residenz<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Den 70. Geburtstag von Wolfgang Rihm feiert die musica viva mit einer Konzertwoche. Mit der Missa brevis pr&#228;sentiert der Chor des Bayerischen Rundfunks a cappella ein Werk, das mit &#228;u&#223;erst reduzierten Mitteln zu gro&#223;em inneren Reichtum f&#252;hrt. Der geradezu klassisch ausgewogene, vorwiegend in dichter Polyphonie gestaltete vier- bis achtstimmige Chorsatz wechselt mit ausdrucksstarken homophonen Episoden. F&#252;r seinen Liederzyklus \u201eTerzinen an den Tod\u201c, der f&#252;r den Bariton Georg Nigl entstanden ist, verlegte sich Wolfgang Rihm auf vier Gedichte des deutschen Schriftstellers Albert Vigoleis Thelen, der als Mittler zwischen Sprachen und Kulturen hervorgetreten ist. Seit den 1970er Jahren, als er als Enfant terrible die deutsche Musikszene aufmischte, verk&#246;rpert Wolfgang Rihm die Unbedingtheit des k&#252;nstlerischen Schaffensakts. \u201eIns eigene Fleisch\u201c lautete deshalb nicht zuf&#228;llig der Titel seines 1978 geschriebenen Aufsatzes &#252;ber Lust und Schmerz, und damit auch &#252;ber die engen Bande zwischen K&#246;rper und Geist. Daf&#252;r stehen auch die Quintettstudien f&#252;r seinen ehemaligen Studenten und vielleicht auch Seelenverwandten, den Komponisten und Klarinettisten J&#246;rg Widmann, der das Werk mit SolistInnen des Orchesters auf die M&#252;nchner Kammermusikb&#252;hne bringt.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>40 Jahre Touch \u2013 Das Label Touch feiert seinen 40. Geburtstag (Teil 1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In zwei Zeit-Ton Ausgaben heute und morgen feiern wir den 40. Geburtstag von Touch und tauchen gemeinsam mit John Wozencroft und Mike Harding in die reiche und bewegte Geschichte dieses f&#252;r die diversen Szenen experimenteller elektronischer und artverwandter Musik so wichtigen Labels ein, die von gleich mehreren technologischen Umbr&#252;chen gepr&#228;gt wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wurden die ersten Ver&#246;ffentlichungen in den fr&#252;hen 1980er Jahren noch pers&#246;nlich von den Label-Betreibern auf Kassette kopiert (es war die Zeit, in der Dank der Einf&#252;hrung des Walkmans Musik pl&#246;tzlich zum Wegbegleiter wurde), erscheint heute ein Werk mitunter auch auf Datenstick, wenn die k&#252;nstlerische Arbeit dies erfordert. Und bereits im Jahr 2012 starteten Harding und Wozencroft ihre eigene Podcast-Reihe \u201eTouchRadio\u201c bzw. \u201eTouchPod\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das visuelle Erscheinungsbild ist Harding und Wozencroft dabei gleichsam wichtig, Touch m&#246;chte nicht als reines Musik-Label missverstanden werden. Die starke visuelle Identit&#228;t wird von der k&#252;nstlerischen Handschrift Wozencrofts gepr&#228;gt, der stets mit Leidenschaft nach den passenden Fotos sucht. Und Touch veranstaltet auch immer wieder Konzerte und Showcases.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit ihrem gro&#223;en Engagement haben Wozencroft und Harding in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche K&#252;nstler\/innen bei dem Aufbau ihrer internationalen Karrieren ma&#223;geblich unterst&#252;tzt. Zu den Musiker\/innen, die mit mehreren Alben bei Touch vertreten sind z&#228;hlen u.a. Philip Jeck, Biosphere, Fennesz, Chris Watson, Hildur Gudnadottir und Jana Winderen.\u00a0 Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc98497939\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 25.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tom Sora: \u201e20 T&#246;ne\u201c (Tom Sora, Spieluhr, Stimmen); Ulrich Stranz: Streichquartett Nr. 1 (Casal Quartett); Peter Wittrich: Orgelkonzert Nr. 3 \u2013 \u201ePax\u201c (Bernhard Buttmann, Orgel); Walter Zimmermann: \u201eErd-Wasser-Luft-T&#246;ne\u201c (Dyland Chmura-Moore, Posaune; Stephen Drury, Klavier; Walter Zimmermann, Gl&#228;serspiel)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Il lamento della natura \u2013 Ein Klagelied mit B&#228;umen, Gletschern und Insekten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Sommer werden hei&#223;er, die St&#252;rme gef&#228;hrlicher. Im Naturschutzgebiet Nantesbuch steckt Marcus Maeder eine kleine Nadel in die Baumrinde. An der Nadel h&#228;ngt eine helle Schnur. Bekommt der d&#252;rstende Baum eine Infusion? Nein \u2013 Markus Maeder ist Musiker. Die Nadel ist ein Mikrofon und die Schnur ein Kabel, das zu einem Rekorder f&#252;hrt. Mit dem kleinen Stich unter die Rinde macht er den Trockenstress der B&#228;ume h&#246;rbar \u2013 ein Intermezzo zwischen den Akten des Klimawandels. Dieses und viele andere Projekte des Schweizer K&#252;nstlers und Umweltwissenschaftlers ist mehr als ein Sound-Observatorium. Bioakustische Aufnahmen inspirieren immer &#246;fter eine Art Naturklang-Musik, die den Klimawandel musikalisch erfahrbar machen will. Die Kl&#228;nge aus wolkenlosem Himmel, eine Perkussion mit trommelnden Insekten oder das Klagelied der Gletscher sind Versuche, sterbende Resonanzr&#228;ume in letzte Ges&#228;nge zu verwandeln. Eine Sendung von Bettina Mittelstra&#223;<\/p>\n<p>19:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Im Angesicht des Krieges \u2013 Die literarische Szene in der Ukraine<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Lerke von Saalfeld (Wdh. v. 18.12.2015). In Lemberg, dem heutigen Lwiw, bl&#252;hte einst eine vielsprachige Literatur. Die literarische Szene kn&#252;pfte daran an und trotzte dem Krieg, der bereits mit der Annexion der Krim begonnen hatte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ukraine hei&#223;t \u201eGrenzland\u201c, ein Land an der Peripherie, das seit dem Zweiten Weltkrieg kaum noch wahrgenommen wurde. Mit der Unabh&#228;ngigkeit, durch die orangene Revolution, vor allem aber durch den Aufbruch des Euromaidan, entstand ein neues kulturelles Selbstbewusstsein, das viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller elektrisierte. Hier, beispielsweise in Lemberg, dem heutigen Lwiw, bl&#252;hte einst eine vielsprachige Literatur und vielf&#228;ltige Kultur.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bereits die Annexion der Krim, der Krieg im Osten des Landes, der das ganze Land &#252;berschattete, machten bewusst, wie eng verflochten vor allem die westliche Ukraine, Galizien und die Bukowina, mit der Mitte Europas waren. In all ihrer Vitalit&#228;t hat die literarische Szene in der Ukraine dem Krieg bislang getrotzt.<\/p>\n<p>20:04 bis 22:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert: Beethovens Funke<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der lettische Dirigent Andris Poga leitet das WDR Sinfonieorchester bei der deutschen Erstauff&#252;hrung von H\u00e8ctor Parras \u201eWanderwelle\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sein Werk \u201eWanderwelle\u201c sei in K&#246;ln \u201egeboren\u201c, sagt der katalanische Komponist H\u00e8ctor Parra: Es ist ein Auftragswerk der K&#246;lner Philharmonie und die deutsche Erstauff&#252;hrung sozusagen ein nachtr&#228;gliches Geburtstagsgeschenk f&#252;r Beethoven zum 250sten. Denn Beethovens Geist schwebt &#252;ber Parras Werk, das sich an den Diabelli-Variationen orientiert und einzelne Passagen aus den Konversationsheften von Beethoven vertont. Der Dirigent Andris Poga, seit dieser Saison neuer Chef der norwegischen Stavanger Symphony, war in den letzten Jahren mehrfach zu Gast beim WDR Sinfonieorchester und kehrt jetzt zur&#252;ck, um Beethovens Funken von der Coriolan-Ouvert&#252;re zu H\u00e8ctor Parras \u201eWanderwelle\u201c &#252;berspringen zu lassen. Anschlie&#223;end beweist Poga, dass Bruckners \u201eNullte\u201c \u2013 vom Komponisten sehr selbstkritisch als \u201eung&#252;ltig\u201c erkl&#228;rt \u2013 durchaus musikalische G&#252;ltigkeit besitzt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ludwig van Beethoven: Ouvert&#252;re zu \u201eCoriolan\u201c, op. 62 | H\u00e8ctor Parra: Wanderwelle f&#252;r Bariton und Orchester, Deutsche Erstauff&#252;hrung | Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 0 d-Moll. Michael Nagy, Bariton; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Andris Poga; Aufnahme aus der K&#246;lner Philharmonie<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: Im Dschungel der Moderne \u2013 Der franz&#246;sische Komponist Charles Koechlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Wolfgang Rathert. (Wdh. v. 26.11.2017). Er war ein unzeitgem&#228;&#223;er Komponist \u2013 Charles Koechlin. Geboren 1867 in Paris als Sohn einer els&#228;ssischen Familie von Erfindern und K&#252;nstlern, kam er erst sp&#228;t zur Musik. Sein zun&#228;chst begonnenes Ingenieurstudium musste er wegen einer Tuberkulose abbrechen. Erst mit 24 Jahren nahm er in Paris ein Kompositionstudium auf. Der Erfindergeist aber war ihm geblieben. So experimentierte er unter dem Eindruck der Opern Richard Wagners mit den neuesten musikalischen Mitteln seiner Zeit, mit Polytonalit&#228;t und Atonalit&#228;t, allerdings auf eine Weise, die nicht den Str&#246;mungen der anerkannten franz&#246;sischen Avantgarde zuzuordnen war. Koechlin lie&#223; sich dabei vor allem von literarischen Quellen anregen, unter anderem von Rudyard Kiplings \u201eDas Dschungelbuch\u201c. Sein riesiges Werk umfasst 225 Opuszahlen und ist bis heute weitgehend unbekannt geblieben.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Musik der Kontinente: Aktuelle Stimmen \u2013 Made in Israel<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Es gibt viel zu entdecken: unter anderem das aktuelle Album der in Berlin lebenden j&#252;disch israelischen Jazz S&#228;ngerin Efrat Alony, neue und alte Songs der ber&#252;hmten israelischen S&#228;ngerin Noa und nat&#252;rlich Songs von Asaf Avidan, dem derzeit erfolgreichsten israelischen Musiker, dessen hohe Stimmlage an Janis Joplin erinnert.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>40 Jahre Touch \u2013 Das Label Touch feiert seinen 40. Geburtstag (Teil 2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In zwei Zeit-Ton Ausgaben gestern und heute feiern wir den 40. Geburtstag von Touch und tauchen gemeinsam mit John Wozencroft und Mike Harding in die reiche und bewegte Geschichte dieses f&#252;r die diversen Szenen experimenteller elektronischer und artverwandter Musik so wichtigen Labels ein, die von gleich mehreren technologischen Umbr&#252;chen gepr&#228;gt wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wurden die ersten Ver&#246;ffentlichungen in den fr&#252;hen 1980er Jahren noch pers&#246;nlich von den Label-Betreibern auf Kassette kopiert (es war die Zeit, in der Dank der Einf&#252;hrung des Walkmans Musik pl&#246;tzlich zum Wegbegleiter wurde), erscheint heute ein Werk mitunter auch auf Datenstick, wenn die k&#252;nstlerische Arbeit dies erfordert. Und bereits im Jahr 2012 starteten Harding und Wozencroft ihre eigene Podcast-Reihe \u201eTouchRadio\u201c bzw. \u201eTouchPod\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das visuelle Erscheinungsbild ist Harding und Wozencroft dabei gleichsam wichtig, Touch m&#246;chte nicht als reines Musik-Label missverstanden werden. Die starke visuelle Identit&#228;t wird von der k&#252;nstlerischen Handschrift Wozencrofts gepr&#228;gt, der stets mit Leidenschaft nach den passenden Fotos sucht. Und Touch veranstaltet auch immer wieder Konzerte und Showcases.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit ihrem gro&#223;en Engagement haben Wozencroft und Harding in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche K&#252;nstler\/innen bei dem Aufbau ihrer internationalen Karrieren ma&#223;geblich unterst&#252;tzt. Zu den Musiker\/innen, die mit mehreren Alben bei Touch vertreten sind z&#228;hlen u.a. Philip Jeck, Biosphere, Fennesz, Chris Watson, Hildur Gudnadottir und Jana Winderen.\u00a0 Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc98497940\"><\/a>sa \u2013 26.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>05:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Aus den Archiven: \u201eOb ich hier sterben werde, ist eine andere Frage\u201c \u2013 Ausl&#228;nder in Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Collage von Gene Carter. RIAS Berlin 1973. Vorgestellt von Margarete Wohlan. Diese O-Ton-Collage ist zuallererst eine Liebeserkl&#228;rung an Berlin \u2013 an West-Berlin, denn sie entstand 1973, und die Ausl&#228;nder und Ausl&#228;nderinnen, die hier zu Wort kommen, kennen die DDR und deren Hauptstadt Ost-Berlin kaum. Sie kommen aus den USA, Gro&#223;britannien, Griechenland, der T&#252;rkei, aus den Niederlanden und &#214;sterreich \u2013 und ihre Themen unterscheiden sich nicht sehr von denen, die man heute h&#246;ren w&#252;rde: der raue Alltag, die unterschiedliche Behandlung der beliebten und unbeliebten Ausl&#228;nder, der Kampf zwischen den deutschen und ausl&#228;ndischen Arbeitern, aber auch die vielf&#228;ltige Kultur und die sehr eigene Haltung der Berliner gegen&#252;ber dem Sozialismus.<\/p>\n<p>12:04 bis 13:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Kulturfeature: Der dritte Raum \u2013 Musikcaf\u00e9s in Japan<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eA home away from home\u201c \u2013 das sind die kleinen Musikcaf\u00e9s, die es seit den 1940er Jahren in Japan gibt. Hier k&#246;nnen die Menschen in Gesellschaft Musik h&#246;ren und dabei doch ganz bei sich sein. Doch die Tradition ist in Gefahr.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In Japan existieren seit den 40ern sogenannte \u201eKissaten\u201c, kleine Musikcaf\u00e9s, in die Leute gehen, um in Gesellschaft Musik zu h&#246;ren. Ein kostbarer sozialer Raum zwischen Arbeit und Zuhause, \u201ea home away from home\u201c. Dieser \u201edritte Raum\u201c ist weder Zuhause (erster Raum) noch Arbeitsplatz (zweiter Raum), sondern ein Ort dazwischen: Hier kann man einfach nur sein. In einem Land, in dem die Wohnungen klein und kompakt sind, waren ger&#228;umige Kissaten sowohl Luxus als auch Notwendigkeit \u2013 eine Art gemeinschaftliche Wohnzimmer, in denen meist klassische Musik gespielt wurde, besucht von Menschen, die in der Gegend lebten und arbeiteten. Die Caf\u00e9s gibt es noch heute. Das Feature besucht traditionsreiche und neue Musikcaf\u00e9s in Japan. Besitzer und Besucher kommen zu Wort \u2013 und nat&#252;rlich die Musik, die dort die Hauptrolle spielt. Was wird passieren, wenn die Betreiber, die heute meist um die 80 Jahre alt sind, einmal nicht mehr da sind? Gibt es junge Leute, die die Tradition der Musikcaf\u00e9s fortf&#252;hren? Und wenn ja: in welcher Form?. Produktion: DLF Kultur\/WDR 2021<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Il lamento della natura \u2013 Ein Klagelied mit B&#228;umen, Gletschern und Insekten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Sommer werden hei&#223;er, die St&#252;rme gef&#228;hrlicher. Im Naturschutzgebiet Nantesbuch steckt Marcus Maeder eine kleine Nadel in die Baumrinde. An der Nadel h&#228;ngt eine helle Schnur. Bekommt der d&#252;rstende Baum eine Infusion? Nein \u2013 Markus Maeder ist Musiker. Die Nadel ist ein Mikrofon und die Schnur ein Kabel, das zu einem Rekorder f&#252;hrt. Mit dem kleinen Stich unter die Rinde macht er den Trockenstress der B&#228;ume h&#246;rbar \u2013 ein Intermezzo zwischen den Akten des Klimawandels. Dieses und viele andere Projekte des Schweizer K&#252;nstlers und Umweltwissenschaftlers ist mehr als ein Sound-Observatorium. Bioakustische Aufnahmen inspirieren immer &#246;fter eine Art Naturklang-Musik, die den Klimawandel musikalisch erfahrbar machen will. Die Kl&#228;nge aus wolkenlosem Himmel, eine Perkussion mit trommelnden Insekten oder das Klagelied der Gletscher sind Versuche, sterbende Resonanzr&#228;ume in letzte Ges&#228;nge zu verwandeln. Eine Sendung von Bettina Mittelstra&#223;<\/p>\n<p>22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei<br \/>\n<strong>Sounds in concert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Den Status der talentierten Newcomerin hat sie l&#228;ngst hinter sich gelassen. Jazz-Bassistin <strong>Lisa Wulff<\/strong> genie&#223;t bundesweit einen hervorragenden Ruf. Mit ihrem aktuellen Quartett trat die Hamburgerin im September 2021 beim women in emotion-Festival in Bremen auf. Und im Rahmen der Bremer Jazzmesse spielte sie einen kompakten Showcase-Set mit der Gruppe von Trompeterin Heidi Bayer.<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Fenster Zur Seele \u2013 Die Sounds des Pianisten Taylor Eigsti<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sssirus Pakzad. Der amerikanische Pianist Taylor Eigsti machte schon als Kind auf sich aufmerksam. Mit acht trat er im Vorprogramm seines Idols David Benoit auf. Und bereits im Teenageralter ver&#246;ffentlichte er erste eigene Alben, von denen er sich sp&#228;ter distanzierte. Der heute 37-J&#228;hrige ist ein gefragter Sideman, der schon von Terence Blanchard, Gretchen Parlato, Julian Lage oder Chris Botti engagiert wurde. Nach elf Jahren Pause als Solo-K&#252;nstler ver&#246;ffentlichte er mit \u201eTree Falls\u201c ein Album, f&#252;r das er j&#252;ngst eine Grammy-Nominierung erhielt.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2014 \u2013 Kagels Gesellschaftsdiagnose<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dominik Susteck: \u201eKrachen\u201d aus \u201eK-A-G-E-L\u201d | Mauricio Kagel: \u201ePhantasie\u201d f&#252;r Orgel mit Obligati \/ \u201eRossignols enthum\u00e9s\u201d aus \u201eRrrrrrr \u2026\u201d \/ \u201eImprovisation ajout\u00e9e\u201d. Dominik Susteck \u2013 Orgel. Aufnahmen vom April 2014 in der Kunst-Station Sankt Peter, K&#246;ln<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Frank K&#228;mpfer. Unvergessen ist die Ersch&#252;tterung, die Mauricio Kagel mit seiner \u201eImprovisation ajour\u00e9e\u201c 1962 im zeitgen&#246;ssischen Komponieren f&#252;r die Orgel ausl&#246;ste. Sein St&#252;ck, das deutliches Husten, Lachen, Schreien und Pfeifen miteinbezog, verk&#246;rperte nicht weniger als den \u201eEinbruch des Kreat&#252;rlichen\u201c in die Sakralwelt mit ihrem k&#246;rperskeptischen Reinheitsgebot. Politisch ist auch die auf 1967 datierte \u201ePhantasie\u201c, die Kunst und Kunstmachende akustisch in Alltagszusammenh&#228;nge stellt. Aus heutiger Sicht erscheinen die St&#252;cke weniger eine Revolte gegen die Institution des Glaubens als gegen scheinheilige B&#252;rgermoral.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Komponist, 1931 in Buenos Aires hineingeboren in eine j&#252;dische Familie, die aus Russland geflohen war, attestierte der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft, politische Realit&#228;t zu verdr&#228;ngen und Kunst auf Kunstgenuss zu reduzieren. Was nun berechtigte dieses Projekt, Beitrag zu einem Forum neuer Musik zu sein, Zusammenh&#228;ngen zwischen Krieg, Fortschritt, Kunst und M&#228;nnlichkeit nachzusp&#252;ren? Und wie zeigt es &#252;bergreifende Verbindungslinien zu fr&#252;heren und sp&#228;teren Forums-Jahrg&#228;ngen auf?<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc98497941\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 27.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>12:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Die Reportage: Suchtfaktor Computerspiel \u2013 Faszination mit Nebenwirkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sabine Adler (Wdh. v. 02.05.2021). W&#228;hrend der Pandemie sitzen wir alle viel zu viel vor dem Bildschirm, und besonders f&#252;r Jugendliche kann das gef&#228;hrlich werden. Computerspiele sind nie zu Ende, bieten immer noch ein weiteres Level zum Weiterspielen an und verf&#252;hren zum Kauf von sogenannte Gadgets, Zubeh&#246;r f&#252;r Charaktere und Protagonisten. Wenn sich Jugendliche nicht mehr loseisen k&#246;nnen vom Spiel und &#252;berwiegend in der virtuellen Welt leben, spricht man von Computersucht. In den Familien sorgt das f&#252;r Stress und &#196;rger. Dabei gibt es durchaus Gegenmittel.<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Feature: Seele reloaded \u2013 Menschliches Bewusstsein zwischen digitalen Clouds und k&#252;nstlicher Intelligenz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Anna Lila May. 70 Prozent aller Deutschen glauben, dass der Mensch eine Seele hat. Aber nicht einmal 40 Prozent bezeichnen sich als religi&#246;s. Offenbar kann man an die Seele glauben, ohne sonst gl&#228;ubig zu sein. Ist mit Seele vielleicht eine Art geistiger Wesenskern gemeint, der an keinen K&#246;rper gebunden ist? Und k&#246;nnte man so einen k&#246;rperlosen Wesenskern nicht einfach nach Belieben runter- und raufladen wie ein Computerprogramm? W&#228;re das nicht eine Art Unsterblichkeit? W&#228;hrend die einen noch solche Fragen stellen, arbeiten andere l&#228;ngst schon an der praktischen Umsetzung.<\/p>\n<p>17:10:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>&#220;ber das kreativit&#228;tsf&#246;rdernde Potential von zerbrochenen Beziehungen <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit \u201eBlue\u201c schuf Joni Mitchell 1971 ihr mit Abstand intimstes und wohl auch ihr bestes Album. Ersteres (und vielleicht auch letzteres) war der Tatsache geschuldet, dass sie in diesen Songs haupts&#228;chlich das Ende ihrer Beziehung mit Graham Nash k&#252;nstlerisch verarbeite. Bei John Lennon war es umgekehrt: er st&#252;rzte nach seiner zeitweiligen Trennung von Yoko Ono 1973 in ein kreatives Vakuum als Songwriter, wusste dieses jedoch nicht nur mit Alkoholexzessen sondern auch mit der Aufnahme von erfrischenden Oldies-But-Goldies-Covers f&#252;r das Album \u201eRock\u2019n\u2019Roll\u201c recht gut zu f&#252;llen. Richard und Linda Thompson wiederum glitten Anfang der 80er-Jahre mit ihrem sechsten Album unter dem programmatischen Titel \u201eShoot Out the Lights\u201c nicht nur elegant ans Ende ihrer gemeinsamen Karriere sondern gleich auch das ihrer Ehe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das in beendeten und zu beendenden Beziehungen steckende musikalische Kreativpotential scheint jedenfalls in vielerlei Hinsicht gro&#223;, sind diese Beispiele doch nur einige der bekanntesten in der F&#252;lle an h&#246;chst gelungenen Trennungsalben.<\/p>\n<p>18:00 bis 19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Feature: Der Kabarettphilosoph Matthias Beltz (1945 \u2013 2002) | Ein Originalton-Feature zum 20. Todestag | Christiane Meyer-Thoss, Conrad Lay<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er wolle die Menschen von der Hoffnungslosigkeit &#252;ber die Verzweiflung in die Trostlosigkeit f&#252;hren, hat Matthias Beltz einmal formuliert. Er forderte, man solle eine Vorbestraften-Quote f&#252;r politische &#196;mter einf&#252;hren \u2013 und kurz vor seinem Tod reimte er: \u201eGehorsam ist der Christen Wahn, Mut hat nur der Taliban.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Den kalkulierten Tabubruch hat Matthias Beltz nie gescheut. Er galt als einer der bissigsten und scharfz&#252;ngigsten Vertreter des deutschen Politkabaretts, als gnadenloser Moralist, als radikaler Querdenker, als unabh&#228;ngige Instanz im intellektuellen Leben der Bundesrepublik \u2013 und als K&#252;nstler voller Widerspr&#252;che: Beltz wandelte sich vom linken Sponti zum etablierten Satiriker, vom Flie&#223;bandarbeiter zum Grimme-Preistr&#228;ger, vom Juristen mit Staatsexamen zum Variet\u00e9-Gr&#252;nder. Der \u201eRevolution&#228;re Kampf\u201c an der Seite von Joschka Fischer pr&#228;gte sein politisches Weltbild, die Frankfurter Schule lehrte ihn das st&#228;ndige Hinterfragen und das dialektische Denken, seinen Geist sch&#228;rfte er an der Kritischen Theorie. F&#252;r die ertr&#228;umte Revolution schuftete er am Flie&#223;band bei Opel, bis er feststellte, \u201edass das Proletariat nicht auf uns wartet, sondern auf den Feierabend und die Rente\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Matthias Beltz wurde Kabarettist, wurde mit dem \u201eVorl&#228;ufigen Frankfurter Fronttheater\u201c bundesweit bekannt und entdeckte die linke Alternativszene als Gegenstand der Satire. Rechts und links konnte er mit gro&#223;er Sprachkunst verwechseln, wenn es darum ging, das \u201etypisch sozialdemokratische\u201c Selbstverst&#228;ndnis des Kabaretts ins Wanken zu bringen. Den Stoff f&#252;r seine kompromisslosen Gesellschaftsanalysen fand er oft vor seiner Frankfurter Haust&#252;r, in der \u201eStadt der real existierenden Widerspr&#252;che\u201c. Matthias Beltz rieb sich an seiner hessischen Heimat, schaute ihren Bewohnern aufs Maul und schuf mit viel Lust am Spiel mit der Sprache seine Programme, die er immer wieder auf die B&#252;hne des Frankfurter \u201eTigerpalasts\u201c brachte, seiner k&#252;nstlerischen Heimat.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 27. M&#228;rz 2002 stand seine Tasche mit Unterlagen f&#252;r einen Auftritt am Abend fertig gepackt auf dem Tisch, als Matthias Beltz nach einem Herzinfarkt tot in seiner Wohnung gefunden wurde. Er wurde nur 57 Jahre alt. Zuvor hatte er einmal geschrieben: \u201eWenn ich w&#252;sste, dass es nach dem Tod weitergeht, w&#252;rde ich gar nicht erst sterben.\u201c<\/p>\n<p>19:30 bis 20:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: Geschichte eines Jazz-Standards (38): You Go to My Head<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hans-J&#252;rgen Schaal. Dieser Song &#252;ber eine obsessive Liebe entstand in der Swing-&#196;ra (1938), machte aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig Karriere, vor allem bei den S&#228;ngerinnen und Altsaxofonisten. Viele Modern-Jazz-Musiker haben sich in seine exklusive Harmonik, Melodik und Form (42 Takte) geradezu verbissen \u2013 \u201eYou Go To My Head\u201c wurde zu einer der beliebtesten Balladen im Cool Jazz. Der amerikanische Komponist Alec Wilder meint: \u201eDer Song ist ein kleines Meisterst&#252;ck \u2013 und dabei ist er ein Popsong, kein B&#252;hnensong.\u201c<\/p>\n<p>19:34:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Gitarrist Peter Rom und sein Projekt \u201eWanting Machine\u201c <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gitarrist Peter Rom, bekannt u. a. als Mitbegr&#252;nder der Jazzwerkstatt Wien sowie als Mitglied des Trios Rom\/Schaerer\/Eberle, macht nicht viel Aufhebens um sich und seine Projekte, dennoch ist &#252;beraus szenepr&#228;sent. Soeben hat Rom, der 2022 seinen 50. Geburtstag feiert, mit \u201eWanting Machine\u201c das erste Album unter eigenem Namen ver&#246;ffentlicht, in dessen Rahmen er unterschiedlichste Spieltechniken und Verfremdungseffekte auslotet, sodass die Instrumente phasenweise klanglich miteinander verschmelzen. In der Radiosession wird Peter Rom Kostproben daraus servieren, gemeinsam mit Pamelia Stickney (Theremin), Manu Mayr (Bass) und dem Schweizer Schlagzeuger Julian Sartorius. Diese &#214;1 Radiosession wird gef&#246;rdert durch die Verwertungsgesellschaft Rundfunk GmbH (\u201eVGR\u201c).<\/p>\n<p>20:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>51. Internationale Jazzwoche Burghausen: Jazz Extra \u2013 Musik und Berichte vom Festival<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter anderen mit dem Julie Campiche Quartet, Alma Naidu, Shake Stew, dem Johannes Enders Quartett, Joy Denalane, Wilson de Oliveira feat. Joe Gallardo, Bill Evans Spykillers feat. Wolfgang Haffner, Mandoki Soulmates feat. u.a. Al di Meola sowie dem Moka Efti Orchestra. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neustart mit Wucht: Die 51. Internationale Jazzwoche Burghausen auf BR-Klassik und Bayern 2<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause will die Internationale Jazzwoche Burghausen wieder durchstarten \u2013 und zwar gleich mit Wucht. Noch mehr als vorher setzt das Programm auf kommerziell attraktive Namen. In der 51. Internationalen Jazzwoche vom 22. Bis zum 27. M&#228;rz 2022 sind unter anderem im Programm vorgesehen: die deutsche Soul-S&#228;ngerin Joy Denalane, die \u201eSpykillers\u201c des Star-Saxofonisten Bill Evans mit dem deutschen Drummer Wolfgang Haffner, der uruguayische Saxophonist und Klarinettist Wilson de Oliveira im Team mit dem amerikanischen Posaunisten Joe Gallardo, die \u201eSoulmates\u201c des in vielen musikalischen Gew&#228;ssern fischenden Schlagzeugers Leslie Mandoki (unter anderem mit den geplanten Starg&#228;sten Al Di Meola, Till Br&#246;nner, Richard Bona und Mike Stern) und nicht zuletzt das aus der TV-Serie \u201eBabylon Berlin\u201c bekannte \u201eMoka Efti Orchestra\u201c. Im Jazzkeller im Mautnerschloss ist diesmal die ganze Woche lang die Band des hervorragenden deutschen Saxofonisten Johannes Enders zu erleben. Im Avantgarde-Abend im \u201eStadtsaal\u201c ist unter anderem die spannende Musik der Schweizer Harfenistin Julie Campiche angek&#252;ndigt. Das Festival startet wie immer mit den f&#252;nf Finalisten-Bands des Burghauser Nachwuchspreises, seit Jahren aus guten Gr&#252;nden ein Publikumsrenner. BR-Klassik &#252;bertr&#228;gt diesmal am 27. M&#228;rz von 20.05 Uhr bis 24 Uhr, in der Nacht zuvor ist Musik vom Festival in der Bayern-2-RadioJazznacht zu h&#246;ren. Des weiteren sind Live-Videostreams auf BR-Klassik vorgesehen.<\/p>\n<p>20:55:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Aretha Franklin: \u201eThe Great American Songbook\u201c (2011) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die 2011 ver&#246;ffentlichte Compilation \u201eThe Great American Songbook\u201c von Aretha Franklin fasst die besten Jazzaufnahmen der Souldiva aus den 1960er Jahren zusammen. Und dies macht wirklich Sinn. Denn obwohl die 2018 verstorbene US-amerikanische S&#228;ngerin, deren Geburtstag sich am 25. M&#228;rz 2022 zum achtzigsten Mal j&#228;hrt, &#252;blicherweise nat&#252;rlich auf anderem musikalischem Terrain unterwegs war, gelten ihre magischen Versionen von \u201eSkylark\u201c oder \u201eLove for Sale\u201c als absolute Karriere-Highlights. Wie alle gro&#223;en Vokalist\/innen bleibt Franklin im Zuge ihrer Standards-Interpretationen ihren musikalischen Wurzeln treu und adaptiert diese f&#252;r das ungewohnte Umfeld.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ihre Gospelstimme hat nichts mit den Versionen etwa einer Ella Fitzgerald gemein, am ehesten l&#228;sst sich ihr Jazzgesang mit dem von Dinah Washington vergleichen. Auch Washington begann ihre Karriere in der Kirche, und Franklin widmete der fr&#252;h verstorbenen Sangeskollegin im Jahr 1965 gleich ein ganzes Album, in dessen Rahmen sie sich mit Dinah Washingtons Jazzrepertoire auseinandersetzte. Nummern aus dieser Hommage finden sich ebenfalls auf \u201eThe Great American Songbook\u201c. Aufnahmen in gr&#246;&#223;erer und kleinerer Besetzung, in der Franklin teilweise auch Klavier spielt, bieten eine stimmige Zusammenfassung von Arethas Jazzaktivit&#228;ten am Beginn ihrer Karriere.<\/p>\n<p>21:15 bis 23:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Konzertdokument der Woche: weit! \u2013 Neustart der Tage f&#252;r Neue Musik in Weingarten mit Toshio Hosokawa<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Toshio Hosokawa: \u201eSilent River\u201c f&#252;r Viola , Klarinette, Horn, Posaune und Klavier \/ \u201eLied\u201c f&#252;r Fl&#246;te und Klavier \/ \u201eVoyage VIII\u201c f&#252;r Tuba und Ensemble \/ \u201eThe Raven\u201c \u2013 Monodrama f&#252;r Mezzosopran und 12 Spieler nach Edgar Allan Poe. Christina Daletska, Mezzosopran; Melvyn Poore, Tuba; Ensemble Musikfabrik; Leitung: Natalia Salinas. SWR-Aufnahme vom 26.11.2021 in der P&#228;dagogischen Hochschule Weingarten<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Leonie Reineke. Eine einzelne Komponistenpers&#246;nlichkeit stand bei den Weingartener Tagen f&#252;r Neue Musik seit jeher pro Jahrgang im Zentrum. Rolf W. Stoll, der neue k&#252;nstlerische Leiter, bezeichnet diese Dramaturgie als Markenkern, den er bei der Neuauflage des von Rita Jans gegr&#252;ndeten Festivals unbedingt beibehalten wollte. Sich umfassend und aus verschiedenen Perspektiven mit der Arbeit einer einzelnen Komponistin oder eines einzelnen Komponisten zu besch&#228;ftigen, garantiert ein intensives Kennenlernen, m&#246;glicherweise auch ein Besser-Verstehen, der entsprechenden Musik. Mit dem japanischen Komponisten Toshio Hosokawa begann das Nachfolgefestival \u201eweit!\u201c 2021 seinen neuen Auftritt. Eine Wahl, die den Blick \u201eweitete\u201c \u2013 &#252;ber den eurozentrischen Horizont hinaus. Das K&#246;lner Ensemble Musikfabrik pr&#228;sentierte Kammermusik und ein gro&#223; besetztes Monodrama des Komponisten.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Jet Lag All Stars Radio Show: Radio aus den Parkl&#252;cken der Aufmerksamkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, pr&#228;sentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespr&#228;che, Reportagen und Essays vom &#228;u&#223;ersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die B&#252;gelfalte des Kunstsonntags. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Late Night Jazz: Fakes und Facts \u2013 Wo im Jazz geschummelt wurde<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufnahmen, die so nie stattgefunden haben, aber trotzdem ein Hit wurden, Soli, die so nie gespielt wurden, aber legend&#228;r wurden, Musiker, die es nicht gab und die trotzdem ber&#252;hmt waren, die Geschichte des Jazz ist auch eine der Fakes und F&#228;lschungen. Late Night Jazz bringt Licht ins Dunkel von L&#252;gen, Legenden und Jazzlatein.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Studio Neue Musik: Meilensteine der Moderne (27): James Tenney \u201ePostal Pieces\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Komposition, die auf einer Postkarte Platz findet? Der US-Amerikaner James Tenney (1934-2006) war gewiss nicht der erste, der diese Idee hatte, aber er hat sie auf exemplarische Weise durchgef&#252;hrt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tenney hasste es, Briefe zu schreiben. Also begann er 1965 seine legend&#228;ren Postal Pieces zu verfassen, sogenannte \u201eScorecards\u201c, die er an Freunde wie Pauline Oliveros, La Monte Young, Philip Corner, Max Neuhaus oder Malcolm Goldstein verschickte. Diese Karten bilden eine bemerkenswerte Serie von elf kurzen St&#252;cken. Es sind musikalische Gr&#252;&#223;e und Nachrichten, wie man sie v&#246;llig anders geartet etwa bei Gy&#246;rgy Kurt\u00e1g findet, sie enthalten jeweils kleine Partituren, Graphiken, Spielanweisungen oder Konzepte. So schlicht sie daherkommen, &#246;ffnen sie doch jeweils ein riesiges Spiel- und Assoziationsfeld. So kurz die Texte sind, k&#246;nnen sich die St&#252;cke doch &#252;ber lange Zeitdauern entfalten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Und das ist ja auch mit richtigen Postkarten so: Morgens fischen wir sie aus dem Briefkasten, lesen sie rasch auf dem R&#252;ckweg in die Wohnung, stellen sie vor die Vase \u2013 und dann lassen uns die Worte, Kl&#228;nge und Bilder den ganzen Tag &#252;ber nicht mehr los.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">James Tenney: Postal Pieces \u2013 Maximusic \/ Swell Piece \/ A Rose Is a Rose Is a Round \/ Beast \/ Swell Piece #2 \/ Having Never Written a Note for Percussion \/ Koan \/ For Percussion Perhaps, Or &#8230; (night) \/ Swell Piece #3 \/ Cellogram \/ August Harp<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Radiowoche%20vom%2021.03.22%E2%80%9327.03.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F03%2F20%2Fdie-radiowoche-vom-21-03-2227-03-2022%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Die &#220;bersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr. 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