{"id":25353,"date":"2022-03-13T12:00:50","date_gmt":"2022-03-13T11:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=25353"},"modified":"2022-03-10T09:56:26","modified_gmt":"2022-03-10T08:56:26","slug":"die-radiowoche-vom-14-03-2220-03-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2022\/03\/13\/die-radiowoche-vom-14-03-2220-03-2022\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 14.03.22\u201320.03.2022"},"content":{"rendered":"<h1><a name=\"_Toc94092523\"><\/a><a name=\"_Toc94612918\"><\/a><a name=\"_Toc95139800\"><\/a><a name=\"_Toc95984816\"><\/a><a name=\"_Toc96585910\"><\/a><a name=\"_Toc97196230\"><\/a><a name=\"_Toc97798365\"><\/a><a name=\"_Toc87008090\"><\/a>Die Radiowoche vom 14.03.22\u201320.03.2022<\/h1>\n<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 11. Die &#220;bersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_Toc97798366\">mo \u2013 14.03.2022. 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc97798367\">di \u2013 15.03.2022. 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc97798368\">mi \u2013 16.03.2022. 5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc97798369\">do \u2013 17.03.2022. 5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc97798370\">fr \u2013 18.03.2022. 7<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc97798371\">sa \u2013 19.03.2022. 10<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc97798372\">so \u2013 20.03.2022. 13<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc97798366\"><\/a>mo \u2013 14.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:30:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Kuhn Fu Sextett und Craig Taborn Trio, Jazzfestival Saalfelden 2021 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zwei spannende Konzerte des letztj&#228;hrigen Jazzfestivals Saalfelden stehen heute auf dem Programm: Der deutsche Gitarrist Christian K&#252;hn erweiterte sein international besetztes, f&#252;r seinen launigen Punk-Jazz bekanntes Quartett Kuhn Fu am 20. August 2021 um die Tenorsaxofonisten Tobias Delius und John Dikeman, durch die die Musik eine rauere, noch unberechenbarere Not verliehen bekam.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Gegensatz dazu choreografierte der US-amerikanische Pianist Craig Taborn am selben Abend im Trio mit Tomeka Reid (Violoncello) und Ches Smith (Schlagzeug, Vibrafon) &#252;berraschungsreiche, weitgehend frei improvisierte Soundscapes, einmal farbenreich und dicht, dann wieder die Gestalt schwebender Klangfelder annehmend. Christian Bakonyi pr&#228;sentiert Ausschnitte aus diesen Konzerten, die mit zu den H&#246;hepunkten des Jazzfestivals Saalfelden 2021 z&#228;hlten.<\/p>\n<p>19:30-20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Das Parlament politisch aufmischen? Wie eine Bewegung in den USA Vorbild f&#252;r Deutschland sein kann<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Madeleine Hofmann. In den USA wollen junge Organisationen wie Brand New Congress die Politik partizipativer und diverser zu machen. In Deutschland gibt es bereits Nachahmer.<\/p>\n<p>20:00 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Sinfoniekonzert vom Maribor Festival 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Haben Sie schon mal was von Marij Kogoj geh&#246;rt? Der slowenische Komponist war beim Er&#246;ffnungskonzert des Festivals Maribor zu erleben. Ihm gegen&#252;ber stellte das Sinfonieorchester des Slowenischen National-Theaters Maribor rhythmisch feurige Werke von Liszt, Kod\u00e1ly und Enescu.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Simon Trpceski, Klavier; Sinfonieorchester des Slowenischen Nationaltheaters Maribor; Leitung: Gabriel Bebeselea<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Marij Kogoj<\/strong> (1892-1956): Bagatellen (f&#252;r Orchester arrangiert von A. Srebotnjak) | <strong>Liszt<\/strong>: 2. Klavierkonzert A-Dur | <strong>Kod\u00e1ly<\/strong>: T&#228;nze aus Gal\u00e1nta | <strong>Enescu<\/strong>: 1. Rum&#228;nische Rhapsodie A-Dur op. 11 (Aufnahme vom 16. September 2021 aus dem Gro&#223;en Saal des Slowenischen Nationaltheaters Maribor)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Slowene Marij Kogoj war Sch&#252;ler von Arnold Sch&#246;nberg und Franz Schreker und wurde 1929 mit seiner Oper \u201eSchwarze Masken\u201c bekannt. Vor allem f&#252;r Klavier hat Kogoj komponiert. Darunter sind auch 22 \u201eBagatellen\u201c, die sein Komponisten-Kollege Alojz Srebotnjak f&#252;r Orchester bearbeitet hat. Expressionismus trifft bei Kogoj auf folkloristische Ankl&#228;nge.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Folklore Ungarns und Rum&#228;niens spielt wiederum eine wichtige Rolle im zweiten Klavierkonzert von Franz Liszt, in den \u201eT&#228;nzen aus Gal\u00e1nta\u201c von Zolt\u00e1n Kod\u00e1ly und in George Enescus \u201eRum&#228;nischer Rhapsodie\u201c. Das Programm war also wie gemacht f&#252;r das Festival Maribor, das sich auf seiner Homepage nicht umsonst als \u201eWiege neuer Kl&#228;nge, eine Landkarte unentdeckter Musiklandschaften\u201c bezeichnet \u2013 und als ein \u201eLabor, in dem Originalit&#228;t flammt und Kreativit&#228;t geschliffen wird\u201c.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Nicht nur Fragmente. Wolfgang Rihm wird 70 \u2013 Wolfgang Rihm zum Siebziger (2). Ein bruchst&#252;ckhaftes Portr&#228;t<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Un&#252;berh&#246;rbar ist Wolfgang Rihms musikalische Stimme: Als \u201eeiner der fruchtbarsten und vielseitigsten Komponisten der Gegenwart\u201c, so formulierte es 2003 die Ernst von Siemens Musikstiftung, als sie ihn zu ihrem Hauptpreistr&#228;ger k&#252;rte, habe er \u201emit unersch&#246;pflicher Phantasie, vitaler Schaffenslust und scharfer Selbstreflexion (\u2026) ein an Facetten reiches \u0152uvre geschaffen\u201c. Un&#252;berh&#246;rbar sind auch die Echos, die er seit Jahrzehnten im Musikschrifttum hervorruft: &#220;ber keinen lebenden deutschsprachigen Komponisten d&#252;rfte so viel geforscht, so viel geschrieben worden sein wie &#252;ber ihn \u2013 Tendenz steil ansteigend, mit hervorgerufen durch seinen aktuellen runden Geburtstag.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Un&#252;berh&#246;rbar ist Wolfgang Rihms Schaffen jedoch auch rein durch dessen Umfang: Wer k&#246;nnte in einem Werkkatalog mit Eintr&#228;gen jenseits des halben Tausends sich Rechenschaft ablegen &#252;ber auch nur jedes bedeutungsvolle, jedes \u201egro&#223;e\u201c St&#252;ck, die meisten Querverbindungen, die deutlichsten Verwandtschaften? Wie der Fotoschnappschuss kann da auch ein gleichsam gemaltes Portr&#228;t im Radio, f&#252;r die knappe Stunde von \u201eZeit-Ton\u201c, nur radikal unvollst&#228;ndig und fragmentarisch bleiben. Interessant freilich, dass das Wort \u201eFragment\u201c ohnehin durch Rihms \u0152uvre geistert: in Titeln, Untertiteln, literarischen Vorlagen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eUns muss es sch&#252;tteln vor Energie, oder wir m&#252;ssen lautlos sein vor Leere, dann sind wir Komponisten\u201c, schrieb der junge Wolfgang Rihm mit Emphase. 1952 in Karlsruhe geboren, wurde der Sch&#252;ler von Wolfgang Fortner, Karlheinz Stockhausen und Klaus Huber Anfang der 1970er-Jahre zum profiliertesten Vertreter einer jungen Generation, die gegen die Vorgaben der seriellen und postseriellen Schule aufbegehrte: \u201eF&#252;r mich ist Kunst eine andere Form von Atmung, von Hingabe, von Erschrecken und Umarmung und Sch&#246;nheit und Furcht, von Erhabenem und Niedrigem in unaufl&#246;slicher Mischung.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In Misskredit geratenen Kategorien wie \u201eGef&#252;hl\u201c und \u201eInnerlichkeit\u201c verhalf der ebenso wortgewaltige wie tatkr&#228;ftige Rihm in der Folge wieder zu Bedeutung \u2013 mit einer intuitiv-emotional wirkenden Tonsprache und mit besonderer R&#252;cksicht auch auf die &#228;ltere Musikgeschichte. Etikettierungen wie \u201eNeue Ausdrucksmusik\u201c oder \u201eNeoromantik\u201c tat er freilich stets ab.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Anders als etwa bei Pierre Boulez, in dessen Schaffen verschiedene Werkfassungen zu einem idealen\/ausgereiften Ziel fortschritten, generieren bei Rihm &#228;ltere Werke und Werkteile nach wie vor immer wieder neue, gleichberechtigte \u201eZust&#228;nde\u201c, in denen Fr&#252;heres partiell \u201e&#252;berschrieben\u201c und in neue expressive Zusammenh&#228;nge verwoben wird.\u00a0 Gestaltung: Walter Weidringer<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc97798367\"><\/a>di \u2013 15.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Sounding Cities \u2013 Wie klingt eine Stadt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Michael Rebhahn. Klingende Abbilder urbaner Lebensr&#228;ume sind eine Herausforderung f&#252;r den musikalischen Zugriff: Klingen sie alle gleich \u2013 oder jede anders?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die akustische Reichhaltigkeit und Vielschichtigkeit urbaner R&#228;ume bieten dem kreativen Zugriff zahllose M&#246;glichkeiten. Die explizite k&#252;nstlerische Auseinandersetzung mit dem Ph&#228;nomen Stadt begann Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Industrialisierung die Stadtr&#228;ume expandieren lie&#223;. Zun&#228;chst war es vor allem das noch junge Medium Film, das seinen Blick auf die Stadt richtete; aber die Musik folgte bald, und bis heute findet das Abbilden bzw. Reflektieren ortsgebundener Klangsituationen immer wieder musikalische Umsetzungen. Zum Beispiel in Kompositionen von Heiner Goebbels, Michael Pisaro, Hildegard Westerkamp, Natasha Barrett und Rolf Riehm.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Nicolaus Richter de Vroe<\/strong>: F&#252;nf St&#252;cke (Korbinian Altenberger, Susanna Pietsch, Violine; Wen Xiao Zheng, Giovanni Menna, Viola; Jaka Stadler, Samuel Lutzker, Violoncello); <strong>Konstantia Gourzi<\/strong>: \u201eWind Dances\u201c, op. 72 (Oksana Martyniuk, Akkordeon); <strong>Tom Sora<\/strong>: \u201efrei sein\u201c (Johannes &#214;llinger, Martin Steuber, Sprechstimme, Gitarre); <strong>Eva Sindichakis<\/strong>: \u201eAmbivalenz\u201c (Julia Rebekka Mai, Viola; Arno Waschk, Klavier); <strong>Alexander Strauch<\/strong>: Streichquartett Nr. 2 \u2013 \u201eLinie und Block\u201c (Quartetto Maurice); <strong>Stephan Stiens<\/strong>: \u201eHallraum \u2013 Ins Offene\u201c (Guitar Company); <strong>Markus Schmitt<\/strong>: \u201eechoi\u201c (Felix Seiffert, Violoncello; Stefan Schulzki, Klavier); <strong>Gloria Coates<\/strong>: Symphonie Nr. 14 (M&#252;nchener Kammerorchester: Christoph Poppen)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen: Nichts f&#252;r Sch&#246;ngeister \u2013 Die geheime Welt der Bestsellerlisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Christian Blees. In der Verlagsbranche tobt ein gnadenloser Wettstreit: Damit sich ein Buch erfolgreich verkauft, sind Spitzenpl&#228;tze in den Bestsellerlisten existenziell. Doch die orientieren sich nicht immer am Verkaufserfolg.<\/p>\n<p>19:15 bis 20:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>\u201eIhre Angst spielt hier keine Rolle\u201c \u2013 Wie Familiengerichte den Schutz von Frauen aushebeln<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Marie von Kuck. Regie: Beatrix Ackers. Produktion: Deutschlandfunk\/SWR\/WDR 2022<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er klagt vor Gericht. Er verlangt das alleinige Sorgerecht. Wenn sie gehen wolle, m&#252;sse sie die Kinder bei ihm lassen. Sie beteuert, dass er gef&#228;hrlich sei, dass sie Angst vor ihm hat \u2013 und Angst um ihre Kinder. Doch das Gericht glaubt ihr nicht und gibt ihm Recht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Ehe ist zum Albtraum geworden. Der Mann qu&#228;lt und misshandelt seine Frau. Mit den Jahren wird es immer schlimmer. Schlie&#223;lich flieht die Frau mit den gemeinsamen Kindern. Jetzt fleht er sie an, zur&#252;ckzukommen. Doch sie bleibt standhaft. Das Feature erz&#228;hlt die Geschichten von Frauen zwischen Gewaltt&#228;tern, Familiengerichten und Jugendamt. Von Frauen, die gefangen sind zwischen der Angst vor der Gewalt und der Angst um ihre Kinder.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: Temperament und Disziplin \u2013 Das Duo Angelika Niescier &amp; Alexander Hawkins<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Angelika Niescier, Altsaxofon; Alexander Hawkins, Piano; Aufnahme vom 18.10.2021 aus dem Stadtgarten, K&#246;ln<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Thomas Loewner. Die K&#246;lner Saxofonistin Angelika Niescier und der Londoner Pianist Alexander Hawkins lernten sich vor einigen Jahren zuf&#228;llig auf einem Festival kennen. Es funkte musikalisch: Aus der fl&#252;chtigen Begegnung wurde ein festes, aufregendes Duo, das 2021 seine Deb&#252;tplatte ver&#246;ffentlichte. Niescier und Hawkins haben eine Verwurzelung in der Jazztradition gemeinsam, begeistern sich aber auch f&#252;r \u201eklassische\u201c Jazzavantgardisten wie Ornette Coleman oder Cecil Taylor, und beide machen als Bandleader eine kompromisslose, oft energetische Musik mit viel improvisatorischem Freiraum. In ihrem Duo ist der Pianist neben der &#252;berbordend temperamentvollen Saxofonistin der ruhigere Part. Bei ihrem Konzert im K&#246;lner Stadtgarten schlugen sie auf spannende Weise aus ihren musikalischen &#220;berschneidungen und Gegens&#228;tzen Kapital.<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Feature: Voice Versa \u2013 Zwei Sprachen, eine Story (18)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Autorinnen der Sendung: Jasmina Al-Qaisi, Tania Palamkote, Mithu Sanyal und Jacinta Nandi, Jurate Braginaite, Rana Rezaei und Sara Zarreh Hoshyari Khah, Laura Anh Thu Dang, Hiba Obaid und Lorin Celebi<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regie: die Autorinnen. Gastgeber: Dominik Djialeu. Produktion: Deutschlandfunk Kultur \/ Goethe-Institut 2022. L&#228;nge: 56\u201930. (Ursendung)<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Horizonte: Zum 70. Geburtstag von Wolfgang Rihm<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wolfgang Rihm: Musik f&#252;r Violine. Von Tianwa Yang und Thorsten Preu&#223;. Er ist eine Institution: ein kreativer Vulkan, ein sprachm&#228;chtiger Intellektueller und ganz sicher der einflussreichste deutsche Komponist der Gegenwart: Wolfgang Rihm. Sein Werk und seine Pers&#246;nlichkeit strahlen weit &#252;ber die Musikszene hinaus, das Bundesverdienstkreuz hat er mehrfach bekommen, Grawemeyer Award und Siemens Musikpreis sowieso, und k&#252;rzlich hat sich sogar Baden-W&#252;rttembergs Ministerpr&#228;sident Winfried Kretschmann als Rihm-Fan geoutet. Am 13. M&#228;rz wird Wolfgang Rihm 70 Jahre alt, und seine Produktivit&#228;t ist ungebrochen. Er komponiert mit einer Selbstverst&#228;ndlichkeit, mit der andere atmen, sein Werk ist schier un&#252;berschaubar, mal labyrinthisch, mal expressiv, immer subjektiv. Eine, die dieses Werk sehr gut kennt, ist die Geigerin Tianwa Yang, die einst in Rihms Heimatstadt Karlsruhe studierte und heute an der W&#252;rzburger Musikhochschule lehrt. Intensiv hat sie in den letzten Jahren mit Rihm zusammengearbeitet und seine gesamte Violinmusik auf CD eingespielt, von der ruppigen Miniatur \u201eHekton\u201c des 20-j&#228;hrigen Feuerkopfs bis zum gesanglichen und farbenreichen Orchesterwerk \u201eGedicht des Malers\u201c von 2014. So spiegelt sich in Rihms Violinwerken seine gesamte k&#252;nstlerische Entwicklung. In der Reihe \u201eFaszination Neue Musik\u201c gibt Tianwa Yang einen &#220;berblick &#252;ber seine Kompositionen f&#252;r Geige und stellt dann ihr Lieblingsst&#252;ck \u201ePhantom und Eskapade\u201c genauer vor.I<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Junge Menschen kreieren Neue Musik \u2013 Mach doch einfach was du willst! Junge Musik bei Wien Modern 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das mittlerweile schon traditionelle Konzert der Jungen Musik bei Wien Modern ist eine Zusammenarbeit der Musikschulen Wien und der Internationalen Gesellschaft f&#252;r Neue Musik (IGNM). Cordula Boesze hat sich, zusammen mit zahlreichen Musiklehrerinnen und Musiklehrern, zum Ziel gesetzt, jungen Menschen zeitgen&#246;ssische Musik zu vermitteln. Dass der Wunsch in Erf&#252;llung geht, merkt man den begeistert und mit vollem Engagement spielenden Sch&#252;ler\/innen an. 2021 war es uns allen leider nicht m&#246;glich, ihr Konzert live im Konzertsaal zu erleben. Doch Kameras und Mikrophone waren als Publikum dabei und \u201eZeit-Ton\u201c dient seinerseits als Vermittler und bringt Ihnen das Konzerterlebnis nun zum Nachh&#246;ren ins Wohnzimmer \u2013 oder an anderen Ort. Das Besondere an der Jungen Musik ist u.a., dass die Sch&#252;ler\/innen zum Teil selbst dazu angeregt werden, Konzepte zu entwickeln und regelm&#228;&#223;ig mit Komponierenden zusammen arbeiten k&#246;nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eDas Motto von Wien Modern 2021, \u2018Mach doch einfach, was du willst\u2019, ist eine gro&#223;artige M&#246;glichkeit f&#252;r die jungen Musikerinnen und Musiker, nach so langer Zeit des verordneten musikalischen Schweigen-M&#252;ssens so richtig zu zeigen, was in ihnen steckt\u201c, schreibt Cordula Boesze im Pressetext. Dramaturgisch und organisatorisch stand ihr diesmal Holger Busch zur Seite.\u00a0 Gestaltung: Nina Polaschegg<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc97798368\"><\/a>mi \u2013 16.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Andreas Dohmen<\/strong>: \u201ePortr&#228;ts und Wiederholungen\u201c (Neue Vocalsolisten Stuttgart: Manfred Schreier); <strong>Robert HP Platz<\/strong>: \u201eWunderblock II\u201c, Kiefer (Hugo Miguel Dores de Queir\u00f3s, Bassklarinette; Spela Mastnak, Schlagzeug); <strong>Klaus Ospald<\/strong>: \u201eQuintett von den entlegenen Feldern\u201c (Ensemble Experimental: Peter Tilling); <strong>Rainer Pezolt<\/strong>: Sechs St&#252;cke (Schlagzeugensemble des Hermann-Zilcher-Konservatoriums W&#252;rzburg: Bernd Kremling); <strong>J&#252;rgen Schmitt<\/strong>: \u201eExpectation part III\u201c (Renate Schmitt, Joachim Lickelmann, J&#252;rgen Schmitt, Fl&#246;te; Bernhard Huber, Bruno Mennegozzi, Violoncello; Helmut Schmitt, Klavier; Armin Fuchs, Ba&#223;-Synthesizer; Hermann Beyer, Leitung); <strong>Rainer Rubbert<\/strong>: Concertino (Ulrich Krieger, Saxofon; Universal Ensemble Berlin: Gerald Humel)<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 NOWJazz: Vielschichtige Saitengeflechte \u2013 Der Gitarrist Ralph Towner solo beim Jazzfestival Esslingen 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von G&#252;nther Huesmann. Als Gr&#252;ndungsmitglied der legend&#228;ren World-Jazz-Band Oregon hat Ralph Towner Jazzgeschichte geschrieben. Aber auch in instrumentaler Hinsicht ist er ein Pionier. Sein Markenzeichen: Er spielt die klassische Konzertgitarre gleichsam pianistisch. \u201eDie Gitarre\u201c, so Towner, \u201ebeeinflusste das Klavier und umgekehrt. Ich behandle die Gitarre wie ein Tasteninstrument und habe das Empfinden, dass ich darauf ebenso mit beiden H&#228;nden spiele wie auf dem Klavier.\u201c Beim Jazzfestival in Esslingen feierte Ralph Towner einer Sternstunde seiner Solo-Kunst.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr&#228;sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f&#252;r die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Astrid Schwarz<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc97798369\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 17.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>J&#246;rg Mainka<\/strong>: \u201eFr\u00e9d\u00e9ric\u201c Nacherz&#228;hlung f&#252;r vier Woodblocks, Klavier und Ensemble (1986 \u2013 Rainer R. Lorenz, Klavier; Ein Kammerensemble; Leitung: Kunishiro Ochi \/ \u201eGefrorene Erinnerungen\u201c f&#252;r vier Gitarren (2019) \u2013 Aleph Gitarrenquartett \/ \u201eCloud-Castle (mit 5 Saiten)\u201c (2019) \u2013 S&#228;chsische Bl&#228;serphilharmonie. Leitung: David Timm<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Peter Jona Korn<\/strong>: Sonate, op. 6 (Jan Polsak, Violoncello; Barbara Korn, Klavier); <strong>Wolfgang Lackerschmid<\/strong>: \u201eSteinklang\u201c (Sebastian Hausl, Steinharfe; Susan Aboul-Hana, Gramorimba; Tobias Niederreiner, Steingong); <strong>Rudolf Mors<\/strong>: Klavierkonzert (Volker Banfield, Klavier; Philharmonisches Orchester Bielefeld: Rainer Koch); <strong>Arthur Piechler<\/strong>: Bl&#228;serquintett, op. 58 (Roseau-Quintett)<\/p>\n<p>20:04 bis 22:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert: 1700 Jahre j&#252;disches Leben in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Konzertante Lesung mit Texten von Paul Celan und Musik von Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann und Mordechaj Gebirtig.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein intensives Miteinander von Wort und Musik im gro&#223;en Festjahr \u201e1700 Jahre j&#252;disches Leben in Deutschland\u201c: Thema des Abends, der im WDR Funkhaus stattgefunden hat, ist die Wiederbegegnung von Ilana Shmueli und Paul Celan und der vergebliche Versuch des verzweifelten Dichters, in Israel eine neue Heimat f&#252;r sich zu finden. Gemeinsam mit seiner Herzensfreundin Ilana Shmueli durchstreifte er 1969 tagelang Jerusalem, brach seinen Aufenthalt aber vorzeitig ab, weil er erkannte: Das Land brauchte Menschen, die beim Aufbau halfen; zu solchen physischen Anstrengungen sah er sich jedoch nicht mehr in der Lage. Nur wenig sp&#228;ter nahm sich Paul Celan das Leben. Begleitet werden die Lesungen durch Musik von Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann und Mordechaj Gebirtig \u2013 alle drei j&#252;dischen Komponisten sind von den Nationalsozialisten ermordet worden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Erwin Schulhoff<\/strong>: Violoncellosonate, op. 17 | <strong>Viktor Ullmann<\/strong>: 3 jiddische Lieder, op. 53 \/ 2 Lieder, arrangiert f&#252;r Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier | <strong>Mordechai Gebirtig<\/strong>: Jankele \/ Di sun is fargangen \/ Doss lidl fun goldem land \/ Kinder-jorn | <strong>Paul Celan<\/strong>: Jerusalem-Gedichte \/ Briefwechsel mit Ilana Shmueli. Katharina Palm und Britta Shulamit Jakobi, Sprecherinnen; Hanno Dinger und Robert Levin, Sprecher; Solisten des Yachad Chamber Orchestra, Klavier und Leitung: Roman Salyutov. Aufnahme aus dem K&#246;lner Funkhaus<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: ECLAT 2022 \u2013 Zur&#252;ck in der Zukunft<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kompositionen von Dariya Maminova, Eivind Buene, Oxana Omelchuk, Milica Djordjevic und Gordon Kampe. Hannah Weirich (Violine \/ E-Violine), Ulrich L&#246;ffler (Analoge Keyboard)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neue Formen zwischen analogem und digitalem Wahrnehmen: Nach einem experimentellen Online-Festival 2021 legt ECLAT in diesem Jahr nach und verbindet das Publikum vor Ort mit Online-Zuschauern aus allen Kontinenten und Zeitzonen. Zu den vier B&#252;hnen im Stuttgarter Theaterhaus, die das Festival mit Kammer- und Orchesterkonzerten, Installationen, szenischen Aktionen und Musiktheater bespielt, kommt eine f&#252;nfte, virtuelle B&#252;hne.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Storytelling &amp; Telling Stories \u2013 Legenden-Bildung im Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Karsten M&#252;tzelfeldt. \u201eEine Geschichte erz&#228;hlen\u201c \u2013 das ist nicht nur eine Grundforderung an ein Jazz-Solo. Zahllose Stories, Mythen und Legenden spinnen sich um die ganze Musikform. Das beginnt schon mit ihrer \u201eErfindung\u201c und der Herkunft ihres Namens. Heldengeschichtsschreibung und Legendenbildung sind im Jazz genauso verbreitet wie das Bild vom gescheiterten K&#252;nstler und der unheilvollen Liaison der Musik mit Alkohol und Drogen. Zum Mythos des Jazz geh&#246;ren gro&#223;e Worte wie \u201eIndividualit&#228;t\u201c, \u201eFreiheit\u201c oder \u201eUtopie\u201c. Ideologische und &#228;sthetische &#220;berh&#246;hung sind dabei auch Reaktionen einer sich stets bedroht f&#252;hlenden Minderheitenkultur. Eine Sendung &#252;ber Dichtung und Wahrheit im Jazz mit Musik und Geschichten von Jelly Roll Morton, Bix Beiderbecke, Charlie Parker, Miles Davis, Sonny Rollins u.v.a.<\/p>\n<p>21:30 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>&#220;bergangen \u2013 vergessen: Frauen bei den Darmst&#228;dter Ferienkursen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Sendung von Juana Zimmermann. Die 1946 gegr&#252;ndeten Internationalen Ferienkurse f&#252;r Neue Musik in Darmstadt galten lange Zeit als reines M&#228;nner-Treffen. Doch Fotos der fr&#252;hesten Kurse zeigen Frauen, die diskutieren, interpretieren, unterrichten. Wer waren sie?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gemeinhin galt und gilt, dass frische Kl&#228;nge und neue Musikstrukturen in den 1950er und 1960er Jahren vornehmlich M&#228;nner gefunden, gestaltet und diskutiert h&#228;tten. Und besonders bei den 1946 ins Leben gerufenen Darmst&#228;dter Ferienkursen, dem bald wichtigsten Treff- und Brennpunkt der Neuen-Musik-Szene, sei dies der Fall gewesen. Das aber stimmt so nicht, wenngleich die Zahl der aufgef&#252;hrten Werke von Komponistinnen unbestreitbar klein ist. Weiten wir unseren Blick auf das ganze Kursgeschehen in diesen Jahrzehnten und danach, werden sie sichtbar: die Interpretinnen, Dozentinnen, Autorinnen, Wissenschaftlerinnen, Fotografinnen, Nachlassverwalterinnen und zahlreichen Teilnehmerinnen. Die Sendung begibt sich auf Spurensuche nach Protagonistinnen in Darmstadt: von der Gr&#252;ndung bis heute.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Konzert der musica viva<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ilya Gringolts, Violine; Lawrence Power, Viola; Nicolas Altstaedt, Violoncello \/ Wolfgang Rihm: Musik f&#252;r drei Streicher. Aufnahme vom 9. M&#228;rz 2022 im Herkulessaal der M&#252;nchner Residenz<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eMusik f&#252;r drei Streicher\u201c: Hinter dem bescheidenen Titel dieses abendf&#252;llenden Trios verbirgt sich eine zutiefst unbescheidene Musik. Auftrumpfend, zerkl&#252;ftet, zerbrechlich, w&#252;tend und zugleich beseelt von der Sehnsucht nach Gesang. Wolfgang Rihm hat mit diesem Werk im Jahr 1977 mehr als nur angedeutet, wohin ihn seine Reise f&#252;hren sollte. Dem ersten Satz stellt der damals 25-j&#228;hrige einen Gedanken voran, der in seiner Grunds&#228;tzlichkeit f&#252;r sein Gesamtwerk gilt: \u201eMein Pl&#228;doyer geht f&#252;r eine undurchschaubare, klare, verwirrte und leidenschaftliche Musik, eine pr&#228;zise und erstaunte, wie es menschliche Existenz ist.\u201c Auf dieses Abenteuer lassen sich beim Jubil&#228;umskonzert drei au&#223;ergew&#246;hnliche Solisten ein. Dem gro&#223;formatigen Trio widmen sich Ilya Gringolts, Lawrence Power und Nicolas Altstaedt, verbunden durch die Liebe zur Kammermusik und die Begeisterung f&#252;r dieses fr&#252;he Werk von Wolfgang Rihm.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Felix Blume. Wanderer zwischen den Welten. \u2013 Felix Blume im Zeit-Ton Portrait<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit seinen vielgestaltigen St&#252;cken und Installationen l&#228;dt Felix Blume zu einem aufmerksamen H&#246;ren ein. Als Basismaterial dienen ihm dabei Field Recordings, die er auf seinen Reisen rund um die Welt sammelt. Dabei verl&#228;sst er gerne die ausgetretenen Pfade, begibt sich in Grenzbereiche und oftmals bindet er die lokale Bev&#246;lkerung in seine k&#252;nstlerischen Gestaltungsprozesse mit ein. Wer zuh&#246;rt, der schenkt dem Anderen, seiner Umgebung Beachtung, so Blume in einem Interview f&#252;r die Zeitschrift f&#252;r &#196;sthetik und Kunsttheorie Laocoonte. \u201eHier geht es auch darum geh&#246;rt zu werden und ich glaube, dass ein nicht-geh&#246;rt-werden-k&#246;nnen in vielen (tierischen und menschlichen) Realit&#228;ten zum Verschwinden f&#252;hren kann.\u201c Bevor wir uns im Zeit-Ton extended am kommenden Sonntag mit Felix Blume an den Rand des Amazonas begeben, in eine Zone, in der die menschliche Zivilisation in das Reich der Natur &#252;bergeht, h&#246;ren Sie im heutigen Zeit-Ton ein Portrait &#252;ber das facettenreiche Werk dieses Wanderers zwischen den Welten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Felix Blume ist Shape Artist 2021. Shape ist die Plattform f&#252;r spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die Ende 2014 von 16 der europ&#228;ischen ICAS Festivals gegr&#252;ndet wurde, zu ihnen z&#228;hlt auch das ORF musikprotokoll im steirischen herbst. Sie wird durch das Programm \u201eKreatives Europa\u201c der Europ&#228;ischen Union gef&#246;rdert. Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc97798370\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 18.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Tobias Giesen<\/strong>: Streichquartett \u2013 \u201e &#8230; denkt er an Schumann &#8230;\u201c (H\u00e1ba Quartett); <strong>Joachim F.W. Schneider<\/strong>: \u201eGoldberg\u201c (J&#252;rgen Ruck, Petri Kumela, Gitarre); <strong>Christof Johannes Wei&#223;<\/strong>: \u201eGespr&#228;ch unter Freunden\u201c (Iris Trio); Horst Lohse: \u201eDie Sirenen noch im Ohr &#8230;\u201c (Wilfried Kr&#252;ger, Horn); <strong>Volker Blumenthaler<\/strong>: \u201eet homo factus est \u2013 Hommage \u00e0 Josquin Desprez\u201c (Ensemble Phorminx); <strong>Katrin Klose<\/strong>: \u201eAccord \u2013 Hommage \u00e0 Grisey\u201c (Tiroler Kammerorchester InnStrumenti: Gerhard Sammer)<\/p>\n<p>14:05:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Das Tingvall Trio beim Festival JazzBaltica 2017<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Tingvall Trio mit Homebase in Hamburg besteht aus dem schwedischen Pianisten Martin Tingvall, dem kubanischen Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo und dem deutschen Schlagzeuger J&#252;rgen Spiegel. Auf dem Spielplan stehen Kompositionen des Bandleaders Martin Tingvall, Kompositionen, in denen die Atmosph&#228;re der Abgeschiedenheit seines Heimatorts Sn\u00e5restad im s&#252;dschwedischen Ystad mitzuschwingen scheint. Das Trio spielt mit einer f&#252;r den skandinavischen Jazz typischen Affinit&#228;t zur Melodie, als eines der Vorbilder m&#246;ge das Esbj&#246;rn Svensson Trio angef&#252;hrt sein. Doch durch das lateinamerikanisch gepr&#228;gte Spiel von Omar Rodriguez Calvo und J&#252;rgen Spiegels N&#228;he zu europ&#228;ischer Rockmusik findet die Band durchaus zu eigenem Profil. Am 25. Juni 2017 bot das Tingvall Trio beim norddeutschen JazzBaltica-Festival auf dem Gel&#228;nde der Evers-Werft in Timmendorfer Strand-Niendorf ein facettenreiches und spannendes Konzert.<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Befl&#252;gelt vom Original \u2013 Wie Nachbauten historischer Tasteninstrumente klingen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als weltweit &#228;ltester und einzig original erhaltener Hammerfl&#252;gel gilt der \u201eCristofori\u201c im Leipziger Grassi-Museum f&#252;r Musikinstrumente von 1726. F&#252;r die Instrumentenkunde von unsch&#228;tzbarem Wert, verk&#246;rpert das Prunkst&#252;ck der Ausstellung zugleich ein Dilemma \u2013 denn jede Bespielung schadet aus konservatorischer Sicht. Was aber n&#252;tzt es, Instrumente zu konservieren, ohne deren klangliche Dimension erfahrbar zu machen? Kerstin Schwarz hat den Cristofori in alter Handwerkstechnik nachgebaut. Lange Jahre tourte sie von Florenz aus mit diesem Instrument (und sp&#228;ter mit einer Silbermann-Kopie) durch Europa, als Dienstleisterin weltber&#252;hmter Pianisten in Sachen authentischer Klang. Sogar ein eigenes Label entstand. Jetzt lebt sie wieder in Zerbst (Sachsen-Anhalt) und gibt exklusiven Einblick in ihre Werkstatt und Arbeit. Die Sendung erz&#228;hlt, wie heute in der Instrumentenkunde versucht wird, mit filigran erstellten Nachbauten, den \u201eechten\u201c Klang neu zu erschaffen. Kontrastiert wird dieses an alter Handwerkstechnik orientierte Verfahren immer mehr auch durch elaborierte Methoden, den Klang digital zu bilden. Griffen fr&#252;her diese Verfahren auf das Sampling einzelner \u201eoriginaler\u201c T&#246;ne zur&#252;ck, wird heute das Klangverhalten von Instrumenten durch computergest&#252;tzte Berechnung live h&#246;rbar gemacht. Beim \u201ephysical modelling\u201c entstehen die T&#246;ne komplett wissenschaftlich \u2013 ein \u201eBl&#252;thner\u201c konnte so schon virtuell so echt klingend erstellt werden, dass die Leipziger Klavierbaufirma das Verfahren autorisiert hat. Eine Sendung von Tobias Barth<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Das Feature: Weidwerk \u2013 Portrait einer J&#228;gerin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Rilo Chmielorz. Regie: die Autorin. Produktion: SWR\/Deutschlandfunk 2020. Beim Schie&#223;en kommen die Gl&#252;ckshormone. Beim Ausweiden kommen sie noch st&#228;rker. Mit 55 Jahren hat sie den Jagdschein gemacht. Um sich selbst als Teil der Natur zu begreifen. \u201eDer Mensch ist ein Tier unter Tieren. Leben ist T&#246;ten.\u201c Das ist die &#220;berzeugung der niederl&#228;ndischen Autorin Pauline de Bok, die seit 20 Jahren irgendwo im Niemandsland des deutschen Ostens lebt. \u201eIn meinem Leben ging es immer um die Frage nach unserer Verg&#228;nglichkeit und unserer Natur. Als J&#228;gerin bekomme ich auf eine neue Weise Zugang zu dieser Frage, sehr physisch, unausweichlich; wer sind wir, sie und ich?\u201d<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Milestones \u2013 Jazzklassiker: Flinke Finger \u2013 Das Schaffen und Leben des au&#223;ergew&#246;hnlichen Gitarristen Pat Martino<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Karsten M&#252;tzelfeldt. Der im November 2021 verstorbene Pat Martino geh&#246;rte mit seiner profunden Technik, aber auch seiner harmonischen Raffinesse zu den meistbewunderten Gitarristen des modernen Jazz. Typisch f&#252;r ihn waren lange Improvisationslinien, in denen er jeden einzelnen Ton im Staccato anschlug. Ein Schicksalsschlag, bei dem ihm 1980 zwei Notoperationen das Leben retteten, bescherte ihm auch in Medizinerkreisen Aufmerksamkeit: Als Folge eines Aneurysmas verlor er fast sein komplettes Ged&#228;chtnis und kehrte dennoch nach verbl&#252;ffend kurzer Zeit auf die B&#252;hne zur&#252;ck. Dar&#252;ber erz&#228;hlt er u.a. in einem Interview. Au&#223;erdem sind einige H&#246;hepunkte seiner Diskografie zu h&#246;ren, darunter das zum Klassiker gewordene \u201eEl Hombre\u201c (1967), das Album \u201eAll Sides Now\u201c (1997), auf dem sich Pat Martino mit anderen Gitarristen unterschiedlichster stilistischer Couleur (von Les Paul &#252;ber Mike Stern und Tuck Andress bis zu Joe Satriani) pr&#228;sentierte, und der fulminante Club-Mitschnitt \u201eLive at Yoshi\u2019s\u201c (2001).<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Musik der Kontinente: Das Trickster Orchestra<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gibt es eine universelle Musiksprache? Nein, sagen neuere Untersuchungen: Das Verst&#228;ndnis von Musik und die Gef&#252;hle, die damit transportiert werden, sind vom kulturellen Kontext abh&#228;ngig. Die kolonial verwurzelte Hegemonie westlicher Musikstile hat in Zeiten der Globalisierung bis heute Spuren hinterlassen. Oft ist das Ergebnis \u201eEthnokitsch\u201c, Musik, die unter der Oberfl&#228;che einer exotistischen Zuschreibung letztlich den Regeln westlicher Musik&#228;sthetik folgt. Das in Berlin ans&#228;ssige Trickster Orchester spielt engagiert gegen solche Klischees und versucht, aus den verschiedenen Traditionen der Musikkulturen aus verschiedenen Regionen der Welt und aus unterschiedlichen Stilen etwas radikal Neues zu entwickeln. Die Ergebnisse ergeben eine pluralistische Musik, die Individualit&#228;t zul&#228;sst.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Julius Eastman: Four Pianos (1978-1979) \u2013 Das belgische Label Sub Rosa pr&#228;sentiert: Three Extended Pieces For Four Pianos von Julius Eastman<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Julius Eastman (1940-1990) war ein afroamerikanischer Komponist, Pianist, S&#228;nger und T&#228;nzer, zudem eine bekannte Figur der New Yorker Avantgarde Musikszene der 1970er und 1980er Jahre und Teil der experimentellen Popszene mit Musiker\/innen wie Arthur Russell und Glenn Branca, er sang auch f&#252;r Peter Maxwell Davies und Meredith Monk. Eastman, der in Armut, Drogen- und Alkoholmissbrauch versank, starb 1990 anonym. Viele seiner Partituren sind verlorengegangen. Erst in den letzten Jahren haben Freund\/innen und Wissenschaftler\/innen begonnen, Licht in Eastmans Musik und die verschwommenen Details seiner letzten unruhigen Jahre zu bringen, \u2013 und eine neuere Generation von Musiker\/innen hat seinem Werk einen neuen Glanz verliehen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In seiner explosiven Karriere zog Eastman von der Anerkennung durch Kritiker\/innen zu hitzigen Kontroversen und von Erfolg zu Obdachlosigkeit. Als Komponist in den 1970er Jahren stolz schwul zu sein, war schon mutig genug, schwarz und schwul zu sein, war es noch viel mehr. Aber genau dieses Selbstbewusstsein \u2013 sein politisches Engagement gegen Rassismus und Homophobie \u2013 erm&#246;glichte es Eastman, Musik zu schreiben, die herausfordernd, schelmisch, respektlos und ekstatisch war. Heute ist er f&#252;r viele ein Vision&#228;r, auch wenn sein Festhalten an rassistischen Bezeichnungen in seinen Titeln immer noch f&#252;r Unmut sorgt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eastmans Musik \u2013 sein wellenf&#246;rmiger und repetitiver Stil \u2013 folgte, wie er es nannte, einem \u201eorganischen\u201c Prinzip. Jeder neue Abschnitt eines Werkes sollte alle Informationen der vorangegangenen Abschnitte enthalten, auch wenn manchmal \u201edie Informationen schrittweise und nach logischen Prozessen folgend ausgelassen werden k&#246;nnen\u201c. Dieses Prinzip findet sich in den von 1978-1979 entstandenen drei Werken f&#252;r vier Klaviere realisiert: \u201eCrazy Nigger\u201c, \u201eEvil Nigger\u201c und \u201eGay Guerilla\u201c bilden ein Trio von St&#252;cken, die einen H&#246;hepunkt in Julius Eastmans Kompositionen markieren. In \u201eGay Guerilla\u201d verwendet er Martin Luthers Hymne \u201eEin feste Burg ist unser Gott\u201c; kraftstrotzend, um in zweifacher Hinsicht f&#252;r eine gemeinsame Sache zu k&#228;mpfen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das belgische Label Sub Rosa ver&#246;ffentlichte vor Kurzem \u201eThree Extended Pieces For Four Pianos\u201c, eine Liveaufnahme vom 28. September 2019 beim Festival Musica in Strasbourg vier gro&#223;artigen Pianist\/innen, die im klassischen und zeitgen&#246;ssischen Repertoire gleicherma&#223;en zu Hause sind: Melaine Dalibert, St\u00e9phane Ginsburgh, Nicolas Horvath und Wilhem Latchoumia interpretieren Eastmans mitrei&#223;ende Trilogie mit ihren gl&#252;henden Titeln: \u201eCrazy Nigger\u201c, \u201eEvil Nigger\u201c und \u201eGay Guerilla\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die US-amerikanische Komponistin Mary Jane Leach schreibt in den Liner Notes: \u201eObwohl die Titel der drei Werke f&#252;r vier Klaviere provokativ und kontrovers sind, die Musik ist es nicht, und sie sicherten Eastmans Ruf als aufregender und unverzichtbarer Komponist.\u201c\u00a0 Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc97798371\"><\/a>sa \u2013 19.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 03:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Lange Nacht: Aus den Tr&#252;mmern zu den Sternen \u2013 Eine Lange Nacht &#252;ber elektronische Musik aus Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Steffen Irlinger und Tom Noga. Regie: die Autoren. Kraftwerk und Tangerine Dream, Can und Neu! \u2013 so unterschiedlich die Musik dieser bedeutenden deutschen Bands auch sein mag, einige Merkmale haben sie dennoch gemeinsam: Sie vereint eine unbedingte Zukunftsorientierung, die Abwendung von angloamerikanischen Musiktraditionen und die Suche nach einer eigenen Formensprache. Und vor allem die bevorzugte Verwendung neuer elektronischer Instrumente. Sie und die anderen deutschen Elektronikpioniere der fr&#252;hen 1970er-Jahre haben sich damit f&#252;r alle Zeiten als revolution&#228;re Kraftquelle in die moderne Popgeschichte eingeschrieben. Die deutsche Elektronik hat nicht nur Zeitgenossen wie Brian Eno und David Bowie inspiriert, sondern wirkt in vielen kleinen und gro&#223;en Wellen bis heute nach. Techno, Hip-Hop, Synthiepop oder Ambient. Es tauchen immer wieder neue Bands auf, die sich explizit auf das musikalische oder ideelle Erbe von Kraftwerk und Co. berufen. Ein R&#252;ckblick auf eine besondere Zeit mit dem Fokus auf die St&#228;dte D&#252;sseldorf und Berlin.<\/p>\n<p>01:05 bis 06:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Deutschlandfunk Radionacht: Jazz \u2013 Neues und Klassiker aus dem Jazz<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Weltensammler: Don Cherry und die Organic Music Societies<\/li>\n<li>Ein Kontrabass auf Reisen: Renaud Garcia-Fons\u2019 neue Oktett-CD \u201eLe Souffle des Cordes\u201c<\/li>\n<li>Cello-Welten: Mit Vincent Courtois, David Darling, Erik Friedlander, Dave Holland, Anja Lechner, Okkyung Lee, Tomeka Reid, Ernst Reijseger, Vincent Segal, Abdul Wadud u.a.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Karl Lippegaus.1963 erlebte die schwedische Textilk&#252;nstlerin Moki Karlsson einen Clubauftritt des amerikanischen Trompeters Don Cherry (1936-1995) mit dem Sonny Rollins Quartett und war fasziniert. Don und Moki Cherry begannen eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. \u201eOrganic Music\u201c nannten die Cherrys ihre vielf&#228;ltigen musikalischen Aktivit&#228;ten. Sie propagierten Kollektivismus und erfanden eigene Formen der Musikp&#228;dagogik, sie waren Teil der Gegenkultur und erprobten neue Formen des Zusammenlebens und Musizierens in einem alten Schulhaus im l&#228;ndlichen Schweden. Das Doppelalbum \u201eOrganic Music\u201c zeigt das Patchwork ihrer Talente. F&#252;r das Meisterwerk \u201eRelativity Suite\u201c und andere Alben Cherrys entwarf seine Frau Moki die handgemachten Plattencovers aus Stoffen, die ebenso bunt und eklektisch leuchteten wie Dons vision&#228;re Musik. Ein R&#252;ckblick auf die Anf&#228;nge dessen, was bald \u201eWorld-Music\u201c genannt wurde.<\/p>\n<p>09:05 bis 10:00 | SR2 KulturRadio<br \/>\n<strong>FeatureZeit: Bisch&#246;fe im Nebel: Abgr&#252;nde der katholischen Aufarbeitung<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gaby Mayr. Der Pfarrer begeht seit Jahrzehnten sexuelle &#220;bergriffe an jungen und abh&#228;ngigen M&#228;nnern, immer knapp unterhalb der Grenze zur Strafbarkeit. Die Verantwortlichen im Bistum wissen Bescheid, aber auch der derzeitige Bischof scheut den Konflikt und schweigt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Gutachten zu sexualisierter Gewalt und der Diskussion &#252;ber eine Neuausrichtung der Sexualmoral in der Katholischen Kirche, zeigt das Feature von Gaby Mayr, wie die Mechanismen im Hintergrund funktionieren und dass es ein langer Weg bis zu echten Ver&#228;nderungen wird.<\/p>\n<p>12:05 bis 13:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Zeit f&#252;r Bayern: Wald, Wildnis, Wandel \u2013 Die Zukunft der Landschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wald im Wandel \u2013 Die Zukunft eines Mythos. Von Chris Baumann. Der Wald soll vieles zugleich sein: Holzlieferant, Erholungsgebiet, Hochwertiger Lebensraum, Regulator f&#252;r Oberfl&#228;chenwasser und nat&#252;rlich CO2-Speicher und damit Klimaverbesserer. Dabei macht ihm bekanntlich der Klimawandel zu schaffen. Chris Baumann befasst sich in seinem Zeit-f&#252;r-Bayern-Feature mit neuen Erkenntnissen zum &#214;kosystem Wald. Er zeigt, wie zukunftstr&#228;chtig in vielerlei Hinsicht biologische Waldbewirtschaftung sein kann, dass Wiederaufforstung gro&#223;er Fl&#228;chen hierzulande nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss ist und warum Bayerische Firmen stattdessen gro&#223;e Waldfl&#228;chen f&#252;r Afrika stiften.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ruf nach Wildnis \u2013 Funktioniert v&#246;llig unber&#252;hrte Natur in Mitteleuropa? Von Doris Bimmer. Biber, Luchs, Wolf oder B&#228;r \u2013 die Wiederansiedlung fast ausgerotteter Arten in Mitteleuropa reicht vielen Natursch&#252;tzern l&#228;ngst nicht mehr. Der Ruf nach \u201eechter Wildnis\u201c wird immer lauter. Zu diesem Zweck sollen ganze Landschaften sich selbst &#252;berlassen werden. Gleichzeitig aber war der Erholungsdruck auf \u201edie Natur\u201c durch die zunehmend verst&#228;dterte Gesellschaft nie gr&#246;&#223;er. Die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft hier weit auseinander, denn weder Biber noch Wolf sind willkommene Zuz&#252;gler.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ist der Wunsch nach v&#246;llig unber&#252;hrter Natur in Bayern &#252;berhaupt noch realistisch? Welche Aufgaben w&#228;ren auf dem Weg dorthin zu bew&#228;ltigen, welche Kompromisse auf diesem Weg zu akzeptieren? Doris Bimmer fragt in dieser Ausgabe der \u201eZeit f&#252;r Bayern\u201c, ob der moderne Europ&#228;er und sein Lebensumfeld &#252;berhaupt noch gemacht sind f&#252;r die sogenannte Wildnis.<\/p>\n<p>14:00 bis 15:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Feature: Der n&#228;chste Krieg wird anders \u2013 Geschichten aus der israelisch-iranischen Gefahrenzone<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ruth Kinet. Sprecher*innen: Aylin Esener, Roman Kanonik, Bernd Moss, Toni Jessen, Nina Weniger, Inka L&#246;wendorf, Alexander Ebeert und Ulrich Hoppe<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regie: Giuseppe Maio; Ton: Bernd Bechthold; Schnitt: Venke Decker; Regieassistenz: Marie Lilli Beckmann; Produktion: rbb 2020<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kishorit liegt im Norden Israels. In dem idyllisch gelegenen Kibbuz, 16 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt, betreiben rund 250 Juden, Araber und Drusen &#246;kologische Landwirtschaft und eine preisgekr&#246;nte Hundezucht. Israelische Sicherheits- und Milit&#228;r-Experten f&#252;rchten allerdings, dass es dort bald vorbei sein k&#246;nnte mit der Idylle. Die Verb&#252;ndeten des Iran im Libanon und Syrien k&#246;nnten die israelische Armee in einen Krieg zwingen. Jetzt m&#252;ssen die Kibbuzniks von Kishorit Bunker bauen. Aber gegen die Angst hilft kein Stahlbeton.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">140 Kilometer weiter s&#252;dlich lebt die S&#228;ngerin und Komponistin Maureen Nehedar. Sie wurde 1976 in Isfahan geboren. Zu Beginn der islamischen Revolution 1978 wanderte ihre Familie nach Jerusalem aus.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als Maureen 2014 ihr erstes Album mit iranisch-j&#252;dischen Liedern ver&#246;ffentlichte, flogen ihr die Herzen des Publikums sofort zu. Mit ihrer Musik bringt sie die Menschen in Iran und Israel einander n&#228;her. &#220;ber 2.000 Kilometer Entfernung und die Hass-Propaganda hinweg.<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Befl&#252;gelt vom Original \u2013 Wie Nachbauten historischer Tasteninstrumente klingen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als weltweit &#228;ltester und einzig original erhaltener Hammerfl&#252;gel gilt der \u201eCristofori\u201c im Leipziger Grassi-Museum f&#252;r Musikinstrumente von 1726. F&#252;r die Instrumentenkunde von unsch&#228;tzbarem Wert, verk&#246;rpert das Prunkst&#252;ck der Ausstellung zugleich ein Dilemma \u2013 denn jede Bespielung schadet aus konservatorischer Sicht. Was aber n&#252;tzt es, Instrumente zu konservieren, ohne deren klangliche Dimension erfahrbar zu machen? Kerstin Schwarz hat den Cristofori in alter Handwerkstechnik nachgebaut. Lange Jahre tourte sie von Florenz aus mit diesem Instrument (und sp&#228;ter mit einer Silbermann-Kopie) durch Europa, als Dienstleisterin weltber&#252;hmter Pianisten in Sachen authentischer Klang. Sogar ein eigenes Label entstand. Jetzt lebt sie wieder in Zerbst (Sachsen-Anhalt) und gibt exklusiven Einblick in ihre Werkstatt und Arbeit. Die Sendung erz&#228;hlt, wie heute in der Instrumentenkunde versucht wird, mit filigran erstellten Nachbauten, den \u201eechten\u201c Klang neu zu erschaffen. Kontrastiert wird dieses an alter Handwerkstechnik orientierte Verfahren immer mehr auch durch elaborierte Methoden, den Klang digital zu bilden. Griffen fr&#252;her diese Verfahren auf das Sampling einzelner \u201eoriginaler\u201c T&#246;ne zur&#252;ck, wird heute das Klangverhalten von Instrumenten durch computergest&#252;tzte Berechnung live h&#246;rbar gemacht. Beim \u201ephysical modelling\u201c entstehen die T&#246;ne komplett wissenschaftlich \u2013 ein \u201eBl&#252;thner\u201c konnte so schon virtuell so echt klingend erstellt werden, dass die Leipziger Klavierbaufirma das Verfahren autorisiert hat. Eine Sendung von Tobias Barth<\/p>\n<p>18:05 bis 19:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Feature: W&#228;hrend meine Kunden schlafen \u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Regina Burach. Regie: die Autorin; Mit: Eva Gutierrez, Sonia Jaeger, Daniel Sch&#246;berl, Kyle Wilson. Produktion: SWR 2021. L&#228;nge: 54\u201916<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Das war auch vor Corona f&#252;r viele ein Traum. &#220;ber einen Zeitraum von anderthalb Jahren haben vier digitale Nomadinnen und Nomaden der Autorin Einblicke in ihr Leben gew&#228;hrt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Morgens um acht, an einer tropischen K&#252;ste. Papageienrufe wecken dich und du h&#246;rst vom Bett aus das Meer. Hier ist dein Arbeitsplatz, dein Laptop. Und bald ziehst du weiter, nach Malaysia, oder lieber Kolumbien, mal sehen. Ein Traum? F&#252;r digitale Nomadinnen und Nomaden ist weltweite Ortsunabh&#228;ngigkeit Realit&#228;t. Sie arbeiten als freie Webdesignerinnen, Online-Marketer, Texterinnen, Fotografen, Bloggerinnen. Und als Corona kam, sind sie gestrandet. Regina Burbach war per Skype und Voice Memos mit vier digital arbeitenden Dauerreisenden &#252;ber Zeitzonen und Kontinente hinweg verbunden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regina Burbach ist freie Autorin f&#252;r ARD-Sender. Bevor sie beim WDR mit der Radioarbeit begann, war sie in einem IT-Konzern Softwaretrainerin f&#252;r Computer-Netzwerke. Ihre aktuellen Lieblingsthemen: Lebensmodelle und Zukunft. Neben Radiofeatures produziert sie Short Storys und elektroakustische Klangst&#252;cke. Sie lebt in Bremen.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Fleischst&#252;cke \u2013 Das E-Mex-Ensemble spielt Sylvano Bussotti<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sylvano Bussotti: \u201ePi\u00e8ces de Chair II\u201c; Monica Benvenuti, Sopran; Renatus M\u00e9sz\u00e1r, Bariton; Martin van der Heydt, Klavier; E-Mex-Ensemble, Leitung: Christoph Maria Wagner. Aufnahme vom 2.10.2021 in der Kunst-Station Sankt Peter, K&#246;ln<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Egbert Hiller. Sylvano Bussotti, 1931 in Florenz geboren, gilt als eigenwilliger Vertreter der Avantgarde. Er bet&#228;tigte sich als Schriftsteller, Grafiker, Bildender K&#252;nstler, Filmemacher, Fotograf und \u2013 Komponist. R&#228;tselhafte Klang- und Sprachgebilde, Chiffren und Signale, erotische Anspielungen, vermittelt durch Texte verschiedenster Herkunft, pr&#228;gen seine Musik, f&#252;r die er auch neue Formen des Notierens erfand. Ein selten zu h&#246;rendes Schl&#252;sselwerk sind seine knapp einst&#252;ndigen, Ende der 50er-Jahre komponierten \u201ePi\u00e8ces de Chair II\u201c. Das E-MEX Ensemble stellte sie im Herbst 2021 in der K&#246;lner Kirche Sankt Peter ins Zentrum eines Gedenk- und Geburtstagskonzerts f&#252;r Bussotti, der wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag in Mailand verstarb.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Late Night Jazz: Neuheiten aus Berlin und Brandenburg mit Silke Eberhard<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Was gibt\u2019s Neues im Jazz? Neuerscheinungen aus Berlin und Brandenburg kommentiert und eingeordnet von einem Gast aus der Mitte der Szene. Diesmal im Gespr&#228;ch mit Moderator Nabil Atassi: die Saxophonistin Silke Eberhard.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sie ist eine der Protagonistinnen des Berliner Jazz und wird auch weit &#252;ber die Grenzen Deutschlands wahrgenommen. Seit 1995 lebt sie in Berlin, &#252;berblickt und kennt die musikalische Landschaft der Hauptstadt sehr gut. Und nat&#252;rlich hat auch sie neue Musik dabei.<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Fr&#252;hlingserwachen \u2013 Vom persischen Nowruz bis zum japanischen Kirschbl&#252;tenfest<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eFr&#252;hlingsopfer\u201c schrieb Igor Strawinsky &#252;ber einen Teil seiner bahnbrechenden Komposition, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts alte russische Riten in faszinierenden Rhythmen und Klangfarben neu zum Leben erweckte. Welche Volksmusik hat Strawinsky damals wohl im Sinn gehabt, als er die Fr&#252;hlings-Kr&#228;fte seiner russischen Heimat in \u201eLe sacre du printemps\u201c so dramatisch beschwor? Alte Br&#228;uche, wenn der Fr&#252;hling hervorbricht, wenn das Eis endlich Spr&#252;nge bekommt und die Sonne mit ersten Strahlen die Erde w&#228;rmt &#8230; Die Mythen der Skythen im vorchristlichen Russland entflammten zuvor schon die Fantasie der Komponisten Mussorgskij und Rimskij-Korsakow. Aus vorislamischer Zeit dagegen stammt ein Brauch, der auch in den s&#252;dlichen Staaten der ehemaligen Sowjetunion bekannt ist: Das Feiern von Newruz, ein \u201eNeujahrsfest\u201c am 21. M&#228;rz! Es geht auf die alte zoroastrische Kultur in Persien zur&#252;ck und wird jedes Jahr mit Feuert&#228;nzen, Ges&#228;ngen und Essen vom Iran bis nach Zentralasien gro&#223; gefeiert. In jedem Land etwas anders, f&#252;r die Kurden ist es ein Nationalfeiertag, f&#252;r die Kinder in Afghanistan kreisen jetzt wieder die Karuselle. Die Faszination der eigent&#252;mlichen Trommelt&#228;nze kurdischer Musiker im Iran wird in dieser Sendung zu erleben sein, und auch die Fr&#246;hlichkeit eines j&#252;dischen Liedes an Purim. Auf dem 30. Breitengrad durch Zentralasien, Nordindien und weiter geht die Suche nach musikalischen Fr&#252;hlingsgef&#252;hlen &#8230; und die k&#246;nnen auch sehr besinnlich oder traurig sein, wie etwa in Japan beim traditionellen Kirschbl&#252;tenfest. Naturverbundenheit, meditativer Zengeist und japanische Geschichte stecken im alten Kirschbl&#252;tenlied \u201eSakura\u201c, das so unscheinbar ist wie die fast durchsichtigen Bl&#228;tter der Kirschbl&#252;te &#8230; Eine Sendung von Friederike Haupt<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc97798372\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 20.03.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05 bis 15:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Feature: Musik aus dem Paralleluniversum \u2013 Auf Tour mit Bernd Begemann<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sascha Wundes. Begemann hat &#252;ber 20 Alben ver&#246;ffentlicht und Hunderte von Songs geschrieben. Sein Einfluss auf die sogenannte Hamburger Schule ebnete Bands wie Tocotronic, Die Sterne und Blumfeld den Weg. Einmal war er f&#252;r zwei Wochen in den deutschen Singlecharts: \u201eDu bist verhaftet wegen sexy\u201c, eine Kollaboration mit Olli Schulz. Sonst taucht er dort nicht auf. Warum eigentlich nicht? Ist er gescheitert, wenn zu den Konzerten auch mal nur 30 Leute kommen? Woran misst sich Erfolg? Begemann k&#252;mmert das alles nicht. Er gibt jeden Abend Vollgas, Zugaben inklusive. (DLF 2020)<\/p>\n<p>17:10:00\u00a0 | &#214;1<br \/>\n<strong>Elton John: Tumbleweed Connection. <\/strong><strong>Die perfekte Phantasie von Amerika <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Was andere erst sp&#228;t in ihrem Schaffen erreichten, damit begann Elton John. Schon seine erste und zweite Langspielplatte, Empty Sky und Elton John, boten reihenweise bemerkenswerte Songs, in denen jugendlicher Sturm und Drang sich poetisch mit (imaginierter) Lebenserfahrung und Einf&#252;hlung verbanden. Und dann das ganz andere dritte Album Tumbleweed Connection, benannt nach den Steppenrollern, die der Wind durch die Ebenen Nordamerikas treibt. Statt pers&#246;nlicher Lieder die Romantik einer Reise ins tiefe Amerika -Balladen von Outlaws, stimmungsvolle Beschreibungen des Lebens am Land, im Einklang mit Tradition und Natur, Idylle neben grimmigen Western -Geschichten \u00adalle bis auf eine aus den Federn von Textautor Bernie Taupin und Komponist Elton John.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bob Dylan nickte anerkennend, Kritiker in den USA erkannten keine Schw&#228;chen (und rechnen das Album heute zu den besten f&#252;nfhundert der Rockgeschichte). Zwei junge Engl&#228;nder hatten das perfekte Americana-Album geschaffen, einen H&#246;hepunkt des Folk und Country Rock -und zwar ironischerweise, ohne jemals dort gewesen zu sein: Die klingenden Bilder des l&#228;ndlichen Amerika waren rein in den K&#246;pfen der beiden entstanden -nicht anders als der Wilde Westen f&#252;r Generationen deutschsprachiger Jugendlicher der Phantasie des Autors Karl May entsprang. Erst nach den Aufnahmen im M&#228;rz 1970, rund um seinen 23. Geburtstag, ging Elton John auf seine erste, triumphale Tournee in die USA.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Wirbelwind von Elton Johns Aufstieg zum Megastar, in der Flut ungez&#228;hlter Hits des Songwriter-Duos John\/Taupin und angesichts einer Reihe von rund sechzig Alben, die noch folgen sollten, konnte das jugendliche Meisterwerk leicht untergehen. Doch auch nach einen halben Jahrhundert erweist sich Tumbleweed Connection als Schatzkiste zeitloser Songs, jeder einzelne die (Wieder -)Entdeckung wert.<\/p>\n<p>18:00 bis 19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Feature: Inga Lizengevic | Babys f&#252;r die Welt \u2013 Das Gesch&#228;ft mit ukrainischen Leihm&#252;ttern<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Vater hat ein M&#228;dchen bestellt. Als klar wird, dass das Kind ein Junge wird, dr&#228;ngt man sie zur Abtreibung. Es habe einen Gendefekt, sagt man ihr. Dabei waren die Tests unauff&#228;llig. Der F&#246;tus entwickelt sich v&#246;llig normal.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Babygl&#252;ck zum Schn&#228;ppchenpreis \u2013 ab 39.900 Euro, mit Geld-zur&#252;ck-Garantie. Die Ukraine hat sich zur Low-Budget-Babyfabrik entwickelt und lockt Paare mit unerf&#252;lltem Kinderwunsch aus aller Welt. \u201eErfolgsgarantie.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unbegrenzte Anzahl der Versuche. Bei negativem Ergebnis das ganze Geld zur&#252;ck.\u201c \u2013 Ukrainische Babyfabriken werben f&#252;r ihr Rundum-Sorglos-Paket aus menschlicher Eizelle, Befruchtung und Leihmutter. Doch hinter der fr&#246;hlichen rosa und blau gef&#228;rbten Werbung verbirgt sich ein gnadenloses Gesch&#228;ft. Mit allen Mitteln der Reproduktionsmedizin und oft in einer rechtlichen Grauzone werden Kinder geliefert wie bestellt. Dass etwas schiefgeht, ist nicht vorgesehen. Zur&#252;ck bleiben fr&#252;hgeborene, behinderte Kinder und entm&#252;ndigte Frauen, f&#252;r die der Traum vom gro&#223;en Geld zum Albtraum wird.<\/p>\n<p>18:05-18:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Nachspiel. Feature: Dallas, Denver, Tennis-Bundesliga<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seifenoper statt Vorzeigeprojekt. Von Heinz Schindler und Thomas Wheeler<\/p>\n<p>18:30 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Feature: Reihe: Wirklichkeit im Radio \u2013 Wenn wir an lauen Sommerabenden alle gemeinsam im Hof gesessen haben, war es sch&#246;n<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Renke Korn; Regie: der Autor; Produktion: RB 1986. L&#228;nge: 100\u201951. Eine Gruppe sozial bewegter St&#228;dter will die Utopie leben und gr&#252;ndet eine Landkommune. Wenige Jahre sp&#228;ter sind sie bis ins Mark zerstritten. Das Originalton-H&#246;rspiel zeichnet den Prozess St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck nach.<\/p>\n<p>19:34:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Lukas Aichinger &amp; AHL6 im Studio 2 des Wiener Funkhauses <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">2022 ver&#246;ffentlicht AHL6, das Sextett rund um den Schlagzeuger Lukas Aichinger, seinen zweiten Tontr&#228;ger. Trompeter Thomas Liesinger, Altsaxofonist Robert Schr&#246;ck, Tenorsaxofonist und Klarinettist Leonhard Skorupa, Gitarrist Markus W. Schneider sowie Bassist Tobias P&#246;cksteiner interpretieren in diesem Ensemble die Kompositionen Aichingers, seines Zeichens Gewinner des &#214;1-Jazzstipendiums 2019.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der aus Bad Ischl stammende, in Wien lebende Musiker, dessen Kompositionen manchmal ein wenig an jene der US-amerikanischen Bands Sex Mob oder The Lounge Lizards erinnern, gibt seinen Mannen nun noch mehr improvisatorischen Freiraum als auf dem Erstlingswerk von AHL6. Diesen wissen die Bandmitglieder auch heute in der Radiosession zu n&#252;tzen.<\/p>\n<p>20:55:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>\u201eThe Amazing Bud Powell, Volume 1\u201c (1949\/51) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er hat gespielt wie kein anderer seiner Generation, mit unb&#228;ndigem Feuer und Erfindungsreichtum, mit einem offensiv-rhythmischen Anschlag und einer funkenspr&#252;henden \u201eRechten\u201c, die mit den wendigsten Saxofonisten und flinksten Trompetern der Bebop-&#196;ra mithalten konnte. Und trotz aller musikalischer Ecken und Kanten lie&#223; er dabei die Eleganz in seinen Linien nicht vermissen: Earl Powell, genannt \u201eBud\u201c, und sein Meisterwerk \u201eThe Amazing Bud Powell, Volume 1\u201c stehen im Zentrum dieser Sendung mit Gerhard Graml. Das Album vereint das Material von zwei Sessions f&#252;r Blue Note Records, die am 9. August 1949 und am 1. Mai 1951 aufgenommen wurden, mit wegweisenden Kompositionen des Pianisten, die mittlerweile zu Bebop-Klassikern geworden sind und Generationen von Pianisten beeinflusst und stilistisch gepr&#228;gt haben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eAmazing\u201c -also \u201everbl&#252;ffend\u201c oder \u201eerstaunlich\u201c -bleibt ein treffendes Attribut, auch 70 Jahre nach den Aufnahmesessions. Unerwartete Wendungen gab es auch in der Biografie des Tastenmeisters. Powell, der mit 15 die Schule verlie&#223;, um Berufsmusiker zu werden, hatte Zeit seines Lebens mit einer schweren psychischen Krankheit zu k&#228;mpfen. Die Sessions zu \u201eThe Amazing Bud Powell, Volume 1\u201c fanden unter mitunter schwierigen Bedingungen statt, etwa kurz nach einem Sanatoriumsaufenthalt mit Elektroschockbehandlung. Und doch klingt der Pianist auf den Aufnahmen wie vor ihm keiner. \u201eBouncing with Bud\u201c, \u201eDance of the Infidels\u201c und \u201eUn Poco Loco\u201c (&#252;bersetzt: \u201eEin bisschen verr&#252;ckt) sind nur einige St&#252;cke aus der Feder Powells, die mittlerweile zum obligaten Repertoire des stilsicheren Jazzmusikers geh&#246;ren. Wunderbar auch immer wieder, wie er seine an der Klassik geschulte, beidh&#228;ndige Virtuosit&#228;t ausspielt. Die Band des Jahres 1949 pr&#228;sentiert neben Bud Powell auch Fats Navarro (Trompete), Sonny Rollins (Saxofon), Tommy Potter (Bass) und Roy Haynes (Drums), das Bud Powell Trio aus dem Jahr 1951 wird von Curly Russell (Bass) und Max Roach (Drums) komplettiert.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Klangerkundungen am Rande des Regenwaldes mit Felix Blume \u2013 \u201eA La Orilla (On the edge)\u201c von Felix Blume<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im heutigen Zeit-Ton extended tauchen wir gemeinsam mit Felix Blume in einen Grenzbereich ein. Mit seinen vielgestaltigen St&#252;cken und Installationen l&#228;dt Blume zu einem aufmerksamen H&#246;ren ein, denn nur wer bewusst geh&#246;rt wird, dem wird auch zugeh&#246;rt. F&#252;r diese Sendung hat der K&#252;nstler eine neue Fassung seines St&#252;ckes \u201eA La Orilla (On the edge)\u201c geschaffen, das urspr&#252;nglich f&#252;r TouchRadio entstanden ist. \u201eAm Rande des Jungels, dort in S&#252;d-Venezuela, wo der Amazonas Regenwald beginnt und die Gran Sabana endet, versuchen Menschen noch immer in eine Welt einzudringen, die von der Natur dominiert wird. Bis zum Ende des Horizonts sieht man hier B&#228;ume, Fl&#252;sse, Tiere und Insekten, -und ihr Klang erreicht unsere Ohren, um uns an ihr Reich zu erinnern.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Felix Blume ist Shape Artist 2021. Shape ist die Plattform f&#252;r spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die Ende 2014 von 16 der europ&#228;ischen ICAS Festivals gegr&#252;ndet wurde, zu ihnen z&#228;hlt auch das ORF musikprotokoll im steirischen herbst. Sie wird durch das Programm \u201eKreatives Europa\u201c der Europ&#228;ischen Union gef&#246;rdert. Am vergangenen Donnerstag h&#246;rten Sie in Zeit-Ton ein Portrait &#252;ber das facettenreiche Werk dieses Wanderers zwischen den Welten. Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Late Night Jazz: \u201eJazzRock? Rockjazz? Fusion? Hauptsache laut\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Fusion ist ein weites Feld. Da mischen sich nicht nur Rock und Jazz, da kommen auch Funk und zuweilen sogar Performancekunst dazu. Deshalb wirft Jens Lehmann mal wieder einen genresprengenden Blick auf Musik von Chick Corea &#252;ber Dave Weckl bis Frank Zappa.<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Auf den Spuren der Sepharden \u2013 Alte j&#252;dische Lieder rund um das Mittelmeer<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sepharad ist das j&#252;dische Wort f&#252;r das Spanien des Mittelalters. Die sephardischen Juden wirkten als Kulturvermittler zwischen Orient und Okzident, &#252;bersetzten die gro&#223;en Werke der arabischen Wissenschaften und Philosophie, und machten sie dem christlichen Europa erst zug&#228;nglich. Die kulturelle Br&#252;cke zwischen Arabien und dem Abendland war schon aufgebaut, als 1492 endg&#252;ltig alle spanischen Juden, die bei ihrem Glauben geblieben waren, Spanien und wenig sp&#228;ter auch Portugal, verlassen mussten. Ihre Lieder aber &#252;berlebten die Jahrhunderte an den verschiedenen Orten des Exils. &#220;ber f&#252;nfhundert Jahre blieb in diesen Liedern die sephardische Sprache, Ladino genannt, erhalten. Auch arabische, italienische, griechische und t&#252;rkische Worte mischten sich hinein in dieses Altkastilisch, das im gesamten Mittelmeerraum von Marokko bis Sarajevo, und dar&#252;ber hinaus in den europ&#228;ischen Zentren Amsterdam, Hamburg und Venedig gesprochen und gesungen wurde \u2013 an einigen Orten bis heute. Eine Sendung von Friederike Haupt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Radiowoche%20vom%2014.03.22%E2%80%9320.03.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F03%2F13%2Fdie-radiowoche-vom-14-03-2220-03-2022%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Die%20Radiowoche%20vom%2014.03.22%E2%80%9320.03.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F03%2F13%2Fdie-radiowoche-vom-14-03-2220-03-2022%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Die &#220;bersicht zum Download als PDF. 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