{"id":2520,"date":"2010-04-18T09:25:54","date_gmt":"2010-04-18T08:25:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=2520"},"modified":"2010-04-18T09:25:54","modified_gmt":"2010-04-18T08:25:54","slug":"abschied-vom-linearen-erzaehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2010\/04\/18\/abschied-vom-linearen-erzaehlen\/","title":{"rendered":"Abschied vom linearen Erz&#228;hlen?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Hier mal wieder ein Beitrag von <a href=\"http:\/\/www.wolfgangandreasschultz.de\/\">Wolfgang-Andreas Schultz<\/a>, den er mir f&#252;r die Ver&#246;ffentlichung im Bad Blog anbot (der Artikel erschien vor einiger Zeit in der NZ). Da es sich hier um einen ernsthaften Beitrag zu momentanen &#228;sthetischen Fragen handelt, finde ich es angemessen, ihn hier noch einmal zu bringen.<br \/>\nIm Grunde geht es Schultz darum, einen neuen Denkansatz zu finden, der die scheinbare Unvereinbarkeit mancher Positionen der Moderne in einen neuen Zusammenhang bringt, der ihnen ihre Folgerichtigkeit und auch produktive Wirkung nicht abspricht, aber auch ein &#8222;danach&#8220; erm&#246;glicht.<br \/>\nDass sich alle Positionen irgendwann abnutzen, ist uns allen klar &#8211; die Frage ist nur: sind diese dann endg&#252;ltig zu den Akten gelegt, oder tauchen sie &#8211; unter ver&#228;nderten Umst&#228;nden &#8211; wieder auf? Dieser Frage will der folgende Artikel u.a. nachgehen.<br \/>\nMoritz Eggert<\/p><\/blockquote>\n<p>\t\t           Wolfgang-Andreas Schultz:<\/p>\n<p>\t\t      Abschied vom linearen Erz&#228;hlen?<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t I.<\/p>\n<p>\tDie Gegenwart aus der Vergangenheit heraus verstehen zu wollen und eine Zukunft zu entwerfen, geh&#246;rt zum bewu&#223;ten Menschsein dazu. Allerdings ergeben sich Entwicklungslinien, die zur Orientierung dienen k&#246;nnen, nicht von selbst, sie sind Konstruktionen, die an zwei Punkten auf subjektiven Entscheidungen beruhen: in der Auswahl der Fakten und in der Art, wie diese durch einen \u201eroten Faden\u201c  zu einer sinnvollen Erz&#228;hlung verbunden werden. Darin findet sich in der Regel das eigene Weltbild verschl&#252;sselt: ein Agnostiker, der sich und die Welt als zerrissen erlebt, wird die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts anders lesen als ein praktizierender Buddhist. Die Subjektivit&#228;t geschichtlicher Erz&#228;hlungen ist unhintergehbar (Rapp 1992), einen objektiven, \u201earchimedischen\u201c Punkt au&#223;erhalb gibt es nicht.<br \/>\n\tIn der Regel werden musikgeschichliche Entwicklungen linear erz&#228;hlt, d.h. auf der gedachten Zeitachse sind die Ereignisse derart angeordnet, da&#223; das Neue das Alte ersetzt; beliebtes Beispiel: nach Entstehung der Atonalit&#228;t sei Tonalit&#228;t nicht mehr m&#246;glich \u2013 so Adorno in seiner \u201ePhilosophie der neuen Musik\u201c. Wird solche Entfernung von der Tradition gradlinig fortgeschrieben, dann sind irgendwann Phrasenbildung, Melodik, Taktmetrik und vieles andere nicht mehr verf&#252;gbar, jede Art von Sprachlichkeit wird zum Problem \u2013 so k&#252;rzlich noch vertreten von Albrecht Wellmer (Wellmer 2009). Wenn Komponisten es anders halten, gelten sie als  \u201er&#252;ckw&#228;rtsgewandt\u201c oder \u201ereaktion&#228;r\u201c, weil sie auf  dieser gedachten Linie einen oder mehrere Schritte zur&#252;ckgehen und auf vermeintlich \u201eunwiderruflich\u201c Verlorenes zur&#252;ckgreifen.<br \/>\n\tBei solcher \u2013 etwas grob skizzierten \u2013 Lesart der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts wird Folgendes nicht thematisiert:<br \/>\n1.Die subjektiven Entscheidungen, die dieser Linie zugrunde liegen. Die Frage von Tonalit&#228;t und Atonalit&#228;t ins Zentrum zu stellen, Sch&#246;nberg und seine Schule und die darauf aufbauenden Str&#246;mungen als nahezu einzig relevante neue Musik zu erkl&#228;ren, ist eine subjektive Entscheidung, die eingestanden und  philosophisch begr&#252;ndet werden sollte.<br \/>\n2.Eine solche Entwicklungslinie \u2013 und das gilt f&#252;r alle \u2013 erh&#228;lt ihre Zwangslaufigkeit und ihr Verpflichtendes nur durch die Ausblendung der Frage, ob bestimmte Ph&#228;nomene nicht durch Zeitumst&#228;nde bedingt sind, die sp&#228;ter ihren Einflu&#223; wieder verlieren k&#246;nnen. Ist es Zufall, da&#223; nach dem ersten Weltkrieg die Zw&#246;lftontechnik, nach dem zweiten die serielle Musik entstand? Sollten diese Techniken Folgen der Kriegtraumata sein (Schultz 2005), dann w&#252;rde deren Wirkung nach einigen Generationen nachlassen. Damit w&#228;ren bestimmte Entwicklungsschritte umkehrbar, scheinbar \u201eunwiderruflich\u201c Verlorenes wieder m&#246;glich. Wenn also bestimmte Ph&#228;nomene Folge bestimmter historischer Konstellationen sind, ist der Glaube an die Unumkehrbarkeit von Entwicklungen nicht haltbar.<br \/>\n3.Jede Entwicklungslinie erreicht irgendwann einen Punkt, wo sie mit Sinn nicht mehr fortsetzbar ist. Dann bricht Pessimismus aus und es wird vom Ende oder vom Tod der Musik gesprochen (Lachenmann 1997), anstatt die Einseitigkeit und die Sackgasse der einen Entwicklungslinie wahrzunehmen \u2013 da bleibt nur der Sprung aus alten Denkstrukturen heraus.<br \/>\n\tDemgegen&#252;ber w&#228;re es schon befreiend, von einer Vielzahl paralleler und sich durchkreuzender Entwicklungslinien auszugehen. In einer anderen Entwicklungslinie \u2013 auch sie ist eine Konstruktion \u2013 stellt sich die Frage von Tonalit&#228;t und Atonalit&#228;t ganz anders. Wenn man von Mahler &#252;ber Schostakovitsch zum Stilpluralismus eines Alfred Schnittke einen \u201eroten Faden\u201c legt, dann ist Tonalit&#228;t nie verloren gegangen, sie hat sich weiterentwickelt und ist immer Teil der musikalischen Sprache geblieben. Oder man betrachtet die Entwicklung in England (Britten) und in  den skandinavischen L&#228;ndern, wo bis heute eine Tradition lebendig ist, die eine romantische Diktion und Tonalit&#228;t einbezieht. Auch mu&#223; die chromatische Harmonik der Sp&#228;tromantik nicht zwangsl&#228;ufig zur Atonalit&#228;t f&#252;hren. Vom sp&#228;ten Debussy ausgehend k&#246;nnte man eine Entwicklungslinie konstruieren bis hin zur Polytonalit&#228;t, nicht zur Abschaffung, sondern zur Vervielf&#228;ltigung tonaler Zentren. Der Glaube an die eine wesentliche Linie, die den Bruch mit der Tonalit&#228;t und nach und nach mit allen traditionellen Dimensionen ins Zentrum stellt und sich als \u201eNeue Musik\u201c (mit gro&#223;em N) etabliert hat, ist finsterer Aberglaube und ziemlich zentraleurop&#228;isch-provinziell.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t         II.<\/p>\n<p>\tDie Postmoderne verweist auf die Relativit&#228;t aller \u201egro&#223;en Erz&#228;hlungen\u201c (dazu Welsch, 1988, S. 32), also auch der einer Entwicklung von der Tristan-Chromatik &#252;ber die freie Atonalit&#228;t, die Zw&#246;lftontechnik zum Serialismus und zur Arbeit mit Ger&#228;uschkl&#228;ngen. Das hei&#223;t nun aber nicht, man k&#246;nne und d&#252;rfe keine Entw&#252;rfe f&#252;r die Zukunft und keine musikhistorischen Konstruktionen mehr entwickeln, nur mu&#223; man um ihre Relativit&#228;t wissen und in der Lage sein, auch anderen Entw&#252;rfen ihre Berechtigung zuzugestehen.<br \/>\n\t Die pluralistische Postmoderne  irritierte besonders die Anh&#228;nger der von Adorno gepr&#228;gten Erz&#228;hlung dadurch, da&#223;  wieder &#228;ltere Stil- und Ausdrucksbereiche zugelassen wurden. Stile stehen immer auch f&#252;r Lebenshaltungen, Charaktere und Arten, in der Welt zu sein und die Welt zu sehen, und mit der Ausgrenzung &#228;lterer Stilmittel verschwanden immer auch Ausdrucksbereiche und Lebenshaltungen aus der Musik, jedenfalls wenn man die Entwicklung als Linie liest im Sinne von \u201eDas Neue ersetzt das Alte\u201c.<br \/>\n\tDie Theorie der Bewu&#223;tseinsevolution, im Kern bereits formuliert im Odysseus-Kapitel von Horkheimer und Adornos \u201eDialektik der Aufkl&#228;rung\u201c (Adorno\/Horkheimer 1969) und Musikern bekannt durch die Jean-Gebser-Rezeption von Peter Michael Hamel (Gebser 1949, Hamel 1976), erkennt in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit verschiedene Stadien, die mit den Begriffen \u201earchaisch\u201c, \u201emagisch\u201c, \u201emythisch\u201c, \u201erational\u201c und \u201eintegral\u201c bezeichnet werden. Heute werden diese Ebenen noch differenzierter betrachtet (Wilber 2001), und dar&#252;ber hinaus fasst man die Ebenen bis einschlie&#223;lich der rationalen in einer gr&#246;&#223;eren Gruppe zusammen, das \u201efirst tier\u201c. Die Moderne gilt als letzte dieser Ebenen, die &#252;berwiegend nur ihr eigenes Paradigma leben, als letzte des \u201efirst tier\u201c.<br \/>\n\tMit der Postmoderne betreten wir die erste Ebene des \u201esecond tier\u201c, und da die Linie als Modell f&#252;r Entwicklungen hier offenkundig nicht ausreicht, werden sie mehr spiralf&#246;rmig vorgestellt, d.h sie kommen immer wieder zu &#228;hnlichen Punkten zur&#252;ck, aber auf einer h&#246;heren Ebene, angereichert durch die inzwischen gemachten Erfahrungen. (Beck 2007)  So kann man allen Ausdrucksbereichen, Daseinsformen und Lebenshaltungen ihre relative Berechtigung innerhalb der spiralf&#246;rmigen Entwicklung zugestehen. Beim Auftreten des \u201esecond tier\u201c \u201ef&#228;llt es uns wie Schuppen von den Augen, und wir k&#246;nnen zum ersten Mal die Legitimit&#228;t aller bislang erwachten menschlichen Systeme anerkennen. Es sind Formen unserer Existenz, die das Recht haben, da zu sein.\u201c (Beck 2007, S. 424). Insofern nimmt die pluralistische Postmoderne eine Schl&#252;sselstellung ein als Scharnier innerhalb der Bewu&#223;tseinsevolution beim &#220;bergang zu den Ebenen des \u201esecond tier\u201c. Das l&#228;&#223;t historisierende und archaisierende Stile in neuem Licht erscheienen; und in jeder Auff&#252;hrung von Strawinskys \u201eSacre\u201c lebt, ins &#196;sthetische transformiert, die Zeit wieder auf, in der man glaubte, der Mutter Erde Menschenopfer bringen zu m&#252;ssen. Bernd Alois Zimmermann hat mit seiner Idee von der \u201eKugelgestalt der Zeit\u201c (Zimmermann 1974) schon in diese Richtung gedacht.<br \/>\n\tLag die Gefahr bei den Str&#246;mungen der Moderne in einer verh&#228;rteten, zu engen, auf die eigene Entwicklungslinie fixierten Identit&#228;t, so liegt die der Postmoderne im Zerflie&#223;en der Grenzen, in der Aufl&#246;sung von Identit&#228;t. Auf der drohenden Beliebigkeit des \u201eanything goes\u201c, der gro&#223;en Gleichg&#252;ltigkeit alles allem gegen&#252;ber, haben die Vertreter der Moderne zur Recht kritisch insistiert. Aber das Verharren in den Fesseln der \u201eNeuen Musik\u201c ist keine L&#246;sung. Eine solche k&#246;nnte allerdings zu finden sein im &#220;bergang zur n&#228;chsten Stufe des \u201esecond tier\u201c, der \u201eintegralen\u201c.<br \/>\n\tIn der Evolution des Bewu&#223;tseins treten die Ebenen n&#228;mlich nicht beliebig auf, sondern  in ihren Grundstrukturen in einer kultur&#252;bergreifend gleichen Reihenfolge, die eine Orientierung erm&#246;glicht. So kann Sri Aurobindo, der indische Philosoph und Vordenker der integralen Ebene, formulieren :\u201cEine solche Komplexheit und ein solches Zusammenfassen von vielen Pers&#246;nlichkeiten in einer Person (bzw. von verschiedenen Stilbereichen und Ausdrucksformen in einen Stil \u2013 Erg&#228;nzung WAS) kann ein Zeichen f&#252;r eine sehr fortgeschrittene Stufe in der Evolution des Individuums sein, vorausgesetzt, da&#223; ein starkes Personenwesen vorhanden ist, das sie alle zusammenh&#228;lt und auf Harmonisierung und Integration der gesamten vielseitigen Bewegung der Natur hinarbeitet.\u201c (Aurobindo 1957, S.51)  Das lie&#223;e sich in kompositionstechnische Problemstellungen &#252;bersetzen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t                 III.<\/p>\n<p>\tDie \u201eintegrale Philosophie\u201c (Wilber 1996) h&#228;lt als Theorie der Bewu&#223;tseinsevolution an der Idee von Entwicklung fest, engt aber deren Richtung in keiner Weise ein. Bezogen auf die Musik hei&#223;t das: Die Erforschung neuer Klanglichkeit steht gleichberechtigt neben der Wiederentdeckung modaler Strukturen, der Erforschung des Kontinuums von Tonalit&#228;t und Atonalit&#228;t (Schultz 2001), neben Cross-over-Konzepten von komponierter Musik zu Jazz, Pop oder zur Musik anderer Kulturen. Kein Platz ist f&#252;r Epigonen, die ohne jede erkennbare pers&#246;nliche Weiterentwicklung Schumann- und Brahms-Verschnitte liefern, wohl aber f&#252;r die kreative Anverwandlung historischer Stile vom Mittelalter bis zu Romantik und Expressionismus.<br \/>\n\tDas integrale Denken arbeitet mit einer Polyphonie verschiedener Entwicklungslinien oder  -spiralen, bereichert diese aber durch die Idee einer \u201eIntergrations-Schleife\u201c, die auf zwei &#220;berlegungen beruht:<br \/>\n1.Will man am Bild der Linie festhalten, dann m&#252;&#223;te sie als ein gleichsam immer breiter werdendes Band vorgestellt werden nach der Lesart \u201eDas Neue erg&#228;nzt das Alte\u201c.<br \/>\n2.Solche Prozesse der Erg&#228;nzung verlaufen in der Regel diskontinuierlich nach dem Muster: Erfindung neuer musiksprachlicher Mittel bei gleichzeitiger Ausgrenzung, ja bisweilen &#196;chtung der &#228;lteren; dann erfolgt eine Integration der &#228;lteren Sprachschicht in die neue mit dem Ergebnis, da&#223; sich beide verwandeln.<br \/>\n\tBeispiele aus dem Bereich der Musik lie&#223;en sich finden etwa in der Zeit um 1600 mit dem Auftreten der Monodie und des harmonischen Denkens gegen die alte Vokalpolyphonie und in der nachfolgenden Integration bei Monteverdi (\u201eMarienversper\u201c) und sp&#228;ter bei Corelli (der \u201estile antico\u201c als satztechnisches Ger&#252;st mit dar&#252;ber liegender figurativer Ebene), auf dem H&#228;ndel und Bach aufgebaut haben; oder in der Zeit um 1750, wo kontrapunktische Denkweisen und die Fugentechnik veraltet schienen zugunsten des fr&#252;hklassischen homophonen Stils, aber sp&#228;ter von Haydn (\u201edurchbrochener Satz\u201c) und Mozart (\u201eSynthese von Sonate und Fuge\u201c) integriert wurden; oder eben um 1910, als die Atonalit&#228;t die Tonalit&#228;t abzul&#246;sen schien und wo \u2013 denkt man in dieser Entwicklungslinie \u2013 eine Integration l&#228;ngst f&#228;llig w&#228;re.<br \/>\n\tDas Modell f&#252;r solche \u201eIntegrations-Schleifen\u201c findet man in der menschheitsgeschichtlichen Entwicklung ebenso wie in der des einzelnen Menschen; bleiben sie aus, kommt es zu pathologischen Abspaltungen und Dissoziationen (Wilber 1988). Wie bei Sri Aurobindo steht dahinter die Vision einer Entwicklung, eines inneren Wachstums, bei dem die sp&#228;ter auftretenden Ebenen die vorausgehenden umschlie&#223;en und integrieren m&#252;ssen. In der Wissenschaft spricht man von Holons (Wilber 1996), die als relativ Ganze Unterholons enthalten und selber Teil eines gr&#246;&#223;eren Ganzen sind. So gesehen w&#228;re das Bild eines Kreises, der von immer jeweils gr&#246;&#223;eren Kreisen umschlossen wird, angemessener als das einer breiter werdenden Linie, andererseits w&#252;rde dabei der allen in der Zeit sich entfaltenden Entwicklungen inh&#228;rente Entwicklungspfeil nicht mehr sichtbar.<br \/>\n\tWelches Bild man immer auch w&#228;hlt, es mu&#223; der Polyphonie der Entwicklungen Rechnung tragen und Raum geben f&#252;r evolution&#228;re Prozesse nach dem Modell \u201eDas Neue erg&#228;nzt das Alte\u201c mit den damit einhergehenden Diskontinuit&#228;ten und Integrations-Schleifen. Die Idee einer einfachen linearen Entwicklung ist veraltet und wird der Wirklichkeit der Musik nicht gerecht.<\/p>\n<p>Literatur:<br \/>\nAdorno, Theodor W. (1975): Philosophie der neuen Musik, Frankfurt, Suhrkamp Verlag<br \/>\nAdorno, Theodor W. und Horkheimer, Max (1969): Dialektik der Aufkl&#228;rung, Frankfurt, Fischer \tVerlag<br \/>\nAurobindo, Sri (1957): Der integrale Yoga, Hamburg, Rowohlt Verlag<br \/>\nBeck, Don Edward (2007): Spiral Dynamics, Bielefeld, Kamphausen Verlag<br \/>\nGebser, Jean (1949): Ursprung und Gegenwart, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt<br \/>\nHamel, Peter Michael (1976): Durch Musik zum Selbst, Kassel, B&#228;renreiter Verlag<br \/>\nLachenmann, Helmut (1997): Die Musik ist tot &#8230; aber die Kreativit&#228;t lebt, in: Musiktexte 67\/68, \tK&#246;ln<br \/>\nRapp, Friedrich (1992): Fortschritt \u2013 Entwicklung und Sinngehalt einer philosophischen Idee, \tDarmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft<br \/>\nSchultz, Wolfgang-Andreas (2001): Das Ineinander der Zeiten \u2013 Kompositionstechnische \tGrundlagen eines evolution&#228;ren Musikdenkens, Berlin, Weidler Verlag<br \/>\nSchultz, Wolfgang-Andreas (2005): Avantgarde und Trauma \u2013 die Musik des 20. Jahrhunderts und  \tdie Erfahrungen der Weltkriege, in: Lettre International Nr. 71, Berlin<br \/>\nWellmer, Albrecht (2009): Versuch &#252;ber Musik und Sprache, M&#252;nchen, Hanser Verlag<br \/>\nWelsch, Wolfgang (1988): Unsere postmoderne Moderne, Weinheim, VCH Verlagsgesellschaft<br \/>\nWilber, Ken (1988): Halbzeit der Evolution, M&#252;nchen, Goldmann Verlag<br \/>\nWilber, Ken (1996): Eros, Kosmos, Logos, Frankfurt, Kr&#252;ger Verlag<br \/>\nWilber, Ken (2001): Integrale Psychologie, Freimat, Arbor Verlag<br \/>\nZimmermann, Bernd Alois (1974): Intervall und Zeit,  Mainz, Schott Verlag \t<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Abschied%20vom%20linearen%20Erz%C3%A4hlen%3F https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2010%2F04%2F18%2Fabschied-vom-linearen-erzaehlen%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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