{"id":25198,"date":"2022-02-06T12:00:06","date_gmt":"2022-02-06T11:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=25198"},"modified":"2022-02-01T13:06:05","modified_gmt":"2022-02-01T12:06:05","slug":"die-radiowoche-vom-07-02-2213-02-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2022\/02\/06\/die-radiowoche-vom-07-02-2213-02-2022\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 07.02.22\u201313.02.2022"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 06. Die &#220;bersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr.<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_Toc94612919\">mo \u2013 07.02.2022. 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc94612920\">di \u2013 08.02.2022. 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc94612921\">mi \u2013 09.02.2022. 5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc94612922\">do \u2013 10.02.2022. 6<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc94612923\">fr \u2013 11.02.2022. 8<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc94612924\">sa \u2013 12.02.2022. 10<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc94612925\">so \u2013 13.02.2022. 13<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc94612919\"><\/a>mo \u2013 07.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:30:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>On stage: Austria String Trio beim Carinthischen Sommer 2021 in Villach <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Drei Ausnahmemusiker schlie&#223;en sich zusammen und vereinen ihre Leidenschaften in einer neuen Formation: der international gefeierte Violinist Benjamin Schmid, der Cellist Florian Eggner, der im Eggner Trio weltweit feinste Kammermusik zum Besten gibt, und Wolfgang Muthspiel, der Ausnahme-Jazzgitarrist und Komponist, der vor einigen Jahren auch mit einem Singer\/Songwriter-Projekt hervorgetreten ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 15. August 2021 gastiert das so besetzte Austria String Trio im Rahmen des Carinthischen Sommers im Congress Center Villach und begeistert das Publikum vor allem mit Eigenkompositionen, aber auch mit einer Johann-Sebastian-Bach-Bearbeitung und Variationen &#252;ber Popsongs. Hier werden die Qualit&#228;ten von Kammermusik und Improvisation verbunden, hier wird der Beat, der Puls, der Rhythmus gefeiert. Zusammen gehen die drei Virtuosen selbstbewusst neue Wege. Daniela Knaller pr&#228;sentiert den gelungenen Konzertabend in Villach.<\/p>\n<p>21:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2022 in den F&#228;chern Klavier und Komposition<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Elisabeth Hahn. Der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb ist f&#252;r Studierende ein wichtiger Termin. Der Wettbewerb wird jedes Jahr in wechselnden Kategorien ausgetragen, 2022 in den F&#228;chern Klavier und Komposition. Eine Besonderheit ist dabei, dass die teilnehmenden Komponistinnen und Komponisten ihre Werke mit Ensembles der eigenen Hochschule pr&#228;sentieren.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart: Das Thema Natur in der neuen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die derzeitige Klimathematik geht auch an Komponistinnen und Komponisten nicht spurlos vorbei und spiegelt sich in zahlreichen Werken wider. Ein &#220;berblick &#252;ber wesentliche Beispiele.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zwei Komponistinnen in der Wahlheimat Wien \u2013 Spurensuche. Mayako Kubo und Nancy Van de Vate <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mayako Kubo wurde in Japan geboren, sie ist als Komponistin jedoch dem europ&#228;ischen Erbe und der musikalischen Moderne eng verbunden. 1972 geht sie nach Wien, um Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati, Erich Urbanner und Friedrich Cerha zu studieren, dazu Musikgeschichte und Philosophie. Danach setzt sie ihre Studien bei Helmut Lachenmann in Hannover und Stuttgart fort.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kubos Kompositionsstil verdankt viel ihrer klassischen Klavierausbildung, den Studien am Institut f&#252;r Elektroakustische und Experimentelle Musik Wien sowie der Auseinandersetzung mit szenischen K&#252;nsten wie Tanz, Theater und Performance. In den 1990er-Jahren wendet sie sich verst&#228;rkt dem Musiktheater zu und entwickelt daf&#252;r eine ganz spezifische, freie und expressive Tonwelt: \u201eTerzen und Stra&#223;enbahnger&#228;usche \u2013 beides ist immer da\u201c, l&#228;sst sie uns augenzwinkernd dazu wissen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ihre Kollegin Nancy van de Vate ist ebenfalls aus der Fremde nach Wien gekommen, allerdings erst nach dem Abschluss ihrer Ausbildung in Klavier, Komposition und Elektronische Musik, die sie an mehreren bedeutenden Colleges in den USA absolviert hat. Als Vortragende, Gr&#252;nderin eines CD-Labels, Funktion&#228;rin, aber auch durch ihre Unterrichtst&#228;tigkeit setzt sie sich best&#228;ndig f&#252;r Komponistinnen ein, ihr eigenes umfangreiches \u0152uvre ist im Musikleben immer wieder pr&#228;sent: \u201eNancy van de Vates Musik ist die Verk&#246;rperung angstvoller Zeiten geworden \u2013 eine Musik von unerschrockener Unmittelbarkeit, ohne dabei auf befriedigende kompositorische Konzepte zu verzichten.\u201c (Stephen Ellis) Gestaltung: Hannes Heher<\/p>\n<p>23.30 \u2013 24.00 Uhr | NDR Kultur<br \/>\n<strong>ROUND MIDNIGHT\u00a0 Black Lives Matter \u2013 Politische Jazzklassiker\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Hans-J&#252;rgen Schaal<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc94612920\"><\/a>di \u2013 08.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Eine Sprache finden, die der Zukunft entspricht \u2013 Wie das k&#252;nstlerische Verhalten zur Natur die Musik neu justiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gisela Nauck. Das Thema Natur wird in der Musik immer wichtiger. Entscheidet das Verh&#228;ltnis zur Natur auch &#252;ber die Zukunftsf&#228;higkeit von Musik? Als John Cage apostrophierte, dass alles, was wir h&#246;ren, Musik sei, revolutionierte er unser H&#246;ren. Als Murray R. Schafer Mitte der 70er-Jahre das Ph&#228;nomen der Soundscape entdeckte und theoretisch entwickelte, erschloss er ein neues musikalisches Terrain. Immer mehr Komponistinnen und Komponisten, Klangk&#252;nstlerinnen und Klangk&#252;nstler entdeckten die Natur als wichtiges Bezugssystem f&#252;r eine innovative Musik und das H&#246;ren als kompositionsrelevantes Thema. Heute verweisen Begriffe wie Sonifikation, forschende Klangkunst oder &#214;koakustik darauf, dass die Beziehung zur Natur wiederum neue Gebiete erschlossen hat. Vor allem um Letztere soll es in dieser Sendung gehen.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Eva Sindichakis<\/strong>: \u201eKassia Kassiopeia\u201c (MGNM Festivalensemble: Peter Hirsch); <strong>Moritz Eggert<\/strong>: \u201eOhrwurm\u201c (Irene Kurka, Sopran; Martin Tchiba, Klavier); <strong>Tobias PM Schneid<\/strong>: \u201ePentagramme\u201c (Ursula Maier, Harfe; Anno Kesting, Oliver Urtel, Perkussion; Kammerensemble der Hochschule f&#252;r Musik W&#252;rzburg: Peter Stangel); <strong>Minas Borboudakis<\/strong>: \u201eTautochronie\u201c (Andreas Skouras, Prodromos Symeonidis, Klavier; Mathias Lachenmayr, Carlos Vera Larrucea, Schlagzeug; Paolo Mariangeli, Live-Elektronik\/Klangregie); <strong>J&#246;rg Widmann<\/strong>: Lied (Bamberger Symphoniker: Jonathan Nott); <strong>Hans Huyssen<\/strong>: \u201eUgubu\u201c (Tanja Tetzlaff, Violoncello); <strong>Rudi Spring<\/strong>: Kammersymphonie Nr. 2 (M&#252;nchener Kammerorchester: Jobst Liebrecht)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Rebellion oder Reflexion? Luigi Nono in den Erinnerungen von Helmut Lachenmann<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er nannte ihn seinen \u201eLeerer\u201c und hat sich gr&#252;ndlich an ihm gerieben und abgearbeitet. Helmut Lachenmann und sein Lehrer Luigi Nono sind zwei der profiliertesten Komponisten des 20. Jahrhunderts und sie f&#252;hrten eine ganz besondere K&#252;nstlerfreundschaft \u2013 getragen von Sympathie und Bewunderung, durchzogen von heftigen Diskussionen, Kontroversen und pers&#246;nlichen Verletzungen. Helmut Lachenmann erinnert sich an den streitbaren Luigi Nono und erz&#228;hlt, wie er durch alle H&#246;hen und Tiefen hindurch einen Weg gefunden hat, der um vieles radikaler war als der von Luigi Nono. Eine Sendung von Florian Hauser<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: Uneasy \u2013 Das Vijay Iyer Trio beim Jazzfest Berlin 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Piano Piano Piano \u2013 am Er&#246;ffnungsabend des Jazzfest Berlin 2021 standen mit Bobo Stenson, Kaja Draksler und Vijay Iyer drei sehr unterschiedliche Pianist*innen auf der B&#252;hne des Pierre-Boulez-Saals. Der wohl am meisten in der afroamerikanischen Jazztradition verwurzelte von ihnen war sicher der Amerikaner \u2013 ein Musiker, der in seiner Musik aber nicht nur Bez&#252;ge zur Jazzgeschichte sucht, sondern immer auch zu den gesellschaftlichen Themen der Gegenwart. In Berlin stellte Vijay Iyer nun sein neues Trio vor \u2013 mit der Bassistin Linda May Han Oh und dem Schlagzeuger Tyshawn Sorey.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: Innere Gezeiten<\/strong><\/p>\n<p>Das Anette von <strong>Eichel Quartett<\/strong>: Anette von Eichel, Gesang; Sebastian Sternal, Klavier; Henning Sieverts, Bass; Jonas Burgwinkel, Schlagzeug. Aufnahme vom 6.10.2021 aus dem Stadtgarten, K&#246;ln. Am Mikrofon: Anja Buchmann<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eInner tide\u201c hei&#223;t Anette von Eichels erstes Programm mit ausschlie&#223;lich eigenen Kompositionen und Texten. Zusammen mit ihrer hochkar&#228;tigen Band erkundet die K&#246;lner S&#228;ngerin darin ihre Innenwelten, mit viel Freiraum f&#252;r Improvisation. Das Timbre ihres Mezzosoprans: unverwechselbar hell und transparent. Ihre Diktion: beweglich, intonationssicher und nat&#252;rlich. Anette von Eichels Songs thematisieren auf unplakative Weise Lebenserfahrungen und M&#228;rchenhaftes. Aber die Professorin f&#252;r Jazzgesang ist nicht nur eine differenzierte Interpretin eigener Kompositionen, sondern auch eine Meisterin im Scat-Gesang. In der Zeit nach Wiederbeginn der Live-Saison ist ihr All-Star-Quartett zu einer lebendigen Einheit zusammengewachsen \u2013 zu h&#246;ren beim Konzert im K&#246;lner Stadtgarten.<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Feature: Keyboarder Karl \u2013 Geschichten vom Alleinunterhalter<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Marc B&#228;dorf. Regie: Philine Velhagen. Ton und Technik: Oliver Dannert und Thomas Widdig. Produktion: Deutschlandfunk 2022. L&#228;nge: 54\u201930<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">50. Geburtstag, silberne Hochzeit, Sch&#252;tzenfest: Das ist die Welt, das ist das Leben des Alleinunterhalters Keyboarder Karl. Doch oft ist dieses Leben ganz sch&#246;n hart.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Goldene Hochzeit in einem Hotelrestaurant in D&#252;ren. G&#228;ste schieben sich in Anzug und Kleid um das Buffet. In einer Ecke steht ein Mann in blauem Anzug und mit schwarzer Tolle hinter einem Keyboard. Das ist er: Keyboarder Karl. Seit fast 20 Jahren verdingt er sich mehrmals in der Woche als Alleinunterhalter, in ganz Nordrhein-Westfalen. Auf erste Auftritte in Seniorenheimen als Jugendlicher folgten tausend weitere. Die gro&#223;en B&#252;hnen, sagt Karl, sind nicht seins. Daf&#252;r liebt er die kleinen B&#252;hnen, die Hochzeiten und Geburtstage. Es ist ein Fenster in die deutsche Wirklichkeit. Doch das Leben als Alleinunterhalter ist nicht leicht. Da sind die Anspr&#252;che der Kunden. Die Verachtung der Gastwirte. Das Au&#223;enseitertum. Die Corona-Pandemie, die Karl zu einem Mann ohne Identit&#228;t und Einkommen machte. Und: Die Einsamkeit, die auch Keyboarder Karl hart trifft \u2013 und &#252;ber die hinweg vielleicht nur die S&#228;ngerin Linda, mit der Karl h&#228;ufig arbeitet, helfen kann. Auf der Goldenen Hochzeit geht von Anfang an einiges schief. Kann es Karl dennoch gelingen, das zu tun, was er f&#252;r seine Lebensaufgabe h&#228;lt: unterhalten?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Marc B&#228;dorf, geboren 1994 in Euskirchen, freier Autor, arbeitet an gesellschaftlichen und literarischen Themen \u2212 f&#252;r Print und Radio. Er lebt in Aachen.<\/p>\n<p>22.33 \u2013 23.30 Uhr | NDR Kultur<br \/>\n<strong>PLAY JAZZ! Konzert 74. NDR Jazzworkshop mit dem Orchester Kurt Edelhagen\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Claudia Hartmann<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart: Ultraschall Berlin \u2013 Festival f&#252;r neue Musik 2022<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit seiner Gr&#252;ndung vor f&#252;nfzehn Jahren widmet sich das Boulanger Trio einem breitem Repertoire, bei dem die zeitgen&#246;ssische Musik einen wichtigen Schwerpunkt bildet. Bei Ultraschall Berlin haben die drei Musikerinnen in diesem Jahr einen Bogen von Isang Yuns Klaviertrio aus den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart geschlagen. Konzertaufnahme vom 21. Januar 2022 im Heimathafen Neuk&#246;lln<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Perotin, Franziskus und ihre Echos heute \u2013 Vokalwerke von Sofia Gubaidulina und Judith Weir mit dem RIAS Kammerchor Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein zeitgen&#246;ssischer Blick auf die fr&#252;he Mehrstimmigkeit der Notre-Dame-Schule bei Judith Weir und der \u201eSonnengesang\u201c des heiligen Franz von Assisi f&#252;r Cello, Schlagzeug und Gesang in der musikalischen Gestaltung durch Sofia Gubaidulina, die im Oktober 2021 ihren 90. Geburtstag feiern konnte: Das waren die Eckpunkte eines Konzerts des RIAS Kammerchors unter Justin Doyle vom November 2021 im Motorwerk Berlin.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Manchmal holt sich das Neue seine Anregungen in ferner Vergangenheit. Perotinus Magnus, der gro&#223;e Perotin, habe als \u201eoptimus discantor\u201c den \u201eMagnus Liber organi de gradali et antiphonario\u201c gek&#252;rzt, umgearbeitet und noch besser ausgestaltet \u2013 also die Repertoiresammlung von Sakralges&#228;ngen zu den wichtigen Festen des Kirchenjahres, der an Notre Dame oder auch anderen Pariser Kirchen seit dem sp&#228;ten 12. Jahrhundert in Gebrauch war: So berichtet es der ber&#252;hmte Musiktraktat eines unbekannten, Anonymus IV getauften Autors ein Jahrhundert sp&#228;ter. Bis in die Zeit der fr&#252;hen Mehrstimmigkeit w&#228;hrend der Notre-Dame-Schule geht die 1954 in Cambridge geborene Komponistin Judith Weir f&#252;r ihr Chorst&#252;ck \u201eAll Ends oft he Earth\u201c zur&#252;ck \u2013 und l&#228;sst sich von \u201eViderunt omnes\u201c inspirieren, einem der beiden spektakul&#228;ren vierstimmigen Organa, die Perotin geschaffen haben soll.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der so genannte \u201eSonnengesang\u201c des Franziskus von Assisi, entstanden im 13. Jahrhundert, ist ein Gotteslob aus der Sch&#246;nheit und dem Sinn der Sch&#246;pfung heraus, ein Hymnus auf die Harmonie der Welt zwischen Leben und Tod. Zum 70. Geburtstag von Mstislav Rostropovich hat die im vergangenen Herbst selbst 90 Jahre alt gewordene Sofia Gubaidulina den popul&#228;ren, oft komponierten Gebetstext zur Grundlage eines eigenen, auratischen Werks f&#252;r Solo-Cello, Schlagzeug und Chor gemacht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eZeit-Ton\u201c bringt Ausschnitte aus einem Konzert des RIAS Kammerchor Berlin mit Leonard Elschenbroich am Violoncello sowie den Schlagzeugern Michael Weilacher, Daniel Eichholz und Ju\u0308rgen Gro\u0308zinger unter der Leitung von Justin Doyle, aufgenommen am 26. November 2021 im Motorwerk Berlin. Gestaltung: Walter Weidringer<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: News &amp; Roots \u2013 H&#246;ren wir Gutes und reden dar&#252;ber!<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aktuelle Jazzalben vorgestellt und diskutiert von Beate Sampson, Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc94612921\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>mi \u2013 09.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Chormusik: Mit den H&#228;nden singen? \u2013 Inklusion in der Chormusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Haino Rindler. Menschen mit Behinderungen gelten noch immer als Randgruppe in unserer Gesellschaft, dabei ist Inklusion seit 2008 ein verbrieftes Menschenrecht. Menschen, die etwa an Down-Syndrom, Geh&#246;rlosigkeit, Sehschw&#228;che leiden oder anderweitig eingeschr&#228;nkt sind, sollen an Freizeitbesch&#228;ftigungen wie etwa Chorsingen teilhaben k&#246;nnen. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Was hei&#223;t barrierefreies Singen? Welche Voraussetzungen m&#252;ssen daf&#252;r geschaffen werden? Besteht gar ein rechtlicher Anspruch? Und welche gesundheitlichen Vorteile hat das gemeinsame Singen f&#252;r Menschen, die nichts h&#246;ren k&#246;nnen? Solche Aspekte sollen mit Expertinnen und Experten besprochen werden, darunter Rebecca Voss. Sie hat &#252;ber das Thema \u201eintegratives Singen\u201c promoviert und arbeitet an einer F&#246;rderschule mit den Schwerpunkten \u201eLernen\u201d und \u201egeistige Entwicklung\u201d, au&#223;erdem ist sie Kirchenmusikerin, P&#228;dagogin und Chorleiterin. Mit anderen Kollegen hat sie ein System entwickelt, das mittels Geb&#228;rdensprache geh&#246;rlosen Menschen erm&#246;glicht, gemeinsam mit h&#246;renden Menschen in einem Chor zu singen und damit am gesellschaftlichen Leben vollumf&#228;nglich teilzunehmen.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Siegfried Fink<\/strong>: \u201ePercussion Movie\u201c (Eckhard Kopetzki, Markus Hauke, Achim von Bassen, Matthias Schmitt, Perkussion); <strong>Hans-Joachim Tiedemann<\/strong>: \u201eHasch\u201c; \u201eDistanzen\u201c (Holger Berndsen, Klavier); \u201eMy Way \u2013 Choral \u2013 Tears \u2013 Smiles\u201c (Mark Lutz, Schlagzeug); <strong>Uwe Str&#252;bing<\/strong>: Aus \u201eThe Love Songs of Ennod Toile\u201c, op. 35 (Ensemble Dirrekt: Hans Dirr); <strong>Stefan Hippe<\/strong>: Streichquartett Nr. 2 (Minguet Quartett); <strong>Bernhard Weidner<\/strong>: Drei Nocturnes (Martin Oberhofer, Klavier)<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 NOWJazz: freejazzblog on air \u2013 Newcomer on the scene<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Martin Schray. Free Jazz und frei improvisierte Musik ist wie wenige andere Kunstrichtungen ein generationen&#252;bergreifendes Spielfeld. Es gibt die Pionier*innen, die seit den 1960ern produktiv sind und heute oft schon Legendenstatus genie&#223;en. Es gibt die Routiniers, Musiker*innen, die sich innerhalb einer schon existierenden Szene etablieren konnten. Und es gibt immer wieder auch Newcomer; neue Stimmen, die sich in bestehende Netzwerke hineinspielen oder neue aufbauen. Einige von ihnen, wie die Schlagzeugerin Camille Emaille oder die Bassistin Farida Amadou, wollen wir in dieser Sendung vorstellen.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr&#228;sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f&#252;r die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazz aus N&#252;rnberg: Live-Mitschnitte \u2013 Wolfgang Haffner\u2019s Dreamband \u2013 Teil 2<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Bill Evans (Saxofon), Randy Brecker (Trompete), Nils Landgren (Posaune), Simon Oslender (Piano &amp; Keyboards), Thomas Stieger (Bass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufnahme vom 7. November 2021 in der Meistersingerhalle in N&#252;rnberg. Moderation und Auswahl: Beate Sampson<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc94612922\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 10.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Klangwerkstatt Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kunstquartier Bethanien. Aufzeichnungen vom 05. \u2013 14.11.2021. <strong>Ricardo Eizirik<\/strong>: \u201ejunkyard piece IIIb \u2013 pocket version\u201c (2019\/20) f&#252;r Oboe, Klarinette, Sampler, Objekte, Violoncello und Akkordeon <strong>| Jagyeong Ryu<\/strong>: \u201eSO&#223;OBO&#223;UO\u01a7\u201c (2014 \/ rev. 2019) f&#252;r Fl&#246;te, Oboe, Klarinette, Violoncello, Akkordeon und Live-Elektronik. Ensemble S201 | <strong>Ana Maria Rodriguez<\/strong>: \u201eD&amp;S\u201c (2021) Urauff&#252;hrung. Version f&#252;r Fl&#246;te, Kontrabassklarinette, Schlagzeug, Pappkartons, Elektronik und Amateure. Ensemble KNM Berlin &amp; KNM campus ensemble<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit 1990 treffen beim Festival \u201eKlangwerkstatt\u201c Altmeister auf Newcomer, Profis auf Amateure, Erwachsene auf Kinder. Sie alle verbindet die Faszination f&#252;r Neue Musik.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Experimentelle musikalische Versuchsanordnungen, partizipative Ans&#228;tze und das Zusammentreffen von Musikerinnen und Musikern, die an ganz unterschiedlichen Stellen in ihrer Laufbahn stehen \u2013 daf&#252;r steht seit &#252;ber drei Jahrzehnten die Berliner Klangwerkstatt. Nicht die flie&#223;bandartige Produktion von Hochglanz-Urauff&#252;hrungen steht im Mittelpunkt, sondern es geht um den Werkstattcharakter des Musikmachens, um das Entdecken vielleicht unbekannter Ans&#228;tze, um das Erkunden neuer musikalischer Ausdrucksformen und um das Experimentieren mit Konzertformaten oder Ensemblekonstellationen. Jede Zusammenarbeit, jede Begegnung soll sich auf Augenh&#246;he abspielen, sowohl zwischen Musikern verschiedener Generationen als auch gegen&#252;ber dem Publikum. 2021 war erstmalig das \u201eEnsemble S201\u201c beim Festival zu Gast \u2013 eine junge Formation aus Essen. Au&#223;erdem gestaltete das \u201eEnsemble KNM Berlin\u201c mit der Amateurgruppe \u201eKNM campus ensemble\u201c einen gemeinsamen Abend.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Alfred Goodman<\/strong>: Streichquartett in C (Sonnleitner Quartett); <strong>Friedrich H&#246;gner<\/strong>: Fantasie super H.C. (Friedrich H&#246;gner, Orgel); <strong>Robert M. Helmschrott<\/strong>: \u201eBucolica\u201c (Franz Hauk, Orgel); <strong>Anton Kinz<\/strong>: Blechbl&#228;serquartett (Ludwig Heibl, Horn; Paul Lachenmeir, Manfred Klette, Trompete; Lother Zirkelbach, Posaune); <strong>Ernst Kutzer<\/strong>: Sonate, op. 7 (Willy Horv\u00e1th, Violine; Otto A. Graef, Klavier); <strong>Josef Anton Riedl<\/strong>: Condition Nr. 4, 2 (Ein Ensemble; Josef Anton Riedl, Tonband, Realisierung)<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 MusikGlobal: S&#252;dindische und nordindische Ragatradition<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nirujan Schasothy (Geige); Herbert Lang (Mridangam); Hindol Deb (Sitar); Arup Sen Gupta (Tabla). (Konzert vom 4. November 2021 in der Spitalkirche Baden-Baden)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Anette Sidhu-Ingenhoff. Im sogenannten Jugalbhandhi wird klassische s&#252;dindische und nordindische Musik gleichzeitig pr&#228;sentiert. Nirujan Schasothy kommt aus einer tamilischen Musikerfamilie, die sich in Deutschland und der Schweiz etabliert hat. Herbert Lang studierte in Chennai die Doppeltrommel Mridangam. Hindol Deb unterrichtet in K&#246;ln und Mannheim, er begeistert sich f&#252;r Crossover-Projekte zwischen indischer Klassik, Jazz, Flamenco. Der in Deutschland lebende Arup Sen Gupta hat die Tabla bei Subhen Chatterjee aus Kalkutta erlernt.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Fabrice Bollon \u2013 Kammermusik mit Elektronik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eon the wings behind your door\u201c, Trio f&#252;r E-Geige, E-Cello, E-Drumset. Friederike Hess-Gagnon (E-Geige); Dina Fortuna- Bollon (E-Cello); Tilman Collmer (E-Drumset). (Aufnahme 19. Mai 2021 im SWR Schlossbergsaal Freiburg) \/ Die ungebornen Enkel, Lieder auf Gedichten von Georg Trakl f&#252;r Sopran und E-Cello. Carina Schmieger (Sopran); Johannes Moser (E-Cello) \/ The secret garden of the Cordania for E-Cello solo. Johannes Moser (E-Cello solo) \u2013 (Aufnahme 14. Mai 2021 im SWR Schlossbergsaal Freiburg)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Elektronische Instrumente stellen f&#252;r Fabrice Bollon ein noch unersch&#246;pftes Potential f&#252;r die zeitgen&#246;ssische Musik dar. In seinen neuen kammermusikalischen Werken erforscht der Komponist und Freiburger Generalmusikdirektor die Klangm&#246;glichkeiten von E-Cello, E-Geige und E-Schlagzeug in verschiedenen Beisetzungen sowie in Kombination mit der menschlichen Stimme in einem Liederzyklus nach Gedichten von Georg Trakl.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Das Komeda-Kontinuum \u2013 Vom Fortwirken der Tradition im polnischen Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Bert Noglik. Mit dem Schaffen von Krzysztof Komeda fand der polnische Jazz zu einem eigenen Klang. Von dem 1969 tragisch fr&#252;h verstorbenen Pianisten und Komponisten ging der Impuls aus, Freir&#228;ume zu suchen, mit Formen zu experimentieren, pr&#228;gnante Kompositionen zu schaffen und sich dabei auch auf die slawische Musiktradition zu beziehen. Komedas Geisteshaltung durchzieht den Jazz in Polen bis in die Gegenwart. Unmittelbar von ihm gepr&#228;gt wurden die wichtigsten Musiker, die aus seinen Gruppen hervorgingen \u2013 neben dem Altsaxofonisten Zbigniew Namyslowksi vor allem der Trompeter Tomasz Stanko. Auch j&#252;ngere Musiker wie die Pianisten Marcin Wasilewski, Leszek Mozdzer und Dominik Wania oder der Saxofonist Maciej Obara f&#252;hlen sich dem Werk Komedas stark verbunden. In der Sendung erkl&#228;ren sie, was dieses Erbe f&#252;r sie bedeutet.<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Freispiel: Schwerpunkt: Im Studio \u2013 Das Radio ist nicht Sibirien<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Rafael Jov\u00e9. Regie: Ulrich Gerhardt. Mit: Rafael Jov\u00e9, Saskia Rienth, Mareike Maage, Stefanie R&#246;sner, Jeanne Devos, Xenia Noetzelmann, Maria Antonia Schmidt, Andreas Feddersen. Produktion: Bauhaus-Universit&#228;t Weimar 2011. L&#228;nge: 47\u201935<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Kulturradio FDR 2 hat sein Programm einer Reform unterzogen: Alle komplexen Sendungen wurden verbannt. Nun treiben austauschbare Inhalte auf einer Woge harmonischer Musik dahin. Doch Hagen Pollaschek ist live on air, und er ist dagegen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als an diesem Tag beim Radiosender FDR 2 das Mikrofon aufgeht, ist es f&#252;r Hagen Pollaschek \u2212 Moderator der Sendung \u201eFDR 2 Mittagstisch: Das Magazin um eins\u201c \u2212 das eine Mal zu viel. Der idealistische Eifer, mit dem er einst das ertr&#228;umte Redaktionsvolontariat bei FDR 2 antrat, ist tiefster Frustration gewichen. Die Arbeit im strikt formatierten Kulturfunk unter der Knute der statistisch ermittelten H&#246;rerzahlen hat Pollaschek jeden Glauben an die Radioarbeit genommen. An diesem Tag bricht all der angestaute Kummer und Zorn aus ihm heraus. Mit deutlichen Worten versucht er, das gest&#246;rte Verh&#228;ltnis zwischen H&#246;rerinnen und Radiomacherinnen wieder ins Reine zu bringen. Auch auf die Gefahr hin, dass dieser \u201eMittagstisch\u201c sein letzter gewesen sein k&#246;nnte. Humorvolles H&#246;rspiel &#252;ber die Abgr&#252;nde der publikumsorientierten Formatentwicklung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Rafael Jov\u00e9, geboren 1977 in Hamburg, lernte erst Mediengestalter Bild\/Ton und studierte dann Medienkunst in Weimar. Er schreibt, fotografiert, legt Schallplatten auf, produziert Radiofeatures und freie Medienkunst, macht Auff&#252;hrungen und Ausstellungen. Zuletzt: \u201eDie heile Welt des Verbrechens \u2212 Stephan Derrick und die BRD\u201c (RBB 2018) und \u201eTonspur Bauhaus \u2212 Die Verschiebung der Schr&#228;ge\u201c (Klassik Stiftung Weimar\/Bauhaus-Museum Weimar\/Deutschlandfunk Kultur 2019).<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Gl&#228;nzende Solistin und passionierte P&#228;dagogin \u2013 Die Geigerin Mich\u00e8le Auclair (1924-2005)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Norbert Hornig. Mich\u00e8le Auclair z&#228;hlte neben Ginette Neveu zu den bedeutendsten franz&#246;sischen Geigerinnen des 20. Jahrhunderts. Ausgebildet am Pariser Konservatorium, stand sie 1943 als Gewinnerin des Marguerite Long-Jacques Thibaud Wettbewerbs erstmals international im Rampenlicht. Ihre vielversprechende Solokarriere endete jedoch tragisch durch eine Verletzung bei einem Autounfall. Mich\u00e8le Auclair wandte sich ganz der Violinp&#228;dagogik zu und unterrichtete lange am Pariser Konservatorium. Als Lehrerin genoss sie einen weltweiten Ruf, zu ihren Studentinnen geh&#246;rten u.a. Isabelle Faust und Carolin Widmann. Unter den wenigen kommerziellen Schallplattenaufnahmen der Geigerin befindet sich auch eine herausragende Aufnahme von Tschaikowskys Violinkonzert.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>The Voice: Tom Waits \u2013 Ein Musiker mit Underdog-Image<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tom Waits trinkt zwar l&#228;ngst keinen Schluck Alkohol mehr, tritt aber weiter als versoffene Kunstfigur auf: Mit Hut, Flachmann und Zigarette am Barpiano singt er mit seiner rau-lallenden Stimme seit den 70ern melancholische Geschichten &#252;ber Huren, Penner und Beerdigungen. Aber auch laut p&#246;belnd kann er klingen. Das ist mal Blues, mal Jazz, Folk, Rock oder Theatermusik. Als Schauspieler unterstreicht er sein Underdog-Image \u2013 in ber&#252;hmten Filmen von Jim Jarmusch oder Terry Gilliam.<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>open: Multitrack: Mit Stefanie Schrank<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Soundtracks und mehr \u2013 Moving Image<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Die Noche de los Muertos des institut5haus bei Wien Modern 2021 (Teil 2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit bereits mehreren Jahren feiern die Veranstalter\/innen des institut5haus den Dia de los Muertos mit einer Noche de los Muertos. Der Dia de los Muertos, der Tag der Toten, ist einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage. Vom 31. Oktober bis zum 2. November, so der Glaube, statten die Verstorbenen den Lebenden einen Besuch ab. Im Wiener echoraum wurden sie auch heuer wieder mit einem kunstvollen audiovisuellen Totenaltar empfangen. Sechs Auftragskompositionen hat das institut5haus weiters vergeben, an Gudinni Cortina, Christoph Herndler, Christina Kubisch, JD Zazie, Joanna John und Ilpo V&#228;is&#228;nen. Sie waren eingeladen sich in ihren elektroakustischen St&#252;cken mit den Themen \u201ephysische Absenz, geistige Absenz, Nicht-Sein, Nicht-hier-Sein, Fehlen (und) Tod\u201c auseinanderzusetzen. Entstanden sind sechs h&#246;chst unterschiedliche und in viele verschiedene Richtungen weisende musikalische Reflexionen.\u00a0\u00a0 Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: All that Jazz \u2013 Die Trompete, die Luft und der weite Horizont<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der norwegische Jazzmusiker Mathias Eick in Gespr&#228;chsausz&#252;gen und Musik, u.a. aus seinem neuen Album \u201eWhen We Leave\u201c. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc94612923\"><\/a>fr \u2013 11.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Joachim Ludwig<\/strong>: Klavierkonzert Nr. 2 (Joachim Ludwig, Klavier; Bamberger Symphoniker: Alexander Sander); <strong>Christoph Peter<\/strong>: \u201eStreichquartett 1968\u201c (Keller Quartett); <strong>Carl Manker<\/strong>: P\u00e9lude (Suzanne Bradbury, Klavier); <strong>Carl Mansker<\/strong>: \u201eDer F&#228;cher im Herbst\u201c (trio songuina); <strong>Bernd Redmann<\/strong>: \u201eFive Little Obsessions\u201c (Bruno Jouard, Fl&#246;te; Jule Risbet, Viola; Helebn Radice, Harfe); <strong>Werner Rottler<\/strong>: Sonate (Jakob Gillmann, Violine; Werner Rottler, Klavier); <strong>Adrian Sieber<\/strong>: \u201eAugenblicke \u2013 eine Sammlung\u201c (Alexander Schimpf, Klavier)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Das Musik-Feature: Eddie Rosner &amp; Oskar B&#246;hme \u2013 Vom Schicksal zweier deutscher Trompeter in Stalins Haft<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Julia Smilga. Sie hatten beide Russland als ihre zweite Heimat gew&#228;hlt. Der Trompeter Oskar B&#246;hme zog 1898 nach Sankt Petersburg und wurde dort Solotrompeter an der Kaiserlichen Oper, dem Mariinsky Theater. Er war Mitbegr&#252;nder der Bl&#228;serschule am Sankt Petersburger Konservatorium und wurde 1914 zum Ehrenb&#252;rger von Sankt Petersburg ernannt. Doch nach der Oktoberrevolution verlor er seine Stelle. 1935 wurde Oskar B&#246;hme w&#228;hrend Stalins Verfolgungskampagne als Deutscher festgenommen. Wegen der Anklage, in der man ihn der Bildung einer Spionageorganisation beschuldigte, wurde Oskar B&#246;hme 1938 zum Tode verurteilt und hingerichtet &#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eddie Rosner fl&#252;chtete 30 Jahre sp&#228;ter vor dem Nationalsozialismus in die Sowjetunion. Der Berliner Trompeter war als Jude und Jazzmusiker doppelt verfolgt. In der Sowjetunion war Eddie Rosner zun&#228;chst willkommen, mit seinem neugegr&#252;ndeten Jazzorchester trat er sogar bei Regierungskonzerten auf. 1946 ist seine gl&#228;nzende Karriere jedoch zu Ende \u2013 es herrscht Kalter Krieg und Jazz ist in der Sowjetunion unerw&#252;nscht. Nach einer vernichtenden Kritik in der \u201ePrawda\u201c versucht Rosner nach Polen zu fliehen, wird aber an der Grenze verhaftet und als \u201eHeimatverr&#228;ter\u201c f&#252;r zehn Jahre in einen Gulag gesperrt &#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Julia Smilga begibt sich auf die Spuren der beiden Trompeter in Berlin und Sankt Petersburg und zeichnet den Lebensweg der zwei bedeutenden Musiker unter Stalins Herrschaft nach.<\/p>\n<p>20:04 bis 22:30 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert live: WDR Funkhausorchester \u2013 Yiddish Rhapsody<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eBei mir bist du scheyn!\u201c Klezmer geteilt durch Jazz, Latin Music, Musicals und Rock \u2013 mit dem Sirba Octet als Gastensemble.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In der Welt des Klezmer liegen Lachen und Weinen, Abschied und Z&#228;rtlichkeit, Liebe und Schmerz ganz dicht beieinander. Das Sirba Octet aus Paris bewegt sich gemeinsam mit dem WDR Funkhausorchester entlang dieser emotionalen Grenzen und bringt eine packende Mischung aus Klezmer und Jazz auf die B&#252;hne. Als der Geiger Richard Schmoucler 2003 das Sirba Octet gegr&#252;ndet hat, hat er einen v&#246;llig neuen Sound geschaffen. Mit den Arrangeuren Cyrille Lehn und Yann Ollivo, mit f&#252;nf befreundeten Musikern aus dem Orchestre de Paris, einem Pianisten und einem Zimbalisten formte Schmoucler ein einzigartiges Ensemble mit einer v&#246;llig neuen Sichtweise auf den Klezmer, die traditionelle jiddische Musik und den Gypsy Jazz. F&#252;r die \u201eYiddish Rhapsody\u201c kombinierten das Sirba Octet und die S&#228;ngerin Isabelle Georges die traditionelle jiddische Musik mit Elementen des Jazz, der lateinamerikanischen Stile, aus Musicals und Rock.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eBei mir bist du scheyn!\u201c \u2013 Klezmer geteilt durch Jazz, Latin Music, Musicals und Rock. Sirba Octet; WDR Funkhausorchester, Leitung: Enrico Delamboye. &#220;bertragung aus dem K&#246;lner Funkhaus<\/p>\n<p>20:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Das Feature: Der Vater der Propaganda \u2013 Wie Edward Bernays Massen manipulierte<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Manuel Gogos. Regie: Philippe Br&#252;hl. Produktion: WDR\/Deutschlandfunk 2020. Edward L. Bernays gilt als Vater der Propaganda. Der Neffe Sigmund Freuds versuchte mithilfe der Tiefenpsychologie seines Onkels, die US-Gesellschaft zu manipulieren. Der erste Spin-Doktor der Politik wollte die Massen kontrollieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Edward L. Bernays hat die Kunst der Beeinflussung der &#246;ffentlichen Meinung fast im Alleingang kreiert. Sein Klassiker \u201ePropaganda\u201c von 1923 geh&#246;rte zur bevorzugten Lekt&#252;re von Joseph Goebbels. Nachdem die Deutschen den Begriff Propaganda in Verruf brachten, taufte Bernays sie in \u201ePublic Relations\u201c um. Er entwarf Werbekampagnen f&#252;r Amerikas Wirtschaft, und er beriet die Politik. Heute, da allerorten ein erbitterter Kampf um die Meinungshoheit tobt und autorit&#228;re Regime und Rechtspopulisten die Propaganda nutzen, um die Demokratie auszuh&#246;hlen: Braucht es da vielleicht eine neue, wirkungsvollere Propaganda f&#252;r die Demokratie? Wer die bessere Geschichte erz&#228;hlt, gewinnt, erz&#228;hlt Bernays\u2019 Tochter Anne. Was kann uns Edward Bernays &#252;ber die Kunst des Storytellings lehren?<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: Mit den Ohren sehen \u2013 Der Musikerfotograf Marco Borggreve<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Michael Arntz. (Wdh. v. 15.01.2017). Er portr&#228;tiert die Gro&#223;en der Musikwelt: Dirigenten, Solisten, Komponisten. Sol Gabetta steht vor seiner Kamera, ebenso wie Andris Nelsons, Vilde Frang und J&#246;rg Widmann. Der Niederl&#228;nder Marco Borggreve ist einer der renommiertesten Musiker-Fotografen. Seine Bilder sind Momentaufnahmen, komponiert aus Licht und Schatten. Doch &#252;ber den 1965 geborenen Fotografen ist kaum etwas bekannt. Das Feature bringt Licht ins Dunkel: Musiker berichten von au&#223;ergew&#246;hnlichen Fotoshootings und Borggreve gew&#228;hrt Einblicke in sein Atelier.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Astral Spirits. Helle Sterne am Improvisationshimmel. \u2013 Das texanische Label \u201eAstral Spirits\u201c im Portrait<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Was im Jahr 2014 als kleines, reines Kassetten-Label begonnen hat, z&#228;hlt mittlerweile zu den produktivsten und vielseitigsten Labels der US-amerikanischen Jazz-Avantgarde und dar&#252;ber hinaus. Das Motto: \u201eThe New Wave of Heavy Free Jazz\u201c. Ein Motto, das einen guten Eindruck &#252;ber die klanglichen Eigenschaften der weit &#252;ber hundert Ver&#246;ffentlichungen von Astral Spirits gibt. \u201eHeavy\u201c meint hier aber nicht nur laut und brachial, sondern bedr&#252;ckend leise ebenso wie rasend schnell oder auch einnehmend atmosph&#228;risch. Mit Mats Gustafsson und Roscoe Mitchell finden bekannte Granden der Szene hier ein Zuhause, neben etwa der jungen Gitarristin Ava Mendoza und ihrem Saitenkollegen Brandon Seabrook. Der Zeit-Ton r&#252;ckt das von Nate Cross in Austin, Texas betriebene Label ins Rampenlicht und pr&#228;sentiert eine Auswahl an Musik aus dessen breit gef&#228;chertem Katalog. Gestaltung: Xavier Plus<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>open: Diskurs: Krautrockmuseum [03] Bands \u2013 Wahlverwandtschaften<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dies wird kein Lexikon, hier wird es keine abgeschlossenen Sammelgebiete geben. Hier geht es um Herzensangelegenheiten. Um Musik und Musiker, die innerhalb k&#252;rzester Zeit die Musikgeschichte umgekrempelt haben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eKrautrock\u201c ist nur ein Platzhalter f&#252;r all die vielen anderen Bezeichnungen \u2013 Progressiv Rock; Avant-Rock, Art-Rock etc \u2013 kein Begriff trifft es wirklich. Es geht auch nicht um einen Stil \u2013 es geht um ein Ph&#228;nomen. Und dem wollen wir uns auf verschiedenste Wegen n&#228;hern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dazu geh&#246;ren Betrachtungen &#252;ber die Beziehungskisten der Bands, ihre Hooochzeiten, ihre dramatischen Streitereien oder tragischen Verluste&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Episode Drei: Die Band als Wohngemeinschaft; als Familienangelegenheit, als Schulkameradenband, als gecastete \u201eSuper-Group\u201c \u2013 Es gibt viele Modelle, wie so eine Band funktioniert. Doch der Werdegang, die H&#246;hen und Tiefen, die Dramen im Blitzlichtgewitter, die kleinen Sticheleien und gro&#223;en Gemeinheiten \u2013 Dar&#252;ber lie&#223;en sich Romane schreiben (was ja auch schon geschehen ist). Wir bescheiden uns mit einigen ausgew&#228;hlten, aber typischen Beispielen. Lebenssaftig allemal.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Gespr&#228;ch: Florian Zwi&#223;ler. King Crimson: Happy Family \/ Book of Saturday | Gentle Giant: Edge of Twilight \/ Free Hand | Jethro Tull: A New Day Yesterday \/ Thick as a Brick | Yes: Heart of the Sunrise \/ Owner of a Lonely Heart<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc94612924\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 12.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Eddie Rosner &amp; Oskar B&#246;hme \u2013 Vom Schicksal zweier deutscher Trompeter in Stalins Haft<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sie hatten beide Russland als ihre zweite Heimat gew&#228;hlt. Der Trompeter Oskar B&#246;hme zog 1898 nach Sankt Petersburg und wurde dort Solotrompeter an der Kaiserlichen Oper, dem Mariinsky Theater. Er war Mitbegr&#252;nder der Bl&#228;serschule am Sankt Petersburger Konservatorium und wurde 1914 zum Ehrenb&#252;rger von Sankt Petersburg ernannt. Doch nach der Oktoberrevolution verlor er seine Stelle. 1935 wurde Oskar B&#246;hme w&#228;hrend Stalins Verfolgungskampagne als Deutscher festgenommen. Wegen der Anklage, in der man ihn der Bildung einer Spionageorganisation beschuldigte, wurde Oskar B&#246;hme 1938 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Eddie Rosner fl&#252;chtete 30 Jahre sp&#228;ter vor dem Nationalsozialismus in die Sowjetunion. Der Berliner Trompeter war als Jude und Jazzmusiker doppelt verfolgt. In der Sowjetunion war Eddie Rosner zun&#228;chst willkommen, mit seinem neugegr&#252;ndeten Jazzorchester trat er sogar bei Regierungskonzerten auf. 1946 ist seine gl&#228;nzende Karriere jedoch zu Ende \u2013 es herrscht Kalter Krieg und Jazz ist in der Sowjetunion unerw&#252;nscht. Nach einer vernichtenden Kritik in der \u201ePrawda\u201c versucht Rosner nach Polen zu fliehen, wird aber an der Grenze verhaftet und als \u201eHeimatverr&#228;ter\u201c f&#252;r zehn Jahre in einen Gulag gesperrt. BR-KLASSIK begibt sich auf die Spuren der beiden Trompeter in Berlin und Sankt Petersburg und zeichnet den Lebensweg der zwei bedeutenden Musiker unter Stalins Herrschaft nach. Eine Sendung von Julia Smilga<\/p>\n<p>20:04 bis 23:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert: Bundesjazzorchester \u2013 \u201eBavaria &amp; Beyond\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter der Leitung des Jazztrompeters Matthias Schriefl pr&#228;sentierte das Bundesjazzorchester im Sommer 2021 das Programm \u201eAlpenjazz\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Musiker:innen des Bundesjazzorchesters (BuJazzO) erforschen bei diesem Projekt die Schnittmengen zwischen alpiner Volksmusik, Jazz und zeitgen&#246;ssischen Grooves. Die jungen Solist:innen der Big Band bereichern dar&#252;ber hinaus den Alpen-Jazz-Stil mit eigenen Impulsen. Dabei liegt dem Bandleader und Musiker Matthias Schriefl die Improvisationsfreiheit der Rhythmusgruppe besonders am Herzen. Neben den Instrumentalist:innen sind ist auch das bandeigene Vokalensemble beteiligt, es unternimmt Ausfl&#252;ge in die Schlagerwelt der 1920er und 1930er Jahre und probiert neue Jodeltechniken aus. Dieses Projekt wird von Matthias Schriefl geleitet, der mit 15 Jahren j&#252;ngstes Mitglied im Bundesjazzorchester wurde. Von 2000 bis 2005 studierte er Jazztrompete in K&#246;ln und Amsterdam, seitdem tourt er in den unterschiedlichsten Kontexten durch Clubs und gro&#223;e Konzerth&#228;user in ganz Europa.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das BuJazzO ist das offizielle Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland. Seit mehr als 30 Jahren beweisen hier herausragende Nachwuchsmusiker:innen Spielfreude, Virtuosit&#228;t und Improvisationskunst. Dar&#252;ber hinaus ist das BuJazzO Kulturpartner von WDR 3 und pflegt seit 2010 eine Orchesterpatenschaft mit der WDR Big Band.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bundesjazzorchester; Trompete, Alphorn, Arrangement und Leitung: Matthias Schriefl. Aufnahme aus der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf<\/p>\n<p>20:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>H&#246;rspiel: r_crusoe&#x2122; \u2013 Von wittmann\/zeitblom<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Realisation: wittmann\/zeitblom. Mit Christian Wittmann (Stimmen und Gesang) und zeitblom (Elektronik und Programmierung). Ton: Boris Wilsdorf. Dramaturgie: Sabine K&#252;chler. Produktion: Deutschlandfunk\/SWR 2021. L&#228;nge: 56\u201917<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Posthumane Robinsonade von wittmann\/zeitblom. Die Erde nach dem Aussterben der Menschheit. Der Hochleistungsrechner G.A.I.A. aktiviert das f&#252;r diese Situation vorgesehene Programm r_crusoe&#x2122; und modelliert ein neues, humanes Wesen. Seine selbst auferlegte Mission: Wiederbesiedlung des Planeten<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wie Robinson, der ber&#252;hmte Schiffbr&#252;chige 350 Jahre, vor ihm streift es ziellos durch verlassene Landschaften und stellt sich dank gro&#223;z&#252;giger Zugriffsm&#246;glichkeiten auf Know-how, Ressourcen und Human Enhancement den Herausforderungen einer menschenleeren Welt. Erst als G.A.I.A. (aus &#246;kologischen Gr&#252;nden?) keine Begegnung mit Freitag vorsieht, ger&#228;t das Projekt ins Wanken. Zu stark sind die Muster des Humanen, zu gro&#223; r_crusoes Einsamkeit. Doch das selbstlernende System findet einen &#252;berraschenden Ausweg.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Stunde Science-Fiction, in der die Autoren unter Zuhilfenahme klangsynthetischer Mittel &#252;ber die existenzielle Frage nach der Beschaffenheit von Realit&#228;t meditieren: Ist die Welt eine leere Projektionsfl&#228;che, auf die der Mensch malt, oder existiert sie als Korallenriff, als Sukkulentenkolonie, als Monarchfalter, als terrestrischer Komposthaufen?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit \u201er_crusoe&#x2122;\u201c pr&#228;sentieren wittmann\/zeitblom nach \u201e@Wonderworld \u2013 The Story of Alice &amp; Bob\u201c (Deutschlandfunk 2018), sowie \u201eTell Me Something Good, Stockhausen!\u201c 2019), den finalen Teil ihrer Trilogie &#252;ber k&#252;nstlich-intelligente Welten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Christian Wittmann, geboren 1967 in M&#252;nchen, Schauspieler, Regisseur, H&#246;rspielmacher. Zeitblom (Georg Falk-Huber), 1962 in Rosenheim geboren, Komponist, Musiker, Autor, Produzent. Als wittmann\/zeitblom realisieren sie seit 2010 zusammen Radioprojekte zwischen experimenteller Musikcollage, Radio-Oper und performativem Konzert. Au&#223;erdem erarbeiten sie audiovisuelle Installationen und Live-Performanceprojekte, auch im &#246;ffentlichen Raum. 2020 H&#246;rspielpreis der Kriegsblinden f&#252;r \u201eAudio.Space.Machine\u201c (Deutschlandfunk\/NDR\/SWR in Zusammenarbeit mit IMF 2019).<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Klassiker des Hard Bop \u2013 Das Clifford Brown\/Max Roach Quintet<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hans-J&#252;rgen Schaal. Da hatten sich zwei gefunden: Clifford Brown, der sensationelle Jungstar an der Trompete, und Max Roach, der Dompteur der Rhythmen. Ihr gemeinsames Quintett vereinte das Beste aus Bebop und Cool Jazz und galt als wichtige Keimzelle des Hard Bop. Brown, der auf der Trompete diese perfekten, melodisch gerundeten Achtelnotenphrasen spielte, und Roach, der die Rhythmen am Schlagzeug geradezu orchestrierte: Sie waren hier gleichberechtigte Solisten. Doch das Ende der Dream-Band kam pl&#246;tzlich und tragisch \u2013 durch einen t&#246;dlichen Verkehrsunfall im Sommer 1956.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: H&#246;ren und Forschen \u2013 Reihe Ensemblekulturen (2): Die Salzburger Formation Names<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Egbert Hiller. Das Ensemble Names bezeichnet sich als New Art and Music Ensemble Salzburg. Interdisziplin&#228;re Forschungsarbeit an den Schnittstellen zwischen den K&#252;nsten zu betreiben, ist ein zentraler Impuls. Zu den Mitgliedern der Formation z&#228;hlen Komponisten, die selbst mitspielen. &#220;berhaupt nehmen alle Musikerinnen und Musiker mehrere Funktionen ein. Das Ensemble managt sich selbst und ist demokratisch organisiert. Gegr&#252;ndet wurde Names 2014 am Salzburger Mozarteum. Inzwischen hat es eigene Konzertreihen. In besonderen Projekten horcht es auf den Pulsschlag der Jetztzeit \u2013 und sp&#252;rt seinen Klangvisionen nach. Auch &#252;berregional macht sich Names einen Namen. Im September 2021 wirkte es erstmals beim Salzburger Taschenopernfestival mit und studierte unter Leitung von Peter Rundel vier neue Kurzopern ein.<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>The Artist\u2019s Corner | Hessen h&#246;ren 10 Tilman K&#252;ntzel \u2013 Einmal Jugenheim, bitte<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Stefan Fricke. Tilman K&#252;ntzel erblickte im Juli 1959 in Jugenheim an der Bergstra&#223;e das Licht der Welt.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Late Night Jazz: Jazz im Film<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Improvisierte Musik passt eigentlich gar nicht zu den starren Abl&#228;ufen der Filmindustrie. Und doch gibt es legend&#228;re Soundtracks, grandiose Filmbiographien und nicht zuletzt jede Menge kleiner und gro&#223;er Auftritte von Jazzern im Film. Jens Lehmann hat sich mal in seine DVD-Sammlung gew&#252;hlt.<\/p>\n<p>23:03:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Die &#214;1 Jazznacht: Julia Schreitl im Studio und mit \u201eFrauenGestalten\u201c im Wiener RKH <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eFrauenGestalten\u201c hat Julia Schreitl ihr neues Projekt genannt. Die nieder&#246;sterreichische Saxofonistin, bis dato u. a. im Duo JuJu mit Bratschistin Judith Reiter hervorgetreten, setzt sich hier mit ihrer aktuellen Doppelrolle als Musikerin und Mutter zweier Kleinkinder auseinander: Hat sie doch die Erfahrung gemacht, seither auf neue Weise mit gesellschaftlichen Erwartungshaltungen und tradierten Rollenbildern konfrontiert zu werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eFrauenGestalten\u201c begreift sich als Zyklus, in dessen Kompositionen Schreitl weibliche Rollenklischees ausgenzwinkernd reflektiert: Muse, Amazone, Diva, Glucke, Hexe, Schlampe und andere Stereotypen werden klanglich in Szene gesetzt und hinterfragt. Ausgef&#252;hrt wird dies von einem mit Musikerinnen der Wiener Jazzszene besetzten Quintett: Neben Julia Schreitl sind die Saxofon-Kolleginnen Viola Falb und Sophie Hassfurther zu vernehmen, Emily Smejkal (Kontrabass) und Judith Schwarz (Schlagzeug) sorgen f&#252;r das harmonisch-rhythmische Fundament.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Verena G&#246;ltl bitte Julia Schreitl zum Gespr&#228;ch und pr&#228;sentiert die Aufnahme des \u201eFrauenGestalten\u201c Programms, die am 28. J&#228;nner 2022 im Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses entstanden ist, im Rahmen der Konzertreihe \u201e5 Millionen Pesos\u201c.<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Akustische Kunst: Blaues Rauschen 2021 #6<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Schon am Er&#246;ffnungsabend brachte das Festival Blaues Rauschen drei Verschmelzungsexperimente mit analoger und digitaler Technik auf die B&#252;hne unter der futuristisch anmutenden Kuppel des ehemaligen Bahngeb&#228;udes in Bochum: BBB_ fragen sich zwischen Techno und Theater, ob K&#252;nstliche Intelligenz eine neue, vereinende Sicht auf unser Leben erm&#246;glicht? Electric Indigo nutzt im Zyklus \u201eFerrum\u201c die digitale Entmaterialisierung und verschmilzt in ihrer Performance virtuelle Metallmolek&#252;le. Ressourcenschonender \u201eIndustrial\u201c mit einem Minimum an Energieverbrauch. Rikkert Broks \u201eoptical machines\u201c bringt Licht und Klang in einen interaktiv gesteuerten Kunstprozess. Aufnahme vom 25. September 2021 aus der Rotunde, Bochum<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc94612925\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 13.02.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Stunde 1 Labor: Revolte und Freiheit \u2013 Leben und Kunst der Surrealistin Toyen in Prag und Paris<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Olga Hochweis. Sie gilt als die bedeutendste tschechische K&#252;nstlerin des 20. Jahrhunderts und ist doch selbst in Fachkreisen immer noch eine gro&#223;e Unbekannte. Vergessen starb Toyen 1980 in Paris. Dabei ist ihr Werk hochaktuell und radikal modern. Furchtlos hat sie in ihrem umfangreichen Werk (Malerei, Zeichnung, Illustration, Druckgraphik und Collagen) sexuelle, politische und k&#252;nstlerische Identit&#228;ten in Frage gestellt. Geboren 1902 in Prag als Marie &#196;?erminov\u00e1, w&#228;hlte die kurzhaarige Frau im Overall fr&#252;h das Pseudonym Toyen (von \u201ecitoyen\u201c \u2013 B&#252;rger\u201c ), um bin&#228;ren Zuschreibungen zu entgehen. Erotik, Leben, Traum und Revolte sind wiederkehrende Themen. Verst&#246;rende Motive l&#252;ckenhafter (oft weiblicher) K&#246;rper, Tiere, Fell, Federn, Blut &#246;ffnen den Weg ins Unterbewusste. Viele Werke spiegeln zugleich die konkrete Auseinandersetzung mit Tod und Zerst&#246;rung \u2013 etwa w&#228;hrend der Nazi-Okkupation der Tschechoslowakei und des Zweiten Weltkriegs.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Fr&#252;h wurdeToyen Teil der tschechischen Avantgarde, deren Bl&#252;tezeit in die ersten Jahre der unabh&#228;ngigen Tschechoslawakei fiel und den intensiven Austausch zwischen Literaten, Musikern und K&#252;nstlern markierte (anf&#228;nglich in Str&#246;mungen wie Devetsil und Poetismus). Mit ihrem Kollegen und Lebensgef&#228;hrten \u0160tyrsk\u00fd proklamierte Toyen 1927 den Artifizialismus, 1934 war sie Gr&#252;ndungsmitglied der Prager Surrealisten. Nach der kommunistischen Macht&#252;bernahme 1948 ging sie nach Paris, wo sie sich im Surrealisten-Kreis um Andr\u00e9 Breton bewegte. Sie blieb sch&#246;pferisch bis ins hohe Alter, geriet aber in den letzten zwei Jahrzehnten ihres Lebens in Vergessenheit. 78-j&#228;hrig starb sie 1980 in Paris. Ihre Neu- und Wiederentdeckung passt in unsere so surrealen Zeiten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Hamburger Kunsthalle hat Toyens Werk in Zusammenarbeit mit der Prager Nationalgalerie gerade eine erste internationale Retrospektive gewidmet. Ab M&#228;rz 2022 wird die Ausstellung im Mus\u00e9e d\u00b4Art Moderne in Paris zu sehen sein.<\/p>\n<p>00:05:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Die &#214;1 Jazznacht: (Fortsetzung) Julia Schreitl im Studio und mit \u201eFrauenGestalten\u201c im Wiener RKH<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eFrauenGestalten\u201c hat Julia Schreitl ihr neues Projekt genannt. Die nieder&#246;sterreichische Saxofonistin, bis dato u. a. im Duo JuJu mit Bratschistin Judith Reiter hervorgetreten, setzt sich hier mit ihrer aktuellen Doppelrolle als Musikerin und Mutter zweier Kleinkinder auseinander: Hat sie doch die Erfahrung gemacht, seither auf neue Weise mit gesellschaftlichen Erwartungshaltungen und tradierten Rollenbildern konfrontiert zu werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eFrauenGestalten\u201c begreift sich als Zyklus, in dessen Kompositionen Schreitl weibliche Rollenklischees ausgenzwinkernd reflektiert: Muse, Amazone, Diva, Glucke, Hexe, Schlampe und andere Stereotypen werden klanglich in Szene gesetzt und hinterfragt. Ausgef&#252;hrt wird dies von einem mit Musikerinnen der Wiener Jazzszene besetzten Quintett: Neben Julia Schreitl sind die Saxofon-Kolleginnen Viola Falb und Sophie Hassfurther zu vernehmen, Emily Smejkal (Kontrabass) und Judith Schwarz (Schlagzeug) sorgen f&#252;r das harmonisch-rhythmische Fundament.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Verena G&#246;ltl bitte Julia Schreitl zum Gespr&#228;ch und pr&#228;sentiert die Aufnahme des \u201eFrauenGestalten\u201c Programms, die am 28. J&#228;nner 2022 im Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses entstanden ist, im Rahmen der Konzertreihe \u201e5 Millionen Pesos\u201c.<\/p>\n<p>17:10:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Spielr&#228;ume Spezial: Irene Kitchings und Irene Higginbotham im Portr&#228;t <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Black History Monat Februar, eine Idee des US-amerikanischen Historikers Carter Woodson, gibt seit 1926 \u201edie Chance, die viel zu oft vernachl&#228;ssigten Beitr&#228;ge der schwarzen Amerikaner\/innen in allen Gebieten in der Geschichte zu ehren\u201c. F&#252;r die Spielr&#228;ume eine gute Gelegenheit, die beiden Irenes in den Mittelpunkt zu stellen, die die Story der Billie Holiday mitgeschrieben haben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mehr als 140 Songs schrieb Irene Kitchings, motiviert durch ihre Freundin Billie Holiday. Einige davon wurden zu sogenannten Jazzstandards. Ihr Partner, der Autor Arthur Herzog schw&#228;rmte von ihrer Musik, zu der ihm immer Worte einfielen. Die Komponistin und Pianistin trat auch bei der Weltausstellung 1933 auf. Ihre Namensvetterin Irene Higginbotham war eine der Black Females, die sich im wei&#223; dominierten Genre Singer-Songwriting durchsetzen konnten und doch im Hintergrund der Geschichte blieben; ihre Musik wurde u.a. von Diana Krall, Natalie Cole oder Benny Goodman interpretiert.<\/p>\n<p>20:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Freistil: Body Sounds \u2013 Was man h&#246;rt, wenn man K&#246;rper h&#246;rt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Julian K&#228;mper. Regie: Philippe Br&#252;hl. Produktion: Deutschlandfunk 2022. \u201eDu solltest mehr auf deinen K&#246;rper h&#246;ren!\u201d \u2013 lautet ein Rat, der zum gesundheitlichen Wohlbefinden beitragen soll. Was aber bewirkt es in uns, wenn wir buchst&#228;blich darauf achten, welche Ger&#228;usche der menschliche K&#246;rper macht? Wie klingt der menschliche K&#246;rper? Das interessiert Mediziner sowie Komponistinnen und Klangforscher gleicherma&#223;en. Hier werden K&#246;rperkl&#228;nge \u2013 Atem, Pulsschlag, knackende Gelenke \u2013 zu akustischen Indikatoren f&#252;r den gesundheitlichen Zustand; dort wird der K&#246;rper mit seinem vielf&#228;ltigen Ger&#228;uschspektrum als Instrument behandelt. Sind die Kl&#228;nge, die unsere Mitmenschen produzieren, besonders intim, kann das bei uns H&#246;renden Gef&#252;hle von Begehren, Scham oder Ekel ausl&#246;sen. So entsteht der Eindruck von physischer N&#228;he und r&#228;umlicher Pr&#228;senz einer anderen Person, der f&#252;r Telefonsex genauso essenziell ist wie f&#252;r das Internet-Ph&#228;nomen ASMR, wenn mit Ger&#228;uschen Wohlgef&#252;hle ausgel&#246;st werden sollen. Kann das K&#246;rperh&#246;ren fehlende Zweisamkeit kompensieren und dazu beitragen, sich nie mehr einsam f&#252;hlen zu m&#252;ssen? Wie weit reicht der akustische Einfluss des K&#246;rpers?<\/p>\n<p>21:00:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>&#214;1 Kunstsonntag: Milestones: Mulatu Astatke: \u201eY\u00e8katit -Ethio Jazz\u201c (1974) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eigentlich h&#228;tte der junge Mulatu Astatke eine technische Ausbildung absolvieren sollen, als er von seiner Familie 1956 zum Studium ins Vereinigte K&#246;nigreich geschickt wurde. Doch bald erkannte er die Musik als seine Berufung, lernte in London Klarinette und begeisterte sich f&#252;r den Jazz. Als er dann in den 60ern in die USA &#252;bersiedelte, um am Berklee College of Music in Boston Schlagwerk zu studieren, war es vor allem lateinamerikanische und karibische Musik, die ihn faszinierte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit seinem Ethiopian Quintett tauchte er -vornehmlich als Vibrafonist -in die damals sehr popul&#228;re Verschmelzung von Soul-Jazz und afrokubanischer Rhythmik ein. Doch erst die Verbindung mit Elementen traditioneller &#228;thiopischer Musik lie&#223; jenen Stil entstehen, mit dem Astatke unter dem Begriff \u201eEthio Jazz\u201c nichts weniger als ein neues Genre begr&#252;ndete, das er zun&#228;chst auf dem kurzen Album \u201eMulatu of Ethiopia\u201c von 1972 mit Aufnahmen aus New York pr&#228;sentierte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eY\u00e8katit -Ethio Jazz\u201c (\u201eFebruar -Ethio Jazz\u201c) betitelte er das 1974 beim &#228;thiopischen Label Amha Records erschienene n&#228;chste Album, das als weiteres zentrales Meisterwerk des \u201eFather of Ethio Jazz\u201c gelten darf. Hier spielte Mulatu Astatke E-Piano statt Vibrafon und entwickelte u.a. gemeinsam mit dem eritreischen Saxofonisten und Fl&#246;tisten Fekade Amde Maskal und den wabernden E-Gitarrenkl&#228;ngen von Andrew Wilson aus Zimbabwe faszinierende Soundkaskaden. Diese weisen zwar etwas weniger musikalische Vielfalt auf als das Vorg&#228;ngeralbum, wirken daf&#252;r aber umso hypnotischer und ziehen von Anfang bis Ende in einen tranceartigen Bann.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Die musikalischen Entdeckungen des Wolfram Schurig \u2013 Ein Wanderer zwischen musikalischen Welten. Lieblingsmusik von Wolfram Schurig<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Vorarlberger Blockfl&#246;tist und Komponist Wolfram Schurig ist in der sogenannten Alten wie auch Neuen Musik gleicherma&#223;en zu Hause. Er ver&#246;ffentlicht CDs mit Ersteinspielungen Barocker Meister und seine Kompositionen werden bei den Donaueschinger Musiktagen, den Bregenzer und Salzburger Festspielen und bei Wien Modern uraufgef&#252;hrt. Schurig liebt es, in Archiven zu kramen und er entdeckt gern Neues. Er ist ein Musikarch&#228;ologe und ein Musikforscher gleicherma&#223;en und wird einiger seiner Entdeckungen in dieser Sendung pr&#228;sentieren.\u00a0 Gestaltung: Stefan H&#246;fel<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Studio Neue Musik: Stream, mit und ohne Video<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit dem Entfallen von Pr&#228;senz-Konzerten w&#228;hrend der Corona-Pandemie wurden gestreamte Konzerte fast zur Selbstverst&#228;ndlichkeit. Im zweiten Teil unserer Sendefolge \u201eLo-Fi und Hi-Res\u201c geht es um die Frage, wie Streaming und die damit verbundenen klanglichen und rezeptiven Bedingungen die neue Musik &#228;sthetisch ver&#228;ndern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">F&#252;r die Neue Musik stellte sich diese Frage bereits vorher. Seit Jahren entstanden unterschiedliche k&#252;nstlerische Ans&#228;tze, in denen Streaming zum Gegenstand k&#252;nstlerischer Auseinandersetzung wird: Der Stream wird thematisch als Material oder Metapher, Formdynamik oder Distributionsmedium in Werken von Timothy McCormack, Jennifer Walshe, Anda Kryeziu, Johannes Winkler, Johannes Kreidler, Matthias Kranebitter und Rolf Riehm.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Timothy McCormack<\/strong>: your body is a volume f&#252;r Streichquartett; JACK Quartet | <strong>Jennifer Walshe<\/strong>: Everything is Important f&#252;r Streichquartett, Stimme und Film; Jennifer Walshe, Stimme; Arditti Quartet | <strong>Anda Kryeziu<\/strong>: Infuse: Playtime f&#252;r verst&#228;rktes Ensemble; ensemble recherche | <strong>Johannes Winkler<\/strong>: slide compositions, Instagram | <strong>Johannes Kreidler<\/strong>: Requiem f&#252;r Video, Stimme und Zuspiel \/ Der \u201eWeg der Verzweiflung\u201c (Hegel) ist der chromatische. f&#252;r 9 Instrumente, Audio- und Videoplayback; Nadar Ensemble, Leitung: Daan Janssens | <strong>Matthias Kranebitter<\/strong>: 3 nihilistische Et&#252;den &#252;ber eine Liebe der Musikindustrie f&#252;r Klavier und Elektronik | <strong>Rolf Riehm<\/strong>: Archipel Remix f&#252;r gro&#223;es Orchester mit Samplingkeyboard; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Peter Rundel | <strong>Rolf Riehm<\/strong>: O Daddy f&#252;r Orchester und Zuspielungen; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Leitung: Kazimierz Kord<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Radiowoche%20vom%2007.02.22%E2%80%9313.02.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F02%2F06%2Fdie-radiowoche-vom-07-02-2213-02-2022%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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