{"id":25128,"date":"2022-01-16T12:00:40","date_gmt":"2022-01-16T11:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=25128"},"modified":"2022-01-11T18:29:58","modified_gmt":"2022-01-11T17:29:58","slug":"die-radiowoche-vom-17-01-2223-01-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2022\/01\/16\/die-radiowoche-vom-17-01-2223-01-2022\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 17.01.22\u201323.01.2022"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"_Toc87008090\"><\/a>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 03. Die &#220;bersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr.<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc92817859\"><\/a><a name=\"_Toc87008090\"><\/a><\/h1>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_Toc92817860\">mo \u2013 17.01.2022. 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc92817861\">di \u2013 18.01.2022. 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc92817862\">mi\u00a0 \u2013 19.01.2022. 4<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc92817863\">do \u2013 20.01.2022. 5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc92817864\">fr \u2013 21.01.2022. 9<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc92817865\">sa \u2013 22.01.2022. 12<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc92817866\">so \u2013 23.01.2022. 15<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc92817860\"><\/a>mo \u2013 17.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:30:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Kit Downes und Ankathie Koi 2021 bei den New Adits in Klagenfurt <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Christian Bakonyi pr&#228;sentiert zwei Konzerte, die die stilistische Breite des 2010 gegr&#252;ndeten Festivals New Adits in K&#228;rnten veranschaulichen, kuratiert von Pianistin Ingrid Schmoliner und Elektroakustiker Matthias Erian. Am 23. September 2021 trat in der Villa For Forest in Klagenfurt der 35-j&#228;hrige britische Pianist Kit Downes auf, der zuletzt auch durch Einspielungen f&#252;r ECM (\u201eDreamlife of Debris\u201c, 2019) hervorgetreten ist, in deren Rahmen er auf der Kirchenorgel improvisierend zugange ist. Downes brillierte mit einem frei improvisierten Set, in dessen kontrastreichen, expressiven Selbstgespr&#228;chen Echos von Arnold Sch&#246;nberg und der Zweiten Wiener Schule ebenso zu vernehmen waren wie impressionistische Fragilit&#228;ten und zupackender jazziger Drive.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Einen Tag sp&#228;ter verhandelte am selben Ort Ankathie Koi Themen wie Eifersucht und mexikanische Dreiecksbeziehungen: Die aus Bayern stammende, in der Wahlheimat Wien hochgehandelte S&#228;ngerin bestach durch ihre Soul-angefixte, nuancenreiche Popstimme, Pianist Nick Ratterton (alias Dominik Beyer) fungierte mit Blues-betontem, erdigem Spiel als kongenialer Widerpart.<\/p>\n<p>20:00 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Das Kroatische Rundfunk-Sinfonieorchester in Zagreb<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Lehrer und Sch&#252;ler: Unter diesem Motto gibt es im Konzert des Kroatischen Radio-Sinfonieorchesters zeitgen&#246;ssische Musik aus Kroatien zu entdecken \u2013 erg&#228;nzt um die 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Katarina Kutnar, Violine;Kroatisches Rundfunk-Sinfonieorchester, Leitung: Berislav \u0160ipu\u0161<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Stanko Horvat<\/strong> (1930-2006): Dithyrambos | <strong>Berislav \u0160ipu\u0161<\/strong> (*1958): Sinfonia concertante f&#252;r Violine und Orchester | <strong>Beethoven<\/strong>: 4. Sinfonie B-Dur op. 60. (Aufnahme von 5. M&#228;rz 2020 aus dem Vatroslav-Lisinski-Konzertsaal)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Stanko Horvat, Vaterfigur der kroatischen Neuen Musik, lernte in den F&#252;nfzigerjahren in Paris das serielle Komponieren kennen. Und wandte sich bald wieder von ihm ab. Er bevorzugte einen fasslichen, expressiven Stil. Seine Vorbilder daf&#252;r wurden polnische Komponisten wie Lutos\u0142awski und Penderecki. Der Titel seines Werkes \u201eDithyrambos\u201c bezeichnet einen Lobgesang auf den griechischen Gott der Ekstase; Stanko Horvat komponierte das St&#252;ck wenige Jahre vor seinem Tod. Berislav \u0160ipu\u0161, der bei Stanko Horvat studierte, dirigiert dann die Urauff&#252;hrung seiner Sinfonia concertante mit der jungen kroatischen Geigerin Katarina Kutnar als Solistin. Im zweiten Teil des Konzerts erklingt die 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.<\/p>\n<p>20:03 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>In Concert: WOMEX \u2013 Frischer Wind aus Portugal<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Carsten Beyer. Die WOMEX ist Schaufenster und Treffpunkt f&#252;r Bands der Weltmusikszene. Seit 1994 versammeln sich Musiker, Produzenten, Labelbetreiber und Konzertveranstalter jedes Jahr in einer anderen Stadt, um dort f&#252;nf Tage lang konzentriert neue Musik aus aller Welt anzuh&#246;ren. Viele internationale Karrieren haben hier ihren Anfang genommen, daher sind die Konzert-Slots hei&#223; begehrt. In der heutigen Sendung pr&#228;sentiert Ihnen Carsten Beyer einige der spannendsten Bands der WOMEX, die vom 27.-31.10.2021 in der portugiesischen Hafenstadt Porto &#252;ber die B&#252;hne ging.<\/p>\n<p>21:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Frauen gesucht \u2013 Junge Dirigentinnen in der Ausbildung<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Miriam Stolzenwald. Frauen sind f&#252;r den Dirigierberuf genauso gut geeignet wie M&#228;nner. Heutzutage gibt es keine Zweifel mehr daran. Von einer gerechten parit&#228;tischen Verteilung der Geschlechter in diesem Berufsfeld kann man jedoch nicht sprechen, die M&#228;nner haben die Nase vorn. Dabei w&#252;rden sich die Musikhochschulen mehr Frauen im Dirigierstudium w&#252;nschen. Zwar konnten Dirigierstudentinnen bereits namhafte Preise gewinnen und Karriere machen. Aber trotz gr&#246;&#223;erer Offenheit den Frauen in diesem Beruf gegen&#252;ber, sind es immer noch wenige im Vergleich zu den m&#228;nnlichen Kollegen. Was sind die H&#252;rden, die Frauen in diesem Studienfach noch &#252;berwinden m&#252;ssen? Welche Verantwortung tragen dabei die Schulen und Musikschulen, die potenzielle Bewerberinnen auf ein Dirigierstudium vorbereiten? Und was hat sich in der Ausbildung und dem Berufsfeld Dirigentin in den letzten Jahren f&#252;r Frauen ver&#228;ndert?<\/p>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc92817861\"><\/a>di \u2013 18.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: The Silence of Sound \u2013 &#220;ber klingende Abwesenheiten<\/strong><\/p>\n<p>Von Michael Rebhahn. Stille macht den Klang erst m&#246;glich, auch wenn es Stille ohne Klang nicht gibt. Eine Sendung auf der Spur eines paradoxen Zustands.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Stille, die Exklusion alles H&#246;rbaren, ist ein produktives Paradox \u2013 ein Nichts, das m&#246;glicherweise ist, aber letztlich nicht sein kann. \u201eKein einziger Klang f&#252;rchtet die Stille, die ihn ausl&#246;scht, und es gibt keine Stille, die nicht mit Klang geladen ist\u201d, schreibt John Cage in seinem St&#252;ck 45\u2019 f&#252;r einen Sprecher und bringt damit die wechselseitige Abh&#228;ngigkeit auf den Punkt: ohne Klang kein Nichtklang. Eine Sendung &#252;ber komponierte Abwesenheiten, &#252;ber Stille als Bedrohung und &#252;ber die ausbleibende Grabesstille an den letzten Ruhest&#228;tten von Komponistinnen und Komponisten.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Alexander Strauch<\/strong>: \u201eLinie und Block\u201c (Quartetto Maurice); <strong>Moritz Eggert<\/strong>: \u201eDrei Seelen\u201c (Adrian Iliescu, Violine; Moritz Eggert, Klavier); <strong>Christoph Reiserer<\/strong>: \u201ehere we are\u201c (Christoph Reiserer, Saxofon; Gunnar Geisse, Gitarre; Stefan Blum, Schlagzeug); <strong>Nikolaus Brass<\/strong>: \u201eSonglines I\u201c (Doris Orsan, Violine); <strong>Nicolaus Richter de Vroe<\/strong>: F&#252;nf St&#252;cke (Korbinian Altenberger, Susanna Pietsch, Violine; Wen Xiao Zheng, Giovanni Menna, Viola; Jaka Stadler, Samuel Lutzker, Violoncello); <strong>Gunnar Geisse<\/strong>: \u201efractals\/Fraktale\u201c (Gunnar Geisse, Gitarre); <strong>Eva Sindichakis<\/strong>: \u201eAmbivalenz\u201c (Julia Rebekka Mai, Viola; Arno Waschk, Klavier); <strong>Volker Nickel<\/strong>: Drei kurze Szenen (Xsemble M&#252;nchen)<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: Artlessly Falling \u2013 Mary Halvorson\u2019s Code Girl beim Jazzfest Berlin 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Niklas Wandt. Mary Halvorson z&#228;hlt zu den umtriebigsten Gitarristinnen und Komponistinnen der experimentellen New Yorker Szene. Beim Jazzfest Berlin 2021 war sie im Silent Green live mit ihrer Band Code Girl zu h&#246;ren \u2013 ein Sextett, dessen Besetzung zun&#228;chst wie eine Jazzcombo wirkt. Musikalisch verwischen allerdings die Grenzen zwischen Avantgarde und komplexem Songwriting. Ergebnis ist ein h&#246;chst eigent&#252;mlicher Genrehybrid. Karg, existentialistisch, undurchdringlich und doch merkw&#252;rdig ber&#252;hrend.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Go West \u2013 Der Komponist und Multimediak&#252;nstler Guilherme Vaz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Simonetta Dibbern. Guilherme Vaz ist einer der Pioniere der brasilianischen Klangkunst. Als Jazzmusiker, Konzeptk&#252;nstler, Dirigent und Komponist sorgte er seit den 1970er-Jahren f&#252;r Aufsehen. Er war es, der die musique concr\u00e8te ins brasilianische Kino brachte. Auf der Suche nach den kulturellen Wurzeln seines Landes reiste er mehr als 20 Jahre durch Brasilien. In dieser Zeit entstanden Sinfonien &#252;ber die Elementarkr&#228;fte, die Vaz auf Schallplatten ver&#246;ffentlichte. Dass er sich damit auch geografisch au&#223;erhalb der Musikszenen bewegte, hat daf&#252;r gesorgt, dass er bis heute international kaum Beachtung fand.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: Play Beethoven! Das Uri Caine Trio und seine Jazz-Adaptionen von Beethoven-Sinfonien<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Uri Caine, Klavier; Mark Helias, Kontrabass; Jim Black, Schlagzeug. Aufnahme vom 7.8.2021 aus dem Beethoven-Haus Bonn<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer. Seit seinen aufsehenerregenden \u201eGoldberg Variations\u201c (2000) gilt der New Yorker Pianist Uri Caine als Spezialist f&#252;r unorthodoxe Klassikadaptionen. F&#252;r die Konzertreihe \u201eMy Beethoven\u201c des Bonner Beethoven-Hauses nahm er sich im Trio Themen aus Sinfonien des gro&#223;en Komponisten vor. Dabei lie&#223; er sich zwar &#252;ber weite Strecken von thematischer Notentreue leiten, erlaubte sich aber immer wieder nonchalante Ausrei&#223;er, rhythmische Aufladungen und stilistische Anspielungen von Blues bis Salsa: ein Zugang, so respektvoll wie einst Jacques Loussiers ber&#252;hmtes \u201ePlay Bach\u201c, doch mit dem Caine eigenen Fantasiereichtum und Augenzwinkern.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Musikszene: Besser singen lehren \u2013 Die Arbeit der Margreet Honig Foundation<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Andrea Braun. Sie haben Gesang studiert, sind erfolgreiche S&#228;ngerinnen oder S&#228;nger \u2013 und dann stehen sie vor einem Sch&#252;ler und wissen nichts zu sagen: Eine frustrierende Erfahrung, aber keine &#220;berraschung, urteilt die niederl&#228;ndische Gesangsp&#228;dagogik-Legende Margreet Honig. Denn selbst gut zu singen, bedeutet noch nicht, diese F&#228;higkeit auch vermitteln zu k&#246;nnen. In der Gesangsausbildung an Konservatorien und Musikhochschulen k&#228;men didaktische Aspekte heute immer noch zu wenig vor. Ein Problem, das auch deutsche Musikp&#228;dagogen umtreibt. Deshalb gr&#252;ndete die heute 83-J&#228;hrige vor drei Jahren in Amsterdam die Margreet Honig Foundation. Eine Stiftung, die in Workshops und Kursen lehrt, wie man gut unterrichtet. Die Nachfrage ist gro&#223;, die Liste ihrer Lehrer-Sch&#252;ler prominent.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Horizonte: \u201eAuf der Suche nach dem Flow\u201c \u2013 Neue Musik in Goyo Monteros N&#252;rnberger Ballettproduktionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sibylle Kayser. Neue Musik wird heute u.a. f&#252;r Videospiele, Gottesdienste oder auch f&#252;r Sportevents bestellt. Je nach Einsatzgebiet werden an diese Gebrauchsarbeiten bestimmte Anforderungen gestellt, die sie erf&#252;llen m&#252;ssen. Denn mal muss die Musik Stimmungen erzeugen, Geschichten erz&#228;hlen oder Gr&#228;ben &#252;berwinden. In kaum einem Gebiet sind diese Anforderungen an neue Musik- bzw. Klangst&#252;cke jedoch so hoch wie in dem des zeitgen&#246;ssischen Tanzes. Denn hier muss die Musik zus&#228;tzlich zu den genannten Funktionen als alleinige Hilfestellung die T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer an der Hand nehmen: Rhythmik, Energie, Bewegungsimpuls, alles vermittelt die Musik. Nach welchen Kriterien zeitgen&#246;ssische Musikst&#252;cke oder Soundarbeiten ausgew&#228;hlt werden und welchen Anteil sie am Erfolg oder Misserfolg eines neuen Tanzst&#252;ckes haben, davon erz&#228;hlt einer der erfolgreichsten Choreografen in Deutschland: der Ballettdirektor des Staatstheaters N&#252;rnberg, Goyo Montero.<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Open: Ex &amp; Pop \u2013 Mit Klaus Walter <\/strong><\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Neue Zeitton-CD mit Werken von G&#246;sta Neuwirth \u2013 Portr&#228;t-CD. Der Komponist und Musikwissenschaftler G&#246;sta Neuwirth wird 85<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es bereits die CD-Reihe \u201eZeitton-Edition\u201c, ein Kompendium der zeitgen&#246;ssischen &#246;sterreichischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Das neueste Produkt daraus ist dem Komponisten und Musikwissenschaftler G&#246;sta Neuwirth gewidmet, der sich daf&#252;r eine faszinierende Reihenfolge von ganz unterschiedlichen Kompositionen aus seinem \u0152uvre einfallen hat lassen: Werke f&#252;r Kammerorchester mit und ohne Solisten sind zu h&#246;ren, Kammermusik, aber auch ganz unterschiedlich begleitete Vokalmusik. Die CD erschien zum rechten Zeitpunkt: Am 6. J&#228;nner 2022 hat der der Onkel von Komponistin Olga Neuwirth seinen 85. Geburtstag gefeiert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Herausgegeben wird die Reihe \u201eZeitton-Edition\u201c von der Musikredaktion von ORF\/&#214;1 zusammen mit der AKM\/GF&#214;M, bisher konnten 54 Compact Disks ver&#246;ffentlicht werden \u2013 von A bis Z (von Klaus Ager bis Norbert Zehm) sind sehr viele wesentliche Komponistinnen und Komponisten &#214;sterreichs dort vertreten. Der Vertrieb der Reihe erfolgt im Rahmen der \u201eEdition &#214;1\u201c analog und digital &#252;ber den ORF-Shop. Gestaltung: Hannes Heher<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: News &amp; Roots<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zum 65.Geburtstag von Roman Schwaller: Henning Sieverts portraitiert den Schweizer Tenorsaxophonisten, ein Meister des swingenden Mainstream, der fr&#252;her lange Jahre in M&#252;nchen gelebt hat und nun in Wien zu Hause ist.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc92817862\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>mi \u00a0\u2013 19.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten \u2013 Zum 115. Geburtstag des Komponisten Richard Engelbrecht<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Richard Engelbrecht<\/strong>: Satz f&#252;r Streichorchester (Orchester des Collegium Musicum Schlo&#223; Pommersfelden: Hiroshi Kodama); <strong>Richard Engelbrecht<\/strong>: Musik in vier S&#228;tzen (Karl Schicker, Fl&#246;te); <strong>Richard Engelbrecht<\/strong>: Bl&#228;serquintett (Bl&#228;serquintett der N&#252;rnberger Symphoniker); <strong>Herbert Fromm<\/strong>: Streichquartett (Iturriaga-Quartett); <strong>Franz Reizenstein<\/strong>: Klaviertrio, op. 34 (Franz Reizenstein, Klavier; Werner Jahns, Violine; Karl Brehm, Violoncello); <strong>Konrad Lechner<\/strong>: \u201eFacettes\u201c (N&#252;rnberger Symphoniker: Klauspeter Seibel)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 19. Januar w&#228;re der in M&#252;nchen geborene Komponist, Dirigent und P&#228;dagoge Richard Engelbrecht 115 Jahre alt geworden. BR Franken erinnert im \u201eConcerto bavarese\u201c an das vielseitige Schaffen Engelbrechts, der 2001 in W&#252;rzburg starb. Richard Engelbrecht wuchs in Augsburg auf, wo er seine musikalische Ausbildung und seine erste Anstellung am Theater erhielt. 1933 verlie&#223; Engelbrecht Deutschland, um in Basel bei Felix Weingartner zu studieren. Da er seit 1936 mit der aus einer Berliner j&#252;dischen Familie stammenden Ruth Herzfeld verheiratet war, konnte er nicht mehr zur&#252;ckkehren. Die Familie entschloss sich, 1937 nach Argentinien auszuwandern. Bereits kurz nach dem Krieg lie&#223; sich Engelbrecht in Stuttgart nieder, wo er f&#252;r eine Bildungseinrichtung der amerikanischen Armee arbeitete. 1949 gr&#252;ndete er in Weikersheim das Internationale Institut f&#252;r Musikerziehung, das er sp&#228;ter an die Organisation \u201eJeunesses Musicales\u201c &#252;bergab, die dort seitdem ihren deutschen Stammsitz hat. 1957 rief er zusammen mit Karl Graf von Sch&#246;nborn-Wiesentheid erneut eine musikp&#228;dagogische Einrichtung ins Leben: das Collegium Musicum Schloss Pommersfelden, das bis heute existiert und das Engelbrecht bis 1987 leitete. 1959 lie&#223; sich Engelbrecht dauerhaft in W&#252;rzburg nieder, lebte sp&#228;ter auch f&#252;r kurze Zeit in Bamberg. Im Concerto bavarese erklingt ein Orchesterwerk Engelbrechts, interpretiert von \u201eseinem\u201c Orchester des Collegium Musicum Schloss Pommersfelden, sowie zwei Kammermusik-St&#252;cke. Au&#223;erdem in der Sendung: Werke von zwei fr&#228;nkischen Komponisten, die ebenfalls wie Engelbrecht Deutschland w&#228;hrend der Nazizeit verlassen mussten: Herbert Fromm und Franz Reizenstein.<\/p>\n<p>20:00 bis 22:25 | rbbKultur<br \/>\n<strong>rbbKultur Radiokonzert: Ultraschall Berlin \u2013 Festival f&#252;r neue Musik 2022 \u2013 Er&#246;ffnungskonzert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Deutsches Symphonie-Orchester Berlin; Leitung: Jonathan Stockhammer; GrauSchumacher Piano Duo. <strong>Dieter Ammann<\/strong>: glut | <strong>Luca Francesconi<\/strong>: Maccine in echo | <strong>Milica Djordjevi&#196;?<\/strong>: Quicksilver<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 NOWJazz: Sensible Saitengeflechte \u2013 Der d&#228;nische Gitarrist Jakob Bro<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Bert Noglik. Er fasziniert mit Entschleunigung und der Fokussierung aufs Melodische. Die Musik von Jakob Bro, aufgewachsen in Kopenhagen, ist europ&#228;isch gepr&#228;gt und zugleich auch jazzmusikalisch fundiert. Im Prozess des Improvisierens und in dichter Interaktion mit den ihn umgebenden Mitspielern gelingt es ihm, Sounds zu kreieren, die kunstvoll schwebenden Mobiles gleichen. Den Weg dazu wiesen ihm die Gro&#223;en, die ihm in ihrem Kontexten Raum zur Entfaltung gaben, Musiker wie Paul Motian und Tomasz Stanko. Mit einem Pool von Gleichgesinnten findet Jakob Bro vor allem im Trio- und Quartettformat zu einer eigenen Klangsprache.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen: Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr&#228;sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f&#252;r die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Philipp Weismann<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc92817863\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 20.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Essen NOW!<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Philharmonie Essen. Aufzeichnung vom 30.10.2021. <strong>Helmut Lachenmann<\/strong>: \u201eKontrakadenz\u201c f&#252;r Orchester (1970\/71) | <strong>Nicolaus A. Huber<\/strong>: \u201eLockdown Basket Music\u201c f&#252;r Orchester mit Monteverdi und Zuspielungen (2020). hr-sinfonieorchester; Leitung: Baldur Br&#246;nniman<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Rudi Stephan<\/strong>: \u201eDie ersten Menschen\u201c (Nancy Gustafson, Sopran; Wolfgang Millgramm, Tenor; Donnie Ray Albert, Bariton; Franz Hawlata, Bass; Orchestre National de France: Mikko Franck); Dieter Acker: Sonate (Wolfram Arndt, Posaune; Giorgio Hillebrand, Klavier)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>KlassikPlus: Moli\u00e8re und die Musik \u2013 Dem \u201eMa\u00eetre de Plaisir\u201c zum 400. Geburtstag<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Legend&#228;r die Feste und Theaterauff&#252;hrungen, die es am franz&#246;sischen Hof gab, voll &#252;berbordender barocker Opulenz \u2013 legend&#228;r wurde dann auch die Zusammenarbeit zwischen Moli\u00e8re und Jean-Baptiste Lully, der die Musik dort pr&#228;gte wie kein anderer. Insgesamt 12 Com\u00e9die-ballets (\u201eBallett-Kom&#246;die\u201c) stammen aus dieser Kooperation. Moli\u00e8re gilt als der franz&#246;sische Autor, der die Farce, die leichte Unterhaltungskom&#246;die, die Kom&#246;die zu einer der Trag&#246;die gleichwertigen Gattung erhob. Jahrelang war er mit einer Theatertruppe durch Frankreich gezogen, ehe er vom Bruder des K&#246;nigs an den Hof eingeladen wurde, wo er schlie&#223;lich auch Ludwig XIV. begeisterte. Doch nicht nur Moli\u00e8res Kollegen und Zeitgenossen lie&#223;en sich von seinen Werken inspirieren: auch nachgeborene Komponisten wurden davon in den Bann gezogen. Seine Kom&#246;die \u201eDer B&#252;rger als Edelmann\u201c etwa wurde mit Ballettmusik von Lully uraufgef&#252;hrt. Sp&#228;ter haben sich dann auch Gabriel Faur\u00e9, Erwin Schulhoff oder Richard Strauss mit der Geschichte von dem Gesch&#228;ftsmann Jourdain, der so gerne in Adelskreise aufsteigen m&#246;chte, auseinandergesetzt. Auch 350 bis 400 Jahre nach ihrer Entstehung sind die Werke Moli\u00e8res, musikalisch angereichert von Lully, Charpentier oder Strauss: einfach gro&#223;artige Unterhaltung. Eine Sendung von Gudrun Petruschka<\/p>\n<p>20:03 bis 22:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Ultraschall Berlin \u2013 Festival f&#252;r neue Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gro&#223;er Sendesaal im Haus des Rundfunks Berlin. Aufzeichnung vom fr&#252;hen Abend. <strong>Christian Winther Christensen<\/strong>: Piano Concerto (2018) | <strong>Mirela Ivicevi&#196;?<\/strong>: \u201eBlack Moon Lilith\u201c f&#252;r Orchester (2019\/2020) \u2013 Urauff&#252;hrung der revidierten Fassung | <strong>Sergej Newski<\/strong>: \u201e18 Episodes\u201c f&#252;r Orchester und Zuspiel (2019). Rei Nakamura, Klavier; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin; Leitung: Bas Wiegers<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">21.30 Uhr: Live aus dem radialsystem<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>George Lewis<\/strong>: \u201eAMO\u201c f&#252;r sechs Stimmen und Live-Elektronik (2020) \u2013 (Deutsche Erstauff&#252;hrung). Neue Vocalsolisten: Johanna Vargas, Sopran; Susanne Leitz-Lorey, Sopran; Truike van der Poel, Mezzosopran; Martin Nagy, Tenor; Guillermo Anzorena, Bariton; Andreas Fischer, Bass<\/p>\n<p>20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio<br \/>\n<strong>Mouvement: Rhythmus und mehr \u2013 Schlagzeug in Neuer Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Edgard Va\u00e8se<\/strong>: Ionisation | <strong>Morton Feldman<\/strong>: The King of Denmark | <strong>Iannis Xenakis<\/strong>: M\u00e9langes (aus: Pl\u00e9iades) | <strong>Gerhard St&#228;bler<\/strong>: Kybele Kassandra-Studie | <strong>Christopher Rouse<\/strong>: Bonham | <strong>Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez<\/strong>: C\u00e1lculo secreto | <strong>Younghi Pagh-Paan<\/strong>: Klangs&#228;ulen | <strong>Iannis Xenakis<\/strong>: Okho<\/p>\n<p>20:04 bis 22:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert live: WDR Sinfonieorchester<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#220;ber die Zerbrechlichkeit und Sch&#246;nheit des Lebens: Das WDR Sinfonieorchester begr&#252;&#223;t das Neue Jahr mit dem Virologen Hendrik Streeck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Virologe Hendrik Streeck hat einige Semester Musikwissenschaft studiert. Die Bedeutung der Musik in Pandemiezeiten besch&#228;ftigt ihn neben der medizinischen Seite sehr. Wenn die Themen Tod und Leben dazu in einem au&#223;ergew&#246;hnlichen Konzertprogramm dargeboten werden, ergeben sich interessante Bez&#252;ge. In Schuberts fr&#252;her \u201eBegr&#228;bnis-Feyer\u201c setzte der 16-J&#228;hrige die Vision des eigenen Todes in T&#246;ne. Davon ausgehend hat der Schweizer Komponist Roland Moser in seiner modernen Weiterf&#252;hrung klingende Schatten von Schuberts Werk bis ins Heute fallen lassen. Sein Landsmann Heinz Holliger, der bei diesem Konzert auch das WDR Sinfonieorchester dirigiert, tariert in seiner Komposition \u201eAtembogen\u201c die Grenzen des H&#246;rbaren aus: der Atem als essentielle Lebensvoraussetzung. Das Programm schlie&#223;t mit einem Werk mitrei&#223;ender Lebensfreude voller Energie und Sonne: mit Mendelssohns \u201eItalienischer Sinfonie\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Franz Schubert<\/strong>: Nonett es-Moll, D 79 \u201eFranz Schuberts Begr&#228;bnis-Feyer\u201c | <strong>Roland Moser<\/strong>: Echoraum, nach Franz Schuberts Nonett es-Moll, D 79 | <strong>Hendrik Streeck<\/strong>: Zur&#252;ck zur Normalit&#228;t? Ein Gespr&#228;ch mit Sebastian Wellendorf &#252;ber Musik, Wissenschaft und Gesellschaft (Teil 1) | <strong>Heinz Holliger<\/strong>: Atembogen | <strong>Hendrik Streeck<\/strong>: Zur&#252;ck zur Normalit&#228;t? Ein Gespr&#228;ch mit Sebastian Wellendorf &#252;ber Musik, Wissenschaft und Gesellschaft (Teil 2) | <strong>Felix Mendelssohn Bartholdy<\/strong>: Sinfonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 \u201eItalienische\u201c. Hendrik Streeck, Virologe; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Heinz Holliger. &#220;bertragung aus dem K&#246;lner Funkhaus<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Neue Produktion des Ensemble Aventure (2\/2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Eres Holz<\/strong>: touching universes and ends (Ureinspielung) | Schakalkopf | <strong>Volker Heyn<\/strong>: Mashyhn (Ureinspielung) | <strong>Juan Allende-Blin<\/strong>: Douleurs diss\u00e9min\u00e9es (Ureinspielung) | <strong>Johannes Boris Borowski<\/strong>: Ach (Ureinspielung) | As if<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Begegnung zweier Generationen findet in dieser Produktion des Freiburger Ensemble Aventure statt. Neben neuen Werken der \u201eAltmeister\u201c Juan Allende-Blin und Volker Heyn sind aktuelle St&#252;cke der j&#252;ngeren Komponistengeneration zu h&#246;ren. Der Chilene Allende-Blin hat sich das Entdecken von Unbekanntem zur Lebensaufgabe gemacht. Volker Heyn ist ein kompromissloser Autodidakt, der die K&#246;rperlichkeit des Rock in die komponierte Musik eingebracht hat. Sein neues St&#252;ck steht neben der handwerklich perfektionierten Versenkung in die Ensemblemusik von Eres Holz und Johannes Boris Borowski.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Architektur und Schattenspiel \u2013 Die Klangkunst des Pianisten Craig Taborn<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Karl Lippegaus. 2010 setzte Craig Taborn mit seinem Album \u201eAvenging Angel\u201c neue Ma&#223;st&#228;be f&#252;r das Soloklavier im Jazz. Nun hat er mit \u201eShadow Plays\u201c seine Entwicklungen auf diesem Feld in der letzten Dekade dokumentiert. Dabei beweist er sich als k&#252;hner Klangarchitekt mit Sinn f&#252;r Details und gro&#223;e Formen. 1993 wurde Taborn in der Band des Saxofonisten James Carter bekannt, ein Jahr sp&#228;ter pr&#228;sentierte er auf seinem Deb&#252;talbum St&#252;cke von John Coltrane und Ornette Coleman in aufregendem neuem Triogewand. Seitdem gehen bei ihm Tradition und Innovation Hand in Hand. Taborn beherrscht meisterhaft das freie Spiel, wurde von dem Bebop-Pionier Herbie Nichols und dem fr&#252;hen Avantgardisten Andrew Hill beeinflusst, liebt aber auch seit seinen Teenager-Jahren in Minneapolis die schier unbegrenzten M&#246;glichkeiten der elektronischen Keyboards und &#252;bertr&#228;gt die Errungenschaften von Techno und Metalcore auf sein Klavierspiel. Der bescheiden auftretende Musiker ist ein Garant f&#252;r neue Ideen in der Improvisationsmusik und ein radikaler Denker.<\/p>\n<p>21:30 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik | Die Ohrensch&#228;rferin \u2013 die Komponistin Farzia Fallah<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Portr&#228;tiert von Ursula B&#246;hmer. Sie wollte Ingenieurin werden und wurde Komponistin: die Iranerin Farzia Fallah. Seit vielen Jahren lebt die 1980 in Teheran geborene Musikerin in K&#246;ln.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWas ich mir immer w&#252;nsche, ist ein aktives H&#246;ren \u2013 ein aktives, bewusstes H&#246;ren. Weil ich denke, das ist etwas, was uns heutzutage abhanden kommt. Weil unsere Sinnesorgane, unsere Ohren durchgehend nicht nur am Arbeiten sind, sondern belastet sind!\u201c, sagt Farzia Fallah. Feine Tonverschiebungen und expressive Klanglinien laden in ihren Werken daher zum Ohrenspitzen ein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die vielfach ausgezeichnete Komponistin hat in Bremen, K&#246;ln und Freiburg unter anderem bei Younghi Pagh-Paan und Johannes Sch&#246;llhorn studiert \u2013 und lebt inzwischen in K&#246;ln. Im \u201eKollektiv3:6Koeln\u201c entwickelt sie gemeinsam mit acht weiteren Komponist*innen und Instrumentalist*innen Projekte im Bereich experimenteller Musik. 2020 erschien in der \u201eEdition Zeitgen&#246;ssische Musik\u201c des Deutschen Musikrats eine Portr&#228;t-CD mit ihren St&#252;cken. Im Herbst 2021 wurde sie zur \u201eComposer in Residence\u201c des Archivs Frau und Musik in Frankfurt am Main ernannt, um dort mehrere Monate lang zu leben und neue Werke zu erarbeiten.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Historische Aufnahmen \u2013 Franz Liszt und das Geheimnis der Klavier&#228;sthetik. Sekret&#228;r, Freunde &amp; Co (2\/2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Philipp Quiring. Die Verehrung f&#252;r Franz Liszt nahm teilweise obskure Formen an. So wurde ihm zu Ehren ein Fanclub gegr&#252;ndet. Seine verschm&#228;hte Sch&#252;lerin Olga Janina wiederum hat ihn mit einem Revolver bedroht. Die Liszt\u2019sche Klavier&#228;sthetik f&#252;r sich genommen wurde &#252;ber Generationen hinweg weitergegeben. So lernten Francis Plant\u00e9 oder Edouard Risler den Liszt-Stil aus zweiter Hand kennen. In der Sendung geht der Kurator der British Library, Jonathan Summers, auf ihre besonderen Einspielungen ein. Au&#223;erdem wird Camille Saint-Sa\u00ebns mit seinem g-Moll-Konzert zu h&#246;ren sein, von dem sich Liszt begeistert zeigte. Beide Musiker waren befreundet und tauschten sich immer wieder aus. Dass sich der Liszt-Sekret&#228;r Arthur Friedheim neben den Pasteten- und Cognac-Bestellungen auch um die Kenntnis der Klavierst&#252;cke bem&#252;hte, ist eine ganz eigene Geschichte.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Horizonte: Ensemble Oktopus \u2013 Hommage an Roberto Gerhard<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vera Drazic, Akkordeon; Leitung: Armando Merino. <strong>Roberto Gerhard<\/strong>: \u201eConcert for 8\u201c; \u201eLIBRA\u201c; \u201ePolar\u201c; Irene Galindo Quero: \u201ealfar.designio.duelo\u201c; Elena Mendoza: \u201eRelato improbable\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter dem Titel \u201eEin musikalisches Mosaik aus Spanien\u201c stellt das ensemble oktopus f&#252;r musik der moderne der Hochschule f&#252;r Musik und Theater M&#252;nchen Werke dreier spanischer Komponisten-Generationen gegen&#252;ber. Anlass zu diesem Konzert in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes ist der 125. Geburtstag des spanischen Komponisten Roberto Gerhard (1896-1970).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Musik Gerhards, der von 1923 bis 1928 in Wien und Berlin bei Arnold Sch&#246;nberg studierte, bildet das Zentrum des Programms. Neben Gerhards Kompositionen erklingen an diesem Abend Werke des k&#252;rzlich verstorbenen Komponisten Luis de Pablo (1930-2021), Elena Mendoza (*1973) und Irene Galindo Quero (*1985). Das Konzert wird vom Gastdirigenten Armando Merino geleitet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zentrales Ziel des ensemble oktopus f&#252;r musik der moderne, dem Ensemble f&#252;r Neue Musik der HMTM ist der fr&#252;he, unkomplizierte Zugang von Studierenden zu zeitgen&#246;ssischen Kompositionen. Dazu geh&#246;rt die direkte und intensive Zusammenarbeit von jungen Musiker*innen mit Komponist*innen. Seit der Gr&#252;ndung des Ensembles im Jahr 2003 ist es der K&#252;nstlerischen Leiterin Prof. Konstantia Gourzi ein gro&#223;es Anliegen, die Urheber*innen der gespielten Werke zu Probenphasen und Konzerten einzuladen.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zusammen flie&#223;en: Komposition, Improvisation und Visual Arts beim New Adits Festival: New Adits 2021. Gegenw&#228;rtige Musik und interdisziplin&#228;re Kunstformen. (Teil 1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Es war ein Festival der N&#228;he statt social distancing in Klagenfurt\/Celovec im Sp&#228;tsommer 2021, mit erlebbarer Wohnzimmeratmosph&#228;re in der Villa for Forest statt Onlinestreaming wie im Jahr zuvor. New Adits mit intimem Charakter, \u2013 und w&#252;rde der Begriff \u201efamili&#228;r\u201c nicht durch seinen inflation&#228;ren Einsatz in anderen Zusammenh&#228;ngen schon ein wenig abgenutzt klingen, h&#228;tte er sich zur Beschreibung der Stimmung im Publikum und unter den K&#252;nstler\/innen f&#246;rmlich aufgedr&#228;ngt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit 2010 wird mit diesem charmanten Festival ein Podium f&#252;r Gegenw&#228;rtige Musik und interdisziplin&#228;re Kunstformen, wie Performance, Video- und Klanginstallationen geboten. Sowohl akustische als auch elektronische Musik stand auf dem Programm, \u2013 im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation. Die aufgef&#252;hrten Werke des Kurator\/innen-Duos Ingrid Schmoliner (Wien) und Matthias Erian (Berlin) stehen im Mittelpunkt der beiden Zeit-Ton-Ausgaben heute und morgen. Gestaltung: Christine Pleschberger<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Open: Multitrack \u2013 Deconstructed Club Music \u2013 The bigger picture<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Total Freedom, Zi\u00far, Amnesia Scanner und anderen<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: All that Jazz \u2013 Saitenwege zweier Riesen des Modernen Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bassist Dave Holland und Gitarrist John Scofield im Duo. Aufnahme vom 13. November 2021 aus dem Stadttheater Neuburg an der Donau. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 21.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr\u00a0 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: Art\u2019s Birthday 2022 \u2013 Von Rosaceae und Hauptmeier \/ Recker<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Produktion: Deutschlandfunk Kultur \/ ZiMMT 2022. L&#228;nge: 54\u201930. (Ursendung)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eintauchen in eine Welt aus Klang: Daf&#252;r braucht man l&#228;ngst keinen hochger&#252;steten Kinosaal mehr. 3D gibt es l&#228;ngst auch f&#252;r Kopfh&#246;rer. Damit arbeiten die K&#252;nstlerin Rosaceae und das Duo Hauptmeier \/ Recker in ihren Performances zum Geburtstag der Kunst.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der \u201eArt\u2019s Birthday\u201c geht zur&#252;ck auf den Fluxusk&#252;nstler Robert Filliou. Er erkl&#228;rte 1963 den 17. Januar zum 1.000.000. Geburtstag der Kunst. Seitdem beteiligen sich immer mehr K&#252;nstlerinnen und Veranstalter an der j&#228;hrlichen Party. Zum 1.000.059. \u201eArt\u2019s Birthday\u201c vernetzt die European Broadcasting Union Konzerte aus der ganzen Welt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Deutschlandfunk Kultur beteiligt sich mit einer &#220;bertragung aus dem Zentrum f&#252;r immersive Medienkunst, Musik und Technologie (ZiMMT) in Leipzig. Dort pr&#228;sentiert die K&#252;nstlerin Rosaceae ein Klanggedicht zu Ehren der kurdischen Freiheitsk&#228;mpferin Helbest Jiyan. Das Duo Hauptmeier \/ Recker macht den Raum des ZiMMT zu einem dreidimensionalen Instrument.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter dem Namen \u201eRosaceae\u201c ist die bildende K&#252;nstlerin und Autorin Leyla Yenirce als Komponistin und Klangk&#252;nstlerin aktiv. In ihrem j&#252;ngsten Album \u201eDNA\u201c zeichnet sie die Beschaffenheit des Wiederstands nach. Zuletzt f&#252;r Deutschlandfunk Kultur: \u201eReinigungskraft\u201c (2021).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Martin Recker und Paul Hauptmeier studierten Komposition an der Hochschule f&#252;r Musik FRANZ LISZT Weimar. Bereits seit 2009 arbeiten sie als K&#252;nstlerduo unter dem Namen \u201eHauptmeier | Recker\u201d in den Bereichen Komposition, Klang- und Multimedia-Kunst. Sie sind Mitbegr&#252;nder des ZiMMT \u2212 Zentrum f&#252;r immersive Medienkunst, Musik und Technologie \u2212 in Leipzig.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Klaus Ospald<\/strong>: \u201eCos\u00ec, dell\u2019uomo ignara\u201c (Collegium Novum Z&#252;rich); <strong>Joachim F. W. Schneider<\/strong>: \u201eSt. Vitus\u2019s Dance\u201c (Ensemble f&#252;r Neue Musik W&#252;rzburg: Andr\u00e1s Hamary); <strong>Andr\u00e1s Hamary<\/strong>: Suite (Armin Fuchs, Markus Bellheim, Klavier; Stephanie Carr, Christian Wissel, Percussion); <strong>Walter Zimmermann<\/strong>: \u201eL&#228;ndler Topographien\u201c (Radio Sinfonie Orchester Frankfurt: Crist\u00f3bal Halffter)<\/p>\n<p>14:05:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Thomas Enhco und St\u00e9phane Kerecki 2021 in Tourcoing <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 1. Februar 2021 gastiert der zu diesem Zeitpunkt 32-j&#228;hrige franz&#246;sische Pianist Thomas Enhco mit seinem Landsmann, dem Kontrabassisten St\u00e9phane Kerecki, beim Jazzfestival im nordfranz&#246;sischen Tourcoing. \u201eFolksongs\u201c hei&#223;t das Programm, bei dem das Duo Eigenkompositionen mit Liedern von Aretha Franklin, Sting oder auch einem St&#252;ck von Gabriel Faur\u00e9 verbindet. Der Grundstimmung ist oft lyrisch, Enhcos kultivierter Anschlag zeigt sich h&#246;rbar von Keith Jarrett und Bill Evans beeinflusst.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der virtuose St\u00e9phane Kerecki, der in Interviews seinerseits den fr&#252;h verstorbenen Bill-Evans-Bassisten Scott LaFaro als Idol nennt, widmet die Nummer \u201eGary\u201c dem Basskollegen Gary Peacock, der wenige Monate zuvor, im September 2020, f&#252;r immer von der B&#252;hne abgetreten ist.<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Das Musik-Feature: Drei Rosen, drei Damen und ein Saxofon<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ulrike Z&#246;ller. Die drei Damen und viele andere Figuren und Symbole der Zauberfl&#246;te laden in die Welt der Freimaurerei ein: Dass die beiden Logenbr&#252;der Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart ihre Oper mit Symbolen des freiheitlichen M&#228;nnerbundes gespickt haben, ist inzwischen Allgemeinwissen. Der Loge geh&#246;rten aber auch Komponisten wie Joseph Haydn, Louis Spohr und Johann Nepomuk Hummel an, ebenso wie zwei Protagonisten unseres bis heute g&#252;ltigen Volksliedbegriffes: Johann Gottfried von Herder und der schottische Dichter Robert Burns, der sich selbst als \u201eFiddler and Poet\u201c bezeichnete. Wie freimaurerisch sind unser deutsches Volkslied, der europ&#228;ische Folk? Und wie freimaurerisch ist der amerikanische Jazz? War es programmatisch, dass bereits der Erfinder des Saxofons, Adolphe Sax, einer Loge angeh&#246;rte? Viele Gr&#246;&#223;en des US-Jazz waren und sind \u201eBr&#252;der\u201c; die Jazzszene der 1950er und 1960er Jahre stellte fast so etwas wie eine gro&#223;e Loge f&#252;r sich dar: Louis Armstrong, Lionel Hampton, Duke Ellington, Nat King Cole, Fats Waller oder Count Basie waren Freimaurer. Auch in der zeitgen&#246;ssischen Musikszene und im Grenzgebiet zwischen zeitgen&#246;ssischer Klassik und Jazz, Folk und Kabarett finden sich viele Logenbr&#252;der, deren Denken ihre Kunst beeinflusst \u2013 auch wenn sich nicht alle Musiker &#246;ffentlich zur Freimaurerei bekennen. Schlie&#223;lich ist Musik bis heute ein wesentlicher Bestandteil der Zeremonien und des freimaurerischen Alltags. Ulrike Z&#246;ller begibt sich auf Spurensuche in eine geheimnisvolle und faszinierende Musikwelt.<\/p>\n<p>19:15 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Kunstschaffende arbeiten im Kosovo an einer geeinten Gesellschaft \u2013 Theater, das weh tut<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Benedikt Schulz. Produktion: Deutschlandfunk 2022. Im Kosovo ist in den vergangenen Jahren eine der spannendsten Theaterszenen Europas entstanden. Theaterschaffende, die Krieg und Gewalt selbst erlebt haben, legen den Finger in die Wunden, die in den 90er-Jahren entstanden und noch immer nicht verheilt sind. Das Verh&#228;ltnis zum gro&#223;en Nachbarn im Norden, der Republik Serbien, ist weiterhin angespannt, da Serbien die Unabh&#228;ngigkeit des Kosovo nicht anerkennt. Inmitten dieser Gemengelage inszeniert das K&#252;nstlerkollektiv Qendra Multimedia auch gemeinsam mit serbischen Kunstschaffenden St&#252;cke im Stil des absurden Theaters. Ein Austausch, der viel aufr&#252;hrt und bewegt. Doch viele Hindernisse bleiben. In der Politik und in den K&#246;pfen der Menschen.<\/p>\n<p>20:00 bis 22:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Jazz Berlin: Jazzfest 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als Berliner Jazztage 1964 gegr&#252;ndet, z&#228;hlt das Jazzfest Berlin zu Europas &#228;ltesten und renommiertesten Festivals seiner Art. Im Silent Green Kulturquartier, der Kaiser-Wilhelm-Ged&#228;chtniskirche und dem Pierre-Boulez-Saal trafen sich auch letzten Herbst wieder K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler unterschiedlicher Jazz-Spielarten. Nach einer rein digitalen New York-Berlin-Ausgabe im Jahr 2020 folgte das Jazzfest Berlin 2021 der improvisierten Musik in drei weitere Kulturmetropolen: Kairo, S\u00e3o Paulo und Johannesburg. Jazz Berlin pr&#228;sentiert zwei Konzertmitschnitte aus dem internationalen Spannungsfeld des Jazz.<\/p>\n<p>20:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Ultraschall Berlin \u2013 Festival f&#252;r neue Musik \u2013 Heimathafen Neuk&#246;lln<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Live und in Aufzeichnungen vom Abend. <strong>Zsolt S&#246;r\u00e9s<\/strong>: \u201eAstro-Noetic Chiasm (X)\u201c f&#252;r Ensemble (2021). Franz Hautzinger, Trompete, Elektronik; Zsolt S&#246;r\u00e9s, f&#252;nfsaitige Viola, Elektronik; Anthea Caddy, Violoncello; Judith Hamann, Violoncello; Mih\u00e1ly S\u00e1ndor, Klangregie<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">21.00 Uhr: <strong>\u201eThe New Recherche\u201c<\/strong> (2021) (Urauff&#252;hrung) \u2013 Konzept und Komposition\/Film: Sara Glojnari&#196;?, Charles Kwong, Hannes Seidl. Ensemble Recherche: Melise Mellinger, Violine; Genevi\u00e8ve Strosser, Viola; \u00c5sa \u00c5kerberg, Violoncello; Eduardo Olloqui, Oboe; Shizuyo Oka, Klarinette; Christian Dierstein, Schlagzeug; Klaus Steffes-Holl&#228;nder, Klavier; Lucia Kilger, Klangregie; Bastian Zimmermann, Dramaturgie<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">22.20 Uhr: <strong>Dieter Ammann<\/strong>: \u201eApr\u00e8s le silence\u201c f&#252;r Klaviertrio (2005) | <strong>Sarah Nemtsov<\/strong>: \u201e[love]\u201c f&#252;r Klaviertrio (2018) | <strong>Isang Yun<\/strong>: Klaviertrio (1972\/75). Boulanger Trio: Karla Haltenwanger, Klavier; Birgit Erz, Violine; Ilona Kindt, Violoncello<\/p>\n<p>20:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Leitung: Robin Ticciati; Chor des Bayerischen Rundfunks; Solistin: Siobhan Stagg, Sopran. <strong>Julian Anderson<\/strong>: Neues Werk f&#252;r Chor und Orchester (Urauff&#252;hrung); <strong>Sergej Rachmaniow<\/strong>: Symphonie Nr. 3 a-Moll<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dazwischen: PausenZeichen \u2013 Julia Sch&#246;lzel im Gespr&#228;ch mit Robin Ticciati. Der 38-j&#228;hrige Robin Ticciati, geb&#252;rtiger Londoner mit italienischen Wurzeln, war schon als ganz junger Dirigent ein Sympathietr&#228;ger f&#252;r die Klassik. Mit seiner charismatischen Ausstrahlung gewinnt der Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin Musiker und Publikum gleicherma&#223;en f&#252;r sein undogmatisches Musikverst&#228;ndnis und seine durchaus unkonventionelle Programmgestaltung. So pr&#228;sentiert Ticciati bei seinem erneuten Gastauftritt in M&#252;nchen die Dritte Symphonie von Sergej Rachmaninow \u2013 ein sp&#228;tromantisches Monument, das vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks seit beinahe einem halben Jahrhundert nicht mehr gespielt wurde! Zeit wurde es f&#252;r dieses nostalgische Sp&#228;twerk, das von s&#252;ffigen Melodien, mitrei&#223;enden Rhythmen und unsagbarer Schwermut gepr&#228;gt ist. Rachmaninow hatte seine Dritte Symponie 1935 im amerikanischen Exil komponiert. Ticciati stellt sie der brandneuen Partitur \u201eExiles\u201c von Julian Anderson gegen&#252;ber, den tragenden Vokalpart &#252;bernehmen die australische Sopranistin Siobhan Stagg und der von Ticciati hochgesch&#228;tzte Chor des Bayerischen Rundfunks. Kurz vor der M&#252;nchner Weltpremiere des f&#252;nfteiligen Gesamtzyklus hatte Widmungstr&#228;ger Simon Rattle in London bereits eine dreiteilige Suite aus \u201eExiles\u201c uraufgef&#252;hrt. Wie schon der Plural im Titel andeutet, fasst der 1967 in London geborene Julian Anderson den Begiff \u201eExil\u201c weit: Das Spektrum reicht vom Heimweh des j&#252;dischen Volkes in der babylonischen Gefangenschaft &#252;ber eine Hommage an Varian Fry, der Tausenden die Flucht vor den Nazis erm&#246;glichte, bis hin zur erzwungenen Isolation w&#228;hrend der Corona-Pandemie.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Milestones \u2013 Jazzklassiker: Zwischen Protest und Poesie<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Saxofonist Archie Shepp und seine Platten \u201eAttica Blues\u201c (1972), \u201eThe Cry Of My People\u201c (1972) und \u201eMama Rose\u201c (1982). Am Mikrofon: Niklas Wandt<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Tenorsaxofonist Archie Shepp, in den 60er-Jahren einer der bekanntesten Vertreter des Free Jazz, hatte urspr&#252;nglich Literaturwissenschaften studiert. Schon fr&#252;h war seine Musik explizit politisch. Er stellte sich auf die radikalere Seite der afroamerikanischen B&#252;rgerrechtsbewegung und reicherte seine Performances mit flammenden Deklamationen und Gedichtvortr&#228;gen an. Die Verbindung von Musik und Wort fand einen H&#246;hepunkt auf \u201eAttica Blues\u201d, Ende Januar 1972 aufgenommen als Reaktion auf den blutig niedergeschlagenen Aufstand im Attica State Prison. Zugleich dokumentiert die Platte Shepps verst&#228;rkte Auseinandersetzung mit der gesamten afroamerikanischen Musiktradition, Blues und Soul eingeschlossen. Zehn Jahre sp&#228;ter, im Februar 1982, ver&#246;ffentlichte Shepp eine Duoplatte mit dem niederl&#228;ndischen Keyboarder Jasper van\u2019t Hof. Das Titelst&#252;ck \u201eMama Rose\u201c basiert auf einem Gedicht, das Shepp seiner Gro&#223;mutter gewidmet hat \u2013 eine Bilanz der politischen K&#228;mpfe, eine Reflexion &#252;ber das Leben und eine seiner eindringlichsten Aufnahmen.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zusammen flie&#223;en: Komposition, Improvisation und Visual Arts beim New Adits Festival: New Adits 2021. Gegenw&#228;rtige Musik und interdisziplin&#228;re Kunstformen. (Teil 2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Es war ein Festival der N&#228;he statt social distancing in Klagenfurt\/Celovec im Sp&#228;tsommer 2021, mit erlebbarer Wohnzimmeratmosph&#228;re in der Villa for Forest statt Onlinestreaming wie im Jahr zuvor. New Adits mit intimem Charakter, \u2013 und w&#252;rde der Begriff \u201efamili&#228;r\u201c nicht durch seinen inflation&#228;ren Einsatz in anderen Zusammenh&#228;ngen schon ein wenig abgenutzt klingen, h&#228;tte er sich zur Beschreibung der Stimmung im Publikum und unter den K&#252;nstler\/innen f&#246;rmlich aufgedr&#228;ngt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit 2010 wird mit diesem charmanten Festival ein Podium f&#252;r Gegenw&#228;rtige Musik und interdisziplin&#228;re Kunstformen, wie Performance, Video- und Klanginstallationen geboten. Sowohl akustische als auch elektronische Musik stand auf dem Programm, \u2013 im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation. Die aufgef&#252;hrten Werke des Kurator\/innen-Duos Ingrid Schmoliner (Wien) und Matthias Erian (Berlin) stehen im Mittelpunkt der beiden Zeit-Ton-Ausgaben heute und morgen. Gestaltung: Christine Pleschberger<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Open: Diskurs: Wander-Zirkus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Klima- und Umweltdebatte spielt in den derzeitigen politischen Debatten eine zentrale Rolle \u2013 und sie wird sich auch auf das Musikleben auswirken: Werden Orchester in Zukunft noch reisen?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der internationale Musik-Zirkus hat bereits ja teils extreme Ausformungen angenommen: der Stardirigent, der vormittags eine Probe in Frankfurt absolviert \u2013 Flugzeug \u2013 nachmittags in Dresden (oder Stuttgart, das ist egal) eine weitere Probe \u2013 Flugzeug \u2013 um am n&#228;chsten Tage in Tokio f&#252;r ein Konzert zu landen. Ein gro&#223;es Orchester, 130 Musiker:inn:en plus Entourage, auf Asien-Tournee \u2013 was bedeutet das f&#252;r den &#246;kologischen Fu&#223;abdruck? Und ist der Wander-Zirkus durch alle Kontinente und Metropolen &#252;berhaupt w&#252;nschenswert? Bringt das einen &#228;sthetischen N&#228;hrwert? Oder bietet am Ende doch jedes gr&#246;&#223;ere Museum einen Warhol, den man schon dutzendmal zu sehen geglaubt hat? Fragen &#252;ber Fragen.<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Jazztime: Jazz auf Reisen \u2013 Hommage an einen oft Vergessenen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das \u201eDameronia\u2019s Legacy Allstar Octet\u201c mit einer musikalischen Verbeugung vor dem Bebop-Pianisten Tadd Dameron<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter der Leitung von Schlagzeuger Bernd Reiter spielen unter anderem die amerikanischen Gaststars Dick Oatts (Altsaxofon) und Jim Rotondi (Trompete) Klassiker des Komponisten pr&#228;gnanter Jazzst&#252;cke. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc92817865\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 22.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>09:05 bis 10:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Musikstunde: Soul Makossa \u2013 Musik aus Kamerun<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Susanne Herzog.\u00a0 \u201eAfrika im Kleinen\u201c wird Kamerun genannt. Regenwald, Savanne, Bergland und Str&#228;nde: Kameruns Landschaft ist genauso abwechslungsreich wie die Musik des Landes. \u201eMakossa\u201c \u2013 so hei&#223;t ein bekannter Musikstil aus der Metropole Douala. Zur Gegend um Kameruns Hauptstadt Yaound\u00e9 geh&#246;rt \u201eBikutsi\u201c. Au&#223;erdem mit dabei: der Schriftsteller und Musiker Francis Bebey mit seinem ganz eigenen Sound, der Multiinstrumentalist Richard Bona zwischen Jazz, Pop und Weltmusik und viele mehr! (SWR 2018)<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>BR-KLASSIK \u2013 Das Musik-Feature: Drei Rosen, drei Damen und ein Saxofon \u2013 Die Musik der Freimaurer<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ulrike Z&#246;ller. Die drei Damen und viele andere Figuren und Symbole der Zauberfl&#246;te laden in die Welt der Freimaurerei ein: Dass die beiden Logenbr&#252;der Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart ihre Oper mit Symbolen des freiheitlichen M&#228;nnerbundes gespickt haben, ist inzwischen Allgemeinwissen. Der Loge geh&#246;rten aber auch Komponisten wie Joseph Haydn, Louis Spohr und Johann Nepomuk Hummel an, ebenso wie zwei Protagonisten unseres bis heute g&#252;ltigen Volksliedbegriffes: Johann Gottfried von Herder und der schottische Dichter Robert Burns, der sich selbst als \u201eFiddler and Poet\u201c bezeichnete. Wie freimaurerisch sind unser deutsches Volkslied, der europ&#228;ische Folk? Und wie freimaurerisch ist der amerikanische Jazz? War es programmatisch, dass bereits der Erfinder des Saxofons, Adolphe Sax, einer Loge angeh&#246;rte? Viele Gr&#246;&#223;en des US-Jazz waren und sind \u201eBr&#252;der\u201c; die Jazzszene der 1950er und 1960er Jahre stellte fast so etwas wie eine gro&#223;e Loge f&#252;r sich dar: Louis Armstrong, Lionel Hampton, Duke Ellington, Nat King Cole, Fats Waller oder Count Basie waren Freimaurer. Auch in der zeitgen&#246;ssischen Musikszene und im Grenzgebiet zwischen zeitgen&#246;ssischer Klassik und Jazz, Folk und Kabarett finden sich viele Logenbr&#252;der, deren Denken ihre Kunst beeinflusst \u2013 auch wenn sich nicht alle Musiker &#246;ffentlich zur Freimaurerei bekennen. Schlie&#223;lich ist Musik bis heute ein wesentlicher Bestandteil der Zeremonien und des freimaurerischen Alltags. Ulrike Z&#246;ller begibt sich auf Spurensuche in eine geheimnisvolle und faszinierende Musikwelt.<\/p>\n<p>19:05 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Ultraschall Berlin \u2013 Festival f&#252;r neue Musik \u2013 Live aus dem radialsystem<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Yiran Zhao<\/strong>: \u201eFluctuation Ia\u201c f&#252;r Ensemble (2015\/2016) \/ \u201eJoik\u201c f&#252;r Rahmentrommel (2014) \/ \u201ePiep\u201c f&#252;r zwei Korg MA-1 Metronome (2015) \/ \u201eOhne Stille II\u201c f&#252;r eine gro&#223;e Trommel und Licht (2014\/2015) \/ \u201eTouch II\u201c f&#252;r Ensemble (2015\/2016). Christian Dierstein, Schlagzeug; Dirk Rothbrust, Schlagzeug<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ensemble Recherche: Melise Mellinger, Violine; Mirka Stepanovic, Viola (als Gast); \u00c5sa \u00c5kerberg, Violoncello; Phoebe Bogn\u00e1r, Fl&#246;te, Piccolo (als Gast); Shizuyo Oka, Klarinette; Christian Dierstein, Schlagzeug; Klaus Steffes-Holl&#228;nder, Klavier; Robert Felix Menczel, Gitarre (als Gast)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">21.00 Uhr: <strong>Celeste Oram &amp; Ensemble Adapter<\/strong>: \u201eYunge Eylands Varpcast Netwerki\u00f0\u201c (2021-2022). Experimentelle Radio-Oper. Ensemble Adapter: Kristjana Helgad\u00f3ttir, Fl&#246;te, Stimme; Ing\u00f3lfur Vilhj\u00e1lmsson, Klarinette, Stimme; Gunnhildur Einarsd\u00f3ttir, Harfe, Stimme; Matthias Engler, Perkussion, Stimme; Zak Argabite, Technische Entwicklung\/Design<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">22.00 Uhr: <strong>Stefan Prins<\/strong>: \u201ePiano Hero #1\u201c f&#252;r Midi-Keyboard, Live-Elektronik und Video (2011) | <strong>Christian W. Christensen<\/strong>: \u201ePiano Preludes\u201c f&#252;r pr&#228;pariertes Klavier (2012-2015) | <strong>Stefan Prins<\/strong>: \u201ePiano Hero #4\u201c f&#252;r Midi-Keyboard, Elektronik und Video (2016-2017) | <strong>Klaus Lang<\/strong>: sechs pr&#228;ludien f&#252;r klavier (2011). Rei Nakamura, Klavier<\/p>\n<p>20:00 bis 23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Aus M&#252;nchen: \u201eDie Nase\u201c von Dmitri Schostakowitsch<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wenn die Nase pl&#246;tzlich nicht mehr mitten im eigenen Gesicht sitzt, sondern auf zwei Beinen umherspaziert und sich als vermeintlicher Staatsrat f&#252;r etwas Besseres h&#228;lt, dann k&#246;nnte und sollte man das f&#252;r einen Traum halten. In Schostakowitschs abenteuerlich-grotesker Oper nach Gogol aber ist es bitterb&#246;se Wirklichkeit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">(Aufnahme vom 27. Oktober 2021 aus dem Nationaltheater). Mit einem Ausrufezeichen und einem Pl&#228;doyer f&#252;r die Musik des 20. Jahrhunderts er&#246;ffnete das neue F&#252;hrungsteam aus Intendant Serge Dorny und Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski die Saison in M&#252;nchen. Dmitri Schostakowitsch schrieb seine erste Oper \u201eDie Nase\u201c 1928 als 22-J&#228;hriger und er schuf eine wild-verwegene Mischung aus hochexpressiven, atonalen Episoden, trivialen Tanzeinlagen und spielerisch neoklassizistischen und folkloristischen Elementen. Das St&#252;ck war zun&#228;chst recht erfolgreich, verfiel aber dann in den 1930er Jahren wie so vieles andere auch dem \u201eFormalismusverdikt\u201c der russischen Machthaber.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In M&#252;nchen kam die Oper jetzt zum allerersten Mal auf die B&#252;hne, inszeniert von Kirill Serebrennikov, der seine russische Heimat aktuell nicht verlassen darf, von daher gewisserma&#223;en aus dem erzwungenen Homeoffice Regie f&#252;hrte. Seine Interpretation setzte vielleicht allzu sehr auf die demonstrative und alles andere etwas nivellierende Polizeipr&#228;senz, wodurch die Kenntlichkeit und Pr&#228;gnanz der Personen doch ein wenig litt \u2013 zudem sorgte die nicht ganz einleuchtende Verlegung zweier Szenen f&#252;r weitere inhaltliche Un&#252;bersichtlichkeit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vladimir Jurowski f&#252;hrte souver&#228;n durch die komplexe Partitur mit einem gar nicht so gro&#223; besetzten Orchester, erweitert allerdings durch eine neunk&#246;pfige Schlagzeuggruppe und entlegenes Instrumentarium wie Domra, Balalaika und singender S&#228;ge. In der Partie des seiner Nase beraubten, leidgeplagten Protagonisten &#252;berzeugte der russische Bariton Boris Pinkhasovich \u2013 vor allem aber bot die Bayerische Staatsoper eine hervorragende Ensemble-Leistung, denn mit einer Besetzungsliste von absolut rekordverd&#228;chtigen 58 Rollen stellt \u201eDie Nase\u201c f&#252;r jedes Haus eine erstmal zu bew&#228;ltigende Herausforderung dar.<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: #zusammenspielen \u2013 Das Christoph Neuhaus Trio im Studio 2 in Baden-Baden<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Henry Altmann. \u201eZusammen spielen\u201c muss ein Gitarrist erst mal mit sich selbst, sechs Saiten und zehn Finger lassen da viele M&#246;glichkeiten. Weil Christoph Neuhaus das auf bislang f&#252;nf eigenen und &#252;ber 60 Alben aber auch mit anderen zusammen extrem gut kann, hat er 2021 den Landesjazzpreis Baden-W&#252;rttemberg erhalten. Am 13. Juni vern&#228;hte er beim #zusammenspielen im Studio 2 des SWR in Baden-Baden die Schnittstellen von Jazz, Blues und Folk, im klassischen Trio mit Martin Meixners brodelndem Hammond-B3-Sound und den satten Grooves von Daniel Mudrack am Schlagzeug.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Discorso \u2013 Georg Katzers letzte Instrumentalwerke<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Ingo Dorfm&#252;ller. Dass Georg Katzer (1935- 2019) sein letztes gro&#223;es Orchesterwerk \u201ediscorso\u201d nannte, wirkt wie ein Reflex seiner k&#252;nstlerischen Lebenserfahrung. Was er konkret erlebt hat, sei dahingestellt \u2013 ob unter obrigkeitlicher Diskurslenkung anfangs in Ostberlin oder an Diskurs-Fragmentierung sp&#228;ter im wiedervereinten Deutschland. Im St&#252;ck scheinen Stadien eines argumentativen Dialogs indes noch einmal auf: Rede, Gegenrede, Disput, Streit, bis zum v&#246;lligen Zerw&#252;rfnis. \u201eDiscorso\u201d geh&#246;rt zum Sp&#228;twerk des Komponisten, das eine aktuelle CD des Labels NEOS dokumentiert. Auch in kammermusikalischen Formaten lassen sich hier die Ideen von Dialog und Diskurs wie ein roter Faden verfolgen: Etwa in \u201epostscriptum zu B.\u201d, drei St&#252;cke, die sich mit Beethovens Cellosonaten auseinandersetzen. Oder im f&#252;nften Titel der Werkreihe \u201eLa Scuola dell\u2019 Ascolto\u201d \u2013 dazu bestimmt, Laienmusiker und unge&#252;bte H&#246;rer mit Formen und Kl&#228;ngen der Neuen Musik vertraut zu machen.<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>The Artist\u2019s Corner | Jugend komponiert 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Stefan Fricke. Seit 1985 f&#252;hrt die Jeunesses Musicales Deutschland j&#228;hrlich den Bundeswettwerb \u201eJugend komponiert\u201c durch.<\/p>\n<p>23:03:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Martin Philadelphy im Studio, Shai Maestro &amp; Eleni 2021 in Lech <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zu Gast im Jazznacht-Studio ist der 50-j&#228;hrige Gitarrist und S&#228;nger Martin Philadelphy. Seit vielen Jahren bereichert der geb&#252;rtige Innsbrucker mit unterschiedlichsten Projekten die &#246;sterreichische Musik-Szene. Im Gespr&#228;ch mit Christian Bakonyi plaudert der heute zwischen Wien und New York pendelnde Musiker &#252;ber seine neuesten Produktionen \u201eRetrograde 2\u201c und \u201eKomp\u201c -letztere eine Zusammenarbeit mit dem d&#228;nischen Schlagzeuger Kresten Osgood und dem US-amerikanischen Bassisten Trevor Dunn.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die &#214;1-Konzertaufnahme stammt von der Jazzb&#252;hne Lech, die seit 2015 jeden Sommer von Philip Waldhart im bekannten Wintersportort am Arlberg veranstaltet wird: Am 14. August 2021 pr&#228;sentierten der israelische Pianist Shai Maestro und die griechische S&#228;ngerin Eleni Arapoglou im Sportpark Lech ihr Programm \u201eSongs of Courage and Imagination\u201c, mit Liedern in englischer, spanischer und griechischer Sprache.<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Elektronische Musik: Stromlinie reloaded [16] erikM<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Anders als andere experimentelle DJs, die musikalische Wiedergabeger&#228;te wie Plattenspieler und CD-Spieler gerne als Ger&#228;uschgeneratoren missbrauchen, nutzt der franz&#246;sische Klangk&#252;nstler erikM Speichermedien, um mit den Zeichen des kulturellen Alltags musikalische Referenzsysteme zu generieren. Ganz gleich, ob er mit Soundrecordings des st&#228;dtischen Alltags oder ins kollektive Bewusstsein gebrannte Klangikonen der Filmgeschichte jongliert, stets entstehen aus der Collagen heraus Klangwelten, die das Selbstverst&#228;ndnis der modernen Gesellschaft analytisch hinterfragen. erikM mit einem live gespielten Studiokonzert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">erikM: O. T., Live-elektronische Improvisation f&#252;r CD-Spieler und Elektronik<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Die Balalaika \u2013 Das dreieckige Weltwunder<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vermutlich haben sie die Mongolen nach Russland eingeschleppt, jedenfalls geh&#246;rt die Balalaika zu diesem Land wie Wodka, der Kreml und die Matrjoschka. Sie ist aus der russischen Volksmusik nicht wegzudenken (und wegzuh&#246;ren)! Dabei hat sie nur drei Saiten, von denen auch noch zwei gleich gestimmt sind: A-E-E. Aber in denen stecken Teufel, Babuschki, Melancholiker und Engel. So kann die Balalaika mit ihrem hauchzarten Tremolo die Seele in Schwingungen versetzen, ihr Pizzicato klirrt wie gefrorene Regentropfen und wenn man sie anschl&#228;gt wie eine Gitarre, suggeriert sie, man w&#228;re bei einer Gluthitze irgendwo in S&#252;dspanien. Die Balalaika ist die kleinste dreieckige Geschichtenerz&#228;hlerin der Welt. Der Balalaikvirtuose Alexander Paperny kennt ihre Geheimnisse, ihre T&#252;cken und Spezialit&#228;ten. In \u201eMusik der Welt\u201c geht es mit der Balalaika zu Filmhits aus den \u201eGoldenen Zwanzigern\u201c, ins Studierzimmer von J.S. Bach und in die russische Steppe. Eine Sendung von Sylvia Schreiber<\/p>\n<p>23:05 bis 02:00 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Lange Nacht: Das Dr&#246;hnen der heiligen Stimme \u2013 Eine Lange Nacht &#252;ber Arnold Sch&#246;nberg<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Egbert Hiller. Regie: Burkhard Reinartz. Geboren wurde der Komponist Arnold Sch&#246;nberg 1874 in Wien. Gestorben ist er 1951 in Los Angeles. Er lebte in unruhigen Zeiten mit zwei Weltkriegen und harschem gesellschaftlichem Wandel: \u201eeine Welt von gestern\u201c, die der heutigen aber noch den Spiegel vorh&#228;lt. K&#252;nstlerisch wurde er stark von der sp&#228;ten Romantik beeinflusst, von Johannes Brahms, Richard Wagner und Gustav Mahler. Doch er ging weit &#252;ber sie hinaus und geriet zum Au&#223;enseiter des Wiener Musiklebens, aber auch zum &#220;bervater der Musik des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer Komponist sp&#252;rte er den Atem der Geschichte, wie kaum ein anderer beeinflusste er selbst die Geschichte der Musik. Sch&#246;nberg wagte viel und hatte oft das Gef&#252;hl, \u201ealles ist hin\u201c. Private Verwicklungen und Beziehungskrisen wirkten tief in seine Werke hinein. Massive, auch antisemitische Anfeindungen trafen ihn hart, seinen Weg aber verfolgte er unbeirrt weiter. Er erfand die bahnbrechende Zw&#246;lftontechnik und besann sich zur&#252;ck auf seine j&#252;dische Identit&#228;t, die mit seiner ber&#252;hmten Oper \u201eMoses und Aron\u201c eng verkn&#252;pft ist. Zwischen Wien, Berlin und Los Angeles, zwischen Krieg und Frieden, zwischen Tradition und Utopie \u2013 eine \u201eLange Nacht\u201d &#252;ber Arnold Sch&#246;nberg und sein bewegtes Leben und Schaffen.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc92817866\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 23.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>09:30 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Essay und Diskurs: Working Class \u2013 Arbeitersiedlungen an der neuen Seidenstra&#223;e in der Fotografie<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bernard Langerock im Gespr&#228;ch mit Pascal Fischer. Der D&#252;sseldorfer Fotograf Bernard Langerock besuchte drei Arbeitersiedlungen entlang der \u201eneuen Seidenstra&#223;e\u201c, das chinesische Chongqing, das polnische Zabrze und die Oberhausener Siedlung Eisenheim. &#220;ber Tausende Kilometer hinweg fotografierte er Verbindendes und Unterschiede im Alltag und Leben derjenigen, die einst und heute die Handelsg&#252;ter und Konsumwaren der Seidenstra&#223;e produzierten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Ausstellung seiner Bilder ist digital im Museum Eisenheim St. Antony-H&#252;tte zu sehen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Seidenstra&#223;e, ein sagenumwobenes Netz von Handels- und Karawanenstra&#223;en, verband &#252;ber Jahrhunderte Zentralasien mit Europa. Auf ihr bewegten sich G&#252;ter, Menschen, Ideen und Innovationen. Auch heute noch ist die Vorstellung einer verbindenden Handelsroute zwischen Ost und West lebendig, etwa im Projekt der \u201eneuen Seidenstra&#223;e\u201c, als deren einer Ausgangspunkt Xian in Zentralchina und deren anderer Duisburg am Rhein betrachtet wird.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bernard Langerock, geboren 1953 in Belgien, lebt und arbeitet in D&#252;sseldorf. Nach der Ausbildung an der Staatlichen Kunstakademie D&#252;sseldorf ist er seit 1972 als freier Fotograf international t&#228;tig. &#220;ber Fotografie sagt er: \u201eFotografien sind das Ergebnis reflektierender Urteilskraft, sie entstehen als Plakative und entwickeln sich weiter als versuchte Explikate im Kontext ihrer Zeit.\u201c<\/p>\n<p>13:30 bis 15:00 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Zwischent&#246;ne: Musik und Fragen zur Person \u2013 Der Journalist Martin Gommel im Gespr&#228;ch mit Julius Stucke<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Martin Gommel hat als Fotojournalist gefl&#252;chtete Menschen portr&#228;tiert. Als Erzieher arbeitet er in einer Berliner Kindertagesst&#228;tte. Als Reporter f&#252;r psychische Gesundheit schreibt er seit einigen Jahren &#252;ber ein sehr pers&#246;nliches Thema, denn er hat seit seiner Kindheit wiederkehrende Depressionen. Und es &#228;rgert ihn wenn, wie er sagt, Erkrankte ignoriert werden.<\/p>\n<p>17:10:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Mahalia Jackson: Zum 50. Todestag der \u201eQueen of Gospel\u201c <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 27. J&#228;nner 1972 erlag Mahalia Jackson mit nur 60 Jahren in Chicago einem Herzversagen. Ihre Grabrede hielt Coretta Scott King, die Witwe des ermordeten B&#252;rgerrechtlers Martin Luther King Junior. Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod ist Mahalia Jackson immer noch die am meisten geachtete Person in der Geschichte des \u201eBlack Gospel\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Geboren 1911 in New Orleans war Jackson w&#228;hrend der \u201eGro&#223;en Depression\u201c Teil der \u201eGreat Migration\u201c und landete in Chicago, wo sie eine hoch gesch&#228;tzte S&#228;ngerin einer evangelischen Baptistenkirche und ab Mitte der 1950er Jahre eine gefeierte Plattenk&#252;nstlerin f&#252;r Apollo und Columbia Records wurde, gepriesen als \u201eThe World\u2019s Greatest Gospel Singer\u201c-Titel ihres Deb&#252;talbums bei Columbia Records.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bandleader wie Earl Hines und Duke Ellington umschw&#228;rmten Jackson; mit ihrer Authentizit&#228;t und m&#228;chtigen Altstimme begeisterte sie die Zuh&#246;rer\/innen in Kirchen, beim namhaften Newport Jazz Festival 1958 und in der ber&#252;hmten Carnegie Hall in New York City. Diese Aschenputtel-Erz&#228;hlung von Jacksons Karriere w&#228;hrend des Jahrzehnts nach dem Zweiten Weltkrieg war f&#252;r Afroamerikaner\/innen von gro&#223;er Bedeutung. Jackson war die erste Gospelk&#252;nstlerin, die diverse Medien nutzte; mit einem landesweit ausgestrahlten Radioprogramm, einer in Chicago ans&#228;ssigen Fernsehshow und fr&#252;hen Aufnahmen, die den \u201eBlack Gospel\u201c direkt aus der Kirche heraus einem amerikanischen und europ&#228;ischen Publikum n&#228;herbrachte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gleichzeitig entstand dabei der Trend zu religi&#246;sem Pop im fr&#252;hen Kalten Krieg. Legend&#228;r Mahalia Jacksons Auftritt am 28. August 1963 zum Abschluss des B&#252;rgerrechtsmarsches nach Washington: Sie begeisterte 250.000 Zuh&#246;rer\/innen vor Martin Luther Kings gro&#223;er Rede \u201eI Have a Dream\u201c mit dem afroamerikanischen Spiritual \u201eI\u2019ve Been \u2018Buked and I\u2019ve Been Scorned\u201c: \u201eIch wurde beschimpft und verh&#246;hnt. Ich werde es meinem Herrn erz&#228;hlen, wenn ich nach Hause komme, wie lange ihr mich schon schlecht behandelt habt.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zum 50. Todestag streifen wir durch Mahalia Jacksons reichhaltige Diskografie und h&#246;ren eine S&#228;ngerin, die ihre m&#228;chtige Stimme immer im Dienst des Herrn erklingen lie&#223;!<\/p>\n<p>18:30 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Claude Debussy: \u201ePell\u00e9as et M\u00e9lisande\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Staatsphilharmonie N&#252;rnberg: Joana Mallwitz. Informationen und Gespr&#228;che zur aktuellen Premiere im Staatstheater N&#252;rnberg: Claude Debussy: \u201ePell\u00e9as et M\u00e9lisande\u201c. Mit Dorothee Hu&#223;lein<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zu Gast: Jens-Daniel Herzog (Staatsintendant und Operndirektor), Joana Mallwitz (Generalmusikdirektorin), Tarmo Vaask (Chordirektor), Julia Gr&#252;ter (M\u00e9lisande), Samuel Hasselhorn (Pell\u00e9as)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">ab 19.00 Uhr: Claude Debussy: \u201ePell\u00e9as et M\u00e9lisande\u201c. \u201ePell\u00e9as et M\u00e9lisande\u201c \u2013 Claude Debussys Oper atmet den Geist des Fin de si\u00e8cle, die Musik ist durchweht von Todesahnung und unerf&#252;llter Sehnsucht nach Liebe und Freiheit. Und doch ist es auch ein Werk des Aufbruchs in ein neues Jahrhundert, ein Werk des Ausbruchs aus der Konvention. Die literarische Vorlage des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck deutet in seiner Sprache das Wesentliche nur an: das was verschwiegen wird, aber in Gesten und Stimmungen mitschwingt, ist wichtiger als das, was explizit gesagt wird. Die &#228;u&#223;ere Handlung sei f&#252;r ihn nicht der Kern des Dramas, &#228;u&#223;erte Maeterlinck, er versuche vielmehr, \u201etiefer in das menschliche Bewusstsein hinabzusteigen.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das war auch der Anspruch Debussys, der mit seiner feinsinnigen, &#228;therischen Klangsprache vielschichtige Psychogramme der Hauptpersonen erschuf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201ePell\u00e9as et M\u00e9lisande\u201c ist die erste Opernpremiere am Staatstheater N&#252;rnberg im neuen Jahr. Allerdings kann die urspr&#252;nglich geplante Neuinszenierung von Staatsintendant Jens-Daniel Herzog aufgrund der Corona-Lage nicht realisiert werden, so dass die Premiere konzertant stattfindet. Am Pult steht Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz in der ersten Premiere nach ihrer Elternzeit. In den Titelrollen singen Julia Gr&#252;ter als M\u00e9lisande und Samuel Hasselhorn als Pell\u00e9as.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bereits um 18.30 Uhr meldet sich live aus dem Foyer Dorothea Husslein mit Interviewg&#228;sten rund um die N&#252;rnberger Neuproduktion.<\/p>\n<p>19:21 bis 20:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: The Spirit of the Streets \u2013 Eine Paris-Hommage der Komponistin Rebecca Trescher<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas Loewner. Seit fast 10 Jahren leitet die N&#252;rnberger Komponistin, Klarinettistin und Bandleaderin Rebecca Trescher ihr eigenes Large Ensemble. Mit dem Tentett hat Trescher einen erfrischenden, modernen Klang zwischen Jazz und Klassik entwickelt. F&#252;r ihre k&#252;nstlerische Arbeit wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. war sie 2019 ein Jahr lang Artist in Residence an der Pariser Cit\u00e9 Internationale des Arts. W&#228;hrend dieser Zeit spazierte Rebecca Trescher viel durch die Stra&#223;en der Stadt und lie&#223; sich von ihrer Atmosph&#228;re und ihrem Spirit zu einer vierteiligen Suite inspirieren, die im Zentrum ihres neuen Albums steht.<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Gro&#223;es Haus, Stadttheater Bremerhaven \u2013 Aufzeichnung vom 19.01.2022<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>M\u00e9lanie Bonis<\/strong>: Trois femmes de l\u00e9gende | <strong>Alma Mahler<\/strong>: Lieder | <strong>Louise Farrenc<\/strong>: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 32. Solgerd Isalv, Mezzosopran; Philharmonisches Orchester Bremerhaven; Leitung: Marc Niemann<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Lieblingswerke des Jubilars Peter Burwik: Peter Burwik empfiehlt. Musik zum 80er des Dirigenten und Ensemblegr&#252;nders<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Peter Burwik studierte bei Hans Swarowsky in Wien Dirigieren und promovierte in Theaterwissenschaft an der Universit&#228;t Wien. 1968 gr&#252;ndete er das Wiener Universit&#228;tsorchester, 1971 das ensemble XX. jahrhundert, das 2021 den 50. Geburtstag gefeiert hat (inklusive Umbenennung in ensemble XXI. jahrhundert) und dessen Direktor er bis heute ist. An der Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien war Burwik als ao. Professor im Rahmen von \u201eInterpretation und Auff&#252;hrungspraxis Neuer Musik\u201c verantwortlich f&#252;r den Aufbau der F&#228;cher \u201eKompositionspraktikum\u201c sowie \u201eMusik der Gegenwart\u201c. Am Dienstag, 25. J&#228;nner 2022 feiert Burwik 80. Geburtstag. In diesem \u201eZeit-Ton extended\u201c stellt der Jubilar Musik und Interpretationen vor, die ihn gepr&#228;gt haben. Gestaltung: Rainer Elstner<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Neue Musik: Vokale Verwandlungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Sophie Emilie Beha. \u201eI like to be surprised. That\u2019s what I look for.\u201c Juliet Fraser sucht in jedem St&#252;ck &#220;berraschungsmomente. Ihre Neuaufnahmen zeugen davon, wie neugierig, offen und experimentierfreudig die englische Sopranistin und Stimmakrobatin unterwegs ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Juliet Fraser erkundet als Solistin wie auch in der Vokalformation Exaudi, die sie mitgegr&#252;ndet hat, die Stimme bis in die extremsten Bereiche \u2013 zwischen Hauchen, Fl&#252;stern und exaltierten Ausbr&#252;chen. Dies geschieht meist in enger Kooperation mit Komponist*innen wie Rebecca Saunders, Enno Poppe oder Beat Furrer.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Rebecca Saunders\u2019 Skin setzt sich mit der Haut als Metapher f&#252;r Verg&#228;nglichkeit auseinander. Alte Haut wird abgelegt, damit neue wachsen kann. Genau wie Beat Furrers Lot\u00f3fagos bezieht es sich auf Odysseus. Furrers Komposition f&#252;r Sopran und Kontrabass behandelt den Zustand der Amnesie, das Abgleiten in einen anderen Zustand. Der Titel bezieht sich auf die Gef&#228;hrten des Odysseus, die Lotosblumen a&#223;en, um zu vergessen. Enno Poppes Wespe verwendet einen Text von dessen Lieblingspoeten Marcel Beyer, vertont in ironischer Lautmalerei. Und Morton Feldmans legend&#228;res Vokalwerk Three Voices entfaltet eine ganz besondere Sogwirkung: Drei Stimmen &#252;berlagern und verschlingen sich, die in Wirklichkeit von ein und dieselben Vokalistin gesungen werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Enno Poppe<\/strong>: Wespe f&#252;r Stimme | <strong>Beat Furrer<\/strong>: Lotofagos f&#252;r Sopran und Kontrabass; Juliet Fraser, Sopran; Uli Fusseneger, Kontrabass | <strong>Morton Feldman<\/strong>: Three Voices f&#252;r Stimme | <strong>Rebecca Saunders<\/strong>: Skin f&#252;r Stimme und Ensemble. Juliet Fraser, Sopran; Klangforum Wien, Leitung: Titus Engel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style><\/style>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Radiowoche%20vom%2017.01.22%E2%80%9323.01.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F01%2F16%2Fdie-radiowoche-vom-17-01-2223-01-2022%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Die%20Radiowoche%20vom%2017.01.22%E2%80%9323.01.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2022%2F01%2F16%2Fdie-radiowoche-vom-17-01-2223-01-2022%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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