{"id":25074,"date":"2021-12-26T12:00:35","date_gmt":"2021-12-26T11:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=25074"},"modified":"2021-12-20T13:14:01","modified_gmt":"2021-12-20T12:14:01","slug":"die-radiowoche-vom-27-12-2102-01-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2021\/12\/26\/die-radiowoche-vom-27-12-2102-01-2022\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 27.12.21\u201302.01.2022"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"_Toc87008090\"><\/a>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 52.<br \/>\nDie &#220;bersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr.<\/p>\n<p>Wenn Sie sich eine t&#228;gliche Info&#252;bersicht in Ihr Postfach w&#252;nschen, <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/newsletter\/\">tragen Sie sich hier<\/a> in den kostenlosen Newsletter <strong>nmz \u2013 der radiotag<\/strong> ein. Sie bekommen dann gegen 18 Uhr die ausgew&#228;hlten Sendungen f&#252;r den n&#228;chsten Tag.<\/p>\n<h3>Inhalt<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"#_Toc90898098\">mo \u2013 27.12.2021. 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc90898099\">di \u2013 28.12.2021. 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc90898100\">mi \u2013 29.12.2021. 6<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc90898101\">do \u2013 30.12.2021. 8<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc90898102\">fr \u2013 31.12.2021. 10<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc90898103\">sa \u2013 01.01.2022. 12<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_Toc90898104\">so \u2013 02.01.2022. 16<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"_Toc90898098\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898098\"><\/a>mo \u2013 27.12.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>\u201eDoppeltes Spiel\u201c: Dmitrij Schostakowitsch \u2013 Eine H&#246;rbiografie in zehn Kapiteln<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Erstes Kapitel: Roter Oktober (1917-1925). Er lie&#223; sich nicht gern die Karten schauen. Und er hatte Grund daf&#252;r. &#220;ber sein eigenes Leben behauptete Schostakowitsch: \u201eEs war ziemlich grau und farblos\u201c. In Wirklichkeit war es das spannendste Komponistenleben des 20. Jahrhunderts. Revolution und B&#252;rgerkrieg, Stalins Terror und der zweite Weltkrieg, die Hoffnungen der \u201eTauwetter\u201c-Periode und die Erstarrung unter Breschnew: Die ganze tragische Geschichte der Sowjetunion zieht eine Spur durch sein Schaffen. Als scheinbar linientreuer Musikfunktion&#228;r spielte er selbst mit \u2013 aber seine Musik spricht gegen das Regime, f&#252;r dessen Opfer und f&#252;r die Freiheit der Kunst. \u201eDas ist ein Spiel, das &#252;bel enden kann\u201c, drohte Stalin dem ber&#252;hmtesten Komponisten des Landes in der \u201ePrawda\u201c. Kann ein sensibler, zerbrechlicher Mensch all das unbeschadet &#252;berstehen? Unter dem Titel \u201eDoppeltes Spiel\u201c erz&#228;hlt die neue H&#246;rbiografie das Epos einer Zeit und kommt dem &#252;berraschend schillernden Helden auch privat sehr nahe. Die Hauptfigur verk&#246;rpert Ulrich Matthes, als Erz&#228;hler spricht Udo Wachtveitl. Eine Sendung von J&#246;rg Handstein. Weitere Kapitel bis 07.01. immer um 19.05 Uhr auf BR-KLASSIK<\/p>\n<p>19:30:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Das Duo Jakob Zimmermann\/Daniel Ismaili bei den INNt&#246;nen 2021 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jakob Zimmermann gilt aktuell als einer der vielversprechendsten Newcomer der &#246;sterreichischen Jazzszene. Der 21-j&#228;hrige Pianist aus Bludenz, der nach Jahren in Tirol seit einigen Monaten in Wien lebt, hat im Sommer dieses Jahres in Klavier-Trio-Besetzung seine vielbeachtete Deb&#252;t-CD \u201eResistance\u201c ver&#246;ffentlicht. Das Duo mit dem in D&#252;sseldorf lebenden Tiroler Schlagzeuger Daniel Ismaili ist die andere \u201eWorking group\u201c Zimmermanns, sie war am 1. August 2021 -kurzfristig f&#252;r das schottische Fergus McCreadie Trio eingesprungen -beim INNt&#246;ne-Festival auf Paul Zauner Buchmannhof im ober&#246;sterreichischen Innviertel zu h&#246;ren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Und Zimmermann und Ismaili &#252;berzeugten nicht nur dank der plastischen, rhythmisch-melodisch komplexen und doch eing&#228;ngigen Kompositionen des Pianisten, ihre Musik erzeugte auch immer wieder unwiderstehliche Sogwirkung und bedeutete damit einen w&#252;rdigen Abschluss der diesj&#228;hrigen INNt&#246;ne.<\/p>\n<p>19:30 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Nichts zu verbergen? Chancen und Risiken digitaler Identit&#228;t<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas Kruchem. (Wdh. v. 19.10.2020). Eine Koalition aus Konzernen und Regierungen arbeitet an einer biometrisch definierten, digitalen Identit&#228;t f&#252;r jeden Menschen. Hier sollen zahllose pers&#246;nliche Daten bis hin zu Zahlungsverkehr, Aufenthaltsorten und privaten Begegnungen zusammenlaufen. &#220;ber seine mit manipulationssicherer Blockchain-Technologie angelegte Identit&#228;t solle, so die Bef&#252;rworter, jeder selbst verf&#252;gen. Er m&#252;sse nur f&#252;r beh&#246;rdliche oder kommerzielle Transaktionen erforderliche Daten freigeben. Auch Fl&#252;chtlinge und Kinder ohne Geburtsurkunde h&#228;tten so eine dokumentierte Existenz; Internet und Alltag w&#252;rden sicherer. Kritiker sehen im Konzept digitaler Identit&#228;t ein erschreckend effizientes Instrument weltweiter totaler Kontrolle des Einzelnen.<\/p>\n<p>20:03 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>In Concert: Jazzfest Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">silent green Kulturquartier, Berlin. Aufzeichnung vom 07.11.2021. <strong>Sylvie Courvoisier Trio<\/strong>:; Sylvie Courvoisier, Piano und Komposition; Drew Gress, Bass; Devin Gray, Schlagzeug. Moderation: Matthias Wegner<\/p>\n<p>21:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Klangraum Europa: B&#246;hmen liegt in uns (3\/4 und 4\/4) \u2013 Eine H&#246;rgeschichte der Bamberger Symphoniker<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Eva Gesine Baur. 2021 konnten die Bamberger Symphoniker ihr 75-j&#228;hriges Bestehen feiern. Die Klangtradition, auf die sich die Musikerinnen und Musiker des Orchesters berufen, reicht jedoch viel weiter zur&#252;ck, bis ins Prag der Mozartzeit. Der b&#246;hmische Klang, quasi die DNA des Traditionsensembles, sei daher heute noch h&#246;rbar, behaupten sie. Ein Narrativ, das immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen war. Und so reist auch bei Eva Gesine Baurs Spurensuche der Zweifel als st&#228;ndiger Begleiter mit. Baurs vierteiliges H&#246;rbuch, gelesen von Schauspieler und Iffland-Ring-Tr&#228;ger Jens Harzer sowie Nora Gomringer und Meike R&#246;tzer entstand in Kooperation mit dem Deutschlandfunk. Es f&#246;rdert eine Geschichte zu Tage, die leuchtender und schrecklicher nicht sein k&#246;nnte, wie die Sachbuch- und Romanautorin betont, die auch unter ihrem Pseudonym Lea Singer bekannt ist. Denn neben dem k&#252;nstlerischen Auf und Ab spiegelt ihre Geschichte des Klangs der Bamberger Symphoniker wie ein Seismograf auch die politischen Verwerfungen wieder, das Mit-, Neben- und Gegeneinander von Deutschen und Tschechen w&#228;hrend der vergangenen gut 200 Jahre.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Verabschiedung vom Eurozentrismus: Geschichte und Zukunft der zeitgen&#246;ssischen Musik im selbstkritischen Diskurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zentrale Institutionen zeitgen&#246;ssischer Musik besch&#228;ftigen sich in j&#252;ngster Zeit vermehrt mit dem Thema der Dekolonisation. Das spiegelt sich einerseits in der diverser werdenden Einladungspolitik der Festivals wider, aber auch im begleitenden Diskursprogramm: Das Berliner Festival maerzmusik brachte heuer u.a. Workshops und eine Diskussionsrunde zur \u201eIdentit&#228;t und Zukunft der zeitgen&#246;ssischen Musik\u201c sowie ein von George E. Lewis kuratiertes Konzert des Ensemble Modern unter dem Motto \u201eAfro-Modernism in Contemporary Music\u201c. Auch beim ORF musikprotokoll im steirischen herbst wird seit geraumer Zeit das Primat des westzentrierten Blicks in Frage gestellt \u2013 etwa mit Festivalprogrammen zum Schwerpunkt \u201eNebenan \u2013 Erkundungen in Europas Nachbarschaft\u201c und dem Programmaustausch &#252;ber das Festival-netzwerk ICAS der International Cities of Advanced Sound. Zum 100. Geburtstag der Donaueschinger Musiktage gab es im Oktober 2021 beim &#228;ltesten Neue-Musik-Festival einen Schwerpunkt unter dem Titel \u201eDonaueschingen Global\u201c. Dazu wurden seit 2019 Musik-Scouts durch alle Kontinente geschickte, die ihre Entdeckungen in Donaueschingen bei Konzerten, Installationen, Performances sowie Panels vorstellen und diskutieren werden. Organisationen wie das Berliner Kunst-Laboratorium Savvy und das EU-Finanzierte Projekt \u201eSounds Now\u201c stellen das Thema der Inklusion bei kuratorischen Entscheidungsprozessen in den Fokus. (Wiederholung vom 27. September 2021) Gestaltung: Rainer Elstner<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazztoday \u2013 Zum 70.Geburtstag von John Scofield (26.12.1951)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Henning Sieverts feiert den stilpr&#228;genden amerikanischen Gitarristen in Aufnahmen aus allen Phasen seiner Karriere, u.a. mit Miles Davis, Herbie Hancock, Steve Swallow, Eddie Harris, Larry Goldings und Bill Stewart.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 28.12.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Heroines of Sound \u2013 Pionierinnen der elektronischen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hubert Steins. In der vermeintlichen M&#228;nnerdom&#228;ne der elektronischen Musik waren fr&#252;h schon immer auch Komponistinnen elektroakustischer Werke aktiv.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Durch die \u201eMe-Too-Debatte\u201d ver&#228;ndert sich derzeit der Blick auch auf die j&#252;ngere Musikgeschichte. So kann auch die Fr&#252;hgeschichte der elektronischen Musik einer Revision unterzogen werden, denn obwohl als M&#228;nnerdom&#228;ne betrachtet, sind Komponistinnen elektronischer Werke bereits in der Fr&#252;hgeschichte der elektroakustischen Musik zahlreich vertreten. So listet etwa die zum Berliner Festival erschienene Publikation \u201eHeroines of Sound\u201d rund 90 Pionierinnen der elektroakustischen Musik auf, von denen in der Sendung einige vorgestellt werden.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Winter-Bilder<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Enjott Schneider<\/strong>: Orgelsymphonie Nr. 11, Licht \u2013 Mitten im kalten Winter (Hans Leitner, Orgel); Theo Rossmann: \u201eEine Ballade f&#252;r den Hausgebrauch im Winter\u201c (Marcel Cordes, Bariton; M&#252;nchner Philharmoniker: Theo Rossmann); <strong>Dietrich Ammende<\/strong>: \u201eWei&#223;er Schnee, wei&#223;e Gr&#228;ber\u201c (Hans Hotter, Bariton; Dietrich Ammende, Klavier); <strong>Hans Werner Henze<\/strong>: \u201eRoyal Winter Music I\u201c (Stephan Stiens, Gitarre); <strong>Wilhelm Killmayer<\/strong>: \u201eH&#246;lderlin-Lieder\u201c, 3. Zyklus (Markus Sch&#228;fer, Tenor; Siegfried Mauser, Klavier); <strong>Markus Zahnhausen<\/strong>: \u201eWinterbilder\u201c (Markus Bartholom\u00e9, Blockfl&#246;te); Anton W&#252;rz: Aus \u201eAcht Ges&#228;nge nach Versen chinesischer Dichter\u201c (Edith Urbanczyk, Sopran; Hortense Wieser, Klavier); <strong>Markus Schmitt<\/strong>: \u201eEchoi\u201c (Sebastian Hess, Violoncello; Moritz Eggert, Klavier); <strong>Rudolf Heinz Bartl<\/strong>: \u201eEs ist ein Schnee gefallen\u201c (Anneliese Seitz, Sopran; Paul Sanders, Klavier); <strong>Hans Werner Henze<\/strong>: \u201eRoyal Winter Music II\u201c, Bottom\u2019s Dream (Stephan Stiens, Gitarre)<\/p>\n<p>11:05 bis 12:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Bayern 2-Radio Revue: Die Lautlosen \u2013 Wie sich die vietnamesische Community in Ost und West integriert hat<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Susanne Betz. Wiederholung um 18.05 Uhr. Sie kamen als Vertragsarbeiter aus dem kommunistischen Norden Vietnams in die DDR und als Fl&#252;chtlinge vor dem Kommunismus aus dem S&#252;den nach Westdeutschland. Lautlos und fast unsichtbar hat sich die 180.000 umfassende Community integriert. Viele sind zu Wohlstand gekommen. Ein Ph&#228;nomen ist, dass der Aufstieg durch Bildung rasant verl&#228;uft: Vietnamesische Kinder sind in der Schule &#220;berflieger, sie toppen in allen Studien Kinder aus anderen Migrationsgruppen und vor allem auch deutsche Sch&#252;ler. Das Feature von Susanne Betz erkl&#228;rt, wie und warum dieser Integrationsmechanismus erfolgt. Es wird aber auch gezeigt, wie sehr die zweite Generation unter dem Druck leidet und versucht, gegen die Werte der ersten Generation zu rebellieren. Vor allem sind die jungen Deutsch-Vietnamesen nicht mehr lautlos.<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Z&#252;ndfunk extra: 50 Years After \u2013 The Mahavishnu Orchestra<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Roderich Fabian. 1971 war ein gutes Jahr f&#252;r Popmusik. Drei Jahre nach Woodstock und ein Jahr nach Aufl&#246;sung der Beatles ging es l&#228;ngst nicht mehr nur ums Tanzen und Mitsingen. Nein, die fortschrittliche Musik einer neuen Generation etablierte sich als gleichberechtigte Kunstform und als Ausdruck neuer Ideen. In dieser Reihe feiern wir sechs Alben des Jahres 1971, die die Evolution des Pop weiterbrachten. Wiederholung vom 18. Juli 2021<\/p>\n<p>19:30 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Ein Gespenst geht um in der Welt (1\/2) \u2013 Entstehung, Ideen und Wirkungen des Neoliberalismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Entstehung und die Fr&#252;hgeschichte des Neoliberalismus (1938-1979). Von Kristin Langen. (Teil 2 am 29.12.2021 19:30 Uhr). Ob konservativ, Mitte oder links \u2013 alle scheinen sich einig: Neoliberalismus, das ist nichts Gutes. Selten wird der Begriff bef&#252;rwortend verwendet, zumeist werden Missst&#228;nde damit beschrieben und oft ist Neoliberalismus oder neoliberal ein Kampfbegriff. Das war nicht immer so. Als der Begriff kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, 1938, auf dem Walter-Lippmann-Kolloquium in Paris zum ersten Mal aufkommt, bezeichnen sich die anwesenden Intellektuellen als Neoliberale \u2013 in einem positiven Sinn. In einer Zeit, in der totalit&#228;re Systeme \u2013 Faschismus, Kommunismus \u2013 in der Welt den Ton angeben, bem&#252;hen sie sich um eine Wiederbelebung liberaler Ideen. Noch ist die neo-liberale Bewegung ein Randph&#228;nomen, auch in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Doch ihre Vertreter bilden Netzwerke und schaffen so die Voraussetzung, um sp&#228;ter in Wissenschaft, Publizistik und Politik Einfluss zu gewinnen. Zugleich bilden sich unterschiedliche Str&#246;mungen heraus. Bald wird die Frage, was &#252;berhaupt Neoliberalismus ist, gar nicht mehr so einfach zu beantworten sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zur welthistorischen Z&#228;sur werden die 70er-Jahre. Mit steigender Arbeitslosigkeit und Inflation in den westlich-kapitalistischen L&#228;ndern wachsen die Zweifel an den wirtschaftspolitischen Konzepten des sozialstaatsfreundlichen Keynesianismus. Nach dem Putsch in Chile 1973 bekommen neoliberale &#214;konomen die Chance, ihre Ideen einer radikal liberalisierten Marktwirtschaft in politische Praxis umzusetzen. 1979 gewinnt Margret Thatcher die Wahlen in Gro&#223;britannien und Ronald Reagan wird Pr&#228;sident der USA. Es ist ein Durchbruch: Besonders die angels&#228;chsische Spielart des Neoliberalismus gewinnt jetzt politisch an Bedeutung. Im Kampf gegen Inflation und Staatsverschuldung versprechen die neuen Liberalen Wohlstand und Wachstum durch Privatisierung von Staatseigentum, Liberalisierung von M&#228;rkten und einer Eind&#228;mmung von Gewerkschaftsmacht. Bald wird diese wirtschaftspolitische Philosophie global zur dominanten Str&#246;mung an Universit&#228;ten, in Wirtschaftsforschungsinstituten, Medien und Politik. Bis zur Weltfinanzkrise 2008. Sie markiert eine Z&#228;sur. Der Neoliberalismus wird von einer breiten &#214;ffentlichkeit in Frage gestellt. Und in Deutschland taucht mit der Bundestagswahl 2021 pl&#246;tzlich die Frage auf: Gibt es eine Renaissance des Sozialliberalismus?<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: #zusammenspielen \u2013 Das Russudan Meipariani Ensemble<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Julia Neupert. Gesang in der georgischen Vokaltradition, instrumentale Minimal Music-Strukturen und freie Improvisation: Das sind die musikalischen Eckdaten des Stuttgarter Russudan Meipariani Ensembles. Ausgezeichnet unter anderem beim Creole-Wettbewerb und nominiert f&#252;r den Preis der deutschen Schallplattenkritik, waren die Pianistin, Komponistin und S&#228;ngerin Russudan Meipariani, die Geigerin Natalie Meipariani und der Cellist Giga Khelaia jetzt mit ihrem aktuellen Programm in unserer Reihe #zusammenspielen zu Gast.<\/p>\n<p>20:10 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Vom Sendespiel zum Podcast \u2013 Die kurze Geschichte des westdeutschen H&#246;rspiels<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ulrich Bassenge; Regie: der Autor; Mit Ulrich Bassenge, N.N.; Produktion: Deutschlandfunk 2021. L&#228;nge: 49\u2019. Die Geburt des H&#246;rspiels fiel mit der des Radios zusammen. Heute, in der digitalen Gegenwart muss sich das H&#246;rspiel erneut als eigenst&#228;ndige Kunstform beweisen. Ulrich Bassenge erz&#228;hlt knapp hundert Jahre Radiogeschichte am roten Faden der Dramaturgie.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Auf die Geburt des H&#246;rspiels in den 20er-Jahren folgte eine rasante Phase des Aufbruchs und der Avantgarde, j&#228;h erstickt vom Nationalsozialismus. Nach dem Krieg hatte sich das H&#246;rspiel neu zu definieren. Was war es denn nun: Literatur? Theater? Klangkunst? Oder ganz einfach eine offene Form, wie das Helmut Hei&#223;enb&#252;ttel 1968 postulierte? Heute, herausgefordert durch das Podcast-Format und immer abrufbar, muss sich das H&#246;rspiel erneut als eigenst&#228;ndige Kunstform beweisen. Der H&#246;rspielmacher Ulrich Bassenge erz&#228;hlt knapp 100 Jahre Radiogeschichte am roten Faden der Dramaturgie.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ulrich Bassenge ist seit &#252;ber 30 Jahren als H&#246;rspielautor, -komponist und -regisseur t&#228;tig. Seine Arbeiten sind sowohl genre- als auch gattungs&#252;bergreifend, ob in der Auseinandersetzung mit anderen Medien oder im Br&#252;ckenschlag zur Popkultur. Zeit seines Schaffens hat er sich k&#228;mpferisch f&#252;r das Originalh&#246;rspiel \u2013 fernab von Bestseller- und Klassikeradaptionen \u2013 eingesetzt und damit die Gattung der Radiokunst nachdr&#252;cklich gest&#228;rkt.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Jahresr&#252;ckblick 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Lydia Jeschke, Michael Rebhahn, Leonie Reineke und Martina Seeber. Zum Jahresende schaut die Redaktion Neue Musik auf die musikalischen Ereignisse des Jahres 2021. Was waren die aufregendsten Urauff&#252;hrungen? Was die gr&#246;&#223;ten &#220;berraschungen? Was ist h&#228;ngen geblieben von einem \u201ehybriden\u201c Musikjahr?<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Aqua sonora \u2013 Wasser, Quelle f&#252;r Neue Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Katalin Fischer. \u201eDas Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles, und ins Wasser gehrt alles zur&#252;ck\u201c, sagte Thales von Milet. Homer beschrieb den Flussgott Okeanos als \u201eUrsprung der G&#246;tter\u201c und Anfang allen Seins. Und nun das zentrale Statement: Wasser ist gleich Leben \u2013 Wasser ist gleich Musik \u2013 ergo: Wasser ist gleich Leben ist gleich Musik. Beide bewegen sich in Wellen fort, und Wellen transportieren Energie, aber keine Materie. Beide werden der rationalen Wissenschaft zugerechnet, denn sie lassen sich durch Zahlen ausdr&#252;cken \u2013 zugleich sind sie aber auch Gef&#252;hlstransporter, deren Art und Wirkung nicht berechenbar ist. Eine abenteuerliche Reise nimmt ihren Lauf, vom seligen Embryonalzustand absoluter Aufgehobenheit weiter zur versunkenen Insel Atlantis, von der Ursuppe zu den Bakterien, von Ursprungsmythen zur sinkenden Titanic und schlie&#223;lich zum musikalischen Gesamtkunstwerk des John Cage, der seine Irrationalsymphonie mit roten Rosen und einer Gummiente gestaltet und als kr&#246;nenden H&#246;hepunkt f&#252;nf Radios vom Tisch fegt.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Musikszene: Body Turn \u2013 K&#246;rper und K&#246;rperlichkeit in der Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hanno Ehrler. Seit den 90er-Jahren gibt es in den Disziplinen Soziologie und Kulturwissenschaft eine zunehmende Hinwendung zum K&#246;rper. Dieser \u201ebody turn\u201c scheint sich auch in der europ&#228;ischen Kunstmusik niederzuschlagen. Vinko Globokars \u201eCorporel\u201c ist eines der ersten St&#252;cke, die sich mit der K&#246;rperlichkeit von Musik besch&#228;ftigten: Ein Schlagzeuger sitzt dabei auf der B&#252;hne, schl&#228;gt und trommelt auf seinem K&#246;rper. Heute thematisieren verschiedene Komponistinnen und Komponisten \u201edas K&#246;rperliche\u201c des Musikmachens weniger plakativ. Robin Hoffmann fordert z.B. v&#246;llig ungewohnte Spieltechniken, bei denen die Interpretinnen und Interpreten ihre Bewegungen ganz neu mit der Musik zusammenbringen m&#252;ssen. Alexander Schubert filmt sich selbst bei Alltagst&#228;tigkeiten und macht diese Aufnahmen zum Bestandteil seiner Werke. Jennifer Walshe spricht von einer neuen Disziplin, denn zu Musik geh&#246;re k&#246;rperliche Aktion unabdingbar dazu.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Der Bariton Wolfgang Holzmair singt \u201eMinnelieder\u201c zu Cerhas 95. Geburtstag<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Sommer 2020 wurden im ORF RadioKulturhaus einige Kompositionen von Friedrich Cerha anl&#228;sslich seines 95. Geburtstags, den er am 17. Februar 2021 begangen hat, erstmals aufgenommen. Darunter waren auch das fr&#252;he Werk \u201eEin Buch von der Minne\u201c (1946-1964) und der sp&#228;te Liederzyklus nach Texten von Ilija Jovanovi&#196;? (2014).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seine 14 Minnelieder auf Texte der drei Minnes&#228;nger Mechthild von Magdeburg, Der von K&#252;renberg und Hesso von Reinach sowie weiteren ohne eindeutige Zuordnung, beschreibt Friedrich Cerha selbst als \u201eein Dokument, das Wesentliches am zugrundeliegenden stilistischen Wollen belegt\u201c. Er schloss \u201ebewusst an &#228;ltere Liedformen an\u201c, \u201eParallelen zu von Satie ber&#252;hrten mittelalterlichen Techniken\u201c finden sich daran lange vor seiner Auseinandersetzung mit dessen Musik. Cerha widmete diese Lied-Sammlung seiner Frau Gertrud, die er 1951, kurz nach der Urauff&#252;hrung eines ersten Teils, geheiratet hat. Darin finden sich Lieder wie \u201eNur eine kann mir Freude geben\u201c, \u201eFrau, du Sch&#246;ne, nun fahre mit mir\u201c oder das bekannte Liebeslied \u201eDu bist mein, ich bin dein\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Friedrich Cerha entdeckte die Gedichte des aus Serbien stammenden, ab 1970 &#214;sterreich lebenden Dichters Ilija Jovanovi&#196;? (1947-2010) in der Zeitschrift \u201eZwischenwelt\u201c, die sich dem Thema Widerstand und Exil widmet. Die Lebensgeschichte des Rom ging ihm sehr nahe und er w&#228;hlte zw&#246;lf seiner Gedichte aus, die eine tiefe Sehnsucht nach Heimat pr&#228;gen, um diese zu vertonen: \u201eWas hinter seinen Versen steht, ist das Sich-fremd-F&#252;hlen in der Welt, in der er lebt \u2014 isoliert und allein. Ich fand darin f&#252;r mich sehr Vertrautes, war ich doch einen wesentlichen Teil meines Lebens von anderen Prinzipien getragen, als die des gr&#246;&#223;ten Teils der Gesellschaft, die mich umgab.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Cerha beschreibt die musikalische Sprache, die er f&#252;r diesen Zyklus gefunden hat, als \u201elapidar, plastisch, fast wie in Stein gehauen \u2026 Sie ist extrem textbezogen und nimmt kaum mehr Raum ein als die Gedichte selbst\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Bariton Wolfgang Holzmair gilt als ausgewiesener Kenner von Cerhas Liedern und als textdeutlicher und -deutender Interpret. Gemeinsam mit Florian M&#252;ller, dem langj&#228;hrigen Pianisten im Klangforum Wien, hat er diese beiden Zyklen aufgenommen. Der S&#228;nger gibt Auskunft &#252;ber seinen Zugang zu Cerhas Musik und wie er sich dieser angen&#228;hert hat. (Wiederholung vom 15. Februar 2021). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc90898100\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898100\"><\/a>mi \u2013 29.12.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Christoph W&#252;nsch<\/strong>: \u201eZwischen Tag und Traum\u201c (Novalis Quartett); <strong>Rainer Pezolt<\/strong>: \u201eElegia metallica\u201c (Antje Gerlof, Fl&#246;te; Anne-Kathrein Jordan, Klavier); <strong>Elke Tober-Vogt<\/strong>: Orchestersuite Nr. 2 (Th&#252;ringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Oliver Weder); <strong>Rolf Rudin<\/strong>: \u201eDer Spinnerin Nachtlied\u201c (musica-viva-chor bamberg: Fritz Braun); <strong>Wilfried Jentzsch<\/strong>: \u201ePaysages FLV\u201c (Karl Schicker, Fl&#246;te; Wilfried Jentzsch, Tonband); <strong>Heinrich Hartl<\/strong>: \u201eEin weites Feld\u201c, op. 150 (N&#252;rnberger Symphoniker: Bernhard Gueller); <strong>Herbert Hechtel<\/strong>: \u201eA New Morning\u201c, op. 48 (Peter Sauermann, Klavier)<\/p>\n<p>19:30 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Ein Gespenst geht um in der Welt (2\/2) \u2013 Entstehung, Ideen und Wirkungen des Neoliberalismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Durchbruch und Desaster des Neoliberalismus (1979-2008) Von Kristin Langen. Ob konservativ, Mitte oder links \u2013 alle scheinen sich einig: Neoliberalismus, das ist nichts Gutes. Selten wird der Begriff bef&#252;rwortend verwendet, zumeist werden Missst&#228;nde damit beschrieben und oft ist Neoliberalismus oder neoliberal ein Kampfbegriff. Das war nicht immer so. Als der Begriff kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, 1938, auf dem Walter-Lippmann-Kolloquium in Paris zum ersten Mal aufkommt, bezeichnen sich die anwesenden Intellektuellen als Neoliberale \u2013 in einem positiven Sinn. In einer Zeit, in der totalit&#228;re Systeme \u2013 Faschismus, Kommunismus \u2013 in der Welt den Ton angeben, bem&#252;hen sie sich um eine Wiederbelebung liberaler Ideen. Noch ist die neo-liberale Bewegung ein Randph&#228;nomen, auch in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Doch ihre Vertreter bilden Netzwerke und schaffen so die Voraussetzung, um sp&#228;ter in Wissenschaft, Publizistik und Politik Einfluss zu gewinnen. Zugleich bilden sich unterschiedliche Str&#246;mungen heraus. Bald wird die Frage, was &#252;berhaupt Neoliberalismus ist, gar nicht mehr so einfach zu beantworten sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zur welthistorischen Z&#228;sur werden die 70er-Jahre. Mit steigender Arbeitslosigkeit und Inflation in den westlich-kapitalistischen L&#228;ndern wachsen die Zweifel an den wirtschaftspolitischen Konzepten des sozialstaatsfreundlichen Keynesianismus. Nach dem Putsch in Chile 1973 bekommen neoliberale &#214;konomen die Chance, ihre Ideen einer radikal liberalisierten Marktwirtschaft in politische Praxis umzusetzen. 1979 gewinnt Margret Thatcher die Wahlen in Gro&#223;britannien und Ronald Reagan wird Pr&#228;sident der USA. Es ist ein Durchbruch: Besonders die angels&#228;chsische Spielart des Neoliberalismus gewinnt jetzt politisch an Bedeutung. Im Kampf gegen Inflation und Staatsverschuldung versprechen die neuen Liberalen Wohlstand und Wachstum durch Privatisierung von Staatseigentum, Liberalisierung von M&#228;rkten und einer Eind&#228;mmung von Gewerkschaftsmacht. Bald wird diese wirtschaftspolitische Philosophie global zur dominanten Str&#246;mung an Universit&#228;ten, in Wirtschaftsforschungsinstituten, Medien und Politik. Bis zur Weltfinanzkrise 2008. Sie markiert eine Z&#228;sur. Der Neoliberalismus wird von einer breiten &#214;ffentlichkeit in Frage gestellt. Und in Deutschland taucht mit der Bundestagswahl 2021 pl&#246;tzlich die Frage auf: Gibt es eine Renaissance des Sozialliberalismus?<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 NOWJazz: Familienbande \u2013 Verwandtschaftliche Kooperationen im Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Franziska Buhre. Ein musikalisches Elternhaus kann den Nachwuchs darin best&#228;rken, selbst eine Laufbahn im Jazz anzustreben. Andererseits ist der Beruf Jazzmusiker*in nicht besonders familienfreundlich. Zudem m&#252;ssen sich Kinder ber&#252;hmter Jazzmusiker notorisch den Vergleich mit ihren Eltern gefallen lassen \u2013 ist das eine B&#252;rde oder Ehre? Haben professionelle Musiker*innen die Karrieren ihrer Kinder im Jazz gef&#246;rdert oder eher skeptisch betrachtet? Sind jazzende Geschwister ein seltenes Ph&#228;nomen oder h&#228;ufig anzutreffen? Die Sendung erkundet Familienbande quer durch Genres und die Jazzgeschichte.<\/p>\n<p>21:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Alte Musik: Ein Flame in Florenz \u2013 Der Komponist Heinrich Isaac<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Helga Heyder-Sp&#228;th (Wdh. v. 12.12.2017). \u201eQuis dabit capiti meo aquam \u2026?\u201c, \u201eWer wird meinem Haupt Wasser geben? Wer wird meinen Augen einen Tr&#228;nenquell geben, so dass ich Tag und Nacht weine?\u201d Heinrich Isaac hatte allen Grund, 1492 dieses Trauergedicht auf den Tod des gro&#223;en Lorenzo de Medici zu vertonen. Dieser ber&#252;hmte Medici-Spross, den alle Welt Il Magnifico nannte, war ein gro&#223;er F&#246;rderer des Flamen. Er hatte den jungen Isaac als einen der Cantori di S. Giovanni nach Florenz geholt. Auch wenn Isaac sp&#228;ter als \u201eComponist und diener\u201c am Hof der Habsburger und damit vor allem n&#246;rdlich der Alpen Karriere machte, blieb Florenz seine Wahlheimat. Dort starb er 1517. Heute ist dieser Ausnahmemusiker der Renaissance vielen nur noch dank seines Liedes \u201eInnsbruck, ich muss dich lassen\u201c bekannt. Zu Lebzeiten war er eine Ber&#252;hmtheit, hochgelobt wie Josquin des Prez, aber, so berichten Zeitgenossen, der liebensw&#252;rdigere Mensch.<\/p>\n<p>22:00 bis 23:00 | MDR Kultur<br \/>\n<strong>Das Geheimnis der menschlichen Stimme<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">von Susann Krieger. Sie vermag zu beeindrucken, Langeweile zu verbreiten. Sie kann andere f&#252;r sich einnehmen, abschrecken, sie kann manipulieren. Die menschliche Stimme ist vielf&#228;ltig. Sie erlaubt uns einen unmittelbaren Zugang zu unserem Gegen&#252;ber. Die Stimme ist damit in der Alltagskommunikation eine entscheidende Quelle, aus der wir unsere Kenntnisse &#252;ber unsere Kommunikationspartner erhalten, sagt Walter Sendlmeier.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er ist Spezialist auf dem Fachgebiet m&#252;ndliche Kommunikation und untersucht an der TU Berlin die gesprochene Sprache in allen ihren Facetten. Hunderte von Stimmen \u2013 Alltagsstimmen \u2013 hat er erforscht und analysiert, in Studios aufgenommen, aus ihnen \u201egelesen\u201c, sie vermessen und ausgewertet. Was eine Stimme alles kann und sagt, wenn sie nach oben geht, die Worte schneller werden, die Sprache unverst&#228;ndlich wird, oder die Stimme pl&#246;tzlich ganz versagt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mittlerweile gibt es Messger&#228;te und Systeme, die anhand einer Stimme Pers&#246;nlichkeiten, Emotionen und sogar Krankheiten herauslesen und erkennen. Die Polizei ermittelt unter anderem mit einer forensischen Spracherkennung und erstellt damit T&#228;terprofile.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Feature n&#228;hert sich dem Geheimnis der menschlichen Stimme. Im Gespr&#228;ch mit Expert*innen, im Zuh&#246;ren von Stimmen, Stimmph&#228;nomenen, Stimmger&#228;uschen hinterfragt es Wirkung und Wechselwirkung unserer einzigartigen Stimme. (59 Min.). Regie: Ulf K&#246;hler. Produktion: MDR 2021<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Historische Aufnahmen: Nicht nur f&#252;r Kinder \u2013 Engelbert Humperdinck und sein M&#228;rchen-Spiel \u201eH&#228;nsel und Gretel\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Klaus Gehrke. Ausgerechnet eine M&#228;rchenoper hatte Engelbert Humperdinck, der vor 100 Jahren verstarb, zu Weltruhm verholfen; dabei liebte er insbesondere die Musikdramen von Richard Wagner. Die haben auf \u201eH&#228;nsel und Gretel\u201d ebenso abgef&#228;rbt wie bekannte volksliedhafte Melodien, die der Komponist auf anspruchsvolle und raffinierte Art und Weise verarbeitete. Vor allem ab der Adventszeit ist das explizit f&#252;r Kinder gedachte St&#252;ck an vielen B&#252;hnen zu sehen und es bleibt ein idealer Einstieg in die wundersame Welt der Oper. Humperdinck selbst bezeichnete sein sp&#228;tromantisches Werk einmal augenzwinkernd als \u201eKinderstubenweihfestspiel\u201c. Das an den Gebr&#252;dern Grimm orientierte Libretto verfasste seine Schwester Adelheid Wette. Richard Strauss leitete die Weimarer Urauff&#252;hrung am 23. Dezember 1893.<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Doppelkopf Am Tisch mit Julia Hamari, \u201eMezzo-Meisterin\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mehr als zwei Millionen wollten auf YouTube sehen und h&#246;ren, wie Julia Hamari die Arie \u201eErbarme Dich, mein Gott\u201c aus der Matth&#228;uspassion von Johann Sebastian Bach singt. Mit dieser Arie beginnt die Mezzosopranistin 1966 eine steile Karriere, die sie schnell als Oratorien-, Lied- und Operns&#228;ngerin in alle Welt f&#252;hrt.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>William Basinski: Der hypnotische Klang des Zerfalls \u2013 2021 revisited. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Inspiriert von Brian Eno, Terry Riley und John Cage, fing der US-amerikanische Musiker William Basinski Ende der 1970er Jahre an, mit Bandmaschinen-Schleifen zu experimentieren. In seinen Loops verband er Klangfetzen aus dem Radio mit Klarinetten-, Saxophon- und Synthesizer-Kl&#228;ngen. Erst mehr als 20 Jahre sp&#228;ter sollte diese hypnotische Musik in Form der \u201eDisintegration Loops\u201c erstmals an die Welt&#246;ffentlichkeit dringen. W&#228;hrend er sein Bandarchiv digitalisierte, bemerkte der Musiker n&#228;mlich den zunehmenden Zerfall der alten Schleifen, \u2013 und machte diesen zum zentralen Konzept. Obwohl er in seinen Werken seitdem unterschiedliche Ans&#228;tze verfolgt: Das Loop, die endlose Wiederholung von Melodie-Miniaturen, bleibt bis heute ein roter Faden durch das Werk von William Basinski. Im Interview mit Stefan Trischler spricht er &#252;ber pr&#228;gende Inspirationen, den auch sein Leben ma&#223;geblich ver&#228;ndernden 11. September 2001 und seine relativ neue Liebe f&#252;r serbische Folklore-Musik. Gestaltung: Stefan Trischler<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc90898101\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898101\"><\/a>do \u2013 30.12.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Festival TIME:SPANS<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mary Flagler Cary Hall, New York. Aufzeichnung vom 20.08.2021. <strong>Alex Mincek<\/strong>: \u201eSo Many Ways\u201c (2021) (Urauff&#252;hrung) | <strong>Sam Pluta<\/strong>: \u201eSystems of Interaction I\u201c (2021) (Urauff&#252;hrung) | <strong>Ben Lamar Gay<\/strong>: \u201eKnown Better. Still Lit\u201c (2021) (Urauff&#252;hrung).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wet Ink Ensemble: Erin Lesser, Fl&#246;te; Alex Mincek, Saxofon; Jan Antonio, Schlagzeug; Eric Wubbels, Klavier; Mariel Roberts, Violoncello; Kate Soper, Stomme; Sam Pluta, Elektronik<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Herbert Baumann<\/strong>: \u201eEin Weihnachtskonzert\u201c (W&#252;rttembergisches Kammerorchester Heilbronn: Paulus Christmann); <strong>Hans Mielenz<\/strong>: \u201eWeihnachtsmusik\u201c, op. 91 (Max Hecker, Fl&#246;te; Kurt Kalmus, Oboe; Gerd Starke, Klarinette; Karl Kolbinger, Fagott; Kurt Richter, Horn); <strong>Hermann Zilcher<\/strong>: Vier Lieder, op. 14 (Christa Mayer, Mezzosopran; Konrad Jarnot, Bariton; Carl-Heinz M&#228;rz, Klavier); <strong>Rolf Wilhelm<\/strong>: \u201eDie Jugendstreiche des Knaben Karl\u201c (Filmorchester: Rolf Wilhelm); <strong>Hans Melchior Brugk<\/strong>: Klavierkonzert Es-Dur, op. 50 (Hildegard Stenda, Klavier; M&#252;nchner Rundfunkorchester: Dieter Ro&#223;berg); <strong>Fritz B&#252;chtger<\/strong>: St&#252;ck f&#252;r Klavierquartett (M&#252;nchner Klavierquartett); <strong>G&#252;nter Bialas<\/strong>: \u201eSechs Bagatellen\u201c (Rasch\u00e8r Saxophone Quartet)<\/p>\n<p>19:30 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen: Psychische Gesundheit \u2013 Au&#223;er Betrieb: &#252;ber die gesellschaftlichen Ursachen von Depressionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Carina Schroeder. Wer an einer Depression leidet, geht zunehmend offen damit um. Dabei geraten auch die gesellschaftlichen Gr&#252;nde f&#252;r Depressionen in den Fokus.<\/p>\n<p>20:00 bis 21:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Graffiti in der Neuen Musik (3). Werke von Luigi Nono und Salvatore Sciarrino<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">F&#252;r die einen sind sie Vandalismus, f&#252;r die anderen Kunst: Graffitis. Die bild- und zeichenhaften Interventionen im &#246;ffentlichen Raum haben auch Spuren in der zeitgen&#246;ssischen Musik hinterlassen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Luigi Nono<\/strong> (1924-1990): Musica-Manifesto N. 1 (1968\/69) \/ \u201eUn Volto, del Mare\u201c f&#252;r Sopran, Stimme und Tonband \u2013 Liliana Poli, Sopran; Kadigia Bove, Stimme. \/ \u201eNon consumiamo Marx\u201c f&#252;r Tonband (Stimme: Edmonda Aldini). (Realisation der Tonb&#228;nder: Studio de Phonologie de la RAI de Milano, Marino Zuccheri, 1969)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Salvatore Sciarrino<\/strong> (*1947): \u201eQuaderno di Strada\u201c (2003). Zw&#246;lf Ges&#228;nge und ein Sprichwort f&#252;r Bariton und Ensemble \u2013 Miljenko Turk, Bariton; Ensemble Modern; Dirigent: Bas Wiegers. (Aufnahme vom 28. April 2021, Frankfurt LAB, Frankfurt am Main)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Werktitel und Werkkommentare\u2026 Wir brauchen sie. Die Komponist*innen hingegen vielleicht nicht einmal. Aber ohne Namen l&#228;sst sich vieles kaum ansprechen. &#220;ber Graffiti in der Musik lie&#223;e sich kaum reden, g&#228;be es nicht Autor*innen, die ihre St&#252;cke so betitelt h&#228;tten. Die Motivation, eine Komposition als Graffiti auszuweisen, d&#252;rfte f&#252;r jede und jeden eine andere gewesen sein. Wahrscheinlich, weil er oder sie die anonym auf W&#228;nde, Z&#252;ge oder andere Stellen im &#246;ffentlichen Raum gespr&#252;hten, mit fetten Markern geschriebenen W&#246;rter, Tags, Symbole oder Spr&#252;che interessant oder verst&#246;rend oder aussagekr&#228;ftig fand und sie ideell, mithin strukturell in die musikalische Konzeption hat einflie&#223;en lassen.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Moritz Eggert: Neue Dichter Lieben, Liederzyklus f&#252;r Singstimme und Klavier<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Esther Valentin (Mezzosopran); Konstantin Pagenetti (Bariton); Anastasia Grishutina (Klavier). In Anspielung an Robert Schumanns Liederzyklus \u201eEine Dichterliebe\u201c hat Moritz Eggert eine Sammlung von Klavierliedern geschrieben, die das Sujet des verliebten Dichters ins 21. Jahrhundert &#252;berf&#252;hrt. Gef&#252;hlvoll, ironisch, mit vielen Anspielungen an das Kunstlied der Romantik hat Eggert einen gro&#223;en Bogen &#252;ber die M&#246;glichkeit, seiner Gef&#252;hle in Musik habhaft zu werden, komponiert.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Auslese: Die Platten des Jahres 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer, Michael Engelbrecht und Karsten M&#252;tzelfeldt. Was waren die Jazzalben des Jahres? Welche Neuver&#246;ffentlichungen ragten heraus \u2013 und warum? Im Gespr&#228;ch stellen die drei \u201eJazzFacts\u201d-Autoren Karsten M&#252;tzelfeldt, Michael Engelbrecht und Odilo Clausnitzer ihre Favoriten von 2021 vor und diskutieren dar&#252;ber.<\/p>\n<p>21:30 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik | \u201eWer klopfet an?\u201c \u2013 Von der musikalischen Karriere eines Alltagsger&#228;uschs<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zu Beginn des 20. Jahrhunderts &#246;ffnet sich das Tor f&#252;r kompositorische Erkundungen akustischer Alltagsph&#228;nomene, wozu auch das Klopfen geh&#246;rt. Eine Sendung von Michael Zwenzner. Das Klopfen \u2013 anzutreffen in Biologie, Brauchtum, Handwerk oder Maschinenwelt, als Vitalzeichen, Signalgeber, Morsecode oder Nebenger&#228;usch \u2013 findet seinen Weg in die Musik von Komponisten wie Cage, Scelsi, Johnston, Lucier, E&#246;tv&#246;s, Battistelli, Pesson oder Dienz. Im Gespr&#228;ch mit dem Perkussionsperformer Zoro Babel und anhand ausgew&#228;hlter Klangbeispiele aus acht Jahrzehnten Musikgeschichte sp&#252;rt Michael Zwenzner den Motivationen und Manifestationen musikalischen Klopfens \u2013 und der Lust daran \u2013 nach.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: \u201eAxis Mundi\u201c: Die neue CD der Pianistin H\u00e9l\u00e8ne Pereira<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Iv\u00e1n Solano<\/strong>: \u201eTriptych of an Echo\u201c, Mayu Hirano: \u201eSillage\u201c; <strong>John Cage<\/strong>: \u201eMysterious Adventure\u201c; <strong>Jean-Claude Risset<\/strong>: \u201eDuett f&#252;r einen Pianisten\u201c; <strong>Fran\u00e7ois Ross\u00e9<\/strong>: \u201eHigashi Yama\u201c (H\u00e9l\u00e8ne Pereira , Klavier)<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>In Erinnerung an Peter \u201ePita\u201c Rehberg \u2013 2021 revisited. <\/strong><strong>In memoriam Peter \u201ePita\u201c Rehberg<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 22. Juli ist Peter \u201ePita\u201c Rehberg v&#246;llig &#252;berraschend im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Im Rahmen unserer heurigen revisited-Serie m&#246;chten wir noch einmal an das so bedeutende Schaffen dieses konsequenten Querdenkers erinnern. Er mag die \u201ePhysikalit&#228;t\u201c \u2013 die K&#246;rperlichkeit \u2013 von Klang, starke Bilder und Gef&#252;hle und eine gute Dynamik, schilderte Rehberg einmal in einem \u201eZeit-Ton\u201c-Interview. Mit seiner stets intensiven Musik, die in ihrer Tiefensch&#228;rfe in allen Farben zu funkeln vermag, und mit seiner engagierten Label-Arbeit hat er Generationen an Elektronikmusiker\/innen inspiriert und gepr&#228;gt. Seit 26 Jahren bereits ist eine Ver&#246;ffentlichung auf Mego bzw. auf Editions Mego ein G&#252;tesiegel, das viele Musikschaffende erstmals ins internationale Rampenlicht r&#252;ckte und dabei den Grundstein f&#252;r so manche Karriere legte. Der Schock sa&#223; dementsprechend tief. Der pl&#246;tzliche Tod des Editions Mego-Gr&#252;nders sei ein derartiger Einschnitt, schrieb etwa Philip Sherburne in einem Artikel auf Pitchfork, dass er die Geschichte der elektronischen Musik in ein Vorher und Nachher teilen wird. Es wird wie mit den Spuren eines vernichtenden Waldbrandes sein, der sich in die Jahresringe der B&#228;ume eingeschrieben hat.\u00a0 Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc90898102\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898102\"><\/a>fr \u2013 31.12.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: Simultaneous \u2013 Von Pamela Z<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit: Azza Abo Rebieh, Zeno Baldi, Fiori Berhane, Alessandro Bosetti, Courtney Bryan, Bruna Cammarano, James Casebere, Sonya Clark, Brian Davis, Dan Diffendale, Carol Flake Chapman, Ashley Hahn, Elizabeth Heintges, John Jesurun, Alana Mailes, Nelsy Massoud, Brian McPhee, Eugenia Morpurgo, Federica Nicolardi, Joel Pattison, Antoine Picon, William Schutt, Nicole Sealy, Jeremy Simmons, Gabriel Soare, Kate Thomas, Christopher van den Berg, Alexis Wang, Adam Weinberg, Parrish Wright, Michael Young, Paul David Young, Pamela Z. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020. L&#228;nge: 44\u201934<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wenn zwei Menschen an zwei Orten gleichzeitig dasselbe tun, entsteht ein F&#252;nkchen Magie. Die Vokalperformerin Pamela Z erforscht das Ph&#228;nomen der Gleichzeitigkeit vom Unisono bis zur Multitasking-Kultur.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das H&#246;rst&#252;ck \u201eSimultaneous\u201c entstand aus einer Faszination: Die Komponistin und Vokalperformerin Pamela Z konnte nicht aufh&#246;ren, &#252;ber das Ph&#228;nomen \u201eSimultan&#252;bersetzung\u201c nachzudenken. Einerseits interessierte sie die mentale F&#228;higkeit zur Gleichzeitigkeit: das In-einer-Sprache-Sprechen, w&#228;hrend man einer anderen zuh&#246;rt. Andererseits war sie begeistert vom Klang sich &#252;berlagernder Stimmen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">F&#252;r \u201eSimultaneous\u201c f&#252;hrte Pamela Z Interviews &#252;ber verschiedene Formen von Synchronizit&#228;t: von jenen magisch-zuf&#228;lligen Momenten, die entfernte Orte oder Zeiten miteinander verbinden, bis hin zur zweifelhaften Kulturtechnik des Multitasking.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Pamela Z ist Performerin, Komponistin und Medienk&#252;nstlerin. Sie arbeitet mit Stimme, Sampling, durch Gesten gesteuerte Midi-Controller und Video. Wenn sie auf der B&#252;hne steht, wirkt es, als w&#252;rde sie tanzen. Mithilfe dieser Ger&#228;te schichtet sie Interviewsamples und verwebt sie mit ihrer eigenen Stimme zu einem Rausch der Gleichzeitigkeit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter die United States Artists Fellowship (2020), den Rome Prize (2019), das Stipendium der Robert Rauschenberg Foundation (2017), den Herb Alpert Award (2016), den Doris Duke Artist Impact Award (2015) und das Guggenheim-Stipendium (2004).<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Peter Michael Hamel<\/strong>: \u201eOh Erde &#8230;\u201c (via-nova-chor M&#252;nchen: Karl Suttner); <strong>Helmut Bieler<\/strong>: \u201eMiserere Domini\u201c (Uwe Hoppe, Sprecher; Ute D&#246;ring, Alt; Chor der Universit&#228;t Bayreuth: Helmut Bieler); <strong>Erna Woll<\/strong>: \u201eSieben Rosen sp&#228;ter\u201c (Wolfgang Holzmair, Bariton; Thomas Palm, Klavier)<\/p>\n<p>13:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Die Kr&#228;fte des Marktes und die Verantwortung des Staates \u2013 &#220;ber die Zukunft des Liberalismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Gerhard Schr&#246;der. Ob konservativ, Mitte oder links \u2013 alle scheinen sich einig: Neoliberalismus, das ist nichts Gutes. Selten wird der Begriff bef&#252;rwortend verwendet, zumeist werden Missst&#228;nde damit beschrieben und oft ist Neoliberalismus oder neoliberal ein Kampfbegriff. Das war nicht immer so. Als der Begriff kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, 1938, auf dem Walter-Lippmann-Kolloquium in Paris zum ersten Mal aufkommt, bezeichnen sich die anwesenden Intellektuellen als Neoliberale \u2013 in einem positiven Sinn. In einer Zeit, in der totalit&#228;re Systeme \u2013 Faschismus, Kommunismus \u2013 in der Welt den Ton angeben, bem&#252;hen sie sich um eine Wiederbelebung liberaler Ideen. Noch ist die neo-liberale Bewegung ein Randph&#228;nomen, auch in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Doch ihre Vertreter bilden Netzwerke und schaffen so die Voraussetzung, um sp&#228;ter in Wissenschaft, Publizistik und Politik Einfluss zu gewinnen. Zugleich bilden sich unterschiedliche Str&#246;mungen heraus. Bald wird die Frage, was &#252;berhaupt Neoliberalismus ist, gar nicht mehr so einfach zu beantworten sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zur welthistorischen Z&#228;sur werden die 70er-Jahre. Mit steigender Arbeitslosigkeit und Inflation in den westlich-kapitalistischen L&#228;ndern wachsen die Zweifel an den wirtschaftspolitischen Konzepten des sozialstaatsfreundlichen Keynesianismus. Nach dem Putsch in Chile 1973 bekommen neoliberale &#214;konomen die Chance, ihre Ideen einer radikal liberalisierten Marktwirtschaft in politische Praxis umzusetzen. 1979 gewinnt Margret Thatcher die Wahlen in Gro&#223;britannien und Ronald Reagan wird Pr&#228;sident der USA. Es ist ein Durchbruch: Besonders die angels&#228;chsische Spielart des Neoliberalismus gewinnt jetzt politisch an Bedeutung. Im Kampf gegen Inflation und Staatsverschuldung versprechen die neuen Liberalen Wohlstand und Wachstum durch Privatisierung von Staatseigentum, Liberalisierung von M&#228;rkten und einer Eind&#228;mmung von Gewerkschaftsmacht. Bald wird diese wirtschaftspolitische Philosophie global zur dominanten Str&#246;mung an Universit&#228;ten, in Wirtschaftsforschungsinstituten, Medien und Politik. Bis zur Weltfinanzkrise 2008. Sie markiert eine Z&#228;sur. Der Neoliberalismus wird von einer breiten &#214;ffentlichkeit in Frage gestellt. Und in Deutschland taucht mit der Bundestagswahl 2021 pl&#246;tzlich die Frage auf: Gibt es eine Renaissance des Sozialliberalismus?<\/p>\n<p>20:05 bis 21:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Das Feature: Ziemlich unkontrollierbar \u2013 Die Liedermacherin Bettina Wegner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Daniel Guthmann und Christian Buckard. Regie: Thomas Wolfertz. Produktion: Deutschlandfunk 2016. Im Westen ist die deutsche Liedermacherin Bettina Wegner vor allem f&#252;r ihre Liedzeile \u201eSind so kleine H&#228;nde\u201c ber&#252;hmt. F&#252;r die Menschen im Osten Deutschlands ist die S&#228;ngerin eine Ikone des Widerstands gegen die SED-Diktatur.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die beiden Autoren n&#228;hern sich dem Menschen jenseits der Legende an: einer Frau, die bis heute singt, sagt und tut, wozu sie Lust hat. Traurig ist sie sowieso. Aber auch rebellisch und humorvoll. Und neugierig. Auch auf ihre eigene Geschichte: So machte sich Bettina Wegner nach der Wiedervereinigung auf, um jenen Stasi-Offizier kennenzulernen, der den \u201eOperativen Vorgang\u201c gegen sie und ihre Familie geleitet hatte. Auf dieser Reise bleibt Bettina Wegner, was sie stets war: unkontrollierbar.<\/p>\n<p>20:10 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Paul Abraham \u2013 \u201eDie Blume von Hawaii\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Operette in drei Akten. Libretto: Emmerich F&#246;ldes, Alfred Gr&#252;nwald und Fritz L&#246;hner-Beda; B&#252;hnenpraktische Rekonstruktion von Matthias Grimminger und Henning Hagedorn<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kanako Hilo \u2013 Andreja Schneider; Prinzessin Laya \/ Suzanne Provence \u2013 Alma Sad\u00e9, Sopran; Prinz Lilo-Taro \u2013 Tansel Akzeybek, Tenor; Kapit&#228;n Reginald Harald Stone \u2013 Johannes Dunz, Tenor; Joker Jim \u2013 J&#246;rn-Felix Alt, Gesang; John Buffy \u2013 Julian Habermann, Tenor; Bessi Worthington \u2013 Mirka Wagner, Sopran; Raka \u2013 Josefine Mindus, Sopran. Lindenquintett Berlin; Orchester der Komischen Oper Berlin; Leitung: Koen Schoots<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">S&#252;dsee, Jazz und Liebesschw&#252;re! In seinem gr&#246;&#223;ten Erfolg f&#252;gt Paul Abraham alles zusammen, was das Operetten-Herz begehrt: einen aberwitzigen Plot rund um die amerikanische Besetzung von Hawaii, exotisch-funkelnde Song-Juwelen und gleich drei Liebespaare, die sich am Ende gl&#252;cklich in den Armen liegen.<\/p>\n<p>23:03:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Harald Krassnitzer &#252;ber seine Faszination f&#252;r den Jazz <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gast in der &#214;1-Silvester-Jazznacht ist der bekennende Jazzfan Harald Krassnitzer. Der 1960 in Gr&#246;dig bei Salzburg geborene Schauspieler ist seit Jahren als Tatort-Kommissar Moritz Eisner TV-bekannt. Im Gespr&#228;ch mit Christian Bakonyi spricht Krassnitzer &#252;ber seine erfolgreiche Fernsehkarriere, auch in den Rollen als \u201eBergdoktor\u201c und \u201eWinzerk&#246;nig\u201c, aber auch &#252;ber seine Theater-Engagements in St&#252;cken von Ibsen, D&#252;rrenmatt, Schiller, Goethe und Grillparzer.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In erster Linie gehen Harald Krassnitzer und Christian Bakonyi jedoch auf musikalische Spurensuche und versuchen in detektivischer Kleinarbeit die Faszination des Jazz zu ergr&#252;nden. Die gemeinsam get&#228;tigte Musikauswahl wird sie dabei auf die richtige F&#228;hrte bringen, und nebenbei ein paar interessante Fragen zu Jazz, Blues und World Music beantworten. F&#252;r musikalische Spannung ist auch im Weiteren gesorgt, denn in der Silvester-Jazznacht steht zudem mysteri&#246;ser Krimi-Jazz auf dem Programm, von \u201eAnatomy of a Murder\u201c bis zu \u201eThe Untouchables\u201c.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc90898103\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898103\"><\/a>sa \u2013 01.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:08:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>(Fortsetzung) Harald Krassnitzer &#252;ber seine Faszination f&#252;r den Jazz <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gast in der &#214;1-Silvester-Jazznacht ist der bekennende Jazzfan Harald Krassnitzer. Der 1960 in Gr&#246;dig bei Salzburg geborene Schauspieler ist seit Jahren als Tatort-Kommissar Moritz Eisner TV-bekannt. Im Gespr&#228;ch mit Christian Bakonyi spricht Krassnitzer &#252;ber seine erfolgreiche Fernsehkarriere, auch in den Rollen als \u201eBergdoktor\u201c und \u201eWinzerk&#246;nig\u201c, aber auch &#252;ber seine Theater-Engagements in St&#252;cken von Ibsen, D&#252;rrenmatt, Schiller, Goethe und Grillparzer.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In erster Linie gehen Harald Krassnitzer und Christian Bakonyi jedoch auf musikalische Spurensuche und versuchen in detektivischer Kleinarbeit die Faszination des Jazz zu ergr&#252;nden. Die gemeinsam get&#228;tigte Musikauswahl wird sie dabei auf die richtige F&#228;hrte bringen, und nebenbei ein paar interessante Fragen zu Jazz, Blues und World Music beantworten. F&#252;r musikalische Spannung ist auch im Weiteren gesorgt, denn in der Silvester-Jazznacht steht zudem mysteri&#246;ser Krimi-Jazz auf dem Programm, von \u201eAnatomy of a Murder\u201c bis zu \u201eThe Untouchables\u201c.<\/p>\n<p>03:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz: Sounds f&#252;r Sinne und Seele \u2013 Jazz und Rock zwischen Temperament und Innerlichkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Harald Rehmann. Die Stille nach dem letzten B&#246;ller er&#246;ffnet einen Raum f&#252;r eine besondere Stimmung \u2013 zwischen Party-Nachklang und Reflexion. Dazu gibt es in der Extra-Ausgabe der Radionacht Jazz die passende Klangkulisse: f&#252;r alle, die das Jahr mit ausgesuchten Kl&#228;ngen aus Jazz, Rock und Fusion beginnen wollen. Groove-S&#252;chtige kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie H&#246;rerinnen und H&#246;rer, die Gespr&#228;che &#252;ber Vergangenes und Zuk&#252;nftiges f&#252;hren oder sich tiefgr&#252;ndiger Reflexion hingeben m&#246;chten. Daf&#252;r sorgt ein stilistisch breites Angebot aus sechs Jahrzehnten Musikgeschichte, darunter Titel von Blood, Sweat &amp; Tears, Joni Mitchell, Frank Zappa, Gentle Giant, Lyle Mays, Jeff Beck, Lina Nyberg, John McLaughlin, Volker Kriegel, Florian Ross, Stanley Clarke, Jon Hassell, Bill Evans, Snowpoet und Terje Rypdal.<\/p>\n<p>14:00 bis 15:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Feature: \u201eEine nur ist sie f&#252;r alle, doch siehet sie jeder verschieden\u201c | Von Wahrheit und Wahrhaftigkeit | Hans Joachim Simm<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWas ist Wahrheit?\u201c hat Pilatus gefragt, eine Antwort hat er nicht gegeben. Im engeren Sinn kann die Realit&#228;t als wahr bezeichnet werden. Im Weiteren aber greift Wahrheit dar&#252;ber hinaus und umfasst auch die Deutung der Wirklichkeit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von der Idee des ethisch-moralischen Guten &#252;ber die nur Gott verf&#252;gbare ewige Wahrheit bis zum idealistischen oder zum eher skeptischen F&#252;rwahrhalten reichen die Auffassungen. Eine einfache Entgegensetzung von L&#252;ge und Wahrheit reicht nicht aus, um diese zu erkennen. Denn gelegentlich f&#252;hrt erst eine T&#228;uschung zu dem, was sich in der Folge als wahr erweisen soll, wie es biblische Erz&#228;hlungen, Mythen, Sagen und M&#228;rchen berichten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die best&#228;ndige Suche nach Wahrheit aber formt Kultur und Zivilisation. \u201eWenn Gott\u201c, so Gotthold Ephraim Lessing, \u201ein seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spr&#228;che zu mir: w&#228;hle!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater vergib! die reine Wahrheit ist ja doch nur f&#252;r dich allein!\u201c Vor allem der Literatur ist es vorbehalten, das Ringen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit darzustellen, gerade wenn sie verschiedene Perspektiven zur Sprache bringt und Unterschiede rechtfertigt, wie Friedrich Schiller in einem Distichon schreibt: \u201eEine nur ist sie f&#252;r alle, doch siehet sie jeder verschieden; \/ Dass es eines doch bleibt, macht das Verschiedene wahr.\u201c \u201eWer Gedanken hat, denkt auch zwischen den Widerspr&#252;chen\u201c, hat Karl Kraus gesagt.<\/p>\n<p>14:00 bis 15:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Feature: Dominique, Du gehst nicht r&#252;ckw&#228;rts \u2013 Die vergessenen Talente<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Dominique Wollniok; Mit KomponistIn: Mario Weise; O-TongeberIn: Anula Wollniok, Frank Wollniok, Waltraud Wollniok, Mariell Wollniok, Martin Schneider, Markus Westphal, Tobias Adam, Ludwig V&#246;lker, Peter Krug, Christian Lukaschik<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regie: Dominique Wollniok. Produktion: Koproduktion des Experimentellen Radios der Bauhaus-Universit&#228;t Weimar mit dem rbb<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Begeisterung f&#252;r ein Hobby kann dazu f&#252;hren, dass wir unseren Job k&#252;ndigen oder die \u200eSchule schw&#228;nzen. Und doch treffen wir &#246;fter unter dem Druck des Alltags pragmatische Entscheidungen: \u200eWir fangen an zu studieren, ziehen in eine andere Stadt und pl&#246;tzlich ist keine Zeit mehr f&#252;r den Fu&#223;ballverein. \u200eUnsere Leidenschaft ger&#228;t in Vergessenheit. F&#252;r ihr Feature n&#228;hert sich Dominique Wollniok Menschen, die in ihrer Vergangenheit Modell-Flugzeuge gebaut, mit Elektrobauteilen hantiert oder ununterbrochen auf dem Fahrrad Tricks ge&#252;bt haben. Sie w&#252;hlt mit ihnen in Kisten und Kellerr&#228;umen nach Dingen,\u200e die ihre Erinnerungen anregen, und fragt: \u201eWarum hast Du damit aufgeh&#246;rt?\u201c<\/p>\n<p>15:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Corso: Spezial PopCamp \u2013 Meisterkurs f&#252;r Popularmusik \u2013 Jahrgang 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Helene Nikita Schreiner. Der Ort Wolfenb&#252;ttel in Niedersachen ist nicht unbedingt als Schmiede f&#252;r junge Popmusikerinnen und Popmusiker bekannt. Aber selbst Kanye West produziert Songs am liebsten zur&#252;ckgezogen auf seiner Farm. Denn Abgeschiedenheit gibt einem auch immer die M&#246;glichkeit sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Das war im diesj&#228;hrigen PopCamp, eine Nachwuchsf&#246;rderung des Deutschen Musikrats, ganz gewiss ein Nutzen des Exils: Den eigenen Songs den letzten Feinschliff zu geben. F&#252;nf Bands und Projekte wurden 2021 ausgew&#228;hlt, um ihr Talent auf das n&#228;chste Level zu bringen. Anoki, ein Hip-Hop-K&#252;nstler aus Berlin, die Band Engin, die deutsche und t&#252;rkische Sounds fusioniert, WEZN, emotionaler Elektro-Pop aus Hannover, Folk-Pop von Karo Lynn aus Leipzig und Alternative Pop von Tilman aus Bad Neustadt. Wie wird man Popstar? N&#252;tzliche Tricks und Hinweise verraten die Bands und Coaches im \u201eCorso-Spezial\u201c.<\/p>\n<p>16:05 bis 17:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Porgy And Bess \u2013 Ein legend&#228;res Album von Miles Davis<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">von Hans-J&#252;rgen Schaal. \u201eEr ist der beste Arrangeur, den ich kenne\u201c, sagte der Trompeter Miles Davis &#252;ber Gil Evans. Ihre Freundschaft begann 1947 \u2013 damals war Miles noch im Bebop-Quintett von Charlie Parker, und Gil Evans arrangierte f&#252;r das Swing-Orchester von Claude Thornhill. Aus der Kooperation der beiden entstanden von 1957 bis 1963 vier bedeutende Alben f&#252;r Columbia. Eines davon war \u201ePorgy And Bess\u201c, eine innovative Umdeutung der Melodien der Gershwin-Oper. Die individuelle Trompetenstimme von Miles Davis trifft auf die brillanten Orchestervisionen von Gil Evans.<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Cologne Jazzweek<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wir pr&#228;sentieren Highlights des neuen Festivals Cologne Jazzweek, darunter Konzerte von <strong>Nils Wogram, Angelika Niescier<\/strong> und <strong>Abel Selaocoe<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Cologne Jazzweek feierte die nach Coronapause lang erwartete Premiere im Sommer 2021. Das Festival lieferte und pr&#228;sentierte hochkar&#228;tigen G&#228;ste aus NRW, Deutschland und internationalen Szenen. Darunter die Altsaxofonistin Angelika Niescier, die in ihrem Quintett den britischen Saxofonisten Soweto Kinch dabei hatte, derzeit einer der angesagtesten Musiker der Szene. Posaunist Nils Wogram stellte seine Band Roots 70 mit Streicherbegleitung vor. Eine weitere spannende Begegnung fand zwischen dem s&#252;dafrikanischen Cellisten Abel Salaocoe und dem Manchester Collective statt. Eine Hommage kam vom Pianisten Pablo Held und S&#228;ngerin Norma Winstone. Sie erinnerten an John Taylor. Der britischer Pianist war bis zum Sommer 2007 Professor f&#252;r Jazz-Piano an der Hochschule f&#252;r Musik und Tanz K&#246;ln, wo diese Verneigung aber auch weitere Konzerte der Cologne Jazzweek stattfanden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nils Wogram Root 70 &amp; Strings \/ Peter Evans \u201eBeing and Becoming\u201c \/ Pablo Held \/ Norma Winstone: John Taylor Rememberance \/ Abel Selaocoe + Manchester Collective \/ Angelika Niescier Quintett. Aufnahmen aus dem Stadtgarten und der Hochschule f&#252;r Musik und Tanz K&#246;ln<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Was ist neue Musik f&#252;r mich? Junge Perspektiven auf neue Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thilo Braun, Maria Gnann, Marie K&#246;nig, Jonas Zerweck. Seit mehr als einem halben Jahrhundert reflektiert der K&#246;lner Deutschlandfunk zeitgen&#246;ssische Musik. Politisch und kulturell hat sich die Welt in diesen Jahrzehnten kr&#228;ftig gewandelt \u2013 ebenso hat sich das gegenw&#228;rtige Komponieren weltweit weiterentwickelt. Die Fachredaktion Neue Musik hat dies dokumentiert, gef&#246;rdert und produziert \u2013 sie hat ihrerseits Themen gesetzt und zahlreiche neue Arbeiten initiiert. 60 Jahre nach dem Deutschlandfunk-Sendestart fragen sich vier junge Musikjournalistinnen und -journalisten: Was ist f&#252;r mich neue Musik? Was kann und will Kunstmusik heute? Es geht den Autorinnen und Autoren um ihre pers&#246;nlichen Blickwinkel als Medienschaffende, um f&#252;r sie zentrale Figuren und Ensembles, um Potenziale f&#252;r die kommenden Jahre. Um sich &#252;ber all das auszutauschen, w&#228;hlen sie die Form eines Gedankenspiels.<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Akustische Kunst<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kaum sind die Silvesterkracher verhallt, h&#246;ren wir wieder das leisere Ticken der Uhren und ahnen, dass auch das Jahr 2022 verg&#228;nglich ist. Ilka Geyer pr&#228;sentiert Variationen &#252;ber den Sound der Zeit vom Berliner Komponisten Andreas Bick.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unbemerkt geht in den letzten Dekaden eine &#196;ra der Zeitmessung zu Ende, die von der Erfindung der ersten Sonnen- und Wasseruhren hin zur Atomuhr f&#252;hrte. Durch das Messen der Zeit anhand der Oszillation eines C&#228;sium-Atoms ist die Zeitmessung in gewisser Weise zu ihrem Ursprung zur&#252;ckgekehrt, dem Ablesen der Zeit anhand nat&#252;rlicher Prozesse. In \u201eChronostasis\u201c hinterfragt Andreas Bick unser Zeitempfinden. Der Begriff meint die Eigenschaft des Gehirns, Augenblicke subjektiv verl&#228;ngern zu k&#246;nnen. Wenn man etwa auf eine Uhr sieht, erscheint die erste Sekunde ausgedehnter als die folgenden. Bick sp&#252;rt der Aufl&#246;sung der Zeit nach. \u201eChronostasis\u201c setzt der Klangwelt der inzwischen aus unserem Alltag verschwundenen Uhrwerke ein Denkmal und f&#252;hrt Uromas Pendeluhr in unsere technologische und synchronisierte Jetztzeit, in der Zeitmanagement alles und das Gef&#252;hl des Zeitmangels allgegenw&#228;rtig ist. Das H&#246;rst&#252;ck \u201eChronostasis\u201c stemmt sich gegen das unerbittliche Fortschreiten der Zeit, indem es ihren Klang entmaterialisiert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Andreas Bick, geboren 1964, Komponist von Filmmusik und Audio-Art-H&#246;rst&#252;cken. Toningenieur und Musikproduzent. Lebt in Berlin. WDR Prix Ars Acustica 2001 f&#252;r \u201eDripping\u201c. \u201eChronostasis\u201c wurde bei den New York Festivals 2009 mit einer Silver World Medal ausgezeichnet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Chronostasis \u2013 Von Andreas Bick \u2013 Realisation: der Autor \u2013 Produktion: WDR 2009<\/p>\n<p>23:05 bis 02:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Lange Nacht: Irdische Transzendenz \u2013 Eine Lange Nacht zum 75. Geburtstag von Patti Smith<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Michael Frank. Regie: Jan Tengeler. Patti Smith wuchs in einer kleinen Stadt im l&#228;ndlichen S&#252;den New Jerseys auf. Als Kind schon mit viel Fantasie begabt, erfand sie f&#252;r ihre j&#252;ngeren Geschwister Geschichten. In der Pubert&#228;t entdeckte sie die Welt der bildenden Kunst f&#252;r sich, zeichnete und schrieb Gedichte. Au&#223;erdem tanzte sie leidenschaftlich gern zur Musik von James Brown, den Shirelles oder Hank Ballard and the Midnighters. Mit 19 Jahren kam sie fast mittellos nach New York. Inspiriert von so unterschiedlichen Autoren wie Arthur Rimbaud, William Burroughs und Jim Morrison entwickelte Patti Smith dort Anfang der 70er-Jahre eine ganz eigene, charismatische Art, ihre mitunter provokanten Gedichte zusammen mit musikalischer Begleitung zu rezitieren. Als Ende des Jahres 1975 ihr erstes Album \u201eHorses\u201c erschien, waren daraus Songs und oft improvisierte Textdeklamationen geworden, die von einer lautstarken und furchtlosen Rockband um den Musikjournalisten und Gitarristen Lenny Kaye getragen wurden. Vier Jahre sp&#228;ter endete diese Phase ihrer Karriere. Sie heiratete, zog sich mit ihrem Ehemann Fred \u201eSonic\u201c Smith in einen Vorort von Detroit zur&#252;ck und k&#252;mmerte sich mit ihm bis zu dessen fr&#252;hen Tod 1994 vor allem um die Erziehung ihrer beiden Kinder. Seit ihrer R&#252;ckkehr als Musikerin 1995 erschienen neben Gedichtb&#228;nden und neuen Platten mehrere autobiografisch gepr&#228;gte B&#252;cher, in denen sie u.a. ihre gemeinsame Zeit mit dem K&#252;nstler und Fotografen Robert Mapplethorpe Anfang der 70er-Jahre beschreibt. Patti Smith hat 2020 den internationalen Beethoven-Preis f&#252;r Menschenrechte erhalten. Sie gibt bis heute weltweit Konzerte und arbeitet immer weiter an ihrer vielf&#228;ltigen Kunst.<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Basar \u2013 Aktuelles aus der Szene mit Susanne Schmerda<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dialog der Kulturen \u2013 Aktuelle Projekte des Goethe-Instituts. Julia H&#252;lsmann &amp; Ensemble in Taschkent\/Usbekistan. Vorgestellt von Uta Sailer<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Auf zu neuen Ufern im ersten \u201eBasar\u201c des neuen Jahres! Drei gerade erschienene Alben versprechen aufregende Musikbegegnungen: Mit dem franko-katalanischen Kontrabassisten Renaud Garc\u00eda-Fons und seiner Erkundung der Saiteninstrumente durch Mittelmeer und Nahen Osten \u2013 \u201eLe Souffle des Cordes\u201c \u2013 \u201eDer Atem der Saiten\u201c hei&#223;t seine neue CD mit ebenso ausgefallenen wie ambitionierten Arrangements von der t&#252;rkischen Kemence bis zur spanischen Flamencogitarre. Und dann nimmt uns die \u201eGrande Dame des Akkordeons\u201c Lydie Auvray noch mit auf einen Spaziergang durchs winterliche Paris und der griechische Gitarren-Virtuose Nikos Tsiachris feiert zusammen mit Gastmusikern den Tanz und das Leben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Und wir blicken in unserem neuen Format \u201eDialog der Kulturen \u2013 Aktuelle Projekte des Goethe-Instituts\u201c diesmal nach Taschkent zum Theater Ilkhom. Dort hat im September vergangenen Jahres das \u201eOmnibus-Ensemble\u201c, das einzige Ensemble f&#252;r zeitgen&#246;ssische Musik in Usbekistan, auf Anregung des dortigen Goethe-Instituts zusammen mit der renommierten Jazzmusikerin Julia H&#252;lsmann und ihrem Quartett ein Konzert gegeben. Ein inspirierendes Aufeinandertreffen von Jazz und Moderne, verbunden mit Elementen traditioneller Musik aus Usbekistan. Wegen der Covid 19-Pandemie hatten beide Ensembles schon vor ihrem gemeinsamen Auftritt in Taschkent online zusammen gearbeitet, sich gegenseitig Kompositionen geschickt und dann mit ihnen weiter gearbeitet. Ein hoch kreativer, k&#252;nstlerischer Prozess, getragen von Offenheit, Neugier und Respekt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wie genau diese Koproduktion gelaufen ist, wie die Kulturszene in Usbekistan aufgestellt ist und was es mit dem Lazgi-Tanz auf sich hat, der letztes Jahr ins immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde, dar&#252;ber hat BR-KLASSIK-Moderatorin Uta Sailer mit dem Pianisten und Komponisten Sanjar Nafikov, der Jazzpianistin Julia H&#252;lsmann, mit Jan Helfer, dem Leiter des Goethe-Instituts in Usbekistan, und mit der T&#228;nzerin Gavkhar Matyokubova gesprochen.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc90898104\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898104\"><\/a>so \u2013 02.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<p>16:30 bis 17:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Kalter intelligenter Krieg \u2013 Wie Algorithmen die geostrategische Lage ver&#228;ndern<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas Reintjes. Die USA sehen sich im Wettbewerb mit China im Hintertreffen, wenn es um K&#252;nstliche Intelligenz in der Sicherheits- und Milit&#228;rtechnik geht. Mit massiven Investitionen soll gegengesteuert werden. Weltweit nutzen Milit&#228;rs schon heute KI in Waffensystemen und f&#252;r die strategische Planung sowie zur Spionage. Gleichzeitig werden Cyberwars ausgetragen, bei denen Gesellschaften mit Falschinformationen angegriffen und kritische Infrastrukturen lahmgelegt werden. Die Verabschiedung und Umsetzung von Normen f&#252;r den Einsatz der Technik scheint dagegen langsamer voran zu kommen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wie kann konkrete Innovation gegen oft abstrakte Gefahren abgewogen werden? Die Kontrolle von KI gilt als schwierig. Es ist unklar, wie sich unabh&#228;ngig &#252;berpr&#252;fen lie&#223;e, ob ein Waffensystem zuk&#252;nftigen Regeln f&#252;r den ethischen Einsatz von KI entspricht, ohne die geheime Funktionsweise des Waffensystems offenzulegen. Das Feature zeigt auf, wie sich Abschreckungs- und Bedrohungspotenziale global durch KI verschieben k&#246;nnen und wie es um die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Technik sowie bei ihrer Regulierung bestellt ist.<\/p>\n<p>18:00 bis 19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Feature | Sternenkind | Das kurze Leben der Lilli Leon | Karla Krause<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kathrin freut sich auf ihr Baby. Doch wenig sp&#228;ter der Schock: Die &#196;rzte sind sich sind sich einig: Das Kind hat das Turnersyndrom, schwerste Herz- und Nierensch&#228;den. Kathrins und Walters Kind, sie nennen es Lilli,\u00a0 wird\u00a0 die n&#228;chsten Wochen der Schwangerschaft nicht &#252;berstehen. Aber Lilli stirbt nicht, w&#228;chst weiter in Kathrins Bauch heran.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#220;ber ihr Tagebuch beginnt die junge Frau eine Zwiesprache mit ihrem Kind. Soll sie der Natur ihren Lauf lassen, das kranke Kind in ihrem Bauch beherbergen, bis es sich von selbst verabschiedet?\u00a0 Soll sie Lillis Leiden \u2013 und ihr eigenes \u2013 durch eine Abtreibung\u00a0 abk&#252;rzen? Und was, wenn das Kind die Schwangerschaft doch durchh&#228;lt, zur Welt kommt, dahinvegetiert?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Feature folgt den dramatischen Monaten einer Schwangerschaft mit einem behinderten Kind und verdeutlicht das Dilemma einer pr&#228;natalen Medizin, die immer genauer diagnostizieren, aber nicht therapieren kann.<\/p>\n<p>19:31 bis 20:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: El Rey, King of the Mambo \u2013 Der Perkussionist Tito Puente<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Packende Themen und brodelnde Rhythmen bestimmen den Sound des Latin-Jazz. In diesem Genre geh&#246;rt der in New York geborene, aus einer puertorikanischen Familie stammende Tito Puente (1923 \u2013 2000) zu den bekanntesten Musikern. Mit der Timbales, aber auch mit diversen anderen Trommeln und Perkussionsinstrumenten verlieh er seinen Orchestern in Mambos, Rumbas und Salsas einen unverwechselbaren Groove. Den brachte er auch als Sideman ein, u. a. in die Woody Herman Big Band, sowie in einige Bop-Combos. Auch als Komponist war Tito Puente &#228;u&#223;erst erfolgreich. Sein \u201eOye Como Va\u201c st&#252;rmte in einer Version des Rock-Gitarristen Carlos Santana die Charts.<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Neue Musik: Fehlstart<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der klassische \u201eTippfelher\u201c (so wie hier) stirbt aus. Meist greift sofort eine unsichtbare Hand ein, die den Schaden behebt. Dieses Wechselspiel zwischen Ausrutscher und Fangnetz dr&#252;ckt sich auch in vielen Werken der Neuen Musik aus. Absichtsvoll, als Teil einer kompositorischen Poetik. Oder durch andere Umst&#228;nde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In Sebastian Clarens Fehlstart (Detail) bestimmen das Loslaufen und der Abbruch die kleinteilige musikalische Struktur. Colin Matthews dagegen wollte einen Klassiker endlich ans Ziel f&#252;hren: F&#252;r die Planeten von Gustav Holst hatte er den noch fehlenden Pluto komponiert. Neuere Erkenntnisse allerdings lie&#223;en das Werk, zumindest aus Sicht der Astronomie, seinerseits schnell veralten. Konsequent ist da Annesley Black: Ein auf politische Verh&#228;ltnisse in Afrika bezogenes Orchesterwerk, das sie 2012 fertigstellte, bezeichnet sie selbst vorsorglich als \u201efalsche Darstellung\u201c. \u201eFehler muss man Fehler nennen\u201c. Das k&#246;nnte auch die Maxime von Tom Johnson sein: In Failing f&#252;r Kontrabass darf der Interpret selbst w&#228;hrend des Spielens erkl&#228;ren, dass gleich nach aller Wahrscheinlichkeit etwas daneben gehen wird.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Sebastian Claren<\/strong>: Fehlstart (Detail) f&#252;r 6 Instrumente; ensemble mosaik, Leitung: Enno Poppe | <strong>Annesley Black<\/strong>: misinterpreting the 2008 south sudanese budget reform for the orchestra; hr-Sinfonieorchester, Leitung: David Robert Coleman | <strong>Colin Matthews<\/strong>: Pluto, The Renewer; Berliner Philharmoniker, Leitung: Simon Rattle | <strong>Tom Johnson<\/strong>: Failing, A Very Difficult Piece for Solo String Bass f&#252;r sprechenden Kontrabassisten; Robert Black<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Aufbruch im Idyll \u2013 Volksmusikalische Traditionen aus der s&#252;dnorwegischen Telemark<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Jens-Peter M&#252;ller. Die Region Telemark ist nicht nur die Wiege des Skisports, sondern auch eine wahre musikalische Schatzkammer. Norwegen ist eines der L&#228;nder in Europa, in dem bedingt durch teilweise dramatische Berg- und Fjordlandschaften jahrhundertealte Traditionen ungebrochen bis in die Gegenwart fortgef&#252;hrt worden sind. Die Telemark kann besonders stolz auf eine enorme Vielfalt an instrumentalen und vokalen Stilen und eine lebendige Musikszene sein. Einige der bekanntesten Spieler des norwegischen Nationalinstrumentes, der Hardangergeige, stammen aus der Telemark. Virtuosen wie Lars Fykerud brachten es in der zweiten H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts mit Tourneen in Europa und den USA zu internationalem Ruhm und einem betr&#228;chtlichen Verm&#246;gen. Dieses reiche Erbe wird seit den 1980er Jahren von den jungen Musikergenerationen mit Respekt \u2013 und Mut zu Auseinandersetzungen mit konservativen Kreisen \u2013 erfolgreich weiterentwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Radiowoche%20vom%2027.12.21%E2%80%9302.01.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2021%2F12%2F26%2Fdie-radiowoche-vom-27-12-2102-01-2022%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Die%20Radiowoche%20vom%2027.12.21%E2%80%9302.01.2022 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2021%2F12%2F26%2Fdie-radiowoche-vom-27-12-2102-01-2022%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Die &#220;bersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gew&#228;hr. Wenn Sie sich eine t&#228;gliche Info&#252;bersicht in Ihr Postfach w&#252;nschen, tragen Sie sich hier in den kostenlosen Newsletter nmz \u2013 der radiotag ein. 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