{"id":17142,"date":"2018-03-27T17:48:37","date_gmt":"2018-03-27T15:48:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=17142"},"modified":"2018-03-27T18:38:52","modified_gmt":"2018-03-27T16:38:52","slug":"die-11-laengsten-musiken-aller-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2018\/03\/27\/die-11-laengsten-musiken-aller-zeiten\/","title":{"rendered":"Die 11 l&#228;ngsten Musiken aller Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>Meine pers&#246;nliche Top 11 der l&#228;ngsten Musiken aller Zeiten. Aus ganz bestimmten guten Gr&#252;nden sind es elf \u2013 und nicht zehn Musiken. (Und zwar, weil ich nicht mit schlechter Max-Richter-, sondern mit guter Morton-Feldman-Musik beginnen wollte). Auch habe ich eine 16-st&#252;ndige Performance des Solistenensemble Kaleidoskop in Erinnerung. Diese war aber an Wagners &#8222;Ring&#8220; angekn&#252;pft und taucht hier nicht auf. Auch ist mir bewusst, dass es sicherlich hunderte weitere Musiken &#228;hnlichen Ausma&#223;es gibt, die hier nicht versammelt sind. Ich bitte aber von Besserwissereien und Belehrungen abzusehen. Denn die lese ich gar nicht. Au&#223;erdem finde ich Perfektion (meistens) langweilig. (Im &#220;brigen habe ich nicht eigens recherchiert, sondern die Dinge hier so aufgelistet, wie ich sie in meiner Erinnerung aufgefunden habe. Ich will nicht immer googeln m&#252;ssen, um sinnlose Listen erstellen zu d&#252;rfen!)<\/p>\n<p>Grunds&#228;tzlich sei gesagt, dass es nat&#252;rlich lang anhaltende Musik gibt, von der <del datetime=\"2018-03-27T14:18:33+00:00\">wir <\/del> ich nichts oder <em>noch <\/em>nichts <del datetime=\"2018-03-27T14:18:33+00:00\">wissen <\/del> wei&#223; beziehungsweise bei der die Frage ist, ob wirklich etwas <em>&#196;sthetisches <\/em>gemeint ist. (Wobei ich nicht zum ersten Mal anmerken m&#246;chte, dass die Autorenintention eine in der Musikwissenschaft &#8211; v&#246;llig naiv und unreflektiert &#8211; immer noch viel zu gro&#223;e Rolle spielt; als h&#228;tte Roland Barthes niemals gelebt). Eine andere Sache sind die &#8222;Werke&#8220; (Sets), die von DJs in Clubs geschaffen werden &#8211; und die, je nach Schichtl&#228;nge, auch extrem lange und ohne jegliche Pause andauern k&#246;nnen.<\/p>\n<p>Nicht vergessen wollen wir auch beispielsweise aus Versehen (etwa vor dem eigenen Tod, nach dem man erst Wochen sp&#228;ter von Maden angespeichelt in seiner Wohnung gefunden wird) oder absichtlich auf Dauer-Betrieb gestellte Endger&#228;te. Diese spielen jedoch, so m&#252;ssen wir einschr&#228;nken, mehrere Titel hintereinander ab (wie beispielsweise bei YouTube und Spotify). Kein \u201elanges Ganzes\u201c also.<\/p>\n<p>Wiederum anders funktionieren musik&#228;hnliche Ger&#228;usche, wie die von Energiequellen oder jedenfalls irgendwie summenden oder brummenden Maschinen oder anderweitigen technischen Objekten. Betrachtete man diese Ger&#228;usche als Musik und w&#252;rde nach dem Alter des jeweiligen Ger&#228;ts beziehungsweise des jeweiligen Reaktors oder &#196;hnlichem sowie nach reparatur- oder wartungsbedingten Pausen fragen, k&#246;nnte man dort sicher auf viele Jahre &#8222;Musik&#8220; sto&#223;en. Ebenso k&#246;nnte man die Ger&#228;usche eines nimmerstillen Urwaldes als &#8222;Sinfonie der Natur&#8220; betrachten (jeweils immer nur zweis&#228;tzig: Tag und Nacht, vielleicht, um das Bild kompositionsgeschichtlich traditionell anzugleichen, mit der D&#228;mmerung als &#8211; allerdings dann ungew&#246;hnlich kurzes &#8211; Adagio und dem Morgengrauen als Scherzo; oder umgekehrt). All das ist nicht gemeint, sondern eher die typisch abendl&#228;ndische \u2013 und damit sicher angreifbare \u2013 Vorstellung eines &#8222;Werkes&#8220;. Aber halt auch nicht so ganz. Deshalb habe ich &#8222;Musiken&#8220; dr&#252;ber geschrieben. Haha.<\/p>\n<p><strong>Platz 11: Morton Feldman (1926-1987): Streichquartett Nr. 2 (1983)<br \/>\nDauer: 5 1\/2 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Keine<\/strong><\/p>\n<p>Morton Feldmans 1983 komponiertes Streichquartett Nr. 2. Mit f&#252;nfeinhalb Stunden recht sicher das l&#228;ngste Streichquartett bisher. Feldman neigte &#8211; auch durch seine enge Verbundenheit zu John Cage &#8211; zu Extremen. Gleichzeitig gab er sich bewusst anti-institutionell &#8211; und wurde doch von den Institutionsvertretern, die Feldmans Werke nicht selten cool und mit Getr&#228;nke- sowie Chill-Angebot als &#8222;immersives Zeiterlebnis&#8220; (der neue Begriff f&#252;r das veraltete &#8222;Event&#8220;) zu verkaufen sich anschicken, vereinnahmt. Interessant, dass Feldman unter bildenden K&#252;nstlern so bekannt ist wie kaum ein anderer Komponist des 20. Jahrhunderts. Die Zeitdimensionen Feldmans schlagen allein schon eine Br&#252;cke zur &#8222;stehenden&#8220; bildenden Kunst (sofern nicht eh Installation, sondern eher Skulptur oder anderweitiges Raumobjekt). Denn hier steht die Zeit wie still. Sch&#246;n.<\/p>\n<p><strong>Platz 10: Max Richter (* 1966): Sleep (2015)<br \/>\nDauer: 8 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Schlechte, dumme Musik (wie immer bei Max Richter).<\/strong><\/p>\n<p>Weniger sch&#246;n. Sondern nur unertr&#228;glich: Max Richter hat 2015 einen achtst&#252;ndigen <del datetime=\"2018-03-27T14:56:01+00:00\">Dreck <\/del>Track herausgebracht, der tats&#228;chlich f&#252;r den Schlaf, f&#252;r das Einschlafen gedacht ist. Tats&#228;chlich schlafen de facto viele Zuh&#246;rer zum Beispiel bei einer Bruckner-Sinfonie ein. Bruckner-Sinfonie sind alle sehr lang \u2013 und manche Zuh&#246;rer empfinden diese Musik als gleichf&#246;rmig. Bruckner und Richter zu vergleichen ist allerdings ein Unding.<\/p>\n<p>Das Werk wurde bei der MaerzMusik 2015 uraufgef&#252;hrt. Und zwar im Kraftwerk Berlin auf Ebene 8. Dort wurden den Besuchern Schlafpl&#228;tze angeboten. Schlafs&#228;cke mussten selber mitgebracht werden. Etwas erschreckend die Angabe, die noch im Internet zu finden ist: &#8222;Das Mitbringen von Getr&#228;nken und Speisen ist nicht gestattet.&#8220; (Vermutlich konnte man dort aber Essen und Trinken erwerben.)<\/p>\n<p>Max Richters &#8222;Musik&#8220; ist noch nicht einmal Minimal Music. Max Richter ist das reine Nichts. Musik f&#252;r Dumme. Glatt und langweilig, ohne Widerstand &#8211; bei Harmonik auf unterstem Anf&#228;ngerniveau. Und nein, ich bin nicht neidisch. Ich bin sehr gl&#252;cklich.  Aber ich m&#246;chte mich mit und <em>an <\/em>Musik aufregen, mich immer weiterbewegen \u2013 und wenn ich zur Ruhe komme, dann in Stille. B&#228;mm, nimm das, Max-Richter-gut-Finder! In your Gesicht!<\/p>\n<p><strong>Platz 9: Richard Wagner (1813-1883): Der Ring d. Nibelungen (1848-76)<br \/>\nDauer: 16 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Werk besteht eigentlich aus mehreren Teilen und ist eher nicht f&#252;r eine Auff&#252;hrung hintereinander gedacht.<\/strong><\/p>\n<p>Richard Wagner hatte es mit der Zeit, beispielsweise mit der Art und Weise, harmonische Schlusswendungen tunlichst zu vermeiden (\u201eunendliche Melodie\u201c). Parsifals &#8222;Zum Raum wird hier die Zeit&#8220; nicht zu vergessen&#8230; Konsequent vong daher, eine Tetralogie mit gerade einmal zweieinhalbst&#252;ndigem &#8222;Rheingold&#8220;-Vorabend zu komponieren, die ich &#8211; verzeiht mir &#8211; in G&#228;nze: liebe.<\/p>\n<p>Nat&#252;rlich h&#246;rt sich kaum jemand alle vier Teile ohne Unterbrechung hintereinander an. Aber m&#246;glich w&#228;re es. Und m&#246;glicherweise w&#228;re es sogar gut.<\/p>\n<p><strong>Platz 8: Erik Satie (1866-1925): Vexations (ca. 1893)<br \/>\nDauer: 19 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung. Nicht klar, ob die Angabe des Komponisten (840 Mal spielen) ernst gemeint war.<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Vexations&#8220; (franz&#246;sisch f&#252;r &#8222;Qu&#228;lereien&#8220;) ist ein Klavierst&#252;ck von Erik Satie, das vermutlich 1893 komponiert wurde. Es handelt sich im Grunde nur um ein paar spr&#246;de Kl&#228;nge auf dem Klavier, die aber \u2013 laut der Anweisung in den Noten \u2013 840 Mal wiederholt werden sollen. Und zwar, wie es weiter hei&#223;t, &#8222;wird es gut sein (angesichts der sehr vielen Wiederholungen), sich darauf vorzubereiten, und zwar in gr&#246;&#223;ter Stille, mit ernster Regungslosigkeit.&#8220;<\/p>\n<p>Erst 1949 wurde das St&#252;ck gedruckt, lange nach dem Tod Saties. Bald interessierte sich John Cage f&#252;r das St&#252;ck. Die Urauff&#252;hrung fand am 9. September 1963 mit mehreren Pianisten in New York statt, zu denen auch Cage selbst z&#228;hlte. Damals dauerte das St&#252;ck 18 Stunden und 40 Minuten. Man begann um 18 Uhr und war am n&#228;chsten Tag um 12.40 Uhr fertig. Weitere Auff&#252;hrungen folgten \u2013 bis hin in unsere Zeit. Die Auff&#252;hrungsdauer kann aber sehr variieren, angeblich von 12 bis 28 Stunden.<\/p>\n<p>Ganz nett, aber es ist leider nicht bekannt, ob Satie wirklich an ein so langes Werk dachte. Sicher, er h&#228;tte seinen Spa&#223; gehabt, sofern genug Drinks vorhanden.<\/p>\n<p><strong>Platz 7: Pharrell Williams (* 2013): Happy (24-h-Videoversion) (2013)<br \/>\nDauer: 24 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Repetitiv. Song wird in dem 24-Stunden-Video einfach nur wiederholt.<\/strong><\/p>\n<p>2013 brachte Pharrelll Williams seinen gr&#246;&#223;ten Hits und die seit 1975 meistverkaufte Single in Deutschland heraus: &#8222;Happy&#8220;. Dazu wurde ein 24-st&#252;ndiges Video erstellt, das Pharrell Williams und andere \u2013 darunter auch Prominente wie Jamie Foxx oder Steve Carell \u2013 durch die Stadt tanzend zeigt. Der viermin&#252;tige Song wird dabei schlicht wiederholt, aber die Videospur ist tats&#228;chlich jeweils anders. Und je nachdem, wann man das Video anschaltet, f&#228;ngt es zeitlich dort gerade an, wo man sich auf der Uhr befindet.<\/p>\n<p>Eine feine Idee, wenn auch das Lied jeweils nur repetiert wird und man somit nicht richtig von einem durchgehenden &#8222;Werk&#8220; sprechen kann.<\/p>\n<p><strong>Platz 6: Karlheinz Stockhausen (1928-2007): LICHT (1977-2003)<br \/>\nDauer: 29 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Werk (bez&#252;glich der Gesamtdauer gibt es wie bei einigen anderen Beispielen hier auch unterschiedliche Angaben) besteht aus mehreren Teilen und ist eher nicht f&#252;r eine Auff&#252;hrung hintereinander gedacht.<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Licht. Die sieben Tage der Woche&#8220; ist ein siebenteiliger Opern-Zyklus von Karlheinz Stockhausen. Zwischen 1977 und 2003 komponiert (ich wei&#223; noch als es hie&#223;, &#8222;Stockhausen ist mit seiner Oper fertig.&#8220;). Jeder Tag der Woche ist also eine eigene Oper.<\/p>\n<p>Stockhausen wollte noch die Stunden des Tages musikalisieren sowie die Minuten der Stunde und die Sekunden der Minute. Das hat er aufgrund seines Todes 2007, der ihn auf den Sirius zur&#252;ckholte, wo er einst ausgebildet worden war, jedoch nicht mehr geschafft.<\/p>\n<p><strong>Platz 5: Terre Thaemlitz (* 1968): Canto V: Meditation On Wage Labor And The Death Of The Album (2008)<br \/>\nDauer: 30 Stunden<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Keine wirkliche. Allerdings &#8222;nur&#8220; Performance.<\/strong><\/p>\n<p>Terre Thaemlitz war dieses Jahr nicht zum ersten Mal beim MaerzMusik-Festival zu Gast \u2013 und an gleich mehreren Konzerten beteiligt. Vom 17. auf den 18. M&#228;rz kam es dieses Jahr zu der 30-st&#252;ndigen Urauff&#252;hrung von &#8222;Canto V: Meditation &#252;ber Lohnarbeit und den Tod des Albums&#8220; unter der Mithilfe von einer ganzen Reihe von Pianisten.<\/p>\n<p>Ich war nicht da. Aber 30 Stunden sind nat&#252;rlich ein Pfund. Wobei ich die Umsetzung von Gender-, Sex-, Rassismus- und anderen Diskussionen auf Musik fast immer problematisch finde (da entweder reine Behauptung, denn die Musik klingt wie immer &#8211; oder mir zu naiv).<\/p>\n<p><strong>Platz 4: John Cage (1912-1992): ORGAN2\/ASLSP (1987)<br \/>\nDauer: 639 Jahre<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Auff&#252;hrungsdauer ist eine (feine) Halberst&#228;dter Marketing-Idee.<\/strong><\/p>\n<p>John Cage ist durch sein Werk &#8222;4&#8217;33&#8220; ohnehin der wohl bekannteste Musik-Zeit-K&#252;nstler of all times. &#220;ber &#8222;4&#8217;33&#8220; wurde schon eine Menge geschrieben &#8211; und viel zu viele K&#252;nstler haben das Werk als Spa&#223; verstanden.<\/p>\n<p>Vor ein paar Monaten schrieb ich f&#252;r die Bochumer Symphoniker einen Text &#252;ber dieses Werk, der hier einfach mal so nebenbei die Diskussion um dieses St&#252;ck zu einem Ende (und zu wirklich authentischen Auff&#252;hrungen voller Innerlichkeit!) bringen m&#246;ge.<\/p>\n<p><em>Es ist vielleicht das legend&#228;rste avantgardistische Musikst&#252;ck aller Zeiten: 4\u203233\u2033 von John Cage. Das St&#252;ck, &#252;ber das jeder klassisch ausgebildete Musiker mindestens einmal in seinem Leben bereits einen Witz gemacht oder zumindest geh&#246;rt hat. Unz&#228;hlige Musikstudenten haben schon dar&#252;ber nachgedacht, ob die Wahl dieses ber&#252;hmtesten Werkes von Cage als \u201ezeitgen&#246;ssisches Werk\u201c beispielsweise bei einer Abschlusspr&#252;fung, innerhalb derer eine Komposition aus der zweiten H&#228;lfte des 20. Jahrhunderts Pflicht sein kann, zul&#228;ssig sein k&#246;nnte.<br \/>\nDenn der Interpret \u2013 die Besetzung ist frei w&#228;hlbar \u2013 spielt w&#228;hrend der Dauer von vier Minuten und 33 Sekunden (das Werk wird meist mit einer Stoppuhr aufgef&#252;hrt) keinen einzigen Ton. F&#252;r die drei S&#228;tze \u2013 die Form dieses 1952 notierten St&#252;ckes ist also im Grunde sehr traditionell und keineswegs avantgardistisch \u2013 hat der Komponist \u201eTacet\u201c vorgeschrieben. Die Anweisung \u201eTacet\u201c (lateinisch f&#252;r: er\/sie\/es schweigt) erscheint sonst meist in den Noten von Orchestermusikern, die beispielsweise w&#228;hrend eines einzelnen Sinfoniesatzes nichts zu spielen haben (die Harfe ist dabei ein relativ beliebtes Tacet-Opfer).<br \/>\nZu der Komposition des St&#252;ckes wurde Cage durch den Besuch eines schalltoten Raumes angeregt, dessen Nicht-Widerhall von eigenen und fremden Ger&#228;uschen ihn nachhaltig beeindruckte. Bei der Urauff&#252;hrung durch den Pianisten David Tudor im Sp&#228;tsommer 1952 in New York kam es zu dem erwarteten Skandal, dessen Restwind noch heute dann und wann zu sp&#252;ren ist, wenn das Werk vor einem Publikum aufgef&#252;hrt wird, das von diesem St&#252;ck Stille noch nichts wusste.<\/p>\n<p>&#220;ber das Werk von Cage l&#228;sst sich trefflich philosophieren. Doch durch ohnehin nur rhetorisch gemeinte Fragen wie \u201eIst das noch Musik?\u201c \u2013 ein enger Verwandter des eigentlich unwitzigen und ultrakonservativen \u201eIst das Kunst \u2013 oder kann das weg?\u201c \u2013 wird die Diskussion oft verdeckt; ja, die Rezeption von Cages bekanntestem Werk scheint in den letzten Jahren im reinen Slapstick angekommen zu sein. Denn die eigentlich interessanten Fragen sind doch: Warum provoziert dieses St&#252;ck noch heute? Haben wir in der durchdigitalisierten 24\/7-Erreichbarkeitsgesellschaft das gemeinsame Genie&#223;en von Stille verlernt? Wird uns als Musikliebhaber im Konzertsaal klar, wie laut \u2013 und wirklich st&#246;rend, ja, in der Tat kein bisschen komisch \u2013 Husten w&#228;hrend eines zerbrechlichen St&#252;cks Musik wirken kann? Ist die scheinbare Unm&#246;glichkeit wirklich gemeinsamen Schweigens im Konzertsaal denn tats&#228;chlich ein gesellschaftliches Ph&#228;nomen? Oder h&#228;ngt diese Unm&#246;glichkeit mit der Situation zusammen, in der wir uns mit anderen, n&#228;mlich fremden Konzertbesuchern befinden, so dass wir uns auf die fast erotische Intimit&#228;t des Nicht-Erklingens jeglicher Ger&#228;usche nicht einzulassen imstande sind? Schlie&#223;lich sagt man doch, dass menschliche Beziehungen dann besonders gl&#252;cksverhei&#223;end seien, wenn beide Partner auch mal gemeinsam schweigen k&#246;nnen. Aber warum nutzen wir nicht einfach diese oft verlachte \u2013 in Wirklichkeit ernste, ja: existenzialistische \u2013 Komposition von Cage, um eine ganz besondere Erfahrung zu machen?<\/em><\/p>\n<p>Jetzt aber zu dem St&#252;ck meiner Top 11: 1987 komponierte eben jener John Cage ein Orgelst&#252;ck mit dem Titel &#8222;ORGAN\u00b2\/ASLSP&#8220; (wobei das &#8222;ASLSP&#8220; f&#252;r &#8222;As slow as possible&#8220; steht). <\/p>\n<p>Ein achtseitiges St&#252;ck f&#252;r Orgel soll laut Cage &#8222;so langsam wie m&#246;glich&#8220; gespielt werden. Also Interpretationssache.<\/p>\n<p>Ein paar Orgelexperten hatten in Halberstadt bei einem Symposium Ende der 90er Jahre die Idee, dieses St&#252;ck aufzuf&#252;hren \u2013 und die &#220;berschrift sehr ernst zu nehmen. Die Orgel im Halberst&#228;dter Dom wurde im Jahre 2000 639 Jahre alt, eine der &#228;ltesten erhaltenen Orgeln der Welt. Und man dachte sich: nehmen wir das Jahr 2000, beziehungsweise: es wurde dann das Jahr 2001 \u2013 und rechnen die urspr&#252;nglich von Cage erdachte Spieldauer (n&#228;mlich knapp 30 Minuten) auf 639 Jahre hoch.<\/p>\n<p>2001 begann man also. Man baute daf&#252;r aber einen extra Orgel-Apparat in die Sankt-Burchardi-Kirche Halberstadt hinein. (Die Orgel im Halberst&#228;dter Dom wird ja noch normal bespielt.) Das St&#252;ck beginnt mit einer Pause \u2013 und so erklang von 2001 bis 2003 erst einmal kein Ton. Jeder Tonwechsel ist inzwischen ein richtiges Ereignis, zu dem viele Zuh&#246;rer nach Halberstadt fahren. Sei es den Halberst&#228;dtern geg&#246;nnt. <\/p>\n<p>Der aktuelle Klang ist dis\u2019, ais\u2019 und e\u2019\u2019 und erklingt seit dem 5. Oktober 2013. Der n&#228;chste neue Klang (n&#228;mlich gis, e\u2019) kommt dann am 5. September 2020.<\/p>\n<div id=\"attachment_17182\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17182\" data-attachment-id=\"17182\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2018\/03\/27\/die-11-laengsten-musiken-aller-zeiten\/der-magische-kreis-der-unendlichkeit-loewe\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Der-magische-Kreis-der-Unendlichkeit-%E2%80%93-L%C3%B6we.jpg?fit=6529%2C6129&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"6529,6129\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"George Crumb: Makrokosmos I, Der magische Kreis der Unendlichkeit (L\u00f6we)\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;George Crumb: Makrokosmos I, Der magische Kreis der Unendlichkeit (L\u00f6we)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Der-magische-Kreis-der-Unendlichkeit-%E2%80%93-L%C3%B6we.jpg?fit=1024%2C961&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Der-magische-Kreis-der-Unendlichkeit-%E2%80%93-L%C3%B6we.jpg?resize=1024%2C961&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"961\" class=\"size-large wp-image-17182\" \/><p id=\"caption-attachment-17182\" class=\"wp-caption-text\">George Crumb (* 1929): Makrokosmos I. Nr. 8: The Magic Circle of Infinity (1972)<\/p><\/div>\n<p><strong>Platz 3: George Crumb (* 1929): Makrokosmos I. Nr. 8: The Magic Circle of Infinity (1972)<br \/>\nDauer: Theoretisch von 1972 bis zum Ende der Welt\/des Schalls<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Theoretische L&#228;nge, vom Komponisten nicht explizit erw&#252;nscht.<\/strong><\/p>\n<p>1972 schreibt George Crumb die beiden Klavierzyklen &#8222;Makrokosmos I und II&#8220;. Manche der Partituren sind nicht horizontal, sondern beispielsweise rund angeordnet, darunter auch &#8222;Der magische Kreis der Unendlichkeit (L&#246;we)&#8220;, der laut Partituranweisung mit dem horizontalen Teil in der Mitte des Kreises (siehe Bild) beginnt, worauf schlie&#223;lich zweieinhalb Umdrehungen folgen sollen.<\/p>\n<p>N&#228;hmen wir &#8222;Unendlichkeit&#8220; ernst, so k&#246;nnte das Werk seit seiner Herausgabe Anfang der 1970er Jahre ununterbrochen erklingen; und noch (hoffentlich?) viele weitere Jahre. Jedenfalls wohl mehr als 639 (sagt ein Freund, der astronomisch ausgebildet ist).<\/p>\n<div id=\"attachment_17183\" style=\"width: 619px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17183\" data-attachment-id=\"17183\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2018\/03\/27\/die-11-laengsten-musiken-aller-zeiten\/to-be-held-for-a-long-time\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/to-be-held-for-a-long-time.jpg?fit=609%2C530&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"609,530\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"La Monte Young (* 1935): Composition 1960#7 (\u201eTo be held for a long time\u201c)\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;La Monte Young (* 1935): Composition 1960#7 (\u201eTo be held for a long time\u201c)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/to-be-held-for-a-long-time.jpg?fit=609%2C530&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/to-be-held-for-a-long-time.jpg?resize=609%2C530&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"609\" height=\"530\" class=\"size-full wp-image-17183\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/to-be-held-for-a-long-time.jpg?w=609&amp;ssl=1 609w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/to-be-held-for-a-long-time.jpg?resize=552%2C480&amp;ssl=1 552w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/to-be-held-for-a-long-time.jpg?resize=600%2C522&amp;ssl=1 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px\" \/><p id=\"caption-attachment-17183\" class=\"wp-caption-text\">La Monte Young (* 1935): Composition 1960#7 (\u201eTo be held for a long time\u201c)<\/p><\/div>\n<p><strong>Platz 2: La Monte Young (* 1935): Composition 1960#7 (\u201eTo be held for a long time\u201c)<br \/>\nDauer: Theoretisch von 1960 bis zum Ende der Welt\/des Schalls<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Musikalisch etwas unterkomplex (oder auch nicht). &#8222;Lange Zeit&#8220; ist dabei Auslegungssache. Eher doch nicht &#8222;unendlich&#8220; gemeint.<\/strong><\/p>\n<p>1960 entstand die Komposition &#8222;Composition 1960#7&#8220; von La Monte Young mit dem Untertitel \u201eTo be held for a long time\u201c, der freilich nach einer ganzen Reihe von Interpretationsm&#246;glichkeiten kreischt. Die Besetzungsoffenheit sowie die apodiktisch-humorvolle K&#252;rze dieser Fluxus-Komposition haben zu einer Reihe von Events in aller Welt gef&#252;hrt, bei der diese sch&#246;ne Quinte erklang und erklingt.<\/p>\n<p>Ich hatte mir vorgenommen, keinen einzigen YouTube-Link in diesem Artikel zu verwenden (denn wir wissen nicht, wie lange es YouTube noch gibt; mein Artikel ist aber f&#252;r die Ewigkeit geschrieben; vorerst!), aber wer schauen will: Es gibt eine sehr ironische Wiedergabe des St&#252;ckes f&#252;r Klavier solo. Ausdauernder w&#228;re eine denkbare Auff&#252;hrung seit Herausgabe des Werkes in den 1960er Jahren, beispielsweise durch &#8211; selbstverst&#228;ndlich menschenfreundlich bezahlte und nur in bestimmten Zeitr&#228;umen abwechselnd eingesetzte &#8211; Streicher. Diese Auff&#252;hrung k&#246;nnte theoretisch seitdem ununterbrochen stattfinden &#8211; und (siehe Platz 3) noch viele Jahrhunderte weitergehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_17181\" style=\"width: 386px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17181\" data-attachment-id=\"17181\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2018\/03\/27\/die-11-laengsten-musiken-aller-zeiten\/pythagoras-von-samos\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?fit=800%2C1022&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"800,1022\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Pythagoras von Samos (ca. 570-510 v. Chr.)\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Pythagoras von Samos (ca. 570-510 v. Chr.)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?fit=800%2C1022&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?resize=376%2C480&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"376\" height=\"480\" class=\"size-medium wp-image-17181\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?resize=376%2C480&amp;ssl=1 376w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?resize=768%2C981&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?resize=600%2C767&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2018\/03\/Pythagoras-von-Samos.jpeg?w=800&amp;ssl=1 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/><p id=\"caption-attachment-17181\" class=\"wp-caption-text\">Pythagoras von Samos (ca. 570-510 v. Chr.)<\/p><\/div>\n<p><strong><br \/>\nPlatz 1: Die Sph&#228;renharmonie<br \/>\nDauer: seit 4,57 Milliarden Jahren<br \/>\nEinschr&#228;nkung: Keine wirkliche Komposition. Beruht auf einer falschen Annahme, denn ohne Luft kann es zwischen den Planeten keinen Schall und demnach keine f&#252;r Menschen h&#246;rbare Kl&#228;nge geben.<\/strong><\/p>\n<p>Pythagoras von Samos und seine Homies hatten die Vorstellung, dass die Himmelsk&#246;rper von durchsichtigen Kugeln getragen werden. Bei den Bewegungen dieser Himmelsk&#246;rper entst&#252;nden T&#246;ne. Diese T&#246;ne seien mal h&#246;her, mal tiefer \u2013 je nach Abstand und Geschwindigkeit ihrer jeweiligen Bewegung. Diese Idee, dass die Himmelsk&#246;rper in einer Art dauernder Sph&#228;renharmonie verharren hielt sich eine lange Zeit. <\/p>\n<p>1619 kam Johannes Kepler mit seiner &#8222;Weltharmonik&#8220; (&#8222;Harmonice mundi&#8220;) auf diese altgriechische Schei&#223;e zur&#252;ck. Und tats&#228;chlich gibt es ernstzunehmende Forscher, die in j&#252;ngster Zeit meinten, Kepler h&#228;tte bei seiner Darstellung der sph&#228;renharmonischen Idee h&#246;chst erstaunliche mathematische &#8222;Treffer&#8220; gelandet, was die Korrespondenz von musikalischen Intervallen und kosmischen Winkeln angeht. (Der Link zu einem entsprechenden Artikel ist mir verloren gegangen. Vielleicht erg&#228;nze ich das einiges Tages hier. Aber ich wollte ja eigentlich keine Links verwenden. Dann w&#252;rde ich den Artikel per Post verschicken. An Interessierte, f&#252;r die es okay ist, dass unschuldige B&#228;ume sterben.)<\/p>\n<p>Nehmen wir also an, Sph&#228;renharmonien existieren, so k&#246;nnen wir sie zwar nicht h&#246;ren (da es im Weltall fast keinen Schall gibt), doch gleichsam konstatieren: Das ist wohl die l&#228;ngste Musik aller Zeiten. Und auch (seien wir realistisch) schwer zu toppen,<\/p>\n<p>Denn unser Sonnensystem ist gesch&#228;tzte 4,57 Milliarden Jahre alt. Und gehen wir davon aus, dass die Sph&#228;renharmonie erst einmal nicht so schnell endet (wegen &#246;ffentlich-rechtlicher Sparma&#223;nahmen, Donald Trump oder so), so geht es ja wohl auch noch ein bischen l&#228;nger&#8230;<\/p>\n<p>W&#228;re doch eigentlich ganz fein.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%2011%20l%C3%A4ngsten%20Musiken%20aller%20Zeiten https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2018%2F03%2F27%2Fdie-11-laengsten-musiken-aller-zeiten%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Die%2011%20l%C3%A4ngsten%20Musiken%20aller%20Zeiten https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2018%2F03%2F27%2Fdie-11-laengsten-musiken-aller-zeiten%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Aus ganz bestimmten guten Gr&#252;nden sind es elf \u2013 und nicht zehn Musiken. (Und zwar, weil ich nicht mit schlechter Max-Richter-, sondern mit guter Morton-Feldman-Musik beginnen wollte). Auch habe ich eine 16-st&#252;ndige Performance des Solistenensemble Kaleidoskop in Erinnerung. 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