{"id":15418,"date":"2017-07-08T18:00:25","date_gmt":"2017-07-08T16:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=15418"},"modified":"2017-07-04T21:10:56","modified_gmt":"2017-07-04T19:10:56","slug":"neue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-10-07-bis-16-07-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2017\/07\/08\/neue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-10-07-bis-16-07-2017\/","title":{"rendered":"Neue Musik \/ Musikfeature \/ SoundArt: Die Radio-Woche vom 10.07. bis 16.07.2017"},"content":{"rendered":"<p>Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 28. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Sarah Nemtsov, Michael Floredo, Gerhard R&#252;hm, das Tao und die Wiener Gruppe, G\u00e9rard Grisey und Zeitgenossen in Salzburg, Per N\u00f8rg\u00e5rd, Alper Marals Musik, Henri Chopin, Experimentelle Musik aus Neu Delhi, Komponisten des ADevantgarde-Festivals M&#252;nchen, Herbert Blomstedt als Dirigent zeitgen&#246;ssischer Musik, das Unisono in der zeitgen&#246;ssischen Musik, Komponieren mit Henry David Thoreau, Michael Gielen, Walter Benjamin zum 125. Geburtstag, ICAS Radio, Oase Haifa, H&#246;hepunkte vom Ulrichsberger Kaleidophon 2017, Zur Problematik neuer Diesseitigkeit, Frischen Wind im Geigenbau und den Prix Palma Ars Acustica.<\/p>\n<ul>\n<li>Alle bekannten Stream-, Web- und RSS-Adressen deutscher Sender finden sich <a href=\"https:\/\/stefanhetzel.wordpress.com\/kunstmusikoeffentlich-rechtlicher-rundfunk\/\">bei Stefan Hetzel<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download dieser &#220;bersicht als PDF<\/a>.<\/li>\n<li>Alle Angaben ohne Gew&#228;hr. &#196;nderungen vorbehalten.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>10.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>20:04 bis 22:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert: Musik der Zeit [8]. Wegweiser <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Jean Barraqu\u00e9<\/strong>: Melos, Ballettmusik f&#252;r Kammerorchester, Urauff&#252;hrung \/ <strong>Luciano Berio<\/strong>: kol od (Chemins VI) f&#252;r Trompete und Kammerorchester \/ <strong>Luciano Berio<\/strong>: Chemins V (su Sequenza XI) f&#252;r Gitarre und Kammerorchester \/ <strong>Johannes Sch&#246;llhorn<\/strong>: este que ves f&#252;r Kammerorchester, Urauff&#252;hrung | Martin Griebl, Trompete; Pablo M\u00e1rquez, Gitarre; WDR Sinfonieorchester K&#246;ln, Leitung: Jean-Micha\u00ebl Lavoie. Aufnahme aus dem K&#246;lner Funkhaus<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nicht nur \u201eMusik der Zeit\u201c feiert sein Saisonfinale. Auch die letzten Etappen der Werkreihe \u201eChemins\u201c von Luciano Berio sind in diesem Programm des WDR Sinfonieorchesters vertreten, das hier au&#223;erdem Werke von Johannes Sch&#246;llhorn und Jean Barraqu\u00e9 zur Urauff&#252;hrung bringt. R&#252;ckgriffe auf &#196;lteres, Reflexionen auf das eigene Schaffen und die Neuorganisation fr&#252;herer Ideen kennzeichnen dieses Programm. Jean Barraqu\u00e9 bezieht sich in \u201eMelos\u201c auf &#228;ltere T&#228;nze. So entstand eine Ballettmusik, die ein Zwischenstadium auf dem Weg zu seinem individuellen Stil markiert. Johannes Sch&#246;llhorn greift in \u201eeste que ves\u201c auf sein Quintett \u201erota\u201c zur&#252;ck und verlagert dabei \u201edas Gewicht auf das Exzentrische\u201c: \u201eEin musikalischer Wirbelsturm, der sich am Ende in nichts aufl&#246;st\u201c. Auch in \u201eChemins V und VI\u201c, in denen Luciano Berio zwei Solost&#252;cke aus seiner \u201eSequenza\u201c-Reihe um ein Kammerorchester erg&#228;nzt, treten musikalische Prozesse an die Oberfl&#228;che, die in den Vorlagen allenfalls angedeutet waren und hier voll zur Entfaltung kommen.<\/p>\n<p>21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart. Die Komponistin Sarah Nemtsov<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Andreas G&#246;bel. Musik ist f&#252;r sie der Versuch, eine komplexe Gegenwart abzubilden in einem Spannungsverh&#228;ltnis zwischen Realit&#228;t und Utopie. In ihren Werken bezieht sich Sarah Nemtsov auf Anregungen aus Bildender Kunst, Literatur und Philosophie. Was sie &#252;ber eines ihrer Musiktheaterwerke gesagt hat, gilt auch f&#252;r einen gro&#223;en Teil ihres &#252;brigen Schaffens: \u201eDen Paradoxien und Ambivalenzen unserer Gesellschaft(en) einen klanglichen Echoraum geben, Seltsamkeiten offenlegen, Abgr&#252;nde, aber auch Hoffnungen.\u201c Die Komponistin ist zu Gast im Studio.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusiK. A place of Innovation? Experimentelle Musik aus Neu Delhi<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Theresa Beyer: F&#252;r Musik jenseits von traditionellen Ragas und Bollywood ist Neu Delhi ein hartes Pflaster: Es gibt keine Kulturf&#246;rderung, wenig Auftrittsm&#246;glichkeiten und &#252;berhaupt runzeln bei experimentellen Kl&#228;ngen viele Inderinnen und Inder die Stirn. Trotzdem bildet sich eine junge Szene heraus, die sich zu Listening Room Sessions trifft und ihre Musik &#252;ber SoundCloud und Facebook mit der Welt teilt. Ihre Experimente liegen irgendwo zwischen popkulturellem Underground und elektronischer Soundkunst, sind inspiriert vom L&#228;rm und Chaos der Stadt und b&#252;rsten Samples aus Bollywoodfilmen gegen den Strich. Eine Reportage.<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton Portr&#228;t. Zum 50. Geburtstag von Michael Floredo<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Stefan H&#246;fel. 2016 wurde Michael Floredo mit dem Kompositionspreis des Landes Vorarlberg ausgezeichnet. Heuer feiert der Vorarlberger Komponist \u2013 &#252;brigens genauso wie &#214;1 \u2013 seinen 50. Geburtstag. Grund genug, ihm und seinen Werken einen ganzen Konzertabend in der Reihe \u201eNeue Musik im Gespr&#228;ch\u201c zu widmen. Das Ensemble.plus interpretiert Floredos Werke und der Komponist selbst teilt seine Gedanken dazu mit dem Publikum. Eine Aufnahme vom 2. Juni 2017.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>11.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik. \u201emeditation &#252;ber die letzten dinge\u201c (Wdh. v. 02.10.2012). Gerhard R&#252;hm, das Tao und die Wiener Gruppe<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Richard Schroetter. Es ist das Credo der k&#252;nstlerischen Arbeit von Gerhard R&#252;hm, nicht mehr Mittel einzusetzen, als man braucht. Der Dichterkomponist Gerhard R&#252;hm ist ein Meister der Reduktion. Es ist das Credo seiner k&#252;nstlerischen Arbeit, nicht mehr Mittel einzusetzen, als man braucht. In seinen Texten, Bildern und seiner Musik geht es darum, Klischees aufzusp&#252;ren, Topoi zu hinterfragen und immer wieder einengende Konventionen zu durchbrechen. An den Grenzbereichen zur Bildenden Kunst und zur Musik lotet er die Tiefen menschlicher Kommunikation aus. Die Grundlage daf&#252;r bildet eine detaillierte Analyse der Mittel und M&#246;glichkeiten der jeweiligen Kunstform \u2013 gewisserma&#223;en ihrer Parameter. R&#252;hm befreite die Sprache von ihren gebrauchsbedingten Konventionen, um sie als &#228;sthetisches Material voll verf&#252;gbar zu machen und als solches auf den Bewusstseinsstrand der Neuen Musik und Bildenden Kunst zu bringen. Letztlich ist das zentrale Thema seiner Arbeiten, Sprache zu Musik-, zu Bildsprache zu verfl&#252;ssigen.<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Komponisten des ADevantgarde-Festivals M&#252;nchen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Johannes X. Schachtner<\/strong>: \u201eSymphonischer Essay\u201c (Ensemble Zeitsprung: Markus Elsner); <strong>Stefan Schulzki<\/strong>: \u201eEverything\u201c (Beatrice Ottmann, Gesang; Stefan Schulzki, Klangeffekte); <strong>Bernhard Weidner<\/strong>: \u201eFlug\u201c (Michael Sch&#228;fer, Klavier); <strong>Markus Lehmann-Horn<\/strong>: \u201eDie Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde &#8230;\u201c (P\u00e9ter Kov\u00e1ts, Orgel); <strong>Alexander Strauch<\/strong>: \u201eSo what? \u2013 putin &amp; tchaikovsky\u201c (Johannes Gutfleisch, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier); <strong>Philipp C. Mayer<\/strong>: \u201etin can phone\u201c (ensemble oktopus f&#252;r musik der moderne: Knut Han&#223;en); <strong>Katharina M&#252;ller\/Wilfried Hiller<\/strong>: Zwei Klavierst&#252;cke (Katharina M&#252;ller, Klavier); <strong>Markus Muench<\/strong>: \u201edata.strings\u201c (M&#252;nchener Kammerorchester: Christoph Altstaedt); <strong>Moritz Eggert<\/strong>: \u201eZug um Zug\u201c (N&#252;rnberger Akkordeonorchester); <strong>Stefan Hippe<\/strong>: \u201eHump and Circumstances\u201c (MGNM Festivalensemble: Peter Hirsch)<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte. Studio f&#252;r Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sarah Maria Sun, Sopran; Jan Philip Schulze, Klavier. <strong>Nikolaus Brass<\/strong>: \u201eDialoghi d&#8217;amore V\u201c; <strong>Wolfgang Rihm<\/strong>: \u201eOphelia Sings\u201c; <strong>Nikolaus Brass<\/strong>: \u201eVoid\u201c<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton. Herbert Blomstedt als Dirigent zeitgen&#246;ssischer Musik. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Peter Kislinger. Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt vollendet heute sein 90. Lebensjahr. Als Chefdirigent internationaler Orchester hat er \u201eeine ungeheure Menge\u201c zeitgen&#246;ssischer Musik dirigiert und uraufgef&#252;hrt. Wenn er Zeitgen&#246;ssisches vor der Pause dirigierte, \u201edann blieb das Publikum oft im Foyer. Na und? Die Musik war wichtig f&#252;r die Musiker, den Komponisten, den Dirigenten und Gott!\u201c Blomstedt wird mit Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Sibelius und vor allem Bruckner und Nielsen assoziiert. Schon als Student am Konservatorium G&#246;teborg habe er \u201esofort eingesehen\u201c, dass Komponisten \u201edie besonders Begabten\u201c, auch \u201efruchtbarsten Kontakte\u201c waren und von ihnen \u201eam meisten zu lernen\u201c war. Ingvar Lidholm, Karl-Birger Blomdahl und Sven-Erik B&#228;ck waren \u201egro&#223;e Vorbilder\u201c f&#252;r den Jubilar.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>12.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Klaus Treuheit<\/strong>: \u201estunning by degrees\u201c (Gunter Pretzel, Viola; Klaus Treuheit, Klavier); <strong>Toni V&#246;lker<\/strong>: Drei S&#228;tze (Christian Menth, Blockfl&#246;te; Dorothea V&#246;lker, Cembalo); <strong>Karola Oberm&#252;ller<\/strong>: \u201eKalpa * Pralaya\u201c (Dipak Sharma, Bansari; Sunil Banerjee, Sitar; Subrata Manna, Mridangam; Arcis-Ensemble: Ulrich Nicolai); <strong>Volker Blumenthaler<\/strong>: \u201eApproximation\u201c (Asian Art Ensemble); <strong>Armin Fuchs<\/strong>: Trio (Walter Keller, Fl&#246;te; Armin Fuchs, Klavier; Johannes Beer, Schlagzeug)<\/p>\n<p>20 \u2013 21 Uhr | SRF2Kultur<br \/>\n<strong>Musik unserer Zeit. Wenn zwei in eins gehn&#8230; Das Unisono in der zeitgen&#246;ssischen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Viel zu undifferenziert und zu wenig kontrapunktisch muss es den Avantgardisten einst vorgekommen sein: das Unisono, wenn also mehrere Stimmen die gleiche Melodie spielen, aber irgendwann entdeckte die Neue Musik darin doch ungeahnte M&#246;glichkeiten.<\/p>\n<p>21 \u2013 22 Uhr | SRF2Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik im Konzert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antoine Fachard<\/strong>: Gn\u00f4mon f&#252;r 8 Instrumente (2016, UA) \/ <strong>G\u00e9rard Zinsstag<\/strong>: Seul l&#8217;\u00e9cho \/ <strong>Allain Gaussin<\/strong>: L&#8217;harmonie des sph\u00e8res \/ <strong>G\u00e9rard Zinsstag<\/strong>: Bing | Ensemble proton. Konzert vom 5.12.2016, Dampfzentrale Bern<\/p>\n<p>21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart. G\u00e9rard Grisey und Zeitgenossen in Salzburg<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Margarete Zander<\/p>\n<p>21:25 bis 22:00 | NDR Kultur<br \/>\n<strong>neue musik; Sommerfestival Konzerttipps<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Margarete Zander. Neue Musik ist heutzutage bei vielen Festivals das I-T&#252;pfelchen im Programm, das Plus, das ein besonderes Licht auf die Tradition wirft und den Soundtrack unserer Zeit nicht selten um subtile unerh&#246;rte utopische Kl&#228;nge bereichert. Pl&#246;tzlich entdecken wir h&#246;rend neue Landschaften, alte B&#252;cher, bekannte Bilder. Und geben unserer Fantasie neue Nahrung. Wir geben Ihnen ein paar Insider-Tipps f&#252;r ganz besondere Begegnungen.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte. Spazierg&#228;nge und Schizophrenie in Skandinavien \u2013 Zum 85. Geburtstag des d&#228;nischen Komponisten Per N\u00f8rg\u00e5rd<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Als Kind zeichnete Per N\u00f8rg\u00e5rd Comics, die er dann vertonte. Weniger gern setzte er sich ans Klavier, um das zu &#252;ben, was der Klavierlehrer ihm aufgetragen hatte. Schon mit 15 wollte er Komponist werden, sp&#228;ter studierte er u.a. bei Nadia Boulanger, lernte Pierre Boulez und David Tudor kennen. W&#228;hrend seines Studiums an der Musikhochschule in Kopenhagen war er der \u201eGlissando-Guy\u201c, weil er in seinem ersten Violinkonzert minutenlang T&#246;ne nach oben und nach unten rutschen lie&#223;. Das Publikum fiel vor Lachen fast vom Stuhl. Das alles ist lange her und l&#228;ngst vergessen. Heute z&#228;hlt Per N\u00f8rg\u00e5rd zu den gr&#246;&#223;ten Komponisten seiner Zeit. Letztes Jahr wurde er mit dem Ernst von Siemens Musikpreis geehrt, dem \u201eNobelpreis f&#252;r Musik\u201c. Wir gratulieren dem skandinavischen K&#252;nstler zum 85. Geburtstag und kl&#228;ren die Frage, welche Rolle Spazierg&#228;nge und Schizophrenie in seinem Leben spielen. Eine Sendung von Kristin Amme.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik \u2013 LIVE. Hainsystem \u2013 Florian Zwi&#223;ler spielt elektronische Musik auf analogen Synthesizern<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Gestalten, Eingreifen und Ver&#228;ndern in Echtzeit. Die M&#246;glichkeit einer organischen Formung des Klangs: darin liegt f&#252;r Florian Zwi&#223;ler, 1976 in Stuttgart geboren, das Potenzial der Arbeit mit analogen Synthesizern. In der SWR2 JetztMusik ist Zwi&#223;ler live mit einem eigens f&#252;r die Sendung konzipierten Programm zu h&#246;ren.<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton Magazin. R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Rainer Elstner<\/p>\n<hr \/>\n<h2>13.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik. Transzendentalismus und neue Einfachheit \u2013 Komponieren mit Henry David Thoreau<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Carolin Naujocks. In der \u201eMusik der Natur\u201c sah Thoreau spirituelle und befreiende Kr&#228;fte. Seine Philosophie strahlt auf die Musik&#228;sthetik aus.<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Theo Brand<\/strong>: \u201eMarienlegende\u201c (Alois Maria Giani, Sprecher; Chor des Bayerischen Rundfunks); <strong>Philippine Schick<\/strong>: Sonate, op. 43 (Franz Amann, Violoncello; Ingeborg Schneider, Klavier); <strong>Walter Faith<\/strong>: \u201eRevanche\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Walter Faith); <strong>Dorothea Hofmann<\/strong>: \u201eMagnificat\u201c (Alice Oskera-Burghardt, Mezzosopran; M&#252;nchner Rundfunkorchester: Sian Edwards); <strong>Karl Amadeus Hartmann<\/strong>: Kleine Suite Nr. 1 (Wolfgang D&#246;berlein, Klavier)<\/p>\n<p>20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio<br \/>\n<strong>Mouvement. Im Auftrag der Moderne \u2013 Michael Gielen zum 90. Geburtstag (am 20. Juli)<\/strong><\/p>\n<p>21:30 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Andere Musik \u2013 Alper Marals Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ein Portr&#228;t von Stefan Fricke. Der Besuch der deutschen Schule in Istanbul legte den Grundstein f&#252;r die Klangk&#252;nste des 1969 in der Bosporus-Metropole geborenen Alper Maral. Er entdeckte Thomas Manns Musik- und Musikerroman \u201eDoktor Faustus\u201c f&#252;r sich, zudem Arnold Sch&#246;nbergs \u201eVerkl&#228;rte Nacht\u201c. Und schon w&#228;hrend der Lekt&#252;re und dem Musikkassetten-H&#246;ren wurde ihm klar: Ich will Komponist, ich muss Musiker werden. Ein erster und eigentlich nie endender Schritt dahin: das intensive wie systematische Selbststudium naher wie ferner Musikkulturen. Und parallel dazu: eine eigene, eine andere Musik. hr2-Musikredakteur Stefan Fricke hat den Komponisten, Musikologen und Multi-Instrumentalisten in Istanbul besucht.<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 H&#246;rspiel-Studio. Eingedenken.de \u2013 Walter Benjamin zum 125. Geburtstag<\/strong><\/p>\n<p>H&#246;rspiel-Projekt f&#252;r Audio, Video und Web in 20 Teilen unter Verwendung von Walter Benjamins Text \u201eGeschichtsphilosophische Thesen\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Christoph Korn. Teil 1 \u2013 7. Musik und Realisation: Christoph Korn. (Produktion: S&#252;dwestrundfunk 2014 in Kooperation mit der Stiftung Kunstfonds). Einf&#252;hrung: Manfred Hess. Am 15. Juli 1892 wurde der Schriftsteller, Essayist und Philosoph Walter Benjamin in Berlin geboren. Benjamin musste nach der Machtergreifung Hitlers als Jude und Intellektueller emigrieren. Viele Emigranten nutzten den &#252;ber die Ausl&#228;ufer der Pyren&#228;en sich erstreckenden Fluchtweg vom franz&#246;sischen Dorf Banyuls-sur-Mer zum spanischen Grenzort Portbou. Die letzte Etappe von Benjamins Flucht f&#252;hrte ihn &#252;ber diese Route. In Portbou verweigerten ihm die spanischen Beh&#246;rden die Weiterreise. Walter Benjamin nahm sich in der Nacht vom 26. auf den 27. September 1940 das Leben. Christoph Korn ist den Fluchtweg &#252;ber die Pyren&#228;en 2014 noch einmal gegangen. Im Gep&#228;ck: ein Audioaufnahmeger&#228;t, eine Videokamera und Walter Benjamins letzten Text, der erstmalig 1942 von Adorno und Horkheimer ver&#246;ffentlicht wurde. Auf der Wanderung realisierte Korn Field Recordings. W&#228;hrend des gut zw&#246;lfst&#252;ndigen Fu&#223;wegs sprach er die 20 Texte aus dem Fragment gebliebenen Werk ein. 20 Videos korrespondieren zus&#228;tzlich mit jedem H&#246;rbild und jedem Text. Die Videos sind perspektivisch \u201enach hinten gerichtet\u201c. Diese Blickrichtung auf den schon beschrittenen Weg verweist auf Benjamins These IX und seine Interpretation von Paul Klees Gem&#228;lde \u201eAngelus Novus\u201c. Die insgesamt 10 Sinust&#246;ne in den Videos entsprechen in ihrer Tonh&#246;he den ersten 10 T&#246;nen des Kirchenlieds \u201eHerr, ich glaube fest an Dich\u201c. Wir senden Teil 1 \u2013 7. Die Web-Installation steht online unter der Adresse: \u201eeingedenken.de\u201c<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: ICAS Radio. Statt Mittagsschl&#228;fchen Les Siestes \u00c9lectroniques (Teil 1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn, gemeinsam mit Les Siestes \u00c9lectroniques. Einmal im Jahr laden unsere ICAS Kolleg\/innen von Les Siestes \u00c9lectroniques in Toulouse zu ihrem Open-Air-Festival bei freiem Eintritt. In entspannter fr&#252;hsommerlicher Atmosph&#228;re wird nachmittags zum Entdecken neuer elektronischer und abenteuerlicher Musik eingeladen. Und am Abend und in der Nacht spannen die Veranstalter\/innen der Siestes \u00c9lectroniques ihr Netzwerk auf; &#252;bernehmen die vielen lokalen Partner-Organisationen. Je mehr Auswahl wir haben, umso kleiner wird unsere Lust Neues kennenzulernen, schreiben die Veranstalter\/innen in ihrem Vorwort zur Festivalausgabe 2017. Wir verlassen uns auf Algorithmen, die uns Musik nach unserem Geschmack vorschlagen. So m&#252;ssen wir unsere Komfortzone nie verlassen; so werden unsere H&#246;rgewohnheiten niemals auf die Probe gestellt. Das Andersartige zu erleben sei vielleicht die extremste Erfahrung unserer Zeit, in der es doch so wichtig w&#228;re sich eben gerade mit dem Andersartigen auseinanderzusetzen. In dem Versuch hier einen Beitrag zu leisten sind unsere ICAS Kolleg\/innen mit dem Festival-Konzept ihrer Siestes \u00c9lectroniques in den vergangenen Jahren bis nach Vietnam und in den Kongo gereist. In Paris kooperieren sie mit dem Mus\u00e9e du quai Branly f&#252;r au&#223;ereurop&#228;ische Kunst, um dessen reiches Audioarchiv f&#252;r ausgesuchte Musiker\/innen zu &#246;ffnen, die die fernen Kl&#228;nge schlie&#223;lich in ihre Musik einweben, um sie so einem gr&#246;&#223;eren Publikum zug&#228;nglich zu machen&#8230; Les Siestes \u00c9lectroniques sind auch eines jener 16 ICAS Festivals, die, genauso wie das ORF Musikprotokoll im steirischen herbst, Ende 2015 die Shape Plattform f&#252;r neue spannende Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst gegr&#252;ndet haben. Und so hat am Rande der heurigen Festival-Ausgabe Ende Juni, Anfang Juli auch eines der beiden diesj&#228;hrigen Shape Treffen in Toulouse stattgefunden.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>14.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst. documenta 14: Every Time A Ear di Soun \u2013 What Touches Us Most. Von Mwangi Hutter<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Produktion: documenta\/Deutschlandfunk Kultur 2017. L&#228;nge: 44&#8217;00. (Ursendung). Das K&#252;nstlerpaar Mwangi Hutter reflektiert die Dialektik von Differenz und Einheit. Das Klangkunstwerk \u201aWhat Touches Us Most&#8216; vereint viele von Mwangi Hutter in den vergangenen zwei Jahrzehnten geschaffene Stimmcharaktere, Klanglandschaften und akustischen Motive. Ihre fr&#252;hen T&#246;ne und Figuren sprechen von Wildheit und Abgeschiedenheit, mithin von Erfahrungen, die aus der dualistischen Spaltung in Ich und Anderer hervorgehen. Ein Geplapper von Stimmen ert&#246;nt, die eine lustige Debatte f&#252;hren wollen. Neuere Motive vermitteln eine Atmosph&#228;re von Sehnsucht und Verz&#252;ckung. Indem die Komposition sich von der Vergangenheit in die Zukunft bewegt, macht sie R&#228;ume der Erinnerung und des Ausdrucks h&#246;rbar. Sie l&#228;dt ein zum Wandern durch diese unbestimmten &#214;rtlichkeiten und erweckt ein Bewusstsein f&#252;r die M&#246;glichkeit, &#252;ber die Differenz hinweg zu einem Ausdruck von Einheit zu gelangen. Das K&#252;nstlerpaar Ingrid Mwangi, geboren 1975 in Nairobi und Robert Hutter, geboren 1975 in Ludwigshafen, lie&#223; seine Namen und Biographien zu einer Kunstfigur verschmelzen: Mwangi Hutter.. Das k&#252;nstlerische Schaffen von Mwangi Hutter umfasst Video-, Klang-, Fotografie-, Installation-, Skulptur-, Malerei- und Performance-Arbeiten, die sowohl den Wandel sozialer Wirklichkeiten als auch &#196;sthetiken von Selbsterkenntnis und Wechselbeziehung reflektieren. Mwangi Hutter leben und arbeiten in Berlin und Nairobi.<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Stefan Poetzsch<\/strong>: \u201eRhythmuslaboratorium\u201c (Stefan Poetzsch Ensemble); <strong>Bernhard Weidner<\/strong>: Zwei italienische Fantasien (Marije Grevink, Violine; via-nova-chor M&#252;nchen: Florian Helgath); <strong>Wolfram Graf<\/strong>: Sindelfinger Konzert Nr. 2, Quasi Cadenza (Martin Seel, Fl&#246;te); <strong>Heinrich J. Hartl<\/strong>: \u201eZu beiden H&#228;nden\u201c, op. 141 (Kirsten Drope, Sopran; Ursula Eittinger, Alt; Bernhard Schneider, Tenor; Christian Hilz, Bariton; Hans Sachs-Chor; Ensemble Kontraste: Julian Christoph T&#246;lle)<\/p>\n<p>21:05 bis 22:30 | Bayern 2<br \/>\n<strong>h&#246;r!spiel!art.mix. Andreas Ammer: Die Benjamin Loops<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Benjamin Loops. Zum 125. Geburtstag von Walter Benjamin. Von Andreas Ammer. Komposition: Roman Bunka. Realisation: Andreas Ammer\/Roman Bunka. BR 1992<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eDie Revolution ist das Erwachen\u201c, sagt Benjamin und schluckt 1940 an der spanischen Grenze auf der Flucht vor den Deutschen 35 Morphiumtabletten. Der Tod durch Atemdepression tritt 24 Stunden sp&#228;ter ein. Die Benjamin Loops, O-Ton-Oper und Manifest zugleich, rekonstruieren unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter Walter Benjamins letztes, prophetisches Delirium. Sie wollen: \u201eDie Kultur der technischen Reproduzierbarkeit reproduzieren\u201c \u2013 das hei&#223;t: Die Musik der Benjamin-Leser, der 68er Pop, wiederholt sich ins Unendliche. Es bet&#228;tigen sich von Adorno bis Bloch alle Mitglieder der Philosophen-Band auf ihren hinterlassenen \u201eBenjamin-Tapes\u201c als Erinnerungsk&#252;nstler: Lenin und Chaplin singen im O-Ton aus dem Jenseits her&#252;ber und Heiner M&#252;ller und Laurie Anderson erz&#228;hlen melancholisch von der Revolte. Weil aber Benjamin gar nicht wirklich gestorben ist, k&#246;nnen wir Lieder davon singen, wie ihn als CIA-Agenten eine schwarze Limousine an der spanischen Grenze abgeholt hat, und wie kompliziert er heute noch im Copy-Shop seine Aufs&#228;tze reproduziert. Der Engel der Geschichte sch&#252;ttelt r&#252;ckblickend sein Haupt und ruft: \u201eVergesst Benjamin!\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Ammer, geb. 1960, Journalist, Autor, H&#246;rspielmacher. BR-H&#246;rspiele u.a. \u201eOrbis Auditus\u201c (1990, H&#246;rspiel des Jahres), \u201eApocalypse Live\u201c (gemeinsam mit FM Einheit und Ulrike Haage, 1994, H&#246;rspielpreis der Kriegsblinden, Prix Italia), \u201eThe King is gone\u201c (mit Micha und Markus Acher, 2015, ARD Online Online Award).<\/p>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Oase Haifa \u2013 J&#252;dische und arabische Musiker an der \u201eSchool of the Arts\u201c der Universit&#228;t Haifa<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Volker Michael<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: Einige H&#246;hepunkte vom Ulrichsberger Kaleidophon 2017: Gr&#246;&#223;e im Kleinen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Reinhard Kager. In der zweiten Sendung &#252;ber das Ulrichsberger Kaleidophon 2017 stehen intimere Besetzungen im Mittelpunkt. Wobei die Intimit&#228;t nicht unbedingt das klangliche Resultat betrifft: Denn das Duo der deutschen Geigerin und Bratschistin Gunda Gottschalk und des belgischen Kontrabassisten Peter Jacquemyn wird man kaum als leise-verhalten bezeichnen k&#246;nnen. Die Improvisationen des mit \u201eE pericoloso sporgersi\u201c betitelten Duos sind n&#228;mlich auch stark von Elementen der schamanistischen Tradition der Mongolei gepr&#228;gt. Und so tauchen immer wieder tranceartige, von kehligen Ges&#228;ngen begleitete Momente im Spiel der Beiden auf. Von zarteren, intimeren Kl&#228;ngen ist hingegen die Musik eines &#246;sterreichischen Trios bestimmt: Tanja Feichtmair am Altsaxofon, Elisabeth Harnik am Klavier und Nina Polaschegg am Kontrabass suchen eher feine, auch abstrakte Ger&#228;usche integrierende Kl&#228;nge fortzuspinnen. Und das in genauer dynamischer und klanglicher Abstimmung aufeinander. Manch heftige, energetische Ausbr&#252;che barg aber auch dieses Konzert.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>15.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Zur&#252;ck in die Gegenwart \u2013 Zur Problematik neuer Diesseitigkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Hanno Ehrler. J&#252;ngere Komponistinnen und Komponisten sind mit dem Neue-Musik-Betrieb unzufrieden. Sie wollen ein gr&#246;&#223;eres Publikum ansprechen. Sie wollen eine zeitgen&#246;ssische Musik, die auf ihre Lebenswelt reagiert. Mit den Begriffen wie Diesseitigkeit, neuer Konzeptionalismus und neue Disziplin umschreiben sie ihren Wunsch, mit ihrer Musik die Gegenwart zu reflektieren. Solcherlei gab es in der Geschichte der Neuen Musik aber schon einmal. In den 1960er-Jahren ging es darum, politische Musik zu schreiben, die sich mit der aktuellen Situation der Welt besch&#228;ftigt. Autor Hanno Ehrler wirft in seiner Sendung die Frage auf, ob der derzeitige Aufbruch der Neuen Musik wirklich so neu ist, wie er sich gibt.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>16.07.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>20:15 | &#214;1<br \/>\n<strong>Henri Chopin, ein Pionier der akustischen Poesie<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mein K&#246;rper ist eine Klangfabrik. Henri Chopin \u2013 ein Pionier der akustischen Poesie. Feature von Eva Roither. 2005 sitzt Im Wiener Jazzclub Porgy &amp; Bess ein kleiner, in sich zusammengesunkener alter Mann in der ersten Reihe. Neben seinem Sitzplatz \u2013 sein hellroter Rollstuhl. Er raucht, hustet und trinkt Rotwein. Er ist entz&#252;ckt &#252;ber die Moderatorin, die auf der B&#252;hne &#252;ber ihn spricht. \u201eAhh, soo fonnie, it&#8217;s soo fonnie\u201c, sagt der 82-j&#228;hrige Franzose in seinem \u201ebarbarian-english\u201c, f&#252;r das er sich immer wieder entschuldigt. Es ist einer der letzten Auftritte des 2008 gestorbenen Autors der Konkreten Poesie. Unter lang anhaltendem Applaus und gest&#252;tzt von zwei Begleitern wird Henri Chopin, auf die B&#252;hne gef&#252;hrt. Dann startet das Tonband: ein rhythmisches Klopfen t&#246;nt aus dem Lautsprecher, ein durchdringendes Rauschen, Atmen, Schmatzen und Gurgeln, das den Boden im Saal zum Vibrieren bringt. Henri Chopin steckt sich das Mikrofon in den Mund, schnalzt mit der Zunge, pfeift und ruft: \u201eLa vie, la vie. La seule valeur\u201c \u2013 Das Leben, das Leben, das einzige, was z&#228;hlt &#8230; Im Paris der 1950er Jahre hat er als Mitglied der \u201ePo\u00e8tes Sonores\u201c die Schriftkultur f&#252;r beendet erkl&#228;rt. Henri Chopin ist der erste, der mit den Mitteln des Tonbandger&#228;tes, des Magnetbandes und des Mikrofons sogenannte \u201eAudio-Poeme\u201c entwickelt und den K&#246;rper als t&#246;nendes Instrument eingesetzt hat. Rund 80 CDs und Schallplatten z&#228;hlen zu seinem \u008cuvre. Ein Portr&#228;t des \u201ekonsequentesten K&#252;nstlers des vergangenen Jahrhunderts\u201c (Christian Ide Hintze).<\/p>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton. Frischer Wind im Geigenbau \u2013 Neugebaute Streichinstrumente auf dem Vormarsch<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Eva Blaskewitz. Stradivari und seine Zeitgenossen \u2013 das waren lange die G&#246;tter der Streicherwelt. Aber seit einiger Zeit schicken sich zeitgen&#246;ssische Geigenbauer an, einen Platz im Olymp zu erobern. Namhafte Solisten wie Christian Tetzlaff spielen auf neugebauten Instrumenten, und auch f&#252;r viele Orchestermusiker muss es nicht mehr zwangsl&#228;ufig ein alter Italiener sein. Zum Umdenken tragen sicherlich die in astronomische H&#246;hen gestiegenen Preise bei \u2013 der Rekorderl&#246;s von fast 16 Millionen Dollar f&#252;r die Lady Blunt-Stradivari markiert nur das vorl&#228;ufige Ende einer wahnwitzigen Entwicklung. Aber auch das Niveau des Geigenbaus ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. In Blindtests schneiden neue Spitzeninstrumente vielfach besser ab als die viel h&#246;her gehandelten Geigen aus dem 18. Jahrhundert.<\/p>\n<p>22:05 | &#214;1<br \/>\n<strong>&#214;1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended. ICAS Radio. Statt Mittagsschl&#228;fchen Les Siestes \u00c9lectroniques (Teil 2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn, gemeinsam mit les Siestes \u00c9lectroniques. Einmal im Jahr laden unsere ICAS Kolleg\/innen von Les Siestes \u00c9lectroniques in Toulouse zu ihrem Open Air Festival bei freiem Eintritt. In entspannter fr&#252;hsommerlicher Atmosph&#228;re wird nachmittags zum Entdecken neuer elektronischer und abenteuerlicher Musik eingeladen. Und am Abend und in der Nacht spannen die Veranstalter\/innen der Siestes \u00c9lectroniques ihr Netzwerk auf; &#252;bernehmen die vielen lokalen Partner-Organisationen. Je mehr Auswahl wir haben, umso kleiner wird unsere Lust Neues kennenzulernen, schreiben die Veranstalter\/innen in ihrem Vorwort zur Festivalausgabe 2017. Wir verlassen uns auf Algorithmen, die uns Musik nach unserem Geschmack vorschlagen. So m&#252;ssen wir unsere Komfortzone nie verlassen; so werden unsere H&#246;rgewohnheiten niemals auf die Probe gestellt. Das Andersartige zu erleben sei vielleicht die extremste Erfahrung unserer Zeit, in der es doch so wichtig w&#228;re sich eben gerade mit dem Andersartigen auseinanderzusetzen. In dem Versuch hier einen Beitrag zu leisten sind unsere ICAS Kolleg\/innen mit dem Festival-Konzept ihrer Siestes \u00c9lectroniques in den vergangenen Jahren bis nach Vietnam und in den Kongo gereist. In Paris kooperieren sie mit dem Mus\u00e9e du quai Branly f&#252;r au&#223;ereurop&#228;ische Kunst, um dessen reiches Audioarchiv f&#252;r ausgesuchte Musiker\/innen zu &#246;ffnen, die die fernen Kl&#228;nge schlie&#223;lich in ihre Musik einweben, um sie so einem gr&#246;&#223;eren Publikum zug&#228;nglich zu machen. Les Siestes \u00c9lectroniques sind auch eines jener 16 ICAS Festivals, die, genauso wie das ORF Musikprotokoll im steirischen herbst, Ende 2015 die Shape Plattform f&#252;r neue spannende Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst gegr&#252;ndet haben. Und so hat am Rande der heurigen Festival-Ausgabe Ende Juni, Anfang Juli auch eines der beiden diesj&#228;hrigen Shape Treffen in Toulouse stattgefunden.<\/p>\n<p>23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Wettbewerb f&#252;r Radiokunst der Euroradio Ars Acustica Gruppe der Europ&#228;ischen Rundfunkunion (EBU)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Prix Palma Ars Acustica \u2013 Teil 2. Die \u201ePalma Ars Acustica\u201c wird heuer zum f&#252;nften Mal vergeben. Die Jurysitzung fand Ende Mai im Rahmen des j&#228;hrlichen EBU Euroradio Ars Acustica Meetings im Wiener Funkhaus statt. &#214;1 Radiokunst \/ Kunstradio war dieses Mal die Gastgeberredaktion. Ausgerichtet wird dieser Wettbewerb f&#252;r Radiokunst von der Euroradio Ars Acustica Gruppe der Europ&#228;ischen Rundfunkunion (EBU). Diese besteht seit 1989 aus Redakteur\/innen, die in ihren jeweiligen &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Sendungen im Kontext der Radiokunst und Ars Acustica produzieren, sowie mit K&#252;nstler\/innen aus allen Bereichen zusammenarbeiten um im Radio zu experimentieren und die Grenzen des Mediums auszuloten. Das &#214;1 Kunstradio z&#228;hlt zu den Gr&#252;ndungsmitgliedern. Neben bilateralen Kooperationen vernetzten sich die Ars Acustica Redaktionen gemeinsam mit K&#252;nstler\/innen j&#228;hrlich bei internationalen Projekten wie den weltweiten \u201eArt\u2018s Birthday Parties\u201c, die zu Ehren der Kunst gefeiert werden.<\/p>\n<p>23:04 bis 23:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival 2017 Radio Lab. Lars Ruppel: \u201eFriss, Reim, oder stirb! \u2013 Was sich heute noch reimt\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ein Slam-Poet sucht nach dem Reim im Hier und Jetzt. Da entkorkt die Generation &#252;50 einen Merlot als Begleiter zum Wortgenuss und den J&#252;ngeren platzt die Naht der Wunde, die der Deutschunterricht hinterlie&#223;. Geh&#246;rt der Reim, der einst in der Werbung, vor der Bescherung, in den Poesiealben dieses Landes kultiviert wurde, heute in den Schauschrank der veralteten Kulturtechniken, so wie der Heckenschnitt, das &#220;berpr&#252;fen von Kassenzetteln und Moselfahrten? Poetry-Slammer Lars Ruppel verfasst einen Nachruf auf den noch lange nicht gestorbenen Reim. Er gr&#228;bt in den Untiefen des Deutschunterrichts, wo die Freude am Reim irgendwo zwischen schlechten Noten und Pubert&#228;t versch&#252;ttet wurde. Aufgerieben und bis zur Unkenntlichkeit verst&#252;mmelt vegetiert der Reim heute auf H&#228;userw&#228;nden, Werbeschildern oder zwischen wei&#223;haarigen Zuh&#246;rern in Literaturh&#228;usern. Lars Ruppel h&#228;lt dagegen und verspricht ein Hochfest auf den Reim, mit Beispielen aus Slam-Poetry, Kleinkunst und Hip Hop.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2010.07.%20bis%2016.07.2017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F07%2F08%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-10-07-bis-16-07-2017%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2010.07.%20bis%2016.07.2017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F07%2F08%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-10-07-bis-16-07-2017%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Sarah Nemtsov, Michael Floredo, Gerhard R&#252;hm, das Tao und die Wiener Gruppe, G\u00e9rard Grisey und Zeitgenossen in Salzburg, Per N\u00f8rg\u00e5rd, Alper Marals Musik, Henri Chopin, Experimentelle Musik aus Neu Delhi, Komponisten des ADevantgarde-Festivals M&#252;nchen, Herbert Blomstedt&#46;&#46;&#46;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2010.07.%20bis%2016.07.2017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F07%2F08%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-10-07-bis-16-07-2017%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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