{"id":15289,"date":"2017-06-10T18:00:09","date_gmt":"2017-06-10T16:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=15289"},"modified":"2017-06-07T19:44:59","modified_gmt":"2017-06-07T17:44:59","slug":"neue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-12-bis-18-juni-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2017\/06\/10\/neue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-12-bis-18-juni-2017\/","title":{"rendered":"Neue Musik \/ Musikfeature \/ SoundArt: Die Radio-Woche vom 12. bis 18. Juni 2017"},"content":{"rendered":"<p>Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 24. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Wittener Tage f&#252;r neue Kammermusik 2017, Litauens junge Komponistenszene, das britische Ensemble Distractfold, Musikforum Viktring 2017, Eunoia Quintett, Ensemble Contrechamps, Jugend jazzt 2017, Klangkunst documenta 14, Konzerthaus Blaibach, 50 Jahre Summer of Love, Rostrum of Composers &#8211; der Songcontest der Neuen Musik und zu Conlon Nancarrow, Unsuk Chin, Vinko Globokar, Rolf Riehm, Vivi Vassileva, Juan Allende-Blin, Michael Riessler, Johannes Wallmann und Bronislaw Huberman.<\/p>\n<ul>\n<li>Alle bekannten Stream-, Web- und RSS-Adressen deutscher Sender finden sich <a href=\"https:\/\/stefanhetzel.wordpress.com\/kunstmusikoeffentlich-rechtlicher-rundfunk\/\">bei Stefan Hetzel<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download dieser &#220;bersicht als PDF<\/a>.<\/li>\n<li>Alle Angaben ohne Gew&#228;hr. &#196;nderungen vorbehalten.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>12.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart. Die Wittener Tage f&#252;r neue Kammermusik 2017<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Andreas G&#246;bel. In diesem Jahr stand das Festival f&#252;r Neue Musik ganz im Zentrum des Komponisten Nicolaus A. Huber. Ein weiterer Schwerpunkt waren neue Kompositionen f&#252;r Streichquartett, aber auch f&#252;r Doppelquartett bzw. f&#252;r acht im Raum verteilte Streicher in einem Aufeinandertreffen zweier Streichquartettgenerationen: den Altmeistern vom Arditti Quartet und dem jungen JACK Quartet.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Litauens junge Komponistenszene<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Ramun&#196;? Kazlauskait&#196;?. Vier Vertreter der jungen litauischen Musikszene: Lina Lapelyt&#196;?, Just&#196;? Janulyt&#196;?, Art\u00fbras Bum\u00f0teinas und R\u00fbta Vitkauskait&#196;?. Vier Komponistenbiografien, die vom \u201eklassischen\u201c Weg abweichen. Die sich von der &#252;blichen Vorstellung, was ein Komponist ist, absetzen. Die musikalische Entwicklung dieser heute 30-J&#228;hrigen beginnt 1990, mit der Unabh&#228;ngigkeit Litauens und der M&#246;glichkeit an globale Tendenzen anzukn&#252;pfen. Mit originellen Strategien und gro&#223;er Experimentierlust entstehen heute vielfach Werke, die eine ganz eigene Handschrift tragen. Ramun&#196;? Kazlauskait&#196;? stellt die wichtigsten Protagonisten dieser Szene vor.<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: \u201eMondparsifal Alpha 1 &#8211; 8\u201c, Bernhard Langs neueste Wagner-Reflexionen bei den Wiener Festwochen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Reinhard Kager. Bereits 1985 gr&#252;belte Bernhard Lang in der Bibliothek der Musikuniversit&#228;t Graz &#252;ber Richard Wagners \u201eParsifal\u201c: \u201eMich faszinierte damals schon die ungeheure Statik des Dramas, das eigentlich Untheatralische, die unendlichen Monologe, der mystische Schluss; &#8230; Ent-Zeitlichung, Rauschmusik, Theatermagie, danach suchte ich hier\u201c. So erinnert sich Lang an seine damaligen Gedanken &#252;ber Wagners B&#252;hnenweihfestspiel im Programmheft der neuen Staatsopern-Produktion. Nach mehr als 30 Jahren erteilt der ober&#246;sterreichische Komponist nun seine musikalische Antwort: Unter dem Titel \u201eMondparsifal Alpha 1-8 (Erzmutterz der Abwehrz)\u201c gelangt am 4. Juni bei den Wiener Festwochen Langs neuestes Musiktheater zur Urauff&#252;hrung. Gespielt vom Klangforum Wien unter Simone Young, in einer Inszenierung von dem prominenten K&#252;nstler Jonathan Meese, der auch die B&#252;hnenausstattung des Abends entwirft. Was Lang &#252;ber das urspr&#252;nglich \u201eParZeFool\u201c betitelte St&#252;ck bereits verriet: Es wird der Zeitstruktur der Wagner-Oper folgen, also rund 200 Minuten dauern, auch alle Protagonist\/innen sind &#8211; mit Ausnahme Titurels und einiger Blumenm&#228;dchen &#8211; vertreten; sogar Wagners Text findet in Ausz&#252;gen Verwendung, doch am Ende wird Kundry siegen. Musikalisch folgt Lang den Kompositionstechniken, die er in seiner Werkreihe \u201eDifferenz\/Wiederholung\u201c entwickelte: Es darf also mit Wagners-Loops gerechnet werden.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>13.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: \u201eThere was nothing for us waiting\u201c. Das britische Ensemble Distractfold<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Leonie Reineke. Als musikalisches Selbsthilfeprojekt gestartet, kultiviert Distractfold einen eigenwilligen Programmstil.<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Alexander Strauch<\/strong>: \u201eSo what? &#8211; Putin &amp; Tchaikovsky\u201c (Johannes Gutfleisch, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier); <strong>Volker Nickel<\/strong>: Drei kurze Szenen (Xsemble M&#252;nchen); <strong>Tom Sora<\/strong>: \u201efrei sein\u201c (Johannes &#214;llinger, Martin Steuber, Gitarre und Sprecher); <strong>Nikolaus Brass<\/strong>: \u201eZeichen, Zeichnungen &#8211; Drawings\u201c (TrioCoriolis); <strong>Helga Pogatschar<\/strong>: \u201eInanna\u201c, Kraut und Wasser des Lebens (Claudia Matussek, Bettina Koziol, Merit Ostermann, Gesang; Diana Boskovic, Fl&#246;te; Veaceslav Cernavca, Klarinette; Roland Merz, Violoncello; Jochen Brennich, Orgel; Helga Pogatschar, Electronics; Marika Falk, Perkussion); <strong>Nicolaus Richter de Vroe<\/strong>: \u201eRinzai\u201c (Xsemble M&#252;nchen: Frank Reinecke); <strong>Thomas Lachnit<\/strong>: \u201eGitanjali\u201c (Monika Brustmann, Sopran; Thomas Lachnit, Klavier; Andreas Schumacher, Martin Ruhland, Schlagzeug); <strong>Christoph Reiserer<\/strong>: \u201eVier Quartette &#8211; eins\u201c (Xsemble M&#252;nchen)<\/p>\n<p>22:30 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte \u2013 ARD-Themenwoche: \u201eWoran glaubst Du?\u201c. Gotteslob nach Gottes Tod. Spiritualit&#228;t in der Neuen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eKeine Religion. Mit dem Tod ist finita la commedia.\u201c So lapidar brachte es Hans Werner Henze auf den Punkt. Und sein Kollege Iannis Xenakis behauptete: \u201eDie Gottesvorstellung hat der menschlichen Freiheit sehr geschadet.\u201c Henze und Xenakis waren bekennende Atheisten &#8211; wie Pierre Boulez, wie Lucianio Berio, wie Luigi Nono und viele andere. W&#228;hrend Komponisten fr&#252;herer Epochen ihrem Glauben ganz selbstverst&#228;ndlich Ausdruck verliehen hatten, inbr&#252;nstig oder zweifelnd, jubilierend oder zerknirscht, schien die Musik der Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg eine Musik ohne Gott zu sein. Der Serialismus war Garant f&#252;r Rationalit&#228;t und lie&#223; keinen Raum f&#252;r Spiritualit&#228;t. Oder doch? Erst sp&#228;ter stellte sich heraus, wie sehr die scheinbar so abstrakten Klanggebilde eines Karlheinz Stockhausen schon damals von religi&#246;ser Symbolik durchdrungen waren. Inzwischen hat sich die geistliche Musik wieder einen festen Platz im Formenkanon der Neuen Musik zur&#252;ckerobert. Und auch wenn die Philosophie l&#228;ngst Gottes Tod verk&#252;ndet hat, ist die Musik vielfach zum Gotteslob zur&#252;ckgekehrt. Im Rahmen der ARD-Themenwoche \u201eWoran glaubst Du?\u201c zeichnet Thorsten Preu&#223; Einzelportr&#228;ts prominenter zeitgen&#246;ssischer Komponisten, deren Werk ganz ma&#223;geblich von einer tiefen Spiritualit&#228;t gekennzeichnet ist. Zu Wort kommen ein protestantischer Mystiker und ein esoterischer Katholik, aber auch ein buddhistischer Gottsucher, ein praktizierender Jude und ein Mormone auf dem Weg zum Hinduismus.<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: Musikforum Viktring 2017. All Young Stars. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Angelika Benke. Das Musikforum Viktring in K&#228;rnten steht heuer ganz im Zeichen von \u201eDiversity\u201c, der Unterschiedlichkeit und Vielfalt im internationalen und lokalen Raum. Gleichzeitig wird auch das 40-j&#228;hrige Bestehen des BRG Viktring gefeiert, das in den R&#228;umlichkeiten des Stiftes Viktring untergebracht ist und immer in enger Verbindung zum Musikforum stand. Der Schwerpunkt der Schule ist die musische Ausbildung, etliche bedeutende Musiker\/innen sind aus ihren Reihen hervorgegangen. So haben auch der Solocellist der Berliner Philharmoniker, Knut Weber, und der Konzertmeister des Symphonischen Orchesters des RTV Slovenia das BRG Viktring besucht. Gemeinsam mit dem Spittaler Oboisten Markus Sepperer und der Pianistin Neli Fheodoroff haben die Musiker schon am 26.Mai ein Konzert im Rahmen des Musikforum Viktring gestaltet, &#8211; \u201eAll Young Stars\u201c. Angelika Benke bringt in der Sendung Ausschnitte aus diesem Konzert, bei dem unter anderem Werke von Bertl M&#252;tter und Julian Gamisch auf dem Programm standen. Gamisch hatte 2012 den zweiten Preis und 2015 mit \u201etropical garden\u201c den ersten Preis des Gustav Mahler Kompositionspreises erringen k&#246;nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>14.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr&#228;nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Roland Schmidt<\/strong>: \u201eB-A-C-H\u201c (Cabaza Percussion Quartet); <strong>Joachim F.W. Schneider<\/strong>: \u201ePlingPlong\u201c (Stefan Barcsay, Gitarre; Joachim F.W. Schneider, Spieluhr); <strong>J&#252;rgen Schmitt<\/strong>: \u201eEpitaph\u201c (Susan Wenckus, Klavier; Markus Stange, Markus Hauke, Michael Kiedaisch, Schlagzeug); <strong>Robert HP Platz<\/strong>: \u201eSekundenst&#252;cke\u201c (Jessica Ling, Violine; Paul Beckett, Viola; Michele Marco Rossi, Violoncello); <strong>Klaus Hinrich Stahmer<\/strong>: \u201eCommentaires\u201c (Axel Fries, Schlagzeug); <strong>Gernot Tschirwitz<\/strong>: \u201eVor Tag\u201c (Sven Witzemann, Klavier); <strong>Walter Zimmermann<\/strong>: \u201eNorthwest-Passage\u201c (Neophon Ensemble: Konstantin Heuer)<\/p>\n<p>20:00 Uhr | SRF2-kulturradio<br \/>\n<strong>Conlon Nancarrow und seine Ton-Tornados<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Conlon Nancarrow: Ein amerikanischer Komponist, der als Jazztrompeter begann. Dann engagierte er sich im spanischen B&#252;rgerkrieg gegen Franco, kam nach Amerika zur&#252;ck \u2013 war aber jetzt, ab 1940, nicht mehr wohlgelitten in seiner Heimat und zog sich ins Exil nach Mexiko zur&#252;ck.<\/p>\n<p>20:04 bis 22:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Konzert: ACHT BR&#220;CKEN | Musik f&#252;r K&#246;ln. Unsuk Chin im Portrait II<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Unsuk Chin<\/strong>: Graffiti f&#252;r gro&#223;es Ensemble \/ Klavierkonzert \/ Puzzles and games from Alice in Wonderland, Fassung der Konzertsuite f&#252;r ACHT BR&#220;CKEN | Musik f&#252;r K&#246;ln Siobhan Stagg, Sopran; Sunwook Kim, Klavier; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Leitung: Tito Ceccherini. Aufnahme aus der K&#246;lner Philharmonie .\u201cMeine Musik ist das Abbild meiner Tr&#228;ume.\u201c sagt Unsuk Chin. Und ihre Tr&#228;ume hat sie in \u201eAlice in Wonderland\u201c wiedererkannt: dar&#252;ber war sie fasziniert und verbl&#252;fft, hat die s&#252;dkoreanische Komponistin Unsuk Chin in einem Interview bekannt. In ihrer Oper \u201eAlice in Wonderland\u201c spielt sie \u201emit musikalischen Bedeutungen durch Bez&#252;ge auf verschiedene Stile, und dieser parodistische Stil stellt die unterschiedlichen Charaktere der Oper heraus.\u201c F&#252;r das Festival Acht Br&#252;cken hat Unsuk Chin aus ihrer Oper \u201eAlice in Wonderland\u201c eine neue Konzertsuite \u201ePuzzles and games\u201c f&#252;r Sopran und Orchester angefertigt. Das Ensemblest&#252;ck \u201eGraffiti\u201c ist von einer Vielschichtigkeit verschiedener Texturtypen gepr&#228;gt. Es bewegt sich musikalisch \u201ezwischen Ungeschliffenheit und Kultiviertheit, Komplexit&#228;t und Transparenz\u201c &#8211; so Chin. In ihrem Klavierkonzert wollte die Komponistin die spielerische, virtuose Seite des Klaviers betonen. Dabei entwickelt sich die Musik laut Chin \u201equasi spontan aus einer Keimzelle, wo einfache Regeln h&#246;chst komplexe, unvorhersehbare Ergebnisse produzieren.\u201c<\/p>\n<p>21:00 Uhr | SRF2-kulturradio<br \/>\n<strong>Genf-Basel retour &#8211; Eunoia Quintett und Ensemble Contrechamps<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zwei Ensembles entwickeln ein virtuoses Konzertprogramm, das zwei gegens&#228;tzliche Formen zeitgen&#246;ssischer Ensemblebesetzung zusammenf&#252;hrt und dabei auch die regionale Herkunft der Ensembles musikalisch untersucht.<\/p>\n<p>21:00 bis 22:00 | NDR Kultur<br \/>\n<strong>neue musik: Woran Komponisten heute glauben<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Margarete Zander. \u201eWir sind doch hier nicht in einem Priesterseminar!\u201c, entr&#252;stete sich ein Professor einer Musikhochschule, als Mark Andre in einem Vortrag &#252;ber die Hintergr&#252;nde eines seiner Werke sprach. HJ &#8211; hei&#223;t \u201eHilf Jesus\u201c man kann es aber einfach nur \u201eHey\u201c aussprechen. \u201eHallo\u201c. Den Klangraum kann jeder betreten. Nicht religi&#246;s, aber vom Sufi beeinflusst beleuchtet der pal&#228;stinensisch-arabische Komponist Samir Odeh-Tamimi eine \u201eL&#8217;Apocalypse Arabe I\u201c. Musik als Glaubensbekenntnis?<\/p>\n<p>21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio<br \/>\n<strong>Musik der Gegenwart. Neue Musik und Elektronik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Margarete Zander. Die Verwendung von elektronischen Mitteln ist in der Neuen Musik l&#228;ngst g&#228;ngiger Standard, sei es als Zuspiel oder in Form von Live-Elektronik. Ein &#220;berblick &#252;ber Entwicklungen in Sachen Elektronik, u. a. mit Aufnahmen des IRCAM und des Experimentalstudios Freiburg.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik. SWR JetztMusik Donaueschingen (Ensemble asamisimasa)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Luis Antunes Pena<\/strong>: Caffeine (2015) f&#252;r Klarinette, Violoncello, E-Gitarre, Klavier, Schlagzeug und Elektronik \/ <strong>Johannes Kreidler<\/strong>: Diminuendo by Shame (2014) f&#252;r 5 Instrumente und Video \/ <strong>Matthew Shlomowitz<\/strong>: Popular Contexts, Volume 7: Public Domain Music (2014) f&#252;r Klarinette, E-Gitarre, Synthesizer und Sampler, Drum-Kit und Violoncello (Konzert vom 13. Mai 2017 im Strawinsky Saal, Donauhallen, Donaueschingen).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Ensemble asamisimasa aus Norwegen hat sich in der Neuen Musik-Szene einen Namen gemacht f&#252;r seine medien&#252;bergreifenden Performances. Video, Theater und Konzert gehen in seinen Konzerten eine eigenwillige, oft auch humorvolle Symbiose ein. Die Musiker sind keine \u201eVom Blatt Spieler\u201c, wenngleich sie ihre Grundlagen im klassischen Handwerk haben. Die Konzerte von asamisimasa sind von gro&#223;er konzeptueller Qualit&#228;t und entstehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Komponisten. Das gilt auch f&#252;r das Konzert \u201ePrivate Muusic\u201c und in dessen Kontext vor allem f&#252;r dem amerikanischen Komponisten Matthew Shlomowitz. Er ist nicht nur Komponist, sondern selbst auch Performer, nicht nur der eigenen Werke. Beides pr&#228;gt auch die Serie \u201ePopular Contexts\u201c, die er mit asamisimasa erarbeitet hat. Auch bei Johannes Kreidler kommt multimedialer Einsatz im performativen Sinne zum Tragen. Luis Antunes Pena rundet das Konzert mit einem entsprechenden Konzertst&#252;ck ab. Schlie&#223;lich ist auch der scheinbar r&#228;tselhafte Name des Ensembles ein Konzept f&#252;r sich: Er leitet sich vom Zauberwort \u201easanisimasa\u201c aus Federico Fellinis, das Kino selbst reflektierenden Film \u201e8 \u00bd\u201c ab. Es bedarf nur einer kleinen Buchstabenverschiebung und schon wird aus dem Film Musik.<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton. Zeit-Ton Magazin. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Heinrich Deisl<\/p>\n<hr \/>\n<h2>15.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Kammer-Musik als Work in Progress<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>J&#246;rg Mainka<\/strong>: Streichquartett Nr. 1 &#8218;vorl&#228;ufiges End-Spiel&#8216; (2010) Sonar Quartett \/ &#8218;Venezianische Er&#246;ffnung&#8216;, Musik f&#252;r zwei Gitarren (2011) Aleph Gitarrenquartett \/ &#8218;Wie er l&#228;chelt, mild und leise&#8216; f&#252;r zwei Klaviere (2010) Sven Kiebler und Elmar Schrammel, Klaviere \/ &#8218;transformation tournante&#8216;, Musik f&#252;r Oboe, Violoncello und Klavier (2010) Mitglieder des Ensemble Modern \/ Streichquartett Nr. 2 &#8218;Trailer&#8216; (2017) Sonar Quartett<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>J&#246;rg Widmann<\/strong>: \u201eNachtst&#252;ck\u201c (J&#246;rg Widmann, Klarinette; Jan Vogler, Violoncello; Ewa Kupiec, Klavier); \u201eHallstudie!\u201c (Irene Russo, Klavier); <strong>Rodion Schtschedrin<\/strong>: \u201eDer versiegelte Engel\u201c (Jonas H&#228;usler, Daniel Kr&#228;hmer, Knabensopran; Henrik Wiese, Fl&#246;te; Chor des Bayerischen Rundfunks: Stefan Parkmann); <strong>Josef Anton Riedl<\/strong>: \u201eGlas-Spiele\u201c, Version 2 (Lorenzo Ferrero, Johannes G&#246;hl, Michael Hirsch, Stephen Montague, Florian Tielebier-Langenscheidt, Alberto Vignani, Perkussion; Leitung: Josef Anton Riedl)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Klassik Plus \u2013 ARD-Themenwoche: \u201eWoran glaubst Du?\u201c. \u201eWie klingt Gott?\u201c Spiritualit&#228;t in der russischen Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Julia Smilga<\/p>\n<p>20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio<br \/>\n<strong>Mouvement. Jugend jazzt 2017<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Er&#246;ffnungskonzert der 15. Bundesbegegnung Jugend jazzt. Direkt&#252;bertragung aus der Hochschule f&#252;r Musik Saar<\/p>\n<p>21.30-23.00, hr2-kultur<br \/>\n<strong>Mehr Widerstand, bitte! &#8211; Die Tageb&#252;cher des Posaunisten und Komponisten Vinko Globokar <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eine dreiteilige Sendung von Werner Kl&#252;ppelholz. <strong>Teil 1: Der Dirigent ist au&#223;er sich<\/strong> anschl. Neue geistliche Musik mit Werken von A. Schnittke, W. Rihm und E. Rautavaara. Am Mikrofon: Stefan Fricke<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Weil das Politische in allem steckt. Zum 80. Geburtstag des Komponisten Rolf Riehm: sogenannt linksradikal, eigenwillig, explosiv<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der 1937 in Saarbr&#252;cken geborene Komponist Rolf Riehm, der seit seiner Studienzeit mit ein paar Unterbrechungen in Frankfurt lebt, ist bekannt daf&#252;r, frei und weit zu denken: klanglich, konzeptuell, menschlich. &#220;ber die letzten sechs Jahrzehnte hinweg hat er eine individuelle Klangsprache entwickelt, die Klangsch&#246;nes genauso zul&#228;sst wie Spr&#246;de-Ger&#228;uschhaftes. Riehm war Solo-Oboist, Dozent an der Musikschule und Professor f&#252;r Komposition und Tonsatz in Frankfurt. Er geh&#246;rte dem Sogenannten Linksradikalen Blasorchester an, hielt Vortr&#228;ge und Workshops rund um den Globus. Ob Rolf Riehm wirklich g&#228;nzlich ohne System arbeitet, wie es in diversen Artikeln hei&#223;t, wie sich der Musikbetrieb in seinen Augen seit seiner Studienzeit bei Wolfgang Fortner ver&#228;ndert hat und was dabei gleich geblieben ist &#8211;\u00a0 dar&#252;ber spricht Kristin Amme mit dem Komponisten.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>16.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst documenta 14: Every Time A Ear di Soun. (Ursendung)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Rundfunk Aeterna &#8211; Von Jan-Peter E.R. Sonntag. Eine Radiooper, L&#228;nge: 52&#8217;44<\/li>\n<li>Short Waves&#8216; Transit Tales &#8211; Von Anshuman Dasgupta und Sanchayan Ghosh L&#228;nge: 45&#8217;07<\/li>\n<li>Transmissions &#8211; Von Soundwalk Collective. Komposition und Realisation: Soundwalk Collective (Stephan Crasneanscki, Simone Merli, Kamran Sadeghi) L&#228;nge: 49&#8217;30<\/li>\n<li>The War of the Worlds &#8211; Von James Webb. L&#228;nge: 47&#8217;56<\/li>\n<li>Signal Echo: the documenta Files &#8211; Von drog_A_tek L&#228;nge: 33&#8217;46<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sonderausgabe der Klangkunst zur Er&#246;ffnung des documenta 14-Radiosenders &#8218;SAVVY funk&#8216; mit H&#246;rst&#252;cken aus der Radio-Ausstellung &#8218;Every Time A Ear di Soun&#8216;. &#8218;Every Time A Ear di Soun&#8216; ist eine gemeinsame Radiokunst-Ausstellung von documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur. Sie zeigt 30 neue H&#246;rst&#252;cke von internationalen K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstlern. Diese Kl&#228;nge werden von acht Rundfunksendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt &#8211; und sie er scheinen im &#8218; Klangkunst&#8216; -Programm von Deutschlandfunk Kultur w&#228;hrend des documenta-Zeitraums vom 8. April bis zum 17. September. Der Titel der Ausstellung ist einem Song des jamaikanischen Dub-Poeten Mutabaruka entlehnt. Er bedeutet &#8218; Immer wenn ich den Klang h&#246;re&#8216;.<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK (Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr)<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Der Asterix der Oberpfalz &#8211; Wie Blaibach zu seinem Konzerthaus kam<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Bettina Mittelstra&#223;. \u201eEs war nichts mehr los bei uns\u201c, sagt R&#252;diger Doerk. \u201eB&#252;rgersteige hochgeklappt, nachdem man morgens die Semmeln geholt hat.\u201c Der Wirt hat ein Gasthaus in Blaibach, einem kleinen Dorf im Bayerischen Wald, und kam lange Zeit mit seiner Frau gerade so &#252;ber die Runden. Blaibach hatte ein Problem wie viele l&#228;ndliche Ortschaften: eine &#246;de und verlassene Ortsmitte. &#220;beralterung der Bev&#246;lkerung, Gesch&#228;fte, die abwandern oder schlie&#223;en m&#252;ssen. Kein Tourismus, keine Einnahmequellen mehr. Bis Thomas E. Bauer &#8211; weltweit erfolgreicher Bariton, der im Nachbardorf geboren wurde &#8211; mit der Idee ankam, ausgerechnet dieses Dorf mit Hochkultur in einem modernen Konzerthaus vor dem Ausbluten zu retten. Sein unbeugsamer Enthusiasmus und besonderes Redetalent &#252;berzeugten die Gemeinde Blaibach und K&#228;mpfernaturen wie R&#252;diger Doerk. Seit 2014 steht es nun da &#8211; das Konzerthaus &#8211; und lockt die internationale Musikwelt in den Bayerischen Wald. Leicht war der Weg bis dahin keineswegs, und noch profitiert nicht jeder im Dorf von der zauberhaften Stahlkraft der neuen Ortsmitte. Aber Kultur, so Bauers Mantra, sei ein \u201eharter Standortfaktor\u201c &#8211; sie spende Identit&#228;t und Hoffnung und rege damit eine neue Wertsch&#246;pfungskette an.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:30 | Bayern 2<br \/>\n<strong>h&#246;r!spiel!art.mix: Peter Weiss: Abschied von den Eltern (2\/4)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Robert Stadlober. Komposition: The Notwist. Regie: Karl Bruckmaier. BR 2013: Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen K&#252;nstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen pers&#246;nlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeing&#252;ltiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen B&#252;rgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erz&#228;hlung zu einem wichtigen Werk f&#252;r die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungek&#252;rzten Audiofassung der Erz&#228;hlung wird auch durch den Sound der Independent Band The Notwist zur Geltung gebracht. Grundlage f&#252;r die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erz&#228;hlen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Peter Weiss, geb. 1916 in Nowawes (heute Potsdam). Sohn eines j&#252;dische Textilfabrikanten ungarischer Herkunft und einer deutschen Schauspielerin. Deutsch-schwedischer Schriftsteller, Maler, Filmemacher und Illustrator. 1934 Tod der Schwester Margit und Emigration &#252;ber London nach Prag. Studium der Malerei an der Prager Kunstakademie. 1938 Aussiedlung &#252;ber die Schweiz ins Exil nach Schweden. Durch intensiven Briefwechsel mit seinem Idol Hermann Hesse Best&#228;rkung zur k&#252;nstlerischen Arbeit. In den 30er-40er Jahren vorrangig Besch&#228;ftigung mit expressionistischer Malerei. Ab den 50er Jahren erste kleinere Erfolge als Experimentalfilmer. 1960 Durchbruch mit \u201eDer Schatten des K&#246;rpers des Kutschers\u201c und Aufnahme in die K&#252;nstlerverbindung Gruppe 47. Auf die surrealistische Prosa folgen politische Werke analytisch-dokumentarischen Charakters. Zentral ist dabei die vergangenheitspolitische Aufarbeitung Europas in der Kunst. Weiss propagiert, Kunst und Leben nicht zu trennen. 1982, im Jahr seines Todes, sollte Weiss mit dem Georg-B&#252;chner-Preis geehrt werden, er erh&#228;lt die Auszeichnung posthum. Werke u.a. \u201eDokument I\/Der Vogelfreie. Erz&#228;hlung\u201c (1949), \u201eAbschied von den Eltern. Erz&#228;hlung\u201c (1961), \u201eFluchtpunkt. Roman\u201c (1962), \u201eDie &#196;sthetik des Widerstands\u201c (3 B&#228;nde; 1975, 1978, 1981), \u201eDie Versicherung\u201c (1971), \u201eH&#246;lderlin. St&#252;ck in 2 Akten\u201c (1971). H&#246;rspiele u.a. \u201eDie Ermittlung\u201c (ARD\/DRS 1965), \u201eDie &#196;sthetik des Widerstands\u201c (BR\/WDR 2007), \u201eDer Schatten des K&#246;rpers des Kutschers\u201c (BR 2009).<\/p>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Wildfang! Trommelpriesterin? Die Schlagzeugerin Vivi Vassileva<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ein Portr&#228;t von Elgin Heuerding. Ihr Name ist Programm: Vivi Vassileva mag es lebendig. Auf der B&#252;hne will sie Spa&#223; haben. Doch Virtuosit&#228;t ist f&#252;r die junge Percussionistin kein Selbstzweck. Sie ist immer auf der Suche nach dem Klang voller Poetik und Ausdruckstiefe. Und daf&#252;r kann sie alles verwenden: Gongs und Glockenspiele, das Marimbaphon und die Djembe, manchmal reichen auch H&#228;nde oder Kisten.<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Spielr&#228;ume &#8211; Nachtausgabe: (Fortsetzung). 50 Jahre Summer of Love: \u201e&#8230; wear flowers in your hair\u201c. Die Hippies und ihr Sommer &#8211; San Francisco und Monterey. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Elke Tschaikner und Christian Scheib. Genau an diesem Wochenende vor 50 Jahren fand das legend&#228;re Monterey Pop Festival statt. Im Rahmen unserer vielf&#228;ltigen Geburtstagsfeierlichkeiten zu 50 Jahre &#214;1 wollen wir auch an den kalifornischen \u201eSummer of Love\u201c vor ebenfalls genau 50 Jahren denken. Eine illustre G&#228;sterunde tauscht Erinnerungen aus, teilt Ein- und Ansichten und nat&#252;rlich viel Musik: Wolfgang Kos, Popmuseumsdirektor; Hannes Rossacher, Filmemacher; Carol Koch, Radiomoderatorin in New York 1967; Schiffkowitz, STS-Mitglied; Christian Fennesz, Musiker; Sabine Nikolay, Radiojournalistin; Thomas Epple, Vinylliebhaber sind die G&#228;ste von Elke Tschaikner und Christian Scheib. (Eine &#252;berarbeitete Fassung einer Sendung aus 2007) Ausgerechnet \u201eFamily Dog\u201c nannte sich eine Organisation, die aus dem Hippie Chet Helms und seinen Freunden bestand, und die ein kleines altes Theater in San Francisco bespielte, den Avalon Ballroom. In den knapp drei Jahren rund um 1967, in denen Family Dog dort residierte, war es ein zentraler Ort der Hippiekultur und es war beispielsweise dieser Chet Helms, der 1966 eine alte Freundin aus Texas anrief, sie m&#246;ge doch nach San Francisco kommen, um mit der Band zu spielen, die er in seinem Thetaer gerade managen w&#252;rde. Die Band hie&#223; Big Brother and the Holding Company und die Freundin hie&#223; Janis Joplin. Jene lokalen Bands, die man sich in diesen Hippietagen an diesem Ort erwarten w&#252;rde, waren hier, von den Quicksilver Messenger Service &#252;ber eben Joplin mit Big Brother zur Butterfield Blues Band, und f&#252;r jede Auftrittsserie wurden grandios psychodelische Plakate entworfen. Rundherum in der Stadt brodelte es, im Laufe des Jahres 1967 wurde aus einer gro&#223;en Hippie-Community eine &#252;bergro&#223;e Bewegung, The San Francisco Oracle machte sich zum Themen bestimmenden Printmedium, The Diggers bespielten mit aktionistischem Theater die ganze Stadt. So weit entspricht alles dem gern nacherz&#228;hlten Mythos: Der Summer of Love von 1967 als Zentrum einer sich-selbst-generierenden, quirligen, bunten, &#252;berraschenden, irgendwie drogenbeinflussten, irgendwie surrealen Welt der Liebe und der Musik und eines neuen Lebenskonzepts ingesamt. Wahrlich &#252;berraschend mag da vielleicht sein, dass der Begriff \u201eSummer of Love\u201c nicht zuf&#228;llig entstanden war, sondern einer von den eingangs genannten Kulturaktivisten geplanten Marketing-Aktion entsprang, um dem damals g&#228;ngigen Klischeebild vom bekifften, am Stra&#223;enrand um Geld bettelnden Hippie ein positives Branding entgegenzusetzen. Und dass dies so derma&#223;en gr&#252;ndlich und &#252;ber Jahrzehnte wirkm&#228;chtig gelang, hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass man zwecks Durchsetzung sogar eine Art Regierung der Hippiebewegung gr&#252;ndete, das Council for the Summer of Love. W&#228;hrend gleich von Anfang an die Touristenbusse nach Height Ashbury umorganisiert worden waren, um die Hippies zu bestaunen, gab es von Innen heraus ja genug ernsthaft Gemeintes zu organisieren: Free Stores, Sweep-Ins, auch die Free Health Clinic, die bis heute existiert und &#252;brigens unter anderem von Geld der Monterey Pop Foundation finanziert wird, eine Stiftung, die wiederum aus der bis heute andauernden Vermarktung des The Monterey International Pop Music Festival aus 1967 gespeist wird. In Fr&#252;hling und Sommer des Jahres 1967 kamen dann aus den ganzen USA Schulkinder und Studenten nach San Francisco. Bemerkenswert ist eine weitere wohl&#252;berlegte und sehr erfolgreiche Marketingaktion: John Philips, einerseits Mitglied der ebenfalls auftretenden, prototypischen Hippie-Band The Mamas &amp; The Papas, zugleich einer der beiden Organisatoren des Monterey Pop Festivals und dar&#252;ber hinaus Jugendfreund des ebenfalls auftretenden S&#228;ngers Scott McKenzie, dieser John Philip schrieb und produzierte f&#252;r seinen Jugendfreund einen Song mit dem Zweck, dem Festival schon vorweg eine Art Hymne zu verpassen, und dieses Lied sollte erstens zum Lebenshit von Scott McKenzie werden und wurde zweitens tats&#228;chlich die Hymne einer ganzen Jugendkultur: San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair).<\/p>\n<hr \/>\n<h2>17.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK (Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr)<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Der Asterix der Oberpfalz<\/strong><\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: \u201eIch f&#252;hlte wie Skrjabin\u201c. Juan Allende-Blin traf Iwan Wyschnegradsky<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Georg Beck. Fotografien dokumentieren den Charakterkopf: hohe Denkerstirn, zur&#252;ckgek&#228;mmte Haare, der ganze K&#252;nstlerernst in kargen Gesichtsz&#252;gen. Dazu diese Augen, die in die Ferne gehen. Iwan Wyschnegradsky, geboren 1893 im zaristischen Russland, Skrjabinist der ersten Stunde, begeistert von den Hammerschl&#228;gen der Revolution, bis er deren Erstarrung ausweicht nach Paris. Dort entsteht der Hauptteil seines vision&#228;ren Werkes, das sich um Farben, um Viertelt&#246;ne dreht, um die Synthese der Elemente der K&#252;nste. 1978, im Jahr der Erstauff&#252;hrung des 1916\/17 entstandenen Orchesterwerkes \u201ala journ\u00e9e de l&#8217;existence&#8216;, trifft Juan Allende-Blin ihn in dessen Pariser Wohnung.<\/p>\n<p>22.04 &#8211; 00.00 Uhr | WDR 3<br \/>\n<strong>Michael Riessler 60: Sirenen und Revisionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andere w&#228;ren schon froh, wenn sie so halb so brillant Klarinette spielen k&#246;nnten. Der hochdekorierte Virtuose, Bandleader und Filmkomponist Michael Riessler hat seit den 90er Jahren auch noch zahlreiche H&#246;rst&#252;cke f&#252;r den WDR realisiert. In seinen Radiokompositonen hat er mit Magiern gearbeitet, Shakespeare-Sonette tanzen lassen, Werbejingles dekonstruiert oder Tischgespr&#228;che musikalisch inszeniert. Die mittelalterliche Liebesgeschichte von Heloise interessierte ihn genauso wie Claude Simons Blick auf Mir\u00f3s Holzschnitte. Aus Anlass seines 60. Geburtstags sendet WDR 3 Open Sounds Riesslers Chorst&#252;ck \u201eSirens\u201c und seine Zusammenarbeit mit dem 2014 verstorbenen Schriftsteller Urs Widmer, \u201eVorher-nachher\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>18.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>20.04-23.00, hr2-kultur<br \/>\n<strong>Johannes Wallmann: \u201eIch schweige nicht\u201c aus dem J&#252;rgen-Fuchs-Zyklus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Katharina Hohlfeld, Sopran \/ Matthias Vieweg, Bariton \/ Adam Weismann, Percussion \/ Matthias Badczong, Saxophon, Klarinette \/ Winfried Rager, Saxophon, Klarinette \/ Andrei Lakisov, Saxophon, Klarinette \/ Ivan Tumanov, Saxophon, Klarinette. Leitung: Lennart Dohms (Aufnahme vom 28. Oktober 2014 aus der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t, Jena)<\/p>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: Eine Faust gegen den Antisemitismus &#8211; Bronislaw Huberman, Geigenvirtuose und Gr&#252;nder des Palestine Symphony Orchestra<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Kira Alvarez. Der polnisch-j&#252;dische Geigenvirtuose Bronislaw Huberman (1882 &#8211; 1947) war ein Aktivist der paneurop&#228;ischen Bewegung und ein vehementer fr&#252;her Kritiker des Naziregimes. Er half vielen deutsch-j&#252;dischen Musikern, aus Nazi-Deutschland zu fliehen, und gr&#252;ndete 1936 das Palestine Symphony Orchestra, das heutige Israel Philharmonic Orchestra. Hubermans Leben war gepr&#228;gt von Musik und Politik &#8211; und er verband diese scheinbaren Gegens&#228;tze auf kunstvolle Weise.<\/p>\n<p>22:05 | &#214;1<br \/>\n<strong>Siegerst&#252;cke des Rostrum of Composers (3). Rostrum of Composers &#8211; der Songcontest der Neuen Musik (Teil 3). <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es ist der Song-Contest der Neuen Musik: Einmal im Jahr kommen Musikredakteur\/innen aus aller Welt zusammen, um die besten Radioaufnahmen zeitgen&#246;ssischer Musik zu h&#246;ren und zu bewerten. Das j&#228;hrlich stattfindende \u201eRostrum of Composers\u201c hat eine m&#246;glichst umfangreiche Verbreitung von Aufnahmen zeitgen&#246;ssischer Musik zum Ziel. Die zuletzt eingereichten Aufnahmen wurden weltweit 800-mal auf das Programm eines Radiosenders gesetzt. &#214;1 sendet in den vier \u201eZeit-Ton extended\u201c-Sendungen im Juni die interessantesten Werke des 64. Rostrums, das Mitte Mai in Palermo stattgefunden hat. Das Rostrum ist ein Programm des \u201eInternational Music Council\u201c der UNESCO unter Mitwirkung der European Broadcasting Union (EBU).<\/p>\n<p>23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>Kunstsonntag: Radiokunst &#8211; Kunstradio. \u201eSoundprints as Memory\u201c von Colin Black<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In seinem Buch \u201eLandscape and Memory\u201c verhandelt der Historiker Simon Schama Landschaft als Projektionsfl&#228;che f&#252;r Erinnerung. Er argumentiert, dass in westlichen Kulturen der Garten f&#252;r den durch verschiedene kulturelle Gewohnheiten der Menschheit gepr&#228;gten Blick konzipiert wurde. Als Konsequenz daraus &#252;berlagern wir Mythologie und die menschliche Vorstellung auf geografische Schaupl&#228;tze und lassen sie in der Erinnerung Gestalt annehmen. \u201eSoundprints as Memory\u201c ist eine akustische Spurensuche, eine Ged&#228;chtnisst&#252;tze, ein Versuch, das Geflecht aus Erinnerungen an bestimmten Orten zum Vorschein zu bringen und h&#246;rbar zu machen. Colin Black h&#246;rt mit dem Mikrofon dort hin, wo Erinnerungen m&#246;glicherweise nicht nur auf den Ort projiziert werden, sondern wo sie mit diesem verwachsen. In Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsreihe Stromschiene des Kunstvereins Alte Schmiede.<\/p>\n<p>23:04 bis 00:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Studio Neue Musik: His Master&#8217;s Choice [24] Johannes Sch&#246;llhorn<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Am Mikrofon: Johannes Sch&#246;llhorn<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2012.%20bis%2018.%20Juni%202017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F06%2F10%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-12-bis-18-juni-2017%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Wittener Tage f&#252;r neue Kammermusik 2017, Litauens junge Komponistenszene, das britische Ensemble Distractfold, Musikforum Viktring 2017, Eunoia Quintett, Ensemble Contrechamps, Jugend jazzt 2017, Klangkunst documenta 14, Konzerthaus Blaibach, 50 Jahre Summer of Love, Rostrum of Composers&#46;&#46;&#46;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2012.%20bis%2018.%20Juni%202017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F06%2F10%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-12-bis-18-juni-2017%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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