{"id":15277,"date":"2017-06-03T18:00:34","date_gmt":"2017-06-03T16:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=15277"},"modified":"2017-06-09T10:45:32","modified_gmt":"2017-06-09T08:45:32","slug":"neue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-05-bis-11-juni-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2017\/06\/03\/neue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-05-bis-11-juni-2017\/","title":{"rendered":"Neue Musik \/ Musikfeature \/ SoundArt: Die Radio-Woche vom 05. bis 11. Juni 2017"},"content":{"rendered":"<p>Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 23. Der MDR bleibt ein Totalausfall. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Beethovens Rasumowsky-Quartette, Quatuor Diotima, Peter Lackner, Geschwistern Widmann, Hans K&#246;th, Jennifer Walshe, Neue Musik aus Irland, Adriana H&#246;lszky, Neue Vocalsolisten ascolta, Rolf Riehm, Saxophon, Konstantia Gourzi, Programmiersprachen, Sonar Quartett, Helmut Zapf, Teresa Carre\u00f1o und Rostrum of Composers &#8211; der Songcontest der Neuen Musik.<\/p>\n<ul>\n<li>Alle bekannten Stream-, Web- und RSS-Adressen deutscher Sender finden sich <a href=\"https:\/\/stefanhetzel.wordpress.com\/kunstmusikoeffentlich-rechtlicher-rundfunk\/\">bei Stefan Hetzel<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/155\/\">Download dieser &#220;bersicht als PDF<\/a>.<\/li>\n<li>Alle Angaben ohne Gew&#228;hr. &#196;nderungen vorbehalten.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>05.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: \u201eOft bizarre T&#246;ne\u201c. Beethovens Rasumowsky-Quartette und die &#220;berforderung der Wahrnehmung<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Egbert Hiller. V&#246;llig &#252;berfordert f&#252;hlten sich die Zeitgenossen von Beethovens &#8218;Rasumowsky-Quartett Nr. 1&#8216;: \u201eSie lachten und glaubten, dass er sich einen Spa&#223; machen wollte.\u201c Nicht nur mit diesem Werk r&#252;hrte Beethoven an Grenzsituationen der (musikalischen) Wahrnehmung &#8211; und mit ihm setzte eine Entwicklung ein, in der noch weit komplexere Prozesse und Strukturen Eingang in die Tonkunst fanden.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik: Vom Eros der Kompromisslosigkeit. Das Quatuor Diotima<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Lydia Rilling. Nach Diotima, der &#252;ber den Eros sprechenden Figur in Platons Dialog \u201eSymposion\u201c, die H&#246;lderlin sp&#228;ter zur Chiffre seiner gro&#223;en Liebe machte und die Luigi Nono zu seinem ber&#252;hmten Quartett inspirierte, benannten 1996 in Paris vier junge Musiker ihr neu gegr&#252;ndetes Quartett. Gut 20 Jahre sp&#228;ter z&#228;hlen sie zu den weltweit besten Quartetten f&#252;r zeitgen&#246;ssische Musik. Doch nicht nur das: Zu keiner Zeit haben sie sich auf die Gegenwart beschr&#228;nkt, sondern wagen sich an Beethoven und die Zweite Wiener Schule ebenso wie an die diffizilsten Partituren der zeitgen&#246;ssischen Literatur. Den Quartettklang alter Schule beherrschen sie ebenso wie die kompliziertesten Spieltechniken. Lydia Rilling portraitiert das Quatuor Diotima, das Kompromisslosigkeit stets mit Klangsensibilit&#228;t verbindet.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>06.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Das Buch der Wandlungen. Der Grazer Komponist Peter Lackner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Florian Neuner. Lackners Werk, das haupts&#228;chlich aus Kanons besteht, ist von seinem Bed&#252;rfnis nach Gleichgewicht inspiriert.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte. Studio f&#252;r Musik &#8211; ensemble oktopus. Leitung: Konstantia Gourzi<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Claudio Ambrosini<\/strong>: \u201eDe Vulgari Eloquentia\u201c (Henri Bonamy, Klavier); <strong>Mark Andr\u00e9<\/strong>: \u201eriss 2\u201c (Luigi Gaggero, Cimbalom); <strong>Olivier Messiaen<\/strong>: \u201eOiseaux exotiques\u201c (Markus Bellheim, Klavier). Aufnahme vom 9. Februar 2017 in der Reaktorhalle in M&#252;nchen<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1 (&#220;bertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: \u201eNouvelles Aventures\u201c mit den Geschwistern Widmann im Wiener Konzerthaus <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Stefan H&#246;fel. Neugierig und abenteuerlustig zeigen sich die Musikerinnen und Musiker, die im Rahmen der Konzertreihe \u201eNouvelles Aventures\u201c im Wiener Konzerthaus auftreten. Am 24. Mai pr&#228;sentierte der Klarinettist J&#246;rg Widmann unter anderem Pierre Boulez \u201eDialogue de l&#8217;ombre double f&#252;r Klarinette und Live-Elektronik\u201c. Unterst&#252;tzt wurde er dabei vom SWR Experimentalstudio, das f&#252;r die Klangregie verantwortlich zeichnete. Zudem stand Widmanns Komposition \u201eSchattent&#228;nze f&#252;r Klarinette solo\u201c und eine &#246;sterreichische Erstauff&#252;hrung auf dem Programm: Die Geigerin Carolin Widmann interpretierte das eigens f&#252;r sie geschriebene \u201eIn vivo\u201c von Pascal Dusapin.<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 ars acustica: 59 zu 0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">H&#246;rst&#252;ck des Institut fuer Feinmotorik. Mit: Institut fuer Feinmotorik (Mark Br&#252;derle, Daniel van den Eijkel, Marc Matter und Florian Meyer). Realisation: Institut fuer Feinmotorik. (Produktion: SWR 2013). Das Projekt \u201e59 zu 0\u201c ist eine Art feinmotorischer Countdown von 59 bis 0 Sekunden. 59 Wochen lang produziert jeder Mitarbeiter des IFF ohne jegliche Absprache, in Unkenntnis davon, was die anderen erarbeiten und abgeben, w&#246;chentlich ein Audiodokument. Das k&#246;nnen z. B. Field-Recordings sein, bearbeitetes oder prozessiertes akustisches Material, mit Software-Instrumenten erzeugte oder auf sonstige Art hergestellte oder eingefangene Kl&#228;nge und Ger&#228;usche. Diese St&#252;cke nehmen kontinuierlich an L&#228;nge ab: In der ersten Woche sind es 59 Sekunden, in der zweiten 58, in der dritten 57 usw. Durch diesen regelm&#228;&#223;igen Turnus und Zeitrahmen ist dieses Projekt auch ein akustisches Tagebuch (oder besser: Wochenbuch), welches von 4 Personen individuell und unabh&#228;ngig voneinander gef&#252;hrt wird. In einem letzten Schritt wird das Material von der Gruppe erstmalig gemeinsam gesichtet und zu einem Ganzen zusammengef&#252;gt. Die jeweils gleichlangen St&#252;cke werden zusammengemischt und durch kurze Pausen miteinander verbunden.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>07.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese. Fr&#228;nkische Komponisten. Zum 100. Geburtstag des Komponisten und Geigers Hans K&#246;th<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Hans K&#246;th<\/strong>: \u201eValse caprice\u201c (Werner Jahns mit seinen Solisten); Vier Miniaturen (Ernst Gr&#246;schel, Klavier); Streichquartett (Werner Jahns, Hans K&#246;th, Violine; Franz Seifert, Viola; Georg Labudde, Violoncello); Franz Reizenstein: Suite (Paul Sanders, Klavier); Konrad Lechner: Kontraste in memoriam B\u00e9la Bart\u00f3k (Sulo Aro, Violine; Gottfried Jost, Viola; Alfred Ratschow, Violoncello; Elza van der Ven, Cembalo; Kammerorchester der N&#252;rnberger Symphoniker); Max Riedl: Concertino (Hans Deinzer, Klarinette; Werner Heider, Klavier); Wilhelm Keilmann: Klavierquartett fis-Moll, op. 60 (Wilhelm Kempff Ensemble)<\/p>\n<p>20:00 Uhr | SRF 2 kultur<br \/>\n<strong>Verwirrende Botschaften aus der Echokammer: Jennifer Walshe<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sie unterh&#228;lt zw&#246;lf Alter Egos, vertont skurrile Textfragmente von Twitter und anstatt den Mangel an einer irischen-Avantgarde-Tradition zu beklagen, konstruiert sie einfach selber eine.<\/p>\n<p>21:00 Uhr | SRF 2 kultur<br \/>\n<strong>Composing the Island: Neue Musik aus Irland<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Irland hat sattes Gr&#252;n zu bieten, nasse Schafe, Guinness und \u2013 nat&#252;rlich noch viel mehr als diese Klischees. Zum Beispiel eine ungeheuer vielf&#228;ltige Musikszene.<\/p>\n<p>21:01 bis 22:00 | NDR Kultur<br \/>\n<strong>neue musik: darin: neue musik im Norden. Auf der anderen Seite ist niemand &#8211; nur Leere. Die Komponistin Adriana H&#246;lszky<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Margarete Zander. Sie sp&#252;re den Klang k&#246;rperlich, sagt die rum&#228;nische Komponistin Adriana H&#246;lszky. Sie muss ihn nur ans Licht bringen. In ihrer Ballettmusik zu \u201eDeep Field\u201c (Choreografie Martin Schl&#228;pfer) schaut sie wie mit dem Hubble-Teleskop ins Universum. Sie sp&#252;rt dem Geheimnis des Universums nach. In ihrer Oper \u201eB&#246;se Geister\u201c nach einem Roman von Dostojewski, sucht sie \u201eKorridore\u201c zum Menschen, das Mysterium. Eine Momentaufnahme.<\/p>\n<p>21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio<br \/>\n<strong>Neue Musik aktuell<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Andreas G&#246;bel<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: Zeit-Ton Magazin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">R&#252;ckblick, Vorschau und aktuelle Ver&#246;ffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<p>23:03 bis 00:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 JetztMusik. ECLAT 2017. Neue Vocalsolisten ascolta. Leitung: Nicholas Kok<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Fabien L\u00e9vy<\/strong>: \u201eNun hab ich nichts mehr\u201c f&#252;r Sopran und Ensemble (2016) Deutsche Erstauff&#252;hrung \/ <strong>Birke J. Bertelsmeier<\/strong>: \u201eTic\u201c f&#252;r Bass und Ensemble (2016) Urauff&#252;hrung \/ <strong>Beat Furrer<\/strong>: \u201espazio immergente\u201c f&#252;r Sopran und Posaune (2015) Deutsche Erstauff&#252;hrung \/ <strong>Enno Poppe<\/strong>: \u201eGlas\u201c f&#252;r 6 Stimmen (2016) Urauff&#252;hrung. (Konzert vom 5. Februar 2017 im Theaterhaus Stuttgart)<\/p>\n<hr \/>\n<h2>08.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Alberto Hortig&#252;ela<\/strong>: \u201eDie Sprache ist die Strafe\u201c (2015) f&#252;r Gitarrenquintett, Aleph Gitarrenquartett \/ <strong>John Cage<\/strong>: \u201eComposed Improvisation\u201c (1990) f&#252;r Bassgitarre, kleine Trommel und einseitige Trommel D&#8217;Arcy Philipp Gray, Bassgitarre und Perkussion \/ <strong>Nicolaus A. Huber<\/strong>: \u201eDer entkommene Orpheus\u201c (2001) f&#252;r Gitarrenquartett. Aleph Gitarrenquartett \/ <strong>Ernst Helmuth Flammer<\/strong>: \u201eAbschiede\u201c, Streichquartett Nr. 5 Jade Quartett<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Gloria Coates<\/strong>: Symphonie Nr. 7 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Olaf Henzold); <strong>Siegfried Fink<\/strong>: \u201ePlaisanterie\u201c (W&#252;rzburger Percussions-Ensemble: Siegfried Fink); <strong>Robert M. Helmschrott<\/strong>: Gregorianische Hymnen (Adolf R&#252;diger, Heinz Kre&#223;, Gesang; Willi Bauer, Werner Binder, Trompete; Klaus Renk, Ernst Giehl, Posaune; Franz Lehrndorfer, Orgel); <strong>Thomas Schubert<\/strong>: \u201eGitanjali\u201c (Monika Brustmann, Sopran; Thomas Schubert, Klavier; Robert Sch&#228;fer, Schlagzeug); <strong>Siegfried Fink<\/strong>: \u201einteraction\u201c (Deutsches Zupf-Orchester, Percussion und Leitung: Siegfried Behrend)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>KlassikPlus: \u201eDrei plus f&#252;nf ist acht\u201c. Trio, Quintett und Oktett bei Schubert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Volkmar Fischer<\/p>\n<p>20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio<br \/>\n<strong>Mouvement: Warum schweigen die Sirenen? Der Komponist Rolf Riehm im Gespr&#228;ch<\/strong><\/p>\n<p>21:30 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Werkzeuge der Neuen Musik. Saxophon, Teil 2<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Adele Jakumeit. Schon die Alten wussten, Musik ist erst Musik, wenn sie klingt. Das ist in der zeitgen&#246;ssischen Musik nicht anders als in der davor komponierten. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur denkbaren oder einer blo&#223; sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockfl&#246;te und Cembalo, Erfindungen wie das Pr&#228;parierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Fl&#246;te, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten &#252;ber ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern &#252;ber neue Anforderungen, mit Komponisten &#252;ber das Wie und Warum der erweiterten Spielm&#246;glichkeiten und pr&#228;sentieren die wichtigsten Werke, teils h&#246;chst au&#223;ergew&#246;hnliche Musikst&#252;cke.<\/p>\n<p>22:03 bis 23:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 H&#246;rspiel-Studio. Nachtwachen (1\/3) Nach dem gleichnamigen Roman des Bonaventura<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Musik: Peter Zwetkoff (Produktion: DRS\/SFB 1989). Unter dem Pseudonym \u201eBonaventura\u201c erschien 1804 ein Roman, der als genialisches Werk der deutschen Romantik gilt. Die geradezu kriminalistischen Forschungen nach dem Urheber nannten mal Goethe, mal Friedrich Schlegel oder Clemens von Brentano als Autoren. Mittelweile hat die Germanistik sich auf Ernst August Klingemann geeinigt, der in seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker war. Heutzutage ist er nur noch als Verfasser der \u201eNachwachen des Bonaventura\u201c bekannt. Erz&#228;hlt wird von einem Nachtw&#228;chter namens Kreuzgang, der auf seinen Rundg&#228;ngen durch die schlafende Stadt die dunklen Seiten der menschlichen Existenz erkundet. Radikal hinterfragt er &#8211; wie kein anderer Held der deutschen Romantik &#8211; die vorgebliche Sicherheit der feudal-b&#252;rgerlichen Welt und zeichnet die Ausbeutung des Volkes durch die Willk&#252;r des Adels sowie die Scheinheiligkeit der Kirche nach. Aber auch die vermeintlichen Errungenschaften der Aufkl&#228;rung blieben nicht ungeschoren. (Teil 2, Donnerstag, 22. Juni; Teil 3, Donnerstag, 29. Juni, jeweils 22.03 Uhr)<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte. Ny-\u00e9l. Kl&#228;nge aus dem wei&#223;en Garten \u2013 Die griechische Komponistin und Dirigentin Konstantia Gourzi<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ein Portr&#228;t von Susanne Schmerda<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: artacts 2017 (Teil 2). <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Nina Polaschegg. Zum bereits 17. Mal fand vom 10. bis zum 12. M&#228;rz das Festival artacts statt. In St. Johann in Tirol, einem der hochtouristischen Ferienorte, in denen zu dieser Zeit vor allem Skiurlauber\/innen anzutreffen sind. Prall gef&#252;llt war abends die Alte Gerberei mit Musikliebenden, die sich an stilistisch unterschiedlichsten Varianten freien Spiels erfreuten &#8211; von ruhig, reduziertem Spiel &#252;ber dicht gewobene Klangnetze bis hin zu hoch energetischen Bands. In drei Zeit-Ton-Sendungen sind Aufzeichnungen des musikalisch ausgewogenen wie vielf&#228;ltig gelungenen Festivals zu h&#246;ren, unter anderem vom inoffiziellen Pianistinnen-Schwerpunkt mit Formationen von Elisabeth Harnik, Katharina Klement, Sophie Agnel und Kaja Draksler.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>09.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: documenta 14: Every Time A Ear di Soun. <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Atlas Radio. Von Theo Eshetu und Keir Fraser. Mit Textzitaten von Carl Jung, James Baldwin, Langston Hughes, Toni Morrison, Maya Angelou, Angela Davis, Joseph Campbell, Andy Warhol und Bertrand Russell, Homi Bhabha und Charlie Chaplin sowie Musikzitaten von &#252;berall aus der Welt. L&#228;nge: 60&#8242;<\/li>\n<li>In the Woods There Is A Bird &#8230; Von Olaf Nicolai. Tonproduktion: Frank Bretschneider \/ Musikberatung: Theo Nabicht \/ Radioberatung: Iris Dr&#246;gekamp \/ Recherche: Marian Kaiser und Astrid Matron. L&#228;nge: 31&#8217;01<\/li>\n<li>Von Nasan Tur &#8211; L&#228;nge: 42&#8217;48<\/li>\n<li>Von Jace Clayton &#8211; L&#228;nge: ca. 50&#8242;<\/li>\n<li>All Lives Matter From Slaveship to Spaceship. Von Sonic Shadow &#8211; L&#228;nge: 40&#8242;<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sonderausgabe der Klangkunst zur Er&#246;ffnung der documenta 14 in Kassel mit H&#246;rst&#252;cken aus der Radio-Ausstellung \u201eEvery Time A Ear di Soun\u201c. &#8218;Every Time A Ear di Soun&#8216; ist eine gemeinsame Radiokunst-Ausstellung von documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur. Sie zeigt 30 neue H&#246;rst&#252;cke von internationalen K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstlern. Diese Kl&#228;nge werden von acht Rundfunksendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt &#8211; und sie erscheinen im &#8218;Klangkunst&#8216;-Programm von Deutschlandfunk Kultur w&#228;hrend des documenta-Zeitraums vom 8. April bis zum 17. September.. Der Titel der Ausstellung ist einem Song des jamaikanischen Dub-Poeten Mutabaruka entlehnt. Er bedeutet &#8218;Immer wenn ich den Klang h&#246;re&#8216;.<\/p>\n<p>00:12 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese. Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Rudi Spring<\/strong>: 2. Kammersinfonie (M&#252;nchener Kammerorchester: Jobst Liebrecht); <strong>Siegfried Fink<\/strong>: \u201eAlternation\u201c (Siegfried Fink, Percussion); <strong>Jan Koetsier<\/strong>: Musik f&#252;r kleines Orchester, op. 37 (Bamberger Symphoniker: Jan Koetsier); <strong>Christoph Reiserer<\/strong>: \u201ehere we are\u201c (Christoph Reiserer, Sxophon; Gunnar Geisse, E-Gitarre; Stefan Blum, Schlagzeug); <strong>Nicolaus Richter de Vroe<\/strong>: \u201eShibuya Movements\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Crist\u00f3bal Halffter); <strong>Volker Nickel<\/strong>: Drei kurze Szenen f&#252;r Streichquartett (Xsemble M&#252;nchen)<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK (Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr)<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature. W&#252;rmseepl&#228;tschern. Komponisten besuchen den Starnberger See<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Markus Vanhoefer. Er ist Naherholungsgebiet f&#252;r gro&#223;stadtm&#252;de M&#252;nchner, beliebte Filmkulisse, das Gew&#228;sser, an dessen idyllischem Ufer sich M&#228;rchenk&#246;nig Ludwig und Sissi nahe kamen. Der Starnberger See, der bis 1962 W&#252;rmsee hie&#223;, hat viele Geschichten geschrieben, nicht nur solche, die in Filmdrehb&#252;chern und voralpenl&#228;ndischen Reisef&#252;hrern stehen. Viele K&#252;nstler von Rang und Namen sch&#228;tzten und sch&#228;tzen die Region rund um den f&#252;nftgr&#246;&#223;ten See Deutschlands als Wohnsitz, R&#252;ckzugsort und Inspirationsquelle, Maler, Schriftsteller und Schauspieler. Und einige der gr&#246;&#223;ten Musiker ihrer Zeit. \u201eW&#252;rmseepl&#228;tschern\u201c lautet der Titel des Features von Markus Vanhoefer, das uns teilhaben l&#228;sst, wie Meistersinger Richard Wagner und Cosima deren Gatten Hans von B&#252;low in der Villa Pellet betr&#252;gen. Und dabei nicht nur ein Kind, sondern auch den \u201eTristan\u201c zeugen. Wir besuchen den Sommerfrischler Johannes Brahms bei seinem Urlaub in Tutzing und begleiten Richard Strauss\u00b4 Vater, den Hornvirtuosen Franz Strauss, wie er mit seinem Instrument hin&#252;ber zur Roseninsel rudert.<\/p>\n<p>21:05 bis 22:30 | Bayern 2<br \/>\n<strong>h&#246;r!spiel!art.mix. Peter Weiss: Abschied von den Eltern (1\/4)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Robert Stadlober. Komposition: The Notwist. Regie: Karl Bruckmaier. BR 2013. Der Tod der Eltern wird f&#252;r den Erz&#228;hler in Peter Weiss&#8216; autobiografischer Prosa Ausl&#246;ser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgr&#252;nden der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Losl&#246;sung von Vater und Mutter, der Suche nach einem eigenen Leben. Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleicherma&#223;en soghaften wie pr&#228;zisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum K&#252;nstler m&#252;ndet. Der Erz&#228;hler berichtet von der fr&#252;hen Kindheit und den ersten pr&#228;genden Eindr&#252;cken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn best&#228;ndig drangsaliert und dar&#252;ber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegen&#252;ber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie f&#252;hlt. Die Beziehungslosigkeit der autorit&#228;ren Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen f&#252;r ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach W&#228;rme und Zugeh&#246;rigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt f&#252;r ihn die allm&#228;hliche Aufl&#246;sung seiner Familie, die begleitet wird durch die Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil &#252;ber London und Prag. Schlie&#223;lich f&#252;hrt die M&#246;glichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabh&#228;ngigkeit. Peter Weiss, geb. 1916 in Nowawes (heute Potsdam). Sohn eines j&#252;dische Textilfabrikanten ungarischer Herkunft und einer deutschen Schauspielerin. Deutsch-schwedischer Schriftsteller, Maler, Filmemacher und Illustrator. 1934 Tod der Schwester Margit und Emigration &#252;ber London nach Prag. Studium der Malerei an der Prager Kunstakademie. 1938 Aussiedlung &#252;ber die Schweiz ins Exil nach Schweden. Durch intensiven Briefwechsel mit seinem Idol Hermann Hesse Best&#228;rkung zur k&#252;nstlerischen Arbeit. In den 30er-40er Jahren vorrangig Besch&#228;ftigung mit expressionistischer Malerei. Ab den 50er Jahren erste kleinere Erfolge als Experimentalfilmer. 1960 Durchbruch mit \u201eDer Schatten des K&#246;rpers des Kutschers\u201c und Aufnahme in die K&#252;nstlerverbindung Gruppe 47. Auf die surrealistische Prosa folgen politische Werke analytisch-dokumentarischen Charakters. Zentral ist dabei die vergangenheitspolitische Aufarbeitung Europas in der Kunst. Weiss propagiert, Kunst und Leben nicht zu trennen. 1982, im Jahr seines Todes, sollte Weiss mit dem Georg-B&#252;chner-Preis geehrt werden, er erh&#228;lt die Auszeichnung posthum. Werke u.a. \u201eDokument I\/Der Vogelfreie. Erz&#228;hlung\u201c (1949), \u201eAbschied von den Eltern. Erz&#228;hlung\u201c (1961), \u201eFluchtpunkt. Roman\u201c (1962), \u201eDie &#196;sthetik des Widerstands\u201c (3 B&#228;nde; 1975, 1978, 1981), \u201eDie Versicherung\u201c (1971), \u201eH&#246;lderlin. St&#252;ck in 2 Akten\u201c (1971). H&#246;rspiele u.a. \u201eDie Ermittlung\u201c (ARD\/DRS 1965), \u201eDie &#196;sthetik des Widerstands\u201c (BR\/WDR 2007), \u201eDer Schatten des K&#246;rpers des Kutschers\u201c (BR 2009).<\/p>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Einstand. \u201eLandscapes\u201c &#8211; Streichquartette von Joseph Haydn und T\u00f4ru Takemitsu<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Schumann Quartett: Erik Schumann, Violine; Ken Schumann, Violine; Liisa Randalu, Viola; Mark Schumann, Violoncello<\/p>\n<p>23:03 | &#214;1<br \/>\n<strong>Zeit-Ton: artacts 2017 (Teil 3)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Nina Polaschegg. Zum bereits 17. Mal fand vom 10. bis zum 12. M&#228;rz das Festival artacts statt. In St. Johann in Tirol, einem der hochtouristischen Ferienorte, in denen zu dieser Zeit vor allem Skiurlauber\/innen anzutreffen sind. Prall gef&#252;llt war abends die Alte Gerberei mit Musikliebenden, die sich an stilistisch unterschiedlichsten Varianten freien Spiels erfreuten &#8211; von ruhig, reduziertem Spiel &#252;ber dicht gewobene Klangnetze bis hin zu hoch energetischen Bands. In drei Zeit-Ton-Sendungen sind Aufzeichnungen des musikalisch ausgewogenen wie vielf&#228;ltig gelungenen Festivals zu h&#246;ren, unter anderem vom inoffiziellen Pianistinnen-Schwerpunkt mit Formationen von Elisabeth Harnik, Katharina Klement, Sophie Agnel und Kaja Draksler.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>10.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK (Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr)<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: W&#252;rmseepl&#228;tschern<\/strong><\/p>\n<p>22.04 &#8211; 00.00 Uhr | WDR 3<br \/>\n<strong>Open Sounds: Studio Elektronische Musik &#8211; Techn\u00e9 [73]: Programmiersprachen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Elektronische Musik ist heute in weiten Teilen Computermusik und es ist bis heute ein Signum avancierter Komponisten, dass sie sich nicht des vorkonfigurierten Instrumentariums der Industrie bedienen, sondern ihre Werke auf Basis eigens programmierter Algorithmen und selbst programmierter Software realisieren. F&#252;r die Synthese elektronischer Werke und die Kalkulation von Partituren steht inzwischen eine Vielzahl ausdifferenzierter Computersprachen zur Verf&#252;gung, von denen Programmieroberfl&#228;chen wie MAX\/MSP, Pure Data oder Super Collider die bekanntesten sind. Anhand historischer und aktueller Musikbeispiele zeichnet die Sendung die Entwicklung und Ausdifferenzierung einschl&#228;giger Programmiersprachen wie C und C++ nach und gibt einen Ausblick auf Sprachen und Programmieroberfl&#228;chen, die in der aktuellen Musik Verwendung finden.<\/p>\n<p>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik. Diskurs &#8211; Organismus. Das Berliner Sonar Quartett spielt die Streichquartette von Helmut Zapf<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Aufnahmen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Am Mikrofon: Ingo Dorfm&#252;ller. \u201eVier vern&#252;nftige Leute, die sich miteinander unterhalten\u201c &#8211; so lautet Goethes ber&#252;hmte Beschreibung des Streichquartetts, das sich damit zugleich als musikalisches Abbild b&#252;rgerlich-aufgekl&#228;rter Diskurskultur definiert. Lassen sich die expressiven und klanglichen Potentiale der Formation auch anders freisetzen? Diese Frage hat der 1956 geborene Komponist Helmut Zapf in seinen Quartettkompositionen auf je andere Weise beantwortet. Am weitesten von der Tradition entfernt ist \u201aSOUND&#8216;, sein zweites Streichquartett (1993). Das Quartett ist hier ein gemeinsam atmender Organismus: ein utopischer Entwurf, der die Grenzen von Ton und Ger&#228;usch, Instrument und Spieler, Kunst und Leben aufhebt. Diese Erfahrung ist dann in Zapfs drittes Streichquartett (2010) und die kurz danach entstandenen \u201aNeun Bagatellen&#8216; eingegangen, die sich der Gattungstradition aus gro&#223;er, skeptischer Ferne wieder anzun&#228;hern suchen. Diese j&#252;ngsten Quartettkompositionen sind dem 2006 gegr&#252;ndeten Berliner Sonar Quartett zugedacht, das sich dem \u201eSuchen und Forschen im noch unerschlossenen Raum der aktuellsten zeitgen&#246;ssischen Musik\u201c verschrieben hat. F&#252;r das Label WERGO hat es im Deutschlandfunk Kammermusiksaal die Quartettkompositionen von Helmut Zapf erstmals auf CD eingespielt.<\/p>\n<p>23:00 bis 00:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>The Artist&#8217;s Corner. Andreas Wagner. Wagner on Ravel<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">(hr 2017) &#8211; Ursendung &#8211; 1902 bis 1903 komponierte Maurice Ravel sein Streichquartett in F-Dur, das er seinem Freund und Lehrer Gabriel Faur\u00e9 widmete. F&#252;r Ravel markierte das St&#252;ck den Beginn seiner individuellen Musiksprache. Und genau daf&#252;r wurde er nach der Urauff&#252;hrung am 5. M&#228;rz 1904 in Paris stark kritisiert, und man schloss ihn von Ehrungen aus, weil er gegen bestehende Kompositionsnormen versto&#223;en habe. So ging und geht es vielen K&#252;nstlern. Der Soundartist Andreas Wagner be&#228;ugt und durchh&#246;rt dieses Ph&#228;nomen anhand Ravels Werken. Dessen Ballettmusik Daphnis und Chlo\u00e9, eine vom Komponisten so genannte \u201eSymphonie Chor\u00e9ographique\u201c, ist ein Meilenstein der impressionistischen Instrumentationskunst. Die Urauff&#252;hrung am 8. Juni 1912 im Pariser Th\u00e9\u00e2tre du Ch\u00e2telet war dennoch ein Desaster.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>11.06.2017<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 bis 02:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jodelhorrormonstershow: Eine Lange Nacht der bayerischen Musikerfamilie Well<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Jan Tengeler. Das Biermoos, auf hochdeutsch Beerenmoor zwischen M&#252;nchen und Augsburg, ist die Heimat der bekanntesten bayerischen Volksmusik-Familie, den Wells. 15 Kinder sind mit Musik und Tanz in traditioneller Manier gro&#223; geworden. Dass daraus einmal die einzig ernstzunehmende Opposition der CSU in Bayern erwachsen w&#252;rde, ist erstaunlich. Aber genau das sagte man dem Musikkabarett-Trio der Bierm&#246;sl Blosn nach, als es sich 2012 nach 35 gemeinsamen Jahren aufl&#246;ste. Doch das launige Musizieren geht weiter, schlie&#223;lich gibt es bei 15 Geschwistern eine gro&#223;e Auswahl an neuen Kombinationen und au&#223;erdem z&#228;hlt ja auch Kabarett-Urgestein Gerhard Polt zum erweiterten Familienkreis. Die &#8218;Lange Nacht&#8216; befasst sich mit der Familie Well, der Bierm&#246;sl Blosn sowie ihrem weiblichen Gegenst&#252;ck, den Wellk&#252;ren. Erz&#228;hlt werden Geschichten mit Jubel und Applaus, bissigen Kommentaren und &#252;berraschenden Auftritten, kleinen Streitereien und gro&#223;en Br&#252;chen, immer getr&#228;nkt mit tiefsinnig-bajuwarischem Humor und wunderbarer Musik.<\/p>\n<p>02:07 bis 03:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Darmst&#228;dter Ferienkurse 2016<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Stefan Prins<\/strong>: Piano Hero, St\u00e9phane Ginsburgh, Klavier. Aufnahmen vom 30.7.16<\/p>\n<p>16:30 bis 17:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Wissenschaft im Brennpunkt: Bleifra&#223; und Kirchenschimmel. Gegen den Verfall historischer Orgeln<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Frank Grotel&#252;schen. Sie sind &#252;ber 300 Jahre alt und bilden ein einzigartiges Klangged&#228;chtnis &#8211; die Kirchenorgeln legend&#228;rer Meister wie Arp Schnitger und Gottfried Silbermann. Doch nun schlagen Experten Alarm: Die Instrumente gammeln und rosten, die alten Bleipfeifen korrodieren, manche Orgeln sind nur noch bedingt spielbar. Der Verfall begann schon vor Jahrzehnten: Manch gutgemeinter Restaurierungsversuch stellte sich als kontraproduktiv heraus. Zudem wurden viele Kirchen w&#228;rmeisoliert, was den Orgeln nicht unbedingt bekam. Jetzt ringen die Fachleute um Gegenma&#223;nahmen: Mit Spezialmikroskopen und Teilchenbeschleunigern fahnden sie nach den mikroskopischen Ursachen der Korrosion und wollen dadurch herausfinden, wie sich die Instrumente besser sch&#252;tzen lassen. Der Deutschlandfunk hat zwei Jahre lang die Restaurierung einer Schnitger-Orgel in Hamburg begleitet und Wissenschaftler bei ihrer Spurensuche beobachtet.<\/p>\n<p>17:10 | &#214;1<br \/>\n<strong>Spielr&#228;ume Spezial. Popmusik zu Haydns Zeiten und Tanzmusik im Hier &amp; Jetzt &#8211; der Drehleierspieler Simon Wascher<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Nina Polaschegg.Simon Wascher spielt Drehleier. Er forscht &#252;ber sein Instrument, dessen Bordunrad seit Jahrhunderten in Bewegung versetzt wird, dessen Klang seit jeher laut genug ist, um einen Tanzboden oder einen Markt rein akustisch zu beschallen, das aber ebenso Eingang gefunden hat in barockes Spiel, geradezu pr&#228;destiniert daf&#252;r, das L&#228;ndliche zu repr&#228;sentieren. Simon Wascher ist umfassender Spezialist auf seinem Instrument. Ob Alte Musik oder Tanzbares, &#252;berliefert oder neu. In diversen Bands spielt er auf B&#252;hnen vom Wiener Konzerthaus bis zum Heurigenwirt, den Innsbrucker Festwochen f&#252;r Alte Musik bis zum Tanz- und Folkfest Rudolstadt.<\/p>\n<p>22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: \u201eKaiserin des Pianos\u201c &#8211; Die Musikerin Teresa Carre\u00f1o<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Bettina Brand. Sie war eine der besten Pianistinnen ihrer Zeit: Teresa Carre\u00f1o, geboren 1853 in Caracas, gestorben 1917 in New York. Sie gastierte in Kuba, Australien und Amerika. Sie spielte im Wei&#223;en Haus und vor Abraham Lincoln, die eigenen Kompositionen immer im Gep&#228;ck. Ihre Europatournee von 1889 bis 1890 wurde einer ihrer gr&#246;&#223;ten Erfolge und die Presse feierte sie als eine der ersten Frauen in der Welt der Virtuosen. Mit ihrem dritten Ehemann, dem Opernkomponisten Eugen d&#8217;Albert, lebte sie einige Jahre in Coswig bei Dresden in einer nach ihr benannten Villa. Ihr Klavierspiel ist auf zahlreichen Notenrollen f&#252;r das Welte-Mignon-Reproduktionsklavier dokumentiert.<\/p>\n<p>22:05 | &#214;1<br \/>\n<strong>Siegerst&#252;cke des Rostrum of Composers (2). Rostrum of Composers &#8211; der Songcontest der Neuen Musik (Teil 2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gestaltung: Rainer Elstner. Es ist der Song-Contest der Neuen Musik: Einmal im Jahr kommen Musikredakteur\/innen aus aller Welt zusammen, um die besten Radioaufnahmen zeitgen&#246;ssischer Musik zu h&#246;ren und zu bewerten. Das j&#228;hrlich stattfindende \u201eRostrum of Composers\u201c hat eine m&#246;glichst umfangreiche Verbreitung von Aufnahmen zeitgen&#246;ssischer Musik zum Ziel. Die zuletzt eingereichten Aufnahmen wurden weltweit 800-mal auf das Programm eines Radiosenders gesetzt. &#214;1 sendet in den vier Juni-\u201cZeit-Ton extended\u201c-Sendungen die interessantesten Werke des 64. Rostrums, das Mitte Mai in Palermo stattgefunden hat. Das Rostrum ist ein Programm des \u201eInternational Music Council\u201c der UNESCO unter Mitwirkung der European Broadcasting Union (EBU).<\/p>\n<p>23:00 | &#214;1<br \/>\n<strong>\u201eKlangRaum Friedrich-Engels-Platz\u201c von Josef Reiter und Gertrude Moser-Wagner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eErgreifs Endlich\u201c, eine permanent-poetische Kunst am Bau von Gertrude Moser-Wagner, basierend auf dem Anagramm von \u201eFriedrich Engels\u201c ist ein Ausgangspunkt f&#252;r dieses Kunstradio. Das neue Geb&#228;ude steht direkt am Engelsplatz, mit der Hauptfassade hin zur Floridsdorfer Br&#252;cke. Aber was spielt sich hier unten am Platz ab? Welche Klangr&#228;ume, welche Partikel von Sprachen, Geschichte und mehrsprachiger Gegenwart h&#246;rt man? Und wie erzeugt sich dieser fragmentierte Platz, durchkreuzt von der Adalbert Stifter Stra&#223;e in der Raum-Wahrnehmung, beim Gehen, Durchschreiten etwa hin&#252;ber zum Engelshof, dem bekannten Gemeindebau aus dem Roten Wien? Josef Reiter und Gertrude Moser-Wagner erkunden im Fr&#252;hjahr 2017 den Friedrich Engelsplatz, nehmen Soundscapes auf und f&#252;hren Interviews. Aus diesem Material, das, direkt und frisch vorgefunden, vom Ort stammt, wie auch weiteren Anagrammen und Texten entsteht ein multiperspektivisches Klangkunstst&#252;ck. Neue und alte Bewohner\/innen, Durchgangssituationen, sch&#252;ttere Parks und schweigsame Menschen, die an B&#228;nken entlang der Stra&#223;enbahnstationen aufgef&#228;delt sitzen &#8230; Einzig bei der \u201eKurzen Pause\u201c und bei \u201ePollys Eisparadies\u201c ist viel los. Hier enden die Linien 2 und 33, stehen einige Zeit, drehen um und fahren zur&#252;ck in die Stadt.<\/p>\n<p>23:04 bis 00:00 | WDR 3<br \/>\n<strong>WDR 3 Studio Neue Musik &#8211; Feedbacks, L&#246;ffel, Tanzbares<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit Johannes Zink. <strong>Gordon Kampe<\/strong>: Feedbacks, L&#246;ffel, Tanzbares f&#252;r Fl&#246;te, Violoncello und Klavier \/ <strong>Ricardo Eizirik<\/strong>: rewind\/rewrite, break version for cello and piano and 2 performers \/ <strong>Simon Steen-Andersen<\/strong>: rerendered f&#252;r Klavier und 2 Assistenten \/ <strong>Helmut Lachenmann<\/strong>: temA f&#252;r Fl&#246;te, Mezzosopran und Violoncello &#8211; BRuCH Ensemble<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2005.%20bis%2011.%20Juni%202017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F06%2F03%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-05-bis-11-juni-2017%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Der MDR bleibt ein Totalausfall. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Beethovens Rasumowsky-Quartette, Quatuor Diotima, Peter Lackner, Geschwistern Widmann, Hans K&#246;th, Jennifer Walshe, Neue Musik aus Irland, Adriana H&#246;lszky, Neue Vocalsolisten ascolta, Rolf Riehm, Saxophon, Konstantia Gourzi, Programmiersprachen, Sonar Quartett, Helmut Zapf,&#46;&#46;&#46;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Neue%20Musik%20%2F%20Musikfeature%20%2F%20SoundArt%3A%20Die%20Radio-Woche%20vom%2005.%20bis%2011.%20Juni%202017 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2017%2F06%2F03%2Fneue-musik-musikfeature-soundart-die-radio-woche-vom-05-bis-11-juni-2017%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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