{"id":11799,"date":"2015-05-29T16:44:07","date_gmt":"2015-05-29T14:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=11799"},"modified":"2015-07-06T17:40:07","modified_gmt":"2015-07-06T15:40:07","slug":"es-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2015\/05\/29\/es-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4\/","title":{"rendered":"Es, es, es und es \u2013 ist das ein falscher Schluss? (Teil 4)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/bitzan_200_DS3.jpg?ssl=1\" class=\"thickbox no_icon\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"11888\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2015\/05\/29\/es-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4\/bitzan_200_ds-4\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/bitzan_200_DS3.jpg?fit=200%2C255&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"200,255\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"bitzan_200_DS\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Wendelin Bitzan&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/bitzan_200_DS3.jpg?fit=200%2C255&amp;ssl=1\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11888\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/bitzan_200_DS3.jpg?resize=200%2C255&#038;ssl=1\" alt=\"bitzan_200_DS\" width=\"200\" height=\"255\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Transsexualit&#228;t in der Musik: Der vierte und letzte Teil von Wendelin Bitzans Gastartikel&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<h4>Musikbeispiel_innen jenseits der tongeschlechtlichen Norm<\/h4>\n<p>Es ist nun an der Zeit, die bisher gewonnenen Erkenntnisse in der lebendigen Musik zu exemplifizieren. Dabei geht es nicht darum, Werke von weiblichen, m&#228;nnlichen und queeren Komponierenden gegen&#252;ber\u00adzustellen. Wir interessieren uns weder f&#252;r die sexuelle Orientierung der sch&#246;pferisch t&#228;tigen Personen noch f&#252;r etwaige musikimmanente Beweise f&#252;r humane Queerness \u2013 diese Fragestellungen haben bereits gen&#252;gend Aufmerksamkeit durch die Forschung erfahren.<sup class='footnote'><a href='#fn-11799-1' id='fnref-11799-1' onclick='return fdfootnote_show(11799)'>1<\/a><\/sup> Unser Anliegen ist hier vielmehr das den Kl&#228;ngen selbst innewohnende Gender \u2013 und insbesondere die wirklich interessanten F&#228;lle, welche die etablierten Funktionen und Rollenbilder der Kategorie \u203aTongeschlecht\u2039 hinter sich lassen. Keinesfalls d&#252;rfen wir uns dabei von Werktiteln wie <em>Frauenliebe und Leben<\/em> oder <em>M&#228;dchenblumen<\/em> t&#228;uschen lassen. Das sind entz&#252;ckende &#220;berschriften f&#252;r noch bezauberndere Liederzyklen, hinter denen sich aber h&#246;chst banale, f&#252;r unser Forschungsanliegen g&#228;nzlich uninteressante Kl&#228;nge verbergen.<\/p>\n<p>Wohl eine der ersten transsexuellen Kompositionen der Musikgeschichte ist Leonhard Lechners Chorlied <em>Gott bh&#252;te dich<\/em> (1588), an dessen Beginn ein Dur-Dreiklang sofort nach Moll verwandelt wird, um wenig sp&#228;ter wieder zu Dur zu werden. Dies geschieht nicht einfach durch einen chromatischen Halbtonschritt \u2013 nein, der Akkord wechselt seine Lage und gewinnt die transformierte Terz als queerst&#228;ndige neue Oberstimme hinzu. Wenn weise Musikgelehrte diese Passage als eine vermeintliche &#220;bertragung des <em>chiaro-oscuro<\/em>-Konzepts der Renaissancemalerei deuten, verkennen sie, dass es sich lediglich um ein schlichtes Aus\u00adkom\u00adpo\u00adnieren der musikalischen Gender handelt (siehe Abbildung 3): \u00bbGott\u00ab ist maskulin (A-Dur); bei \u00bbdich\u00ab wird die Geliebte, selbstverst&#228;ndlich feminin, adressiert (der Satz wendet sich nach a-Moll); und bei \u00bbmich\u00ab erklingt wieder ein \u203am&#228;nnlicher\u2039 Akkord (E-Dur), der das Geschlecht des lyrischen Ich symbolisiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_11800\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?ssl=1\" class=\"thickbox no_icon\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11800\" data-attachment-id=\"11800\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2015\/05\/29\/es-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4\/musikgender03\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?fit=1234%2C469&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1234,469\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Abbildung 3: Leonhard Lechner, Gott bh\u00fcte dich, Beginn. Aus: Neue lustige teutsche Lieder nach Art der welschen Canzonen\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Abbildung 3: Leonhard Lechner, Gott bh\u00fcte dich, Beginn. Aus: Neue lustige teutsche Lieder nach Art der welschen Canzonen&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?fit=1024%2C389&amp;ssl=1\" class=\"size-large wp-image-11800\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?resize=620%2C236&#038;ssl=1\" alt=\"Abbildung 3: Leonhard Lechner, Gott bh&#252;te dich, Beginn. Aus: Neue lustige teutsche Lieder nach Art der welschen Canzonen\" width=\"620\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?resize=1024%2C389&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?resize=300%2C114&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender03.jpg?w=1234&amp;ssl=1 1234w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11800\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3: Leonhard Lechner, <em>Gott bh&#252;te dich<\/em>, Beginn. Aus: <em>Neue lustige teutsche Lieder nach Art der welschen Canzonen<\/em><\/p><\/div>\n<p>Etwas &#196;hnliches geschieht in Franz Schuberts letztem Streichquartett D 887 (1826). Der Kopfsatz des Werkes beginnt mit einem anschwellenden G-Dur-Dreiklang, der in ein g-Moll-<em>sforzato<\/em> m&#252;ndet; das Ende dieses Satzes sowie der Beginn des Finales pendeln sogar mehrfach zwischen den beiden Tongeschlechtern. Auch ohne dass ein Text das musikalisch-semantische Verst&#228;ndnis in eine bestimmte Richtung lenken w&#252;rde, ist offenkundig: Hier liegt Musik vor, die sich nicht entscheiden mag, was sie sein will \u2013 weil sie sich nicht entscheiden muss (was jedoch nichts damit zu tun hat, dass ihr Sch&#246;pfer seine geschlechtlichen Vorlieben mal auf dieses, mal auf jenes Subjekt zu richten pflegte). Ein weiteres Paradebeispiel musikalischer Geschlechtsumwandlung finden wir in Richard Strauss\u2019 symphonischer Dichtung <em>Also sprach Zarathustra<\/em> op. 30 (1896): In der grellen Blechbl&#228;serfanfare der Einleitung wird aus C-Dur sofort c-Moll, indem sich der Sechzehntel-Auftakt <em>e<\/em> zum wesentlich l&#228;nger erklingenden <em>es<\/em> eintr&#252;bt. Ob das eine Verweiblichung oder Vers&#228;chlichung darstellt, bleibt unklar \u2013 die Transformation wird gleich darauf ohnehin wieder r&#252;ckg&#228;ngig gemacht. In jedem Fall darf bezweifelt werden, ob Strauss\u2019 Kunstgriff im Einklang mit Nietzsches Geschlechterrollenbild steht. Eine &#228;hnliche, aber weniger spektakul&#228;re Umf&#228;rbung eines Dur-Dreiklangs realisiert Gustav Mahler in seiner wenige Jahre sp&#228;ter entstandenen sechsten Symphonie (1903-1904), zuerst im Anschluss an die Hauptthemengruppe des ersten Satzes, sp&#228;ter in weiteren Passagen. Hier wird, wie auch bei Strauss, Schubert und Lechner, eine tongeschlechtliche Ambiguit&#228;t durch die Musik gleichsam <em>trans<\/em>zendiert.<\/p>\n<p>Neben diesen offensichtlich transsexuellen Beispielen existiert auch eine gro&#223;e F&#252;lle an musikalischen Transvestiten und Transgendern: Es steht Dur drauf, ist aber Moll drin \u2013 oder umgekehrt.<sup class='footnote'><a href='#fn-11799-2' id='fnref-11799-2' onclick='return fdfootnote_show(11799)'>2<\/a><\/sup> Einem solchen Gebilde begegnen wir in Beethovens <em>Kreutzer-Sonate<\/em> op. 47 (1802), die nominal in A-Dur steht und in der Literatur stets als Dur-Werk referenziert wird, deren Kopfsatz bis auf seine langsame Einleitung aber in a-Moll komponiert ist. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich mit Mendelssohns <em>Rondo capriccioso<\/em> op. 14 (1828 \/ 1830), dessen nachtr&#228;glich hinzukomponierte E-Dur-Introduktion zwar titelgebend, f&#252;r den in e-Moll stehenden Hauptteil des Werkes aber kaum ma&#223;geblich ist. Dur im Kleid von Moll finden wir etwa bei Richard Wagner in Sentas Ballade aus dem <em>Fliegenen Holl&#228;nder<\/em> (1840) \u2013 ein g-Moll-St&#252;ck, in dessen Hauptthema bis auf den Tonikadreiklang (f&#246;rmlich eine \u203aHenne im Korb\u2039, passend zu der von M&#228;nnern umgebenen Figur der Senta) kein einziger weiterer Mollakkord vorkommt. Gut m&#246;glich, dass es sich hier um ein Moll handelt, welches, durch seine Umgebung beeinflusst, Dur sein m&#246;chte, es aber nicht werden kann \u2013 nicht einmal am Schluss der Arie. Denken wir auch an \u203averkleidete\u2039 Musik, die so klingt, als sei sie immer Dur gewesen, aber als Moll geboren wurde \u2013 so das hymnische Finalthema aus Tschaikowskijs f&#252;nfter Symphonie, das seinen motivischen Ursprung in der d&#252;steren Einleitung des ersten Satzes hat. Um ein Wort Forrest Gumps treffend abzuwandeln: \u00bbMusic is like a box of chocolates, you never know what you\u2019re gonna get.\u00ab<\/p>\n<p>&#220;berdies gibt es auch noch musikalische Intersexualit&#228;t. Im Jazz ist diese seit Langem ein obligatorisches Stilmittel, aber auch bereits aus der Harmonik Ravels und Gershwins nicht wegzudenken \u2013 ich spreche vom gleichzeitigen Erklingen von Dur- und Mollterzen. Ein solches harmonisches Zwittertum tritt bevorzugt in alterierten Dominanten auf, sehr markant etwa zu Beginn der <em>Rhapsody in Blue<\/em> von 1924 (als typische Kollision der Durterz mit dem hoch gelagerten Optionston #9 bzw. b10) und in zahllosen &#228;hnlichen F&#228;llen, ist aber auch in beliebigen anderen harmonischen Kontexten denkbar. Solche tongeschlechtlichen Hybridkl&#228;nge sind nichts weniger als harmonische Hermaphroditen (taufen wir sie doch \u203aHarmophroditen\u2039), deren unvergleichlich queere Klangwirkung selbst hartgesottene Heteros und Cissexuelle nicht kalt lassen kann. F&#252;r die sado-masochistisch Veranlagten unter uns besteht au&#223;erdem die M&#246;glichkeit, der Empfehlung von Hartmut Fladt zu folgen und den harmonischen Hauptfunktionen Tonika und Dominante, ihrer reaktion&#228;ren Cissexualit&#228;t zum Trotz, die queeren Gegenst&#252;cke \u203aDomina\u2039 und \u203aTonikante\u2039 an die Seite zu stellen.<\/p>\n<p>Gro&#223;e Unsicherheit &#252;ber die tongeschlechtliche Ausrichtung macht sich im Kontext der in dieser Hinsicht zerst&#246;rerisch agierenden Kompositionstechnik der Zweiten Wiener Schule bemerkbar. Hier begegnen wir schlie&#223;lich einer Musik, die mit dem bisher entwickelten Begriffsrepertoire nicht mehr zu erfassen ist, sondern die nichts von alledem ist. Blicken wir etwa auf das erste St&#252;ck aus Arnold Sch&#246;nbergs Satiren f&#252;r gemischten Chor op. 28 (1925-1926), lapidar betitelt <em>Am Scheideweg<\/em>: Zu dem Text \u00bbTonal oder atonal\u00ab wird ein fragiler, nichts weniger als maskulin anmutender Dur-Dreiklang konfrontiert mit der grundtonlosen Asexualit&#228;t der folgenden Zw&#246;lftonreihe. Diese klanggewordene Orientierungslosigkeit, die offensiv zur Schau gestellte Bindungsarmut und Unsexyness der Kl&#228;nge ist nur vordergr&#252;ndig, auf der Ebene des Textes, satirisch \u2013 im musikalisch-semantischen Hintergrund ist sie hoffnungslos ehrlich und in ihrer geschlechtsneutralen Tragik kaum zu &#252;berbieten. Wir m&#252;ssen sie ernst nehmen, bildet sie doch das zusammenbrechende Soziotop des dur-moll-tonalen Tonartenkosmos f&#246;rmlich in seinen letzten Atemz&#252;gen ab.<\/p>\n<h4>Schlusswort mit Seitenhieben<\/h4>\n<p>Zu guter Letzt noch ein Disclaimer: Dieser Aufsatz ist ein sarkastischer Kommentar ohne den Anspruch echter Wissenschaft\u00adlichkeit. Die formulierten Positionen und Theorien nehmen eine kritisch beobachtende, h&#228;ufig kopfsch&#252;ttelnde, gelegentlich sogar stirnrunzelnde Perspektive zu den besprochenen Gegenst&#228;nden ein, beanspruchen aber zu keiner Zeit G&#252;ltigkeit oder sogar sachverst&#228;ndige Autorit&#228;t. Sollte ich zuk&#252;nftig das Bed&#252;rfnis versp&#252;ren, mit einem Beitrag zu dieser Thematik ernst genommen zu werden, so werde ich mit einer diesbez&#252;glichen Verlautbarung nicht z&#246;gern; bis dahin m&#246;ge man mir meinen Plaudertonfall und die in beachtlicher Zahl kultivierten Vorurteile und pseudowissenschaftlichen Platit&#252;den nachsehen.<\/p>\n<p>F&#252;r Arbeitsverh&#228;ltnisse an Hochschulen und anderen durch die &#246;ffentliche Hand finanzierten Institutionen ist die Genderproblematik schon seit vielen Jahren ein nicht zu vernachl&#228;ssigender Faktor. In den meisten akademischen Stellenausschreibungen werden weibliche Kandidaten offensiv zur Bewerbung ermutigt (h&#228;ufig unter dem augenwischenden Vorbehalt der \u00bbbevorzugten Ber&#252;cksichtigung bei gleicher Eignung\u00ab). Politik und Hochschulleitungen lassen sich immer neue Mittel einfallen, um den Frauenanteil im Forschungs- und Lehrpersonal zu erh&#246;hen; geschlechts- und leistungsgerecht geht es dabei schon lange nicht mehr zu.<sup class='footnote'><a href='#fn-11799-3' id='fnref-11799-3' onclick='return fdfootnote_show(11799)'>3<\/a><\/sup> Als aufmerksame_r Beobachter_in gewinnt man den Eindruck, dass in vielen Bereichen die Einstellungschancen f&#252;r schwerbehinderte, nicht-cissexuelle Frauen mit Migrationshintergrund am besten sind. Und dass eine Stelle f&#252;r <em>gender studies<\/em> gar mit einem Mann besetzt werden k&#246;nnte, ist nahezu undenkbar. Es besteht folglich nur eine marginale Gefahr, dass durch die Publikation dieses Textes meine eigene Karriere negativ beeinflusst werden k&#246;nnte \u2013 ich besitze bislang weder eine Position noch eine Reputation, um deren Verlust ich mich sorgen m&#252;sste. Insofern habe ich nichts zu verlieren.<\/p>\n<p>Zum Entstehungshintergrund des Textes mag ich mich an dieser Stelle nicht ausf&#252;hrlich &#228;u&#223;ern. Meine Vorbehalte gegen&#252;ber der genderbezogenen Musikforschung gr&#252;nden sich auf Verdachte, die sicherlich zu einem gewissen Teil klischeebehaftet oder aus mangelnder Vertrautheit mit dem Gegenstand erwachsen sind, aber eines wahren Kerns wohl nicht g&#228;nzlich entbehren.<sup class='footnote'><a href='#fn-11799-4' id='fnref-11799-4' onclick='return fdfootnote_show(11799)'>4<\/a><\/sup> Mag sein, dass ich mit diesem Pamphlet &#252;berreagiere; m&#246;glicherweise wird man mich der Ignoranz oder gar des Chauvinismus bezichtigen. Ich gestehe der Genderforschung gern zu, das Resultat historischer Entwicklungen zu sein; insofern ist sie legitim und an der Reihe \u2013 aber mit hoher Wahrscheinlichkeit flaut dieser Hype auch wieder ab und wird, wer wei&#223;, wom&#246;glich sogar im R&#252;ckblick als Exotismus erachtet werden. Wenn man mich fragt, ist es gut m&#246;glich, dass ich in zwanzig Jahren ein Epitaph auf den wissenschaftlichen Sonderweg des sp&#228;ten 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts schreibe, der sich selbst als <em>gender studies<\/em> bezeichnet hat. Es w&#228;re mir ein Vergn&#252;gen.<\/p>\n<p>Schlie&#223;en m&#246;chte ich nun mit einem Fund aus dem Internet, dessen linguistisches Irritationspotential zwar einer automatischen &#220;bersetzung geschuldet ist, der mich aber dennoch immer wieder aufs Neue begeistert. Der Text von Benjamin Brittens <em>Chanson fran\u00e7aise<\/em> mit dem Incipit \u00bbEho! Eho! Les agneaux vont aux plaines\u00ab (1946) wird von der halblegalen russischen Notensuchmaschine <em>ScorSer<\/em> &#252;bertragen als \u00bbGay, gay\u00ab (aus dem russischen \u00bbGej, gej\u00ab, das in der zitierten Werkausgabe als Entsprechung zu der Interjektion <em>eho<\/em> firmiert; siehe Abbildung 4). Ist diese pikante Merkw&#252;rdigkeit nur eine Koinzidenz? Wohl kaum, wenn man sich vor Augen h&#228;lt, dass Britten wenig sp&#228;ter eine Neufassung der <em>Beggar\u2019s Opera<\/em> von John Gay anfertigen sollte (erstmals aufgef&#252;hrt 1948). Die Irrwege der Translation gewinnen hier unwillk&#252;rlich eine queere, fast prophetische Aussagequalit&#228;t, die uns zu denken geben sollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_11801\" style=\"width: 541px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender04.jpg?ssl=1\" class=\"thickbox no_icon\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11801\" data-attachment-id=\"11801\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2015\/05\/29\/es-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4\/musikgender04\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender04.jpg?fit=531%2C126&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"531,126\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Abbildung 4: Screenshot aus www.scorser.com (erster Treffer nach Eingabe der Suchphrase \u00bbBritten Lieder\u00ab)\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Abbildung 4: Screenshot aus www.scorser.com (erster Treffer nach Eingabe der Suchphrase \u00bbBritten Lieder\u00ab)&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Abbildung 4: Screenshot aus www.scorser.com (erster Treffer nach Eingabe der Suchphrase \u00bbBritten Lieder\u00ab)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender04.jpg?fit=531%2C126&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-11801\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender04.jpg?resize=531%2C126&#038;ssl=1\" alt=\"Abbildung 4: Screenshot aus www.scorser.com (erster Treffer nach Eingabe der Suchphrase \u00bbBritten Lieder\u00ab)\" width=\"531\" height=\"126\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender04.jpg?w=531&amp;ssl=1 531w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2015\/05\/musikgender04.jpg?resize=300%2C71&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11801\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Screenshot aus www.scorser.com (erster Treffer nach Eingabe der Suchphrase \u00bbBritten Lieder\u00ab)<\/p><\/div>\n<p><strong>Literaturhinweise<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Barkin, Elaine \/ Hamessley, Lydia (1999): <em>Audible Traces. Gender, Identity, and Music<\/em>, Z&#252;rich und Los Angeles: Carciofoli.<\/li>\n<li>Citron, Marcia J. (1993): <em>Gender and the Musical Canon<\/em>, Champaign \/ IL: University of Illinois Press.<\/li>\n<li>Grotjahn, Rebecca \/ Vogt, Sabine (hg., 2010): <em>Musik und Gender. Grundlagen \u2013 Methoden \u2013 Perspektiven <\/em>(= Kompendien Musik Bd. 5), Laaber: Laaber.<\/li>\n<li>Knaus, Kordula (2002): \u00bbEinige &#220;berlegungen zur Geschlechterforschung in der Musikwissenschaft\u00ab, in: <em>Archiv f&#252;r Musikwissenschaft<\/em>, Jg. 59, Nr. 4, S. 319-329.<\/li>\n<li>Kreutziger-Herr, Annette \/ Losleben, Katrin (hg., 2009): <em>History \/ Herstory. Alternative Musikgeschichten<\/em>, Wien: B&#246;hlau.<\/li>\n<li>Kreutziger-Herr, Annette \/ Unseld, Melanie (hg., 2010): <em>Lexikon Musik und Gender<\/em>, Stuttgart: Metzler.<\/li>\n<li>Kreutziger-Herr, Annette \/ Noeske, Nina \/ Rode-Breymann, Susanne \/ Unseld, Melanie (hg., 2010): <em>Gender Studies in der Musikwissenschaft: Quo Vadis?<\/em>, Festschrift f&#252;r Eva Rieger zum 70. Geburtstag (= Jahrbuch Musik &amp; Gender Bd. 3), Hildesheim: Olms.<\/li>\n<li>Maus, Fred E. (2011): \u00bbMusic, Gender, and Sexuality\u00ab, in: Clayton \/ Herbert \/ Middleton (hg.): <em>The Cultural Study of Music: A Critical Introduction<\/em>, Routledge: Taylor &amp; Francis, S. 317-329.<\/li>\n<li>McClary, Susan (1991): <em>Feminine Endings. Music, Gender &amp; Sexuality<\/em>, Minneapolis <sup>2<\/sup>2002: University of Minnesota Press.<\/li>\n<li>McClary, Susan (2006): \u00bbThe World According to Taruskin\u00ab, in: <em>Music &amp; Letters<\/em>, Jg. 87, Nr. 3, S. 408-415.<\/li>\n<li>Rieger, Eva (1981): <em>Frau, Musik und M&#228;nnerherrschaft. Zum Ausschluss der Frau aus der deutschen Musikp&#228;dagogik, Musikwissenschaft und Musikaus&#252;bung<\/em>, Kassel <sup>2<\/sup>1988: Furore.<\/li>\n<li>Rieger, Eva (1995): \u00bb\u203aGender Studies\u2039 und Musikwissenschaft \u2013 ein Forschungsbericht\u00ab,<br \/>\nin: <em>Die Musikforschung<\/em>, Jg. 48, Nr. 3, S. 235-250.<\/li>\n<li>Solie, Ruth A. (hg., 1993): <em>Musicology and Difference. Gender and Sexuality in Music Scholarship<\/em>, Berkeley und Los Angeles <sup>2<\/sup>1995: University of California Press.<\/li>\n<li>Taruskin, Richard (2009): \u00bbMaterial Gains: Assessing Susan McClary\u00ab, in: <em>Music &amp; Letters<\/em>, Jg. 90, Nr. 3, S. 453-467.<\/li>\n<li>Warnke, Krista \/ Lievenbr&#252;ck, Berthild (hg., 2004), <em>Gender Studies. Dokumentation einer Ann&#228;herung<\/em>, (= <em>Musik und \u2026<\/em>, Neue Folge, Bd. 5), Berlin: Weidler.<\/li>\n<\/ul>\n<h6>Anmerkungen<\/h6>\n<div class='footnotes' id='footnotes-11799'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-11799-1'> Dabei kann es nicht absurd genug zugehen: Susan McClary, die <em>grande dame<\/em> der <em>New Musicology<\/em>, scheut sich nicht, eine altert&#252;mliche Analogiebildung aus der Harmonielehre (nach der Quintprogressionen angeblich M&#228;nnlichkeit und Heterosexualit&#228;t implizieren, eine sich in Terzschritten bewegende Harmonik hingegen auf eine feminine oder transgeschlechtliche Neigung der komponierenden Person hindeutet) aufzugreifen und f&#252;r ihre eigenen Analysen von Schuberts und Tschaikowskijs Musik zu nutzen. Siehe Susan McClary, <em>Feminine Endings. Music, Gender &amp; Sexuality<\/em>, Minneapolis 2002, S. 77, sowie die Dekonstruktion ihrer Ans&#228;tze bei Richard Taruskin, \u00bbMaterial Gains: Assessing Susan McClary\u00ab, in: <em>Music &amp; Letters<\/em> 90 (2009), S. 463f., und bei Kordula Knaus, \u00bbEinige &#220;berlegungen zur Geschlechterforschung in der Musikwissenschaft\u00ab, in: <em>Archiv f&#252;r Musikwissenschaft<\/em> 59 (2002), S. 325ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-11799-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-11799-2'> Damit ist nicht die Tendenz vieler Kunstmusik gemeint, sich auch in Moll-Werken beschlie&#223;end nach Dur zu wenden. Gleichwohl ist auch diese interessant: Bereits im 16. Jahrhundert scheinen sich Werkschl&#252;sse bevorzugt der sogenannten \u203apicardischen Terz\u2039 zu bedienen, und im 18. und 19. Jahrhundert gehen dann zahllose Symphonie-Finals&#228;tze den gleichen Weg zum Dur-Schlussklang. Exemplarisch betrachte man Chopins <em>Polonaise-Fantaisie<\/em> op. 61, die sich, gem&#228;&#223; dem Prinzip <em>per aspera ad As-Dur<\/em>, vom anf&#228;nglichen as-Moll schlie&#223;lich zur Varianttonart wendet. Am Ende kommt es, wenn der Komponist sein sprichw&#246;rtliches <em>as<\/em> aus dem &#196;rmel sch&#252;ttelt, eben gern besonders \u203ahart\u2039. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-11799-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-11799-3'> Die gr&#246;&#223;te Farce unter den vermeintlichen Gleichstellungsinstrumenten ist das im Jahr 2007 ins Leben gerufene Professorinnenprogramm des Bundes. Anstatt versch&#228;mt &#252;ber Quoten zu diskutieren, macht man hier gleich N&#228;gel mit K&#246;pfen: F&#252;r Hochschulen, die sich erfolgreich um eine Teilnahme am Programm beworben haben, wird ein Anreiz geschaffen, Professuren mit Frauen zu besetzen \u2013 nur dann flie&#223;en die F&#246;rdergelder. Diskriminierend? Aber woher denn. Nat&#252;rlich kann eine Berufungskommission auch einen m&#228;nnlichen Bewerber einstellen wollen; dann kann die Stelle aber leider nicht besetzt werden. Zu Einstellungsm&#246;glichkeiten f&#252;r m&#228;nnliche Transgender, Butches oder bisexuelle Intersexuelle schweigen sich die Regularien des Professorinnenprogramms &#252;brigens aus. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-11799-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-11799-4'> Der erste Verdacht ist: Genderforschung wird h&#228;ufig von Personen betrieben, die selbst zu einer Minderheitengruppe im Sinne eines Merkmals von <em>gender<\/em> oder <em>diversity<\/em> z&#228;hlen, und denen deshalb tendenziell die kritische Distanz zwischen forschendem Individuum und Forschungsgegenstand fehlt. Der zweite Verdacht: Gender-Themen wirken h&#228;ufig trivial oder selbstreferentiell oder behandeln Gebiete, deren Erforschung aus anderen wissenschaftlichen Perspektiven uninteressant oder gar gegenstandslos w&#228;re; mitunter wird durch die Wahl eines genderbezogenen Ansatzes sogar die inhaltliche Armut des Forschungsergebnisses kaschiert. Das sind keine unerheblichen Vorw&#252;rfe \u2013 w&#228;re ich nicht als Autor und Forschungsperson so bedeutungslos, wer wei&#223;, was sie f&#252;r Folgen h&#228;tten. Mindestens w&#228;re mir ein veritabler Shitstorm gewiss. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-11799-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Es%2C%20es%2C%20es%20und%20es%20%E2%80%93%20ist%20das%20ein%20falscher%20Schluss%3F%20%28Teil%204%29 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2015%2F05%2F29%2Fes-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Es%2C%20es%2C%20es%20und%20es%20%E2%80%93%20ist%20das%20ein%20falscher%20Schluss%3F%20%28Teil%204%29 https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2015%2F05%2F29%2Fes-es-es-und-es-ist-das-ein-falscher-schluss-teil-4%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Musikbeispiel_innen jenseits der tongeschlechtlichen Norm Es ist nun an der Zeit, die bisher gewonnenen Erkenntnisse in der lebendigen Musik zu exemplifizieren. Dabei geht es nicht darum, Werke von weiblichen, m&#228;nnlichen und queeren Komponierenden gegen&#252;ber\u00adzustellen. 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