{"id":10012,"date":"2014-02-15T12:26:26","date_gmt":"2014-02-15T11:26:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/?p=10012"},"modified":"2014-02-15T12:26:26","modified_gmt":"2014-02-15T11:26:26","slug":"zur-zukunft-von-horfunk-und-fernsehen-gastartikel-von-enjott-schneider","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2014\/02\/15\/zur-zukunft-von-horfunk-und-fernsehen-gastartikel-von-enjott-schneider\/","title":{"rendered":"&#8222;Zur Zukunft von H&#246;rfunk und Fernsehen&#8220;, Gastartikel von Enjott Schneider"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.enjott.com\/person\/enjott-schneider\/\">Enjott Schneider<\/a> muss man hier sicherlich niemandem vorstellen &#8211; durch seine unerm&#252;dliche Arbeit als erfolgreicher Komponist von E- wie auch Filmmusik, in der GEMA wie auch im Deutschen Komponistenverband ist er sicherlich einer der fleissigsten und leidenschaftlichsten Vertreter der Sache der Autoren in unserem Lande&#8230;und einer der nettesten Kollegen.<br \/>\nGerade erhielt ich von ihm diesen sehr ausf&#252;hrlichen und detallierten Artikel &#252;ber die Zukunft der &#246;ffentlich-rechtlichen Medien (und der Medien generell), den ich euch nicht vorenthalten will, vor allem da Enjott hier einiges an hervorragend recherchiertem Insiderwissen auffahren kann. Der Artikel ist keineswegs tendenzi&#246;s gemeint &#8211; Enjott versucht hier nichts weitere als eine realistische Darstellung der momentanen Aussichten f&#252;r uns Urheber, die nicht als Jammern sonder als Aufruf zum aktiven Mitgestalten verstanden werden will. Die Ver&#246;ffentlichung hier erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autoren:<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_10013\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2014\/02\/enjott.jpg?ssl=1\" class=\"thickbox no_icon\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10013\" data-attachment-id=\"10013\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2014\/02\/15\/zur-zukunft-von-horfunk-und-fernsehen-gastartikel-von-enjott-schneider\/enjott\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2014\/02\/enjott.jpg?fit=512%2C384&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"512,384\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"enjott\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Enjott Schneider (Bild von www..enjott.com)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2014\/02\/enjott.jpg?fit=512%2C384&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-10013\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2014\/02\/enjott.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2014\/02\/enjott.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nmz.de\/badblog\/files\/2014\/02\/enjott.jpg?w=512&amp;ssl=1 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10013\" class=\"wp-caption-text\">Enjott Schneider (Bild von www..enjott.com)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-size: 14.0pt\">Enjott Schneider: ZUR ZUKUNFT VON H&#214;RFUNK UND FERNSEHEN<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nachdem im Kosmos medialer Musik<span>\u00a0 <\/span>der physische Tontr&#228;ger (LP, MC, CD, DVD) zur wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit geschrumpft ist, verblieben f&#252;r viele Komponisten nur noch H&#246;rfunk und Fernsehen als Garanten<span>\u00a0 <\/span>wesentlicher GEMA-Einnahmen. Doch auch hier drohen massive R&#252;ckg&#228;nge von Tantiemenfl&#252;ssen, weil \u2013 von Vielen noch unbemerkt \u2013 durch die fortschreitende Digitalisierung des Medienmarktes ein bedenklicher Strukturwandel sich abzeichnet: vor allem die j&#252;ngere Generation 2.0 wendet sich erkennbar vom klassischen Radio als Musiklieferant und dem Fernseher als Lieferant von Filmen, Serien und Videos ab. Das Internet erlaubt hyperindividualisierten Medienkonsum, der nicht mehr von vorgegebenen Sendezeiten diktiert wird. Die kommenden Jahre werden Schauplatz eines harten Kampfes von Internet und Rundfunkanstalten sein, aus dem letztere als Verlierer hervorgehen werden. Das Internet ist jedoch mit einem \u201ePreisverfall\u201c f&#252;r Medieninhalte verbunden: Illegalit&#228;t, Piraterie, Flatrate, Billigabonnements: wer f&#252;r 4,99 \u20ac 12.000 Songs oder f&#252;r 9,99 \u20ac 25.000 Songs zur H&#246;rverf&#252;gung hat, dem ist jegliche urhebergerechte Vorstellung vom \u201eWert der Musik\u201c abhanden gekommen. Klare Konsequenz: Aus allem resultiert ein R&#252;ckgang des konventionellen Rundfunkkonsums gekoppelt mit mangelnder Bereitschaft zur Zahlung hoher Rundfunkgeb&#252;hren (Haushaltsabgabe). Damit werden langfristig auch die R&#252;ckfl&#252;sse aus dem Rundfunkbereich an uns Urheber zur&#252;ckgehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>\u00a0\u00a0 <\/span>\u201eStreamen statt Sammeln\u201c ist der Trend, der seit Sommer 2013 sich weltweit erkennbar in Zahlen niederschlug. Das amerikanische Medienmagazin <em>Billboard<\/em> meldete z.B., dass erstmals in den vergangenen zehn Jahren die Internet-Downloads sinken und sich auf 5,7% weniger als im Vorjahr reduzierten. <span>\u00a0<\/span>Der von Schweden aus gegr&#252;ndete Streamingdienst <em>Spotify<\/em> hat weltweit nach Aussage des Gesch&#228;ftsf&#252;hrers Stefan Zilch (Spotify Deutschland) 24 Millionen Kunden<em>: Sechs Millionen davon sind zahlende Abonnenten. Nach I-Tunes mit &#252;ber 500 Millionen zahlenden Nutzern sind wir bereits heute die zweitwichtigste Einnahmequelle f&#252;r Musiker&#8230;. Der deutsche Nutzer h&#246;rt t&#228;glich rund zwei Stunden. Das sind im Schnitt zwei Alben, die pro Tag geh&#246;rt werden. Fr&#252;her hat derselbe Nutzer ungef&#228;hr sechs Alben im Jahr gekauft<\/em> (<em>Berliner Tagesspiegel<\/em> vom 27.7.2013). Die Fachzeitschrift <em>Horizont<\/em> vom 26.11.2013 meldet in ihrer &#220;berschrift <em>Streaming-Plattformen werden als Alternative zu CD und Download immer beliebter \u2013 eine Gefahr auch f&#252;r das Radio<\/em>. Die <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 5.10.2013 meldet unter der Schlagzeile <em>Nach einem beispiellosen Niedergang erholt sich der deutsche Musikmarkt langsam wieder. Der neue Hoffnungstr&#228;ger der Branche hei&#223;t Streaming<\/em> und zitiert Dr. Florian Dr&#252;cke, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Bundesverbandes der Musikindustrie BVMI: <em>Das Musikstreaming z&#228;hlt zu den spannendsten M&#228;rkten der Zukunft<\/em>. Der Weltverband der Phonoindustrie IFPI<span>\u00a0 <\/span>berichtet von 754 Millionen Dollar, die durch das Zauberph&#228;nomen Streaming<span>\u00a0 <\/span>2013 erwirtschaftet wurden, &#8211; 2018 sollen es 46 Milliarden sein. Nachdem 2012 die GEMA ein Tarifpaket f&#252;r die diversen Streaming-Varianten ver&#246;ffentlicht hat, haben sich Streamingplattformen auch hierzulande rasant etabliert, &#8211; inzwischen &#252;ber 20. Diese machen zwar mit ihrem Umsatz von ca. 30 Millionen erst einen Marktanteil von knapp 5% aus, was jedoch einen Umsatzanstieg von 100% zum Vorjahr darstellt, &#8211; Tendenz steigend, j&#228;hrliche Wachstumsraten von 45% sind von der US-Firma ABI Research<span>\u00a0 <\/span>prognostiziert und 191 Millionen zahlende Abonnenten f&#252;r 2018 errechnet. In Schweden, wo 2008 <em>Spotify<\/em> seinen Ausgang nahm, kamen <em>im ersten Halbjahr 2013 bereits drei Viertel aller Erl&#246;se des gesamten Musikmarktes aus dem digitalen Gesch&#228;ft, davon 94% &#252;ber Streamingportale<\/em>. (<em>Berliner Zeitung<\/em> vom 5.10.2013). Selbst der <em>Spiegel<\/em> 3\/2014 griff unter der &#220;berschrift <em>Das Internet revolutioniert das Fernsehen. Sogar die konservativen Deutschen entdecken die neue Technik<\/em> diese Thematik mit Akzent auf Fernsehen\/Video auf: <em>Es ist eine schleichende Revolution. Noch macht der digitale Verleih und Verkauf nur etwa zehn Prozent des gesamten Videogesch&#228;fts aus. Aber die Wachstumsraten sind enorm. <!--more-->Bis 2017 soll der Umsatz laut einer Studio der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers PwC von zuletzt 175 Millionen Euro auf 511 Millionen Euro steigen. Der Durchbruch k&#246;nnte schon in diesem jahr kommen, glaubt Klaus Goldhammer, Chef der Berliner Medienberatung Goldmedia<\/em>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Diese Zahlen sollen motivierend genug sein, sich das Ph&#228;nomen \u201eStreaming\u201c einmal gr&#252;ndlich zu vergegenw&#228;rtigen. Denn Eines ist klar: Wenn Musik und Filme jederzeit zu verheerend \u201ebilligen\u201c Konditionen zur Verf&#252;gung stehen, dann werden das klassische Radio und Fernsehen massiv ins Abseits gestellt sein, &#8211; wenn sie sich nicht (Rettungsanker!!!) auf ihre urspr&#252;nglichen Qualit&#228;ten der Kulturvermittlung, der redaktionell-qualitativen Aufbereitung von Inhalten und des Erhalts kultureller Vielfalt (gegen den Sog des mainstreams) r&#252;ckbesinnen. \u2013 Im Bereich der Chart-Ermittlung werden bei uns die Zahlen von Streams erst peripher mitgedacht. In den USA werden bei der Ermittlung der \u201eHot 100\u201c der Single-Charts seit M&#228;rz 2012 die Streams einbezogen. Gleiches gilt f&#252;r Schweden. Der <em>Musikmarkt <\/em>vom 7.11.2013 meldet dies nun auch f&#252;r Norwegen, wo die bei <em>WiMP<\/em> und <em>Spotify<\/em> verzeichneten Streams in die Single- und Album-Charts einbezogen werden. Direktor Marte Thorsby der norwegischen IFPI: <em>Wir haben sehr lange an einem allumfassenden Chart-Modell gearbeitet&#8230; Von den Einnahmen im<span>\u00a0 <\/span>Recorded-Music-Gesch&#228;ft macht Streaming in Norwegen bereits ungef&#228;hr 70% aus.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Im Folgenden m&#246;chte ich \u2013 versuchsweise nach Radio- und Fernsehen getrennt \u2013 einige Details zu Streaming zusammenstellen. Zunehmend sind auf Portalen audio und video gemischt. Typisch ist hier der 2005 gegr&#252;ndete digitale Veteran <em>youTube<\/em>, der offiziell ein Videoportal der Google Inc. mit Sitz im kalifornischen San Bruno ist, auf dem Nutzer kostenlos Videoclips ansehen, bewerten und hochladen k&#246;nnen. Inoffiziell ist <em>youTube<\/em> jedoch auch ein gigantischer Distributor von Musik (oft als audio pur zu schwarzem oder stehendem Bild): das Spektrum reicht von Rock, Pop und Worldmusic bis zu klassischer Musik, wo nicht nur Konzertaufzeichnungen, sondern &#8211; sehr popul&#228;r -auch Probenmitschnitte und Blicke hinter die Kulissen geliefert werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Die Bezahlmodelle der Streamingportale sind unterschiedlich: <em>youTube<\/em> bietet z.B. seinen Dienst vorwiegend unentgeltlich an und kann sich dies durch Werbeeinnahmen und enge Kooperation mit der Werbebranche leisten.<span>\u00a0 <\/span>Andere Dienste sind zun&#228;chst ebenfalls kostenlos, bieten aber (im Leistungssegment gestaffelt) danach werbefreiere Abonnements an, wo sich momentan ein typisches Preis-Leistungsverh&#228;ltnis ausgebildet hat: f&#252;r knapp 10 Euro hat man dann Zugriff auf etwa 20 Millionen Musiktitel. Die unentgeltliche Einf&#252;hrungsphase bzw. das kostenfreie werbefinanzierte Streaming sind f&#252;r die Portale von essentieller Bedeutung, &#8211; im Kampf um \u201eReichweiten\u201c mu&#223; der Markenname eingef&#252;hrt werden. Schon jetzt machen Platzhirsche wie Apple, YouTube, Spotify, Deezer, GooglePlay, Simfy, Vevo, Netflix und WiMP den neuen und kleineren Anbietern das &#220;berleben schwer. Die Verwertungsgesellschaft GEMA hat mit den meisten Streamingportalen inzwischen Vertr&#228;ge abgeschlossen, auf deren Grundlage die offiziellen (d.h. ver&#246;ffentlichten und festgelegten) Streamingtarife bereitwillig bezahlt werden. Bekannt ist der Dissens der GEMA mit <em>youTube<\/em>, wo nach der Einf&#252;hrungsphase mit dem f&#252;r alle gleicherma&#223;en geltenden Einf&#252;hrungstarif dann keine weitere Einigung mehr zustande kam. Wichtigster Grund daf&#252;r ist die Forderung der GEMA, dass von <em>youTube<\/em> Nutzungsmeldungen (Clickmeldungen usw.) vorgelegt werden, damit eingegangenes Geld auch gerecht an die genutzten Autoren weitergegeben werden kann und nicht in einem anonymen Topf als \u201eunverteilbare Einnahmen\u201c verschwindet: dies w&#252;rde letztendlich nur als prozentualer Zuschlag bei den GEMA-Autoren ankommen, wobei dann ungerechterweise die kommerziell erfolgreichsten Autoren den h&#246;chsten Zuschlag bek&#228;men, &#8211; nicht aber die (eventuell noch ganz unbekannten Autoren), die auf <em>youTube<\/em> hohe Clickzahlen generieren. \u2013 Im Folgenden werden einige der bekanntesten Dienste vorgestellt, &#8211; ohne Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>KONKURRENZ ZUM KLASSISCHEN RADIO<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Apple I-Tunes Radio<\/strong>. Der I-Tune Store startete schon vor zehn Jahren mit Musik-Downloads (gefolgt von Konkurrenten wie GooglePlay oder Amazon MP3), bietet inzwischen aber auch Streaming an und hatte 2013 500 Millionen zahlende Kunden. I-Tunes Match bietet f&#252;r 24,99 \u20ac 25.000 Songs; in den USA gibt es seit vergangenem Jahr I-Tunes Radio, das auch nach Europa expandieren soll.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Spotify<\/strong> hatte 2008 in Schweden sein startup mit Musik aus gro&#223;en Plattenlabels wie Sony, Emi, Warner Music Group. Universal. 2011 hatte Spotify 15 Millionen Nutzer, davon ca. 28% zahlender Abonnenten und erwirtschaftete 186 Millionen \u20ac (bei 40 Millionen Verlust). Daher gaben 2012 Investoren 100 Millionen US-Dollar: u.a. das<span>\u00a0 <\/span>Banking-Unternehmen Goldmann Sachs (50%), Fidelity Investments (15%), Coca Cola Company (10%). Die Musikst&#252;cke k&#246;nnen nach Titeln, Alben, Interpreten, Genres, Label u.a. gesucht werden. Nutzer mit Premium-Abo k&#246;nnen auch eine Klangqualit&#228;t von 320kb\/s statt 160 kb\/s w&#228;hlen. Von dem Internetradio <em>Last.fm<\/em> kann Musik von <em>Spotify <\/em>\u201egescrobbelt\u201c werden, wenn ein Lastfm-Account eingetragen ist. Ab 2011 mussten Neukunden einen facebook-account vorweisen, was als Beschr&#228;nkung f&#252;r Deutschlandkunden im Juni 2012 wieder aufgehoben wurde; eine e-mail Adresse gen&#252;gt seitdem. \u2013 Typisch ist die Unterscheidung in das werbefinanzierte und daher kostenlose Freemium-Modell und in das Abo-pflichtige Premium-Angebot mit erweiterten Funkionen. Wie Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stefan Zilch best&#228;tigt (<em>Horizont<\/em> 48\/2013) <em>ist ein profitables Gesch&#228;ft zun&#228;chst nicht das strategische Ziel, erst einmal geht es um internationale Expansion und Reichweite<\/em>.<span>\u00a0 <\/span><span>\u00a0<\/span><span>\u00a0<\/span>\u2013 Die N&#228;he zum klassischen Radio zeigt sich bei spotify auch darin, dass die Audio-Werbung vom Radiovermarkter RMS verkauft wird (nach <em>Horizont<\/em> 42\/2013). Frank Nolte, der Leiter Digitale Medien bei RMS, sieht diese N&#228;he sensibel: <em>Unsere UKW-Partner beobachten die Entwicklung neuer Angebote am Markt stets mit sehr gro&#223;em Interesse<\/em>. Er versucht den \u201eRadio-Charakter\u201c von <em>Spotify<\/em> klein zu halten: <em>Spotify ist kein Radio, sondern entspricht vielmehr einer privaten Musiksammlung<\/em>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Pandora<\/strong> wurde 2000 in USA gegr&#252;ndet (vornehmlich dort, in New Zealand und Australien genutzt) und stellte bereits 2009 &#252;ber 500.000 Titel parat, die nach Attributen klassifiziert waren und dann in einer Art Internet-Radio abgespielt werden. Der Nutzer gibt zun&#228;chst Musikst&#252;cke an, aufgrund deren Charakteristik er dann &#196;hnliches zugespielt bekommt, &#8211; R&#252;ckspulen ist nicht m&#246;glich, die Taste \u201eLied &#252;berspringen!\u201c kann pro Stunde nur sechs Mal aktiviert werden. \u2013 Interessant bei <em>Pandora<\/em> ist der im Internet eigenver&#246;ffentlichte Gesch&#228;ftsbericht, aus dem hervorgeht, dass 55,9% des Umsatzes an die Major-Labels (Masterrechtsinhaber) ausgesch&#252;ttet werden, aber nur 4,3% an die Verwertungsgesellschaften, sprich: an die Urheber. Das zeigt deutlich die unverkennbare Tendenz da&#223; bei Streamingportalen der Urheber ganz hintenansteht: nur f&#252;r prominente Interpreten und Bands ist es leichter (z.B. auch bei direkten Vertr&#228;gen mit <em>youTube<\/em>), an Werbeeinnahmen unmittelbar beteiligt zu werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Simfy AG<\/strong> ist ein 2007 in K&#246;ln\/Berlin gegr&#252;ndetes deutsches Portal (aber auch in Schweiz, &#214;sterreich, Belgien u.a.), das schon l&#228;ngere Zeit einen tarifgem&#228;&#223;en Lizenvertrag mit der GEMA abgeschlossen hat.<span>\u00a0 <\/span>Momentan werden 25 Millionen Musikst&#252;cke bereitgehalten, die via website, Handy oder Desktop-Player abgerufen werden k&#246;nnen. Auch hier gibt es die Unterscheidung in das werbefinanzierte \u201eFree\u201c-Modell (mit Reduktion von 20 Nutzungstunden pro Monat auf f&#252;nf Stunden, Werbeeinblendungen, 30sek&#252;ndigen Zwangspausen) und einem Premium-Abo f&#252;r l&#228;cherliche \u201eab 4,99 \u20ac pro Monat f&#252;r &#252;ber 25 Millionen Songs\u201c , womit sich Musik ohne Einschr&#228;nkung und ohne Werbung h&#246;ren l&#228;&#223;t. Seit 2010 gibt es \u2013 was wiederum die N&#228;he zu Radio andeuten mag &#8211; eine enge Kooperation mit dem Internetradio <em>Last.fm<\/em>, wo genutzte Titel gespeichert werden. Radio&#228;hnlich sind auch kuratierte Playlists zu Saisonthemen wie \u201eWeihnachten\u201c oder \u201eMusikfestivals\u201c. Mit diversen VZ-Netzwerken kooperierend gibt es f&#252;r Sch&#252;ler und Studenten g&#252;nstigere Tarife. \u2013 Interessant ist der Sachverhalt, dass es wie bei Spotify im kostenpflichtigen Abo-Paket es eine offline-Version gibt: Musik kann ohne dauerhafte Internetverbindung (also mit einem Zwischen-Speichern\/Laden) genutzt werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Deezer<\/strong> ist ein seit 2007 von Frankreich ausgehender Streamingdienst, heute in Englisch, Franz&#246;sisch, Deutsch und 17 weiteren Sprachen. In 182 L&#228;ndern verf&#252;gbar, mit einer Bitrate bis zu 320 KB\/s, enth&#228;lt er &#252;ber 30 Millionen Musiktitel, die &#252;ber die SACEM in Frankreich lizensiert sind. Seit 2011 ist das Angebot auch in Deutschland verf&#252;gbar. Den 26 Millionen Nutzern (davon mindestens 5 Millionen zahlende Abonnenten) ist das Repertoire der Major-Labels aber auch vieler Indie-Labels zug&#228;nglich. \u2013 Gro&#223;e Radion&#228;he wird durch das \u201eSmart Radio\u201c erzeugt, wo 45 Webradios integriert sind; seit 2008 auch <em>youTube<\/em>-Videos (der Benutzer kann sich die Clips direkt ansehen). Die H&#246;he der Einnahmen ist vom Land und vom Nutzungstyp (\u201eFree\u201c oder \u201eAbo\u201c) abh&#228;ngig: 2012 waren es in Frankreich z.B. pro Song 0,5 Cent oder 3,5 Cent.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Ampya<\/strong> (ausgesprochen wie engl. \u201eEmpire\u201c) wird seit 2013 von Magic Internet Music GmbH betrieben, welches zur <em>ProSiebenSat 1 Media<\/em> AG geh&#246;rt. Ein Streamingdienst, der auf werbefinanziertem Freemium beruht und neben redaktionellen Inhalten (z.B. Nachrichten aus der Musikbranche \u2013 was ein sehr rundfunk&#228;hnlicher Typus ist) 200.000 Songs sowie 57.000 Musikvideos bereith&#228;lt, &#8211; auch hier wieder die Gleichzeitigkeit von audio und video. <em>Ampya<\/em> hat 200.000 aktive Nutzer und steigerte seine \u201eReichweite\u201c durch Kooperationen mit der <em>Bild-Zeitung<\/em>, der <em>Welt-Kompakt<\/em> und mit Vodafone.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>GooglePlay<\/strong> ist seit 2010 eine cloudbasierte Plattform von <em>Google<\/em>, die Musik, Filme, Spiele und B&#252;cher anbietet. Der GooglePlay Store wird auf Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Android ausgeliefert. Die kostenlosen Applikationen &#252;berwiegen. Deutschlandstart war der 6.12.2013. Mit der GEMA wurde davor ein branchen&#252;blicher Lizenzvertrag abgeschlossen, &#8211; was eine gewissen \u201edelikaten Beigeschmack\u201c hat, denn <em>Google<\/em> ist die amerikanische Mutter von <em>youTube<\/em>, wo bekannterma&#223;en noch keine Verst&#228;ndigung mit der GEMA m&#246;glich war.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>WiMP<\/strong> ist die Abk&#252;rzung f&#252;r \u201eWireless Music Player\u201c, in Norwegen entwickelt. Es ist eine kostenpflichtige Streaming Software, die ohne Verz&#246;gerung eine mehrfach verschl&#252;sselte Direkt&#252;bertragung von Musik erm&#246;glicht. Technisch ist es eine Kombination von Streaming und <em>Peer-to-Peer<\/em>-Technologie. Dadurch wird die Bandbreite beim Streaming optimal genutzt, weil die Dateien sozusagen fragmentweise auf der Festplatte des Nutzers zusammengesetzt wurden: diese Cachedatei wird jedoch mit Ende des H&#246;rens wieder mit dem Temp-Ordner gel&#246;scht. WiMP setzt auf HiFi und CD-Qualit&#228;t (Dateiformat FLAC). Der Streamingdienst ist neben Deutschland noch in Norwegen, D&#228;nemark, Schweden und Polen zu nutzen. Mit den momentan 20 Millionen Songs ist er mit Spotify, Deezer, Simfy, Juke, Rdio der Dienst mit der gr&#246;&#223;ten Auswahl. In Berlin sitzt die deutsche Sektion von <em>WiMP<\/em> und stellt t&#228;gliche User-basierte Empfehlungen und Playlists zusammen. Radio&#228;hnlichen Charakter haben die \u201eRedaktionen f&#252;r alle nationalen M&#228;rkte\u201c: immerhin 450.000 Nutzer pro Land freuen sich dar&#252;ber. K&#252;nstler ohne Label k&#246;nnen ihre eigene Musik hochladen und vermarkten &#252;ber WiMP DIY (Do it yourself) und erhalten 70% der Einnahmen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>KONKURRENZ ZUM KLASSISCHEN FERNSEHEN<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Netflix Inc.<\/strong> , bereits 1997 in Kalifornien gegr&#252;ndet, ist ein Unternehmen, das sich als Online-Videothek f&#252;r Abonnenten ( eine Milliarde bis 2007) mit Verleih und seit 2011 auch mit Produktion von Filmen (bekannt die Polit-Thriller-Serie <em>House of Cards<\/em>) besch&#228;ftigt. Es ist ein Streamingdienst, der sich als Konkurrent zum klassischen Fernsehen entwickelt hat: mit einem Marktwert von 10 Milliarden Dollar im Jahre 2010 und derzeit 23,8 Millionen Abonnenten hat <em>Netflix<\/em> gemessen an den Nutzerzahlen bereits mehr Zuschauer als konventionelle Fernsehsender. Anfang 2013 stellte <em>Netflix <\/em>alle 13 Neufolgen von <em>House of Cards<\/em> ins Netz und <em>hat die Lektion gelernt, die die Musikindustrie nicht lernen wollte: den Leuten das zu geben, was sie wollen, wann sie es wollen, in der Form, in der sie es wollen und zu einem vern&#252;nftigen Preis<\/em> (<em>FAZ Sonntagszeitung<\/em> vom10.11.2013). Die Koinzidenz von Fernsehen und Streamingdienst ist hier handgreiflich: <em>Was wir machen, ist Fernsehen<\/em>, sagt Netflix-Programmchef Ted Sarandos.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>VEVO <\/strong>ist ein 2009 gestarteter Streamingdienst von Musikvideos und Entertainment, betrieben von Sony Music, Universal Music Group und der Abu Dhabi Media Company, auch Google ist beteiligt. Seit Oktober 2013 ist <em>Vevo<\/em> durch Abschlu&#223; eines Vertrags mit der GEMA auch in Deutschland &#252;ber websites sowie &#252;ber Apps f&#252;r Smartphones, Tablets, Apple-TV u.a. zug&#228;nglich. Der Katalog umfasst momentan 75.000 Videos. Die Verbreitung erfolgt &#252;ber <em>youTube<\/em> sowie &#252;ber eigene Webseiten des Dienstes vevo.com.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Videoload, Watchever, Snap by Sky, Lovefilm<\/strong> u.a. sind weitere Dienste, die im Internet Filme kosteng&#252;nstig bereithalten. Die Grenzen zwischen Download und Streaming sind z.T. verwischt, &#8211; vor allem auch durch die technologisch einfache Praxis des \u201eRippens\u201c, wo ein Stream umstandslos zum Download und damit festen Datenbesitz umgewandelt werden kann. Bekannt ist hier der \u201eYouTubeDownloader\u201c, der Videos schnell herunterl&#228;dt und dabei konvertiert, &#8211; nicht auf <em>youTube<\/em> begrenzt, wie die Eigenwerbung (ganz oben in der Empfehlungsliste von <em>google<\/em>) einl&#228;dt: <em>Der \u201eYouTubeDownloader\u201c ist ein zuverl&#228;ssiges Programm, mit dem Sie ganz einfach von den verschiedensten Video-Portalen Filme herunterladen.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Einige Stichworte: <strong>Snap by Sky<\/strong> ist ein neuer Streaming-Dienst mit HBO-Serien und Disney-Produkten: f&#252;r 9,99 \u20ac im Monate stehen auch Hits wie <em>Boardwalk Empire<\/em> oder die <em>Sopranos<\/em> zur Verf&#252;gung. Der Streaming Dienst <strong>Watchever<\/strong> ist<span>\u00a0 <\/span>Video-on-demand f&#252;r das verbreitete Apple-TV-Angebot. Auch das ZDF streamt hier beispielsweise <em>Kriminaldauerdienst<\/em> oder <em>H2O \u2013 Pl&#246;tzliche Meerjungfrau<\/em>, K<em>rupp \u2013 eine deutsche Familie<\/em> und Vieles andere; ZDF und <em>Watchever<\/em> haben einen zweij&#228;hrigen Partnerschaftsvertrag geschlossen. <strong>Videoload<\/strong> ist das Portal der Deutschen Telecom, das seinen Kunden &#252;ber 3500 Serien, Dokumentationen und Filme anbietet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 36.0pt\"><strong><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>&#8211; &#8211; &#8211; &#8211;<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong>Fazit<\/strong>: Der Trend zu Streaming als nichtphysischem Medienkonsum jenseits der traditionellen Strukturen des Rundfunks ist unaufhaltbar. Die &#246;ffentlich-rechtlichen Versuche durch strukturellen Umbau auf \u201eTrimedialit&#228;t\u201c (H&#246;rfunk, Fernsehen und Internet als eigene Sparten, wie z.B. forciert im Bayerischen Rundfunk) dem zu entgegnen, wird vermutlich an der explosiven Expansion des digitalen Marktes scheitern.<span>\u00a0 <\/span>F&#252;r uns Urheber sind dabei die dumping-Preise und die daraus resultierende Abw&#228;rtsspirale der Verg&#252;tung relevant. Die Schleuderpreise der kundenorientierten Abos sind oft kaum mehr zu unterbieten. Vor allem die Gruppe der 14- bis 29-J&#228;hrigen wendet sich stark vom Fernsehen ab: <em>Sie reduzierten ihre bereits geringe t&#228;gliche Fernsehzeit von 137 Minuten<\/em> (zum Vergleich: bei den &#252;ber 65-J&#228;hrigen liegt diese &#252;ber 308 Minuten) <em>binnen eines Jahres nochmals um 9 Minuten<\/em>, wie <em>Spiegel<\/em> 3\/2014 berichtet. Pikanterweise liefert selbst der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk solchem Rezeptionsverhalten wichtige Nahrung, &#8211; n&#228;mlich durch Bereitstellung der \u201eMediatheken\u201c: Von ARTE, ZDF, ARD bis zu den Landessendern wie NDR, RBB, WDR etc. existiert das Angebot, dass das Programm in der Regel eine Woche nach Ausstrahlung per Internet abgerufen werden kann, egal ob <em>Tagesschau<\/em>, Dokumentation oder <em>heute show<\/em>. Viele Filmkomponisten haben schmerzlich erfahren m&#252;ssen, dass Wiederholungen von Produktionen in den fl&#228;chendeckenden (und damit tantiemenrelevanten) Sendern wie ARD und ZDF nicht mehr stattfinden. Ganz pers&#246;nlich konnte ich sehen, dass vor allem Dokumentationen bisweilen viele Jahre via Mediathek (oder &#252;ber meist \u201everdeckte\u201c Kooperationen mit Videodiensten) zug&#228;nglich gemacht werden, wo nach g&#228;ngigen Tarifvertr&#228;gen kaum Verg&#252;tung \u2013 oder kaum nennenswerte \u2013 mehr erfolgt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Auf der Ebene der hardware wird diese Entwicklung durch die Einf&#252;hrung der <em>Smart TVs<\/em> forciert. Die rote Taste der TV-Fernbedienung ist hier der T&#252;r&#246;ffner zu Mediatheken und zeitversetztem Fernsehen. Ein weiterer Schritt ist die sogenannte HbbTV-technologie, &#8211; eine Abk&#252;rzung des europ&#228;ischen Standards \u201eHybrid broadcast broadcast TV\u201c, der 2010 eingef&#252;hrt wurde und die Vorteile von Fernsehen und Internet vereint. Im <em>Berliner Tagesspiegel <\/em>vom 11.10.2013 schreibt Markus Ehrenberg: <em>Bis zum Jahresende wird in Deutschland mit sieben Millionen Fernsehger&#228;ten dieser HbbTV-Funktionalit&#228;t gerechnet&#8230; Seit der Internationalen Funkausstellung im September weist die Branche mit der Aktion \u201eAuf Rot geht\u2019s los!\u201c darauf gesondert hin, mit Einkaufsberatung, Fragen, Fragen und Antworten zur Nutzerf&#252;hrung. Nur z&#246;gerlich lassen sich die Zuschauer darauf ein. \u201eDie HbbTV-Nutzung steigt zwar, ist aber noch nicht mit online oder mobil vergleichbar\u201c, sagt Andreas Rindler, Leiter der Das-Erste-Mediathek. Derzeit werden rund f&#252;nf Prozent der Mediathek-Abrufe &#252;ber HbbTV generiert. Wenn ein \u201eTatort\u201c rund 100 000 bis 150 000 Mal in der Mediathek am PC abgerufen wird, kommen also zus&#228;tzlich 5000 bis 7000 via HbbTV am Fernsehger&#228;t dazu<\/em>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Zum Gl&#252;ck \u2013 so k&#246;nnen wir aus Autorensicht als die finanziell Benachteiligten der Online- und Streamingpraxis sagen \u2013 gibt es noch Hemmnisse einer radikalen Ausbreitung des Streamings. Dazu geh&#246;ren z.B. die Lizenzeink&#228;ufe bei gro&#223;en Spielfilmen (Fremdproduktionen), welche den Mediatheken-Usus einschr&#228;nkt, ferner der bisweilen (gerade auf dem flachen Land) noch mangelhafte Ausbau eines (Breitband)-Internets. Auch Kabel Deutschland bremst momentan noch aus, weil deren digitale Receiver nicht HbbTV-tauglich sind. Allerdings braucht der moderne Fernsehapparat \u2013 so Markus Ehrenberg im <em>Tagesspiegel<\/em> \u2013 oft <em>keinen Receiver mehr, um digitale TV-Signale empfangen zu k&#246;nnen. Der daf&#252;r notwendige Tuner steckt im Fernseher&#8230;. Per Netz k&#246;nnen die Ger&#228;te dann auf Mediatheken und andere Videoplattformen im Netz zugreifen<\/em>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Hemmschuh bei der Digitalisierung im Audiobereich war bislang das traditionelle Radioh&#246;ren beim Autofahren. Dort war das UKW-Radio noch letzte Hochburg. Mit Verbreitung des neuen Mobilfunkstandards LTE wird jedoch das Netz zunehmend l&#252;ckenloser und besser. Auch kooperiert z.B. <em>spotify<\/em> innerhalb des \u201eConnected Cars\u201c-Programms mit Volvo und Ford. \u2013 Auch ein anderes Hemmnis \u2013 das der mangelnden HiFi-Qualit&#228;t von Musikstreams \u2013 wird zunehmend umgangen. <span>\u00a0<\/span>Bietet WiMP nunmehr schon CD-Qualit&#228;t, so bietet HIGHRESAUDIO (high resolution audio) Datenraten von 24 Bit\/352,8 kHz. Zwar noch vornehmlich im Downloadbereich, aber erkennbar mit Tendenz zum Streaming: <em>Der Hi-Fi-Hersteller Linn hat eine breite Palette an Network Music Playern im Programm. Nur logisch, dass er hochqualitatives Musikfutter aus den bereichen Klassik, Jazz und Rock offeriert \u2013 aufbereitet als FLAC- oder ALAC-Files<\/em>, so meldet Frank Wiechert in der Fachzeitschrift <em>Musikexpress<\/em> vom 7.11.2013 (FLAC ist eine Abk&#252;rzung von \u201eFree Lossless Audio Codec\u201c mit verlustfreier Komprimierung).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center\" align=\"center\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Was bleibt also dem klassischen Rundfunk, wenn nun alle Felle wegzuschwimmen drohen und sozusagen alle Musiktitel, Musikwerke und Videoproduktionen irgendwo auf der Welt in einem Streamingportal bereitstehen und jederzeit nach momentaner Lust preisg&#252;nstigst abgerufen werden k&#246;nnen? Uns Komponisten und Urhebern liegt sehr viel am Fortbestand des traditionellen Radio-Fernsehverbunds und vor allem des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Warum? Weil hier bislang (und auch nach dem eben im GEMA-Verteilungsplan geplanten neu justierten Prinzip der Rundfunkverteilung) eine angemessene Verg&#252;tung garantiert war. Das \u201eHeilmittel\u201c, das wir den Rundfunkanstalten mit Nachdruck empfehlen k&#246;nnen, ist: sich auf den Kulturauftrag nach \u00a7 11 des Staatsvertrages r&#252;ckzubesinnen, kulturell wirksam zu sein, Orchester und Ch&#246;re zu erhalten, Eigenproduktionen auch mit Nischenprogramm zu verantworten, die Musik mit redaktionellen Beitr&#228;gen (Analysen, Hintergrundberichte, Recherchen) redaktionell zu begleiten. Wenn Rundfunkwellen zu blo&#223;en Abspielstationen von Hits, Oldies und mainstream verkommen, &#8211; dann d&#252;rften deren Tage gez&#228;hlt sein, denn solches \u201eRadio zu machen\u201c k&#246;nnen auch <em>Bild-Zeitung<\/em> oder eventuell Superm&#228;rkte wie <em>Lidl<\/em> und <em>Aldi<\/em>, wenn sie einmal den Reiz des Handels mit musikalischen Rechten entdeckt haben!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Glasklar ist zu sehen: eine Musik- und Filmkultur, die auf dem Prinzip des Streamings basiert, kommt unweigerlich in den Strudel einer Abw&#228;rtsspirale der Verg&#252;tung. W&#228;hrend Komponisten\/Urheber in diesen Entwicklungsprozessen v&#246;llig wehrlos sind, versuchten Interpreten\/K&#252;nstler\/Songwriter den Protest: Tom Yorke und <em>Radiohead<\/em> zogen ihr letztes Album vom Streamingdienst spotify ab; Bob Dylan, <em>Metallica<\/em> und <em>Pink Floyd<\/em> haben sich lange dem Streaming verweigert. David Byrne, Frontman der <em>Talking Heads<\/em> \u2013 in letzter Zeit hier mehrfach mit Presse&#228;u&#223;erungen hervorgetreten \u2013 hat seine Musik aus dem <em>spotify<\/em>-Katalog gestrichen. David Byrne in seinem Artikel <em>Das ist keine L&#246;sung! Ein Aufschrei gegen die Musikdienste im Internet, die Musikern die Lebensgrundlage rauben und uns die Musik<\/em> ( S&#252;ddeutsche Zeitung vom 5.11.2013): <em>Damon Krukowski (von Galaxie 500, Damon &amp; Naomi) hat furchtbar miserable Zahlen von Pandora und Spotify f&#252;r seinen Song \u201eTuboat\u201c ver&#246;ffentlicht. Lowery hat sogar einen Song dar&#252;ber geschrieben: \u201eMein Lied wurde eine Million mal auf Pandora gespielt und alles, was ich bekam, waren 18,89 Dollar\u201c&#8230;. Eine Band mit vier Mitgliedern, die eine 15-Prozent-Aussch&#252;ttung aus Spotify-Streams erh&#228;lt, m&#252;sste demnach auf 236 549 020 Streams pro Person kommen, um den amerikanischen Mindestlohn von 15.080 Dollar pro Jahr verdienen zu k&#246;nnen. Um das mal einzuordnen: Daft Punk haben mit ihrem aktuellen Sommer-Hit \u201eGet Lucky\u201c bis Ende August 104 760 000 Spotify-Abrufe erreicht. Das macht 13.000 Dollar f&#252;r jeden&#8230;Das ist nur ein Lied von einem langen Album, das sie viel Zeit und Geld gekostet hat. Wenn das ihre Haupteinnahmequelle w&#228;re, k&#246;nnten sie damit niemals ihre Rechnungen bezahlen. Und was passiert mit jenen unz&#228;hligen Bands, die keine massiven internationalen Sommerhits haben?<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Hier liegt messerscharf das Problem: Newcomer und unbekanntere Interpreten, vor allem aber die Autoren im Hintergrund, sind das Opfer einer Streaming-Zukunft, die konventionelle Radio&amp;Fernseh-Strukturen schw&#228;cheln l&#228;&#223;t und ins Abseits dr&#228;ngt. Die bisweilen von den Daten-Plattformen (auch z.B. von <em>youTube)<\/em> laut geschrieenen &#196;u&#223;erungen, dass sie doch viel Geld an ihre K&#252;nstler abf&#252;hren w&#252;rden, betrifft nur einige wenige Hit-Musiker, die erkennbar Werbeeinnahmen generieren. Am Gros der Musiker geht dieses meist nach Marktanteilen und nicht nach Einzelclicks generierte Geld vorbei. Nochmals David Byrne: <em>Spotify hat an die gro&#223;en Plattenfirmen in den USA vorsorglich schon mal 500 Millionen Dollar &#252;berwiesen und daf&#252;r das Recht, ihre Musik-Kataloge zu lizensieren. Das war ein \u201eVorschuss\u201c auf das Einkommen &#8230;Der Wandel geht aber noch weiter. Die Labels haben ja auch Eigenkapital und sind jetzt Aktion&#228;re und Partner von Spotify&#8230;Wann immer Spotify an die B&#246;rse geht, m&#252;ssen die Ertr&#228;ge aus diesem Investment erst gar nicht mit den K&#252;nstlern geteilt werden.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span>Nochmals gesagt: bei alledem ist nur von K&#252;nstlern (Interpreten) die Rede und kaum bis gar nicht mehr von den Urhebern. Der oben beim Gesch&#228;ftsbericht von <em>Pandora<\/em> genannte Verteilungsschl&#252;ssel (55,9% des Umsatzes an die Major-Labels, nur 4,3% an die Verwertungsgesellschaften) scheint f&#252;r viele andere Streamingdienste auch zu gelten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Daher: wenn H&#246;rfunk und Fernsehen vom Ph&#228;nomen \u201eStreaming\u201c &#252;berrollt werden und ins finanzielle Aus geraten, dann ist es f&#252;r uns Urheber doppelt wichtig, dass starke Verwertungsgesellschaften wie die GEMA mit dem Prinzip der kollektiven Rechtewahrnehmung und kollektiver Installation von g&#252;ltigen Tarifen uns zur Seite stehen und eine Zukunft sichern, in der kein \u201eKomponistensterben\u201c die Regel ist, sondern zumindest im Ansatz angemessene Verg&#252;tungen der Nutzung unserer Musik garantiert bleiben. Streaming ist keine Teufelei und technologischer Fortschritt ist prinzipiell zu begr&#252;&#223;en. Wir m&#252;ssen jedoch aufmerksam beobachtend und vor allem solidarisch (egal ob Hiphop, Rock, Pop, World, Konzert-, B&#252;hnen- oder Kammermusik) am Ball bleiben, damit diese Technologie nicht nur ein dumping price-Angebot zum Nutzen der User und Mediengiganten generiert.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0 Enjott Schneider<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=%E2%80%9EZur%20Zukunft%20von%20H%C3%B6rfunk%20und%20Fernsehen%E2%80%9C%2C%20Gastartikel%20von%20Enjott%20Schneider https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2014%2F02%2F15%2Fzur-zukunft-von-horfunk-und-fernsehen-gastartikel-von-enjott-schneider%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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durch seine unerm&#252;dliche Arbeit als erfolgreicher Komponist von E- wie auch Filmmusik, in der GEMA wie auch im Deutschen Komponistenverband ist er sicherlich einer der fleissigsten und leidenschaftlichsten Vertreter der Sache der Autoren in unserem Lande&#8230;und einer der nettesten Kollegen.<br \/>\nGerade erhielt ich von ihm diesen sehr ausf&#252;hrlichen und detallierten Artikel &#252;ber die Zukunft der &#246;ffentlich-rechtlichen Medien (und der Medien generell), den ich euch nicht vorenthalten will, vor allem da Enjott hier einiges an hervorragend recherchiertem Insiderwissen auffahren kann. Der Artikel ist keineswegs tendenzi&#246;s gemeint &#8211; Enjott versucht hier nichts weitere als eine realistische Darstellung der momentanen Aussichten f&#252;r uns Urheber, die nicht als Jammern sonder als Aufruf zum aktiven Mitgestalten verstanden werden will. Die Ver&#246;ffentlichung hier erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autoren:<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" style=\"display:none\"><div class=\"ShariffHeadline\"> <\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=%E2%80%9EZur%20Zukunft%20von%20H%C3%B6rfunk%20und%20Fernsehen%E2%80%9C%2C%20Gastartikel%20von%20Enjott%20Schneider https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2014%2F02%2F15%2Fzur-zukunft-von-horfunk-und-fernsehen-gastartikel-von-enjott-schneider%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=%E2%80%9EZur%20Zukunft%20von%20H%C3%B6rfunk%20und%20Fernsehen%E2%80%9C%2C%20Gastartikel%20von%20Enjott%20Schneider https%3A%2F%2Fblogs.nmz.de%2Fbadblog%2F2014%2F02%2F15%2Fzur-zukunft-von-horfunk-und-fernsehen-gastartikel-von-enjott-schneider%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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