„Einfach mal die Klappe halten!“ – Offener Brief an Axel Brüggemann (Verschicker des Crescendo-Newsletters)

Hallo Axel Brüggemann (Verschicker des Crescendo-Magazin-Newsletters)!

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In Ihrem heute (23.03.20) verschickten Crescendo-Newsletter (erwähnte ich, dass Sie der Verschicker des Crescendo-Newsletters sind?) schreiben Sie angesichts der vielen (schönen!) Krisen-Klassik-Livestreams, „(…) dass in diesen Tagen erst einmal alles erlaubt sein sollte, dass die [Musik]Kritik einfach Mal die Klappe halten (…)“ sollte.

Frage dazu: Hält „die Kritik“ (deren Vertreter*innen die Crescendo-Redaktion mit fürstlichen 30 Euro pro Artikel entlohnt) im Crescendo-Magazin nicht ohnehin stets die „Klappe“?

Oder wie erklären Sie es sich, dass jüngst ein Artikel, der die aktuelle Beethoven-Einspielung des Pianisten Igor Levit (Sony Classical) in wirklich kritischer Weise betrifft, deswegen nicht erscheinen durfte, weil (so die Auskunft Ihrer Mitarbeiterin; Mail liegt vor) Sony Classical ein so wichtiger Anzeigenkunde im Crescendo-Magazin ist?

Und warum genau wurde das Crescendo-Magazin 2018 mit dem „Europäischen Preis für Medienkultur“ (bei dem man sich für 199 Euro – Huch, das sind ja gut sechs Crescendo-Autor*innen-Honorare! – einkaufen konnte) ausgezeichnet?

Fragt sich decrescendierend:

Arno Lücker

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet er als Moderator und Dramaturg. Er ist Künstlerischer Leiter der Astronomie-Musik-Reihe "Himmlische Partituren" im Zeiss-Großplanetarium Berlin, arbeitete für das Konzerthaus Berlin, das Brucknerhaus Linz und viele andere, schreibt Programmtexte für zahlreiche Orchester (Wiener Philharmoniker, New York Philharmonic), macht Konzerteinführungen in der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie und anderswo. Außerdem ist er Bad-Blog-Autor der ersten Stunde und arbeitet als Kurator für die Musikstreaming-App IDAGIO.

2 Antworten

  1. Äh … worauf wollen Sie hinaus?

  2. Thomas Wunsch sagt:

    Wer das Crescendo Magazin als musikkritisches Organ ernst nimmt, ist selber Schuld. Ist eher eine Art Apothekenrundschau für das Klassik-Radio Publikum.

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