Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 06.08. bis 12.08.2018

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 32. Schwerpunkte: Ernstalbrecht Stiebler, Twittering Machine, Ketan Bhatti, Vor 50 Jahren, Wittener Tage für Neue Kammermusik 2018, Krzysztof Meyer, Let’s do the Stumpfkonsonanz, Christoph Ehrenfellner, Martijn Padding, Karl May komponiert, Schlaf und (Alb-)Traum in Richard Wagners Musikdramen, Silicon Dreams.

Werbung


06.08.2018


Keine Sendung


07.08.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Das Hören ertasten – Der Komponist Ernstalbrecht Stiebler

Von Matthias R. Entreß. (Wdh. v. 03.12.2013). Stieblers Werke wecken das kreative Hören. Die fragende Wahrnehmung wird zum musikalischen Erleben, doch die Form bewahrt ihr Rätsel.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Peter Michael Hamel: „morton feldman in my life“ (Alissa Rossius, Altflöte; Marcel Kentaro Morikawa, Marimba; Rebekka Hartmann, Violine; Henri Bonamy, Klavier); Wilfried Hiller: „Sappho-Lieder“ (Vera Becker, Flöte; Andreas Suttner, Violoncello; via-nova-chor München: Kurt Suttner); Konstantia Gourzi: „nine lullabies for a new world“, op. 49 (Nils Mönkemeyer, Viola); Enjott Schneider: „Höchsten Heiles Wunder“ (Münchener Bach-Orchester: Hansjörg Albrecht); Heinz Winbeck: Streichquartett Nr. 3 – „Jagdquartett“ (Leonardo-Quartett); Carl Orff: Lieder und Spielstücke (Martina Koppelstetter, Mezzosopran; Carolin Widmann, Violine; Sabina Lehrmann, Violoncello; Karl Peinkofer Percussion Ensemble); Paul Engel: „Calliopes descent from Olympus“ (Christos Kanettis, Violine; Reinhard Latzko, Violoncello; Alfons Kontarsky, Klavier)

20:10 bis 21:00 | Deutschlandfunk
Hörspiel: Twittering Machine – Von Klaus Buhlert

Komposition und Regie: Klaus Buhlert. Mit Bibiana Beglau, Felix Goeser, Katherina Sattler, Nils Rovira-Muñoz, Moritz Kienemann, Nils Strunk. Produktion: SWR 2017. Länge: 43’14

Assoziativer Ausgangspunkt dieses textmusikalischen Hörstücks ist Paul Klees ,Die Zwitschermaschine‘ von 1922. Das Aquarell mit Überzeichnungen in Bleistift und schwarzer Tinte evoziert farbsuggestiv und zugleich fein skizziert die Vision eines mechanisierten Vogelkonzerts. Während Beckett die Frage nach dem jeweiligen Wahrheitsgehalt von „Wort und/oder Musik“ stellte, wird hier die Kongruenz von stummem Bild und akustischem Ereignis in Sprache und Musik erkundet. So kurbeln Buhlerts Text- und Musikfragmente den Traum von der Überwindung unserer Erdanziehung beständig weiter – als Musicbox, als Twitter Maschine oder gleich einem Vogel, der ewig fliegt und dennoch beständig zwitschern muss.

22:30 bis 23:00 – BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Ketan Bhatti: „Nodding Terms“ (Ketan Bhatti; Ensemble Adapter)


08.08.2018


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

András Hamary: „Hommage à Janácek“ (Ensemble Kontraste); Jürgen Schmitt: „Exequien für Mignon“ (Susanne Pfitschler-Schmitt, Sopran; Jürgen Schmitt, Klavier); Volker Blumenthaler: „et homo factus est – hommage à Josquin Desprez“ (Ensemble Phorminx); Horst Lohse: Brahms-Metamorphosen (Genberg-Trio); Werner Heider: „Varianten einer Variante von Mozart“ (Nürnberger Akkordeon Ensemble: Marco Röttig); Tobias Klaus Giesen: „… denkt er an Schumann …“ (Hába Quartett Frankfurt); Zsolt Gárdonyi: „Hommage à J. S. Bach“ (Stefan Schmidt, Orgel); Claus Kühnl: „Die Einsamkeit des Franz Liszt“ (Nürnberger Symphoniker: Claus Kühnl)


09.08.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Vor 50 Jahren

Hans G Helms: „Konstruktionen“ (1968) für 16 Chorstimmen. auf Texte aus dem „Kommunistischen Manifest“ von Karl Marx und Friedrich Engels. SWR Vokalensemble Stuttgart. Leitung: Peter Hirsch | Karlheinz Stockhausen: „Aus den sieben Tagen“ – 15 Textkompositionen für intuitive Musik (1968) dar „Setz die Segel zur Sonne“. Ensemble für intuitive Musik Weimar: Matthias von Hintzenstern, Violoncello. Michael von Hintzenstern, Klavier. Hans Tutschku, Synthesizer/Live-Elektronik | York Höller: 1. Klaviersonate „Sonate informelle“ (1968). Kristi Becker, Klavier | Tilo Medek: „Porträt eines Tangos für Orchester“ (1968). SWF-Sinfonieorchester. Leitung: Tilo Medek | Helmut Lachenmann: „Consolation II“ (1968) für 16 Stimmen. Schola Heidelberg. Leitung: Walter Nußbaum

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Oskar Sigmund: Vier kleine Praeludien und Fugen (Heinrich Wimmer, Orgel); Gertraud Kaltenecker: „Spirale“ (Studio Neue Musik Oberpfalz); Hans Ludwig Schilling: „Rendezvous“ (Karl Schicker, Flöte; Hermann Schwander, Schlagzeug); Philippine Schick: Sonate, op. 43 (Franz Amann, Violoncello; Ingeborg Schneider, Klavier); Max Jobst: Violinkonzert, op. 19 (Conrad von der Goltz, Violine; Nürnberger Symphoniker: Heribert Müller-Veith)

20:00 bis 22:30 | NDR Kultur
ARD Radiofestival 2018 Konzert: Wittener Tage für Neue Kammermusik 2018

Alles neu. Für das Wittener Kammermusikfestival entstehen in jedem Frühjahr Dutzende neuer Werke. Eine Auslese mit Kompositionen von Ricardo Eizirik, Liza Lim, Gordon Kampe, Franck Bedrossian, Johannes Maria Staud, Vito Žuraj und Mark Andre.

In Witten geht es seit 50 Jahren um das erste Mal. Das Kammermusikfestival, das sich der Uraufführung verschrieben hat, wird seit 1969 von der Stadt Witten und dem WDR ausgerichtet. In diesem Jahr stand der Komponist Mark Andre im Mittelpunkt. Sein neues Kammerkonzert für Harfe schrieb er für den Ausnahmesolisten Andreas Mildner, einem passionierten Interpreten experimenteller Musik und zugleich Mitglied des WDR Sinfonieorchesters.

Vito Žuraj: Tension (2018) für Ensemble. Klangforum Wien. Leitung: Emilio Pomàrico | Ricardo Eizirik: obsessive compulsive music (2018) für Klarinette, Violoncello und expandiertes Klavier. Trio Catch. SWR Experimentalstudio | Liza Lim: Extinction Events and Dawn Chorus (2018) für 12 Instrumente (Ausschnitte). Klangforum Wien. Leitung: Peter Rundel | Johannes Maria Staud: Im Lichte II (2018) für zwei Klaviere. GrauSchumacher Piano Duo | Mark Andre: …hin… (2018) für Harfe und Kammerorchester. Andreas Mildner, Harfe. WDR Sinfonieorchester. Leitung: Mariano Chiacchiarin | Franck Bedrossian: Epigram III (2018) für Sopran und elf Instrumente. Donatienne Michel-Dansac, Sopran. Klangforum Wien. Leitung: Emilio Pomárico | Gordon Kampe: Fat-Finger error (2018) für Kammerorchester. WDR Sinfonieorchester. Leitung: Mariano Chiacchiarini. Aufzeichnungen vom 27. – 29. April 2018, Flüsterndes Haus, Witten

22:05 bis 23:00 – BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 75. Geburtstag des Komponisten Krzysztof Meyer

Streichquartett Nr. 7, op. 65 (Wilanow Streichquartett); Quartett, op. 112 (Radoslaw Szulc, Violine; Anna Kreetta Gribajcevic, Viola; Jakob Spahn, Violoncello; Oliver Triendl, Klavier); „Souvenir de Sanssouci“ (Jürgen Hocker, Klavier)


10.08.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Let’s do the Stumpfkonsonanz – Von Frieder Butzmann

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018. Länge: ca. 54’30. (Ursendung). Frühe tonpsychologische Forschungen als Inspirationsquelle für eine Klangkomposition.

In seiner Jugend las Frieder Butzmann die ‚Tonpsychologie‘ von Carl Stumpf. Er war fasziniert, denn er lernte dabei die Zusammensetzung der Sprachlaute kennen. Da tauchte die Frage auf: Wie wird Musik? Forschend wühlt Butzmann sich 2018 durch die Täler und Höhen der gesungenen, gesprochenen, menschlichen, synthetischen, obertonarmen, obertonreichen Sprachlaute, um sodann im Tonspiel ‚Let’s do the Stumpfkonsonanz‘ der sich wiederholenden und überlappenden Musik zu begegnen.

Frieder Butzmann, 1954 geboren, Komponist, lebt in Berlin, verdingt sich weltweit erfolgreich als „Crachmacheur“, Autor und Vortragsreisender. Für Deutschlandradio Kultur: „Burtts Family Combo“ (2011) und verschiedene Wurfsendungsserien, z.B. „Exoplanet. Muster möglicher Welten“ (2016).

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Ludwig Gebhard: Aus Divertimento, op. 24 (Nürnberger Symphoniker: Günter Neidlinger); Sonate, op. 5 (Ernst Gröschel, Eva Thoma, Klavier); Choralpassion (Windsbacher Knabenchor: Karl Friedrich Beringer); Wilhelm Keilmann: Klavierquartett fis-Moll, op. 60 (Wilhelm Kempff Ensemble); „Sonnengesang“, op. 45 (Cora Bethke, Sopran; Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau: Jessica Hartlieb); Sonata concertante, op. 46 (Andreas Ticozzi, Viola; Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau: Jessica Hartlieb)

Vor 110 Jahren, am 4. August 1908, kam in Würzburg der Komponist Wilhelm Keilmann zur Welt. Keilmann studierte am Konservatorium in Würzburg Komposition bei Hermann Zilcher. Während der Nazi-Zeit arbeitete er als Musiklehrer auf dem Land, ging schließlich als Chorleiter nach Berlin. Nach der amerikanischen Gefangenschaft baute Keilmann an der Musikschule Aschaffenburg eine Klavierklasse auf. 1959 folgte er einem Ruf an das Richard-Strauss-Konservatorium in München und unterrichtete dort Klavier und Komposition. Im Concerto bavarese stehen Kammer- und Orchesterwerke aus verschiedenen Phasen seines Oeuvres auf dem Programm.

Außerdem erinnert Studio Franken an den 25. Todestag des Musikpädagogen und Komponisten Ludwig Gebhard am 9. August. Gebhard wurde 1907 in Dinkelsbühl geboren. Er studierte in Eichstätt und München. Sein Kompositionslehrer war Joseph Haas, der ihn nachhaltig beeinflusste. Bis 1959 wirkte Gebhard als Lehrer, danach war er bis 1972 Leiter der Sing- und Musikschule Nürnberg. Bei seinen Kompositionen liegt der Schwerpunkt auf Chorwerken, daneben schrieb er Klavier- und Kammermusik. Im Concerto bavarese erklingen drei seiner Werke: ein Satz aus dem Divertimento op. 24 mit den Nürnberger Symphonikern, eine Sonate für zwei Klaviere sowie sein wohl bedeutendstes Werk, die Choralpassion, die der Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Karl-Friedrich Beringer 1987 zu Gebhards 80. Geburtstag in Nürnberg aufführte und die im selben Jahr auch im Studio Franken aufgenommen wurde.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Joris-Karl Huysmans: Zutiefst da drüben (1/2)

Zutiefst da drüben: 1) Hyacinthe – Von Joris-Karl Huysmans. Komposition: Franz Hautzinger. Bearbeitung und Regie: Michael Farin. BR 2018. Ursendung

Erste Erde Forum: Die Entstehung der Alpen und ihre Kulturgeschichte – Raoul Schrott im Gespräch mit Bernhard Fügenschuh, Geologe BR 2016.

Zweifelsohne, er ist der ungekrönte König des Fin de Siècle: Joris-Karl Huysmans (1848-1907), Autor von A rebours, der „Bibel der Dekadenz“ (1884; deutsch zumeist unter dem Titel Gegen den Strich). Held des Romans ist Jean Floressas Des Esseintes, ein gänzlich dem Ennui ergebener, neurasthenischer Empfindsamer, oder, wie Mario Praz ihn nennt, ein „dekadentes Ungeheuer“. Um der Grobschlächtigkeit und dem Mittelmaß seiner Zeit zu entgehen, flüchtet er sich in eine von ihm selbst erschaffene künstliche Welt grandioser Ausschließlichkeit. „Damit ein Décadent dieses Ausmaßes entstehen und ein solches Buch wie das von Huysmans in einem menschlichen Hirn keimen konnte, war es freilich notwendig, dass wir zu dem wurden, was wir sind: ein Geschlecht in seiner Todesstunde.“ (Barbey d’Aurevilly)

Wenige Jahre später schickt Huysmans sein Alter Ego, den Schriftsteller Durtal, im Roman Là-bas (1891; deutsch zumeist Tief unten) auf eine noch gnadenlosere Reise, diesmal mitten ins Herz des Bösen, ins Schwarze Reich. Durtal arbeitet, Roman im Roman, an einem Buch über Gilles de Rais (1404-40), Kampfgefährte Jeanne d’Arcs, zugleich aber auch Kindermörder und Urbild des Blaubarts, und gerät dabei unversehens in die tiefsten Tiefen des Satanismus, in ausweglose Gottesferne. Am Ende sind beide Gescheiterte: Während Des Esseintes in der selbstgewählten Isolation seiner Kunstwelt fast zerbricht, versinkt Durtal im Wahnwitz mittelalterlicher Alchemie und in einer Welt sadistischen Mordes. Gemeinsam ist ihnen: von einer Frau besessen zu sein. Des Esseintes von einer Kunstfigur, Gustave Moreaus Salomé, jener Urheberin eines ungeheuerlichen Verbrechens, Durtal wiederum von Hyacinthe Chantelouve, einem, wie sie sich selbst nennt, Nachtweibchen, einem Succubus. Die überaus engen Kontakte dieser rätselhaften, fiebrigen Person zum sagenumwobenen, den Satanskult zelebrierenden Kanonikus Docre führen Durtal geradewegs in die ihn zutiefst verstörenden Ausschweifungen einer Schwarzen Messe. Zwar sucht er, Hyacinthe mit sich reißend, dem allen zu entfliehen, gerät aber gerade dadurch unversehens in schändlichste Verstrickung.

Joris-Karl Huysmans (1848-1907), eigentl. Charles Marie Georges Huysmans, französischer Schriftsteller. Nach der Schulzeit Arbeit als Angestellter im französischen Innenministerium. 1870 Militärdienst während des französisch-preußischen Krieges. 1974 Veröffentlichung eines ersten Gedichtbands unter dem Künstlernamen Joris-Karl Huysmans. 1876 Bekanntschaft mit Emile Zola, mehrere naturalistische Romane entstehen. 1890 Mitbegründer der Académie Goncourt. Jahre der Sinnsuche, Kontakt mit okkultistischen Gruppen. 1899 Rückzug in ein Kloster. 1907 Tod nach langem Krebsleiden. Romane u.a. „Marthe. Histoire d’une fille“ (1876, dt. „Marthe. Geschichte einer Dirne“), „À rebours“ (1884, dt. „Gegen den Strich“), „En rade“ (1887, dt. „Auf Reede“), „Là-bas“ (1890, dt. „Tief unten“), „En route“ (1895, dt. „Vom Freidenkertum zum Katholizismus“). Weitere Hörspieladaptionen u.a. „Gegen den Strich“ (Deutschlandradio 2010), „Monsieur Bougran in Pension“ (Deutschlandradio 2014).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Christoph Ehrenfellner – „Suite des Alpes“ für Violine solo op. 36

Emmanuel Tjeknavorian, Violine


11.08.2018


22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Lust an der List – Der niederländische Komponist Martijn Padding

Von Yvonne Petitpierre. (Wdh. v. 18.3.2017). Das künstlerische Oeuvre Martijn Paddings bestimmen genreübergreifende Kompositionen, die mit vertrauten Kontexten brechen. In ihnen operiert der Niederländer gern augenzwinkernd mit Stilmitteln der Täuschung. Paddings Arbeiten faszinieren durch technische Vielfalt. Seine Klangwelten bewegen sich im Spannungsfeld von Logik und Unlogischem. Padding, 1956 in Amsterdam geboren, spielt gern mit Klassikzitaten, die er jedoch kreativ umgestaltet. Originalität und Virtuosität zeichnen einen Großteil seiner oft humoristisch-theatralischen Werke. In ihnen arbeitet er mit Elementen der Irritation.


12.08.2018


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Vierstimmig zum Silbersee – Karl May komponiert

Karl May hat in seinen Abenteurromanen nicht nur oft über Musik geschrieben, er hat auch selbst komponiert.

Er spielte Orgel, Geige und Klavier, war Direktor eines Männergesangvereins und gründete ein eigenes Instrumentalensemble. Sein vierstimmiges „Ave Maria“ geleitet nicht nur Winnetou in die ewigen Jagdgründe, es gehört heutzutage auch zum gängigen Repertoire namhafter Chöre, genauso wie die Weihnachtskantate.

18:00 bis 19:00 | Bremen Zwei
Hörspiel: In jenen Tagen – Hörspiel von Helmut Käutner und Ernst Schnabel

Ein Hörspiel, das der Drehbuchautor Ernst Stendal und Regisseur Hellmuth Käutner nach ihrem gleichnamigen, berühmt gewordenen Film geschrieben haben: Ein altes Auto erzählt 1945 seine Geschichte und die Geschichte seiner wechselnden ehemaligen Eigentümer. Regie: Gert Westphal. Produktion: Radio Bremen 1948

19:04 bis 20:00 | WDR 3
WDR 3 Hörspiel: Silicon Dreams – Von Tom Schimmeck

Wir sind immer enger vernetzt, ständig online und machen alles per App. Die digitale Zukunft dringt unaufhaltsam in alle Lebensbereiche vor. Bezahlen wir das mit totaler Transparenz? Was haben die Hightech-Eliten mit uns vor?

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Was hast du meinem Schlaf zu sagen?“ – Schlaf und (Alb-)Traum in Richard Wagners Musikdramen

Von Egbert Hiller. (Wdh. v. 09.05.2013). „Was hast du meinem Schlaf zu sagen?“, fragt Hagen seinen Vater Alberich, bevor dieser ihm den Mord an Siegfried einflüstert. Diese Szene aus ‚Götterdämmerung‘ ist nur ein Beispiel für den beträchtlichen Raum, den die Dimension von Schlaf und Traum in Richard Wagners Musikdramen einnimmt. Auf der Folie ultraromantischer Überhöhung schuf Wagner eine Klangwelt, in der sich Traum und Wirklichkeit bespiegeln, das Unbewusste den Handlungsverlauf leitet. Damit nimmt Wagner intuitiv einige psychoanalytische Erkenntnisse vorweg.

Chefmitarbeiter bei | | + posts

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

Werbung

Martin Hufner

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.