Der Siegeszug des Übersetzers

Liebe Baddies,

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Zu den vielen Problemen der Neuen Musik am Beginn des neuen Jahrhunderts gehört die Tatsache, dass der Komponist als Urheber immer mehr in den Hintergrund getreten ist. Wir alle haben schon den Witz gemacht oder gehört: „Nur ein toter Komponist ist ein guter Komponist“, und damit ist nicht nur die fast schon triviale Tatsache gemeint, dass viele Kritiken erst nach dem Tod verstummen und dann erst der Blick auf die wahre Qualität eines Oeuvres frei wird. Nein – Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert in dem der Interpret seinen Siegeszug antritt, und den Schöpfer in den Hintergrund drängt. Und das 21. Jahrhundert ist nur die Fortsetzung davon.

Warum diese plötzliche Allmacht des „Übersetzers“ (was die eigentliche Bedeutung des Wortes „Interpretieren“ ist)? Woran liegt es, dass immer mehr Komponisten jüngerer Zeit gleichzeitig auch wieder Interpreten sind? Früher war es einfach allumfassendes Musikantentum, das den Komponisten auch zum Interpreten machte, es gehörte einfach untrennbar zusammen und war eigentlich auch gar nichts Besonderes. Aber schon ein Schumann rieb sich und seine geschundenen Finger erfolglos am Modell des „Alleskönners“ und Supervirtuosen ab, seine eigene Musik braucht einfach zu viel Hingabe. Und das 19. Jahrhundert schließlich kennt eine besondere Bewunderung des Autoren an sich, es ist definitiv das Zeitalter der Komponistenbüsten auf den Klavieren der Hausmusiker. Das funktionierte übrigens auch umgekehrt – so waren Virtuosen wie Paganini fast gezwungen, ihre eigenen Werke zu komponieren, weil dies ihre Anerkennung noch erhöhte, und auch weniger kompositorisch begabte Interpreten fühlten sich bemüßigt, ihren Programmen aus Eitelkeit eigene Werke hinzuzufügen.

Bueste-Komponist

Um 1900 beginnt aber dann ein regelrechter Kult um die Interpreten – Sänger wie Caruso erlangen durch Schallplatten eine weltweite Berühmtheit, die vorher gar nicht vorstellbar war, und das vormals auf seine Wirkungsstätte Opernhaus beschränkte „Diventum“ wird zum weltweiten Phänomen. Film und Radio tun ein Übriges – plötzlich ist der Interpret kein Einzelereignis mehr, er wird multiplizierbar und gewinnt an Strahlkraft, wogegen der eigentliche Erzeuger der gesungenen und gespielten Musik immer mehr in den Schatten tritt. Aber noch die 20er und 30er Jahre kennen noch einen großen Respekt vor dem „Autoren“. Bigbands sagen noch artig die Komponisten einzelner Titel bei ihren Konzerten auf, und manch Chansonkomponisten gelingt noch eine gewisse Weltbekanntheit. Das Aufkommen der Popmusik schließlich erodiert das Interesse an der Autorenschaft zunehmend – Künstler wie Elvis sind so sehr eigenes Ereignis, dass es eigentlich nicht mehr interessant ist, ob ihre Titel auch von ihnen selber stammen. Tatsächlich werden nun Songs nicht mehr mit ihren Komponisten sondern mit ihren Interpreten assoziiert, die Beatles sind vielleicht die letzte Band, denen noch so etwas wie eine stets nachvollziehbare Autorenschaft einzelner Songs (wenn John singt, ist es auch von John usw.) gelingt oder wo dies überhaupt noch von Interesse ist. Nur noch Kenner der Popmusik könnten heute die wahren Komponisten von Madonna-Titeln benennen (es sind jedes Mal andere), es sind vom Selbstverständnis auch schon gar keine „Komponisten“ mehr, sondern „Produzenten“, die einen bestimmten „Sound“ basteln und die nur noch selten so etwas wie einen indviduell erkennbaren Personalstil anstreben, eher die Wünsche eines Interpreten erfüllen.

Als ich in der Jury des GEMA-Musikautorenpreis saß, war ich bass erstaunt, wie wenig meine Popkollegen über die Autoren diverser Popsongs wussten. Da hieß es dann immer: „Dieses Teil hat doch die XXX gesungen, das war geil, von wem ist das denn überhaupt? Lasst uns mal in der GEMA-Datenbank nachgucken…“. Auch bei DSDS – dem Ramschladen für abgenudelte Songs die noch einmal flittchenhaft aufgetakelt ins Rennen geschickt werden, wird kein einziges Mal auch nur erwähnt, von wem dieser Titel ursprünglich mal war, ein Großteil dieser „Kunst“ ist vollkommen namenlos und wird es vermutlich auch ewig bleiben. Seltsam – wogegen wir heute erstaunlich Genaues über die Autorenschaft von Liedern z.B. der Spätrenaissance wissen, ist uns unsere eigene Gegenwart größtenteils ein Geheimnis.

Einher mit dem Siegeszug der Interpreten geht auch  der eigentlich skurrile Aufstieg der „Metainterpreten“, also zum Beispiel der Dirigenten und Regisseure, die es in den vorherigen Jahrhunderten entweder gar nicht erst als eigenständigen Beruf gab, oder deren Arbeit eher im Verborgenen stattfand. Der „Maestro“ als eine Art übergeordneter Interpret – also einer, der die Interpreten interpretiert, und sich damit scheinbar über sie stellt – wäre im 16. Jahrhundert  in der Musik als etwas vollkommen lächerliches empfunden worden, ebenso der Theaterregisseur, der sich selber in der Interpretation eines Stückes verwirklicht.  Klassische Musik wird heute zu 99,9% über Interpreten verkauft, und selbst ein Pierre Boulez, der sich ja nun wirklich nicht als Komponist verstecken muss, trat vollkommen als Komponist hinter seiner Dirigiertätigkeit zurück. Wenn Anne-Sophie Mutter (wir erinnern uns) ein neues Violinkonzert präsentiert, ist es nicht wichtig, von wem es ist (Wolfgang Rihm) sondern allein die Tatsache, dass die scheinbar so tolle, moderne und aufgeschlossene Frau Mutter ein neues Violinkonzert zum Besten gibt, und damit ihre Weltnähe zum Ausdruck bringt. Das ist alles Marketing.

Der Interpret aber der selber das Komponieren anfängt, wird immer unerwünschter, weil er nicht mehr so leicht zu vermarkten ist, nicht mehr in eine einzelne Schublade passt – So wurden zum Beispiel Yevgeni Kissins kompositorische Ambitionen schon gleich von der Plattenfirma im Ansatz erstickt, nach ein paar fast verschämt platzierten Eigenkompositionen auf seiner Debüt-CD, ach wie lang ist das schon wieder her…Die interpretierenden Komponisten werden zunehmend von den Anforderungen des Betriebs ausgelaugt, ihr Output schwindet dann, siehe das schon genannte Beispiel Pierre Boulez, aber auch Oliver Knussen oder in jüngster Zeit auch Matthias Pintscher sind zu nennen. Neulich gab es in England sogar einen Aufschrei als Oliver Knussen wieder irgendeinen vornehmlich  Konzerte betreuenden Posten anzunehmen drohte – es wäre doch eine Schande, dass ein so guter Komponist sich von seinem Zweitmetier immer wieder vom Schreiben abhalten ließe.

Aus all diesem resultiert natürlich auch der Kult der Uraufführung, der uns Komponisten schon seit einiger Zeit zu schaffen macht. Eine Welturaufführung muss es sein, darunter läuft schon mal gar nichts (oder keiner hört hin), und beim Hinterherhetzen dieser einzigen „Sensation“, die das Komponistendasein noch so mit sich bringt, vergessen wir meistens die viel wichtigere Zweitaufführung. Schon ist es üblich, dass Interpreten und Festivals Neuer Musik sich mit den möglichst vielen vollbrachten Uraufführungen schmücken, anstatt damit, ein wirklich tolles Stück möglichst oft unter die Leute gebracht zu haben, was ja auch nicht das Schlechteste wäre. Aber in unserem Metier gibt es wenigstens noch so etwas wie einen Autor (auch wenn es inzwischen einen deutlichen Anstieg von Gemeinschaftskompositionen gibt, oder auch immer mehr komponierende Partner wie einst Helmuth Oehring und Iris ter Schiphorst, oder Babette Koblenz und Hans-Christian v. Dadelsen) während in der Popmusik eigentlich immer mehr Kollektive am Werk sind, bei denen der Einzelne ganz bewusst hinter der Gesamtleistung verschwindet, eine Entwicklung, die durch das Internet und seine anonymen Gruppenleistungen verstärkt wird.

Jeder von uns, der die berühmten „Partygespräche“ mit Nichtmusikern und manchmal sogar Musikern über das Komponistendasein führt, ist oft erstaunt über die skurrilen Vorstellungen, die über diesen Beruf herrschen, zuallererst einmal natürlich, dass die ja gar kein richtiger Beruf sei, und dass die „richtigen“ Komponisten ja eigentlich schon alle tot sind. Das Kino, dass die Entwicklung anderer Künste im Schnelldurchlauf nachgeholt hat, kennt alles: den Beginn in der Anonymität, als Schaubudenspektakel, dann das Aufkommen des Auteurs mit großen Künstlern wie Eisenstein, Griffiths oder Lang bis hin zu Hitchcock und Truffaut, dann die Hochphase des „Autorenfilms“ in den 70ern (parallel zum so genannten„Regietheater)“ und dann das langsame Verblassen des „Regieautoren“ als bestimmender Kraft gegenüber einem wesentlich größeren Interesse an Filmstars und –sternchen und deren diversen Eskapaden. Auch hier wieder ein Zurücktreten des Autors. Allein in der Literatur hat sich so etwas wie ein Nimbus des Autors bewahrt, wahrscheinlich weil hier keine Interpreten den Blick auf die Autorschaft verstellen können (obwohl – wer weiß, vielleicht sind in 10 Jahren die Vorleser von Hörbüchern grössere Stars als die Autoren selber – Ansätze hierzu gibt es durchaus).

Ich lamentiere hier nicht – grüble nur über die Gründe dieser Entwicklung nach. Denn im schlimmsten Falle ist dann in gewisser Weise unser Ringen nach mehr Aufmerksamkeit für Komponisten Neuer Musik von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wenn alles immer so bleibt – was natürlich nie der Fall ist. Vielleicht ist aber auch die große Sehnsucht nach einem Übersetzer einer zunehmenden Verunsicherung gegenüber einer immer komplexer werdenden Welt geschuldet, in dem uns diejenigen, die uns einen Teil der uns umgebenden Zeichen erklären oder sie zumindest überschaubar machen, mehr Ansehen genießen als diejenigen, die zu dieser Zeichenwelt noch weitere hinzufügen. Wie auch immer – auch diese Problematik ist eine Herausforderung an uns alle, ästhetisch wie praktisch. Wollen wir sie annehmen, Freunde?

Das wünscht sich Euer Bad Boy
Moritz Eggert

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5 Antworten

  1. Hallo,

    ich kann die Geschichtsdarstellung zwar nicht ganz teilen: so ist zu Mozarts Zeiten der Komponist nur dann bekannt geworden, wenn er auch gleichzeitig Interpret war und auf Opernplakaten der damaligen Zeit war es durchaus nicht üblich den Komponisten überhaupt zu benennen, wenn, dann vielfach in kleiner Schrift, die Hauptattraktion der Oper war mit Sicherheit der/die SängerIn.
    Viel Interessanter ist, was heute abläuft:

    KomponistInnen unserer Tage haben es viel einfacher; sie werden groß herausgestellt, das aber äußerst selten. (hihi – blöder Kalauer am Rande)
    In den siebziger und achtziger Jahren war es in der Regel noch so, dass bei Plakaten (klassischer/romatntischer Musik) der Komponist die größte Schrift hatte, danach Interpreten und der Klavier-„begleiter“ im Gesangsabend — den konnte man auch noch gut lesen, wenn man Interesse hatte.
    In Interviews wurde von den Dirigenten/ Interpreten das Wort vom „Dienst an der Musik“ propagiert – das, natürlich auch, um über die Medien den Eindruck der sympathischen Bescheidenheit zu verbreiten.
    Der erste Dirigent, der (so in meiner Erinnerung) auf den Plakaten in größeren Lettern erschien als der Komponist war – na, wer schon – Karajan, das eitle Arschloch.
    Aber seien wir nicht päpstlicher, als der Papst: Eitelkeit – ihr könnt es ruhig zugeben – gehört zum Geschäft – und hier hapert es bei den KomponitInnen erheblich.
    Wo ist der/die KollegIn aus Komponistenkreisen der E-Musik, der/die mit Sex-Exzessen, Prügelorgien, Sauf-Tiraden, Drogen-Delikten etc. auffällt? –
    (vom einen oder anderen Interpreten wird da schon was kolportiert)

    Jetzt werden alle sagen: das lenkt von der WAHREN KUNST und deren EDLEN INHALTEN ab. – falsch(!), genau umgekehrt: ES LENKT DORT HIN !!!

    Darum: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s völlig ungeniert.

    wechselstrom

  2. peh sagt:

    Man kann den Grad des historischen Sinnes, wel-
    chen eine Zeit besitzt, daran abschätzen, wie diese
    Zeit Uebersetzungen macht und vergangene Zeiten
    und Bücher sich einzuverleiben sucht. […] Sollen
    wir das Alte nicht für uns neu machen und uns in
    ihm zurechtlegen? […] Sollen wir nicht unsere See-
    le diesem todten Leibe einblasen dürfen? denn todt
    ist er nun einmal: wie hässlich ist alles Todte!

    Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft. In: Kritische Studienausgabe. Herausgegeben von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, Band 3, München 1999, S. 438/439.

  3. eggy sagt:

    @wechselstrom

    ich kann die Geschichtsdarstellung zwar nicht ganz teilen: so ist zu Mozarts Zeiten der Komponist nur dann bekannt geworden, wenn er auch gleichzeitig Interpret war…

    Also ich glaube hier täuschst Du Dich! Mozart als (auch nur als Kind) bewunderter Virtuose UND Komponist ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Die meisten Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts waren in der Lage mehrere Instrumente zu spielen oder ein Orchester zu leiten, das gehörte einfach zum „Musikantentum“, ihr Ruhm baute aber nur sehr selten auf ihrem Virtuosentum auf, sondern schon immer sehr früh auf ihren kompositorischen Fähigkeiten. Beides in Personalunion wie bei Liszt oder Mozart ist eher die Ausnahme.
    Die Liste der Gegenbeispiele ist endlos, soll ich ein paar nennen? Na gut, um Mozart herum:
    Haydn (beide), Telemann, Salieri, Pergolesi, Rameau, Gluck usw., usw., usw..
    Die Behauptung man wäre als Komponist nur bekanntgeworden, wenn man auch toller Interpret gewesen wäre, lässt sich also leicht widerlegen, sorry.
    Schon ein flüchtigster Blick auf die Biographien dieser Herren zeigt, dass ihre Fähigkeit auf dem Instrument nicht das Entscheidende war, sondern einzig und allein ihre Kompositionen.

    Dein Kommentar mit den Opernplakaten verwundert auch, wurden die Komponisten damals durchaus hervorgehoben genannt, eigentlich sogar mehr als heute (inzwischen liest man auf Opernplakaten eigentlich nur noch den Titel und das Opernhaus in dem es stattfindet). Bei einem Filmplakat war auch noch nie der Name Spielberg größer gedruckt als der Titel seines Films, und bei Buchtiteln ist es ganz genauso. Was genau meinst Du also? Hier ein sehr schnell gefundes Gegenbeispiel:
    http://www.castle.ckrumlov.cz/img/1253.jpg
    (hier wird der Auftraggeber besonders hervorgehoben, ganz so als ob heute steht: „Oper Frankfurt präsentiert…“

  4. Hallo Eggy,

    „Eine große Oper in zwei Akten von Emanuel Schikaneder“
    stand auf dem Plakat der Uraufführung von Mozarts Zauberflöte –
    Das Schikaneder-Theater, in dem Mozarts Zauberflöte uraufgeführt wurde, war übrigens nicht das Theater an der Wien (das gehörte später auch Schikaneder) sondern das Freihaustheater –Dieses Wiener Vorstadt-Theater war Teil eines Wohnkomplexes, eines großen Areals – Wohnsiedlung, Werkstätten, Hühnerzucht etc., – einer Stadt in der Stadt oder besser gesagt, einer künstlich erbauten Stadt. Das Theater hatte 1000 Plätze und gehörte einem Grafen, der es an Schikaneder vermietete.
    Es ist sicher interessant Mozarts Leben hier zu erörtern – in der Fülle seiner Tätigkeitsfelder war er keine Ausnahme sondern die Regel – er beherrschte wie viele andere auch mehrere Instrumente (z.B. Violine, Klavier, Orgel), war Dirigent (damals noch vom Klavier aus – so ähnlich wie Duke Ellington kann man sich das vorstellen) etc.
    Auch das 19. Jahrhundert hält eine Menge komponierender Virtuosen bereit – eigentlich waren alle Virtuosen auch Komponisten – es gehörte einfach dazu, komponieren zu können. (Sigismund Thalberg etc. heute alle vergessen)

    Zu unterscheiden ist die Sichtweise unserer Zeit und die Sichtweise der Zeit selbst.

    Das Plakat von Mozarts UA des „Figaro“ (damals noch am Hof-Theater, das war die Edel-Bühne)
    http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2006/05/01.jhtml?pbild=1

    (den Namen Mozart kann man hier noch knapp erkennen)

    darf man jetzt nicht mit einem Filmplakat von heute vergleichen, denn Filme werden über Trailer im Fernsehen beworben etc. hier sind ganz andere Vermittlungswege wirksam, die im 19. Jahrh. Und früher noch nicht zur Verfügung standen.

    Meine Frage ist: gab es im 19. Jahrhundert und früher den reinen Komponisten, so wie es ihn heute gibt, also den Typ, der, mit Empfehlungsschreiben von Professor X und Y, von Künstler-Schloss Wiepersdorf, über Künstlerhof Schreyhan, Künstlerdorf Schöppingen, mit Abstecher in die Gärten von Schloss Solitude oder wahlweise Villa Concordia Bamberg hoppelt, um sein Leben als Bundesverdienstkreuzträger zu beenden?

    Unter solchen Voraussetzungen muss es nicht verwundern, wenn die Öffentlichkeit gähnt.

    Ihr wollt mehr Ruhm? – Katharina Clement (Komponistin) räkelt sich unter dem Flügel und klöppelt (Interpretin) leise Klangfiguren an den Resonanzkörper des schwarzen Ungetüms – das ist ein hoffnungsvoller Beginn – jetzt muss nur noch die/ihre Musik selbst ähnliche Kräfte entfalten – ich bin sicher da ist im Material noch vieles drin verborgen, man muss es nur herauskitzeln – und der Erfolg ist fast garantiert.
    FAST, denn die Öffentlichkeit liebt es auch heute noch (gleichgültig ob Pop, Rock oder Moderne E-Musik) den Künstler mit einem Bild, einer Vorstellung von Freiheit zu verknüpfen (ob das dann stimmt oder nicht ist eigentlich egal).
    Auf den Schlössern, Villen und ehemaligen landwirtschftlichen Produktionsstätten erwirbt man so etwas nicht.

    wechselstrom

  1. 21. August 2009

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