Werbung

 

Wie Enja Records auf seiner Facebookseite bekannt gab, ist Label-Mitbegründer Horst Weber am 24. Februar 2012 im Alter von 78 Jahren in Garmisch-Partenkirchen verstorben.

Im Juli 1971 legte Horst Weber gemeinsam mit seinem Partner Matthias Winckelmann mit einer Live-Aufnahme eines Konzerts des Pianisten Mal Waldron im Münchner Jazzclub “Domicile” den Grundstein für ihr Label, das in den folgenden Jahren große Bedeutung für den internationalen Jazz erlangen sollte. 1986 trennten sich die Wege der beiden – Weber zog sich ganz aus der Jazzszene zurück, Winckelmann führt das Unternehmen Enja weiter bis heute. Im vergangenen Herbst konnte Enja Records sein 40-jähriges Bestehen mit einer Konzertreihe und einem Festkonzert im Münchner Carl-Orff-Saal feiern.

Zum Gedenken, die Aufnahme, mit der damals alles begann…

Die Trauerfeier findet statt am Montag, 5. März um 13 Uhr am Münchner Waldfriedhof, Eingang Loretto-Platz.

 

Nach 12 Jahren geht in der laufenden Spielzeit die Konzertreihe “Jazz im Gärtnerplatz” zu Ende. Das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz gibt mit der vom Trompeter Johannes Faber gestalteten Reihe ein festes Programmelement mit Seltenheitswert an einem staatlichen Opernhaus auf. Viele internationale Schwergewichte konnte Faber in das kleinere der beiden Münchner Staatstheater locken, das einen wesentlich intimeren Rahmen bot, als die großen Festivalbühnen, auf denen man Abdullah Ibrahim, Herbie Hancock oder Ron Carter sonst bewundern kann. Besonders waren in dieser Hinsicht auch die Jamsessions, die in der Kantine oder im Foyer des Theaters das ein oder andere Konzert zu einem wunderbaren Abschluss brachten. Ein Gag am Ende jedes Konzerts war der Auftritt von Faber selbst, der nicht nur alle Abende moderierte, sondern auch als musikalischer Gast immer wenigstens einen Song mitspielte. Faber dürfte wohl einer von ganz wenigen Konzertveranstaltern gewesen sein, bei denen sich die Musiker so etwas gefallen lassen.

Auch das Neujahrskonzert der Allotria Jazzband gehörte seit immerhin elf Jahren zu Jazz im Gärtnerplatz.

Johannes Faber verschwindet zum letzten Mal durch die Tür in der Bühne des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Foto: johannesfaber.info

Nach 65 Konzerten ist nun vorerst Schluss. Das Theater schließt in der kommenden Saison für umfangreiche Sanierungsarbeiten. Ob der Jazz danach wieder einen Platz haben wird, ist unklar. In den Ausweichspielstätten sei kein Platz für Jazz, heißt es. Das klingt eigenartig, wenn dort immerhin Opern und Operetten gegeben werden sollen. Aber einen Neustart der Reihe schließt das Theater zumindest nicht aus.

Es endet (zunächst) alles wie es vor zwölf Jahren am 11. Januar 2000 begann. Mit einem Konzert von Johannes Fabers Band “Consortium”.

Mit dabei sind Adrian Mears (Posaune und Didgeridoo), Joerg Reiter (Piano), Dave King (E-Bass), Guido May (Schlagzeug). Als Special Guest, Johannes Fabers Sohn, Joachim Deutschland (Gesang, Gitarre).
Wer noch dabei sein will, kann sich an der Abendkasse Stehplatzkarten besorgen. Ansonsten ist das Konzert ausverkauft.

 

Jazz im Gärtnerplatz – Das Abschiedskonzert
johannes fabers consortium
Dienstag, 31. Januar 2012, 20 Uhr, Staatstheater am Gärtnerplatz München

 

Links:

Staatstheater am Gärtnerplatz

Johannes Faber

 

 

Für das nächste Konzert der Reihe “New York im Bayerischen Hof” verlosen wir 2 x 2 Karten.

Zum Mitmachen einfach ein E-Mail mit dem Betreff “Ronnie Baker Brooks” schicken an: gaisa@nmz.de. Einsendeschluss: Mittwoch, 07.12., 12 Uhr.

Aus der Presseinfo:

Ronnie Baker Brooks, der Kronprinz des Chicago Blues, wurde 1986 festes Mitglied der Band seines Vaters Lonnie Brooks, in welcher er bis 1998 spielte. Danach begann er eine Solokarriere, jammte mit Größen wie Albert Collins, Stevie Ray Vaughan, Luther Allison, Buddy Guy und wurde einer der begehrtesten Live-Acts der internationalen Blues-Szene. 1999 wurde er über Nacht zum Bluesstar: „Best New Blues Album“, „Best Chicago Blues Debut Album“, fünf Mal wurde er zum “Real-Blueser des Jahres“ gewählt.
Ronnie Baker Brooks vereint die Schule der Altmeister des Chicago-Blues mit funkigem, rockigem und modernem Blues. Seine Spielweise ist hart; sein Blues hat mehr vom Blues-Rock eines Jimi Hendrix, als von den ländlichen Sounds eines Muddy Waters.
Ronnie Baker Brooks quält seine Gitarre erbarmungslos. Mit Kraft und flinken Fingern produziert er einen eigenständigen Sound mit eigenen Songs. Wer auf Luther Allison, Buddy Guy oder Sherman Robertson steht, sollte ihn sich nicht entgehen lassen!

Bayerischer Hof München – Night Club
EINLASS: 20:00 Uhr / BEGINN: 21.00 Uhr
EINTRITT: VVK € 30,00 zzgl. VVK-Gebühren; AK € 30,00

 

Links:

Ronnie Baker Brooks Website

Bayerischer Hof München

 

LUX – 3 Herbstkonzerte des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern mit dem Bayerischen Jugendchor

Das Herbstprojekt des Bayerischen Landes-Jugendjazzorchesters ist in diesem Jahr eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Bayerischen Landesjugendchor unter dem Motto „Lux – Licht“.

Im ersten Teil des Programms beschäftigt sich der Landesjugendchor unter der Leitung von Gerd Guglhör mit der zeitlosen Thematik des Lichts als lebens- und sinnspendender Kraft in Werken von Johann Sebastian Bach bis zum Zeitgenossen Thomas Jennefelt.

Herzstück des gemeinsamen Programmteils mit dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern wird ein Requiem von Nils Lindberg sein. Die Leitung dabei hat Fred Sjöberg, Chordirigent an der Royal Academy of Music in Stockholm und Örebro. Die Solisten sind Gunnel Sjöberg (Sopran), Ulrike Malotta (Mezzosopran) und Andreas Burkhart (Bariton). Continue reading »

 

Das Münchner Label Enja Records feiert im Oktober, November und Dezember sein 40-Jähriges Jubiläum mit einer Reihe von Konzerten.

Die Konzerte finden in Kooperation mit dem Münchner Jazzclub Unterfahrt statt. Highlights dürften die Konzerte der “Alten Herren” Dusko Goykovich (24.10.), der gleichzeitig seinen 80. Geburtstag feiert,  und Lee Konitz sein, der mit Minsarah nach München kommt (3.11.).

Ebenfalls mit dabei: Angelika Niescier Trio, Anke Helfrich Trio, Lisa Wahlandt, Trio ELF, Susi Hyldgaard Trio, Pascal Schumacher Quartet, Malcolm Braff Trio und zum Abschluss im Dezember Jenny Evans mit Trio.

Beim Galakonzert am 20. Oktober 2011 im Gasteig (Carl-Orff-Saal) sind dann das italienische Brass-Ensemble La Banda & Renaud García-Fons für die Musik zuständig.

 

Links:

Karten für das Konzert im Carl-Orff-Saal

Jazzclub Unterfahrt

Enja Records

 

Die nmz und die jazzzeitung verlosen Tickets für die Cinema Lounge beim Jazzsommer 2011 im Bayerischen Hof in München.

Die Cinema Lounge ist der tägliche “Opener” zu den Festival-Konzerten im Night Club und zeigt Konzertaufnahmen aus den Zeiten des Münchner Klaviersommers. Am Freitag wird zum Beispiel das legendäre Gasteig-Konzert von Miles Davis im Jahr 1988 gezeigt. Am Samstag gibt es dann “Keith Jarrett – Tokyo Solo” – natürlich nicht beim Klaviersommer aufgenommen – macht aber nix … Außerdem im Programm: Stan Getz „The Final Concert Recording“, Lionel Hampton and His Golden Men of Jazz.

Hier geht’s zur Ticketverlosung.

tokyo-s

Keith Jarrett – Tokyo Solo am 23.07.2011 in der Cinema Lounge.

 

Mit dem Konzert von Al Jarreau startet heute der Jazzsommer im Bayerischen Hof in München.

Als Nachfolger des 1981 gestarteten Vorgängermodells Münchner Klaviersommer ist der Jazzsommer zwar erst 2007 an den Start gegangen. Aber bereits seit 1991 ist das Hotel am Promenadenplatz ein Spielort des Klaviersommers gewesen.

Al_Jarreau

Eröffnet den Jazzsommer 2011: Al Jarreau. Foto: Chaplin Entertainment

Das weitere Programm im Festsaal und im Night Club finden Sie hier.

Für das Vorprogramm in der Cinema Lounge, in der Konzertfilme aus den alten Zeiten des Klaviersommers gezeigt werden, wird es demnächst an dieser Stelle eine Ticketverlosung geben. Stay tuned!

Links:

Bayerischer Hof – Night Club

Jazzsommer 2011 auf nmz.de

 

Anfang Mai ist Kurt Maas, der ehemalige Leiter der Jazzabteilung des Richard-Strauss-Konservatoriums (heute Hochschule für Musik und Theater) München, im Alter von 68 Jahren gestorben.

Noch vor wenigen Jahren war seine Erscheinung eine Institution am “Kons” im Münchner Gasteig gewesen. Er hat die Anfangsjahre der Jazzabteilung entscheidend geprägt und durch seine gut funktionierenden Netzwerke, auch ins Lager der “Klassiker”, die Sache der Jazzer vorangetrieben.

Ganz einfach war es nicht immer mit ihm. Für uns Studenten war sein traditionalistischer Harmonielehre-Ansatz nicht der Weisheit letzter Schluss und das Rhythmus-Silben-Singen seiner “1000 Rhythmus-Patterns mit Jazz-Phrasierung” ein gefürchteter Termin im Wochenplan. Unsere Idole waren nicht die seinen und manch zukünftiger Jazzer hatte kein Verständnis für den von Kurt so wichtig erachteten “ganzheitlichen” Ansatz mit der umfassenden klassischen Bildung im ersten Studienjahr. Im Nachhinein haben die verordneten Klassik-Kurse wohl keinem geschadet, vielen genutzt und die drängende Frage, ob eine maj7 im Tonika-Akkord nun als Spannungston zu bezeichnen ist oder nicht, erscheint mir heute nicht mehr so entscheidend wie damals, als wir uns Kurts Auffassung so vehement entgegenstemmten.

Trotz der Dissonanzen zwischen dem Traditionalisten und uns besserwisserischen Modernisten habe ich Kurt als liebenswerten Menschen in Erinnerung, der uns oft mit seinem lustigen fränkischen Akzent zum Lachen brachte, wenn er wieder einmal musikalische Fachausdrücke und Jazzstandards zu skurilen Wortschöpfungen (“…des is ‘ne Tobbeltominande”, “…spielt’s mal Wuddchubber Balls” oder “…ihr müsst den Rhidhmus underdeilen!”) verdrehte. Die Bedeutung des “Underdeilens” zeigte er uns regelmäßig als Bigband-Leader auf der Bühne des Carl-Orff-Saals, wenn er mit Verve unser Studi-Ensemble dirigierte, dabei mit zackigen Bewegungen die Kicks markierte und dazu seine typischen wiegenden Bewegungen machte.

Kurt Maas. Foto: @lle-noten.de

Kurt Maas. Foto: @lle-noten.de

Die Leiden, die Kurt zwei Jahre lang durch mein uninspiriertes Klavierspiel – und wohl auch das einiger anderer – erdulden musste, hat er mir hoffentlich verziehen. Damals konnte er sich davor freilich nur durch den obligatorischen Gang zum Imbiss retten, wo er seine tägliche Aufbauration  – ein Paar Wiener-Würschtl – erstand, ohne die man sich den Kurt gar nicht vorstellen mag.

Kurt Maas hat gerne von seinem Jazz erzählt und sich besonders gefreut, wenn auch die Klassik- und Lehramtstudenten in seine Kurse kamen. Gerade mit seiner Fähigkeit, den richtigen Leuten die Bedeutung einer Jazzausbildung im Hochschulbereich zu vermitteln und sein Händchen, etwas im politischen Bereich für die Studierenden zu bewegen, hat er uns geholfen. Was ich persönlich bedauere ist, dass ich ihn nie bei einer seiner Akkordeon-Performances gehört habe, denn ein guter Jazz-Akkordeonist ist eine Seltenheit und ein solcher soll er gewesen sein, der Kurt.

Jetzt zeigt er wahrscheinlich den Engeln auf Wolke 7, was eine “Tobbeltominande” ist und wie man anständig “den Rhidhmus underdeilt”.

Danke, Kurt! Mach’s gut!

 
Der März sieht wieder einige Jazzfestivals in Deutschland:

Im Süden der Klassiker, die Internationale Jazzwoche Burghausen und in München die interdisziplinären Festivals Jazzlines (27. März – 7. April) und ffAT (17.–19. März)

im Südwesten das Jazzfestival St. Ingbert (18.–27. März),

im Norden und Nordosten die Jazztage Emsdetten (17.–19. März) und der Neubrandenburger Jazzfrühling (23.–27. März),

Get The Blessing bei der Brit Jazz Week. Foto: John Minton

Get The Blessing bei der Brit-Jazz-Week. Foto: John Minton

im Osten das LeipJazzig-Festival (24.–27. März) und

quer durch Deutschland nach Österreich in 13 Städten und 14 Clubs die Club-Tour Brit-Jazz Week (14.–20. März; 21.–27. März).

 

Am 23. Januar 2011 haben mit der Performance von Wanja Slavin Lotus Eaters die Konzerte des BMW Welt Jazz Award 2011 begonnen.

An zwei Sonntagen im Monat finden bis zum 13. März noch fünf weitere Jazz Matineen im Doppelkegel der BMW Welt statt. Nach dem Gesangsschwerpunkt im letzten Jahr, stellen sich unter dem diesjährigen Motto “Two horns and more” Solostimmen mit kleinem Ensemble dem Wettbewerb um den BMW Welt Jazz Award – und um die 10.000 Euro Preisgeld. Die Jury nominiert nach dem sechsten Konzert die beiden Finalisten, die am 9. April 2011 um 20 Uhr im Auditorium der BMW Welt auftreten.

Die Matineen beginnen jeweils um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei, ein nettes Feature, das die BMW Welt bei den Matineen im Doppelkegel seit dem Start des Kulturprogramms 2007 beibehalten hat.

Das Finale gibt’s leider nicht umsonst zu sehen.

Der Ticketverkauf beginnt heute (23.1.11) in der BMW Welt und bei München Ticket.

Konzert im Doppelkegel bei den Jazzwochen 2007

Konzert im Doppelkegel bei den Jazzwochen 2007. Foto: Jörg Lichtinger

BMW Welt Jazz Award 2011. Die Termine:

23. Januar 2011: Wanja Slavin Lotus Eaters
30. Januar 2011: Rosario Giuliani 5et featuring Flavio Boltro
13. Februar 2011: Matthias Spillmann´s mats-up
27. Februar 2011: Nils Wogram´s Root 70
06. März 2011: SUBTONE
13. März 2011: Christof Lauer Trio

Doppelkegel BMW Welt

Doppelkegel BMW Welt. Foto: Jörg Lichtinger

Weitere Infos:

BMW Welt Jazz Award

© 2011 JazzZeit © 2010-2011 JazzZeit as a part of Jazzzeitung. Suffusion theme by Sayontan Sinha