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Platz 1 für Schneeweiss und Rosenrot aus Berlin. Foto: Manfred Rinderspacher

Die Band Schneeweiss und Rosenrot hat sich am vergangenen Wochenende im Finale des Neuen Deutschen Jazzpreises durchgesetzt. Die 500 Zuschauer in der voll besetzen Alten Feuerwache in Mannheim gaben dem Quartett am meisten Stimmen und die Berliner (Lucia Cadotsch/Gesang, Marc Lohr/Schlagzeug, Petter Eldh/Kontrabass, Johanna Borchert/Piano) könnnen sich nun des MVV Energie-Bandpreises nebst 10.000 € erfreuen.

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Am 9./10. März 2012 geht der Neue Deutsche Jazzpreis Mannheim in die siebte Runde. Wer dabei sein und beim einzigen Publikumspreis für professionelle Bands seine Stimme abgeben will, muss am Samstag, 10. März in die Alte Feuerwache nach Mannheim kommen. Dort spielen drei Bands jeweils ein Set, das Publikum stimmt direkt im Anschluss an das letzte Set mittels Stimmzettel ab.

Die in Mannheim antretenden Bands sind:

1) Schneeweiss und Rosenrot
2) Center
3) DRA

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lauther Wolfgang Lauth, „einer der führenden Pianisten und Komponisten der deutschen Jazzszene“ (Emil Mangelsdorff) starb am 30. August im Alter von 80 Jahren in seinem Wohnort Mannheim. In den Fünfzigerjahren gehörte er zu jenen deutschen Jazzmusikern, die „dafür sorgten, dass der Jazz im Nachkriegsdeutschland nicht nur hinter den Amis herhechelte, sondern eigene Bahnen einschlug“ (Werner Burkhardt). Mit seinen Quartett-Formationen orientierte er sich am Modern Jazz Quartett, ohne bei gleicher Vorliebe für Bach und Barock das Vorbild zu imitieren. Sein „individueller Beitrag zum Cool Jazz macht(e) Lauth zu einem seiner europäischen Innovatoren“ (Martin Kunzler) Mit Joachim Ernst Berendt tourte Lauth in 150 Vorstellungen mit dem Programm „Jazz und Alte Musik“ durch die Bundesrepublik. Die daraus entstandene LP erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. In dem von ihm mit gegründeten legendären Heidelberger Jazzclub „Cave 54“ war er musikalischer Leiter und Hauspianist. Später komponierte er viel für Film und Fernsehen, Theater und Ballett. Trotz angegriffener Gesundheit trat er bis ins hohe Alter mit seinem Trio auf. Von seinen zahlreichen Plattenaufnahmen haben Bear Family („Lauther“ und „Noch Lauther“) sowie Vineta records („Rückblicke“ 1 + 2) noch heute hörenswerte Zusammenstellungen auf CD wieder veröffentlicht.

 

Wer hätte das gedacht…

[em] – das Trio von Michael Wollny (p), Eva Kruse (b) und Eric Schaefer hat in Mannheim den Neuen Deutschen Jazzpreis gewonnen. Michael Wollny konnte sich dabei auch den Maritim-Solistenpreis sichern.

Dieses Ergebnis ist in etwa so überraschend wie der Gewinn der Champions-League für den FC Barcelona in dieser Saison, gepaart mit einer Ehrung von Lionel Messi als bestem Spieler des Turniers. Im Fußball ist noch eine Überraschung möglich, beim Jazzpreis hat der Favorit gesiegt.

[em] freuen sich über 10.000 €. Foto: Manfred Rinderspacher

em freut sich über 10.000 €. Foto: Manfred Rinderspacher

Außerdem waren beim Finale in der Alten Feuerwache Mannheim dabei: Das Zodiac Trio und Studnitzky. Diesmal hat es für die beiden Trios gegen einen spielerisch überlegenen Gegner aber nicht zum Titel gereicht…

Mitschnitte der Konzerte sind auf  SWR 2 am

26.04.2011 und 03.05.2011,

jeweils um 19.05 Uhr zu hören.

 

Der Kurator hat seine Wahl getroffen.

Bojan Z., Kurator bei der diesjährigen 6. Ausgabe des Neuen Deutschen Jazzpreises, hat aus den Bands, die nach der Vorauswahl übriggeblieben waren, drei Formationen für das Finale im März ausgesucht. Wie im letzten Jahr Kenny Wheeler, entschied sich auch Bojan Z. für drei Trios.

Die Finalisten 2011:

  • Studnitzky

Sebastian Studnitzky (Piano, Keys, Trompete)
Paul Kleber (Bass)
Tommy Baldu (Schlagzeug)

  • Zodiak Trio

John-Dennis Renken (Trompete, Elektronik, Loops)
Andreas Wahl (Elektrische Gitarre, Fretless-Gitarre, E-bow, Loops)
Bernd Oezsevim (Schlagzeug,, Percussion)

  • [em]

Michael Wollny (Piano)
Eva Kruse (Bass)
Eric Schaefer (Schlagzeug)

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Der Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird am 12. März 2011 bei einem Festival in der Alten Feuerwache Mannheim vergeben. Aus allen Einsendungen wählt der Veranstalter IG Jazz Rhein-Neckar e.V. mit Hilfe eines Kurators (2011: Bojan Z.) drei Bands aus, die am Festivalwochenende (11./12.3.2011) in der Alten Feuerwache Mannheim mit ca. 45-minütigem Konzertprogramm gegeneinander antreten. Der Preis selbst wird dann vom Publikum mittels Abstimmung vergeben.

Leistungen des Neuen Deutschen Jazzpreises:

- die Gewinnerband erhält den MVV Jazzpreis in Höhe von 10.000.- Euro (per Überweisung)

- zusätzlich erhält ein Musiker (unabhängig vom Bandpreis) den “Maritim-Solistenpreis” in Höhe
von 1.000.- Euro

- die 2. und 3. platzierten Bands erhalten pro Musiker eine Gage in Höhe von 200.- Euro
(brutto) und zusätzlich Erstattung der tatsächlich entstandenen Reisekosten (pro Band
maximal 300.- Euro)

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Der Kurator 2011: Bojan Zulfikarpasic (Bojan Z.) Foto: Zijah Gafic

Kriterien:

- Genre Jazz

- Mehrzahl der Bandmitglieder muss ihren Wohnsitz in Deutschland haben

- Bewerbung: aktuelle CD mit 3 Stücken in der Wettbewerbsbesetzung,
Bandinfo, Pressefoto (gerne digital) & unterschr. Anmeldeforular an:
IG-Jazz Rhein Neckar e.V., Brückenstr. 2, 68167 Mannheim


Anmeldeschluss: 31.10.2010

Weitere Infos unter und Anmeldeformular:
www.neuerdeutscherjazzpreis.de

 

Nachdem die letzten Wochen voller jazziger Echos waren, möchte ich noch einmal in den Wald hineinrufen und das Augenmerk auf einen Deutschen Jazzpreis richten, der nicht von der Musikwirtschaft, sondern, nach einem Gang durch mehrere Instanzen, vom Endverbraucher selbst vergeben wird. Der Neue Deutsche Jazzpreis in Mannheim. Derzeit erhält der Veranstalter, die IG Jazz Rhein-Neckar, jährlich etwa 200 Bewerbungen von deutschen Bands. Man kann also sagen, dass sich die deutsche Jazzszene hier durchaus in der Breite repräsentiert.

Die Ausscheidungsprozedur: Nach einer Vorauswahl, getroffen in Zusammenarbeit mit dem Jazzinstitut Darmstadt und einzelnen Journalisten, werden etwa ein Dutzend Bands an einen jährlich wechselnden Kurator weitergegeben. Dieser sucht dann drei Finalteilnehmer aus, die sich in Mannheim konzertant präsentieren dürfen. Das Publikum bestimmt anschließend an die Konzerte mittels Stimmzettel den Gewinner. So zuletzt geschehen im März 2010, wobei das Tim Allhoff Trio den Zuschlag und 10.000 € erhielt (Bericht demnächst in Ausgabe 03/2010 der Jazzzeitung).

Was die mediale Aufmerksamkeit angeht, besteht natürlich kein Vergleich zum ECHO JAZZ, aber auch in den Fachmedien wird überraschend wenig Aufhebens gemacht um diesen Preis, der vergleichsweise hochdotiert ist und unter Beteiligung anerkannter Jazzgrößen (in diesem Jahr Kenny Wheeler) vergeben wird. Meine Frage (auch an die mitlesenden Musiker und Journalisten), wieso bewegt ein Echo für den Jazz, ob negativ oder positiv gesehen, die Jazzwelt weit mehr als dieser handgemachte “Underground”-Preis? Zugegeben, nicht jeder mag das Prinzip unterstützen, dass der Preisträger vom wankelmütigen und beeinflussbaren Publikum ermittelt wird, aber kommerzielle “Verunreinigung” ist hier zumindest auszuschließen.

Taugt der NDJP also nicht zum Mekka der geknechteten Jazzarbeiter, die in Bochum keiner auf die Bühne bitten will? Wobei, der letztjährige Gewinner Frederik Köster durfte sich in diesem Jahr auch in Bochum seinen Preis abholen – zur Regel wird das aber sicher nicht. Oder hat Dieter Gorny am Ende auch schon die Mannheimer Jazz-Recken verhunzt?

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