Werbung

 

Auf YouTube können sich Fans des Vijay Iyer Trios einen Teaser zur aktuellen CD (“Accelerando”) anschauen. Interviewschnipsel und Konzertausschnitte geben einen Eindruck der Stücke…

 

“Accelerando” ist bei ACT Music erschienen (VÖ: 24.02.2012)

Continue reading »

 


Die Jazzzeitung verlost 5 Exemplare des neuen ACT-Samplers “In the Spirit of Jazz: Magic Moments”.

Mit dabei: das einzige Piano-Solo-Stück, das Esbjörn Svensson jemals aufgenommen hat. Und Musik von u.a. Youn Sun Nah, Nils Landgren, Viktoria Tolstoy, Leszek Mozdzer und Wolfgang Haffner.

Zum Mitmachen einfach ein E-Mail mit dem Betreff “Magic Moments” mit Angabe der Postadresse schicken an: gaisa@nmz.de

Einsendeschluss ist der 20.10.2011.

Links:

 

 

echo-jazz-2011

… schon wieder!

Bereits bei der letztjährigen offenen Wahl in den Kategorien Label des Jahres und Live-Act des Jahres zur Premiere des ECHO Jazz konnten die bayerische Weltmusik-Fraktion Quadro Nuevo und das Münchner Label ACT Music & Vision die meisten Stimmen für sich verbuchen.

Live-Act des Jahres 2011: Quadro Nuevo. Foto: GLM Music GmbH

Live-Act des Jahres 2011: Quadro Nuevo. Foto: GLM

Die Gewinner der beiden Kategorien waren nicht von der Jury bestimmt worden, sondern in einem offenen Online-Voting der Fachzeitschrift Jazzthing ermittelt worden.

Näheres zur Preisverleihung am 17. Juni 2011 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden:

http://www.echojazz.de/

http://www.glaesernemanufaktur.de/

ECHO Jazz in Rundfunk und TV:
  • TV: 18. Juni 2011, 23:00 Uhr, MDR
  • Hörfunk: 20. Juni 2011, 20:05, MDR Figaro
 

DIE ZEIT stellte kürzlich in ihrer Online-Ausgabe – wieder einmal – diese Frage.

Ausgangspunkt für das erneute Aufrollen eines altbekannten Themas – nämlich, dass sich vom Jazz schlecht leben lässt – ist die weiterhin zunehmende Dichte von erstklassigen Musikern und Bands aus Deutschen Landen, die das Missverhältnis zwischen der Qualität des Gebotenen und den Bedingungen, unter denen deutsche Musiker arbeiten, mehr und mehr in Schieflage bringt.

Der Autor des Artikels sieht die Deutschen Musiker – vor allem die jungen – durch die relative Gleichgültigkeit der Deutschen für ihre eigenen Künstler in Bedrängnis gebracht. In anderen Ländern sei dies anders. Deutsche Künstler, darunter unser Gastautor Felix Falk von Mo’ Blow, beklagen im ZEIT-Artikel die mangelnde strukturelle Unterstützung bei Konzertreisen vonseiten Deutscher Kulturinstitutionen.

Mo' Blow. Foto: ACT/Dirk Mathesius
Mo’ Blow. Foto: ACT/Dirk Mathesius

Unter den zahlreichen Kommentatoren des Artikels wird natürlich mehr oder weniger polemisch diskutiert, ob Jazz nun toll sei oder doch eher nicht…

falsche Irrtümer…

Abseits der Geschmacksdebatten gab es aber auch einige der im Text getroffenen Aussagen richtigzustellen: Kritisiert wird zum Beispiel, dass im Artikel inklusive Labelchef Siggi Loch nur ACT-Künstler zu Wort kommen. Auf die Behauptung, dass junge deutsche Jazzkünstler bei deutschen Festivals kaum programmiert werden, meldeten sich Veranstalter wie beispielsweise das Elbjazz-Festival, das ausdrücklich auf 25 Deutsche Bands in seinem diesjährigen Programm verweist (Kommentar 21). Die Behauptung, deutsche Bands hätten auf deutschen Bühnen keinen Platz, ist so pauschal kaum haltbar. Der “Nachwuchsmusiker” DominikR deckt allerdings in seinem Beitrag den Pferdefuß auf (Kommentar 25): Einfach nur spielen reicht nicht, der Auftritt muss auch angemessen bezahlt werden, wenn Jazzmusiker von ihrer Kunst leben sollen! Gerade hier bleiben die Veranstalter oft hinter den Erwartungen zurück.

Die wütendsten Proteste gab es aus Richtung des italienischen Goethe-Instituts, das sein dortiges Engagement für deutsche (ACT-) Künstler ignoriert sieht (Kommentar 29, 32). Obendrein zitiert der Autor im ursprünglichen Text Siggi Loch dahingehend, dass der Leiter des Instituts in Rom bei einer Jazzveranstaltung mit Till Brönner im eigenen Haus durch Abwesenheit glänzte. Dies hat sich als falsch herausgestellt und die Redaktion musste den Passus inzwischen ausbessern.

Was wir daraus gelernt haben? Es gibt viele deutsche Jazzmusiker, von denen spielen nur wenige oft genug und allesamt verdienen dabei zu wenig. Und: Wenn man andere Menschen als Siggi Loch fragt, findet man heraus, dass ACT gar nicht das einzige deutsche Jazzlabel ist! Wer hätte das gedacht…

Zum Artikel auf ZEIT-Online

 

Lieber Händel,

Mit Staunen erlebe ich, wie Sie aus einer wenig ernsthaften – weil glossistischen – publizistischen Mücke einen schwergewichtigen – trotz Satirik – allzu staatstragenden Elefanten machen. Ich will nicht sagen aus einem kleinen Furz eine kapitale Blähung, denn immerhin tragen Ihre Ausführungen viel Erhellendes zu Halle und dem WiJ-Festival bei, wofür ich Ihnen danke. Das kulturelle Mordor des Ostens, das sie da beschreiben, mag ich mir allerdings in meinen dunkelsten Träumen nicht vorstellen. Mit dem akribischen Zerpflücken meiner „Argumente“ zeigen Sie Handwerkskunst, doch was lohnt’s gegen die schamlosen Übertreibungen und Überzeichnungen eines Ironikers? Ich empfehle zur Entspannung den Genuss der taktlos-News von Theo Geißler und Martin Hufner, die beiden können das vermutlich besser als ich.

Worin Sie die Schmähung des Festivals, der Frauen oder der Stadt in meinem Blogpost erkennen wollen, will sich mir nicht ganz erschließen. Der ehrenwerte Händel pflegt zwar eine Neigung zur Satire, scheitert aber in seiner Beziehung zur Ironie auf fulminante Weise.

Zunächst darf ich Ihnen versichern, dass ich prinzipiell nichts gegen ein Festival habe, das sich jazzender Frauen annimmt. Es gibt genug außergewöhnlich gute und auch erfolgreiche Musikerinnen, um ein solches Unterfangen qualitativ auf sichere Beine stellen zu können. Ihr Lament für die Frau im Musikbusiness reizt mich daher nicht zur Trauer.

Was die Schweden (eigentlich geht’s ja um die -innen) angeht, sehe ich in ihnen nur ein Synonym für die gefühlt omnipräsente Heerschar skandinavischer Künstler, die das von Ihnen so genannte „bajuwarische Hochglanzlabel des Jahres“ ins musikalische Feld schickt und bewirbt, als wenn es kein Morgen gäbe. Meine Spitze war also gegen das genannte Label gerichtet, das, auch durch diese umtriebige Pressearbeit, suggeriert, es ginge nicht mehr ohne Solveigs, Idas, Caecilies, Viktorias und Rigmors. Keine übertriebene Affinität zu Ritterordenträgern jedenfalls (wobei ich ihm den durchaus gönne).

Und bevor der evtl. mitlesende, von mir geschätzte Presseverantwortliche ebendieses Labels eine Schmähung seiner Künstler ausmacht: Nein, ich will keine überflüssige Qualitätsdebatte vom Zaun brechen, diese Leute haben schon ihren berechtigten Platz. Das ACT-Bashing, wie es Martin Laurentius in seinem Kommentar beschreibt, will ich nicht betreiben – dazu müsste man ohnehin einen schwereren Hammer auspacken. Während ich jetzt darüber schreibe, merke ich allerdings, wie langweilig und überholt das Skandinavier-Thema eigentlich ist. Es wurde schon zuviel gesagt und Laurentius hat hier recht, es geht ohnehin um die Musik und das Können jedes Einzelnen.

Wenn ich Händel richtig verstehe, findet er/sie „eitle Abgehobenheit“ von Klugtönern“ wie mir nicht dienlich für die Sache des Jazz oder der Frauen im Jazz. Mag sein, aber ich bin auch kein Werbefuzzi, der die vermeintlichen oder auch die bestehenden Qualitäten seiner Kundschaft in den höchsten Tönen loben muss. Ich denke, wer genau liest, kann erkennen worum es mir geht – nämlich niemals gegen die Künstler.

Die Jazzzeitung berichtet im Übrigen regelmäßig über WiJ (WiJ 2006, WiJ 2008, WiJ 2009, WiJ 2010), so auch in diesem Jahr. Ihren Vorwurf der „desinteressierten Medien“ dürfen wir daher reinen Gewissens an uns vorbeigehen lassen. Wir haben den „blubberblasigen Kakao“ nicht gebraut, durch den Sie die Jazzfrauen gezogen sehen.

Das bereits begonnene Festival können Sie in Ruhe genießen, denn ich werde mein Klugtöner-Dreirad besteigen und es den Fluss hinaufsteuern, nicht die Saale, auch nicht Rhein oder Ruhr, sondern – Sie ahnen es – die Isar, wo ein Stück weiter flussaufwärts eine schöne ockerfarbene Villa steht, in der viele blonde und nicht so blonde Schwedinnen einem weisen alten Mann lauschen. Wenn wir Glück haben, kommt auch eine Cellistin namens Lars und spielt uns vor…

Schöne Grüße,

Jörg Lichtinger

PS: Ihr Bild vom Notenschlüssel pinkelnden kleinen Siggi finde ich übrigens ehrlich großartig!

 

Auf unseren Post zum Festival Women in Jazz hat es eine verärgerte Wortmeldung gegeben, deren Absender nicht das Blog zur Äußerung wählen wollte, da er befürchtet, wir würden seine E-Mailadresse öffentlich machen. Ich darf ihm/ihr und allen anderen potentiellen Kommentatoren versichern, die Mailadressen bei der Anmeldung im Jazzblog werden niemals öffentlich gezeigt, Ihre Identität als Gast in unserem Blog bleibt zu jeder Zeit geschützt.

Die Redaktion hat sich zunächst entschieden, den Kommentar nicht zu veröffentlichen, wenn der User es nicht selbst auf dem üblichen Weg  macht. Ich denke allerdings, das Blog ist zum Meinungsaustausch da und sollte auch so benutzt werden. Im Übrigen möchte ich gerne persönlich dazu Stellung nehmen. Hier also der (leicht gekürzte und in einen neuen Thread gepackte) anonyme Leserbrief der/des Geheimnisvollen, die/den wir entsprechend ihres/seines Vorschlags im Folgenden Händel nennen wollen…

Leserbrief von G.F. Händel, aus H. an der S., Komponist

Werblicher SatyreACT oder testrobedingter Forstschaden?

Irgendwie scheine ich heute morgen auf der Zündschnur des verbalen Feuerwerkknallkörpers von Herrn Lichtinger zu stehen. Wie darf man diesen Thread des getaggten Wahnsinns deuten? Dass der im Fall eines “Östro”WiJs auch nach hinten losgehen kann?

Frauen im Jazz haben es wohl schwer genug, insbesondere Instrumentalistinnen. Nicht zuletzt Dank manch eitler Abgehobenheit irgendwelcher anscheinend „ÖSTRO“geschädigter selbstmusizierender Forstarbeiter und anderweitiger Klugtöner an Rhein und Ruhr oder sonstwo, die für weibliche MusikACTivitäten mitunter mehr hinderlich als hilfreich sind und alles durch blubberblasig plämperigen Kakao ziehen müssen – mit und ohne Echo. Was ist verkehrt daran, dass ein kleiner, aber umtriebiger regionaler Veranstalter Jazzerinnen aus dem In- und Ausland ein breites Podium bietet? 2011 wird das WiJ immerhin bereits im sechsten Jahr veranstaltet, dabei erstmals mit ACTs fast ausschließlich aus Europa und mit umfänglichen Workshops unter Leitung der Damen Hülsmann und Thon.

In Zeiten klammer Staatskassen, wo sowieso jeder(Jazz)Mann schreit “Wir sterben! Das Zucken ist nicht taktbedingt ….!“ und man sich speziell in Halle um Thalia Theater- und Opernhaus-Fortbestand zickt, stellt es bestimmt keine Selbstverständlichkeit dar, ein solches Festival auf die Beine zu stellen, vor allem längerfristig bzw. zukunftsorientiert. Halle liegt bekanntermaßen an der Saale und also somit in politisch wie ökonomisch vernachlässigter sowie demografisch schrumpfender Mittelerde wie Statistiken jeglicher Coleur hinreichend belegen. Dass das WiJ einer der 365 Wettbewerbspreisträger wurde, dazu als einer der wenigen im Osten, erscheint da wie ein pures Wunder. Dafür darf man getrost ein paar Knaller loslassen. Hm, die Wahl lag doch wohl nicht etwa daran, dass in der Jury kaum Vertreter von desinteressierten Medien wie der örtlichen Presse und keine der Musikindustrie dabei waren? Echt ein Knaller.

Continue reading »

 

Dieser Tage startet wieder Halles Östro-Jazz-Festival Women in Jazz. Beim durchforsten des Programms fällt auf, dass nicht alle Künstlerinnen aus Skandinavien kommen oder bei ACT unter Vertrag stehen. Skandal!

Gut, die Dänin Sidsel Storm ist wenigstens für ein schwedisches Wiegenlied gut und als ACT der Versöhnung ist wohl die Ladung von Lars Danielsson als Special Guest zu werten: Der ist Skandinavier, bei ACT und wird wahrscheinlich bei der Zugabe verkünden, dass er sein weiteres Leben als Cellistin verbringen möchte.

Wie es zu diesem Fehlverhalten kommen konnte und wer dafür verantwortlich ist, kann wohl nur der Videobeweis aufklären. Da dieser von der Jazz-Polizei nach wie vor abgelehnt wird, hilft nur persönliche Anwesenheit im Stadion. Wir rufen jedoch alle Ultras zur Mäßigung auf und bitten, das Zünden von Feuerwerkskörpern zu unterlassen!

Women in Jazz – Jazzfrauen in Halle

Women in Jazz – Jazzfrauen in Halle

Links:

Women in Jazz

Das WIJ-Programm in der nmz

© 2011 JazzZeit © 2010-2011 JazzZeit as a part of Jazzzeitung. Suffusion theme by Sayontan Sinha