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Die Berliner “Initiative für einen starken Jazz in Deutschland” hat die hiesige Jazzszene ordentlich durchgeschüttelt. Jedenfalls ihre politische Vertretung, die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ). Die ist gewissermaßen von der Initiative übernommen worden und eine der Schlüsselfiguren, die Pianistin Julia Hülsmann, hat den bisherigen Vorsitzenden der Union Manfred Schoof abgelöst.

Was ist neu? Was bleibt? Welche Ideen hat die neue Führung der UDJ?

Nachzulesen im nmz-Interview mit Julia Hülsmann

Neue 1. Vorsitzende der UDJ: Julia Hülsmann. Foto: Charlotte Oswald

 

Ob Jazz noch von Interesse ist, wird derzeit wieder einmal mehr oder weniger heiß diskutiert. Jedenfalls innerhalb der betreffenden Interessensgruppe – also einem vielleicht ganz unrelevant kleinen Menschenhäuflein…

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk – ein respektabler Multiplikator von gewichtigem Inhalt – tut nun das Seine dazu und veranstaltet heute Abend, 13.02.2012, sozusagen einen überregionalen Themenabend. Continue reading »

 

Berliner Musiker sehen die Berliner Jazzförderung, wie sie bisher vom Senat praktiziert wurde, in Gefahr. Das Jazzkollektiv Berlin hat deshalb zur Unterzeichnung einer Online-Petition der freien zeitgenössischen Musikszene Berlins aufgerufen:

Der Aufruf des Jazzkollektivs Berlin

Liebe Freunde der Musik!

Einige von Euch haben es sicher schon mitbekommen:
die Beibehaltung der bisherigen Förderstrukturen des Senat Berlin für Jazz, Neue Musik und Klangkunst sind in Gefahr!

Um den Senat davon zu überzeugen, dass die freie zeitgenössische Musikszene Berlins eine starke Lobby hat und etwaige Änderungen an den Fördersystemen nicht ohne unsere Beteiligung möglich sein dürfen, müssen wir jetzt alle mit einer Stimme sprechen und unsere Meinung kundtun!

Aufgrund der brisanten Situation der Entwicklung der Förderstrukturen der Jazz- und freien zeitgenössischen Musikszene des Senat Berlin haben die Musiker Berlins eine Onlinepetition verfasst mit der wir den Senat dazu aufrufen möchten, die bisherige Form der Musikförderung der freien zeitgenössischen Szene beizubehalten und auszubauen – vor allem aber, diese direkte Künstler- und Projektförderung nicht in die Hände von kommerziell tätigen Unternehmen der Musikwirtschaft zu legen.

Ihr findet die Petition unter folgendem Link:
Onlinepetition zur Situation der Förderprogramme des Senat Berlin

Bitte unterzeichnet diese Petition und leitet den Link an möglichst viele Kollegen, Bekannte und Freunde weiter. Nur wenn wir in kurzer Zeit eine große Masse an Unterschriften für unsere Forderungen vorweisen, können wir uns beim Senat Gehör verschaffen!

Wir danken Euch allen für Euer Engagement und sind uns sicher, wenn wir zusammenstehen und gemeinsam tätig werden, können wir etwas bewegen!

Euer Jazzkollektiv Berlin

weitere Infos:

Eine offene Debatte, in der Argumente für und wider die Petition vorgebracht werden können, findet sich hier.

 

Bundeskonferenz Jazz, Jazzinstitut Darmstadt und die Hessische Landesvertretung in Berlin laden ein:

KONZERT / TALK: JAZZ TRIFFT POLITIK
… nur für den politischen Frühschoppen?
Gespräch zwischen Jazzmusikern und Bundespolitik

Durch eine große Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag zur „Musikförderung des Bundes“ im April dieses Jahres und die inzwischen vorliegende Antwort der Bundesregierung richtete sich zuletzt der öffentliche Fokus auf den Einfluss bundespolitischer Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Förderung von Musik sowie die Zweckmäßigkeit und Transparenz von bestehenden Förderstrukturen wie etwa der „Initiative Musik“.

Dass Jazzmusikerinnen und -musiker in hohem Maße an solchen Themen interessiert sind, vor allem aber auch ihre eigene Stellung in der allgemeinen kulturpolitischen Wertschätzung hinterfragen, soll die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Festivals „Jazz in den Ministergärten“ zeigen.

Auf Einladung der Bundeskonferenz Jazz werden in der hessischen Landesvertretung die Jazzmusikerinnen Julia Hülsmann (Berlin) und Angelika Niescier (Köln) mit MdB Siegmund Ehrmann, Mitglied des Kulturausschusses im Deutschen Bundestag und Obmann der SPD-Fraktion für Kultur und Medien, zusammentreffen, um über die schwierige Wahrnehmung der Belange von Musikerinnen und Musikern aktueller improvisierter Musik in den für die Kulturpolitik zuständigen bundespolitischen Gremien zu sprechen. Continue reading »

 

In ihrer Antwort auf die Große Anfrage der SPD-Fraktion des Bundestages zur Förderpolitik im Bereich Musik geht die Bundesregierung auch auf die verschiedenen Jazz-Projekte und -Institutionen ein, die aus dem Fördertopf Gelder bekommen. Ein Auszug aus dem Papier der Bundesregierung; Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2010: Continue reading »

 

Die SPD-Fraktion des Bundestags hat an die Bundesregierung mittels einer Großen Anfrage eine Stellungnahme zu ihrer Förderpolitik im Bereich Musik gefordert. Gegenstand der insgesamt 74 Fragen war u.a. die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kulturförderung, genaue Angaben zu Höhe und Adressaten der Zuwendungen sowie eine deutliche Beschreibung der Zielsetzung, die sich die Bundesregierung bei ihren Förderprojekten gibt. Auch die Umsetzung der Empfehlungen der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland” wurde dabei kritisch nachgefragt.

Die Online-Ausgabe der Welt hat einige der Angaben bereits in einem Artikel unter dem Titel Braucht Tokio Hotel unser Steuergeld?  angeprangert und nennt hier die kommerziell sehr erfolgreichen Bands Tokio Hotel und Die Toten Hosen als fragwürdige Empfänger der Steuer-finanzierten Zuwendungen. Auch die neue Prestige-Gala der Plattenindustrie ECHO Jazz wird erwähnt. Sie wurde bei ihrem Start 2010 mit 75.000 € “anschubfinanziert”, was die seit Jahren nach angemessener Förderung rufende “Jazz-Basis” als Schlag ins Gesicht empfinden dürfte. Gleichzeitig wurden allerdings auch Jazzprojekte wie das German Jazz Meeting 2010, das Moers Festival 2011 oder das Münchner Jazz Lines Festival aus den gut 44 Mill. Euro gespeist, die der Bund im Jahr 2010 insgesamt für Musikförderung ausgegeben hat.

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In unserem Post “Wo bleibt der deutsche Jazz” über den ZEIT-Online-Artikel zur Deutschen Jazzszene kam kürzlich wieder die Situation des deutschen Jazz zur Sprache. Im genannten Artikel hat unter anderem Felix Falk von Mo’ Blow die fehlende Exportförderung für deutsche Bands beklagt, die es zum Beispiel in skandinavischen Ländern sehr wohl gibt, mit der Folge, dass deutsche Jazzbands einen Wettbewerbsnachteil bei Engagements für Festivals und Clubs haben. Julia Hülsmann hat im nmz-TV-Studio auf der Musikmesse 2011 ins selbe Horn gestoßen:

Über die Bedingungen in der deutschen Jazz- und Popszene im Vergleich zum stark subventionierten Klassikbetrieb hat Jazzzeitungs-Redakteurin Ursula Gaisa auf der Messe mit Julia Hülsmann (Musikerin, Sprecherin Bundeskonferenz Jazz), Peter Ortmann (Deutscher Musikrat, Projektleiter “Jugend jazzt”, Bundeskonferenz Jazz), Udo Dahmen (Pop-Akademie Baden-Württemberg) und Ina Keßler (Initiative Musik) über Themen wie Spielstättenförderung und Exportsubventionierung für deutsche Bands gesprochen.

Das komplette Gespräch im Stream auf nmzMedia


v.l.n.r.: Udo Dahmen, Ina Keßler, Ursula Gaisa, Julia Hülsmann, Peter Ortmann. Foto: nmzMedia

v.l.n.r.: Udo Dahmen, Ina Keßler, Ursula Gaisa, Julia Hülsmann, Peter Ortmann. Foto: nmzMedia


 
Jazztage Dresden senden S.O.S

Bitter für die chronisch defizitär arbeitendenden Jazztage Dresden: Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Ausgabe 2010 hat das Festival mit rund 13.000 Besuchern einen Rekord aufgestellt, obwohl man aus Geldmangel sowohl das Werbebudget um 75 % kürzen, als auch die Dauer des Festivals um fünf Tage reduzieren musste. Trotzdem steht man jetzt vielleicht vor dem [...]

 

Der Kampf um die Erhaltung von JazzBaltica geht weiter. Heute werden die gesammelten Unterschriften der Petition zur Rettung von JazzBaltica in Salzau an den schleswig-holsteinischen Minister für Bildung und Kultur Dr. Ekkehard Klug (FDP) übergeben. Dies geschieht zwar nicht öffentlich, aber über die Facebook-Gruppe Save JazzBaltica! von Paul Schreier haben die Initiatoren der Protestbewegung Helga [...]

 

Der GEMA geht es im Moment wie schwarz-gelb. Sie scheint nur noch mit dem Managen von Krisen beschäftigt. Der einzige Unterschied: sie tut das nicht erst seit Herbst 2009. Von der Enquete-Kommission über die Sonthofer Initiative bis hin zur Petition und der dazugehörenden Anhörung setzte sich ein schon lange köchelnder Unmut in Bewegung, mit dem [...]

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