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Wie Enja Records auf seiner Facebookseite bekannt gab, ist Label-Mitbegründer Horst Weber am 24. Februar 2012 im Alter von 78 Jahren in Garmisch-Partenkirchen verstorben.

Im Juli 1971 legte Horst Weber gemeinsam mit seinem Partner Matthias Winckelmann mit einer Live-Aufnahme eines Konzerts des Pianisten Mal Waldron im Münchner Jazzclub “Domicile” den Grundstein für ihr Label, das in den folgenden Jahren große Bedeutung für den internationalen Jazz erlangen sollte. 1986 trennten sich die Wege der beiden – Weber zog sich ganz aus der Jazzszene zurück, Winckelmann führt das Unternehmen Enja weiter bis heute. Im vergangenen Herbst konnte Enja Records sein 40-jähriges Bestehen mit einer Konzertreihe und einem Festkonzert im Münchner Carl-Orff-Saal feiern.

Zum Gedenken, die Aufnahme, mit der damals alles begann…

Die Trauerfeier findet statt am Montag, 5. März um 13 Uhr am Münchner Waldfriedhof, Eingang Loretto-Platz.

 

Auf YouTube können sich Fans des Vijay Iyer Trios einen Teaser zur aktuellen CD (“Accelerando”) anschauen. Interviewschnipsel und Konzertausschnitte geben einen Eindruck der Stücke…

 

“Accelerando” ist bei ACT Music erschienen (VÖ: 24.02.2012)

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Die SPD-Fraktion des Bundestags hat an die Bundesregierung mittels einer Großen Anfrage eine Stellungnahme zu ihrer Förderpolitik im Bereich Musik gefordert. Gegenstand der insgesamt 74 Fragen war u.a. die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kulturförderung, genaue Angaben zu Höhe und Adressaten der Zuwendungen sowie eine deutliche Beschreibung der Zielsetzung, die sich die Bundesregierung bei ihren Förderprojekten gibt. Auch die Umsetzung der Empfehlungen der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland” wurde dabei kritisch nachgefragt.

Die Online-Ausgabe der Welt hat einige der Angaben bereits in einem Artikel unter dem Titel Braucht Tokio Hotel unser Steuergeld?  angeprangert und nennt hier die kommerziell sehr erfolgreichen Bands Tokio Hotel und Die Toten Hosen als fragwürdige Empfänger der Steuer-finanzierten Zuwendungen. Auch die neue Prestige-Gala der Plattenindustrie ECHO Jazz wird erwähnt. Sie wurde bei ihrem Start 2010 mit 75.000 € “anschubfinanziert”, was die seit Jahren nach angemessener Förderung rufende “Jazz-Basis” als Schlag ins Gesicht empfinden dürfte. Gleichzeitig wurden allerdings auch Jazzprojekte wie das German Jazz Meeting 2010, das Moers Festival 2011 oder das Münchner Jazz Lines Festival aus den gut 44 Mill. Euro gespeist, die der Bund im Jahr 2010 insgesamt für Musikförderung ausgegeben hat.

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In unserem Post “Wo bleibt der deutsche Jazz” über den ZEIT-Online-Artikel zur Deutschen Jazzszene kam kürzlich wieder die Situation des deutschen Jazz zur Sprache. Im genannten Artikel hat unter anderem Felix Falk von Mo’ Blow die fehlende Exportförderung für deutsche Bands beklagt, die es zum Beispiel in skandinavischen Ländern sehr wohl gibt, mit der Folge, dass deutsche Jazzbands einen Wettbewerbsnachteil bei Engagements für Festivals und Clubs haben. Julia Hülsmann hat im nmz-TV-Studio auf der Musikmesse 2011 ins selbe Horn gestoßen:

Über die Bedingungen in der deutschen Jazz- und Popszene im Vergleich zum stark subventionierten Klassikbetrieb hat Jazzzeitungs-Redakteurin Ursula Gaisa auf der Messe mit Julia Hülsmann (Musikerin, Sprecherin Bundeskonferenz Jazz), Peter Ortmann (Deutscher Musikrat, Projektleiter “Jugend jazzt”, Bundeskonferenz Jazz), Udo Dahmen (Pop-Akademie Baden-Württemberg) und Ina Keßler (Initiative Musik) über Themen wie Spielstättenförderung und Exportsubventionierung für deutsche Bands gesprochen.

Das komplette Gespräch im Stream auf nmzMedia


v.l.n.r.: Udo Dahmen, Ina Keßler, Ursula Gaisa, Julia Hülsmann, Peter Ortmann. Foto: nmzMedia

v.l.n.r.: Udo Dahmen, Ina Keßler, Ursula Gaisa, Julia Hülsmann, Peter Ortmann. Foto: nmzMedia


 

echo-jazz-2011

… schon wieder!

Bereits bei der letztjährigen offenen Wahl in den Kategorien Label des Jahres und Live-Act des Jahres zur Premiere des ECHO Jazz konnten die bayerische Weltmusik-Fraktion Quadro Nuevo und das Münchner Label ACT Music & Vision die meisten Stimmen für sich verbuchen.

Live-Act des Jahres 2011: Quadro Nuevo. Foto: GLM Music GmbH

Live-Act des Jahres 2011: Quadro Nuevo. Foto: GLM

Die Gewinner der beiden Kategorien waren nicht von der Jury bestimmt worden, sondern in einem offenen Online-Voting der Fachzeitschrift Jazzthing ermittelt worden.

Näheres zur Preisverleihung am 17. Juni 2011 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden:

http://www.echojazz.de/

http://www.glaesernemanufaktur.de/

ECHO Jazz in Rundfunk und TV:
  • TV: 18. Juni 2011, 23:00 Uhr, MDR
  • Hörfunk: 20. Juni 2011, 20:05, MDR Figaro
 

DIE ZEIT stellte kürzlich in ihrer Online-Ausgabe – wieder einmal – diese Frage.

Ausgangspunkt für das erneute Aufrollen eines altbekannten Themas – nämlich, dass sich vom Jazz schlecht leben lässt – ist die weiterhin zunehmende Dichte von erstklassigen Musikern und Bands aus Deutschen Landen, die das Missverhältnis zwischen der Qualität des Gebotenen und den Bedingungen, unter denen deutsche Musiker arbeiten, mehr und mehr in Schieflage bringt.

Der Autor des Artikels sieht die Deutschen Musiker – vor allem die jungen – durch die relative Gleichgültigkeit der Deutschen für ihre eigenen Künstler in Bedrängnis gebracht. In anderen Ländern sei dies anders. Deutsche Künstler, darunter unser Gastautor Felix Falk von Mo’ Blow, beklagen im ZEIT-Artikel die mangelnde strukturelle Unterstützung bei Konzertreisen vonseiten Deutscher Kulturinstitutionen.

Mo' Blow. Foto: ACT/Dirk Mathesius
Mo’ Blow. Foto: ACT/Dirk Mathesius

Unter den zahlreichen Kommentatoren des Artikels wird natürlich mehr oder weniger polemisch diskutiert, ob Jazz nun toll sei oder doch eher nicht…

falsche Irrtümer…

Abseits der Geschmacksdebatten gab es aber auch einige der im Text getroffenen Aussagen richtigzustellen: Kritisiert wird zum Beispiel, dass im Artikel inklusive Labelchef Siggi Loch nur ACT-Künstler zu Wort kommen. Auf die Behauptung, dass junge deutsche Jazzkünstler bei deutschen Festivals kaum programmiert werden, meldeten sich Veranstalter wie beispielsweise das Elbjazz-Festival, das ausdrücklich auf 25 Deutsche Bands in seinem diesjährigen Programm verweist (Kommentar 21). Die Behauptung, deutsche Bands hätten auf deutschen Bühnen keinen Platz, ist so pauschal kaum haltbar. Der “Nachwuchsmusiker” DominikR deckt allerdings in seinem Beitrag den Pferdefuß auf (Kommentar 25): Einfach nur spielen reicht nicht, der Auftritt muss auch angemessen bezahlt werden, wenn Jazzmusiker von ihrer Kunst leben sollen! Gerade hier bleiben die Veranstalter oft hinter den Erwartungen zurück.

Die wütendsten Proteste gab es aus Richtung des italienischen Goethe-Instituts, das sein dortiges Engagement für deutsche (ACT-) Künstler ignoriert sieht (Kommentar 29, 32). Obendrein zitiert der Autor im ursprünglichen Text Siggi Loch dahingehend, dass der Leiter des Instituts in Rom bei einer Jazzveranstaltung mit Till Brönner im eigenen Haus durch Abwesenheit glänzte. Dies hat sich als falsch herausgestellt und die Redaktion musste den Passus inzwischen ausbessern.

Was wir daraus gelernt haben? Es gibt viele deutsche Jazzmusiker, von denen spielen nur wenige oft genug und allesamt verdienen dabei zu wenig. Und: Wenn man andere Menschen als Siggi Loch fragt, findet man heraus, dass ACT gar nicht das einzige deutsche Jazzlabel ist! Wer hätte das gedacht…

Zum Artikel auf ZEIT-Online

 

echo-jazz-2011

Wir verlosen Tickets für die ECHO-Jazz-Preisverleihung am 17. Juni in Dresden:

Die New Soul-Künstlerin Joy Denalane, der Jazzmusiker Peter Fessler, der Tagesschau-Sprecher Jan Hofer, die Sängerin Katja Ebstein, die TV-Moderatorin Miriam Pielhau sowie die Sängerin und Schauspielerin Oceana sind die Laudatoren der Verleihung des 2. ECHO Jazz. Am 17. Juni 2011 übergeben sie in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden die begehrte Trophäe an die Preisträger. Zur Verleihung werden zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien erwartet. Karten können unter der Hotline 0700-05 67 89 10 bestellt werden.

Moderator Dieter Moor wird bei der Ehrung der herausragenden Künstler des zurückliegenden Jazz-Jahres von prominenten Laudatoren unterstützt. Die als „First Lady des deutschen Souls“ bezeichnete Sängerin Joy Denalane wird einen der begehrten Preise überreichen. Vor wenigen Wochen veröffentlichte sie ihr neues Album „Maureen“, im November dieses Jahres steht eine umfangreiche Tour auf dem Programm und im März präsentierte sie beim Deutschen Musikpreis ECHO live ihre Single „Niemand“. Mit mehreren ECHO-Nominierungen im Gepäck kann Joy Denalane bei der Laudatio auf eigene Erfahrungen zurückgreifen.

Jan Hofer, Chefsprecher der Tagesschau und Riverboat-Talker, blickt auf eine eigene Jazz-Vergangenheit zurück. Von 1990 bis 1993 moderierte er für die dritten ARD-Programme 60 Folgen der Jazz-Sendung „Swing Raritäten“. 18 Jahre nach der letzten Klappe kehrt der als „Mr. Tagesschau“ bekannte Moderator mit seiner Laudatio wieder zum Jazz zurück.

„Ich war ein Jazzfreak“, sagt Katja Ebstein über ihre Jugend in West-Berlin. Damals besuchte sie Konzerte von Dave Brubeck, und Plattenproduzent und heute ACT-Labelchef Siegfried Loch stattete sie kurzerhand mit einem Plattenvertrag aus. Die 1945 geborene Sängerin zählt heute zu den ganz großen Stimmen der deutschen Musikgeschichte. Mit „Wunder gibt es immer wieder“ wurde sie 1970 ein Schlagerstar. Weniger bekannt sind ihre Liebe zum Chanson, Songwriting und Musical. Das „Attac“-Mitglied ist heute nicht nur mit Musikpreisen ausgestattet, sondern engagiert sich seit Jahren im sozialen Bereich, wie beispielsweise für die „Welthungerhilfe“.

Peter Fessler, in den 80er Jahren international bekannt als Sänger bei „Trio Rio“, ist seit seinem zwölften Lebensjahr mit dem Jazz verbunden und feierte mit „New York – Rio – Tokyo“ internationale Erfolge. Durch die Verschmelzung von Stimme und klassischer Gitarre eilt ihm mittlerweile das Attribut „Multi Voice“ voraus.

Nach der Moderation des Dresdner Opernballs zusammen mit Gunther Emmerlich im vergangenen Jahr bringt der ECHO Jazz die 36-jährige Fernsehmoderatorin Miriam Pielhau auch 2011 wieder nach Dresden. TV-Formate wie „taff“ oder „Weck Up“ haben sie bekannt gemacht, heute zählt sie zu den gefragtesten Fernsehmoderatoren hierzulande.

Mit ihrer Single „Cry Cry“ gelang Oceana 2009 der Durchbruch als Solo-Künstlerin. Eine erfolgreiche Tour mit Peter Fox, Gastrollen in Kinofilmen wie „Run Baby Run“ an der Seite von Christian Ulmen oder die Teilnahme an der polnischen Version von „Let’s Dance“ stehen auf ihrer Agenda.  Mittlerweile hat sie ihren Platz im musikalischen Dreieck Soul, Jazz und Pop gefunden.

Mehr unter http://www.jazzzeitung.de

 
Online-Voting zum ECHO Jazz 2011

Manfred Eicher von ECM wollte seinen ECHO Jazz nicht haben, aber es gibt noch ein paar Künstler und Produzenten, die auf eine Auszeichnung hoffen. Neben den bereits von der Jury bestimmten Preisen gibt es noch zwei Kategorien, die durch ein offenes Online-Voting ermittelt werden: der ECHO Jazz für den Live-Act des Jahres und für das [...]

 
3/4 Moers Festival + 1 x Helge = gut gespart!

Was sich bereits beim letzten Festival 2010 angedeutet hat, wurde im letzten Sommer Gewissheit. Am Pfingstwochenende ist es dann soweit: Das Moers Festival wird bei seiner 40. Ausgabe um einen Tag gekürzt und wird nur noch über drei Tage ausgerichtet. Aus Sicht von Veranstaltern und Stadtverwaltung ein überlebensnotwendiger Kompromiss, da das Festival zur Gänze auf [...]

 

Der GEMA geht es im Moment wie schwarz-gelb. Sie scheint nur noch mit dem Managen von Krisen beschäftigt. Der einzige Unterschied: sie tut das nicht erst seit Herbst 2009. Von der Enquete-Kommission über die Sonthofer Initiative bis hin zur Petition und der dazugehörenden Anhörung setzte sich ein schon lange köchelnder Unmut in Bewegung, mit dem [...]

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