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Die Berliner “Initiative für einen starken Jazz in Deutschland” hat die hiesige Jazzszene ordentlich durchgeschüttelt. Jedenfalls ihre politische Vertretung, die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ). Die ist gewissermaßen von der Initiative übernommen worden und eine der Schlüsselfiguren, die Pianistin Julia Hülsmann, hat den bisherigen Vorsitzenden der Union Manfred Schoof abgelöst.

Was ist neu? Was bleibt? Welche Ideen hat die neue Führung der UDJ?

Nachzulesen im nmz-Interview mit Julia Hülsmann

Neue 1. Vorsitzende der UDJ: Julia Hülsmann. Foto: Charlotte Oswald

 

Platz 1 für Schneeweiss und Rosenrot aus Berlin. Foto: Manfred Rinderspacher

Die Band Schneeweiss und Rosenrot hat sich am vergangenen Wochenende im Finale des Neuen Deutschen Jazzpreises durchgesetzt. Die 500 Zuschauer in der voll besetzen Alten Feuerwache in Mannheim gaben dem Quartett am meisten Stimmen und die Berliner (Lucia Cadotsch/Gesang, Marc Lohr/Schlagzeug, Petter Eldh/Kontrabass, Johanna Borchert/Piano) könnnen sich nun des MVV Energie-Bandpreises nebst 10.000 € erfreuen.

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Wie Enja Records auf seiner Facebookseite bekannt gab, ist Label-Mitbegründer Horst Weber am 24. Februar 2012 im Alter von 78 Jahren in Garmisch-Partenkirchen verstorben.

Im Juli 1971 legte Horst Weber gemeinsam mit seinem Partner Matthias Winckelmann mit einer Live-Aufnahme eines Konzerts des Pianisten Mal Waldron im Münchner Jazzclub “Domicile” den Grundstein für ihr Label, das in den folgenden Jahren große Bedeutung für den internationalen Jazz erlangen sollte. 1986 trennten sich die Wege der beiden – Weber zog sich ganz aus der Jazzszene zurück, Winckelmann führt das Unternehmen Enja weiter bis heute. Im vergangenen Herbst konnte Enja Records sein 40-jähriges Bestehen mit einer Konzertreihe und einem Festkonzert im Münchner Carl-Orff-Saal feiern.

Zum Gedenken, die Aufnahme, mit der damals alles begann…

Die Trauerfeier findet statt am Montag, 5. März um 13 Uhr am Münchner Waldfriedhof, Eingang Loretto-Platz.

 

Auf YouTube können sich Fans des Vijay Iyer Trios einen Teaser zur aktuellen CD (“Accelerando”) anschauen. Interviewschnipsel und Konzertausschnitte geben einen Eindruck der Stücke…

 

“Accelerando” ist bei ACT Music erschienen (VÖ: 24.02.2012)

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Ob Jazz noch von Interesse ist, wird derzeit wieder einmal mehr oder weniger heiß diskutiert. Jedenfalls innerhalb der betreffenden Interessensgruppe – also einem vielleicht ganz unrelevant kleinen Menschenhäuflein…

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk – ein respektabler Multiplikator von gewichtigem Inhalt – tut nun das Seine dazu und veranstaltet heute Abend, 13.02.2012, sozusagen einen überregionalen Themenabend. Continue reading »

 

Nach 12 Jahren geht in der laufenden Spielzeit die Konzertreihe “Jazz im Gärtnerplatz” zu Ende. Das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz gibt mit der vom Trompeter Johannes Faber gestalteten Reihe ein festes Programmelement mit Seltenheitswert an einem staatlichen Opernhaus auf. Viele internationale Schwergewichte konnte Faber in das kleinere der beiden Münchner Staatstheater locken, das einen wesentlich intimeren Rahmen bot, als die großen Festivalbühnen, auf denen man Abdullah Ibrahim, Herbie Hancock oder Ron Carter sonst bewundern kann. Besonders waren in dieser Hinsicht auch die Jamsessions, die in der Kantine oder im Foyer des Theaters das ein oder andere Konzert zu einem wunderbaren Abschluss brachten. Ein Gag am Ende jedes Konzerts war der Auftritt von Faber selbst, der nicht nur alle Abende moderierte, sondern auch als musikalischer Gast immer wenigstens einen Song mitspielte. Faber dürfte wohl einer von ganz wenigen Konzertveranstaltern gewesen sein, bei denen sich die Musiker so etwas gefallen lassen.

Auch das Neujahrskonzert der Allotria Jazzband gehörte seit immerhin elf Jahren zu Jazz im Gärtnerplatz.

Johannes Faber verschwindet zum letzten Mal durch die Tür in der Bühne des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Foto: johannesfaber.info

Nach 65 Konzerten ist nun vorerst Schluss. Das Theater schließt in der kommenden Saison für umfangreiche Sanierungsarbeiten. Ob der Jazz danach wieder einen Platz haben wird, ist unklar. In den Ausweichspielstätten sei kein Platz für Jazz, heißt es. Das klingt eigenartig, wenn dort immerhin Opern und Operetten gegeben werden sollen. Aber einen Neustart der Reihe schließt das Theater zumindest nicht aus.

Es endet (zunächst) alles wie es vor zwölf Jahren am 11. Januar 2000 begann. Mit einem Konzert von Johannes Fabers Band “Consortium”.

Mit dabei sind Adrian Mears (Posaune und Didgeridoo), Joerg Reiter (Piano), Dave King (E-Bass), Guido May (Schlagzeug). Als Special Guest, Johannes Fabers Sohn, Joachim Deutschland (Gesang, Gitarre).
Wer noch dabei sein will, kann sich an der Abendkasse Stehplatzkarten besorgen. Ansonsten ist das Konzert ausverkauft.

 

Jazz im Gärtnerplatz – Das Abschiedskonzert
johannes fabers consortium
Dienstag, 31. Januar 2012, 20 Uhr, Staatstheater am Gärtnerplatz München

 

Links:

Staatstheater am Gärtnerplatz

Johannes Faber

 

 

Zum 70. Geburtstag von John McLaughlin sendet WDR 3 heute, 4. Januar 2012, 22 (auch im Internet-Livestream) Uhr ein einstündiges Porträt mit besonderen Aufnahmen und Ausschnitten aus Interviews, die der Autor der Sendung Karl Lippegaus mit McLaughlin im Lauf der Jahre geführt hat.

Man darf annehmen, dass diese Gespräche erhellend sind, denn wie unser Autor Rainer Wein herausgefunden hat, haben bei Lippegaus Barpianisten zwar keine Chance, aber ein solcher ist der gute McLaughlin ja zum Glück nicht…

 

zur Einstimmung ein wenig sinnlose (doch heitere) Raserei mit drei alten Kämpen aus alten Tagen…

Aus der Sendungsinfo von WDR3:

Früh absorbierte der Engländer John McLaughlin ein immenses Wissen über Jazz, Rock und Blues, der klassischen Musik des Orients und Okzidents – all den Quellen, aus denen sich seine Musik seither nährt. In den 1970er Jahren wurde McLaughlin einer der Pioniere des Jazz-Rock. Das ständige Suchen und Experimentieren hat John McLaughlin nie aufgegeben, musikalische Scheuklappen kennt er nicht, gerade das macht ihn zu mehr als nur einem Griffbrettraser und Paganini der Jazz-Gitarre. Die Schönheit und Energie, die seine Bands seit dem berühmten Mahavishnu Orchestra freisetzen, ist der Garant ihrer Langlebigkeit.

Links:

http://www.johnmclaughlin.com/

 

Kurz vor seinem 82. Geburtstag ist nun auch Posaunist Bob Brookmeyer gestorben. Ein verlustreiches Jahr war 2011. Hoffen wir, dass das kommende Jahr in dieser Hinsicht besser wird…     Links: http://www.bobbrookmeyer.com/ http://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Brookmeyer

 

Heute am 7.12.2011 ist ab 16 Uhr auf spiegel.de eine Doku über Amy Winehouse zu sehen. Der Film mit dem Titel “When Amy came to Dingle” zeigt Winehouse bei den Dreharbeiten zur TV-Show “Other Voices” im Jahr 2006 kurz vor dem Release ihrer Platte “Back to Black”. Der gestreamte Film ist wohl eine Begleiterscheinung der [...]

 

Für das nächste Konzert der Reihe “New York im Bayerischen Hof” verlosen wir 2 x 2 Karten. Zum Mitmachen einfach ein E-Mail mit dem Betreff “Ronnie Baker Brooks” schicken an: gaisa@nmz.de. Einsendeschluss: Mittwoch, 07.12., 12 Uhr. Aus der Presseinfo: Ronnie Baker Brooks, der Kronprinz des Chicago Blues, wurde 1986 festes Mitglied der Band seines Vaters [...]

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