Stichwörter: USA

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Amerikanisches Tagebuch, 6. Tag

Selbst in einer wirklich kleinen und zu Fuß problemlos erkundbaren Stadt wie Staunton wird man zum Freak wenn man mehr als einen Block zu Fuß geht. Ständig werde ich gefragt „shall we take you with the car?“, selbst wenn die Probe nur 2 Straßen weiter ist. Nein danke, ich laufe lieber. Nur um dann ständig aus Autos heraus angesprochen zu werden „hey, snazzy suit, man!“. Wer läuft, ist also doppeltem Spott ausgesetzt. Vielleicht mache ich ja doch Mal den Führerschein…

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Amerikanisches Tagebuch. 3. Tag

Bühnenarbeiter haben eine starke Gewerkschaft, werden gut bezahlt und verdienen meistens mehr als die Musiker auf der Bühne (dieses unglaubliche Faktum wurde mir mehrmals von amerikanischen Kollegen bestätigt). Nach einem Musikhochschulabschluss sollte man sich also tatsächlich überlegen, ob man in den USA nicht lieber Bühnenarbeiter wird – man hat ein geregeltes Einkommen, ist vermutlich unkündbar und kann problemlos eine Familie ernähren, im Gegensatz zu den hungerleidenden Musikern.

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Amerikanisches Tagebuch, 1. Tag

Diesen Sommer verbrachte ich im August 2 Wochen in den USA, diesem seltsamen Land der Widersprüche, Abgründe und dennoch immer wieder auch Hoffnung. Der Grund: Musik. Ich besuchte sowohl die Musikfestivals in Tanglewood als auch in Staunton, Virginia, nur eine halbe Stunde von Charlottesville entfernt. Diese Aufzeichnungen sind eine Fortsetzung meines Komponistentagebuchs, Tag für Tag aufgezeichnet, nun schon in der Vergangenheit, aber nicht sehr weit entfernt von der Gegenwart.

Buchtitel Ernst Jünger 0

Die unerwünschte Verbindung zwischen Musik und Nationalismus (Gastartikel von Jake Bellissimo)

Kultur- und Kunstkonservierung ist ein ganz anderes Thema als Nationalismus, und das ist das, was sehr erschreckend an den erwähnten Gesetzen ist. Die Steuerung von Kunst und Kultur ist einer der ersten Schritte auf dem Weg zum Faschismus, und es hat nie funktioniert.

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Macht und Missbrauch

Wer sich an Macht gewöhnt, gewöhnt sich auch an eine Aura der scheinbaren Unverletzlichkeit. Man hat die Vorstellung, dass für einen selber vielleicht andere Grenzen gelten als für andere Menschen, dass man sich gefahrlos mehr erlauben kann, dass einem nichts geschehen kann. Bei Politikern und Prominenten ist oft zu beobachten, dass sie bis zum allerletzten Moment an diese Unberührbarkeit glauben. Barschel gab bis zuletzt sein „Ehrenwort“ und glaubte wohl auch selber daran, Christoph Daum hatte seine Haarprobe schon längst abgegeben und musste eigentlich wissen, dass alles herauskommen würde, stritt dennoch alles ab.

Der Dollarschein in „Das Sein und das Nichts“ und die unabsichtliche Regina Thoss 0

Der Dollarschein in „Das Sein und das Nichts“ und die unabsichtliche Regina Thoss

Vor vielen Jahren, ich studierte noch – ja, es ist so! – Philosophie, hatte ich mir, damals sagte man noch „im Internet“, Jean-Paul Sartres „Das Sein und das Nichts“ bestellt. Der völlig überschätzte Wälzer wurde, wie bei Neubüchern üblich, in Zellophan verpackt geliefert. Ich las das Buch aber nicht sofort,...

A monument to freedom. 0

A monument to freedom.

Here is a little fact that I find extremely funny considering my recent discussions of Borstlap and his vision of a new „classical revolution“ which attempts to revive a melodious and harmonious romantic style and shuns anything abstracted and „materialistic“…

I’m reading John Borstlap’s „The Classical Revolution“ and think about it (2) 0

I’m reading John Borstlap’s „The Classical Revolution“ and think about it (2)

I was astonished how much international resonance my last blog entry – the beginning of a commented reading of Borstlap’s much maligned book chapter by chapter – has created. Even though most comments I read condemned Borstlap’s critique of the “New Music Establishment” as laughable there seemed to be a hint at a bigger and perhaps even necessary discussion of the way arts and especially music are funded. Because I am interested in a more international opinion and perhaps even consensus on this I have decided to continue this series in English (perhaps as a little step towards an international edition of the Bad Blog Of Musick, which is something I always want to do but never get around doing sadly).